16. Mai 2014 · News · Projekt

ChemBioSys: Chemisches Stimmengewirr belauschen und entschlüsseln

Ein Lebewesen kommt in der Natur nie alleine vor, sondern lebt immer in engem Wechselspiel mit vielen anderen Organismen. Signalmoleküle bestimmen, wie die Wechselbeziehungen zwischen Zellen und Organismen einer oder mehrerer Spezies ablaufen. Diese will der neue Sonderforschungsbereich (SFB) „ChemBioSys“ an der Uni Jena ergründen, der heute von der DFG bewilligt wurde. „ChemBioSys“ steht für „Chemische Mediatoren in komplexen Biosystemen“ und macht das breite Themenspektrum deutlich, das die Jenaer Forscher in den kommenden Jahren bearbeiten werden. Der von Prof. Dr. Christian Hertweck und seinem Kollegen Prof. Dr. Georg Pohnert von der Uni Jena gemeinsam koordinierte SFB wird in der ersten Phase bis 2018 gefördert. In dem neuen SFB, für den etwa acht Millionen Euro beantragt sind, arbeiten Chemiker, Biologen, Pharmazeuten und Bioinformatiker aus 21 Jenaer Forschungsgruppen zusammen. Neben Instituten der Universität Jena sind auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Hans-Knöll-Institut (HKI) und das Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie beteiligt.
Quelle: Uni Jena

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16. Mai 2014 · News · Projekt

Algen-Science-Center in Jülich eröffnet

Am Forschungszentrum Jülich hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, am Freitag das Algen-Science-Center eröffnet. Dort wird eine Pilotanlage für die Erzeugung von Bio-Kerosin aus Mikroalgen entstehen. Dazu werden in einem ersten Schritt drei Photobioreaktor-Systeme zur Mikroalgenzucht gebaut und systematisch verglichen, denn noch sind „erhebliche Forschungsanstrengungen notwendig“ wie der Minister erläuterte. Über die Eröffnung berichteten die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und das Portal Biotechnologie. 

Quelle: FNR

Biotechnologie.de

Bioökonomie.de

16. Mai 2014 · News · Politik

Bioökonomierat veröffentlicht Leitlinien

In einem neuen Strategiepapier fordert der Deutsche Bioökonomierat ein „richtig dosiertes“ Engagement der Politik für die biobasierte Wirtschaft. Erdöl und Erdgas sind nach den letzten erfolgreichen Funden noch jahrzehntelang verfügbar. Um den Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe zu ermöglichen sind politische Eingriffe des Staates nötig. Allerdings sollten sie richtig dosiert sein, um die Wirtschaft nicht zu stark zu belasten, andererseits aber auch die Ziele der Klima- und Umweltpolitik nicht aus den Augen zu verlieren. Der Deutsche Bioökonomierat, das Beratungsorgan der Bundesregierung in Sachen biobasierte Wirtschaft, konstatiert dies in einem nun veröffentlichten Strategiepapier, berichtet das Portal Biotechnologie. In zehn Thesen konzentriert der Rat die Kernempfehlungen für den richtigen Weg in die Bioökonomie.
Quelle: Biotechnologie.de

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16. Mai 2014 · News · Veranstaltung

Zahlen und Fakten zum Tag der Biologischen Vielfalt

Ob bei Tieren oder in der Pflanzenwelt: Überall ist die biologische Vielfalt es wert, erhalten zu bleiben. Denn alte und seltene Exemplare können wichtige Gene liefern, die zum Beispiel bei Klimawandel oder Konsumveränderungen für neue Züchtungen von Bedeutung sein können. Aktivitäten gibt es viele: Über 170.000 Muster von Kultur- und Wildpflanzen werden in Genbanksammlungen in Deutschland erhalten. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat weitere Daten und Fakten rund um das Thema anlässlich des Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai  zusammengestellt.

