30. Mai 2014 · News · Forschungsergebnis

Bakterien aus ariden Regionen machen Weizen ertragssicherer

Um die Nutzpflanze Weizen toleranter gegenüber Trockenheit zu machen, nahmen Forschende die Hilfe von Bakterien in Anspruch. Sie sammelten die Mikroorganismen aus ariden Standorten und siedelten diese an Weizenwurzeln an: Wie sie im Fachjournal PLoS ONE beschreiben, verbesserte sich dadurch nicht nur die Überlebensrate bei Dürre, sondern auch das Wachstum der Pflanzen und ihre Erträge. Die Bakterien bilden dabei einen „Schutzschild“, einen Biofilm, um die Wurzeln. Mit diesem Biofilm unterstützen die Bakterien die Wasserversorgung der Pflanze bei Trockenheit. 
Quelle: Pflanzenforschung.de

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30. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Neue Professorin für Molekulare Interaktionsökologie ernannt

Prof. Dr. Nicole van Dam von der Uni Jena erforscht den chemischen Austausch zwischen Pflanzen und ihren Fressfeinden. Foto: Tobias Wagner, iDiv

Prof. Dr. Nicole van Dam wurde von der Uni Jena zur Lehrstuhlinhaberin für Molekulare Interaktionsökologie der Universität Jena ernannt. Im Fokus der „Lauschaktionen“ im Boden der frisch berufenen Professorin steht der Austausch zwischen Pflanzen und ihren Fressfeinden. „Es gibt zahlreiche chemische Selbstverteidigungsstrategien von Pflanzen“, erläutert die Forscherin. Doch während die meisten ihrer Fachkollegen vor allem das oberirdische Zusammenspiel unterschiedlicher Organismen unter die Lupe nehmen, interessiert sich van Dam auch für das, was im Dunkeln unter der Erdoberfläche passiert. Ihr Uni-Lehrstuhl ist im neuen Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) angesiedelt, das von den Unis in Leipzig, Halle und Jena mit ihren Partnereinrichtungen gemeinsam getragen wird und seinen Sitz in Leipzig hat.
Quelle: Uni Jena

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28. Mai 2014 · News · Forschungsergebnis

Uralt: Beziehung zwischen Vögeln und Blüten

Der fossile Vogel in dessen Mageninhalt (Ausschnitt rechts) fossile Pollen nachgewiesen wurden. Foto: Senckenberg

Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstitutes in Frankfurt haben das älteste Fossil eines blütenbestäubenden Vogels beschrieben. Im gut erhaltenen Mageninhalt des Vogelfossils konnten erstmals verschiedene Blütenpflanzen-Pollen nachgewiesen werden. Daraus kann geschlossen werden, dass der Beginn der Vogel-Blüten-Beziehung mindestens 47 Millionen Jahre zurückliegt. Das Fossil stammt aus der Fossilienfundstelle Grube Messel. Die zugehörige Studie ist im Fachmagazin Biology Letters erschienen.
Quelle: Senckenberg

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28. Mai 2014 · News · Anwendung

Abheben mit Biokerosin aus Algen

Seit Jahren wächst der Luftverkehr, zuletzt stiegen Passagier- und Frachtaufkommen um rund fünf Prozent jährlich. Damit steigt auch der Treibstoffverbrauch, berichtet das Portal Biotechnologie: Rund 213 Milliarden US-Dollar werden die Fluggesellschaften weltweit in diesem Jahr allein für Kerosin ausgeben, schätzt die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung IATA. Der Flugtreibstoff wird so zu einem wesentlichen Kostentreiber für die Branche. Die Suche nach Alternativen hat längst begonnen. Das wurde auch auf Deutschlands größter Luftfahrt-Messe, der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin deutlich: Neben Programmen zur Effizienzsteigerung werden auch Forschungsprojekte mit alternativen Treibstoffen wie Algenkerosin vorangetrieben. 
Quelle: Biotechnologie.de

