Artikel zur Kategorie Köpfe und Karrieren


26. Mai 2020

Begründer der Optogenetik geehrt

Drei Wissenschaftler erhalten in diesem Jahr den mit 1,2 Millionen US-Dollar dotierten Shaw-Preis für Biowissenschaften. Georg Nagel (Pflanzenforscher der Universität Würzburg), Gero Miesenböck (Universität Oxford) und Peter Hegemann (Algenforscher der Humboldt-Universität Berlin) teilen sich den Shaw-Preis in Biowissenschaften und Medizin 2020. Ausgezeichnet werden sie für die Entwicklung der Optogenetik, „einer Technologie, die die Neurowissenschaften revolutioniert hat“, wie es in der Pressemitteilung der Shaw Prize Foundation in Hongkong heißt. Der Preis ist mit 1,2 Millionen US-Dollar dotiert und geht zu gleichen Teilen an die drei Wissenschaftler. Kurz gesagt ist es mit Hilfe der Optogenetik möglich, die elektrische Aktivität von Zellen – beispielsweise von Nervenzellen – mit Lichtimpulsen zu steuern. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können auf diese Weise beispielsweise neue Einblicke in die Arbeitsweise des menschlichen Gehirns erhalten und Krankheit wie etwa Parkinson, Depression oder Schizophrenie besser verstehen.

Quelle: Uni Würzburg

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20. Mai 2020

Ausgezeichnet: Pflanzen „wittern“ wer bald an ihnen fressen wird und wehren sich

Dr. Norbert Bittner erhält den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung von der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) für seine Arbeit an Waldkiefern und deren frühen Verteidigungsstrategien gegen Insektenbefall. Foto: privat und Benjamin Fuchs

Weil er die erfolgreiche Abwehr bei drohendem Insektenbefall bei Kiefern aufdeckte, erhält Dr. Norbert Bittner von der Freien Universität Berlin den diesjährigen Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung. Wie das Präsidium der DBG-eigenen Stiftung ausführt, hat Bittner erstmals gezeigt, wie sich Waldkiefern bereits im Vorfeld eines Insektenbefalls mit Kiefernbuschhornblattwespen erfolgreich gegen die Eiablage zur Wehr setzen. Gemeinsam mit Forschenden der FU Berlin um Professorin Dr. Monika Hilker sowie Universitäten im spanischen Barcelona und im schwedischen Lund schildert Bittner im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1910991116), dass die Pflanzen das Schadinsekt bereits wahrnehmen, wenn weibliche Blattwespen mit einem Sexualpheromon Männchen zur Paarung anlocken, also noch bevor diese ihre Eier ablegen, aus denen später gefräßige Larven schlüpfen. Kiefernbäume, die dem Sexuallockstoff der Blattwespe ausgesetzt waren, verstärken anschließend ihre molekulare und chemische Verteidigungsstrategie. Durch Pheromone „gewarnte“ Pflanzen konnten die Insekteneier effektiver abtöten und sich so noch vor beginnenden Fraßschäden durch die Larven schützen. Bittner, der jetzt im SFB 973 im Labor von Prof. Dr. Reinhard Kunze forscht, wird die Urkunde des Preises auf der kommenden Botanikertagung in Bonn entgegennehmen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhält Bittner schon jetzt.

Mehr zur Nachwuchsförderung der DBG

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14. Mai 2020

Thüringer Forschungspreise für Pflanzen-Bestimmungs-App

Mit der „Flora Incognita“-App fällt die Pflanzenbestimmung leicht. Foto: Patrick Mäder

Prof. Patrick Mäder und sein Forscherteam der Technische Universität Ilmenau erhielten den Thüringer Forschungspreis für Angewandte Forschung zum Thema „Künstliche Intelligenz revolutioniert die Pflanzenbestimmung“. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena entwickelten die Ilmenauer Wissenschaftler die weltweit erste App zur Erkennung von Pflanzen mit einem intelligenten Bestimmungsprozess. Das Projekt Flora Incognita verbindet Smartphones, künstliche Intelligenz und Bürgerbeteiligung in einer App, die interaktiv und automatisch Pflanzen anhand von Bildaufnahmen erkennt. Mit jeder erfolgreichen Anwendung lernt die App dazu und verbessert ihre Genauigkeit. Gleichzeitig entstehen durch die Speicherung der erkannten Arten und Standorte wertvolle Datensätze, um Fragen des Artenschutzes und der Biodiversität zu beantworten. Die App wurde seit ihrer Veröffentlichung schon eine Million Mal heruntergeladen.

Quelle: TU Illmenau

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27. Apr 2020

ERC-Grant für die Landwirtschaft der Zukunft

Professorin Rita Groß-Hardt. Foto: Jonas Ginter, INNOWI

Die Pflanzenwissenschaftlerin Professorin Rita Groß-Hardt erhält einen ERC Proof of Concept Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Im Projekt TriVolve wollen die Wissenschaftlerin und ihr Team zusammen mit dem Pflanzenzüchter KWS Drei-Eltern-Kreuzungen als neue Züchtungsstrategie für die Landwirtschaft etablieren. Mit ihrem Team gelang es Groß-Hardt  2017 erstmals pflanzliche Eizellen mit zwei Spermien zu verschmelzen, um Nachkommen mit drei statt zwei Elternteilen – einer Mutter und zwei Vätern – zu zeugen. Dieses Forschungsergebnis kann zu einer neuen Zuchtstrategie führen. „Mit Hilfe von Drei-Eltern-Kreuzungen können in einem Schritt die positiven Eigenschaften von gleich drei Pflanzen kombiniert werden. Zudem lassen sich mit dieser neuartigen Kreuzungsstrategie Hybridisierungsbarrieren umgehen, was die Möglichkeit eröffnet, weiter entfernte Sorten miteinander zu kombinieren“, sagt Rita Groß-Hardt von der Universität Bremen. Mit dem Projekt TriVolve möchte die Arbeitsgruppe die Erkenntnisse nun auf Nutzpflanzen übertragen.

Quelle: Universität Bremen

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08. Apr 2020

Moises Exposito-Alonso erhält erneut einen Forschungspreis

Preisträger Dr. Moises Exposito-Alonso. Foto: MPI für Entwicklungsbiologie

Für seine auch von uns mit dem Wilhelm-Pfeffer-Preis ausgezeichnete Dissertation zur Anpassungsfähigkeit der Pflanzenwelt an den Klimawandel erhält Dr. Moises Exposito-Alonso nun auch den Karl Freudenberg-Preis. Die mit 10.000 EUR dotierte Würdigung wird von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vergeben. Der aus Spanien stammende Evolutionsgenetiker Moises Exposito-Alonso untersuchte anhand der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana), ob und wie gut sich Pflanzen auf die Veränderungen des Weltklimas einstellen können. In seiner Dissertation konnte Exposito-Alonso zum ersten Mal direkt zeigen, welchen Fußabdruck die Selektion im Erbgut einer Art in Echtzeit hinterlässt. Die Dissertation wurde vom Geschäftsführenden Direktor des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen, Prof. Dr. Detlef Weigel betreut. Das meldet das MPI für Entwicklungsbiologie beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quelle: MPI für Entwicklungsbiologie beim idw

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06. Apr 2020

Neue Leiterin des Botanischen Museums Berlin

Im lebendigen Museum - dem Botanischen Garten Berlin - leben alle Objekte. Foto: I. Haas, Botanischer Garten Berlin

Seit März 2020 leitet Dr. Sibylle Hoiman das Botanische Museum und die Abteilung Wissenskommunikation im Botanischen Garten und Botanischen Museum (BGBM) der Freien Universität Berlin. Das Botanische Museum, einzigartig in der deutschen Museumslandschaft, vermittelt und kontextualisiert die wissenschaftlichen Aktivitäten des Botanischen Gartens in Ausstellungen, Publikationen sowie in einem breit gefächerten Kultur- und Bildungsangebot.

Quelle: BGBM

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02. Apr 2020

Verbesserung der Klimarekonstruktion anhand von Baumringen

Baumringe können uns viel über das Klima in der Vergangenheit sagen und werden daher in der Wissenschaft für Klimarekonstruktionen genutzt – was gerade in Zeiten des Klimawandels von großer Bedeutung ist. Allerdings spiegeln die Jahrringe der Bäume seit den 1960er-Jahren die Temperaturentwicklung nicht mehr korrekt wider. Dieses als „Divergenz“ bezeichnete Problem ist der Ausgangspunkt für ein neues Forschungsprojekt, für das der Paläoklimaforscher Prof. Dr. Jan Esper von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine EU-Förderung über 2,5 Millionen Euro erhält. Esper und sein Team werden während der fünfjährigen Laufzeit des Projekts die Baumentwicklung an 100 Standorten der nördlichen Hemisphäre verfolgen und ein neues Modell entwickeln, um das Baumwachstum zu rekonstruieren und verlässliche Angaben für die Klimaforschung bereitzustellen. Der Europäische Forschungsrat, kurz ERC für European Research Council, hat für das Projekt MONOSTAR einen ERC Advanced Grant bewilligt.

Quelle: JGU

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26. Mär 2020

Landschaftsökologe für innovative Lehrmethoden ausgezeichnet

Professor Martin Wilmking, Foto: Julien Bota

Wie berichtet erhält Prof. Martin Wilmking (PhD), Landschafts- und Pflanzenökologe an der Universität Greifswald, erhält den Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2020 in der Kategorie Biowissenschaften. Er überzeugte die Jury durch die große Bandbreite seiner an die polyvalente Zuhörerschaft angepassten innovativen Lehrideen. Dazu gehören unter anderem der Einsatz von Peer groups, flipped classroom, innovativen Prüfungsformen sowie der konsequente Einsatz von sofortigem digitalem Feedback. Die Pressemitteilung stellt die von Wilmking angewendeten Methoden vor.

Quelle: Uni Greifswald

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10. Mär 2020

Ars legendi-Fakultätenpreis geht an Pflanzenökologen

Professor Martin Wilmking (PhD) vom Institut für Botanik und Landschaftsökologie an der Universität Greifswald erhält den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis im Fach Biologie für seine exzellente Hochschullehre. Wilmking überzeugte die Jury durch die große Bandbreite seiner an die polyvalente Zuhörerschaft angepassten Vermittlungsmethoden. Um der Herausforderung durch unterschiedliches Vorwissen und verschiedene Lerngeschwindigkeiten zu begegnen, zielt Wilmking auf die Aktivierung der Studierenden und hat alle Vorlesungen in interaktive Kurse umgewandelt. Er setzt dabei unter anderem auf den Einsatz von Peergroups, den flipped classroom, innovative Prüfungsformen sowie den konsequenten Einsatz von sofortigem digitalem Feedback. Der mit je 5.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr vom Stifterverband, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) in den vier Disziplinenen Biologie, Chemie, Mathematik sowie Physik ausgelobt.

Details: VBIO

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20. Feb 2020

Preis für Wissenschaftskommunikation an Robert Hoffie

Robert Hoffie, Doktorand am IPK. Foto: Iris Koeppel

Unsere Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) hat erstmals einen Preis für Wissenschaftskommunikation verliehen. Die Auszeichnung ging an Robert Hoffie, Doktorand am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK). Als @ForscherRobert engagiert sich der Pflanzenforscher in Sozialen Medien, erklärt geduldig den Stand der Forschung über moderne Methoden in der Pflanzenforschung und scheut - wenn es nötig ist - auch nicht die Auseinandersetzung mit Politikern. „Wenige andere Pflanzenwissenschaftler sind so engagiert in den sozialen Netzwerken wie Robert Hoffie“, sagte Prof. Dr. Stefan Rensing, Sprecher der Sektion. Er wünsche sich mehr Wissenschaftler wie Robert Hoffie, die unsere Themen in die Öffentlichkeit tragen und unsere Sichtbarkeit erhöhen.
Die Auszeichnung verlieh die Sektion am 13. Februar, während der jährlichen Konferenz Molecular Biology of Plants in Dabringhausen (Nordrhein-Westfalen). „Der Preis ist für mich Motivation und Bestätigung zugleich“, erklärte Robert Hoffie. Denn der aktuelle Stand der Wissenschaft sei das Beste, was wir haben, um zu fundierten Einschätzungen zu kommen. "Worauf, wenn nicht darauf, sollen wir unsere Einschätzungen denn künftig sonst stützen?“ fragt sich der 28-Jährige. Zwar könne die Wissenschaft nicht die Politik ersetzen, werde aber selbst immer mehr zu einem gesellschaftlichen Akteur.

