Artikel zur Kategorie Politik


09. Mär 2020 · News · Politik

Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP): Steuergelder für Umwelt und Gemeinwohl

Eine strukturreiche Landschaft erfreut das Auge, fördert die biologische Vielfalt und kommt auch der Landwirtschaft zugute. Foto: Sebastian Lakner

Über 3600 Forscheinnen und Forscher aus ganz Europa fordern von der EU, die Wissenschaft bei der GAP-Reform zu berücksichtigen. In einem Positionspapier koordiniert von Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Rostock, bewerten sie die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission als unzureichend. Weder die angestrebten Klima- und Naturschutzziele noch wesentliche soziale Ziele der GAP würden so erreicht. Milliarden Euro von Steuergeldern würden ineffektiv eingesetzt – wider besseres Wissen. „Die GAP nach 2020, wie sie derzeit von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wird, geht die Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit nur unzureichend an. Das macht ein Weiter-wie- Bisher-Szenario sehr wahrscheinlich“, schreiben die Autor*innen des Positionspapiers. 21 Ökolog*innen, Ökonom*innen und Agrarwissenschaftler*innen hatten das Positionspapier (DOI: doi.org/10.5281/zenodo.3666258) verfasst und im Herbst vergangenen Jahres als Petition ins Internet gestellt. Über 3600 Wissenschaftler*innen aus allen 27 EU- und 36 weiteren Staaten haben seitdem die Petition unterschrieben (DOI: doi.org/10.5281/zenodo.3685632). Im aktuellen Artikel in der Zeitschrift People and Nature (DOI: https://doi.org/10.1002/pan3.10080) schlagen sie zehn Maßnahmen für eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft vor.

Quelle: iDiv

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05. Mär 2020 · News · Politik · WissKomm

Wissenschafts-Kommunikation schon im Studium

Die FDP-Fraktion fordert in einem Antrag (19/17517) die Wissenschaftskommunikation zu stärken. So soll Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Wissenschaft vermittelt werden, Bürger sollen stärker in die Kommunikation über Wissenschaft und ihre Entwicklungen einbezogen werden. Es sollen mehr als bisher diejenigen Menschen erreicht werden, die sich nicht ständig und unmittelbar mit Wissenschaft beschäftigen. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, was die Bürger angesichts der Informationen über wissenschaftliche und technologische Entwicklung bewegt, beunruhigt oder was sie gar an den Botschaften zweifeln lässt. Details offeriert das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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02. Mär 2020 · News · Politik

Forschende diskutieren Lösungsansätze für die europäische Gentechnik-Gesetzgebung

Es wird immer deutlicher, dass die veraltete Gesetzgebung im Gentechnik-Bereich mit der immer rascheren wissenschaftlichen Entwicklung auf diesem Gebiet nicht Schritt gehalten hat, und ihren Zweck nicht mehr erfüllt. Vor langer Zeit eingeführte Grundsätze, die einen sicheren Umgang mit einer damals noch neuen Technologie gewährleisten sollten, werden immer mehr zum Bremsklotz für innovative Entwicklungen, und lassen Europa zunehmend im internationalen Wettbewerb zurückfallen. Der Ruf nach einer Reform des Rechtsrahmens in der EU aus der Forschung, aber auch von Pflanzenzüchtern wird immer lauter. Eine Gruppe von 11 Wissenschaftlern aus fünf europäischen Ländern, darunter auch aus der Schweiz, stellen jetzt in einer Serie von drei Fachartikeln Optionen für eine Reform der EU Gesetzgebung im Gentechnik-Bereich vor. Sie vertreten verschiedene Fachrichtungen, von der Pflanzenzüchtung über Agrarökonomie, Biotechnologie, Ökologie und Umwelt, Politikwissenschaften, Philosophie, bis hin zu Recht und Wirtschaft.

Quelle: VBIO

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03. Feb 2020 · News · Anwendung · Politik

Wissenschaftsrat: Anwendungsorientierung in der Wissenschaft

Der Wissenschaftsrat hat ein Positionspapier zur Anwendungsorientierung in der Wissenschaft veröffentlicht. Forschende, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen sich mit gesellschaftlichen Akteuren austauschen, kooperieren und strategische Partnerschaften aufbauen. Wissenschaftlich erzeugtes Wissen und seine Anwendung sind zentrale Treiber für technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Zunehmend bestehen Erwartungen an das Wissenschaftssystem, Antworten auf große gesellschaftliche Herausforderungen zu finden sowie einen Beitrag zu dringend erforderlichen Innovationen zu leisten. Die Empfehlungen im vorliegenden Positionspapier des Wissenschaftsrates richten sich an wissenschaftliche Gemeinschaften, Leitungen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen, Wissenschaftsförderer, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure – sowie nicht zuletzt auch an die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern.

Quelle: Wissenschaftsrat

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28. Jan 2020 · News · Politik

Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Die Bundesregierung hat ihren dritten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls (Unterrichtung 19/16721) vorgelegt, wie der VBIO meldet. Schwerpunkte bilden dabei Beratung und Vollzug sowie die Abschätzung des Personalbedarfs des Bundesamtes für Naturschutz.

Quelle: VBIO

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17. Jan 2020 · News · Politik

Stellungnahme: Nationale Bioökonomiestrategie muss nachhaltig sein

Am 15. Januar 2020 wurde die neue Nationale Bioökonomiestrategie veröffentlicht. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) sowie die Bioökonomie-Plattform am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) betonen vor diesem Hintergrund, dass die Bioökonomie kein Mittel zur Weiterführung nicht-nachhaltiger Wirtschaftsprozesse und Lebensstile sein darf.

Quelle: DBFZ

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13. Jan 2020 · News · Politik

Naturwissenschaftliche Fachgesellschaften: „Hört auf die Wissenschaft!“

Vier große mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland fordern von Politik und Wirtschaft energische Maßnahmen gegen den Klimawandel. Die vier Fachgesellschaften – der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) – sind besorgt über die zunehmende Erderwärmung. Sie fordern Politik und Wirtschaft nachdrücklich auf, die von der Wissenschaft bereitgestellten Fakten zu beachten und wirkungsvolle Maßnahmen zum Klimaschutz zu treffen. Sie verweisen dabei auf die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein entschlosseneres Handeln erfordern.