Quellen: BLE

Tag der Biologischen Vielfalt bei der UNESCO

16. Mai 2014 · News · Ausbildung

HRK-Empfehlung zur besseren Förderung von Nachwuchswissenschaftlern

Mehr Verlässlichkeit und Transparenz in der Karriereplanung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern wollen die Leitungen der deutschen Hochschulen schaffen. Das berichtet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) von ihrer gestrigen, 16. Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main. Dazu sollen  die einzelnen Hochschulen Orientierungsrahmen für den wissenschaftlichen Nachwuchs nach der Promotion erarbeiten. Diese sollen auch Personalentwicklungskonzepte, Angebote für Zusatzqualifizierungen und Stellenkonzepte enthalten. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Hochschulen den Nachwuchs nicht nur für Karrieren innerhalb des Wissenschaftssystems vorbereiten, sondern auch auf forschende und leitende Tätigkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft. Über die verschiedenen Karrierewege müssten die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler besser als bisher informiert werden.
Quelle: HRK

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15. Mai 2014 · News

Onlinevideos zu aktuellen Forschungsthemen gesucht

Das Potential von Webvideos für die Forschungskommunikation wollen die Initiativen Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aufzeigen. Dazu suchen sie die unterhaltsamsten Geschichten aus dem Labor, die verständlichste Erklärung der Thermodynamik oder den emotionalsten Videotagebucheintrag eines Althistorikers! Zum zweiten Mal rufen die beiden Veranstalter den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Webvideo-Wettbewerb Fast Forward Science aus. Forschende, Schüler, wissenschaftsinteressierte Bürger, eingefleischte Webvideomacher oder Kommunikationsprofis können bis zum 31. August 2014 ihre Videos zu aktuellen Forschungsthemen aus allen Disziplinen einreichen. Die Herausforderung: Sie sollen zugleich unterhalten, wissenschaftlich fundiert und verständlich sein. Für Low-Budget-Produktionen gibt es eine eigene Kategorie.
Quelle: Fast Forward Science

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15. Mai 2014 · News

Anbauverbote müssen begründet werden

Biokraftstoffe, die aus den Ernterückständen von Mais gewonnen werden, können mehr Treibhausgase als Benzin freisetzen. Denn in ihrer Treibhausgasbilanz setzen die für Biosprit verwendeten Reststoffe und Abfälle schneller CO2 frei, als wenn man die Rückstände auf dem Feld belassen und dort langsam zu Humus werden ließe. Diese Emissionen sind bisher in den Ökobilanzen nicht ausreichend bedacht, geben Forschende in einer im Fachjournal Nature Climate Change erschienenen Studie zu bedenken. Glaubt man den Ergebnissen der Studie, wäre dies auch auf politischer Ebene brisant, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Transgen

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14. Mai 2014 · News · Bioenergie

Zweifel am Klimavorteil von Biokraftstoffen aus Maisrückständen

Biokraftstoffe, die aus den Ernterückständen von Mais gewonnen werden, können mehr Treibhausgase als Benzin freisetzen. Denn in ihrer Treibhausgasbilanz setzen die für Biosprit verwendeten Reststoffe und Abfälle schneller CO2 frei, als wenn man die Rückstände auf dem Feld belassen und dort langsam zu Humus werden ließe. Diese Emissionen sind bisher in den Ökobilanzen nicht ausreichend bedacht, geben Forschende in einer im Fachjournal Nature Climate Change erschienenen Studie zu bedenken. Glaubt man den Ergebnissen der Studie, wäre dies auch auf politischer Ebene brisant, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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13. Mai 2014 · News · Forschungsergebnis

Risiko durch Stickstoffverschmutzung könnte halbiert werden

Der wichtigste Dünger für den Anbau von Lebensmitteln ist zugleich eine der größten Gefahren für die menschliche Gesundheit: Stickstoff. Chemische Verbindungen, die so genannten reaktiven Stickstoff enthalten, sind Treiber der weltweiten Verschmutzung von Luft und Wasser – und damit von Krankheiten wie Asthma oder Krebs. Wenn nichts dagegen getan wird, könnte die Stickstoffbelastung in einem mittleren Szenario um 20 Prozent bis 2050 steigen. Dies zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Mit einem ehrgeizigen Maßnahmenpaket hingegen ließe sich die Belastung um 50 Prozent verringern. Dies ließ sich in der Studie der Zeitschrift Nature Communications erstmals quantitativ zeigen.
Quelle: PIK

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13. Mai 2014 · News · Veranstaltung

Flower-like patterns - more than superficial similarity?