Quelle: IPK beim idw

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13. Feb 2020

Forschungspreis für verbesserte Sequenzierung von Getreide-Genomen

Preisträger Dr. Martin Mascher neben Laudator Prof. Dr. Klaus Pillen (links) und Prof. Dr. Jens Léon, Vorsitzender der Günter und Anna Wricke-Stiftung. Foto: Hans Eder

Dr. Martin Mascher vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) ist am Mittwoch in Tulln (Österreich) für seine umfassenden Arbeiten zur verbesserten Sequenzierung von Getreide-Genomen mit dem Günter und Anna Wricke-Forschungspreis 2020 ausgezeichnet worden. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung wird nur alle drei Jahre verliehen. Der 34-Jährige „Martin Mascher ist ein herausragender junger Wissenschaftler, der sich durch seine innovativen Forschungsarbeiten innerhalb weniger Jahre einen ausgezeichneten Ruf als international führender Experte auf dem Gebiet der Genomsequenzierung von Getreidearten erworben hat“, bekräftigte Laudator Klaus Pillen, der Mitglied im Kuratorium der Günter und Anna Wricke-Stiftung ist.

Quelle: IPK Gatersleben

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28. Jan 2020

DBG zeichnet beste Master-Arbeiten aus

Prof. Dr. Christian Wirth (Betreuer der Master-Arbeit), Preisträgerin Hellen Bellasus, Ronny Richter (Co-Betreuer der Master-Arbeit), Prof. Dr. Alexandra Weigelt (Jury-Mitglied), Prof. Dr. Severin Sasso (Ansprechpartner der DBG an der Uni Leipzig) (v.l.n.r.). Foto: Anja Kahl

Temperaturregulation in Baumkronen, wie Schwermetalle Herbivoren beeinflussen, natürliche Artbildung, die Entwicklung von Fluoreszenzsensoren, ein Zuckerrübenvirus, die (Bio-)Synthese und Chemie von Suberin und Leucin sowie die Wandlung von Streuobstbeständen in der Stadt waren die Themen der zehn ausgezeichneten Master-Arbeiten, die die DBG 2019 prämierte. Die DBG hat damit zum sechsten Mal die mit je 100 Euro dotierten Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten vergeben, die teils während akademischer Abschlussfeiern oder an den Universitäts-Lehrstühlen übergeben wurden. Die Arbeiten fertigten die Preistragenden an den Universitäten Bayreuth, Bielefeld, Bonn, Dresden, Köln, Leipzig, Münster, Oldenburg, Rostock, Salzburg, sowie am Karlsruher Institut für Technologie an. Das Präsidium der DBG dankt allen Jurymitgliedern an den Hochschulen.

Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

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12. Dez 2019

Prof.'in Dr. Jutta Ludwig-Müller erhält Spiridion Brusina Medaille

Jutta Ludwig-Müller, Professorin für Pflanzenphysiologie an der TU Dresden, erhält den diesjährige Spiridion Brusina Medaille der Kroatischen Gesellschaft für Naturwissenschaften. Sie wird seit 1997 an ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die einen wichtigen Beitrag auf dem Gebiet der Naturwissenschaften in Kroatien geleistet haben. Müller-Ludwig hat in Kooperation mit der Fakultät Biologie der Universität Zagreb und dem Forschungsinstitut Institut Rudjer Boskovic (IRB) in Zagreb in den vergagenene 19 Jahren zahlreiche Doktorand*innen und Post-Docs aus Zagreb in Dresden unterstützt und gemeinsame Projekte wie Publikationen umgesetzt.

Quelle: TU Dresden

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19. Nov 2019

Ausgezeichnet: Pflanzenwelt des Baltikums in Bernstein

Die Paläobotanikerin Dr. Eva-Maria Sadowski erhält für ihre Dissertation an der Universität Göttingen den Wolfgang-Strutz-Promotionspreis. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zeichnet damit ihre Arbeit über die in Bernstein konservierte Pflanzenwelt des Baltikums aus. Sadowski ist seit März 2019 am Museum für Naturkunde in Berlin tätig und eine von zwei Preisträgerinnen dieses Jahr. Die feierliche Preisverleihung findet heute Abend in Frankfurt statt.

Quelle: Uni Göttingen

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11. Nov 2019

Bestes studentisches Pflanzenprojekt in der synthetischen Biologie

Das Team aus Kaiserslautern war beim Wettbewerb erfolgreich. Foto: Koziel, TUK

Am Massachusetts Institute of Technology, MIT, überzeugte ein studentisches Team mit ihrer plastikzersetzenden Grünalge (siehe Meldung vom 25.10.2019) die Jury bei einem internationalen Wettbewerb im US-amerikanischen Boston. Beim iGEM-Wettbewerb (international Genetically Engineered Machine) belegte das Team der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) in der Kategorie „Undergrad“ den dritten Platz. Zudem siegten die Studierenden in den Kategorien „Bestes Pflanzenprojekt in der synthetischen Biologie“, „Bestes Wiki“, „Bestes Poster“ und „Bestes Umweltprojekt“. Der Wettbewerb nimmt Projekte aus der Synthetischen Biologie in den Blick und richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs. In den vergangenen Monaten hat das TUK-Team eine Grünalge entwickelt, die das Plastik PET abbaut, Polyethylenterephthalat.

Quelle: TUK

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01. Nov 2019

ERC-Starting Grant: Der Stress der Pflanzen beim Landgang

Prof. Dr. Jan de Vries erhält einen ERC-Grant. Foto: Universität Göttingen

Der Biologe Prof. Dr. Jan de Vries von der Universität Göttingen hat einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) erhalten. Für einen Zeitraum von fünf Jahren fördert der ERC sein Projekt Terrestrialization: stress signalling dynamics in the algal progenitors of land plants (TerreStriAL) mit rund 1,5 Millionen Euro. Mit der Förderung werden de Vries und sein Team einen Schlüsselfaktor, der den Landgang vor mehr als 500 Millionen Jahren ermöglichte, näher beleuchten: den Umgang mit Stressfaktoren, die spezifisch für das Leben an Land sind. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen dabei einen systembiologischen Ansatz: Hierfür werden Genome von spezifischen Algen, wie der Sternalge Zygnema aus der Sammlung von Algenkulturen der Universität Göttingen, entschlüsselt.

Quelle: Uni Göttingen

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11. Okt 2019

ERC Synergy Grant für Münchner Pflanzenforscher

Professor Dario Leister im Gewächshaus. Foto: LMU

Professor Dario Leister von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) erhält als Sprecher des Projekts „PhotoRedesign: Redesigning the Photosynthetic Light Reactions“ einen ERC Synergy Grant des Europäischen Forschungsrats. Mit Synergy Grants fördert der Europäische Forschungsrat (ERC) Teams von zwei bis vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, um durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zu „Fortschritten an den Grenzen des Wissens führen“. Mit dem Projekt PhotoRedesign hat sich das Team um Leister nichts weniger vorgenommen, als die Prozesse der Photosynthese zu verbessern. Das Ziel ist es, mithilfe von Sonnenenergie effizienter Biomasse aufzubauen. Bei der Photosynthese spalten Pflanzen mithilfe des Sonnenlichts Wasser und produzieren so Sauerstoff und energiereiche Verbindungen. Bei dieser komplexen chemischen Reaktion wird jedoch nur ein Teil der Sonnenenergie genutzt. Im Rahmen ihres ERC-Synergy-Projekts wollen die Forscher Konzepte entwickeln, wie sich das Sonnenlicht photochemisch noch besser nutzen lässt. Damit könnten die Forscher die Grundlagen dafür schaffen, den Ertrag von Algen und Pflanzen zu steigern und die Möglichkeiten der Energiegewinnung zu verbessern. Entscheidend ist dafür der multidisziplinäre Zugang: Neben Leister sind Professor Josef Komenda vom AlgaTech Center in Trebon, Tschechien, und Professor Neil Hunter von der University of Sheffield, führende Wissenschaftler im Projekt.

Quelle: LMU

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11. Okt 2019

ERC-Grant für Potsdamer Gletscher-Algenforscherin

Liane G. Benning des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ hat den Grant mit dem Projekt „DEEP PURPLE“ eingeworben. Sie will herausfinden, wie Schneealgen die Eisschmelze auf Grönland beeinflussen. Gemeinsam mit Kollegen erforscht sie Zusammenhang zwischen Geologie, Geochemie, Biologie und Klima anhand der zunehmenden Algenblüte auf arktischen Schnee- und Eisflächen. Auf Grönland untersuchen die Teams aus Aarhus, Bristol und Potsdam, wie die Gletscheralgen wachsen und mit ihrem eisigen Lebensraum interagieren. Die rosa- bis purpurfarbenen Mikroorganismen verdunkeln die Oberfläche der Eisschilde und beschleunigen damit das Abschmelzen der Gletscher.

Quelle: GFZ

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28. Aug 2019

Eva Stukenbrock neues Mitglied in bedeutendem internationalen Wissenschaftskolleg

Seit 2019 CIFAR-Mitglied: Eva Stukenbrock, Professorin für Umweltgenomik an der CAU und Fellow am MPI-EB in Plön. Foto und ©: Stefan Kolbe, Uni Kiel

Die Kieler Professorin für Umweltgenomik Dr. Eva Stukenbrock erforscht als Fellow am Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) in Toronto, wie Pilze Gesundheit, Ernährung und die Umwelt beeinflussen. CIFAR gilt als einer der aktuell bedeutendsten Thinktanks weltweit. Die Entscheidung des kanadischen Komitees beruht insbesondere auf Stukenbrocks herausragenden Forschungen zu den Beziehungen von Pflanzen und Mikroorganismen, der ihnen zugrundeliegenden evolutionären Genomik und künftigen Anwendungen im nachhaltigen Pflanzenschutz. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf bestimmten Pilzen, die als Schädlinge den Weizenanbau bedrohen. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) setzt sie sich zudem dafür ein, im von ihr geleiteten ‚Kiel Plant Center‘ (KPC) die Pflanzenforschenden verschiedener Disziplinen zusammenzuführen und gemeinsam wissenschaftliche Grundlagen für die Erhaltung der Pflanzengesundheit zu schaffen.

Quelle: CAU

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15. Aug 2019

Sofja Kovalevskaja-Preise 2019

Dr. Tonni Grube Andersen erhält einen der sechs mit bis zu 1,65 Millionen Euro Preisgeld dotierten Sofja Kovalevskaja-Preise der Alexander von Humboldt-Stiftung. Am Kölner Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung wird er bei Gastgeber Prof. Dr. Paul Schulze-Lefert erforschen, wie Pflanzen mit Mikroben auf zellulärer Ebene interagieren. Titel des Projektes lautet: Das verborgene Leben der Pflanzen. Der in Dänemark geborene Pflanzenforscher arbeitet derzeit noch an der Schweizer Universität von Lausanne.

Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung

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11. Jul 2019

Karrieremesse für Naturwissenschaftler*innen

Die Karrieremesse jobvector career day findet am 25. September 2019 in der Classic Remise in Berlin statt. Sowohl Absolventen als auch Professionals haben die Möglichkeit, sich mit Top-Arbeitgebern über Karriere und Beruf auszutauschen. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Ingenieure,Informatiker, Mediziner & Naturwissenschaftler, meldet der VBIO.

Quelle: VBIO

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04. Jul 2019

Sektionssprecher Andreas Weber in DFG-Senat gewählt

Pflanzenforscher Prof. Dr. Andreas Weber wurde am 3. Juli 2019 in den Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft gewählt. Foto: Jörg Reich, HHU

Als eines der zwölf neuen Mitglieder, die am gestrigen Mittwoch von der Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den Senat der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft gewählt wurden, ist der Sprecher unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie, Prof. Dr. Andreas PM Weber von der Uni Düsseldorf. Der Senat ist das zentrale wissenschaftliche Gremium, in dem über alle Angelegenheiten der DFG von wesentlicher Bedeutung beraten und beschlossen wird. Unter den 12 ausgeschiedenen Mitgliedern ist der Pflanzenforscher Prof. Dr. Ekkehard Neuhaus (Platz Pflanzenwissenschaften) der TU Kaiserslautern.