Quelle: VBIO

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12. Dez 2019 · News · Forschungsergebnis · Politik

Um die Artenvielfalt zu retten, sollten globale Probleme jetzt angegangen werden

Komplexe Systeme können nicht durch eine einzige Maßnahme nachhaltig verändert werden. © Grafik in Anlehnung an IPBES-SPM

Seit den 1970er Jahren wächst der Einfluss der Menschheit auf die Natur rasant, berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science (DOI: https://science.sciencemag.org/content/366/6471/eaax3100), darunter Forschende des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Da aber eine Reihe von eng miteinander verzahnten Einflüssen vom Klimawandel bis zu Überfischung und Landübernutzung die Umwelt in die Zange nehmen, sollten diese weltweiten Herausforderungen alle gleichzeitig an der Wurzel gepackt werden, um weitere massive globale Schäden noch zu verhindern. Und das müsste sofort geschehen, betonen die Forschenden.

Quelle: UFZ

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02. Dez 2019 · News · Politik

Brände vernichten den einzigartigen Chiquitano-Wald in Bolivien

Durch Brandstiftung entstandene Feuer haben seit Juli dieses Jahres 1,4 Millionen Hektar des tropischen Trockenwaldes Chiquitano zerstört. In einem an die Fachzeitschrift Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aaz7264) gerichteten Schreibens, schildern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin sowie anderer deutscher und bolivianischer Forschungsinstitute den hohen Stellenwert dieses dramatischen Ereignisses für Biodiversität und Ökosystemdienstleistung. Sie empfehlen der neuen bolivianischen Regierung eine Revidierung der Gesetze, die solche Umweltkatastrophen begünstigt haben. Der Chiquitano-Trockenwald ist der weltweit besterhaltene tropische Trockenwald und nur noch in Bolivien zu finden. Er verbindet den Amazonas-Regenwald mit dem Gran Chaco und Pantanal und zeichnet sich durch eine große biologische Vielfalt aus – hier sind tausende von Tier- und Pflanzenspezies beheimatet und viele von ihnen existieren nur an diesem Ort, wobei zahlreiche andere Arten noch nicht einmal entdeckt sind.

Quelle: HU Berlin

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29. Nov 2019 · News · Politik

Anerkennung für die Forschung in Europa

Das Wort "Forschung" wird namensgebender Bestandteil des künftigen Ressorts der EU-Kommissarin Mariya Gabriel. Viele europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich dafür stark gemacht. In ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament zur Vorstellung ihres Programms und der EU-Kommissare am 27 November 2019 gab die gewählte EU-Präsidentin Ursula von der Leyen bekannt, dass das künftige Ressort der Bulgarin Mariya Gabriel in „Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend“ umbenannt wird. Das melden heute die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften. Ursprünglich war geplant, den Namen des Ressorts sehr verkürzt „Innovation und Jugend“ zu nennen. Dagegen regte sich vehementer Widerstand in der Wissenschaftsgemeinschaft.

Quelle: mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften

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26. Nov 2019 · News · Politik

Bericht belegt weitreichende Folgen des Klimawandels in Deutschland

Die Folgen der globalen Erderwärmung werden in Deutschland spürbarer und lassen sich immer besser belegen. Das zeigt der zweite Monitoringbericht der Bundesregierung, der vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) in Berlin vorgelegt wurde. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Allein in den letzten fünf Jahren stieg diese um 0,3 Grad an. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft.

Quelle: UBA

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26. Nov 2019 · News · Politik · VBIO

VBIO-Meeting rückt Nachhaltigkeit in den Fokus

Die Teilnehmenden der Bundesdelegiertenversammlung diskutierten über die Themen Biodiversität und Nachhaltigkeit in Berlin. Quelle: Silke Klaproth-Förster, VBIO

Neben vereinsrechtlichen Formalia sowie Berichten zu Aktivitäten und Finanzen thematisierte der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) das Thema Nachhaltigkeit während der Bundesdelegiertenversammlung, zu der am 22. November die Delegierten aus Landesverbänden und Fachgesellschaften in Berlin zusammengekommen waren. Darüber hinaus gab es Raum für den persönlichen Austausch und engagierte Diskussionen im Dachverband der Biowissenschaften, in dem auch die DBG Mitglied ist.

Quelle: VBIO

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20. Nov 2019 · News · Outreach · Politik

Stärkere Einmischung von Wissenschaftlern in Politik erwünscht

Quelle: Umfrage im Auftrag von WiD

Sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich in öffentliche Debatten einmischen, wenn die Politik Forschungsergebnisse nicht ausreichend beachtet? Seit dem politischen Engagement vieler Forschender im Rahmen der Fridays for Future-Proteste wird diese Frage intensiv diskutiert – und im Wissenschaftsbarometer 2019 thematisiert, das seit 2014 von Wissenschaft im Dialog gGmbH (WiD) erhoben wird. Drei von vier Befragten finden es richtig, dass Forschende sich öffentlich äußern, wenn Politikerinnen und Politiker wissenschaftliche Erkenntnisse nicht berücksichtigen. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) denkt, dass politische Entscheidungen wissenschaftsbasiert sein sollten. Fragt man ganz explizit danach, ob es zu den Aufgaben von Forschenden gehört, sich in die Politik einzumischen, bejaht das die Hälfte der Deutschen. Für 29 Prozent gehört das hingegen nicht zum Auftrag von Wissenschaftlern.

Quelle: WiD

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04. Nov 2019 · News · Politik

Leopoldina empfiehlt Regierung ambitioniertere CO₂-Bepreisung und Wissenschafts-Gremium

Die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina kommentiert das Klimaschutzpaket der Bundesregierung. Diese hatte auf die Diskussionen über die Jahrhundertherausforderung Klimawandel reagiert und am 9. Oktober ein Klimaschutzpaket verabschiedet. Es soll bewirken, dass Deutschland seinen Beitrag zu den Zielen des Pariser Klimagipfels von 2015 leisten kann. Anlässlich des nun anstehenden Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung des Klimaschutzpaketes veröffentlicht die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina heute einen Kommentar zu den von der Bundesregierung skizzierten Maßnahmen. Darin bezieht sie sich auf ihre bereits im Juli 2019 veröffentlichte Stellungnahme "Klimaziele 2030: Wege zu einer nachhaltigen Reduktion der CO₂-Emissionen". Im heutigen Kommentar empfiehlt sie, ein ambitionierteres System der CO₂-Bepreisung einzuführen als derzeit von der Bundesregierung geplant. Zudem solle ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium eingerichtet werden, ausgestattet mit einem starken Mandat, um die Fortschritte im Klimaschutz kontinuierlich zu begutachten.

