09. Jul 2021 · News · Forschungsergebnis

Fernbedienung für Stomata

Fernsteuerung für die stomatäre Bewegung. Grafik: Lehrstuhl für Botanik I, JMU

Der Pflanzenforschung steht ein neues Werkzeug zur Verfügung: Im Journal Science Advances zeigt ein Forschungsteam, wie man die Stomata der Blätter durch Licht-Pulse schließen kann. Dazu hatten die Forschenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) einen lichtempfindlichen Schalter in die Schließzellen von Tabakpflanzen eingebaut, eine Technologie, die aus der Optogenetik stammt. Sie ist für tierische Zellen seit Jahren etabliert, für Pflanzenzellen steckt sie noch in den Kinderschuhen.

Quelle: JMU

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09. Jul 2021 · News · Politik

Biodiversitäts-Konferenz: VBIO und GASB kommentieren Überlegungen zur Synthetischen Biologie

Auch wenn noch nicht entschieden ist, ob die ursprünglich für den Herbst letzten Jahres geplante Biodiversitätskonferenz in Kunming pandemiebedingt nicht noch einmal verschoben wird, so sind die Vorbereitungen und Diskussionen in eine heiße Phase eingetreten. Unter dem Cartagena Protokoll wurde unter anderem die Studie Technical Series on Synthetic Biology vorgelegt, an deren peer review sich VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland) und GASB (German Association on Sythetic Biology) mit einer gemeinsamen Kommentierung beteiligt haben. Beide Organisationen setzen sich ein für die Freiheit biowissenschaftlicher Forschung wie für deren ethische, sichere Durchführung und die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften durch alle Beteiligten. Beide bemängeln gleichzeitig die nach wie vor fehle eine klare Unterscheidung zwischen Methoden und Anwendungen, die undifferenziert unter dem Oberbegriff Synthetische Biologie subsumiert werden. Ohne klare Definition sei eine Bewertung der Aussagen in der vorgelegten Studie nicht möglich. Eine gemeinsame Definition zu finden, sei zwar keine einfache Aufgabe, diese Schwierigkeit dürfte andererseits aber nicht genutzt werden, um den politischen Prozess zu blockieren.

Quelle: VBIO

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09. Jul 2021 · News · Forschungsergebnis

Studie: Genom-Editierung bei Lebensmitteln – wie reagieren Bürger?

Ein Forschungsteam der Universität Göttingen und der University of British Columbia in Vancouver (Kanada) hat untersucht, wie Bürgerinnen und Bürger in fünf verschiedenen Ländern auf verschiedene Anwendungen der Genom-Editierung in der Landwirtschaft reagieren, welche Anwendungen akzeptiert werden und wie Risiken und Nutzen der neuen Züchtungstechnologien eingeschätzt werden. Die Ergebnisse zeigen nur geringe Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern (Deutschland, Italien, Kanada, Österreich und USA). In allen Ländern werden Veränderungen des Genoms bei Nutzpflanzen eher akzeptiert als bei Nutztieren. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Agriculture and Human Values erschienen.

Quelle: Uni Göttingen

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08. Jul 2021 · News · Forschungsergebnis

Pflanzenreste auf dem Feld verrotten zu lassen ist gut für das Klima

Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachmagazin Nature Communications erschienene Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen. "Kleine Teile von abgestorbenen Pflanzen werden oft nur als Fast Food für Bakterien und Pilze im Boden gesehen. Wir haben gezeigt, dass Pflanzenreste tatsächlich eine größere Rolle bei der Bildung und Speicherung von Kohlenstoff im Boden spielen als bisher angenommen", sagt Kristina Witzgall, Wissenschaftlerin am Lehrstuhl für Bodenkunde an der TUM

Quelle: TUM

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07. Jul 2021 · News · Projekt

Wie Landnutzungstypen die artenreichen Wälder Ecuadors stablisiert oder bedroht

In der zweiten Förderphase wird sich die Forschungsgruppe den Trockenwäldern Ecuadors widmen. Foto: Nina Farwig

Die tropischen Bergregen- und Trockenwälder in Ecuador gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf der Erde. Doch diese Vielfalt ist bedroht, vor allem durch den Klima- und Landnutzungswandel. In der Forschergruppe „Umweltveränderungen in Biodiversitäts-Hotspot-Ökosystemen Süd-Ecuadors: Systemantwort und Rückkopplungseffekte“ (RESPECT) gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bio- und Geowissenschaften der Frage nach, welche Arten der Landnutzung das Ökosystem vor Ort stabilisieren und welche es bedrohen. Das Konsortium wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun in einer zweiten Förderphase mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Standen in den vorangegangenen Förderperioden vor allem die Bergregenwälder im Fokus, werden sich die Forscherinnen und Forscher in der zweiten Förderphase von RESPECT vor allem den Trockenwäldern in Ecuador widmen. Sprecherin der Forschungsgruppe RESPECT ist Prof. Dr. Nina Farwig von der Philipps-Universität Marburg.