Quelle: DFG

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03. Jul 2019

Katja Becker wird Präsidentin der DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekommt erstmals eine Präsidentin. Die Biochemikerin und Medizinerin Prof. Dr. Katja Becker von der Justus-Liebig-Universität Gießen wurde am Mittwoch, dem 3. Juli 2019, von der Mitgliederversammlung der DFG in Rostock als erste Wissenschaftlerin in das Spitzenamt der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland gewählt. Becker ist seit 2014 bereits DFG-Vizepräsidentin und tritt ihr neues Amt am 1. Januar 2020 für zunächst vier Jahre an. Sie folgt damit auf den germanistischen Mediävisten Prof. Dr. Peter Strohschneider, der seit 2013 DFG-Präsident ist und nach zwei Amtsperioden turnusmäßig ausscheidet.

Quelle: DFG

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24. Jun 2019

Auszeichnung für Bioelektrochemiker

Der Bochumer Chemiker Prof. Dr. Nicolas Plumeré ist mit dem Luigi-Galvani-Preis der Bioelectrochemical Society ausgezeichnet worden. Plumeré baut Enzyme aus Pflanzen in Sensoren und Brennstoffzellen ein. Der Professor für Analytische Chemie der Ruhr-Uni-Bochum (RUB) hat erfolgreich leitfähige Hydrogele und Polymere für bioelektrokatalytische Systeme weiterentwickelt. Der Preis wird alle zwei Jahre an eine Forscherin oder einen Forscher verliehen, der oder die auf dem Gebiet der Bioelektrochemie einen herausragenden Beitrag geleistet hat. Der Preis wurde ihm im Mai 2019 auf dem International Symposium on Bioelectrochemistry and Bioenergetics in Limerick überreicht.

Quelle: RUB

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24. Jun 2019

Photosynthese-Forscher erhält Ehrendoktorwürde

Der Biophysiker Professor Dr. Dr. Wolfgang Junge wird mit der Ehrendoktorwürde vom Fachbereich Biologie der TU Kaiserslautern ausgezeichnet. Junge war bis 2007 Professor für Biophysik an der Universität Osnabrück. Er gilt als einer der weltweit herausragenden Forscher auf dem Gebiet der Photosynthese. Dank seiner Arbeit versteht die Wissenschaft heute zum Beispiel, wie Pflanzen Sauerstoff in die Atmosphäre abgeben und CO2 fixieren. Die Ehrendoktorwürde wird ihm am Freitag, den 28. Juni, im Rahmen der Akademischen Jahresfeier (Gebäude 42, Audimax, ab 17 Uhr) auf dem Campus verliehen.

Quelle: TU Kaiserlautern

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19. Jun 2019

Humboldt-Stipendiatin am Greifswalder Botanik-Institut

Dr. Alba Anadon Rosell. Foto: Magnus Schult, Uni Greifswald

Dr. Alba Anadon-Rosell hat ein Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden erhalten. Sie wird für zwei Jahre von Prof. Dr. Martin Wilmking und seinem Team in der Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“ am Institut für Botanik und Landschaftsökologie betreut. Alba Anadon-Rosell kommt aus Barcelona, Spanien, und beschäftigt sich mit der phänotypischen Plastizität klonaler Sträucher in Tundra-Ökosystemen.

Quelle: Uni Greifswald

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23. Mai 2019

Jeff Schell-Preise für zwei Pflanzenforschende

Prof. Dr. Ralph Bock, Preisträger Dr. Guo-Zang Wu, Preisträgerin Umarah Mubeen, Prof. Dr. Mark Stitt (v.l.n.r.). Foto und ©: sevens[+]maltry, MPI-MP

Das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) hat gestern während eines wissenschaftlichen Kolloquiums die Jeff Schell-Preise übergeben, das anlässlich des 25-jährigen Institutsjubiläums abgehalten wurde. Der Postdoktorandenpreis ging an den Chinesen Dr. Guo-Zhang Wu, der Doktorandenpreis an Umarah Mubeen aus Pakistan. Dr. Guo-Zang Wu erhält den Preis für den Nachweis eines für die innerzelluläre Kommunikation bei Pflanzen wichtigen Faktors zur Stressbewältigung. Die besondere Leistung von Dr. Guo-Zang Wu liegt darin, dass er erstmalig aufzeigen konnte, wie die Kommunikation zwischen Zellkern und Organellen funktioniert. Seit September 2011 forscht Wu als PostDoc am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in der Abteilung von Prof. Dr. Ralph Bock. Der Doktorandenpreis geht an Umarah Mubeen aus Pakistan für die Untersuchung eines Proteinkomplexes, der an der Regulation von Wachstumsprozessen beteiligt ist. Mubeen kam 2014 an das MPI-MP für ein Praktikum, das sie so erfolgreich absolvierte, dass sie im Anschluss daran im Rahmen der International Max Planck Research School (IMPRS) eine Stelle als Doktorandin erhielt.

Quelle: MPI-MP

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14. Mai 2019

Neue Vertreter*innen der Pflanzenforschung in der Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ernannt. Unter den 14 Neuberufenen Expert*innen sind vier in den Pflanzen- und Agrarwissenschaften Forschende genannt:

  • Claudia Köhler, Swedish University of Agricultural Sciences, Uppsala Biocenter, Uppsala, Schweden, Expertin für Epigenetik, Artbildung
  • Matin Qaim, Georg-August-Universität Göttingen, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Göttingen, Experte für Welternährung, nachhaltige Landwirtschaft, Landnutzungswandel, Ernährungsökonomie, Armut, ländliche Entwicklung
  • Chris-Carolin Schön, Technische Universität München, Lehrstuhl Pflanzenzüchtung, Freising-Weihenstephan, Expertin für Agrarwissenschaften, Pflanzengenetik, resistente Nutzpflanzen, Genanalysen von Getreide, genetische Vielfalt, C4-Photosynthese
  • Johannes Lehmann, Cornell University, School of Integrative Plant Science, Section of Soil and Crop Sciences, Ithaca, USA, Experte für Biogeochemie, Nährstoffzyklen, nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Landnutzung

Quelle: Leoplodina

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08. Mai 2019

Pflanzenforscher erhält 1,5 Millionen Euro

Beim Fangen und Verdauen ihrer Beute zählt die Venusfliegenfalle immer wieder elektrische Signale (AP, Aktionspotentiale). Grafik: Sönke Scherzer, JMU

Rainer Hedrich von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) erhält rund 1,5 Millionen Euro aus dem Koselleck-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Damit will der Biologe den mathematischen Fähigkeiten der fleischfressenden Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), die - wie er mit seinem Team herausfand - bis fünf zählen kann, auf den Grund gehen. Außerdem will er herausfinden, wie und wann Pflanzen in der Evolution das Zählen gelernt haben.

Quelle: JMU

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07. Mai 2019

Kurt-von-Rümker-Preis 2019 für Weizenzüchter

Dr. Philipp Boeven, Gewinner des Kurt-von-Rümker-Preises 2019. Foto: Johannes Kaufmann, JKI

Auf den 6. Quedlinburger Pflanzenzüchtungstagen am Julius Kühn-Institut (JKI) ist heute zum 19. Mal der Kurt-von-Rümker-Preis der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung e.V. (GPZ) vergeben worden. Empfänger des Preises ist Philipp Boeven aus Braunschweig. Der Jungwissenschaftler setzte sich mit seinem Vortrag „Unlocking the potential of wheat genetic diversity for hybrid breeding“ bei den diesjährigen Kurt-von-Rümker-Vorträgen gegen sechs Mitbewerber von fünf Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch. Der Preis, der seit 1985 zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Pflanzenzüchtung verliehen wird, ist mit 1.000 Euro dotiert.

Quelle: JKI

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05. Apr 2019

Ars legendi-Fakultätenpreis für Pflanzenphysiologen

Der Preisträger Dr. Markus Pietrowski (mitte) mit Laudatorin Caren Linnemann und VBIO-Präsidiumsmitglied Prof. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG. Foto Kay Herschelmann

Der mit 5.000 Euro dotierte Ars legendi-Fakultätenpreis in der Kategorie Biologie 2019 wurde gestern an den Pflanzenforscher Dr. Markus Piotrowski von der Ruhr-Universität Bochum überreicht. Die Jury würdigt damit sein Engagement bei Konzeption, Design und Umsetzung innovativer E-Learning-Konzepte. Der von ihm entwickelte Kurs "PPÜ goes digital" bereitet Studierende interaktiv auf die Grundlagen experimentellen Arbeitens und auf konkrete laborpraktischen Übungen in der Pflanzenphysiologie vor. Der Kurs dient mittlerweile als Best-Practice-Beispiel für die Weiterentwicklung der digitalen Lehre an der Fakultät für Biologie und Biotechnologie und erklärt beispielsweise grundlegende Begriffe wie Stoffmenge, molare Masse, Konzentration und Verdünnung, kurze Video-Tutorials, Gamification-Tools oder Anleitungen für die Nutzung von Computerprogrammen. „Die Nominierung für den Ars legendi-Fakultätenpreis Biologie erfolgte durch unsere Fachschaft, was mich sehr ehrt“, dankte Piotrowski. Der Preis wird seit 2014 in den Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergeben; für das Fach Biologie stellt der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) die Jury.

Quelle: VBIO

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05. Apr 2019

Fotos der Ars-Legendi-Preisverleihung

Caren Linnemann hielt die Laudatio und VBIO-Präsidiumsmitglied Prof. Karl-Josef Dietz (mitte) gratulierte dem Preisträger des Ars-Legendi-Fakultätenpreises im Fach Biologie Dr. Markus Pietrowski (ganz rechts). Foto: Kay Herschelmann

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04. Apr 2019

Nachruf auf den Naturstoffchemiker Prof. Günter Adam

Das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) nimmt Abschied von seinem ehemaligen Abteilungsleiter Professor Dr. Günter Adam. Der Naturstoffchemiker starb am 29. März in Halle. Als begeisterter Wirkstoffsucher und Erforscher von pflanzlichen Naturstoffen hat Günter Adam die Geschicke des Instituts nachhaltig geprägt und mitgestaltet. Er war von 1969 bis 1998 zunächst als Arbeitsgruppen- und später als Abteilungsleiter am Institut beschäftigt, pflegte aber auch nach seiner Emeritierung enge Kontakte zum IPB. In vielen der von ihm erforschten Bereichen der Naturstoffchemie galt er als Pionier und Wegbereiter.

Quelle: IPB

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07. Mär 2019

Ars legendi-Fakultätenpreis für Physiologie-Kurs

Preisträger der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnung Markus Piotrowski. Foto, Klaus Hagemann, RUB

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in der Biologie geht in diesem Jahr an den Privatdozenten Dr. Markus Piotrowski von der Ruhr-Universität Bochum. Piotrowski ist ein Pionier bei der Etablierung von eLearning-Konzepten in der laborbiologischen Lehre und hat an der Uni Bochum den pflanzenphysiologischen Kurs „PpÜ goes digital“ designt und umgesetzt. In diesem eLearning-Angebot werden interaktiv die Grundlagen experimentellen Arbeitens vermittelt, Arbeitsweisen in Tutorial Videos vorgestellt und online Antestate geschrieben. Die Studierenden sind von diesem Angebot als Vorbereitung auf die laborpraktischen Übungen, auch hinsichtlich der zeitlichen Flexibilität und der Wiederholbarkeit, begeistert. „Die positiven Erfahrungen erzielen bereits eine Multiplikatorwirkung in der Gesamtfakultät“, hob die Jury hervor. Die anderen Ars legendi-Fakultätenpreise für exzellente Hochschullehre in Mathematik geht an Robert Rockenfeller von der Universität Koblenz-Landau, der für Chemie an Lena Daumann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der für Physik Burkhard Priemer von der Humboldt-Universität zu Berlin, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Die Preisverleihung findet am 4. April 2019 um 17 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) statt.

