17. September 2013 · DBG · Pressemitteilung

Horst Wiehe-Preis für die Entdeckung, warum der Zellulose-Aufbau wie auf Schienen läuft

Martin Bringmann fand das seit 50 Jahren gesuchte Eiweiß, das die Maschinerie auf den Schienen hält, damit der Zellulose-Aufbau klappt. Foto: privat

Dr. Martin Bringmann erhält den Horst Wiehe-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) 2013. Der ehemalige Doktorand am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam identifizierte ein seit den 1960er Jahren postuliertes Bindeglied und klärte den Mechanismus auf, der Pflanzen hilft, Zellulose korrekt in ihren Zellwänden anzuordnen. Die richtige Anordnung verleiht den Zellen nicht nur eine Hülle mit der Reißfestigkeit von Stahl, sondern ist auch für das Richtungswachstum verantwortlich, wenn sich Pflanzen etwa dem Sonnenlicht entgegenstrecken. Wie Pflanzen Zellulose synthetisieren, interessiert nicht nur Pflanzenwissenschaftler, sondern auch die Papier- und Textilindustrie sowie die Hersteller von Bioethanol. Bringmann, der nun in Kalifornien forscht, wird den mit 1.500 Euro dotierten Preis am 30. September 2013 während der Botanikertagung von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG, entgegen nehmen.

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