Quelle: Leopoldina

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22. Okt 2019 · News · Politik · Veranstaltung

Klimaextreme erfordern risikobewusste nachhaltige Entwicklung – jetzt!

Konferenzteilnehmer*innen auf Schloss Herrenhausen. Foto: David Carreño Hansen für VolkswagenStiftung

Berichte über klimatische Extremereignisse wie Dürren, Hitzewellen, Starkregen oder heftige Stürme sind mittlerweile Bestandteil der täglichen Nachrichten. Über 130 Expert*innen aus Forschung und Praxis unterschiedlicher Disziplinen, einschließlich Vertreter*innen von UN-Organisationen, der Weltbank sowie Versicherungen, unterstrichen bei einer Konferenz in Hannover, dass Klimaextreme zu den größten Bedrohungen für das menschliche Wohlergehen und die nachhaltige Entwicklung gehören. Die Konferenzteilnehmer*innen aus mehr als 30 Ländern betonten unisono, dass ein stärkerer Fokus auf Risikobewusstsein bei der Umsetzung der 17 von den Vereinten Nationen festgelegten Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs, der Agenda 2030) notwendig ist, um die mit Klimaextremen verbundenen gesellschaftlichen Gefahren deutlich zu reduzieren. Um dies zu fördern, müssen das Übereinkommen von Paris zur Bekämpfung des Klimawandels, die SDGs und das Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015 - 2030 zusammengeführt werden. Die Herrenhäuser Konferenz Extreme Events – Building Climate Resilient Societies, gefördert von der VolkswagenStiftung, fand vom 9. bis 11. Oktober 2019 in Hannover statt.

Quelle: MPI f Biogeochemie

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18. Okt 2019 · News · Politik

Bürgerwissenschaften als Forschungsmethode etablieren

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verstärkt sein Engagement für Bürgerwissenschaften. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: "Wir wollen einen selbstverständlichen und alltäglichen Kontakt zwischen Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürgern aufbauen. Deswegen regen wir mit der jetzigen Förderung Forschungseinrichtungen und Forschende dazu an, dauerhafte Modelle für eine Zusammenarbeit zu etablieren – denn nur eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern über einen längeren Zeitraum schafft optimale Voraussetzungen für gegenseitiges Lernen und den Wissenstransfer.

Quelle: BMBF

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14. Okt 2019 · News · Politik

Ausführliche Bewertung des Klimapakets: Nachsteuern erforderlich

Das Klimaschutzprogramm der Bundesrgeierung ist für das Erreichen der Klimaziele 2030 aller Voraussicht nach nicht ausreichend. Dieses hatte die Bundesregierung in der vergangenen Woche verabschiedet zur Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen vor allem in den Problembereichen Verkehr und Wärme. Die Politik muss vor allem an vier Punkten nachsteuern, forden das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change): Sie muss

  1. das Ambitionsniveau beim CO2-Preis erhöhen
  2. den sozialen Ausgleich verbessern
  3. die Überführung auf EU-Ebene weiter ausgestalten
  4. einen effektiven Monitoringprozess einführen.

Das ist die Kernbotschaft einer ausführlichen Bewertung des Klimapakets, vorgelegt vom PIK und dem Klimaforschungsinstitut MCC.

Quelle: MCC-Berlin

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14. Okt 2019 · News · Politik

MPG: Genom-Editierung bei Mensch und Pflanzenzucht verschieden handhaben

Als Organisation der Grundlagenforschung trägt die Max-Planck-Gesellschaft eine besondere Verantwortung für einen Einsatz neuer wissenschaftlicher Techniken zum Wohle des Menschen und der Umwelt. Der Ethikrat der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat deshalb ein Diskussionspapier zur sogenannten Genom-Editierung erarbeitet, das die Potenziale und Risiken dieser Methode beleuchtet. In dem Papier kommt der Ethikrat zu dem Schluss, dass die verschiedenen Anwendungen der Technik in der Pflanzenzucht, Medizin oder der Schädlingsbekämpfung eigene ethische Fragen mit sich bringen. Diese müssen jeweils individuell beantwortet werden. So ist sich die Max-Planck-Gesellschaft beispielsweise der Tragweite vererbbarer künstlicher Mutationen bewusst, wie sie bei der Genom-Editierung von Zellen der Keimbahn hervorgerufen werden. Sie wird deshalb bis auf Weiteres keine Forschung zur genetische Veränderung von Keimbahnzellen vornehmen. Stattdessen will sie sich an der Diskussion auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und an der Entwicklung internationaler Normen beteiligen.

Quelle: MPG

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09. Okt 2019 · News · Politik

Quo vadis Landwirtschaft?

Die Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (KLU) schlägt für fünf Bereiche eine Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigeren Agrarwirtschaft vor:

  • bei den Nährstoffüberschüssen
  • beim Ernährungssystem
  • im internationaler Agrarhandel
  • der Entwicklung des ländlichen Raumes
  • in der Digitalisierung.

Quelle: Umweltbundesamt

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08. Okt 2019 · News · Ausbildung · Politik

Akademische Nachwuchsführungskräfte formulieren Leitlinien

Die Rechte und Pflichten von Nachwuchsführungskräften an Hochschulen sind häufig sehr unklar geregelt. Die Ansprüche an die Wissenschaftler sind hoch, der Grad ihrer Selbständigkeit wird aber weitgehend durch die jeweiligen Vorgesetzten bestimmt. Das Zukunftsforum der DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie hat in einer Stellungnahme Leitlinien formuliert, um die Verantwortung und Rahmenbedingungen der Arbeit von Nachwuchsführungskräften besser zu regeln.

