Artikel zur Kategorie Nachwuchsförderung


22. Mär 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung · Tagungsbericht

Strasburger-Workshop: Wie freundliche und feindliche Mikroben mit Pflanzen interagieren

Die Teilnehmenden wanderten am zweiten Tag zur nahegelegenen Burgruine Drachenfels im Siebengebirge, die auf 321 Meter Höhe liegt. Foto: Sebastian Klenner

Ihre Ergebnisse und Forschungsarbeiten über die vielfältigen Interaktionen zwischen (Nutz-)Pflanzen und Mikroben tauschten knapp 20 angehende Wissenschaftler*innen aus drei Ländern im Februar in Königswinter aus. Die Tagung thematisierte sowohl Symbiosen als auch Pflanzen-Pathogene. Eine externe Vortragende berichtete über Jobs außerhalb von Universtäten und ein Mitmach-Workshop ermunterte die Teilnehmenden über Chancen und Risiken der öffentlichen Kommunikation ihrer Forschungsthemen nachzudenken. Einig war man sich, dass es ein großes Interesse an der Interaktions-Forschung geben sollte, da diese dazu beiträgt, anwenderfreundliche Lösungen für den Erhalt der Pflanzengesundheit und der Ertragsmengen zu bieten. Die fünf Organisator*innen des Eduard-Strasburger-Workshops der DBG von angehenden Nachwuchskräften der Sektion für Interaktionen für andere junge Pflanzenwissenschaftler*innen fassen die Veranstaltung zusammen.

Weiterlesen
DBG · Nachwuchsförderung

Cathrin Manz (Philipps-Universität Marburg)

Verschiedene Russula-Arten aus Panama. Links: eine neue Art aus der Subsektion Roseinae. Mitte: Eine Art aus der Subsektion Cyanoxanthinae. Rechts: Eine Art aus der Untergattung Heterophyllidiae. Fotos: Felix Hampe

Cathrin Manz erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Philipps-Universität Marburg im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

Titel: "Diversitätsbewertung der Ektomykorrhiza bildenden Gattung Russula in tropischen Bergwäldern in Panama"

Manz analysierte erstmals die Vielfalt von Russula-Arten („Täublinge“) in den Bergregenwäldern Panamas. Mehr als 45 Arten wurden neu für Panama nachgewiesen, unter denen sich zahlreiche für die Wissenschaft neue Arten befinden.

Die Vielfalt der Ektomykorrhizapilze in den Tropen ist noch weitgehend unerforscht, obwohl sie eine Schlüsselkomponente der Ökosysteme tropischer Bergwälder darstellen. In dieser Studie wurden 106 Belege von Arten der Gattung Russula („Täublinge“) in Chiriquí, Panama, gesammelt und im frischen Zustand beschrieben. Die Proben wurden mit phylogenetischen Methoden unter Verwendung des universellen Pilz-Barcodes ITS analysiert. Der resultierende phylogenetische Baum enthüllte eine Gesamtzahl von 90 Russula-Arten in Panama, von denen 47 Arten neu für dieses Land erfasst werden konnten. Unter diesen Aufsammlungen befinden sich viele mutmaßlich neue Arten. Eine Auswahl von vier neuen Russula-Arten aus der Subsektion Roseinae wurden morphologisch mit Licht- und Rasterelektronenmikroskopie im Rahmen der Masterarbeit analysiert. Fünf Muster bezüglich Ektomykorrhiza-Partnern und geographischer Verbreitung wurden aufgezeigt. Angesichts des Verlusts von Lebensräumen und des Klimawandels ist es heute mehr denn je notwendig, Proben mit den dazugehörigen Daten zu sammeln, zu herbarisieren und diese Ressourcen offen zu teilen. Andernfalls werden viele Arten unbemerkt aussterben.

___

Cathrin Manz fertigte die Arbeit am Fachbereich Biologie in der Arbeitsgruppe Mykologie von Karl-Heinz Rexer an.

20. Feb 2020 · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung · WissKomm

Preis für Wissenschaftskommunikation an Robert Hoffie

Robert Hoffie, Doktorand am IPK. Foto: Iris Koeppel

Unsere Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) hat erstmals einen Preis für Wissenschaftskommunikation verliehen. Die Auszeichnung ging an Robert Hoffie, Doktorand am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK). Als @ForscherRobert engagiert sich der Pflanzenforscher in Sozialen Medien, erklärt geduldig den Stand der Forschung über moderne Methoden in der Pflanzenforschung und scheut - wenn es nötig ist - auch nicht die Auseinandersetzung mit Politikern. „Wenige andere Pflanzenwissenschaftler sind so engagiert in den sozialen Netzwerken wie Robert Hoffie“, sagte Prof. Dr. Stefan Rensing, Sprecher der Sektion. Er wünsche sich mehr Wissenschaftler wie Robert Hoffie, die unsere Themen in die Öffentlichkeit tragen und unsere Sichtbarkeit erhöhen.
Die Auszeichnung verlieh die Sektion am 13. Februar, während der jährlichen Konferenz Molecular Biology of Plants in Dabringhausen (Nordrhein-Westfalen). „Der Preis ist für mich Motivation und Bestätigung zugleich“, erklärte Robert Hoffie. Denn der aktuelle Stand der Wissenschaft sei das Beste, was wir haben, um zu fundierten Einschätzungen zu kommen. "Worauf, wenn nicht darauf, sollen wir unsere Einschätzungen denn künftig sonst stützen?“ fragt sich der 28-Jährige. Zwar könne die Wissenschaft nicht die Politik ersetzen, werde aber selbst immer mehr zu einem gesellschaftlichen Akteur.

Quelle: IPK beim idw

Weiterlesen
28. Jan 2020 · Actualia · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

DBG zeichnet beste Master-Arbeiten aus

Prof. Dr. Christian Wirth (Betreuer der Master-Arbeit), Preisträgerin Hellen Bellasus, Ronny Richter (Co-Betreuer der Master-Arbeit), Prof. Dr. Alexandra Weigelt (Jury-Mitglied), Prof. Dr. Severin Sasso (Ansprechpartner der DBG an der Uni Leipzig) (v.l.n.r.). Foto: Anja Kahl

Temperaturregulation in Baumkronen, wie Schwermetalle Herbivoren beeinflussen, natürliche Artbildung, die Entwicklung von Fluoreszenzsensoren, ein Zuckerrübenvirus, die (Bio-)Synthese und Chemie von Suberin und Leucin sowie die Wandlung von Streuobstbeständen in der Stadt waren die Themen der zehn ausgezeichneten Master-Arbeiten, die die DBG 2019 prämierte. Die DBG hat damit zum sechsten Mal die mit je 100 Euro dotierten Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten vergeben, die teils während akademischer Abschlussfeiern oder an den Universitäts-Lehrstühlen übergeben wurden. Die Arbeiten fertigten die Preistragenden an den Universitäten Bayreuth, Bielefeld, Bonn, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Oldenburg, Rostock, Salzburg, sowie am Karlsruher Institut für Technologie an. Das Präsidium der DBG dankt allen Jurymitgliedern an den Hochschulen.

Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

Weiterlesen
27. Jan 2020 · Actualia · Nachwuchsförderung

Ausschreibung: Preis für das beste pflanzenwissenschaftliche Paper

Der Vorstand der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG bittet um Nominierungen für den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung („Best-Paper-Preis“). Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird für herausragende Publikationen des Vorjahres vergeben, die aus einer Master-, Diplom- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sind. Der/die Preisträger*in und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden am Eröffnungstag der Botanikertagung 2021 vorgestellt und auf der Website präsentiert. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020. Bitte senden Sie die erforderlichen Unterlagen in elektronischer Form an den Präsidenten der Stiftung, Professor Severin Sasso.

Weiterlesen
DBG · Nachwuchsförderung

Beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung

Die Wilhelm Pfeffer-Stiftung prämiert alle zwei Jahre - im Wechsel mit dem Wilhelm-Pfeffer-Preis - die beste Veröffentlichung des Jahres mit einem Preis von 1.000 Euro. Der Preis für die beste Veröffentlichung der Wilhelm Pfeffer-Stiftung ist nur zu vergeben für Publikationen, die aus Diplom-, Masterarbeiten oder Promotionen hervorgegangen sind.

Die Preistragenden und die ausgezeichnete Veröffentlichung werden am Eröffnungstag der Botanikertagung 2021 vorgestellt und die Arbeit auf der Website der DBG präsentiert.

Vorschlagsberechtigt sind alle DBG-Mitglieder, auch Selbstvorschläge sind möglich. Der Preis ist teilbar. Ein Anrecht auf den Preis, salopp auch Best-Paper-Preis genannt, besteht nicht. 

Bewerbung

Folgende Unterlagen sind für eine erfolgreiche Bewerbung einzureichen:

  • Publikation (als pdf-Datei)
  • Gutachten der Reviewer des Journals
  • Kurzgutachten des/der betreuenden Hochschullehrers/-in (ca. eine Seite).
    Dieses Gutachten soll auch eine Aussage enthalten, in welchem Rahmen (Master-/Diplom-/Promotionsarbeit) die Veröffentlichung entstanden ist.