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27. Mai 2014 · News

Top 10 der neu entdeckten Arten

Zum Jahrestag des Naturforschers Carl von Linnés präsentieren Taxonomen die Liste der interessantesten Artenfunde aus dem Tier-, Pflanzen- und Mikrobenreich. Die Zeitschrift Spektrum listet sie auf ihrer Website und hat für alle Organismen auch ein Foto aufgetrieben. Unter ihnen: der Drachenbaum Dracaena kaweesakii.
Quelle: Spektrum.de

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27. Mai 2014 · News · Veranstaltung

Plant Nutrition 2014: From Basic Understanding to Better Crops

Die deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung lädt vom 10. bis 12. September 2014 an die Martin Luther Universität Halle-Wittenberg. Die Organisatoren Edgar Peiter (Martin Luther University of Halle-Wittenberg), Nicolaus von Wirén (IPK Gatersleben) und Doris Vetterlein (Helmholtz Centre for Environmental Research - UFZ) laden zu folgenden Schwerpunkten:

  • Root development and function
  • Nutrient and stress signalling
  • Micronutrients
  • Soil fertility and fertilization
  • Plant senescence and nutrient retranslocation

Der günstige Frühbucherrabatt endet zum 30. Mai. Abstracts werden noch bis zum 30. Juni entgegen genommen.
Quelle: Tagungswebsite

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27. Mai 2014 · News · Forschungsergebnis

Pilzgift schützt vor Fadenwürmern

In den Zellen eines Pilzes, der sich in die Wurzeln von Fichten einnistet,  haben Forschende der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) ein Protein entdeckt, das für das Pilz-Pflanze-Gespann einen Vorteil neben der gegenseitigen Versorgung mit Nährstoffen hat: Es schützt den Pilz und möglicherweise auch die Wurzeln vor Fadenwürmern, denn es ist für die Parasiten toxisch, berichtet das Team um den Mikrobiologieprofessor Markus Aebi. "Dieses Gift ist wahrscheinlich Teil des Abwehrsystems dieses Pilzes gegen Fressfeinde", sagt Markus Künzler, Oberassistent in Aebis Gruppe. Fressen die Fadenwürmer Pilzzellen, nehmen sie das toxische Protein auf, wodurch die Darmzellen des Wurms über einen noch nicht verstandenen Mechanismus zerstört werden, wie sie im Fachjournal PNAS Early Edition berichten. Die Wissenschaftler hoffen, dass solche Gifte die Basis für eine Impfung von Nutz- oder Haustieren gegen parasitische Fadenwürmer werden.
Quelle: ETH Zürich

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27. Mai 2014 · News · Politik

Aufbruch bei Bildungs- und Forschungskooperation

Die Verwendung der im Koalitionsvertrag zugesicherten zusätzlichen 9 Milliarden Euro für Kitas, Bildung, Forschung und Hochschulen ist geklärt. Der Bund übernimmt die Finanzierung des BAföG vollständig und auf Dauer ab 1. Januar nächsten Jahres, meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Länder haben sich verpflichtet, die dadurch jährlich freiwerdenden rund 1,17 Milliarden Euro für Hochschulen und Schulen zur Verfügung zu stellen. Zudem wurde von Koalitionspartnern und Ländern eine Grundgesetzänderung zur Möglichkeit des dauerhaften Engagements des Bundes für Forschung und Lehre an Hochschulen vereinbart. Der Artikel 91 b des Grundgesetzes soll neu gefasst werden. 3 Milliarden Euro stehen in vollem Umfang für Forschung und Entwicklung (FuE) zur Verfügung. Ferner finanziert der Bund weiterhin außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, den Hochschulpakt, den Pakt für Forschung und Innovation und die Exzellenzinitiative.
Quelle: BMBF

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26. Mai 2014 · News · Veranstaltung

„Genpflanzen“ – Chance für die Landwirtschaft oder Gefahr für den Verbraucher?