Quelle: DECHEMA

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08. Okt 2019 · News · Förderung · Politik

Ihre Stimme für die Wissenschaft: Fachkollegien-Wahl der DFG

Vom 21. Oktober bis zum 18. November können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Mitglieder in den neuen Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mittels online-System wählen. An der Auswahl der Kandidat*innen war die DBG beteiligt. Die Fachkollegien sind drei Jahre lang (2020 bis 2023) für die Begutachtung von Forschungsanträgen zuständig. Die Kollegien sind folgendermaßen gegliedert:

202: Pflanzenwissenschaften
202-01 Evolution und Systematik der Pflanzen und Pilze
202-02 Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
202-03 Organismische Interaktionen, chemische Ökologie und Mikrobiome pflanzlicher Systeme
202-04 Pflanzenphysiologie
202-05 Biochemie und Biophysik der Pflanzen
202-06 Zell- und Entwicklungsbiologie der Pflanzen
202-07 Genetik der Pflanzen

207:  Agrar-, Forstwissenschaften und Tiermedizin
207-02 Pflanzenzüchtung, Pflanzenpathologie
207-03 Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Agrartechnik
207-04 Ökologie der Landnutzung
207-06 Forstwissenschaften

Wie man seine Stimmen abgibt, erklärt das Informationsvideo der DFG Schritt für Schritt bei YouTube https://www.youtube.com/watch?time_continue=47&v=m8kzpX-mv18

Quelle: DFG

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08. Okt 2019 · News · Politik

„Goldener Reis“ zählt zu den einflussreichsten Projekten der letzten 50 Jahre

Die Farbe verrät den Gehalt an Provitamin A: Goldener Reis zeigt dank der Vitaminzugabe einen gelben Schimmer. Foto: goldenrice.org

Der Goldene Reis ist um ein Vielfaches reicher an Provitamin A als andere Reissorten. Damit kann er Mangelerscheinungen entgegenwirken, an denen weltweit viele Menschen leiden, für die Reis das Grundnahrungsmittel ist. Prof. Dr. Peter Beyer, emeritierter Professor am Institut für Biologie der Universität Freiburg, und Prof. Dr. Ingo Potrykus, emeritierter Professor am Institut für Pflanzenwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich/Schweiz, haben den gentechnisch veränderten Reis in den 1990er-Jahren entwickelt. Nun hat das Projektmanagement-Institut (PMI) den Goldenen Reis als eines der einflussreichsten Projekte der letzten 50 Jahre honoriert und in die Top-10-Liste in der Kategorie „Gesundheit“ aufgenommen, berichtet die Universität Freiburg.

Quelle: Uni Freiburg

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02. Okt 2019 · News · Politik

Neuen Waldschäden richtig vorbeugen

Durch Borkenkäfer abgetötete Fichten am Lusen im Nationalpark Bayerischer Wald. Ökologen plädieren dafür, diese Form des Totholzes vermehrt im Wald zu belassen. Foto: Simon Thorn, Uni Würzburg

Ökolog*innen der Universität Würzburg plädieren für eine andere Lösung, als die, welche die Bundesregierung gegen das „Waldsterben 2.0“ anstrebt. Die Bundesregierung möchte abgestorbene Bäume aus den Wäldern schaffen und in großem Stil aufforsten. Die Wissenschaftler plädieren dagegen für einen radikalen Wandel. Im Fachmagazin Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aaz3476) schlagen die Waldökologen Simon Thorn, Jörg Müller und Alexandro Leverkus von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) vor, Totholz nicht restlos zu entfernen und nicht im großen Stil wiederaufzuforsten. Ihnen zufolge sollten auf natürlich entstehenden Lichtungen unterschiedlichste einheimische Baumarten nachwachsen. Die Subventionen für die Forstwirtschaft sollten besser eine vielfältige Baum- und Altersstruktur sowie zeitweilig existierende Lichtungen fördern. Diese Strategie komme wirtschaftlich wichtigen Baumarten und stark bedrohten Insekten gleichzeitig zugute.

Quelle: Uni Würzburg

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27. Sep 2019 · News · Politik

EU: Wissenschaft unter dem Dach von Innovation und Jugend?

Ab November 2019 nimmt die neue EU-Kommission ihre Arbeit auf. Um die Wissenschaft soll sich dann die Bulgarin Mariya Gabriel kümmern. Sie soll – steht es in ihrem  Mandatsschreiben – sicherstellen, dass Bildung, Forschung und Innovation dazu beitragen, größere Ziele der EU zu erreichen. Sie firmiert dabei allerdings nicht wie ihr Vorgänger Carlos Moedas als „European Commissioner for Research, Science and Innovation“, sondern als Kommissarin für „Innovation und Jugend“. Viele europäische Wissenschaftler*innen sind beunruhigt, dass damit die Bereiche Bildung und Forschung nicht mehr explizit in den Ressortnamen vertreten sind. Der Titel "Innovation und Jugend" betone die wirtschaftliche Verwertbarkeit vernachlässige aber deren Grundlage, nämlich Bildung und Forschung. Bildung werde auf "Jugend" reduziert, sei aber für alle Altersgruppen unverzichtbar ist. In einem offenen Brief fordern mittlerweile über 10.000 Wissenschaftler*innen die EU-Kommission auf, den Titel für Kommissar Gabriel in "Bildung, Forschung, Innovation und Jugend" zu ändern. Zugleich fordern sie das Europäische Parlament auf, diese Namensänderung zu beantragen, bevor es die Kandidaten für das Amt des Kommissars bestätigt. Der offene Brief kann noch bis zum 8. Oktober mitgezeichnet werden. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) hat sich gemeinsam mit den großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften an die EU-Akteure gewendet und die explizite Nennung des Begriffs "Forschung" als Zuständigkeitsbereich der Kommission gefordert.

Quelle: VBIO

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12. Sep 2019 · News · Ausbildung · Politik

1.000 neue Tenure-Track-Professuren

Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) vergangenen Donnerstag meldete, werden 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren für den wissenschaftlichen Nachwuchs bewilligt. Manche Unis erhalten nur 2 und andere 28 Professuren. In einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren hat das Auswahlgremium heute 532 Tenure-Track-Professuren an 57 Hochschulen zur Förderung ausgewählt.