    Termine

    Bewerbungen können einmal im Jahr eingereicht werden (zum 31. März). Bewerbungen richten Sie bitte an den Präsidenten (siehe: Vorstand) der Wilhelm Pfeffer-Stiftung. Die Ausschreibungen werden jeweils auf der Website der DBG veröffentlicht.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Helen Ballasus (Universität Leipzig)

    Zusammenfassung der Master-Arbeit. Grafik: Helen Ballasus

    Helen Ballasus erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Leipzig im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel: Arteffekte auf Temperaturregulationsmechanismen in den Baumkronen am Leipziger Auwaldkran

    Prozesse, die das Kronen-Mikroklima wesentlich kontrollieren und beeinflussen, hängen mit der Art und ihren spezifischen strukturellen und physiologischen Merkmalsausprägungen und mit meteorologischen Prädiktoren in Abhängigkeit von der vertikalen Kronen-Architektur zusammen.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Erik Pischke (Universität Rostock)

    Erik Pischke erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Rostock im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel: Die Rolle der Leucin-Biosynthese für die Blei-Toleranz in Arabidopsis thaliana

    Das Schwermetall Blei kann das Wachstum von verschiedenen Ökotypen und Mutanten von Arabidopsis thaliana (dt. Acker-Schmalwand) beeinflussen und eine essentielle Rolle spielt dabei ein Enzym, welches Teil des Leucin-Biosyntheseweges ist.


    Um die molekularen Mechanismen für eine Blei-Toleranz zu identifizieren, wurde die natürliche Varianz von verschiedenen Ökotypen von A. thaliana gegenüber Blei getestet. Dafür wurden sogenannte Liquid Seedling Assays (Flüssig-Wachstumsversuche) durchgeführt und die Länge der Wurzel von Pflanzen, die unter Bleistress angezogen wurden, konnten gemessen werden. Genomweite Assoziierungsstudien wiesen auf Enzyme des Leucin-Biosyntheseweges hin und daher wurden entsprechende Mutanten untersucht. Diese zeigten eine ausgeprägte Hypersensitivität gegenüber dem Schwermetall im Vergleich zum Referanz-Wildtyp. Der beobachtete Phänotyp konnte durch eine Leucin-Zugabe im Medium anteilig komplementiert werden. Weiterführende Experimente werden zum Ziel haben, die grundlegenden genetischen und metabolischen Hintergründe für den Einfluss von Blei auf die Leucin-Biosynthese in A. thaliana zu klären.

    ___

    Erik Pischke fertigte die externe Masterarbeit der Universität Rostock am Lehrstuhl für Pflanzengenetik von Prof. Dr. Renate Horn in Kooperation mit der Universität Bayreuth am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stephan Clemens an.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Nicola Schmidt (Technische Universität Dresden)

    Rübenpflanzen waren das Studienobjekt von Nicola Schmidt, die sie im Gewächshaus des Biologischen Instituts der TU Dresden untersuchte.

    Nicola Schmidt erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Technischen Universität Dresden im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel:

    Charakterisierung des endogenen Pflanzenpararetrovirus beetEPRV3 im Genom der Zuckerrübe Beta vulgaris, einem Vertreter der Florendoviren aus der Familie der Caulimoviridae

    Erstmals wurden die drei Endopararetrovirus-Familien im Zuckerrübengenom beschrieben und mit Fokus auf die Familie beetEPRV3 auf ihre Eigenschaften untersucht. Es wurde deutlich, dass sich alle beetEPRV-Familien in ihrer elementaren Struktur voneinander unterscheiden, was erste Rückschlüsse auf deren evolutionäre Entwicklung zuließ. Zudem wurde eine Einbettung der viralen Sequenzen in äußerst AT-reiche Heterochromatinbereiche festgestellt. Aufgrund dieser Tatsache konnten Hypothesen aufgestellt werden, die die fehlende Virulenz der beetEPRVs erklären.

    Endopararetroviren (EPRVs) sind im Tier- und Pflanzenreich weit verbreitet und zeichnen sich durch eine Integration ihrer DNA ins Wirtsgenom aus. Eine Reaktivierung kann Krankheitsbilder auslösen, so zum Beispiel bekannt bei Tabak oder Petunie. Mithilfe umfassender bioinformatischer Methoden erfolgte in dieser Arbeit eine Identifizierung der EPRVs im Zuckerrübengenom und deren phylogenetische Zuordnung zu den Florendoviren, einer sehr abundanten Gattung der Caulimoviridae. Für alle drei Familien wurde die Elementstruktur rekonstruiert, wobei sich herausstellte, dass zwei Familien (beetEPRV1 und beetEPRV3) intakte Kopien besitzen, während die dritte Virus-Familie (beetEPRV2) deutlich fragmentierter ist. Die Familie beetEPPRV3 wurde darüber hinaus mittels molekularbiologischer und cytogenetischer Methoden wie der Southern-Hybridisierung und der Fluoreszenz in situ Hybridisierung untersucht. Es zeigte sich, dass EPRVs dieser Familie häufig in stark kompaktierten, repetitiven und somit schwer zugänglichen DNA-Bereichen akkumulieren, wodurch sie einer Eliminierung aus dem Zuckerrüben-Genom entgehen konnten. Diese Erkenntnisse tragen zum Verständnis der Virulenzentstehung von EPRVs bei, die in einigen Wirtspflanzen über lange Zeit erhalten geblieben ist.

    ___

    Nicola Schmidt fertigte die Arbeit am Lehrstuhl für Zell- und Molekularbiologie der Pflanzen in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thomas Schmidt an.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Paul David Grünhofer (Universität Bonn)

    Paul David Grünhofer erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel:

    Bildung und chemische Zusammensetzung von Suberin in Pappelwurzeln

    Grünhofer analysierte, wann und wo Suberin in die Zellwände von Pappelwurzeln eingelagert wird und wie dies chemisch zusammengesetzt ist. Ein Großteil der Ergebnisse umfasst Kontroll- sowie osmotische Stressbedingungen.

    Suberinisierung des Wurzelgewebes dient der Pflanze als Schutzmechanismus gegenüber vielzähligen biotischen sowie abiotischen Stressfaktoren. Mittels in-vitro Gewebekulturen, hydroponischen Aufbauten, Fluoreszenzmikroskopie und Gaschromatographie wurde die gewebespezifische Bildung von Suberin unter Kontroll- und Stressbedingungen untersucht. Der Hauptfokus lag zunächst auf dem Etablieren einer wissenschaftlich standardisierten und reproduzierbaren Vorgehensweise zur Gewinnung und unkomplizierten Behandlung von Pappelwurzeln mit verschiedenen Stressszenarien, um eine solide Basis für zukünftige Untersuchungen zu legen. Darüber hinaus konnte unter Zuhilfenahme von Fluoreszenzmikroskopie bereits gezeigt werden, dass unter Einfluss von mildem osmotischem Stress (-0,4 MPa) die Suberinisierung in Pappelwurzeln früher beginnt, also verschoben in Richtung der Wurzelspitze, als unter Kontrollbedingungen. Eine analytische Aufbereitung und gaschromatographische Untersuchung des gewonnenen Wurzelgewebes zeigte eine bemerkenswert hohe Übereinstimmung der Suberinkomposition mit dem häufig verwendeten Modellorganismus Arabidopsis thaliana. Eine quantitative Auswertung, also die Beantwortung der Frage ob der leichte osmotische Stress eine tatsächlich erhöhte Suberinisierung induziert, konnte innerhalb der Arbeit aus zeitlichen Gründen nicht fertiggestellt werden. Diese, sowie auch Tests mit stärkeren osmotischen Potenzialen (-0,6 MPa und ‑0,8 MPa) und Behandlungen der Wurzeln mit Salzstress folgen jedoch in der nahtlos angeschlossenen Doktorarbeit. Interessant sind diese Fragestellungen vor allem, da durch die steigenden Temperaturen in der Zukunft Wasser- (repräsentiert durch osmotischen Stress) und dadurch bedingt auch Salzstress in den Böden deutlich häufiger vorzufinden sein werden.

    ___

    Paul David Grünhofer fertigte die Arbeit am Institut für Zelluläre und Molekulare Botanik (IZMB) in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Lukas Schreiber an.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Philipp Zamzow (Universität Bielefeld)

    Eine Streuobstfläche mit gutem Pflegestatus. Die Bäume zeigen ein regelmäßiges Zurückschneiden der Äste und sind von Schutzzäunen umgeben. Der Unterwuchs wird nicht zu oft gemäht und die Nähe zu einem Wald ist gegeben. Aufnahme vom 23.05.2018. Foto: Philipp Zamzow

    Philipp Zamzow erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Bielefeld im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der Arbeit: Entwicklung und Bewertung ausgewählter Streuobstbestände der Stadt Bergkamen zwischen 1990 und 2018

    In dieser Arbeit wurden zwei Aspekte genauer untersucht: Zum einen wurde die Entwicklung und der aktuelle Zustand der Streuobstflächen Bergkamens festgehalten und überprüft, was in der bisherigen Stadtgeschichte nur einmal im Jahr 1990 stattfand, zum anderen diente diese Arbeit einer Überprüfung der festgelegten Minimumkriterien des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) für die Unterschutzstellung von Streuobstwiesen- und weiden.

    Zu den Ergebnissen sowie zum Plan der untersuchten Flächen

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Nathalie Hering (KIT Karlsruhe)

    Nathalie Hering erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel:

    In-situ Hybridisierung in Salvia Blüten und nahverwandten Lamiaceae Arten zur Detektion von Entwicklungsgenen

    Sie beschreibt das unerwartete Vorkommen von B-Klassen Identitätsgenen im Ovar adulter Salvia Blüten sowie nahverwandter Lamiaceaen.