Quelle: VBIO

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07. Feb 2019

Typische Universitätsleitung: männlich, 59, aus Westdeutschland

Zahlen, Daten, Fakten zur Universitätsleitung in Deutschland. Studie und Grafik: CHE

Die typische Universitätsleitung ist männlich, deutsch und 59 Jahre alt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung (zur Studie, pdf-Datei www.che.de/downloads/CHECK_Universitaetsleitung_in_Deutschland.pdf). Die Auswertung der Lebensläufe von Universitätspräsident(inn)en und -rektor(inn)en zeigte zudem ein starkes regionales Gefälle: Jede dritte Führungskraft stammt aus Nordrhein-Westfalen, keine einzige aus einem ostdeutschen Bundesland. Drei Viertel aller Universitäten werden aktuell von Männern geleitet. Zuvor war die Quote noch höher, denn jede vierte Universitätspräsidentin oder – rektorin ist erst 2018 neu ins Amt gekommen.

Quelle: CHE

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28. Jan 2019

Tina Romeis geht an IPB und Uni Halle

Prof. Dr. Tina Romeis erforscht gestresste Pflanzen. Foto: Maike Glöckner, MLU

Professor Dr. Tina Romeis wird ab dem 1. Februar 2019 in Nachfolge von Professor Dierk Scheel die Abteilung Stress- und Entwicklungsbiologie am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle an der Saale leiten. Gleichzeitig ist sie als Professorin für Biochemie pflanzlicher Interaktionen an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) berufen, meldet das IPB. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Untersuchung von Kalzium-regulierten Proteinkinasen. Es handelt sich hierbei um Enzyme, die bei der Aktivierung der pflanzlichen Immunabwehr gegen Krankheitserreger und bei der Stresstoleranz von Pflanzen gegenüber Trockenheit, Kälte oder Nährstoffmangel eine Rolle spielen. Pflanzen aktivieren unter widrigen Umständen komplexe Signalübertragungskaskaden, die zur Aktivierung von Abwehr- und Stoffwechselgenen und damit zur Anpassung der Pflanzen an die Stresssituation führen. Als Teil dieser Signalkaskaden koordinieren Kalzium-regulierte Proteinkinasen ein Zusammenspiel mit vielen weiteren Enzymen und Substanzen. Die Aufklärung dieses molekularen Signalnetzwerkes, das Finden und Verstehen aller beteiligten Faktoren, wird auch am IPB ein erklärtes Forschungsziel von Frau Romeis und ihrer Abteilung sein.
Quelle: IPK

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17. Dez 2018

Haszprunar übernimmt Vorsitz im Bio-Dachverband VBIO von Müller-Röber

Neuer Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) ist Professor Dr. Gerhard Haszprunar. Der Zoologe von der LMU München ist auch Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) und gehört dem Präsidium des Biologenverbandes bereits seit 2014 an. Die jährliche Bundesdelegiertenkonferenz des Biologenverbandes wählte ihn jüngst in sein neues Amt, das er von dem Pflanzenwissenschaftler Professor Dr. Bernd Müller-Röber von der Uni Potsdam übernimmt, der den Verband seit 2014 geleitet hat. Müller-Röber bleibt Präsidiumsmitglied des Verbandes, genauso wie der Präsident unserer DBG, Professor Dr. Karl-Josef Dietz von der Uni Bielefeld, der ebenfalls wiedergewählt wurde. Die DBG ist Mitglied im VBIO und war an dessen Gründung beteiligt.
Quelle: VBIO

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13. Dez 2018

Was Pflanzen stresst

Prof. Dr. Karl-Josef Dietz erforscht, wie sich Pflanzen an Stressfaktoren wie Wassermangel oder Hitze anpassen. Seine Ergebnisse werden häufig zitiert. Foto: Kim-Christ

Nicht nur Musiker schreiben Hits. Auch Forschende landen mit ihren Fachpublikationen den einen oder anderen Volltreffer. In der Wissenschaft bemisst sich der Erfolg vor allem daran, wie oft andere aus der Arbeit zitieren. Prof. Dr. Karl-Josef Dietz (61) von der Universität Bielefeld gehört laut dem Ranking „Highly Cited Researchers 2018“ zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – und das jetzt schon zum vierten Mal in Folge, berichtet die Uni Bielefeld in ihrem Blog. Erfasst wurden Veröffentlichungen aus den Jahren 2006 bis 2016. Dietz erforscht die Biochemie und den Stoffwechsel der Pflanzen. Zu seinen erfolgreichsten Arbeiten gehören Titel, die zunächst kompliziert klingen mögen: „Die Bedeutung von Aminosäuren für Pflanzen und ihre Anpassung an Schwermetall-Belastung“ etwa, mit 506 Zitationen. Oder: „Die Beziehung zwischen giftigen Metallen und dem zellulären Redox-Ungleichgewicht“, der 390 Mal zitiert wurde.  Zurzeit gehört Dietz unter anderem dem Vorstand der Europäischen Gesellschaft für Pflanzenbiologie (FESPB) an und ist Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG).
Quelle: Blog der Uni Bielefeld

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27. Nov 2018

Vielzitierte Pflanzenforscher*innen

Viele Mitglieder der DBG zählen zu den meistgenannten Wissenschaftler*innen ihrer Forschungsdisziplin. Sie haben laut der Analyse von Clarivate Analytics (Web of Science) die meisten, hoch-zitierten wissenschaftlichen Veröffentlichungen publiziert. Clarivate hat die Liste für das Jahr 2018 heute publiziert. Wir gratulieren allen Genannten ganz herzlich und freuen uns sehr, sie in unseren Reihen zu wissen. Unter ihnen ist auch unser Präsident, Prof. Dr. Karl-Josef Dietz! Die Analyse, die Clarivate Analytics nun zum fünften Mal publiziert hat, nennt neben den Forschungsgebieten („Plant & Animal Science“) auch die Institutionen, an denen die Forschenden arbeiten.
Quelle: Clarivate

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19. Nov 2018

Catrin Westphal mit Heisenberg-Professur ausgezeichnet

Professorin Dr. Catrin Westphal. Foto: Yvonne Schneider, Julia Rösler

Die Göttinger Agrarwissenschaftlerin Prof. Dr. Catrin Westphal hat eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Im Rahmen der Heisenberg-Professur wird sich Westphal mit dem Landnutzungswandel und der Frage beschäftigen, welche Bedeutung Biodiversität für die ökologischen Funktionen in Agrarsystemen als Grundlage für die landwirtschaftliche Produktion hat. Zudem möchte sie die Auswirkungen neuer Sorten und Genotypen auf die Produktivität und die vielfältigen Ökosystemfunktionen in verschiedenen Anbausystemen analysieren. Des Weiteren wird sie sich auch zukünftig mit dem Einsatz von Honigbienen, Hummeln und anderen Wildbienen zur Kulturpflanzenbestäubung beschäftigen. Als Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen fördert die DFG ihre Professur über einen Zeitraum von drei Jahren. Nach erfolgreicher Evaluation kann er um weitere zwei Jahre verlängert werden.
Quelle: Uni Göttingen

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08. Nov 2018

Agrarwissenschaftler Hartwig de Haen ausgezeichnet

Der Göttinger Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Hartwig de Haen hat die Professor-Niklas-Medaille des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erhalten. Das BMEL ehrt ihn damit für seinen Einsatz für die weltweite Bekämpfung von Armut, Hunger und Unterernährung, sowohl als Wissenschaftler als auch in seiner späteren Funktion als Beigeordneter Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Das berichtet die Uni Göttingen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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05. Nov 2018

Präsident des Julius Kühn-Instituts (JKI) geht in den Ruhestand

Porträt JKI-Präsident Dr. Georg F. Backhaus. Foto und © Robert Zech

Dr. Georg F. Backhaus wird morgen mit einem Kolloquium am JKI-Hauptsitz Quedlinburg verabschiedet. Über 16 Jahre leitete der studierte Gartenbauwissenschaftler als Präsident zunächst die Geschicke der Biologischen Bundesanstalt (BBA) und ab 2008 des Julius Kühn-Instituts. Während seiner Präsidentschaft wurde das JKI 2014 vom Wissenschaftsrat evaluiert und ging aus dieser Nagelprobe mit positiven Bewertungen hervor. Der Rat würdigte besonders die Position des JKI an der Schnittstelle zwischen EU und Deutschland, zwischen Bund und Bundesländern und auch zwischen landwirtschaftlicher Forschung und Praxis. „Die ausgesprochen breite Expertise des JKI mit seinen 17 Fachinstituten unter einem Dach, macht die Arbeit als Präsident vielseitig und spannend. Seine Doppelfunktion als Forschungseinrichtung und zugleich Oberbehörde mit gesetzlich verankerten Aufgaben ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal einerseits, stellt andererseits für jeden Amtsinhaber eine besondere Herausforderung dar,“ sagt Backhaus mit Blick auf sein Amt. Dass seine eigene Fachkompetenz und Expertise vielerorts gefragt war, zeigt ein Blick auf die Liste seiner vielfältigen Positionen in Fachbeiräten von wissenschaftlichen Einrichtungen und Fachgesellschaften.
Quelle: JKI

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05. Nov 2018

Forscherin hat Pflanzenhormon Auxin im Visier

Professorin Dr. Jutta Ludwig-Müller von der TU Dresden will das Zusammenspiel von Pflanzen mit ihrer Umwelt verbessern. Daher portraitierte das Portal Bioökonomie die Pflanzenphysiologin und beschreibt ihre Forschung über das Phytohormon Auxin und dessen Rolle bei Pflanzenkrankheiten. Ein Praktikum während des Studiums hatte ihr Interesse an hormongesteuerten Wachstumsvorgängen in Pflanzen geweckt.
Quelle: Bioökonomie.de

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24. Okt 2018

Neues Kosortium für Gewebeentwicklung

Ein Forschungsteam namens DECODE will die genetischen Grundlagen der Gewebeentwicklung aufklären. Dafür hat das Konsortium nun einen der begehrten ERC Synergy Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC) erhalten. Der Pflanzenforscher Professor Jan Lohmann vom Centre for Organismal Studies (COS) der Uni Heidelberg arbeitet bei DECODE mit Kollegen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg zusammen. Sie wollen entschlüsseln, welche Gene oder Genkombinationen für die Entwicklung und Funktion eines Gewebes nötig sind und wie sich dieses Repertoire von Zelle zu Zelle, aber auch unter verschiedenen Umweltbedingungen verändert. Dazu werden die Forscher zwei der wichtigsten Modellsysteme in den Lebenswissenschaften, die Wurzel der Ackerschmalwand Arabidopsis und den Darm der Fruchtfliege Drosophila, untersuchen. Mithilfe der Genschere CRISPR/Cas9 wollen sie Gene gezielt und zeitlich kontrolliert ausschalten und die daraus resultierenden Defekte untersuchen. Für das Projekt stehen Fördermittel in Höhe von rund 10,6 Millionen Euro zur Verfügung.
Quelle: Uni Heidelberg

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23. Okt 2018

Humboldt-Stipendiatin Harvey erforscht Waldökosysteme

Prof. Dr. Martin Wilmking und Dr. Jill Harvey. Foto: Magnus Schult, Uni Greifwald

Im September 2018 wurde die kanadische Wissenschaftlerin Dr. Jill Harvey mit dem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden ausgezeichnet. Gastgeber ihres zweijährigen Aufenthaltes ist Prof. Dr. Martin Wilmking und seine Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“. Jill Harvey kommt aus Victoria (Kanada) und forscht an der Universität Greifswald zur Resilienz von Waldökosystemen.
Quelle: Uni Greifswald

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23. Okt 2018

Neues Konsortium für interne Kommunikation bei Pflanzen

Dr. habil. Friedrich Kragler. Foto: MPI-MP, Lox und Bergmann

Forschende des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm, der Universität Hamburg und des John Innes Centre in Großbritannien erhalten einen sogenannten Synergy Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC), und werden gemeinsam mehr als 6 Millionen Euro für ihre Forschung erhalten. In ihrem Projekt mit dem Titel Plant Mobile RNAs: Function, Transport and Features, kurz PLAMORF, untersucht das Konsortium den Langstreckentransort bestimmter Kommunikationsmoleküle in den Leitbündeln der Pflanzen. Die Projektteams mit jeweils zwei bis vier Wissenschaftler*innen wird von Dr. habil. Friedrich Kragler vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm, Prof. Dr. Julia Kehr von der Universität Hamburg und Prof. Dr. Richard Morris vom John Innes Centre in Großbritannien geleitet. Das Konsortium ist eine der 27 Gruppen, die vom ERC eine der begehrten Förderungen im Rahmen des Forschungsgropgrammes Horizon 2020 ergattern konnte.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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09. Okt 2018