Quelle: Uni Marburg

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07. Jul 2021 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Starkregen und Hitze – Details zum Klimawandel auf Landkreis-Ebene

Die globale Erderwärmung schreitet voran. Längst ist die 1-Grad-Marke überschritten. Die Folgen sind auch in Deutschland spürbar: Die Zahl der Hitzetage etwa nimmt zu, Extremwetterereignisse werden häufiger. Doch wie sieht es konkret bis zum Ende des Jahrhunderts aus? Forschende des Climate Service Center Germany (GERICS), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Hereon, haben hierzu „Klimaausblicke“ für Regionen und Landkreise entwickelt. Damit stellen sie mögliche Klimaänderungen für die kommenden Jahrzehnte anhand von 17 Kennwerten bereit.

Quelle: hereon

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06. Jul 2021 · News · Forschungsergebnis

Säure-Sensor in Arabidopsis entdeckt

Pflanzen nehmen Schaden, wenn sie für längere Zeit überflutet werden. Bild: Dorothea Graus, JMU Würzburg

Werden Pflanzen überschwemmt, fehlt ihnen Sauerstoff und ihre Zellen übersäuern. Wie die Modellpflanze Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand) diese Übersäuerung wahrnimmt, beschreibt ein Forschungsteam aus Jena, Würzburg und Talca (Chile) in der Fachzeitschrift Current Biology. Der neu entdeckte Sensor - der Anionenkanal SLAH3 - steckt in der Zellmembran, nimmt die Übersäuerung wahr und übersetzt dies in ein elektrisches Signal. Die Federführung bei der Studie hatten die Biophysiker Dr. Tobias Maierhofer und Professor Rainer Hedrich vom Lehrstuhl für Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Mit einem Mikroskopieverfahren klärten sie die Funktion auf: Im nichtaktiven Zustand liegt der Kanal als Komplex aus zwei Untereinheiten in der Zellmembran vor. Bei Sauerstoffmangel steigt der Säure- und damit auch der Protonengehalt in der Zelle, und Protonen binden an zwei spezifische Aminosäuren des Kanals.

Quelle: JMU Würzburg

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06. Jul 2021 · News · Forschungsergebnis

Was Mangroven zu effizienten Kohlenstoffspeichern macht

In den Mangroven der Sundarbans. Foto: Annika Stalling, ZMT

Die Fähigkeit von Mangroven, große Mengen an CO2 und anderen Klimagasen als organisches Material einzulagern, hat ein zunehmendes Interesse an diesem Ökosystem geweckt. Doch wie müssen Mangrovenwälder beschaffen sein, um als Kohlenstoffspeicher besonders leistungsfähig zu sein? Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) ging in einer Studie dieser Frage in den Sundarbans von Bangladesch nach. Die am 23. Juni in Nature Communications erschienene Studie, basiert auf einer Waldinventur: In 150 Waldparzellen wurde die Artenzusammensetzung der Mangrovenbestände erfasst. Wie das Forschungsteam herausfand, kann die Menge an gespeichertem Kohlenstoff zum einen durch die Artenvielfalt erklärt werden. Der wichtigste Faktor war jedoch eindeutig die Unterschiedlichkeit der Arten, die innerhalb einer Waldparzelle gemeinsam vorkommen: je unähnlicher die Baumarten, desto mehr Kohlenstoff wurde gespeichert. Die Vielfalt der Arteigenschaften spielte hingegen kaum eine Rolle.

Quelle: ZMT

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06. Jul 2021 · News · Anwendung

Baumwurzeln in tiefere Bodenschichten locken

Die Methode der Splittzylinder könnte auch Baumwurzeln in tiefere Bodenschichten locken. Der Baum könnte so auch mit größerer Trockenheit zurechtkommen. Grafik: Claus Mattheck, KIT

Baumwurzeln werden von feuchten Bodenbereichen angelockt, ein Phänomen, das als Hydrotropismus bekannt ist. Oberflächliches Bewässern führt deshalb dazu, dass Wurzeln nahe der Oberfläche bleiben, statt in die Tiefe zu wachsen. Forschendes im Fach Biomechanik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit der Methode der Splittzylinder ein leicht anzuwendendes Verfahren entwickelt, mit dem die Baumwurzeln in tiefere, feuchtere Bodenschichten gelockt werden. Damit sollen die Bäume widerstandsfähiger gegen Folgen des Klimawandels werden.

Quelle: KIT

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06. Jul 2021 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenwissenschaftlerin in Leopoldina gewählt

Prof. Dr. Maria von Korff Schmising wurde 2021 in die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina gewählt. Foto: Christoph Kawan, HHU

Prof. Dr. Maria von Korff Schmising, die an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) forscht und lehrt, ist in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt worden. Sie leitet das Institut für Pflanzengenetik an der HHU und ist Mitglied des Exzellenzclusters CEPLAS. Die Leopoldina zeichnete Maria von Korff Schmising für ihre hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Pflanzenforschung und wählte sie 2021 in die Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften. Neben Prof. von Korff Schmising gehören aus dem Exzellenzcluster CEPLAS Prof. Dr. Andreas Weber vom Institut für Biochemie der Pflanzen und Prof. Dr. Wolf B. Frommer vom Institut für Molekulare Physiologie der Leopoldina an, die beide im Jahr 2015 in die Leopoldina gewählt wurden.

Quelle: HHU

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