    Die Blüte stellt eine evolutionäre Schlüssel-Innovation zur Arterhaltung dar, da eine bestimmte Interaktion zwischen Blüte und Bestäuber für viele Arten der Schlüssel ist, ihre genetische Linie zu bewahren. Innerhalb der Blütenentwicklung soll es sogenannte Genes of Speciation geben, welche maßgeblich am Aufbau von Reproduktionsbarrieren beteiligt sind. Anhand deren könnte die Debatte um das Artkonzept gelöst werden, da eine Analyse dieser Gene es ermöglichen könnte, die Arten systematisch korrekt zu klassifizieren. Um die Blütenentwicklung in Salvia und nahverwandten Lamiaceaen verstehen zu können, wurde das zeitliche und räumliche Expressionsmuster beteiligter homöotischer Gene vergleichend betrachtet. Innerhalb dieser Arbeit wurde die Expression der B-Klassen Entwicklungsgene GLOBOSA (GLO) und DEFICIENS (DEF) in adulten Salvia Blüten sowie nahverwandten Lamiaceaen qualitativ und quantitativ sowie mit Hilfe der in-situ Hybridisierung (ISH) untersucht. Die ISH ist eine molekularbiologische Methode zum spezifischen Nachweis von Nukleinsäuren in der Zelle von histologischen Schnittpräparaten in vivo. Mithilfe dieser Methode konnten die Entwicklungsgene GLO und DEF erfolgreich im Ovar und Staubblatt von Blüten der Lamiaceaen via ISH lokalisiert werden.

    Das Vorkommen des B-Klassen Identitätsgens GLO in den Staubblättern entspricht dem ABC-Modell nach Coen und Meyerowitz. Die unerwartete Lokalisierung der beiden Entwicklungsgene GLO und DEF im Ovar könnte auf ein evolutionär junges, unbekanntes Protein hindeuten oder aber auf eine Repression der Entwicklungsgene durch eine unbekannte microRNA im vierten Blütenkreis hinweisen. Das Vorkommen der Entwicklungsgene in der Blüte wird durch die qualitative und quantitative Genexpressionsanalyse bestätigt. Genaue zeitliche Expressionsmuster der Entwicklungsgene konnten nicht detektiert werden, lediglich dass diese Gene vermehrt in späten Entwicklungsstadien der Blüte vorkommen. Dennoch lässt das Vorkommen des Entwicklungsgens DEF im Blatt eine frühe Involvierung in das kombinatorische Netzwerk der Blütenentwicklung offen, neben seiner eigentlichen Funktion als B-Klassen Identitätsgen.

    ___


    Nathalie Hering fertigte die Arbeit am Botanischen Institut I, Abteilung für Biodiversität des Karlsruher Instituts für Technologie in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. Nick an.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Mary Beyer (Paris-Lodron-Universität Salzburg)

    Mary Beyer erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Paris-Lodron-Universität Salzburg im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel:

    Fungiert Schwer-Metall-Hyperakkumulation in Noccaea caerulescens als Abwehrmechanismus gegen Herbivoren?

    Wie sie herausfand können Schwermetalle eine abschreckende Wirkung auf Herbivoren haben, was wiederum die elemental defence hypothesis unterstützt. Allerdings zeigten die Fraßversuche auch, dass die Wirkung dieses Effektes stark von der Art des Schwermetalls und der Spezies des Herbivoren abhängt.

    Das Ziel dieser Studie war es neue Erkenntnisse zur elemental defence hypothesis zu erlangen. Nach dieser Theorie fungieren Schwermettale als Abwehrmechanismus, indem sie Herbivoren & Pathogene abwehren oder abtöten, was zu einer verstärkten Akkumulation in bestimmen Pflanzen (Hyperakkumulatoren) führte. Hierzu wurden ein free choice feeding trial mit vier verschiedenen Herbivoren (Arion vulgaris, Vanessa cardui, Plutella xylostella und Pieris rapae) durchgeführt. Den Herbivoren wurde dabei Pflanzen der Spezies Noccaea caerulescens angeboten, welche mit verschieden Nickel- & Zink-Konzentrationen behandelt wurden. Anschließend wurde der Fraßschaden an jeder Pflanze ermittelt was wiederrum Aufschluss darüber gab, ob Nickel und/oder Zink eine abschreckende Wirkung auf das Fressverhalten dieser Herbivoren haben.

    Die Ergebnisse zeigen, dass eine signifikante Korrelation zwischen dem Zink-Gehalt in Pflanzen und dem Fressverhalten von Herbivoren besteht. Der Fraßschaden ist bei mit Zink behandelten Pflanzen bis zu 20% geringer als bei unbehandelten Pflanzen. Allerdings haben mit Nickel behandelte Pflanzen nicht denselben, eindeutigen Effekt gezeigt, auch wenn eine Tendenz zu erkennen war, dass Pflanzen mit hohem Nickel-Gehalt von manchen Herbivoren eher vermieden wurden. Dies zeigt, dass die Wirkung der akkumulierten Schwermetalle stark von der Art des Schwermetalls und der Spezies des Herbivoren abhängt.

    ___

    Mary Beyer fertigte die Arbeit am Institut für Ökologie und Evolution der Universität Salzburg in der Arbeitsgruppe von Prof. Hans-Peter Comes an.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Jannes Höpke (Universität Oldenburg)

    Links: Jannes Hökpe herbarisiert Pflanzen in der Süd-Ukraine. Foto: Simon Pfanzelt Rechts: Veronica barrelieri subsp. crassifolia an dessen Typus-Lokalität (SW Rumänien). Foto: Jannes Höpke

    Jannes Höpke erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel:

    Die komplizierte Artgrenze zwichen Veronica spicata und V. orchidea (Plantaginaceae)

    Höpke untersuchte ob die beiden Arten Ähriger Ehrenpreis (Veronica spicata) und der verwandte Veronica orchidea natürlich hybridisieren. Zum ersten mal wurde systematisch der Einfluss von fehlenden Daten und fehlender Allel-Dosis-Information vergleichend für populationsgenetische Methoden wie PCA/PCoA und STRUCTURE verglichen. Zudem konnte erstmals Material von den Typen Lokalitäten der Arten V. barrelieri subsp. crassifolia und V. tzesnae untersucht werden.

    Das Ziel war es die potentiell hybridisierenden Arten Veronica spicata und V. orchidea (Plantaginaceae) bezüglich Ihrer komplizierten Artabgrenzung zu untersuchen. Hierfür wurden die beiden Arten, zusammen mit anderen morphologisch nahstehenden Arten, mittels Genotyping-by-Sequencing (GBS) analysiert. Die gleiche Fragestellung wurde von Bardy et al. (2011) mittels der AFLP-Methode bereits nachgegangen, jedoch konnten diese Ergebnisse nicht exakt reproduziert werden. Um dies besser zu verstehen im Hinblick auf gemischte Ploidiegerade, dem Einfluss von fehlenden Daten und fehlender Allel-Dosis-Information auf populationsgenetische Analyse-Methoden, wurden Simulationen und Untersuchungen von den GBS-Daten durchgeführt, um die Hintergründe für die Unterschiede herauszufinden. Dabei wurde ein Fehler im Programm ipyrad herausgearbeitet, die Bedeutung von Paralogen analysiert und Unterschiede zwischen der Codierung von AFLP und diploidisierten SNP-Daten herausgearbeitet. 

    ___

    Jannes Höpke fertigte die Arbeit am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften in der Arbeitsgruppe Biodiversität und Evolution der Pflanzen von Prof. Dr. Dirk Albach an.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Felix Rehms (Universität Münster)

    Felix Rehms erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster im Jahr 2019 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel:

    Entwicklung und Anwendung genetisch codierter Fluoreszenzsensoren für Hypoxie-Untersuchungen in Pflanzen

    Rehms wies eine Akkumulation des sekundären Botenstoffes Ca2+ in energiearmen Zellen und eine darauffolgende Calcium-Signal-Weiterleitung während andauernder Sauerstoff-Restriktion in Arabidopsis thaliana Keimlingen nach. Darüber hinaus dokumentierte er den Beginn der Entwicklung von genetisch codierten fluoreszenten Sauerstoffsensoren für die Verwendung in Pflanzen.

    In Anbetracht der Häufung von Extremniederschlägen und Fluten im Rahmen des Klimawandels wird die Toleranz gegenüber Sauerstoffmangel (Hypoxie, der vermutlich heftigste mit Flutungen einhergehende Pflanzenstress) ein immer wichtigeres landwirtschaftliches Züchtungsmerkmal, dessen Mechanismen bisher noch weitgehend unbekannt sind.

    Um die Rolle von Second Messengers in der pflanzlichen Wahrnehmung und Signalweiterleitung von Hypoxie-Zuständen beziehungsweise der (durch Inhibition der aeroben Atmung) resultierenden Energiekrise aufzuklären wurden im Rahmen dieser Arbeit genetisch codierte fluoreszierende Sensoren der cytosolischen Konzentration von Ca2+ und ATP verwendet. Diese ermöglichten die mikroskopische Untersuchung von „überfluteten“ Arabidopsis thaliana Keimlingen in räumlicher und zeitlicher Auflösung.

    Auf diese Art und Weise konnten mehrere Ca2+-Wellen angezeigt werden, die mutmaßlich durch den Zusammenbruch des zellulären Energiehaushaltes und daraus folgender Beeinträchtigung von aktiven Transportprozessen zur Aufrechterhaltung von Ionengradienten ausgelöst wurden. Ausgehend von den ersten ATP-erschöpften Geweben und Zellen können sich diese Wellen durch den gesamten Keimling ausbreiten. Die Dynamik der Wellen und der Vergleich mit der ATP-Konzentration deutet dabei darauf hin, dass die Signal-Propagation ein aktiver Prozess ist, der nicht ausschließlich auf Energiemangel und passivem Ionen-Einstrom beruht.