Neuer Direktor am MPI für Pflanzenzüchtung in Köln

Wie das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) mitteilt, hat Dr. Raphael Mercier vom INRA in Versailles den Ruf des Max-Planck-Präsidenten Martin Stratmann angenommen. Er wird im Herbst eine neue Abteilung am MPIPZ mit dem Schwerpunkt Chromosomenbiologie aufbauen. Mercier hat das Verständnis der mechanistischen Grundlagen der Rekombination und Meiose in Samenpflanzen entscheidend vorangebracht, indem er Schlüsselkomponenten der relevanten Mechanismen charakterisiert und deren Wechselwirkungen untersucht hat. Seine Forschungsgruppe identifizierte insbesondere Mechanismen, die meiotische Rekombination begrenzen und so neue Möglichkeiten zur Verbesserung von Nutzpflanzen durch Veränderung der allelischen Zusammensetzung von Chromosomen eröffnen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern unternahm er erste wichtige Schritte zur technischen Nutzung der Apomixis, der ungeschlechtlichen, jedoch samenbasierten Klonvermehrung von Pflanzen.
Quelle: MPIPZ

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09. Okt 2018

Auszeichnung für zwei Pflanzenforscherinnen

Die Preisträgerinnen Dr. Janina Braatz (3. v. l.) und Mona Schreiber (2. v. r.). Foto: Julie-Sophie Himpe, IPK

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) hat heute zwei junge Pflanzenforscherinnen für ihre Dissertationen ausgezeichnet. Dr. Janina Braatz erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Gaterslebener Forschungspreis für ihre Ergebnisse zum Einsatz von CRISPR/Cas9 und EMS-Mutagenese zur Verbesserung der Schotenplatzfestigkeit von Raps. Ihre Arbeit war die Grundlage für die erste wissenschaftliche Publikation zur Nutzung der Genom Editierung mit Hilfe der Genschere CRISPR/CAS9 in tetraploiden Raps.
Mona Schreiber wurde mit dem diesjährigen, mit 1.500 Euro dotierten Beagle Award ausgezeichnet, den sie u.a. für ihre Dissertation über hochkomplexe Pflanzengenome erhielt. Mit Hilfe des Next Generation Sequencing analysierte sie unter anderem mehrere tausend Jahre alte Gerstenproben, was neue Einblicke in den Ursprung unserer Kulturpflanzen erlaubt.
Quelle: IPK (pdf)

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05. Okt 2018

Auszeichnung für Agrarwissenschaftler

Verleihung der Anton de Bary-Medaille: Prof. Dr. Johannes Hallmann, Vorsitzender der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft, und Prof. Dr. Andreas von Tiedemann, Universität Göttingen (von links). Foto: Robert Zech

Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Andreas von Tiedemann von der Uni Göttingen hat die Anton de Bary-Medaille der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG) erhalten. Die DPG ehrt ihn damit für sein langjähriges wissenschaftliches Wirken auf dem Gebiet der Pflanzenkrankheiten, insbesondere für seine Forschung zum Einfluss klimarelevanter Faktoren auf die Ausbreitung und Ausprägung von Pflanzenkrankheiten. Tiedemann entwickelte unter anderem Prognosesysteme für die Rapskrankheit Sclerotinia und die Taubährigkeit an Weizen. Um den integrierten Pflanzenschutz weiter zu verbessern, versucht er, in alten Pflanzensorten und Wildpflanzen resistente oder tolerante Genotypen zu finden, um sie für die Züchtung moderner krankheitsresistenter Sorten zu nutzen. Die Auszeichnung erhielt Tiedemann vom Vorsitzenden der DPG, Prof. Dr. Johannes Hallmann, in Hohenheim.
Quelle: Uni Göttingen

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26. Sep 2018

Auszeichnung für Wald-Ökologin

Valentina Vitali fertigte eine ausgezeichnete Dissertation über die Widerstandsfähigkeit von Bäumen an. Foto: privat

Die Umwelt- und Forstwissenschaftlerin Dr. Valentina Vitali erhält den Göttinger Preis für Waldökosystemforschung für ihre Dissertation zum Potenzial von Douglasien und Weißtannen als mögliche Ersatzbaumarten für die Fichte im Kontext des Klimawandels. Die Auszeichnung für besondere Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in der Waldökosystemforschung ist mit 2.500 Euro dotiert. Vitali verfasste ihre Dissertation an der Professur für Waldbau der Universität Freiburg in nur drei Jahren, betreut von Prof. Dr. Jürgen Bauhus. Die Ergebnisse ihrer Arbeit publizierte sie u.a. in der Fachzeitschrift Global Change Biology. Sie analysierte wie drei Einflussfaktoren das Wachstum von Jahresringen beeinflussen: Trockenstress, die Zusammensetzung der Baumarten sowie zukünftige Klimaänderungen einschließlich der Veränderungen jahreszeitlichen Klimas. Dabei zeigte sie für den Schwarzwald auf, dass nicht nur die Douglasie, sondern auch die Tanne widerstandsfähiger gegen Trockenstress ist und sich schneller von ihm erholt als die Fichte.
Quelle: Uni Freiburg

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24. Sep 2018

Zwei Alternative Nobelpreise für Dürrestop mit Pflanzen

Im Kreis von oben links: © Thelma Aldana & Iván Velásquez: Oficina de Comunicaciones CICIG; © Yacouba Sawadogo: Mark Dodd; © Tony Rinaudo: World Vision, Silas Koch; Abdullah Al-Hamid & Waleed Abu Al-Khair & Mohammad Fahad Al-Qahtani, CC BY-SA 3.0/Ahmed al-Osaimi

Mit dem Right Livelihood Award (alternativer Nobelpreis) werden dieses Jahr zwei Menschen ausgezeichnet, die sich mit Pflanzen gegen Trockenheit und Wüstenbildung stemmen: Der austalische Wissenschaftler Tony Rinaudo hat belegt, wie große Trockengebiete in Afrika mit minimalen Kosten begrünt werden können. Der Experte für Wiederaufforstung und Landwirtschaft von World Vision aus Australien wird daher auch der "Waldmacher" genannt und erhält den Preis "für seine Fähigkeit, weitläufige Trockengebiete in fruchtbare Böden zu verwandeln". Der Bauer Yacouba Sawadogo (Burkina Faso) hat in der Sahelzone einen Wald gepflanzt, der heute aus mehr als sechzig Baum- und Buscharten besteht. Sawadogos Erfolg, der "Mann, der die Wüste aufhielt", beruht darauf, dass er Bäume zusammen mit Weizen anbaut. Beide erhalten jeweils zusammen mit der Auszeichnung rund 100.000 Euro. Denselben Betrag erhalten die drei Menschenrechtler Abdullah al-Hamid, Mohammad Fahad al-Qahtani und Waleed Abu al-Khair aus Saudi-Arabien, wie das Kommittee der von Jakob von Uexküll gegründeten Organisation heute bekannt gab. Den Ehrenpreis erhalten die Korruptionsbekämpfer Thelma Aldana (Guatemala)  und Iván Velásquez (Kolumbien). Verliehen werden die Preise am 23. November in Stockholm.
Quelle: Right Livelihood Award

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17. Sep 2018

Auszeichung für Forstwissenschaftler

Preisträger Dr. Dominik Seidel. Foto: Uni Göttingen

Der Forstwissenschaftler Dr. Dominik Seidel von der Universität Göttingen erhält den Deutschen Forstwissenschaftspreis 2018, der mit 15.000 Euro dotiert ist. Seidel wird für seine neuen Ansätze zur quantitativen Beschreibung der Struktur von Waldbeständen und Bäumen mithilfe des terrestrischen Laserscannings ausgezeichnet. Seine Arbeiten ermöglichen zum Beispiel völlig neue Einblicke in die Bedeutung dieser Strukturen für assoziierte Organismen oder die Quantifizierung der Effekte forstlicher Nutzungen auf die Waldstruktur. Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam von den vier forstlichen Fakultäten in Deutschland und der Eva Mayr-Stihl Stiftung verliehen. Die Preisverleihung ist Teil der diesjährigen Forstwissenschaftlichen Tagung, die vom 24. bis 27. September 2018 an der Universität Göttingen stattfindet.
Quelle: Uni Göttingen

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07. Sep 2018

Best-Paper-Preis: Empfänger ausgewählt

Dr. Katja Meyer und Dr. Max Lauterbach erhalten den Best Paper-Preis der DBG. Fotos: Janina Lüders (r) und privat

Die DBG zeichnet die beiden Nachwuchswissenschaftler Dr. Katja Meyer (Uni Bielefeld, AG Prof. D. Staiger) und Dr. Max Lauterbach (Uni Mainz, AG Prof. G. Kadereit, nun Australien) mit dem Nachwuchs-Preis für beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018 aus. Meyer passte die iCLIP-Technik (individual nucleotide resolution crosslinking and immunoprecipitation) an Pflanzen an und zeigte im Fachmagazin Genome Biology (DOI: 10.1186/s13059-017-1332-x), dass das RNA-Bindeprotein AtGRP7 tagesrhythmische mRNAs reguliert. Lauterbach verglich im Journal Frontiers in Plant Science (DOI: 10.3389/fpls.2017.01939) fünf Arten von Chenopodien und identifizierte dabei Gene, die bisher in der C4-Photosynthese unbekannt waren. Die beiden Preisträger werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG im kommenden Jahr während der Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhalten sie bereits jetzt.

mehr zu den Nachwuchspreisen der DBG

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30. Aug 2018

Sofja-Kovalevskaja-Preis für Evolutionsforscher

Mit einem Preisgeld von rund 1,6 Millionen Euro zeichnet die Alexander-von-Humboldt-Stiftung den japanischen Evolutionsbiologen Dr. Kenji Fukushima aus. Er baut mit dem Geld eine neue Arbeitsgruppe an der Uni Würzburg auf. Fukushima ist Spezialist für die Evolution fleischfressender Pflanzen und gilt international als Forschertalent. Darum hat ihn die Alexander-von-Humboldt-Stiftung als neuen Träger ihres Sofja-Kovalevskaja-Preises 2018 ausgewählt. Insgesamt sechs Personen erhalten den Preis in diesem Jahr. Wie die Uni Würzburg meldet, wird er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Feierlich überreicht werden die Auszeichnungen dann am 22. November 2018 in Berlin.
Uni Würzburg 

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13. Aug 2018

Nils Stein an Uni Göttingen berufen

Dr. Nils Stein, Leiter der Arbeitsgruppe „Genomik genetischer Ressourcen“ mit Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel bei der Vertragsunterzeichnung in Göttingen. Foto: Uni Göttingen

Viel hat Dr. Nils Stein in seinem wissenschaftlichen Leben bisher erreicht. Er war an der Genomsequenzierung wichtiger Kulturarten – Gerste, Roggen und Weizen – in leitender Funktion beteiligt. Sein Wissen kommt nun den Studierenden der Uni Göttingen zugute. Nils Stein wurde heute mit Wirkung zum 1. September 2018 zum W3-Professor für „Genomik pflanzengenetischer Ressourcen“ ernannt. Die Professur ist als Brückenprofessur angelegt. Sie verbindet die Georg-August-Universität Göttingen mit dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Das meldet die Uni Göttingen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw)
Quelle: idw

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30. Jul 2018

Junior-Forschungsgruppe zum Klimawandel

Dr. Lisa Hülsmann. Foto und (c): privat

Dr. Lisa Hülsmann, Institut für Pflanzenwissenschaften an der Uni Regensburg, erhält im Rahmen des Bayerischen Netzwerks für Klimaforschung (bayklif) eine Förderung von über 800.000 Euro zur Einrichtung einer Juniorforschungsgruppe für Prognosen für Waldökosysteme an der Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin. Ziel ist es, robuste Vorhersageinstrumente zu entwickeln, indem umfangreiche europäische Walddaten mithilfe moderner Methoden der Datenassimilation in einen Waldsimulator integriert werden.
Quelle: Uni Regensburg

