20. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Die Alge als Chemierohstoff

Chemikern und Biologen der Universität Konstanz gelang die Umwandlung von Algenöl in höherwertige chemische Rohstoffe über die sogenannte isomerisierende Alkoxycarbonylierung. Damit bereiten sie die Grundlage für eine Nutzung von Algen als chemischer Grundstoff für eine große Bandbreite von Materialien und Produkten, noch über die Verwendung der Alge als Ersatzstoff für Rohöl hinaus. Die Forschungsergebnisse wurden im Wissenschaftsjournal Angewandte Chemie veröffentlicht.
Quelle: Uni Konstanz

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19. Jun 2014 · News

Meilensteine der Biotechnologie

Biotechnologie nutzt Wissenschaft und Technik, um mit Hilfe von lebenden Zellen, Enzymen oder anderen Biomolekülen Produkte herzustellen. Biotechnologie steckt in Medikamenten, im Waschmittel, im Brot oder auch in Pflanzen. Sie ist eine klassische Querschnittstechnologie, die sich nicht nur auf Disziplinen wie Biologie und Biochemie stützt, sondern auch Physik, Chemie, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften und Informatik umfasst. Im Zuge der bahnbrechenden Entwicklungen in der Molekularbiologie ab den 1970er Jahren entwickelte sich eine eigene Wirtschaftsbranche. Das Dossier des Portals Biotechnologie gibt einen Überblick über wichtige technologische Meilensteine und Pioniere der Branche.
Quelle: Biotechnologie.de

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18. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Klimawandel und Blattaustrieb

Durch den Klimawandel wird es im Frühling immer früher grün. Die Zuwanderung wärmeliebender Pflanzenarten könnte diesem Effekt aber entgegenwirken wie eine neue Studie zeigt, die im Fachjournal Ecology Letters erschien. Professor Susanne Renner von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) untersuchte darin mit ihrem Team, wie sich der durchschnittliche Temperaturanstieg auf den Blattaustrieb auf 500 verschiedene Gehölze auswirkte. Pflanzen aus südlichen warm-gemäßigten Klimaten haben sehr hohe Wärmeansprüche und richten sich nach der Tageslänge als Signal für den richtigen Zeitpunkt, ihre Blätter zu entfalten – wärmere Temperaturen ändern daran nichts. Auch die meisten anderen Pflanzen, die die Tageslänge als Signal nehmen, öffnen ihre Knospen erst vergleichsweise spät. „Je nach Herkunftsgebiet treiben diese Arten bis zu vier Wochen später aus als Pflanzen aus unseren gemäßigten Breiten“, sagt Renner, „falls sie sich im Zuge der Klimaerwärmung bei uns ausbreiten, dann wird der Blattaustrieb unserer Flora insgesamt nicht unbedingt früher“.
Quelle: LMU

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18. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Fadenwurm und Pilz schädigen als Duo die Sojabohne

Erkrankte Sojabohnenblätter unterscheiden sich von gesunden Blättern. Foto: A. Westphal, JKI

In den USA tritt seit Jahren ein gefürchteter Schadkomplex an Sojabohnen auf, bei dem ein Fadenwurm (Nematode) und ein Pilz gemeinsam ihre Vernichtungskraft entfalten. Erst kürzlich konnten Dr. Andreas Westphal vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig und seine amerikanische Kollegin Dr. Lijuan Xing zeigen, dass es sich bei Heterodera glycines und Fusarium virguliforme tatsächlich um einen synergistischen Krankheitskomplex handelt. Um zu verstehen, warum sich dieser Krankheitskomplex so ausprägt, hat eine internationale Forschergruppe die spezifische Rolle der beiden Pflanzenpathogene in der Krankheitsausprägung modelliert. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachjournal PlosOne erschienen.
Quelle: JKI

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18. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Künstliches Mottenauge als Lichtfänger – Wasserstoffproduktion mit Sonnenlicht

Weltweit forschen Wissenschaftler an Solarzellen, die die Photosynthese der Pflanzen nachahmen und aus Sonnenlicht und Wasser synthetische Brennstoffe wie Wasserstoff bilden. Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) haben nun eine solche photoelektrochemische Zelle dem Mottenauge nachempfunden und dadurch die Lichtausbeute drastisch erhöht. Die Zelle besteht aus billigen Grundstoffen: Eisen- und Wolframoxid.
Quelle: EMPA

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18. Jun 2014 · News · Köpfe und Karrieren

World Food Prize für Pflanzenforscher Sanjaya Rajaram

Der Pflanzenwissenschaftler Dr. Sanjaya Rajaram wird den World Food Prize 2014 für seine Forschung erhalten, mit der er zu einer substanziellen Steigerung der Weizenernten beigetragen hat, die dadurch um mehr als 200 Millionen Tonnen stieg.