    Zusätzlich wurde im Rahmen dieser Arbeit mit der Entwicklung von genetisch codierten fluoreszierenden Sauerstoff-Indikatoren begonnen. Solche Sauerstoff-Sensoren könnten in jedwedem Gewebe exprimiert und in-vivo verwendet werden. Anders als bisherige chemische oder physikalische Messmöglichkeiten wird dadurch kein zusätzlicher Stress erzeugt. Insofern wären sie ideal zur Aufklärung der Sauerstoff-Abhängigkeit von Signalen in hypoxischen Pflanzen. Die Unabhängigkeit von pflanzlichen Adaptions- und Wachstumsmechanismen ermöglicht außerdem möglicherweise die Identifikation von hypoxische Gewebe-Nischen, die nicht durch hypoxische Marker-Gene angezeigt werden.

     

    ___

    Felix Rehms fertigte die Arbeit am Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen (IBBP), Abteilung Molekulargenetik und Zellbiologie der Pflanzen, in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Kudla an.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    2019

    Im Jahr 2019 bewerteten die Repräsentant*innen der DBG an folgenden Hochschulen Master-Arbeiten aus der Botanik und den Pflanzenwissenschaften. Den Preis für die jeweils beste Master-Arbeit des Jahres erhielten (in alphabetischer Reihenfolge):

    Helen Ballasus (Universität Leipzig)
    Arteffekte auf Temperaturregulationsmechanismen in den Baumkronen am Leipziger Auwaldkran
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Mary Beyer (Paris-Lodron-Universität Salzburg)
    Fungiert Schwer-Metall-Hyperakkumulation in Noccaea caerulescens als Abwehrmechanismus gegen Herbivoren?
    mehr in der Zusammenfassung  

    Paul David Grünhofer (Universität Bonn)
    Bildung und chemische Zusammensetzung von Suberin in Pappelwurzeln
    mehr in der Zusammenfassung

    Natalie Hering (Karlsruher Institut für Technologie, KIT)
    In-situ Hybridisierung in Salvia Blüten und nahverwandten Lamiaceae Arten zur Detektion von Entwicklungsgenen
    mehr in der Zusammenfassung

    Jannes Höpke (Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg)
    Die komplizierte Artgrenze zwichen Veronica spicata und V. orchidea (Plantaginaceae)
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Melanie Kastl (Universität Köln)
    Functional characterization of the Ustilago maydis organ-specific effectors: UMAG05306 and UMAG11060
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Cathrin Manz (Philipps-Universität Marburg)
    Diversitätsbewertung der Ektomykorrhiza bildenden Gattung Russula in tropischen Bergwäldern in Panama
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Erik Pischke (Universität Rostock in Kooperation mit der Uni Bayreuth)
    Die Rolle der Leucin-Biosynthese für die Blei-Toleranz in Arabidopsis thaliana
    mehr in der Zusammenfassung

    Felix Rehms (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
    Entwicklung und Anwendung genetisch codierter Fluoreszenzsensoren für Hypoxie-Untersuchungen in Pflanzen
    mehr in der Zusammenfassung

    Nicola Schmidt (Technische Universität Dresden)
    Charakterisierung des endogenen Pflanzenpararetrovirus beetEPRV3 im Genom der Zuckerrübe Beta vulgaris, einem Vertreter der Florendoviren aus der Familie der Caulimoviridae
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Philipp Zamzow (Universität Bielefeld)
    Entwicklung und Bewertung ausgewählter Streuobstbestände der Stadt Bergkamen zwischen 1990 und 2018
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    26. Sep 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung · Nachwuchsförderung

    Posterpreise Botanikertagung 2019

    Die Preisträgerinnen und Preisträger der Poster-Preise und des Nicon-Poster-Preises 2019. Foto: Thomas Rahr

    Aus den mehr als 190 während der Botanikertagung 2019 in Rostock präsentierten wissenschaftlichen Poster wählten die Teilnehmenden die besten aus. Eine Fachjury zählte die vergebenen Stimmen aus. Folgende Poster von Nachwuchskräften erhielten eine Urkunde und den Betrag von je 137 Euro, weil sich die Gründung der Deutschen Botanischen Gesellschaft in diesem Jahr zum 137ten Mal jährt.

    Alle ausgezeichneten Nachwuchstalente und die von ihnen vorgestellten Poster (pdf-Datei)

    Download
    09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

    Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

    Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

    Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

    Weiterlesen
    09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

    Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

    Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

    Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

    Weiterlesen
    04. Jul 2019 · Actualia · DBG · Nachwuchsförderung

    50 Reise-Stipendien für Labor-Besuche

    Grafik: delalidela, iStockphoto

    Exklusiv für Mitglieder steht ein neues Förderinstrument für angehende Pflanzenwissenschaftler*innen zum Abruf bereit, die ein anderes Labor besuchen möchten. Etwa um dort neue Methoden und Techniken zu erlernen oder um Pilotstudien anzuschieben und denen dafür keine eigenen Fördermittel zur Verfügung stehen. Dazu vergibt die DBG bis zu 50 Reise-Stipendien pro Jahr für junge Wissenschaftler*innen in Höhe von bis zu je 400 Euro. Das Präsidium der DBG entscheidet über die Bewilligung der Stipendien.

    Weiterlesen
    02. Jul 2019 · DBG · Nachwuchsförderung

    50 Reise-Stipendien für Labor-Besuche

    Die DBG vergibt Reise-Stipendien für junge Wissenschaftler*innen, die ein anderes Labor aufsuchen, etwa um dort neue Methoden und Techniken zu erlernen oder um Pilotstudien anzuschieben, in Höhe von bis zu 400 Euro.

    > Bewerbungsverfahren: Reise-Stipendium

    > Auszahlung des Stipendiums

    > Zum online-Bewerbungsformular

    02. Jul 2019 · DBG · Nachwuchsförderung

    50 Reise-Stipendien für Labor-Besuche

    Die DBG vergibt Reise-Stipendien für junge Wissenschaftler*innen, die ein anderes Labor aufsuchen, etwa um dort neue Methoden und Techniken zu erlernen oder um Pilotstudien anzuschieben, in Höhe von bis zu 400 Euro.

    > Bewerbungsverfahren: Reise-Stipendium

    > Auszahlung des Stipendiums

    > Zum online-Bewerbungsformular

    22. Jan 2019 · Actualia · DBG · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

    DBG schreibt drei Nachwuchspreise aus

    Für ihre begehrten Nachwuchspreise bittet die DBG wieder um Nominierungen geeigneter Kandidat*innen der Pflanzenwissenschaften. Mit dem seit 1994 vom Verlag Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis soll eine hervorragende und originelle Leistung von promovierten Pflanzenforscher*innen ausgezeichnet werden. Für den Wilhelm Pfeffer-Preis der gleichnamigen Stiftung bittet die DBG um Hinweise auf herausragende Dissertationen. Mit dem Horst Wiehe-Förderpreis wird eine hervorragende Publikation oder Dissertation ausgezeichnet. Vorschlagsberechtigt sind (habilitierte) Mitglieder der DBG. Auch Außenstehende haben ein Vorschlagsrecht; Selbstvorschläge sind teils ebenfalls möglich.

    Zusammenfassung: Übersicht (pdf)

    Download
    17. Jan 2019 · Actualia · DBG · Nachwuchsförderung

    Empfängerinnen der Best-Paper-Preise

    Dr. Aleksandra Sapala (links) und Dr. Jutta Baldauf erhalten zu gleichen Teilen den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018. Fotos: privat und Barbara Frommann, Uni Bonn.

    Die beiden Pflanzenforscherinnen Dr. Aleksandra Sapala (MPI für Pflanzenzüchtungsforschung Köln, AG Dr. Richard Smith, Prof. Miltos Tsiantis) und Dr. Jutta Baldauf (Uni Bonn, AG Prof. Frank Hochholdinger) werden den Nachwuchs-Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung erhalten. Sapala belegte im Fachmagazin eLife (DOI: 10.7554/eLife.32794) mithilfe von Computersimulationen, warum Pflanzen puzzleförmige Zellen bilden und welche Vorteile diese Form mit sich bringt. Sie zeigte damit auch, dass in der Entwicklung von Pflanzen Physik eine ebenso wichtige Rolle spielt, wie Biochemie und Genetik. Baldauf zeigte mit Kreuzungen von Mais-Inzuchtlinien im Fachmagazin Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2017.12.027), dass in deren ertragreicheren Nachkommen rund 500 Gene mehr aktiv waren als in den Elternpflanzen und hat damit eine Erklärung für den sog. Heterosis-Effekt entdeckt. Sie identifizierte außerdem evolutionsbiologisch junge Gene, die als Marker für zukünftige Züchtungen dienen können. Angesichts der vielen guten Publikationen verleiht die DBG den Best-Paper-Preis der DBG-eigenen Wilhelm-Pfeffer-Stiftung im Jahr 2018 zweimal (s.a. hier) an herausragende Nachwuchsforscher*innen. Die Stiftung hofft, mit den Stiftungserträgen auch in Zukunft je zwei Preisvergaberunden pro Jahr realisieren zu können, um mehr Aufmerksamkeit für die Forschungsleistungen junger Wissenschaftler*innen in der DBG zu erzeugen. Die beiden o.g. Preisträgerinnen werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG während der diesjährigen Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhielten sie bereits.

    mehr zu den Nachwuchspreisen der DBG

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Mareike Busche (Universität Bielefeld)

    A) Eine der untersuchten Bananen-Pflanzen. B) Das Blatt der Pflanze weist verschiedene Pigmentierungen auf. Rote Segmente könnten auf die Akkumulation von Anthocyanen zurückzuführen sein.