Ein Symposium am Institut für Spezielle Botanik der Universität Mainz stellt Fragen zur Blütenbildung:

  • Worauf beruht die Ähnlichkeit der Blütenkopfe?
  • Was steuert die Vergrößerung von Randblüten?
  • Welche genetischen Regulationsmechanismen liegen dem zugrunde?

Die von Prof. Dr. Regine Claßen-Bockhoff organisierte Veranstaltung wird von der DBG finanziell unterstützt (siehe Tagungsförderungen). Die Fragen diskutieren die Vortragenden Przemysław Prusinkiewicz von der Universität Calgary sowie Teemu Teeri und Paula Elomaa, beide von der Universität Helsinki am 16. Mai 2014, von 13:15 bis 17:00 Uhr im Raum SR 215, der Uni Mainz im Becherweg 7. Gäste sind herzlich willkommen.
Quelle: Veranstaltungsposter (pdf)

13. Mai 2014 · News · Veranstaltung

Plant Science Student Conference

Vom 2. bis 5. Juni 2014 wird am Leibniz Institut für Pflanzengenetik und Nutzpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben in Sachsen Anhalt die kommende Plant Science Student Conference (PSSC) stattfinden, die von der DBG unterstützt wird (vgl. geförderte Tagungen [Link]). Eine Jury wird dieses Jahr die besten Vorträge und die besten Poster der Nachwuchswissenschaftler auszeichnen. Zusätzlich sind vier Keynote-Speaker eingeladen. Mehrere Veranstaltungen, wie Wandern, Grillen und eine Party runden das Programm ab und geben Zeit zum vertiefenden Austausch.
Quelle: PSSC

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13. Mai 2014 · News · Veranstaltung

Small Natural Products

Vom 21. bis 23. September treffen sich die Postgraduierten der Sektion „Pflanzliche Naturstoffe“ auf der Nürnberger Burg, um sich über ihre jüngsten Forschungsergebnisse auszutauschen. Die Themen des englischsprachigen Workshops sind “Small Natural Products: Biochemistry, genetics, ecology, chemistry, evolution”. Auf Ihre Anmeldung freut sich der Organisator, Prof. Dr. Wolfgang Kreis von der Uni Erlangen.
Quelle: Info-Blatt (pdf)

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13. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Leopoldina-Mitglieder erhalten ihre Urkunden

Im Rahmen des jährlichen Symposiums der Leopoldina-Klasse II Lebenswissenschaften erhalten am Donnerstag, 22. Mai, hochrangige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre Mitgliedsurkunden aus den Händen des Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Professor Jörg Hacker. Unter ihnen die Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Yonath sowie Ian T. Baldwin vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Jena, Christian Jung vom Kieler Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Rainer Matyssek, Pflanzenforscher der TU München, Jane Parker vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln, Ingo Schubert vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben und Peter Westhoff vom Düsseldorfer Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen.  
Quelle: Leopoldina

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12. Mai 2014 · News · Forschungsergebnis

Wie pflanzliche Lichtsensoren Signale weiterleiten

Phytochrome sind lichtempfindliche Proteine, über die Pflanzen wahrnehmen, ob es hell oder dunkel ist. Wie diese für Pflanzen essentiellen Lichtsensoren ihre Signale weitergeben, haben Forschende nun im Fachjournal Nature beschrieben. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Publikation vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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12. Mai 2014 · News · Veranstaltung

Nutzpflanzen und Pflanzennutzen, Genpflanzen, Freunde oder Feinde?