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03. Jul 2018

Pflanzenphysiologin Waltraud Schulze erhält Freiraum für Forschung

Prof. Dr. Waltraud Schulze wird von Dr. Stefan Hofmann der Gips-Schüle-Stiftung mit dem Preis "Freiräume für die Forschung" ausgezeichnet. Foto: Boris Lehner, Uni Hohenheim

Prof. Dr. Waltraud Schulze erhält die mit 150.000-Euro dotierte Auszeichnung „Freiräume für die Forschung“ von der Gips-Schüle-Stiftung. Am Dienstagnachmittag empfing Prof. Schulze, Leiterin des Fachgebiets Systembiologie der Pflanze an der Uni Hohenheim, den diesjährigen Preis aus der Hand des Stiftungsvorstands Dr. Stefan Hofmann im Balkonsaal des Hohenheimer Schlosses. Eine Forschergruppe, erweiterbar auf einen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) – das ist das Ziel, das Schulze nun anstrebt. Mit ihrer Grundlagenforschung will Schulze klären, welche Mechanismen Pflanzen entwickelten, um sich an variable Umwelten anzupassen. Daher schwanken die Biomasse oder die Menge an Speicherstoffen stark. „Das ist in der Landwirtschaft ein Problem, denn auch der Ertrag ist davon betroffen. Und in Zeiten des Klimawandels gilt das in besonderem Maße“, betont Prof. Dr. Schulze. „Wir wollen deshalb besser verstehen, warum diese Eigenschaften variabel oder stabil sind, und die zugrundeliegenden molekularen und biochemischen Prozesse untersuchen. Für die Pflanzenzüchtung ist dieses Verständnis von zunehmender Bedeutung.“
Quelle: Universität Hohenheim

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27. Jun 2018

Baubotanik: wie lebendige Gebäude entstehen

Prof. Ferdinand Ludwig verbindet die Stämme zweier Bäume miteinander. Bild: Uli Benz, TUM

Prof. Ferdinand Ludwig erklärt im Interview das Planen und Bauen mit lebenden Werkstoffen. Er begründete 2007 das Forschungsgebiet Baubotanik. Der Architekt und Professor für Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität München (TUM) gibt Auskunft, mit welchen Tricks er Pflanzen in die gewünschte Form bringt und wie lebendige Gebäude unser Leben verbessern.
Quelle: TUM

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19. Jun 2018

Transferpreis für Gummireifen aus Löwenzahn

Das Rektorat mit Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (4.v.r.) und Kanzler Matthias Schwarte (4.v.l.) überreicht Prof. Dr. Jörg Becker (3.v.l.) und Prof. Dr. Dirk Prüfer (3.v.r.) den Transferpreis. Foto: WWU-Heiner Witte (Münster View)

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat einen seiner zwei mit jeweils 10.000 Euro dotierten Transferpreise an den Biotechnologen Prof. Dr. Dirk Prüfer vergeben. Prüfer hat gemeinsam mit dem Reifenhersteller Continental den Weg für das Projekt „Taraxagum™: Innovationen mit Russischem Löwenzahn“ geebnet. Denn Russischer Löwenzahn hat eine spannende Eigenschaft: Sein Milchsaft enthält hochmolekularen Kautschuk, also lange Ketten aus Kautschuk-Molekülen, die für viele Gummiprodukte ein wichtiger Rohstoff sind. Versuche, diesen Rohstoff zu nutzen, waren in der Vergangenheit jedoch wenig erfolgreich. Das ist seit Kurzem anders: Der Reifenhersteller Continental stellte Prototypen von LKW- und PKW-Reifen aus Löwenzahn-Kautschuk her. Tests zeigten: Die Reifen sind in jeder Hinsicht straßentauglich. Dass der Löwenzahn-Kautschuk jetzt nutzbar gemacht wird, ist dem Forscherteam um Prof. Dr. Dirk Prüfer zu verdanken. Der Biotechnologe ist Professor für Biotechnologie der Pflanzen an der WWU und Leiter der Abteilung „Pflanzliche Biopolymere“ am Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie, Außenstelle Münster.
Quelle: WWU

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11. Jun 2018

Auszeichnung für Erkenntnisse zur Kalk-Biomineralisation

Dr. Sanja Sviben. Foto: MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Die Biologin Dr. Sanja Sviben, früher am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam, erhält eine Otto-Hahn-Medaille der Max Planck Gesellschaft (MPG) für ihre Doktorarbeit zur Kalk-Biomineralisation in Kalklagen. Sie erforscht die Produktion von biologischen Materialien in natürlichen Systemen. Wie beispielsweise die Form der Kalzit-Mineralien in Kalkalgen, die ihren Namen einer Kugel aus vielen einzelnen Calciumcarbonat-Plättchen (Coccolithen) verdanken und daher auch Coccolithophoriden genannt werden. Die Coccolithen bilden sich im Inneren der Zelle in einem speziellen Vesikel, einem von einer Membran umschlossenen Raum. Die fertigen Coccolithen werden dann aus der Zelle ausgeschleust und in den Coccolithenpanzer integriert, der die Algenzelle umgibt. Sviben forscht inzwischen als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung.
Quelle: MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung

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28. Mai 2018

Ulla Bonas Direktorin am Greifswalder Wissenschaftskolleg

Ulla Bonas ist Professorin für Pflanzengenetik an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale und Vizepräsidentin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Im Sommer tritt sie die Nachfolge von Frau Professor Dr. Bärbel Friedrich an, die seit 2008 Wissenschaftliche Direktorin am Kolleg in Greifswald war und mit Wirkung zum 31. Juli 2018 aus dem Amt scheidet. Das meldet der Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, der von der gleichnamigen Stiftung gefördert wird, beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald, insbesondere durch Unterhaltung und Betrieb des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald.
Quelle: idw

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15. Mai 2018

Wie die Spaltöffnungen der Gräser Wasser sparen

Eine neue Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe hat ihre Arbeit am Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg aufgenommen. Gruppenleiter Dr. Michael Raissig und sein Team untersuchen, wie Gräser die mikroskopisch kleinen Spaltöffnungen, die „atmenden“ Poren ihrer Blättern bilden. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, warum die Grasfamilie, zu der die wichtigsten Nahrungspflanzen wie Reis, Mais und Weizen gehören, den Gasaustausch zwischen Pflanze und Atmosphäre besonders effizient und dabei auch wassersparend gestalten kann. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe „Biologie der Spaltöffnungen“ über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro.
Quelle: Uni Heidelberg

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09. Mai 2018

Pflanzenforscher Wolf B. Frommer ausgezeichnet

Prof. Dr. Wolf B. Frommer (Mitte) erhielt von Prof. Liang-Gee Chen (l.), Minister für Wissenschaft und Technologie, den Tsungming Tu-Award. Rechts Prof. Dr. Wu-Chun Tu, Tsungming Tu-Foundation. Foto: Ceng-Ce Chiang, Agricultral Biotechnology Research Center Taiwan

Der Forscher Professor Dr. Wolf B. Frommer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) erhielt gestern den höchsten Preis Taiwans, der an ausländische Wissenschaftler verliehen wird. Professor Frommer wird mit dem Tsungming Tu-Award des Jahres 2017 für seine Forschungskooperationen mit Taiwan geehrt. Er nahm den Preis in einer festlichen Zeremonie in Taiwans Hauptstadt Taipeh entgegen.
Quelle: HHU

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20. Apr 2018

Ausgezeichnet: Rhizobien-Mixtur für nachhaltigen Anbau

Preisträger Dr. Jann Lasse Grönemeyer mit seiner Dissertations-Betreuerin Prof Barbara Reinhold-Hurek (links) sowie die ebenfalls ausgezeichnete MSc Natalie Prinz mit Dr. Sebastian Ferse. Foto: Felix Clebowski , Uni Bremen, ZMT

Der Biologe Jann Lasse Grönemeyer erhält für seine Dissertation über Rhizobien-Bakterien den Campus Preis für eine nachhaltige Zukunft der Uni Bremen und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT), der mit 3.000 Euro dotiert ist. Rhizobien können Luftstickstoff in eine für Pflanzen nutzbare Form umwandeln. Grönemeyer identifizierte die lokalen Typen in der Region des Okavangos und entwickelte eine Art "Impfmittel" für Nutzpflanzen. Dieses „Inokulant“ genannte Substrat kann kurz vor der Saat mit den Pflanzensamen vermischt werden und fungiert als kosteneffektive und umweltverträgliche Alternative zu Mineraldüngern. Grönemeyer arbeitete dazu eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen.
Quelle: ZMT

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10. Apr 2018

HFSP Research Grant für Pflanzenforscher Arp Schnittger

Darstellung von Pflanzenzellen. Die Farbgebung zeigt das von Zelle zu Zelle unterschiedliche Verhältnis zweier Proteine, die bei der Zellteilung eine wichtige Rolle spielen. Aufnahme: Kostika Sofroni, UHH

Die Forschungsgruppe um den Biologen Prof. Dr. Arp Schnittger von der Uni Hamburg (UHH) hat zusammen mit internationalen Partnern aus Frankreich, Chile und den USA den HFSP Research Grant 2018 erhalten. Mit dem Geld des Human Frontier Science Programs (HFSP) soll der Fokus auf molekulare Prozesse in Pflanzenzellen gerichtet werden, die oft von zufälligen Ereignissen beeinflusst werden. Ob zwei Proteine (Eiweißstoffe) in einer Zelle aufeinandertreffen oder nicht, hat zum Beispiel einen Einfluss darauf, ob sie sich gegenseitig und damit eventuell auch Eigenschaften der Zelle verändern. Bisher ist nicht geklärt, inwieweit eine Zelle sich diese Zufallsereignisse zunutze macht bzw. sie beeinflussen kann. Möglich wären eine Verstärkung oder eine Abschwächung der Auswirkungen dieser zufälligen Ereignisse. Das Hamburger Team erhält in den kommenden drei Jahren jeweils 90.000 US-Dollar – umgerechnet aktuell ca. 73.300 Euro pro Jahr.
Quelle: UHH

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09. Apr 2018

ERC Grant für Pflanzenforscherin Ute Krämer

Ute Krämer interessiert die Evolution der Pflanzen. Foto und ©: Marquard, RUB

Professorin Dr. Ute Krämer von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) wird einen der begehrten Advanced Grants des European Research Council (ERC) erhalten. Die Inhaberin des Lehrstuhls für Molekulargenetik und Physiologie der Pflanzen will herausfinden, wie sich Pflanzen an vielfältige Umweltbedingungen anpassen. Denn überall gibt es Pflanzen, die sich im Laufe der Evolution an die widrigsten Bedingungen angepasst haben: sie trotzen Wüste, giftigem Gestein oder Böden mit hohem Salzgehalt. Die Bodenzusammensetzung unterscheidet sich von Ort zu Ort – auch dort, wo man es mit bloßem Auge kaum erkennt. Pflanzen meistern diese Herausforderungen ihrer Umwelt zumeist ganz unbemerkt. Krämer möchte daher herausfinden, welche natürlich entstandenen genetischen Veränderungen Pflanzen das Überleben an ihrem besonderen Standort erleichtern.
Quelle: RUB

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27. Mär 2018

Eva Nowack erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2018

Heinz Meier-Leibnitz Preisträgerin 2018: Dr. Eva Nowack. Foto: Ellen Barbara Reitz, HHU

Die Evolutionsbiologin Dr. Eva Nowack, Leiterin der Emmy Noether-Gruppe Microbial Symbiosis and Organelle Evolution („Frühe Schritten in der Evolution eines Organells“) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist Preisträgerin des Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2018. Der wichtigste deutsche Nachwuchspreis wird jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vergeben, die sich mit exzellenten Forschungsarbeiten profiliert haben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert. Dr. Nowack wird die hohe Auszeichnung am 29. Mai in Berlin entgegen nehmen – zusammen mit neun weiteren Preisträgern (siehe: DFG). Die Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2018 findet am 29. Mai 2018 in Berlin statt. Die DBG hatte Dr. Nowack bereits im Jahr 2009 den Wilhelm-Pfeffer-Preis für ihre herausragende Arbeit an der Amöbe Paulinella chromatophora verliehen.
Quelle: HHU