    Mareike Busche erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Bielefeld im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Funktionelle Charakterisierung von zwei Flavonolsynthasen und einer Anthocyanidinsynthase aus Musa acuminata"

    Die Arbeit trägt zum Verständnis der Synthese von Flavonolen und Anthocyanidinen in Musa acuminata (Banane) bei und bietet eine Grundlage für weitere Forschung zur erhöhten Produktion von Flavonoiden durch die Analyse zweier beteiligter Enzyme.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Bewerbungsverfahren: Reisestipendium

    Die DBG vergibt maximal 100 Reise-Stipendien für junge Wissenschaftler*innen, die an der Botanikertagung (15.-19.09.2019 in Rostock) teilnehmen, in Höhe von bis zu 350 Euro.

    Voraussetzungen

    • Sie sind Mitglied der DBG (Sie können noch bis zur Einreichung des Antrags Mitglied werden)
    • Sie sind Nachwuchswissenschaftler*in und haben keine volle Stelle inne
    • Sie arbeiten an einem pflanzenwissenschaftlichen Thema
    • Sie nehmen aktiv an der Tagung teil und stellen ein Poster vor oder halten einen (Kurz-)Vortrag
    • Sie weisen nach der Tagung Ihre Ausgaben durch Belege nach
    • Mehrfachfinanzierungen sind ausgeschlossen

    Beantragung

    Füllen Sie bitte das > Antrags-Formular aus, das an den Schatzmeister der Gesellschaft weitergeleitet wird. Sie erhalten eine kurze Bestätigung des Einganges Ihrer Bewerbung. Sie erhalten bis 26. Mai eine Rückmeldung, ob Ihnen ein Stipendium gewährt wird.

    Abgabe-Termin

    Bitte reichen Sie Ihren Antrag bis 24. Mai 2019 (verlängert) ein. 

    Entscheidung

    Sie werden vom Ausgang Ihrer Bewerbung unterrichtet.

    Erstattet werden

    Reisekosten
    Die DBG erstattet entweder ein Bahnticket 2. Klasse, ein Busticket oder eine Fahrtkostenpauschale bei PKW-Nutzung. Bitte wählen Sie die jeweils günstigere Variante aus.

    Übernachtungskosten
    Die DBG übernimmt die Übernachtungskosten maximal bis zu den vom Finanzamt festgelegten Sätzen.

    Tagungsgebühr

    Die DBG übernimmt die Tagungsgebühr.

    DBG · Nachwuchsförderung

    Benjamin Al (TU München)

    Benjamin Al  erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der TU München im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Elucidation of the biological significance of post-translational modifications of Arabidopsis TRAPPII tethering complex proteins"

    Al charakterisierte das Modul TRAPPII, das eine entscheidende Komponente für die Stressphysiologie und Anpassungsfähigkeit von Pflanzen ist

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Michael Gasper (Universität Münster)

    Arabidopsis thaliana Col-0 Samen vor (A) und nach (B) Vollendung der Keimung (weißer Balken = 500 µM). Die Keimung im engeren Sinne ist beendet, wenn die Radikula des Embryos das mikropylare Endosperm durchdringt.

    Michael Gasper erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Münster im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Einfluss der Lysin-Deacetylierung auf die Samenkeimungsphysiologie von Arabidopsis thaliana"

    Die chemische Inhibierung der Lysin Deacetylasen während der Samenkeimung führte zu einer Verringerung der Keimungsgeschwindigkeit. Genetische Analysen zeigten, dass die Lysin Deacetylasen hormonelle Signale während der Samenkeimung beeinflussen können.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Marc Adam Halder (Universität Konstanz)

    Marc Adam Halder erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Konstanz im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Investigating the competitive advantage of functional NPQ in Phaeodactylum tricornutum"

    Unter naturnah simulierten Lichtbedingungen wurde in Kompetitionsexperimenten erstmals der Einfluss des Nicht Photochemischen Quenchings auf die Wachstumsperformance einer Kieselalge untersucht.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Stefan Lucius (Universität Rostock)

    Stefan Lucius erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Rostock im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Charakterisierung des Phänotyps von Arabidopsis-antisense-PGPase-Pflanzen nach Expression cyanobakterieller PGPasen"

    In dieser Arbeit wurde untersucht, inwieweit die Expression vier potentieller 2-Phosphoglykolat-Phosphatasen (PGPasen) aus dem Cyanobakterium Synechocystis sp. PCC 6803 eine Komplementation des photorespiratorischen Phänotyps von Arabidopsis thaliana-antisense-PGPase-Pflanzen ermöglicht.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Fabian-Philipp Sylvester (FU Berlin)

    Fabian-Philipp Sylvester erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der FU Berlin im Jahr 2018 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Gezieltes „genome editing“ via CRISPR/Cas9 und Charakterisierung von CDPKs in der Stressantwort"

    Diese Arbeit zeigt das große Potential des CRISPR/Cas9-Systems hinsichtlich der Untersuchung von gekoppelt vererbten Isoformen einer Genfamilie, hier anhand eines CDPK Gen-Clusters von Arabidopsis thaliana. Mit diesem System gelang es Sylvester, erstmals auch eine Dreifachmutante, mit einer weiteren CDPK Isoform, zu erzeugen.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    2018

    Im Jahr 2018 bewerteten die Repräsentaten der DBG an den folgenden Hochschulen Master-Arbeiten aus der Botanik und den Pflanzenwissenschaften. Den Preis für die jeweils beste Master-Arbeit des Jahres erhielten (in alphabetischer Reihenfolge):

    Benjamin Al (TU München)
    Elucidation of the biological significance of post-translational modifications of Arabidopsis TRAPPII tethering complex proteins
    mehr in der Zusammenfassung

    Mareike Busche (Universität Bielefeld)
    Funktionelle Charakterisierung von zwei Flavonolsynthasen und einer Anthocyanidinsynthase aus Musa acuminata
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Michael Gasper (Universität Münster)
    Einfluss der Lysin-Deacetylierung auf die Samenkeimungsphysiologie von Arabidopsis thaliana
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Marc Halder (Universität Konstanz)
    Untersuchungen zum kompetitiven Vorteil eines funktionsfähigen NPQs in Phaeodactylum tricornutum
    mehr in der Zusammenfassung

    Stefan Lucius (Universität Rostock):
    Charakterisierung des Phänotyps von Arabidopsis-antisense-PGPase-Pflanzen nach Expression cyanobakterieller PGPasen
    mehr in der Zusammenfassung

    Fabian-Philipp Sylvester (FU Berlin)
    Gezieltes „genome editing“ via CRISPR/Cas9 und Charakterisierung von CDPKs in der Stressantwort
    mehr in der Zusammenfassung

    07. Sep 2018 · Actualia · DBG · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

    Best-Paper-Preis: Empfänger ausgewählt

    Dr. Katja Meyer und Dr. Max Lauterbach erhalten den Best Paper-Preis der DBG. Fotos: Janina Lüders (r) und privat

    Die DBG zeichnet die beiden Nachwuchswissenschaftler Dr. Katja Meyer (Uni Bielefeld, AG Prof. D. Staiger) und Dr. Max Lauterbach (Uni Mainz, AG Prof. G. Kadereit, nun Australien) mit dem Nachwuchs-Preis für beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018 aus. Meyer passte die iCLIP-Technik (individual nucleotide resolution crosslinking and immunoprecipitation) an Pflanzen an und zeigte im Fachmagazin Genome Biology (DOI: 10.1186/s13059-017-1332-x), dass das RNA-Bindeprotein AtGRP7 tagesrhythmische mRNAs reguliert. Lauterbach verglich im Journal Frontiers in Plant Science (DOI: 10.3389/fpls.2017.01939) fünf Arten von Chenopodien und identifizierte dabei Gene, die bisher in der C4-Photosynthese unbekannt waren. Die beiden Preisträger werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG im kommenden Jahr während der Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhalten sie bereits jetzt.

    mehr zu den Nachwuchspreisen der DBG

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Linda Titkemeier (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

    Linda Titkemeier erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Jahr 2017 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Entwicklung geeigneter Lernhilfen für die Pflanzenbestimmungsübungen.
    Eine Studie zur Erfassung der Kenntnisse von Schülern und Studenten im Bereich Pflanzenaufbau/Artenkenntnis."

    Diese Arbeit untersucht erstmals den Wissenszuwachs von Biologiestudierenden durch Pflanzenbestimmungskurse und thematisiert darauf aufbauend Möglichkeiten zur weiteren Lernsteigerung.

    Weiterlesen
    21. Mär 2018 · Actualia · Nachwuchsförderung · Veranstaltung

    Programm: Eduard Strasburger Workshop Mitochondrien

    Das Programm des Eduard-Strasburger Workshops mit dem Titel Power Plants in Plants – Mitochondrial Functions in the Green Lineage ist fertig und informiert über RednerInnen und die Titel der Vorträge sowie über den Tagungsort und den öffentlichen Nahverkehr. Die Organisatorinnen, Dr. Stefanie Müller-Schüssele und Dr. Mareike Schallenberg-Rüdinger, freuen sich auf eine interessante Tagung vom 17. bis 19. April 2018 on Bonn.

    > Programm (pdf-Datei)

    Download
    20. Feb 2018 · Actualia · Nachwuchsförderung · Veranstaltung

    Einladung: Eduard Strasburger Workshop Mitochondrien

    Vom 17. bis 19. April diskutieren Nachwuchsforscherinnen und -forscher die Funktion der Mitochondrien als Kraftwerke der Pflanze an der Uni Bonn. Anmeldungen für den von der DBG geförderten Eduard-Strasburger Workshop mit dem Titel Power Plants in Plants – Mitochondrial Functions in the Green Lineage sind ab sofort möglich. Die Organisatorinnen, Dr. Stefanie Müller-Schüssele und Dr. Mareike Schallenberg-Rüdinger, freuen sich auf Ihre Anmeldung bis zum 10. März 2018 und einen interessanten Workshop.