Am morgigen Dienstag steht ab 19 Uhr im Haus der Universität das Thema “Genpflanzen“ – Chance für die Landwirtschaft oder Gefahr für den Verbraucher?“ auf der Agenda: Genpflanzen sind weltweit auf dem Vormarsch. Forscher schleusen fremde Erbanlagen in Kulturpflanzen ein und können so Pflanzen nach Maß herstellen. Sie hoffen, die Pflanzen dadurch widerstandsfähiger gegen Schädlinge zu machen oder die Qualität der Nahrungsmittel zu verbessern. Die Industrie und viele Landwirte sehen die Chancen dieser neuen Technologie und befürworten sie. Die meisten Verbraucher in Europa sind dagegen skeptisch und sorgen sich um die Gefahren, die von diesen Genpflanzen für die Umwelt oder die Ernährung ausgehen könnten. In seiner Vortragsreihe ‚Vom Urweizen der Steinzeit zu den Genpflanzen der Zukunft‘ geht Prof. Dr. Peter Westhoff, Lehrstuhlinhaber für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, morgen der Entwicklung von der ersten Domestizierung der Pflanzen über die frühen Ackerbauern und Viehzüchter bis hin zur modernen Pflanzenzucht und zu neuen Methoden der grünen Gentechnik nach, meldet der Organisator, das Exzellenzcluster CEPLAS – "Von komplexen Eigenschaften zu synthetischen Modulen" beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). 
Quelle: idw

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26. Mai 2014 · News · Forschungsergebnis

Wer pumpt, wächst besser

Wie Forschende um Franziska Krajinski vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam Golm herausfanden, wird Phosphat mit Hilfe einer ganz speziellen Protonenpumpe vom Pilz in die Pflanze gebracht. Um zu beweisen, dass diese Protonenpumpe tatsächlich die Energie für den Phosphattransport bereitstellt, haben die Forscher in ihren aktuellen Versuchen das Gen, das im Schneckenklee (Medicago truncatula) die Information für eine Protonenpumpe in sich trägt, ausgeschaltet; die Protonenpumpe konnte also nicht mehr hergestellt werden. Anschließend verglichen die Wissenschaftler die symbiotische Phosphataufnahme und das Wachstum dieser Pflanzen mit sogenannten Wildtyp-Pflanzen, bei denen das Gen weiterhin funktionsfähig und folglich die Protonenpumpe vorhanden war. Wie die Experimente, die nun im Fachjournal Plant Cell publiziert wurden, zeigen, besiedelte der Pilz die Wurzeln beider Pflanzen. Unter Phosphatmangel-Bedingungen zeigten die Wildtyp-Pflanzen, allerdings ein deutlich besseres Wachstum, als diejenigen Pflanzen, die auf Grund des stillgelegten Gens keine Protonenpumpe mehr herstellen konnten.
Quelle: MPI für molekulare Pflanzenphysiologie

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26. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Erste Linné-Medaille seit 83 Jahren für deutschen Botaniker

Prof. Dr. H. Walter Lack, Leiter der Abteilung Wissenskommunikation am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem und Professor an der Freien Universität Berlin, erhält für sein wissenschaftliches Lebenswerk die höchste Auszeichnung der Linnean Society of London. Die Linnean Medal wurde am 23. Mai 2014 in London verliehen, dem Geburtstag des schwedischen Naturforschers Carl von Linné. Seit 1888 vergibt Gesellschaft weltweit einmal im Jahr die Linné-Medaille an einen Botaniker und / oder einen Zoologen für dessen Lebenswerk. Bisher ging diese Auszeichnung lediglich ein einziges Mal nach Berlin, an den Botaniker Adolf Engler im Jahre 1913. Der letzte Empfänger aus dem Bereich der Botanik in Deutschland war Karl Ritter von Goebel im Jahre 1931, meldet die Freie Universität Berlin.
Quelle: Uni Berlin

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