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26. Mär 2018

Detlef Weigel erhält Barbara McClintock Preis 2019

Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Foto und © MPI für Entwicklungsbiologie

Detlef Weigel, Wissenschaftler und Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, erhält die renommierte Auszeichnung für seine Erkenntnisse in Pflanzengenetik und Genomforschung. Wie das Maize Genetics Executive Committee während der Maize Genetics Conference 2018 in Saint-Malo bekannt gab, erhält Weigel den Barbara McClintock-Preis 2019. Der Preis wird jährlich an die kreativsten Köpfe und produktivsten Wissenschaftler verliehen, die die Struktur, Funktion und Evolution von Pflanzengenomen, einschließlich der Genregulation und Epigenetik, erforschen. Der Preis ist nach der angesehenen Genetikerin Barbara McClintock benannt, die 1983 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet wurde. Verliehen wird die Auszeichnung an Weigel im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der nächsten Maize Genetics Conference in St. Louis, Missouri.
Quelle: MPG

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23. Mär 2018

Warburg-Medaille 2018 für Peter Hegemann

Preisträger Prof. Peter Hegemann

Professor Dr. Peter Hegemann von der Humboldt-Universität zu Berlin erhielt gestern Abend die Otto-Warburg-Medaille 2018. Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) sowie ihre Kooperationspartner, Elsevier und Biochimica et Biophysica Acta (BBA), ehrten den Professor für Experimentelle Biophysik für seine bahnbrechende Forschung auf dem Gebiet der lichtinduzierten Ionenkanäle. Hegemann hatte ausgehend von Forschungen an der einzelligen Grünalge Chlamydomonas vor vielen Jahren als erster nachgewiesen, dass die unterschiedlichsten Zelltypen durch Licht „schaltbar“ sind, sobald sie mit einem bestimmten Lichtrezeptor-Protein – dem Kanalrhodopsin-2-Protein – ausgestattet sind. Hegemann hatte deshalb bereits im Jahr 2012 den Leibniz-Preis erhalten (siehe: Sektion Phykologie).
Quelle: GBM

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28. Feb 2018

Ars legendi-Fakultätenpreis an Genetiker Frank Sprenger

Der Ars legendi-Fakultätenpreis im Fach Biologie geht an Genetiker Frank Sprenger von der Uni Regensburg. Er ist derzeit Studiendekan und hat maßgeblich zur Neustrukturierung der biologischen Studiengänge beigetragen. Unter seiner Federführung gelang es, viele innovative Maßnahmen umzusetzen: Beispielsweise wurde für die Vermittlung von „Schlüsselkompetenzen“ ein eigenes Modul geschaffen, die Klausurabfolge wurde flexibilisiert, digitale Lernplattformen und verschiedene Medien wurden in didaktisch sinnvoller Weise in das Lernkonzept integriert und auch das Informationsangebot für Studieninteressierte entscheidend verbessert. Beeindruckt zeigte sich die Jury auch von den „backstage-Gesprächen“ mit ausgewählten Studierenden nach jeder Vorlesung, die es ihm ermöglichen, auch bei sehr großen Studierendenzahlen unmittelbar die Bedürfnisse der Studierenden zu erkennen und aufzugreifen. Der mit 5.000 Euro dotierte Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften wird an WissenschaftlerInnen vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen und wird von einem Konsortium verliehen, zu dem auch der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) angehört.
Quelle: VBIO

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02. Feb 2018

Forstwissenschaftler erhält Heisenberg-Stipendium

Dr. Dominik Seidel. Foto: Uni Göttingen

Der Forstwissenschaftler Dr. Dominik Seidel von der Universität Göttingen erhält ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Stipendium stattet den Nachwuchsforscher für die kommenden drei Jahre mit rund 188.000 Euro aus. Seidel und seine Arbeitsgruppe an der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen beschäftigen sich unter anderem mit der Entwicklung von Methoden zur Erfassung der Waldstruktur basierend auf moderner 3D-Lasertechnik.
Quelle: Uni Göttingen

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26. Jan 2018

DBG würdigt beste Master-Arbeiten

Die Uni Bielefeld verlieh Urkunden für die besten Master-Arbeiten des Jahres 2017, darunter für die beste pflanzenwissenschaftliche Masterarbeit, die die Deutsche Botanische Gesellschaft an Jan Hendrik Hoerner verlieh (dritter von rechts). An der Bielefelder Veranstaltung nahmen 13 Fakultäten mit etwa 3.000 Absolventinnen und Absolventen teil. Foto und Copyright: Ch. Weische, Uni Bielefeld am 6.12.2017

Warum invasive Nacktschnecken manche Salatköpfe verschlingen und andere verschmähen war Thema einer der ausgezeichneten Masterarbeiten (kleiner Tipp: es liegt nicht direkt am Salat). Die anderen thematisierten, welche Funktionen N-glykosylierte Proteine in Pflanzen haben, was auf genetischer Ebene passiert, wenn die Entwicklung der Chloroplasten gehemmt wird, oder welche Substanzen einer invasiven Pflanze erhebliche Ernteausfälle verursachen. Und eine Arbeit klärte die Identität dreier schon vor mehr als 100 Jahren beschriebenen Taxa der einzelligen Trachelomonas Algen. Bereits zum vierten Mal hat die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) damit Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten verliehen. Sie gingen dieses Jahr an drei Biologinnen und zwei Biologen an den Universitäten Bielefeld, Münster, Salzburg, Kiel sowie an der Münchner LMU. Die Kurzfassungen der Arbeiten und Bilder stehen nun auf der Website zum Abruf bereit.

Zur Übersicht aller ausgezeichneten MSc Arbeiten

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10. Jan 2018

Ausgezeichnet: Langzeitwirkung versauerten Bodens auf Feuchtgebiete

Dr. Andreas Schweiger analysiert Wasserproben im Labor. Foto: Peter Kolb, Uni Bayreuth

Der Pflanzenökologe Dr. Andreas Schweiger (33) hat den Dissertations-Förderpreis 2017 der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ) im Dezember 2017 erhalten. Der Nachwuchswissenschaftler der Universität Bayreuth untersucht, wie sich eine dauerhafte Versauerung von Böden langfristig auf die Pflanzenwelt auswirkt. Im Mittelpunkt seiner Dissertation an der Uni Bayreuth standen dabei die Quellgebiete im Fichtelgebirge und im Frankenwald. Die nachhaltige Versauerung dieser Böden hat in Kombination mit einer gestiegenen Anzahl langer Trockenphasen dazu geführt, dass sich das Auftreten und die Häufigkeit der hier lebenden Pflanzenarten signifikant geändert haben.
Quelle: Uni Bayreuth

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04. Jan 2018

Der Papst der Grünen Gentechnik

Der Biochemiker Ernst-Ludwig Winnacker hat die deutsche Gen-Forschung geprägt wie kein anderer. Ohne ihn gäbe es sie in der Form gar nicht. Deswegen wurde der Wissenschaftler in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen, berichtet Michael O. R. Kröher im Manager Magazin.
Quelle: Manager Magazin

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03. Jan 2018

Fellowship für Prof. Christian Wirth am Max-Planck-Institut für Biogeochemie verlängert

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (MPG) hat das renommierte Max-Planck-Fellow-Programm für den Leipziger Biologen Prof. Dr. Christian Wirth anerkennend beurteilt und um weitere fünf Jahre verlängert. Damit honoriert die MPG dessen herausragende wissenschaftliche Leistungen, die er in Zusammenarbeit mit Kollegen vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena (bgc-jena) erbrachte. Professor Wirth ist geschäftsführender Direktor des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, Professor für Funktionelle Biodiversitätsforschung und Direktor des Botanischen Gartens an der Universität Leipzig. Er will die Arbeit mit dem Jenaer Max-Planck-Institut, insbesondere an der globalen Biodiversitäts-Datenbank TRY, weiterhin vertiefen und festigen. Zusätzliche Kooperationen beschäftigen sich mit den Ökosystemfunktionen der artenreichen Amazonas-Wälder und der Erforschung von Biodiversitätseffekten durch Fernerkundung.
Quelle: bgc-jena

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28. Dez 2017

Rückblick 2017: Zurückgezogene Artikel

Das Magazin The Scientist präsentiert eine Sammlung der 10 wichtigsten Paper, die im Jahr 2017 zurückgezogen wurden. Es zählt auf, welches Journal an nur einem Tag allein 107 Artikel zurückzog, in welchen anderen Journals Artikel zurückgezogen wurden und welche Forschenden darin verwickelt waren. Das Magazin zollt einem beschämten Nobelpreisträger Respekt, der selbst um den Rückzug seines Papers bat, nachdem sich ein Teil der Ergebnisse nicht reproduzieren ließ. Die Fehler der anderen genannten Paper reichen von Fake-Reviews über Fehlverhalten bis zu manipulierten Abbildungen.
Quelle: The Scientist

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28. Dez 2017

Rückblick 2017: Top Ten der Forschenden

Die Zeitschrift Nature stellt auf ihrer Website die ihrer Meinung nach wichtigsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ablaufenden Jahres vor. Darunter: einen Gen-editierenden Biologen, die Astronomin, die half die Kollision der Neutronen-Sterne nachzuweisen, sowie eine australische Krebsforscherin, die ein Werkzeug entwickelte, mit dem man mangelhafte Paper erkennen kann. Im Anschluss verweisen sie auf WissenschaftlerInnen, die man 2018 im Auge behalten sollte.
Quelle: Nature

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18. Dez 2017

„Rede des Jahres 2017“ hielt DFG-Präsident Peter Strohschneider

Das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen hat die Rede „Über Wissenschaft in Zeiten des Populismus“ von Professor Dr. Peter Strohschneider zur „Rede des Jahres 2017“ gekürt. Bei der Jahresversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 4. Juli 2017 in Halle (Saale) hielt Strohschneider „ein engagiertes Plädoyer gegen populistische Vereinfachungen und alternative Fakten“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Konsequent habe der DFG-Präsident in seiner Rede mit den populistischen Strömungen in Deutschland, Europa und den USA abgerechnet. Zugleich liefere er eine überraschend kritische Analyse des gegenwärtigen Wissenschaftsbetriebs und mahne nachdrücklich eine selbstkritische Wissenschaftspraxis an, die sich falscher Versprechen enthalte. Die Auszeichnung „Rede des Jahres“ wird seit 1998 vom Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen vergeben und ging seitdem unter anderem an Marcel Reich-Ranicki, Joschka Fischer und Margot Käßmann.
Quelle: Uni Tübingen

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13. Dez 2017

Ausgezeichnet: Einfluss der Baumdiversität auf trophische Interaktionen

Michael Staab. Foto: privat

Für seine Arbeiten zum Thema „Einfluss von Baumdiversität auf trophische Interaktionen“ erhält der Ökologe Dr. Michael Staab von der Uni Freiburg den mit 1.500 Euro dotierten Horst-Wiehe-Nachwuchspreis der „Gesellschaft für Ökologie“. Der Preis gilt im deutschsprachigen Raum als wichtigste Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die zu ökologischen Themen forschen. Staab hat verschiedene Typen von Interaktionen, die teilweise mehrere trophische Ebenen übergreifen, in natürlichen Wäldern und auf Versuchsflächen unterschiedlicher Baumvielfalt untersucht. Gemeinsam mit seinem Team hat er beispielsweise gezeigt, dass solche Interaktionen stabiler und damit sehr wahrscheinlich widerstandsfähiger gegen Störungen und den Verlust einzelner Arten sind, wenn auf einer Fläche viele Baumarten vorkommen.
Quelle: Uni Freiburg