Quelle: GWK  (pdf)

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09. Sep 2019 · News · Politik · Projekt

Positionspapier: Wälder intensiver an den Klimawandel anpassen

Trockenschäden an Buchen in Thüringen. Foto: Franz Kroiher

Der Deutsche Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) hat ein Positionspapier veröffentlicht, mit dem er die Diskussion um die Anpassung der Wälder an den Klimawandel versachlichen will, die nach zwei heißen und trockenen Sommern vor allem von Extrempositionen bestimmt ist. Die Wissenschaftler*innen plädieren für eine rasche und aktive Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Dadurch sollen auch zukünftig die vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an den Wald erfüllt werden, vom Rohstoff Holz über den Klimaschutz und die Erhaltung der Biodiversität bis zur Erholung. Im Rahmen der Waldanpassung müssen alle waldbaulichen Möglichkeiten genutzt werden, um Mischbestände mit Baumarten und Herkünften zu begründen, die sowohl an das herrschende als auch zukünftige Klima angepasst sind. Dabei sollten neben Pflanzung und Saat auch natürliche Prozesse der Wiederbewaldung und Naturverjüngung genutzt werden. Die Klimaanpassung der Wälder ist unverzichtbar, meldet das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei.

Quelle: Thünen

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03. Sep 2019 · DBG · Politik

Grundlagenforschung wertschätzen, fördern und kommunizieren

Grundlagenforschung braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Auch die Wissenschaftskommunikation muss ausgebaut werden, fordert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in seinem Positionspapier. Diese Positionen teilt die DBG, die im Dachverband der Biolog*innen Mitglied ist, und das Papier gemeinsam mit weiteren 12 biowissenschaftlichen Fachgesellschaften gezeichnet hat.

Quelle: VBIO

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29. Aug 2019 · News · Forschungsergebnis · Politik

Anthropogener Klimawandel unbestritten

Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt nahezu unbestritten. Darauf verweist die Bundesregierung in einer Antwort (19/12631) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/12228). Die Bundesregierung ist laut Antwort inzwischen der Auffassung, "dass 99 Prozent der Wissenschaftler, die Fachaufsätze zum Klimaschutz veröffentlichen, der Überzeugung sind, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht ist". Die AfD-Fraktion hatte in der Anfrage unter anderem auf Aussagen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Bezug genommen, die im Mai 2019 im Bundestag gesagt habe, dass "97 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" sagten, der Klimawandel sei menschengemacht, und nach weiteren Studien gefragt, bersichtet Heute im Bundestag (hib) .

Quelle: hib

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27. Aug 2019 · News · Politik

Zehn Thesen zur Wissenschafts­freiheit

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat ein Memorandum „Zehn Thesen zur Wissenschaftsfreiheit“ veröffentlicht. Ziel ist, die Freiheit der Wissenschaft hervorzu­heben und sie für künftige Herausforderungen zu stärken.

Quelle: wissenschaftsfreiheit.de (pdf)

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25. Jul 2019 · News · Politik

Appell an die EU: Gentechnik-Gesetz modernisieren

Weitere Unterzeichnende des oben genannten und auch von uns unterzeichneten Appels sind:

Forschende der Technischen Universität München: Nachhaltige Landwirtschaft durch Genomeditierung

Forschende der Universität Münster: Biologen wünschen sich neue Regeln für die Pflanzenzucht

Forschende der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf: HHU-Pflanzenforscher nehmen Stellung zu Präzisionsmethoden in der Züchtungsforschung

Die Pflanzenforschergruppe in der Gesellschaft für Molekularbiologie (GBM)

Das Exzellenz-Cluster of Excellence on Plant Sciences (CEPLAS)  

25. Jul 2019 · News · Politik

Institutionen fordern Modernisierung des europäischen Gentechnik-Gesetzes

117 Forschungseinrichtungen, darunter Direktoren aus der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), appellieren an die neu gewählten Institutionen, Hemmnisse bei Zucht neuer Pflanzensorten zu beseitigen. In der konventionellen Pflanzenzüchtung dauert es meist verhältnismäßig lange neue Pflanzensorten mit günstigen Eigenschaften zu züchten. Präzisionszüchtung mit Genscheren wie CRISPR-Cas kann dies dagegen deutlich beschleunigen. Die derzeitige Auslegung der Europäischen Gesetzgebung verhindert jedoch den Einsatz der Genom-Editierung in der Europäischen Union. Europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler appellieren nun an das neu gewählte Europäische Parlament und die Europäische Kommission, die Nutzung neuer Methoden für die züchterische Verbesserung von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft in Europa zu ermöglichen.

Quelle: MPG

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25. Jul 2019 · DBG · Politik

Für genetische Präzisionsmethoden und nachhaltige Nutzpflanzen

Auch die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) und ihre Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie (SPPMB) appellieren an das neu gewählte Europäische Parlament und die Kommission der Europäischen Union (EU), das veraltete Gentechnikrecht aus dem Jahr 2001 an den Kenntnisstand der Wissenschaft und die internationalen Gegebenheiten anzupassen und entsprechend zu modernisieren. Gemeinsam mit 115 anderen Wissenschaftsorganisationen und -instituten plädieren sie dafür die Nutzung neuer Präzisionsmethoden der Genomeditierung zur Zucht von Kulturpflanzen zu vereinfachen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion in der EU zu ermöglichen.

Lesen Sie das gemeinsame Statement (pdf), ins Deutsche übertragen von

  • Prof. Dr. Holger Puchta (Botanisches Institut, Karlsruher Institut für Technologie, KIT),
  • Prof. Dr. Claus Schwechheimer (Systembiologie der Pflanzen, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Caroline Gutjahr (Pflanzengenetik, Technische Universität München, TUM),
  • Prof. Dr. Andreas Graner (Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, IPK) und
  • Prof. Dr. Ralph Bock (Max Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam)
  • Prof. Dr. Andreas P.M.Weber (Biochemie der Pflanzen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
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19. Jul 2019 · News · Förderung · Politik

DFG: Entscheidungen in der Exzellenzstrategie

Die Exzellenzkommission wählt zehn Exzellenz-Universitäten und einen Exzellenzverbund aus, gibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute nachmittag bekannt. Ausgewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
  • Verbund Berlin
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Technische Universität Dresden
  • Universität Hamburg
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Universität Konstanz
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Technische Universität München
  • Eberhard Karls Universität Tübingen

Sie erhalten ab dem 1. November 2019 jährlich insgesamt 148 Millionen Euro Förderung.