In seiner Vortragsreihe ‚Vom Urweizen der Steinzeit zu den Genpflanzen der Zukunft‘ geht Prof. Dr. Peter Westhoff, Lehrstuhlinhaber für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), der Entwicklung von der ersten Domestizierung der Pflanzen über die frühen Ackerbauern und Viehzüchter bis hin zur modernen Pflanzenzucht und zu neuen Methoden der grünen Gentechnik nach. Am Dienstag, den 13.5.2014, ab 19 Uhr im Haus der Universität, findet der zweite Vortrag statt: „Gene und Genome – Was macht ein Pflanzenzüchter?“. Am 7.5.2014 folgt „Genpflanzen – Chance für die Landwirtschaft oder Gefahr für den Verbraucher?“, am 17.6.2014 „Pflanzen und Mikroben – Freunde oder Feinde?“ und am 1.7.2014 schließt die Reihe des Cluster of Excellence on Plant Sciences (CEPLAS) mit einem Vortrag über „Die Herausforderungen der Zukunft“.
Quelle: HHU

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12. Mai 2015 · News · Forschungsergebnis

Biodiversität: Neue Schwarze Liste für eingeschleppte Arten

Die Robinie Robinia pseudacacia blüht im Mai wunderschön - doch die aus Nordamerika stammende Pflanze lässt die Artenvielfalt massiv schwinden. Foto und Copyright: Franz Essl, Uni Wien

Die Verschleppung von Tier- und Pflanzenarten gehört zu den größten globalen Veränderungen und hat langfristige Konsequenzen: Die gebietsfremden Eindringlinge zerstören die Lebensräume der heimischen Flora und Fauna und verursachen damit langfristig einen Rückgang der biologischen Artenvielfalt. Mit der Erstellung einer globalen Schwarzen Liste invasiver Arten sollen die schlimmsten Schädlinge priorisiert und deren Bekämpfung vereinfacht werden. Diese Schwarze Liste ist das Resultat einer internationalen Zusammenarbeit, an der auch die Universität Wien und das Umweltbundesamt Österreich mitwirkten und die im Fachjournal PLOS Biology erschienen ist. Dazu definierten die Froschenden verschiedene Szenarien von schädlichen Auswirkungen auf heimische Arten, die durch unterschiedliche Mechanismen verursacht werden. Die Szenarien beschreiben verschiedene Stärken von Schäden und waren so gestaltet, dass zunehmend höhere Schadenskategorien eine Zunahme in der Größenordnung der Auswirkungen reflektieren, z.B. Auswirkungen auf heimische Individuen, Populationen oder Lebensgemeinschaften.
Quelle: Uni Wien beim idw

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12. Mai 2014 · News · Politik

Vermont erster US-Bundesstaat mit Gentechnik-Kennzeichnung – Umsetzung fraglich

Vermont hat als erster US-Bundesstaat eine verbindliche Kennzeichnung für Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Organismen eingeführt. In der vergangenen Woche unterzeichnete der demokratische Gouverneur Peter Shumlin ein entsprechendes Gesetz. Doch ob die Vorschriften tatsächlich wirksam werden, hält das Portal Transgen für fraglich.
Quelle: Transgen.de

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12. Mai 2014 · News · Wirtschaft

Potsdamer Targenomix kooperiert mit Bayer

Die Potsdamer Max-Planck-Ausgründung Targenomix und die Bayer-Sparte CropScience werden künftig auf dem Gebiet der Pflanzensystembiologie und Datenanalyse zusammenarbeiten. Pflanzen entwickeln unzählige Inhaltsstoffe. Viele dieser sogenannten Mataboliten sind Signalmoleküle und für die Kommunikation in oder zwischen den Zellen verantwortlich. Einige davon steuern auch Prozesse, wodurch Ertrag und Widerstandskraft der Pflanze bestimmt werden. Diese Signalmoleküle stehen im Fokus des neuen Forschungsbündnisses von Targonomix und Bayer CropScience. Ziel der Kooperation ist es, Genom-, Transkriptom- und Metabolom-Daten zu analysieren, um so die Wirkungsweise von Genen und Signalmolekülen in Pflanzen entschlüsseln zu können, schreibt das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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