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29. Nov 2017

Gunther Döhlemann erhält ERC Consolidator Grant

Wie das European Research Council (ERC) am 28. November bekannt gab, erhält Professor Gunther Döhlemann von der Universität zu Köln als einer der 329 ausgewählten Wissenschaftler/innen in Europa einen der renommierten ERC Consolidator Grants. Sein Forschungsvorhaben “De- and reconstructing virulence strategies of fungal plant pathogens“ (Acronym: conVIRgens) wird über einen Zeitraum von fünf Jahren Fördermittel der EU erhalten. Das Ziel des neuen ERC-Projekts ist es, die Rolle von sekretierten Proteinen für die Virulenz pflanzenpathogener Pilze zu verstehen. Dazu will Döhlemann Virulenzmechanismen von pathogenen Pilzen mit Methoden der synthetischen Biologie rekonstruieren. Er setzte sich damit als einer der 329 ausgewählten unter den 2.538 eingereichten Anträgen durch (siehe: https://erc.europa.eu/news/erc-2017-consolidator-grants-results). Döhlemann wurde im Rahmen von Cluster of Excellence on Plant Sciences (CEPLAS) zum Professor (W3) für Terrestrische Mikrobiologie ernannt.
Quelle: CEPLAS

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28. Nov 2017

Professorin Dr. Tanja Gabriele Baudson ist „Hochschullehrerin des Jahres“

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) zeichnet Professorin Dr. Tanja Gabriele Baudson als "Hochschullehrerin des Jahres" aus. Sie ist die Hauptinitiatorin des deutschen March for Science, an dem am 22., April gut 37.000 Menschen für die Freiheit der Forschung zu demonstrierten. Seit dem 1. Oktober 2017 vertritt sie die Professur für Entwicklungs- und Allgemeine Psychologie an der der Universität Luxemburg, zuvor hatte sie eine Vertretungsprofessur für Methoden der empirischen Bildungsforschung an der TU Dortmund inne.
Quelle: DHV

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15. Nov 2017

Deutsche iGEM-Teams wieder stark in Boston

Beim Finale des Studentenwettbewerbs zur Synthetischen Biologie iGEM haben die 15 deutschen Teams erneut überzeugt, auch wenn sie nicht den Gesamtsieg errangen. Wie das Portal Bioökonomie berichtet, holten sie achtmal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze, dazu Medaillen und Sonderpreise (zur Übersicht der Gewinner). Das Portal stellt die Forschungsansätze der deutschen Teams von den insgesamt 313 angetretenen Teams kurz vor.
Quelle: Bioökonomie.de

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06. Nov 2017

Jeff Schell Preis für zwei junge Pflanzenforscherinnen

In diesem Jahr ging der Postdoktorandenpreis an die Chilenin Dr. Paulina Fuentes Taladriz und der Doktorandenpreis an Sanja Sviben aus Kroatien, die beide am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie forschen. Fuentes erhielt den Jeff Schell Preis weil sie den komplexen Stoffwechselweg für die Bildung von Artemisinin aus der Heilpflanze in eine Pflanze mit höherer Biomasseproduktion übertragen hat. Sviben wird ausgezeichnet, weil sie die Bildung von Kalk bei Meeresalgen untersuchte, deren Kalkprodukte den Hauptbestandteil der Kreide ausmachen, und dort eine bisher unbekannte zelluläre Komponente entdeckte. Namensgeber Jeff Schell war einer der Pioniere der Biotechnologie und Direktor Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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03. Nov 2017

Umweltpreis für Biodünger aus Klee-Pellets

Wie das Portal Bioökonomie meldet, hat das Dresdner Start-up „grünerdüngen“ für sein Biodüngemittel den Sächsischen Umweltpreis 2017 erhalten. Die GmbH der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Dresden sowie deren Lehrstuhl für Ökologischen Landbau erhielten 9.000 Euro, die die Preisträger Beate Wunderlich, Simon Scheffler und Torsten Mick von grünerdüngen sowie Knut Schmidtke, Professor für Ökologischen Landbau Ende Oktober entgegen nahmen.
Quelle: Bioökonomie.de

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19. Okt 2017

US-Photosynthese-Forscher mit Fellowship nach Berlin

Robert Burnap, Oklahoma State University, wird mit einer Visiting Fellowship der Einstein Stiftung Berlin an die Freie Universität Berlin kommen. Er ist aufgrund seiner Forschungen zur Sauerstoffbildung in der oxygenen Photosynthese von Pflanzen, Algen und Cyanobakterien international bekannt geworden. In Berlin untersucht der Mikrobiologe und Molekulargenetiker im biophysikalischen Sonderforschungsbereich „Proteinfunktion durch Protonierungsdynamik“, wie vor rund drei Milliarden Jahren die lichtgetriebene Bildung von Manganoxiden die Entstehung der oxygenen Photosynthese ermöglich haben könnte. Die Erkenntnisse unterstützen unter anderem die CO2-neutrale Gewinnung nicht-fossiler Brennstoffe durch künstliche Photosynthese.
Quelle: Einsteinfoundation

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19. Okt 2017

Ehre für den Entschlüsseler des Ubiquitins

Der Heinrich-Wieland-Preis 2017 geht an Professor Alexander Varshavsky für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur biologischen Bedeutung des Ubiquitins. Foto: privat

Professor Alexander Varshavsky vom California Institute of Technology in Pasadena, USA, erhält den Heinrich-Wieland-Preis 2017 für das Entschlüsseln der Rolle des Ubiquitin-Systems in der Zelle. Varshavsky hat bewiesen, dass das Protein Ubiquitin die Funktion und Menge anderer Proteine präzise steuert. So spielt es eine Schlüsselrolle in einer überraschend breiten Palette von Prozessen, von der Zellteilung über die Herstellung von Proteinen bis zur Antwort der Zelle auf Stress. Die bahnbrechenden Arbeiten von Varshavsky haben gezeigt, dass die Zelle über das Ubiquitin-System genauestens dirigiert, wann und welche Proteine abgebaut werden, und dass dies genauso wichtig für die Protein-Balance der Zelle ist wie deren Produktion. Die gemeinnützige Boehringer Ingelheim Stiftung wird den mit 100.000 Euro dotierten Preis am 19. Oktober in München im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums überreichen.
Quelle: Boehringer Ingelheim Stiftung (pdf)

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09. Okt 2017

Rudolf-Mansfeld-Preis: Masterarbeit zur Vielfalt des Grünkohls

Der Preisträger des Rudolf-Mansfeld-Preises Christoph Hahn (Mitte) und Andreas Graner, Direktor des IPK, Ulrike Lohwasser, Hans-Michael Strube und Viktor Korzun (v. l. n. r.) der Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung. Bild: Roxana Lange, IPK

Die Masterarbeit zur Diversität von Grünkohl zeichnete die Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung Gatersleben e. V. heute mit dem Rudolf-Mansfeld-Preis 2017 aus. Preisträger Christoph Hahn hat 2015 an der C. v. O. Universität Oldenburg seinen Masterabschluss erworben. Hahn hatte bereis im vorjahr den Preis für die beste Masterarbeit der Uni Oldenburg der DBG erhalten. Wie der Vorsitzende der jetzt verleihenden Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung, Viktor Korzun, erklärt, demonstrieren seine Ergebnisse die Vielfältigkeit dieser Kulturart und zeigen einmal mehr, wie wichtig es sei, die genetische Diversität von Nutzpflanzen für die Züchtung zu bewahren. Hahn promoviert derzeit an der Universität Oldenburg und untersucht weiterhin Verwandtschaftsbeziehungen und Inhaltsstoffe von Grünkohl. Die Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung fördert die Forschung am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) ideell und finanziell und macht sich vor allem dafür stark, pflanzengenetische Ressourcen weiterzuentwickeln. 
Quelle: IPK Gatersleben (pdf)

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04. Okt 2017

"Für die Pflanzenwissenschaften motivieren"

Professorin Dr. Renate Scheibe, Inhaberin des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie an der Universität Osnabrück, wurde von der diesjährigen Mitgliederversammlung der Deutschen Botanischen Gesellschaft am 20. September zum Ehrenmitglied gewählt. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die mir zeigt, dass meine Begeisterung für das Leben der Pflanzen und ihre bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit in der Community der Pflanzenwissenschaftler so positiv aufgenommen wurde. Ich betrachte die Ehrung als Verpflichtung, die Studierenden auch weiterhin für die Wissenschaft, insbesondere die Pflanzenwissenschaften, zu motivieren und möchte auf diese Weise meinen Dank an meine Arbeitsgruppe und an die DBG zum Ausdruck bringen, sagte Professorin Scheibe anlässlich der Verleihung.
Quelle: Uni Osnabrück

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04. Okt 2017

Mehr Nachhaltigkeit durch Open Access

Als Mitbegründerin der Open Science Plattform "Frontiers" ist Kamila Markram überzeugt: ein offener Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen ist der einzige Weg, zügig eine nachhaltigere Wirtschaft zu etablieren. Daher interviewte das Portal Bioökonomie sie unter anderem zu der Frage, wie Open Access den wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen könnte.
Quelle: Bioökonomie.de

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04. Okt 2017

Chemie-Nobelpreis für Erfinder der Kryoelektronenmikroskopie

Der Franzose Jacques Dubochet, der Deutsche Joachim Frank (nun an der Columbia University) und der Brite Richard Henderson erhalten für ihre Erfindung der Kryoelektronenmikroskopie den Nobelpreis für Chemie. In den „schockgefrosteten“ Objekten werden Zellen, Viren und einzelne Eiweiß-Moleküle sichtbar, die unter dem Elektronenmikroskop unsichtbar bleiben. Ihre Technik ermöglicht hochauflösende Strukturbestimmungen von in Lösung befindlichen Biomolekülen. Einen lesenswerten Artikel hat Zeit online: "Ganz großes Mikrobenkino".
Quelle: Nobel Foundation

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02. Okt 2017

Medizin-Nobelpreis für Erforscher biologischer Uhren

Weil sie auf molekularer Ebene aufklärten, wie der innere Rhythmus in Fruchtfliegen funktioniert, erhalten drei US-amerikanische Wissenschaftler den diesjährigen Nobelpreis für Medizin. Der Chronobiologe Michael Warren, der Molekularbiologe Michael Morris Rosbash und der Genetiker und Chronobiologe Jeffrey Connor Hall erforschten die innere Urh an der Fruchtfliege Drosphila. Wie die Wochenzeitung Zeit online berichtet, setzen Sie sich gegen 360 weitere Nominierungen durch. Damit gingen die beiden „Erfinderinnen“ des CRISPR/Cas9-Systems, Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier, leer aus, die hoch gehandelt wurden, bekalgt das Portal Transgen. TransGen vermutet, dass dies am derzeit so heftig ausgetragenen Patentstreit liegt, in dem das Nobelpreiskomitee wohl nicht Partei ergreifen will.
Quelle: Nobel Foundation

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27. Sep 2017

Im Interview: Forschen gegen den Mainstream

Der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim von der Universität Göttingen zählt zu den führenden Experten für Fragen zur globalen Ernährungssicherung, Hunger, Armut und kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Im „F.A.Z.-Ökonomenranking 2017“ ist er der am höchsten bewertete Agrarfachmann. Daher hat das Portal Pflanzenforschung ihn unter anderem gefragt, was ihn antreibt und wo er zukünftige Herausforderung sieht: „In der öffentlichen Debatte gilt der Ökolandbau momentan als die nachhaltigste Landwirtschaftsform. Aber so leicht ist das in Wirklichkeit nicht", sagt er.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Sep 2017

Pflanzengenetiker Chang Liu erhält ERC-Starting Grant

Dr. Chang Liu hat erfolgreich einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Der Nachwuchsforschungsgruppenleiter am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen der Universität Tübingen erhält für sein Projekt knapp 1,5 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Dieses trägt den Titel Chromatin Packing and Architectural Proteins in Plants (CHROMATADS, Verpackungs- und Gerüstproteine des Chromatins in Pflanzen). Das Forschungsgebiet verspricht neue Erkenntnisse in der funktionellen Pflanzengenomik, über die Chromatin-Struktur und die Regulierung der Transkription, der Ablesung der Gene, in Pflanzenzellen. „Dies ist auch ein kritischer Schritt bei der gentechnischen Veränderung von Nutzpflanzen, von denen neue im landwirtschaftlichen Anbau stabile Sorten hergestellt werden sollen“, sagt Liu.
Quelle: Uni Tübingen

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