07. September 2011 · DBG · Pressemitteilung

Horst Wiehe-Preis für die Aufklärung einer Signalkaskade, die einen pflanzlichen Minimotor antreibt

Am Computer verfolgt Dr. Alexandra Furch, wie die Forisomen die rot gefärbten Siebelemente mit den helleren Siebplatten (am rechten Monitor) in nur einer Minute verstopfen. Der linke Computer hilft ihr, die Ergebnisse vom Konfokalen-Laser-Scanning-Mikroskop zu berechnen. Foto: Torsten Knauer, Justus-Liebig-Universität Gießen.

Dr. Alexandra Furch von der Justus-Liebig-Universität Gießen erhält den Horst Wiehe-Preis 2011 der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Sie zeigte an lebenden Pflanzen, wie die so genannten Forisomen auf zellulärer Ebene funktionieren. Forisomen sind Proteine in Erbsen, Bohnen und anderen Schmetterlingsblütlern (Fabaceae), die innerhalb einer Minute die Leitungsbahnen verschließen, sobald die Pflanze verletzt wird. Die wie ein Minimotor arbeitenden Forisomen werden von Calcium angetrieben. Sie schützen die Pflanze vor dem „Ausbluten“ zuckerreicher Nährlösung und verhindern das Eindringen von Krankheitserregern. Dr. Furch wird die mit 1500 Euro dotierte Auszeichnung am 19. September 2011 während der Botanikertagung in Berlin entgegennehmen.

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