    > Poster: speakers and schedule (pdf-Datei)

    > Anmeldung (Word-dotx-Datei)

    > Venue: Bonn University, Institute for Cellular and Molecular Biology (IZMB), Kirschallee 1, 53115 Bonn, Germany

    26. Jan 2018 · Actualia · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

    DBG würdigt beste Master-Arbeiten

    Die Uni Bielefeld verlieh Urkunden für die besten Master-Arbeiten des Jahres 2017, darunter für die beste pflanzenwissenschaftliche Masterarbeit, die die Deutsche Botanische Gesellschaft an Jan Hendrik Hoerner verlieh (dritter von rechts). An der Bielefelder Veranstaltung nahmen 13 Fakultäten mit etwa 3.000 Absolventinnen und Absolventen teil. Foto und Copyright: Ch. Weische, Uni Bielefeld am 6.12.2017

    Warum invasive Nacktschnecken manche Salatköpfe verschlingen und andere verschmähen war Thema einer der ausgezeichneten Masterarbeiten (kleiner Tipp: es liegt nicht direkt am Salat). Die anderen thematisierten, welche Funktionen N-glykosylierte Proteine in Pflanzen haben, was auf genetischer Ebene passiert, wenn die Entwicklung der Chloroplasten gehemmt wird, oder welche Substanzen einer invasiven Pflanze erhebliche Ernteausfälle verursachen. Und eine Arbeit klärte die Identität dreier schon vor mehr als 100 Jahren beschriebenen Taxa der einzelligen Trachelomonas Algen. Bereits zum vierten Mal hat die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) damit Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten verliehen. Sie gingen dieses Jahr an drei Biologinnen und zwei Biologen an den Universitäten Bielefeld, Münster, Salzburg, Kiel sowie an der Münchner LMU. Die Kurzfassungen der Arbeiten und Bilder stehen nun auf der Website zum Abruf bereit.

    Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

    Weiterlesen
    18. Jan 2018 · News · Karriere · Nachwuchsförderung

    Neue Einstein-Programme für internationale Spitzenberufungen

    Die Einstein Stiftung Berlin ergänzt ihr Förderportfolio um weitere Förderprogramme: Mit Hilfe von „Einstein-Profil-Professuren“ sollen an den Berliner Universitäten zusätzliche Stellen geschaffen werden, die für den Wissenschaftsstandort von strategischer Bedeutung sind. Zur Förderung der Wissenschaftsfreiheit sollen zudem zeitlich befristet „Einstein-Gastprofessuren“ sowie „Einstein Junior Scholarships“ ermöglicht werden.
    Quelle: Einstein Stiftung

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Anike Schaller (Universität Kiel)

    Um die Entwicklung von Chloroplasten zu unterbinden, wurden Keimlinge von Arabidopsis thaliana auf Medium mit dem Translations-Hemmstoff-Spectinomycin angezogen: A, B Kontrollpflanzen ohne Hemmstoff; C, D Keimlinge mit Hemmstoff. Bilder und copyright: Anike Schaller, Uni Kiel

    Anike Schaller erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Jahr 2017 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Untersuchung zur Rolle von WHIRLY-Proteinen in der Kommunikation zwischen Zellkern und Organellen"

    Wie Schaller zeigte, führt eine Hemmung der Chloroplastenentwicklung dazu, dass im Zellkern verstärkt Gene aktiv werden, die für mitochondriale Anti-Stress-Proteine wie WHIRLY2 kodieren.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Birte Peters (Universität Salzburg)

    Eine Nacktschnecke Arion vulgaris im Verhaltens-Bioassay mit sterilen Salatblättern, die mit unterschiedlichen Bakterienstämmen beimpft waren. Foto: Birte Peters

    Birte Peters erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Salzburg im Jahr 2017 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Epiphytic bacteria on lettuce affect the feeding behavior of an invasive pest slug"

    Die Studie zeigt zum ersten Mal, dass natürlich vorkommende Bakterien, die mit der Blattoberfläche von Salatblättern assoziiert sind, einen Einfluss auf das Fressverhalten von Nacktschnecken haben, eines generalistischen Herbivoren.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Hannah Elisa Krawczyk (Universität Münster)

    Hannah Elisa Krawczyk erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Jahr 2017 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Einfluss der komplexen N-Glykosylierung auf die Brassinosteroid-Signalweiterleitung in Arabidopsis thaliana"

    Hannah Elisa Krawczyk untersuchte, welche Funktionen N-glykosylierte Proteinen in Pflanzen haben. Sie fand nun einen Zusammenhang zwischen der Unfähigkeit komplexe oder hybride N-Glykane im Golgi-Apparat bilden zu können und einer veränderten Sensibilität gegenüber den beiden Pflanzenhormonen Brassinolid (BL) und Abscisinsäure (ABA).

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Jan Hendrik Hoerner (Universität Bielefeld)

    A) Die Modelpflanze Erodium cicutarium (L.) L’Hér. ex Aiton. B) Die gelappten Kotyledonen sind ein wichtiges Erkennungsmerkmal, welches E. cicutarium von anderen Arten der Gattung unterscheidet. C) Die behaarte und spitze Samenhülse begünstigt Zoochorie. D) Aufwickelnde Granne des trockenen und reifen E. cicutarium Samens. Gelang der Samen auf den Boden, sorgt Feuchtigkeit dafür die spiralförmige Struktur zu entwinden und bohrt den Samen mit der spitzen Samenhülse voran in den Boden. Grafik: Jan Hendrik Hoerner

    Jan Hendrik Hoerner erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Bielefeld im Jahr 2017 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Allelopathische Effekte der invasiven Pflanze Erodium cicutarium auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen"

    Der invasive Reiherschnabel (Erodium cicutarium) verringert die Erntemengen zahlreicher Nutzpflanzen Nordamerikas teils drastisch. Jan Hendrik Hoerner untersuchte, welchen Anteil sogenannte Allelopathika daran haben, also von den Reiherschnäbeln produzierte chemische Substanzen, welche die Entwicklung anderer Pflanzen beeinflusst. Er trennte phenolische Verbindungen auf und zeigte deren wachstumshemmende Wirkung, die sich bereits in sehr geringen Konzentrationen entfaltete.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Anže Žerdoner Čalasan (Ludwig-Maximilians-Universität München)

    Abb. C: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Trachelomonas Zellen in verschiedenen ontogenetischen Stadien. Abb. F: Lichtmikroskopische Aufnahme einer Trachelomonas Zelle während des Schlüpfens. Aufnahmen: Anže Žerdoner Čalasan, LMU

    Anže Žerdoner Čalasan erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Jahr 2017 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Morphologische, phylogenetische und taxonomische Analyse von ausgewählten Trachelomonas (Euglenida) Stämmen"

    Anže Žerdoner Čalasan klärte die Identität dreier vor mehr als 100 Jahren beschriebener Taxa von Trachelomonas und konnte dabei auch genetische Informationen zur eindeutigen Artenbestimmung generieren.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    2017

    Im Jahr 2017 bewerteten die Repräsentaten der DBG an mehreren Hochschulen Master-Arbeiten aus Botanik und Pflanzenwissenschaften. Den Preis für die jeweils beste Master-Arbeit des Jahres erhielten bislang (in alphabetischer Reihenfolge):

    Anže Žerdoner Čalasan (Ludwig-Maximilians-Universität München)
    Morphological, phylogenetic and taxonomic analysis of selected Trachelomonas (Euglenida) strains
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Jan Hendrik Hoerner (Universität Bielefeld)
    Allelopathic effects of the invasive plant Erodium cicutarium on agricultural crop plants
    mehr in der Zusammenfassung mit zwei Bildern

    Hannah Elisa Krawczyk (Universität Münster)
    Influence of complex-type N-glycosylation on brassinosteroid signaling in Arabidopsis thaliana
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Birte Peters (Universität Salzburg)
    Epiphytic bacteria on lettuce affect the feeding behavior of an invasive pest slug
    mehr in der Zusammenfassung mit zwei Bildern

    Anike Schaller (Universität Kiel)
    Untersuchungen zur Rolle von WHIRLY-Proteinen in der Kommunikation zwischen Zellkern und Organellen
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Linda Titkemeier (Carl von Ossietzky-University Oldenburg)
    Entwicklung geeigneter Lernhilfen für die Pflanzenbestimmungsübungen
    mehr in der Zusammenfassung

    03. Nov 2017 · Actualia · Nachwuchsförderung

    Strasburger-Workshop: Kooperation und Konflikt zweier Genome

    Die Teilnehmenden am dritten Workshop zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses waren aus mehr als fünf Ländern angereist. Foto: Niklas Buhk

    Der 3. Eduard Strasburger Workshop mit dem Titel Two Genomes in one Cell - Communication and Conflict lockte mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Polyploidie- und Hybridisierungsforschung nach Bremen. Dort thematisierten sie, welche Schwierigkeiten Zellen meistern, die ihre Chromosomensätze mischen oder gar vervielfältigen. Der Workshop fand vom 30. August und 1. September 2017 statt unter der Regie der Nachwuchswissenschaftler Dawit Girma Tekleyohans, Niklas Buhk und Thomas Nakel der Universitäten Oldenburg und Bremen. Die vorwiegend jungen Nachwuchskräfte reisten aus mehreren Nationen an, darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden und Pakistan, was die internationale Relevanz des Themas unterstreicht. Die Organisatoren berichten in ihrer Tagungsnachlese unter anderem über neue Modellpflanzen, einen Genomschock, eine Methode zum Nachweis von drei Eltern und in welcher Weise junge Forschende bevorzugt wurden.