Quelle: DFG

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17. Jul 2019 · News · Ausbildung · Politik

VBIO-Position zur Schulbiologie

Biowissenschaftliche Erkenntnisse liefern Grundlagen zur Beantwortung wesentlicher Zukunftsfragen für z. B. Gesundheit, Ernährung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Grundlegendes biowissenschaftliches Wissen wird so für die Gesellschaft wie für den Einzelnen immer bedeutsamer. Dabei bildet biologisch-naturwissenschaftliches Denken die Basis für rationale, wissensbasierte Entscheidungen. In diesem Kontext kommt dem Biologieunterricht eine herausgehobene Bildungsverantwortung zu. Lehrkräfte müssen daher sowohl über hohe fachwissenschaftliche als auch fachdidaktische Kompetenzen verfügen. Zu den Themen Schulbiologie und Lehrkräftebildung Biologie hat der Biologenverband VBIO nun Position bezogen. Die Positionspapiere des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) wurden von ihrem Arbeitskreis Schulbiologie erarbeitet und richten sich an die Kultus- und Wissenschaftsministerien der Bundesländer sowie an die Hochschulen, die in der Biologielehrkräftebildung tätig sind.

Quelle: VBIO

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28. Jun 2019 · News · Anwendung · Politik

Von Saatgut-Sammlungen zu bio-digitalen Ressourcen-Zentren

Ausgewähltes Pflanzenmaterial in der bundeszentralen Ex-situ-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen in Gatersleben. Foto: Regina Devrient, IPK

Die Herausforderungen und Möglichkeiten für die Zukunft von Genbanken haben Forschende in einem Perspektiven-Essay im Fachjournal Nature Genetics (DOI: https://doi.org/10.1038/s41588-019-0443-6) beleuchtet. Wie die Forschenden des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben betonen, ist die Entwicklung der Genbanken zu bio-digitalen Ressourcenzentren, welche Saatgut sowie die molekularen Daten der eingelagerten Proben sammeln, für Wissenschaftler, Pflanzenzüchter und die gesamte Gesellschaft gleichermaßen von großem Vorteil.

Quelle: IPK (pdf)

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24. Jun 2019 · News · Politik

Fachgespräch zu Genome Editing

Pflanzenforscherinnen und Pflanzenforscher kamen auf Initiative von WGG (Fachgesellschaft im VBIO) und VBIO im Juni mit Vertretern des BMU und des BfN zu einem Fachgespräch zum Thema Genome Editing zusammen. Ein Augenmerk lag dabei auf den Auswirkungen des EuGH-Urteils zur Freisetzungsrichtlinie 2001/EG auf die wissenschaftliche Forschung. Dabei wurde deutlich, dass die grundlagenorientierte Forschung nicht auf eine Prüfung genomeditierter Pflanzen unter Freilandbedingungen verzichten kann. Eine deutliche Fokussierung auf eine stärkere Produktbewertung erscheint derzeit wenig realistisch, resümiert der VBIO.

Quelle: VBIO

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12. Jun 2019 · News · Politik

VBIO-Stellungnahme: Digitale Sequenz-Informationen (DSI)

Basierend auf den Beschlüssen der letzten Vertragsstaatenkonferenz in Sharm El-Sheikh im November letzten Jahres hatte das Sekretariat der Biodiversitätskonvention um die Einreichung von Stellungnahmen und Informationen zu „Digitalen Sequenzinformationen“ (DSI)  zu genetischen Ressourcen gebeten. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) hat gemeinsam mit dem Leibniz Verbund Biodiversität und dem Konsortium Deutsche Naturforschende Sammlungen einen Input beim Sekretariat der Biodiversitätskonvention eingereicht. Die Kooperationspartner betonen, dass der Begriff "Digitale Sequenzinformationen" mehrdeutig sei und außerdem in der wissenschaftlichen Community kaum verwendet werde. Der Dachverband der Biowissenschaften schlägt daher den Begriff Nucleotide Sequence Data (Nucleotid-Sequenz-Daten, NSD) vor. Die Stellungnahme unterstreicht weiterhin, dass die biowissenschaftliche Forschung ständig neue Nucleotidsequenzen generiert und in zunehmendem Maße darauf angewiesen ist, diese aus öffentlichen Datenbanken herunterzuladen. Besorgt sind die Unterzeichnenden darüber hinaus, dass zunehmende Beschränkungen für die Verwendung von NSD die Forschung zur biologischen Vielfalt beeinträchtigen wird (Wortlaut der Stellungnahme: https://www.cbd.int/abs/DSI-views/2019/DNFS-VBIO-LVB-DSI.pdf).

Quelle: VBIO

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04. Jun 2019 · News · Politik

Wissenschaftliche Konsultation zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Forschende aller Fachrichtungen sind gefragt mitzumachen. Foto: Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030

Ab sofort haben Forschende aus allen Fachrichtungen eine neue Möglichkeit, sich an der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu beteiligen. Dafür hat die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) die Online-Konsultation „Eine Frage der Wissenschaft: Die Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Prüfstand“ aufgesetzt. Bis zum 31. Juli 2019 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse, Vorschläge und Ideen einspeisen. Sieben Leitfragen setzen sich mit der für 2020 anstehenden Weiterentwicklung der Strategie auseinander:

  1. Warum ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie in manchen Bereichen “off track”?
  2. Misst die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie den Wandel, den wir (messen) wollen?
  3. Welche Konflikte zwischen den Zielen können gelöst, welche Synergien genutzt werden?
  4. Fördert die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie lokal und global nachhaltige Entwicklung?
  5. Wie kann die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie besser funktionieren?
  6. Wie zukunftsfähig ist die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie?
  7. Wie kann die Wissenschaft besser zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beitragen?