Quellen: World Food Prize Organization

Forscher-Portrait (engl.)

18. Jun 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Medal of Excellence für Peter H. Raven

Die US-amerikanische Arboretum-Gesellschaft verleiht ihre Exzellenzmedaille an Peter H. Raven. Raven, seit 1992 Ehrenmitglied der DBG, war Präsident des Missouri Botanical Gardens und soll die Auszeichnung für sein Engagement erhalten, mit dem er die breite Öffentlichkeit für den Naturschutz und den Erhalt der Biodiversität gewann. Das meldet das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture, USDA).
Quelle: USDA

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17. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Artensterben als Kettenreaktion

Im Laufe der Evolution sind in den letzten 500 Millionen Jahren immer wieder Tier- und Pflanzenarten in großer Zahl ausgestorben. Kann bereits das Aussterben weniger oder einzelner Arten zu Kettenreaktionen mit solchen verheerenden Folgen führen? Göttinger Forscher am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und der ETH Zürich haben eine mathematische Theorie entwickelt, das unter Verwendung von Fossiliendaten eine Antwort geben kann. Die Theorie zeigt, dass Kettenreaktionen bei der unterschiedlichen Entwicklung der Artenvielfalt im Meer und an Land eine Rolle gespielt haben können. Sie kann dabei helfen, heutige und zukünftige Artensterben zu verstehen.
Quelle: MPI für Dynamik und Selbstorganisation

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17. Jun 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Gruber Genetics Prize für einen Pflanzenforscher

Der mit 500.000 US-Dollar dotierte Gruber Genetics Prize 2014 wird an David Baulcombe, PhD, Professor für Botanik an der University of Cambridge; an Victor Ambros, PhD, Professor für Molekularmedizin an der University of Massachusetts Medical School sowie an Gary Ruvkun, PhD., Professor für Genetik an der Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School vergeben. Sie werden damit für ihre Pionierarbeiten über die Existenz und die Funktion von microRNA und small interfering RNAs ausgezeichnet, Molekülen, die eine wichtige Rolle in der Genexpression spielen. Der Preis zeichnet Forschende aus den Disziplinen Kosmologie, Genetik und Neurowissenschaften aus; die dahinter stehende Stiftung hat ihren Sitz nun an der Yale Universität.

Quellen: Yale University

Department of Plant Sciences, Univ. of Cambridge

16. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Klimarekonstruktion: Pflanzenwachse geben Einblick in die letzten 24.000 Jahre

Rund um den Indischen Ozean verteilen sich die Niederschläge extrem unterschiedlich: Wenn es im Regenwald auf Sumatra besonders stark regnet, müssen Mensch und Tier im ohnehin trockenen Ostafrika mit Dürre rechnen. Dieses zyklisch auftretende, Klimaphänomen existiert schon seit 10.000 Jahren, schreibt ein Team des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F), California Institute of Technology, University of Southern California und der Universität Bremen heute im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences. Die Pilotstudie erlaubt Einblicke in das Klimasystem einer Region, deren Niederschlagsmuster einen großen Einfluss auf das Weltklima haben, meldet Senckenberg.
Quelle: Senckenberg

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16. Jun 2014 · News · Forschungsergebnis

Vom Gras zum Sprit in einem Schritt

Flüssiger Biokraftstoff wird bisher vor allem aus den essbaren Teilen einer Pflanze gewonnen. Es ist einfach zu aufwändig und bedarf mehrerer Prozessschritte, die Energie aus den nichtessbaren pflanzlichen Zellwänden zu nutzen. Wie Bakterien die Umwandlung von Lignozellulose zu Biosprit im Alleingang bewältigen, schildern Forschende im Fachjournal PNAS. Das könnte den Biosprit der 2. Generation endlich zur Marktreife bringen, folgert das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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16. Jun 2014 · News

EU erleichtert Anbauverbot für gv-Pflanzen

Die EU-Umweltminister haben neue Regeln für die Zulassung von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen beschlossen und damit nationale Anbauverbote erleichtert. In der Sitzung am 12. Juni sprachen sich die Staaten der Europäischen Union fast einstimmig für die Neuregelung aus. Lediglich Belgien und Luxemburg enthielten sich der Stimmen. Damit bekommen die EU-Staaten mehr Mitspracherecht beim kommerziellen Anbau von Gentechnik-Pflanzen, meldet das Portal Biotechnologie. Kritiker warnen nun vor steigenden Zulassungszahlen, schreibt das Magazin Transkript.

Quelleb: Biotechnologie.de

Transkript.de