    Weiterlesen
    25. Okt 2017 · News · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

    PBE2018: Reisestipendien für den Nachwuchs

    Der Europäische Dachverband für Pflanzenwissenschaften FESPB (Federation of European Societies of Plant Biology) vergibt Reisestipendien für Nachwuchskräfte, wie beispielsweise den FESPB travel grants for students and post-docs. Dazu müssen sie an einer Universität / einem wissenschaftlichen Institut in einem der Länder arbeiten, aus denen die Mitgliedsgesellschaften der FESPB stammen, etwa Deutschland oder Österreich. Den Stipendiaten winken ein freier Eintritt zum Kongress Plant Biology Europe (PBE) 2018 sowie freie Unterkunft für vier Nächte. Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2018. Die Gewinner werden am 28. Februar bekannt gegeben. Auf der Website sind weitere Stipendien genannt.

    zu den Stipendien

    Weiterlesen
    Actualia · Botanikertagung · Nachwuchsförderung

    Posterpreise Botanikertagung 2017

    Aus den 235 während der Botanikertagung 2017 in Kiel präsentierten Poster wählten Fach-Jurys die besten aus. Folgende Poster von Nachwuchskräften erhielten eine Urkunde und den Betrag von 135 Euro, weil sich die Gründung der Deutschen Botanischen Gesellschaft in diesem Jahr zum 135ten Mal jährt.

    Alle ausgezeichneten Nachwuchstalente und die von ihnen vorgestellten Poster (pdf-Datei)

    Download
    11. Apr 2017 · Actualia · Nachwuchsförderung

    Einladung: Eduard Strasburger Workshop 2017

    Im Sommer diskutieren Nachwuchsforscherinnen und -forscher die Themen Kommunikation und Konflikt, die durch zwei Genome in einer Zelle entstehen. Dazu findet am 30. August und 1. September 2017 in Bremen der dritte Eduard-Strasburger Workshop mit dem Titel Two genomes in one cell - communication and conflict statt. Der von der DBG geförderte Workshop dient dem Austausch der Nachwuchskräfte, bringt sie mit etablierten Forschenden zusammen und ermöglicht ihnen in einem geschützten Rahmen ihre wissenschaftlichen Kenntnisse zu diskutieren, zu vertiefen und ihr Netzwerk auszubauen. Anmeldeschluss für das begehrte Format, das von jungen Wissenschatlern der Universitäten Bremen und Oldenburg (Dr. Dawit Girma Tekleyohans, M.Sc. Thomas Nakel, M.Sc. Niklas Buhk) organisiert wird, ist der 31. Juli 2017.

    > Poster (pdf-Datei)

    > Einladung und Thema (pdf-Datei)

    > Anmeldung (pdf-Datei)

    > Details auf der Website: http://www.uni-bremen.de/en/molgen/strasburger-2017.html

    Weiterlesen
    13. Feb 2017 · Actualia · DBG · Nachwuchsförderung

    Kostenzuschuss für die Botanikertagung

    Die DBG vergibt auch dieses Jahr wieder Zuschüsse für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit einem Vortrag oder einem Poster an der Botanikertagung teilnehmen. Sie ist Studierenden sowie nicht voll vergüteten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorbehalten, die Mitglied der DBG sind.

    Reisekostenzuschuss: Details und Antragsformular im Intranet

    > erst Mitglied werden

    12. Feb 2017 · Actualia · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

    Eduard Strasburger-Workshop

    Von Nachwuchswissenschaftlern für Nachwuchswissenschaftler

    Wenn Sie Postdoc oder Doktorand sind, eine Idee für einen Workshop über eine aktuelle pflanzenwissenschaftliche Thematik mit interdisziplinären Ansätzen haben und eine Plattform für einen lebendigen Austausch von Doktoranden untereinander veranstalten möchten, schicken Sie Ihr Konzept bitte an den Vorstand der DBG, der Ihre Veranstaltung im Rahmen eines Eduard Strasburger-Workshops mit bis zu 5.000 € unterstützt. Bitte wenden Sie sich jederzeit an den Präsidenten der DBG. Der zweite Eduard Strasburger-Workshop fand im September 2016 in München statt und hatte den Titel "Phylogenomics - The next generation of evolutionary botany". In ihrer Tagungsnachlese thematisieren die Organisatorinnen Susann Wicke und Dörte Harpke nicht nur die Tagungsschwerpunkte sondern auch die Sorgen der Nachwuchskräfte.

    Details im aktuellen Ausschreibungstext (pdf)

    Download
    DBG · Nachwuchsförderung

    Herbert Braunschmid (Universität Salzburg)

    Gemessene Blütenmerkmale: Länge und Höhe des Labellums; Breite der zentralen Öffnung (a) und Höhe des hinteren Ausgangs (b, mit einer Biene, die den Ausgang verlässt). Foto: Herbert Braunschmid

    Herbert Braunschmid erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Salzburg im Jahr 2016 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Divergierende Blütenmerkmale und Bestäuber von Cypripedium calceolus L."

    Die Arbeit analysiert, ob sich die Blütenmerkmale des Gelben Frauenschuhs (Cypripedium calceolus) wegen des Selektionsdrucks verschiedener Bestäuber auf verschiedenen Höhenstufen unterscheiden.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Wilena Telman (Universität Bielefeld)

    Wilena Telman erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Bielefeld im Jahr 2016 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Zur Funktion des 2-Cystein Peroxiredoxins und des Cyclophilins 20-3 innerhalb des Redox-regulatorischen Netzwerks von A. thaliana"

    Wie die Arbeit zeigt, beeinflusst das chloroplastidäre 2-CysPrx-Cyp20-3-Modul die Redox-, Protein- und Thiolhomöostase bei der zellulären Stressanpassung.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Ina Burghardt (Goethe Universität Frankfurt)

    State I-State II-Transition-Messungen der fkbp-Mutante. Pflanzen wurden in State I gebracht. Danach wurde die Antennenbewegung als Quotient der aktuellen Maximalfluoreszenz / Start-Maximalfluoreszenz über die Zeit als Falschfarbenbild (links, nach 10 min) oder graphisch (rechts) dargestellt. Grafik: Ina Burghardt

    Ina Burghardt erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Goethe-Universität Frankfurt im Jahr 2016 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Der Einfluss drei plastidärer Immunophiline auf die Lichtanpassung von Arabidopsis thaliana."

    Für plastidäre Immunophiline des FKBP-Typs wird eine Rolle in der Assemblierung und Regulation von Photosynthese-Komplexen vermutet. In dieser Arbeit zeigte sich, dass eine Null-Mutation eines dieser Gene zum Verlust der Bewegung der Hauptlichtsammelantenne (LHC II) führt, obwohl die dafür zuständige STN7-Kinase aktiv ist.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Laura Mosebach Universität Münster

    Der photosynthetische Apparat. Linearer Elektronentransport (LEF), cyclischer Elektronentransport (CEF) und die Funktion des transmembranen Protonengradienten. Elektronentransfer und Protonentranslokation sind gekoppelt, sodass LEF und CEF zur Bildung des Protonengradienten beitragen. LEF beinhaltet Wasserspaltung und NADPH Produktion. Der Protonengradient treibt ATP Synthese, induziert nicht-photochemisches Quenching (qE) und übt photosynthetische Kontrolle aus. LHC = Lichtsammelkomplex; PS = Photosystem; Cyt b6f = Cytochrom b6f Komplex; PC = Plastocyanin; FDX = Ferredoxin; FNR = FDX:NADP+ Reduktase; ATPase = CF1-F0-ATP-Synthase; PGRL1 = PGR5-ähnlicher photosynthetischer Phänotyp; PGR5 = Protonengradient Regulation 5. Oben links: Chlamydomonas reinhardtii Quelle der Algenzelle: Pflanzenforschung.de (http://www.pflanzenforschung.de/de/themen/pflanzen-im-fokus/chlamydomonas/) Grafik: Laura Mosebach

    Laura Mosebach erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Münster im Jahr 2016 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Regulation des photosynthetischen Elektronen Transports in Chlamydomonas reinhardtii in Abhängigkeit von PGRL1 und PGR5

    Die Proteine PGRL1 und PGR5 tragen möglicherweise zur Bindung der Ferredoxin:NADP+ Reduktase (FNR) an die Thylakoidmembran der Alge bei, an der der photosynthetische Elektronentransport stattfindet

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    2016

    Im Jahr 2016 bewerteten die Repräsentaten der DBG an den teilnehmenden Hochschulen Master-Arbeiten aus der Botanik und den Pflanzenwissenschaften. Den Preis für die jeweils beste Master-Arbeit des Jahres erhielten (in alphabetischer Reihenfolge):

    Herbert Braunschmid (Universität Salzburg)
    Divergent floral traits and pollinators of Cypripedium calceolus L.
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Ina Burghardt (Goethe Universität Frankfurt)
    Der Einfluss drei plastidärer Immunophiline auf die Lichtanpassung von Arabidopsis thaliana.
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Dominika Kundel (Universität Konstanz)
    Auswirkung der Applikation von Bio-Effektoren auf das Wachstum von Mais und Effekt von Bio-Effektoren auf die Gemeinschaft der Wurzel assoziierten arbuskulärer Mykorrhiza Pilze.
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild

    Laura Mosebach (Universität Münster)
    Regulation des photosynthetischen Elektronen Transports in Chlamydomonas reinhardtii in Abhängigkeit von PGRL1 und PGR5
    mehr in der Zusammenfassung mit Bild 

    Wilena Telman (Universität Bielefeld)
    Zur Funktion des 2-Cystein Peroxiredoxins und des Cyclophilin 20-3 innerhalb des Redox-regulatorischen Netzwerks von A. thaliana.
    mehr in der Zusammenfassung 

    Paulina Anna Zigelski (Universität Hamburg)
    “Molekulare Biogeographie des Syzygium guineense Komplexes: Wie Umwelt und Genetik die ‚Suffrutizierung‘ in Afrikas Miombo Region bedingen“
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    DBG · Nachwuchsförderung

    Dominika Kundel (Universität Konstanz)

    Dominika Kundel nimmt die Wachstumsparameter auf. Foto: Andreas Basler, Forschungsinstitut für biologischen Landbau Schweiz (FiBL)

    Dominika Kundel erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Konstanz im Jahr 2016 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Auswirkung der Applikation von Bio-Effektoren auf das Wachstum von Mais und Effekt von Bio-Effektoren auf die Gemeinschaft der Wurzel assoziierten arbuskulärer Mykorrhiza Pilze."