„Mit der Online-Konsultation wollen wir Wissenschaft und Politik eine neue Möglichkeit bieten, wirksamer für nachhaltige Entwicklung zusammenzuarbeiten“, betonen die Co-Vorsitzenden der wpn2030, Dirk Messner, Patrizia Nanz und Martin Visbeck.

Quelle: Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030

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28. Mai 2019 · News · Politik

Bevölkerung erwartet mehr Umwelt- und Klimaschutz von allen Akteuren

Der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz ist in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Das ist ein Ergebnis der Umweltbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) Maria Krautzberger heute vorgestellt haben. Die Bevölkerung ist mehrheitlich der Ansicht, dass relevante Akteure (Industrie, Bund, Kommunen) noch nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun – und sieht dabei auch ihr eigenes Engagement als Bürgerinnen und Bürger kritisch. Mit der Umweltbewusstseinsstudie untersuchen Bundesumweltministerium und UBA alle zwei Jahre, wie sich das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Deutschen entwickelt. Für die aktuelle Studie wurden in der zweiten Jahreshälfte 2018 rund 4000 Personen befragt.

Quelle: BMU

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28. Mai 2019 · News · Politik

Gentechnikrecht: CRISPR ist nicht gleich CRISPR

„Es gibt keine einfachen Antworten und wenn, dann sind sie falsch“, sagte Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der DECHEMA, zu Beginn des diesjährigen DECHEMA-Tages, der fragte "Brauchen wir ein neues Gentechnikrecht?". Das trifft wohl auch auf die Frage nach dem Gentechnikrecht zu, die im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Vorträge und der Podiumsdiskussion stand. Das Netzwerk für chemische Technik und Biotechnologie in Deutschland fasst seine Tagung und die Podiumsdiskussion auf seinem Blog zusammen.

Quelle: DECHEMA-Blog

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22. Mai 2019 · News · Politik

MPG: "Gen-edtitierte Pflanzen nicht mehr als gentechnisch verändert einstufen"

Die rasante Entwicklung von CRISPR‐Cas und anderen Techniken zur Genom‐Editierung werfen eine Vielzahl wissenschaftlicher, rechtlicher und ethischer Fragen auf. Die Max-Planck-Gesellschaft möchte die Expertise ihrer Wissenschaftler*innen in die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte einbringen. In einem Positionspapier hat sie deshalb ihren Standpunkt zur Genom-Editierung formuliert. Sie lehnt darin unter anderem die Veränderung der menschlichen Keimbahn auf Basis des gegenwärtigen Wissenstandes ab. Außerdem fordert sie, die europäische Gesetzgebung an den aktuellen Forschungsstand anzupassen und Pflanzen mit editiertem Erbgut nicht mehr als gentechnisch verändert einzustufen, wenn diese den natürlichen Mutageneseprozess nachahmen.

Quelle: MPG

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17. Mai 2019 · News · Politik

FDP und Grüne zum Gentechnikrecht und Freisetzungsrichtlinie

Wie der Biologen-Dachverband VBIO zusammenfasst, hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag einen Antrag vorgelegt, der die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, auf europäischer Ebene für eine grundsätzliche Überarbeitung des EU-Gentechnikrechts einzutreten und das deutsche Gentechnikrecht entsprechend anzupassen. Ein  Antrag von Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass sich die Bundesregierung in der EU für die Stärkung des Vorsorgeprinzips einsetzt, indem auch neue gentechnische Methoden unter dem Rechtsrahmen der Freisetzungsrichtlinie verbleiben.

mehr beim VBIO

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16. Mai 2019 · News · Politik

Artenvielfalt auf der Agenda

Vom BMBF-Forum für Nachhaltigkeit, dessen 15. Ausgabe vom 13. bis 14. Mai in Berlin stattfand, berichtet das Portal Bioökonomie. Dieses Jahr im Fokus: Digitalisierung und Biodiversitätsforschung. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eröffnete das Forum mit einem Vereis auf den vor Kurzem veröffentlichten IPBES-Bericht zum Artensterben: „Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates ist ein klares Signal: Wir müssen neu denken, um die Artenvielfalt zu schützen. Wir brauchen Lösungswege, die eine praktische Umsetzung ermöglichen“, sagte Karliczek. Sie stellte die neue Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt vor, für die in den kommenden fünf Jahren 200 Mio. Euro bereitgestellt werden.

Quelle: Bioökonomie

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09. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis · Politik

Pflanzensterben "betrifft uns alle"

Die Heilpflanze Arnika montana ist in Norddeutschland bereits fast ausgestorben. Foto: V. Duwe, BGBM

Die öffentliche Diskussion zum Artensterben greife zu kurz, sagt Prof. Dr. Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin (BGBM). Im Statement seiner Einrichtung fordert er eine weiterreichende Diskussion zum Artensterben. Er ist alarmiert, weil es auch den früher häufigen Pflanzenarten massiv an den Kragen gehe. „Das große Pflanzensterben betrifft uns alle. Denn ohne pflanzliche Vielfalt gibt es kein Überleben!“, unterstreicht Borsch die Bedeutung von Pflanzen als Grundlage der Natur.

ganzes Interview bei BGBM

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06. Mai 2019 · News · Politik

Weltbiodiversitätsrat: Weltweiter Verlust von Arten bedroht unsere Lebensgrundlage

Der Weltbiodiversitätsrat hat heute in Paris seinen Globalen Bericht zum Zustand der Natur vorgestellt. Die Botschaft des Berichts ist eindeutig: Der Zustand der Natur verschlechtert sich dramatisch. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten. Wertvolle Ökosysteme sind zunehmend geschädigt, ihre wichtigen Leistungen für den Menschen in Gefahr. Ministerin Anja Karliczek vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mahnt: "Der Bericht des Weltbiodiversitätsrats ist ein klares Signal an die Menschheit, umzudenken und die Artenvielfalt zu schützen. Die dargelegten Trends des Artenverlustes sind zutiefst beunruhigend. Der Bericht ist ein wichtiger Meilenstein und führt uns vor Augen, dass immenser Handlungsbedarf besteht – auch in der Wissenschaft. Forschung muss die noch bestehenden Wissenslücken schließen, Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und deren Umsetzung in die Praxis begleiten. Dazu wird die Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt meines Hauses einen erheblichen Beitrag leisten, um unsere Natur und unsere Zukunft zu sichern."

