DBG · Nachwuchsförderung

Marc Adam Halder (Universität Konstanz)

Marc Adam Halder erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Konstanz im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

Titel der ausgezeichneten Arbeit

"Investigating the competitive advantage of functional NPQ in Phaeodactylum tricornutum"

Unter naturnah simulierten Lichtbedingungen wurde in Kompetitionsexperimenten erstmals der Einfluss des Nicht Photochemischen Quenchings auf die Wachstumsperformance einer Kieselalge untersucht.

In dieser Arbeit wurde der Einfluss des Nicht Photochemischen Quenchings (NPQ) -als essentieller Photoprotektionsmechanismus - unter dynamischen Lichtbedingungen auf Wachstum, Aufbau von Biomasse und Absorptionseigenschaften der Diatomee Phaeodactylum tricornutum untersucht. Dabei ko-kultivierten wir genetisch modifizierte Zelllinien, bei denen die Fähigkeit zum NPQ nahezu ausgeschaltet ist, mit Zelllinien, die über ein funktionelles NPQ verfügten. Mittels Durchflusszytometrie konnte die Zusammensetzung der Co-Kultur unter verschiedenen naturnah simulierten dynamischen Lichtbedingungen verfolgt und quantifiziert werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Diatomeen trotz eingeschränkten NPQs mit Lichtstressbedingungen zurechtkommen, da alternative Photoprotektionsmechanismen die Reduktion des NPQs kompensieren. Derzeit untersuchen wir das Wachstum unter weiteren designten Lichtbedingungen und arbeiten an der Generierung von Knockout Mutanten, bei denen das NPQ unter sämtlichen Lichtbedingungen dauerhaft ausgeschalten ist.

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Marc Adam Halder fertigte die Arbeit unter der Anleitung von Dr. Bernard Lepetit am Lehrstuhl Ökophysiologie der Pflanzen von Prof. Dr. Peter Kroth der Universität Konstanz und in der Abteilung Pflanzenphysiologie von Prof. Dr. Christian Wilhelm der Universität Leipzig an.