    Bio-Effektoren wie pflanzliche Extrakte und kleinste Bodenlebewesen könnten die Düngerpraxis verbessern und damit die Landwirtschaft. Der eingesetzte qPCR-Ansatz bewährte sich und kann zur Quantifizierung verschiedener arbuskuläre Mykorrhizapilze Arten angewendet werden.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Paulina Anna Zigelski

    Phänotypische Vielfalt von Syzygium guineense (s.l.) S. benguellense (mitte links) und S. cordatum (oben rechts). Diese morphologische Diversität ist eine Folge der Anpassung an verschiedene Habitate des südlichen Afrika, z.B. Flüsse, Schwemmflächen, offene Grasländer, mehr oder weniger offene Wälder und Gebirge. Fotos: Paulina Zigelski

    Paulina Anna Zigelski erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Hamburg im Jahr 2016 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Molekulare Biogeographie des Syzygium guineense Komplexes: Wie Umwelt und Genetik die ‚Suffrutizierung‘ in Afrikas Miombo Region bedingen"

    Erstmals wurden die Ursprünge der „unterirdischen Bäume“ im südlichen Afrika anhand einer Model-Art im Detail untersucht: Bei ihrer Entstehung spielen genetische und ökologische Faktoren eine tragende Rolle.

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    2015

    Im Jahr 2015 bewerteten die Repräsentaten der DBG an sechs Hochschulen Master-Arbeiten aus der Botanik und den Pflanzenwissenschaften. Den Preis für die jeweils beste Master-Arbeit des Jahres erhielten (in alphabetischer Reihenfolge):

    Christoph Hahn (Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg):
    Die Vielfältigkeit von Grünkohl: Untersuchung des Glucosinolatgehaltes und Analyse von Verwandtschaftsverhältnissen
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Barbara Jakobs (Universität Konstanz):
    Charakterisierung der physiologischen Funktion der mitochondrialen Protease DEG10 in Arabidopsis thaliana
    mehr in der Zusammenfassung

    Stefanie Jung (Justus-Liebig-Universität Gießen):
    Salztoleranz und genetische Variabilität von Prunus serotina Erh.
    mehr in der Zusammenfassung

    Johanna Kozak (Technische Universität München):
    Zwergwüchsige, subalpine Nadelwälder auf Permafrostlinsen unterhalb der Baumgrenze in den Schweizer Alpen
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Christoph Tim Krannich (Universität Rostock):
    Rolle des Ethylensignalweges im Hinblick auf Trockentoleranz und Lagerung von Kartoffeln
    mehr in der Zusammenfassung

    Franziska Walther (Goethe-Universität Frankfurt):
    Flora und Vegetation von Pflasterfugen in Frankfurt am Main
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Eva Laura von der Heyde (Universität Bielefeld):
    Untersuchung artspezifischer Genfamilien in Volvox carteri
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    DBG · Nachwuchsförderung

    2014

    Im Jahr 2014 bewerteten die Repräsentaten der DBG an 13 Hochschulen Master-Arbeiten aus der Botanik und den Pflanzenwissenschaften. Den Preis für die jeweils beste Master-Arbeit des Jahres erhielten (in alphabetischer Reihenfolge):

    Philip Albers (FU Berlin):
    In vivo regulation of Arabidopsis thaliana CPK5 in plant pathogen defense
    mehr in der Zusammenfassung

    Christodoulos Filippis (Goethe-Universität Frankfurt):
    Untersuchungen zur Rolle von PaRCF1 und PaRCF2 bei der Organisation von Atmungskettensuperkomplexen bei Podospora anserina
    mehr in der Zusammenfassung

    Simon Fraas (Universität Hamburg):
    Hansa-Trace - Ein System zur automatischen Hochdurchsatz-Erfassung der schnellen Wachstums-effekte bei Arabidopsis thaliana L HEYNH
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Klaus Herburger (Universität Innsbruck):
    Zellwandkomponenten und ökophysiologische Charakterisierung der streptophytischen Grünalgen Klebsormidium sp. und Zygnema sp.
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Marcel Kansy (Universität Leipzig):
    Einfluss von Lipiden auf die Struktur und Funktion von Photosystem II
    mehr in der Zusammenfassung

    Friedrich Kirsch (Universität Rostock):
    Integration des cyanobakteriellen Glyceratwegs aus Synechocystis sp. PCC6803 in die Photorespiration von Arabidopsis thaliana
    mehr in der Zusammenfassung

    Christian Köttig (TU München):
    Redoxregulation von Proteinposphatasen des Typs C2
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Verena Lauströer (Universität Bielefeld):Influence of mycotrophic degree on growth response for two plant species in single and competition treatments under conditions promoting parasitism by arbuscular mycorrhizal fungimore in the summary with images

    Maximilian Lauterbach (Johannes Gutenberg-Universität Mainz):
    Phylogeny and biogeography of Zygophyllum s.l. (Zygophyllaceae)
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Frederic Schramm (Philipps-Universität Marburg):
    Analysis of the peroxisomal membrane proteome of the diatom Phaeodactylum tricornutum and in vivo localization studies of putative peroxisomal proteins
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Sophie Steinhagen (Justus-Liebig-Universität Giessen):
    Ultrastruktur der Zellen von Cryptochlora perforans (Chlorarachniophyta)
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Florian Ulm (TU Kaiserslautern):
    Below ground processes of a native and an invasive legume as a driver for nitrogen distribution on community scale
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    Sebastian Wittek (Universität zu Köln):
    Prosoaulax, a dinoflagellate with mysterious plastids
    mehr in der Zusammenfassung mit Bildern

    09. Nov 2016 · News · Ausbildung · Nachwuchsförderung

    Nachhaltige Ausgestaltung des „Nachwuchspaktes" erwünscht

    Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt, dass Bund und Länder mit dem Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (sog. „Nachwuchspakt“) die Situation junger Wissenschaftler in Deutschland verbessern und damit das deutsche Wissenschaftssystem im internationalen Wettbewerb stärken möchten. Bei der Ausgestaltung des Nachwuchspaktes komme es jetzt darauf an, die langfristige Wirksamkeit des Programms und seine bestmögliche Passung zu bestehenden erfolgreichen Fördermaßnahmen durch ein wissenschaftsgeleitetes Monitoring sicherzustellen. Für dieses Monitoring sollten rechtzeitig ein Auftrag erteilt und die erforderlichen Ressourcen eingeplant werden. Die Leopoldina veröffentlichte die gemeinsame Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen.
    Quelle: Leopoldina

    Weiterlesen
    DBG · Nachwuchsförderung

    Barbara Jakobs

    Barbara Jakobs erhielt den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeit, die an der Universität Konstanz im Jahr 2015 erstellt wurde, von der Deutschen Botanischen Gesellschaft.

    Titel der ausgezeichneten Arbeit

    "Charakterisierung der physiologischen Funktion der mitochondrialen Protease DEG10 in Arabidopsis thaliana"

    Sie belegte mit einer Kombination physiologischer genetischer Analysen erstmals, dass das Protein DEG10 eine wichtige Rolle für das Wurzelwachstum in der Ackerschmalwand spielt, insbesondere bei Temperaturstress.

    Weiterlesen
    28. Jan 2016 · Actualia · Nachwuchsförderung

    DBG würdigt beste Master-Arbeiten

    Die Deutsche Botanische Gesellschaft hat die Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten des vergangenen Jahres verliehen, deren Kurzfassungen nun auf der Website stehen. Neben den Namen der Preisträgerinnen und Preisträger sind auch die Titel und die Zusammenfassungen der Ergebnisse abrufbar. Die Arbeiten entstanden an sieben Universitäten:

    • Wie Glucosinolatgehalte und Verwandtschaft verschiedener Grünkohlsorten zusammenhängen
    • Warum sich der Erfolg der invasiven Prunus serotina nicht durch höhere Salztoleranz erklären lässt, obwohl die Spätblühende Traubenkirsche in verschiedenen Entwicklungsstadien unterschiedlich tolerant gegenüber salzhaltigen Aerosolen ist
    • Die erste pflanzensoziologische Analyse der zwergwüchsigen Nadelhölzer im schweizer „Hexenwäldli“ lieferte Hinweise auf zwei verschiedene Gesellschaften
    • Welche molekularen SSR-Marker für die praktische Kartoffel-Züchtung entwickelt wurden und was der Test an zwei Kartoffelsortimenten ergab
    • In Frankfurts Pflasterfugen kommen auf 1 % der Stadtfläche nicht nur fast ein Viertel aller bislang in der Stadt gemeldeten Sippen vor, dort ist eine Pflanze erstmals auch in Deutschland nachgewiesen worden
    • In der vielzelligen Grünalge Volvox carteri sind nun diejenigen Genfamilien charakterisiert, die im Laufe der Evolution von einzelligen Organismen zu Vielzellern neu entstanden sind
    • Erste Belege über die physiologische Funktion der Protease DEG10 zeigt deren Rolle beim Wurzelwachstum in Arabidopsis, insbesondere unter Temperaturstress.
    Weiterlesen