Quelle: BMBF

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03. Mai 2019 · News · Politik

Neue Ziele für das Wissenschaftssystem

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute die Fortschreibung des Pakts für Forschung und Innovation in den Jahren 2021 bis 2030 auf den Weg gebracht. Damit setzen Bund und Länder ein klares Signal für die internationale Wettbewerbsfähigkeit derdeutschen Wissenschaft und verbindliche Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in Deutschland. Dabei wurden erstmalig Zielvereinbarungen für die organisationsspezifische Umsetzung vereinbart:

  1. Dynamische Entwicklung fördern
  2. Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft stärken
  3. Vernetzung vertiefen
  4. Die besten Köpfe gewinnen und halten
  5. Infrastrukturen für die Forschung stärken

Quelle: GWK (pdf)

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29. Apr 2019 · News · Ausbildung · Politik

Positionspapier zur bayerischen Oberstufe ohne Biologie und Chemie

Der Landesverband Bayern des VBIO (in dem auch die DBG MItglied ist) hat zusammen mit anderen naturwissenschaftlichen Verbänden einen dringenden Appell an den Bayerischen Staatsminister für Kultus Prof. Piazolo gerichtet, die Naturwissenschaften in der Oberstufe im neuen neunjährigen Gymnasium zu stärken. Denn im Moment sieht es so aus, als ob Biologie und Chemie kaum noch eine Rolle spielen sollen nach der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. "Wir können uns weder einen Fachkräftemangel im MINT-Bereich noch eine auf fehlendem Grundwissen basierende Technikfeindlichkeit leisten." Neben dem VBIO haben den Appell unterzeichnet: Der Deutsche Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU),  die Gesellschaft Deutscher  Chemiker (GDCh) und der Verband der Chemielehrer Bayerischer Gymnasien (VCBG). Unterstützer des Appels sind die Berufsvertretung Deutscher Biologen (BDBiol), die European Countries Biologists Association (ECBA), das Zentrum zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (Z-MNU, Bayreuth) und das Forum Technologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Quelle: VBIO

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26. Apr 2019 · News · Forschungsergebnis · Politik

Forschende fordern Umdenken bei Renaturierungen

Der Fluss Peene und Überschwemmungsgebiete beim Anklamer Stadtbruch in Deutschland. Foto: Solvin Zankl, Rewilding Europe

Egal, ob einzelne Auenlandschaften oder ganze Nationalparks: Der Erfolg von Renaturierungsprojekten hängt nicht nur davon ab, ob einzelne Pflanzen- oder Tierarten wieder in einem Gebiet angesiedelt werden. Wie ein internationales Forscherteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig zeigt, geht es vielmehr darum, dem geschädigten Ökosystem zu helfen, sich selbst zu regenerieren und zu erhalten. In der aktuellen Ausgabe von Science (DOI: 10.1126/science.aav5570) beschreiben sie, wie Rewilding-Maßnahmen besser geplant und umgesetzt werden können – und welche Vorteile sich daraus für den Menschen ergeben.

Quelle: MLU

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25. Apr 2019 · News · Politik

Macht Agrarimporte aus Brasilien nachhaltig!

Das fordern Wissenschaftler*innen sowie idigene Gruppen Brasiliens in einem offenen Brief an die Europäische Kommission, der im Fachmagazin Science (DOI: 10.1126/science.aaw8276) veröffentlicht wurde. Unter der derzeitigen Regierung Brasiliens sei das Pochen auf nachhaltigen Handel noch dringender geworden. Mitinitiiert von Forschenden am Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wurde die Petition bisher von mehr als 600 Forschenden aus allen Ländern der Europäischen Union sowie von 300 indigenen Gruppen Brasiliens unterzeichnet.

Quelle: HU Berlin

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24. Apr 2019 · News · Outreach · Politik

Wissenschaft soll in Dialog mit Gesellschaft

Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, das Vertrauen in die Wissenschaft und die Wissenschaftskommunikation zu stärken. Die Regierung versteht Wissenschaftskommunikation als die allgemeinverständliche Kommunikation und Vermittlung von Forschung und wissenschaftlichen Inhalten an Zielgruppen außerhalb des Wissenschaftsbetriebs. Sie richtet sich vor allem an die Öffentlichkeit, aber auch an Akteure oder Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und anderen Gesellschaftsbereichen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/9355) auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (19/8136). Wissenschaftskommunikation umfasse unterschiedliche Formen der Vermittlung: Sie könne direkt stattfinden, zum Beispiel bei Dialogveranstaltungen, Science Slams, Tagen der offenen Tür, bei Citizen Science-Projekten, aber auch medial erfolgen. Auch Wissenschaftsjournalismus, wissenschaftsbezogene Massenkommunikation, Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit können Bestandteil der Wissenschaftskommunikation sein. Das berichtet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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18. Apr 2019 · News · Förderung · Politik

Bio-Agenda soll Natur- und Technikwissenschaften voranbringen

Auf den Deutschen Biotechnologietagen in Würzburg erläuterte Andrea Noske, Leiterin des BMBF-Referats „Nachhaltiges Wirtschaften, Bioökonomie“, die Ziele der im Koalitionsvertrag und in der Hightech-Strategie 2025 angekündigten ressortübergreifenden Agenda „Von der Biologie zur Innovation“. Die Bio-Agenda solle die Potenziale der Biologie mittels Natur- und Technikwissenschaften erschließen, und zwar „biobasiert, bioinspiriert und biointelligent“, sagte Noske. Diesen Sommer soll die Bio-Agenda vorgestellt werden, berichtet das Portal Bioökonomie von der Zusammenkunft der Unternehmer aus der Biotech-Branche. Zentral sei die neue Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung, die ebenfalls diesen Sommer veröffentlicht werden soll. Und das kommende Wissenschaftsjahr 2020 wird der Bioökonomie gewidmet werden, kündigte Noske an.

Quelle: Bioökonomie

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17. Apr 2019 · News · Politik · VBIO

Dachverband VBIO veröffentlicht Jahresbericht

Jahresbericht 2018. Cover, VBIO

Jetzt ist er online abrufbar, der jüngste Jahresbericht des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO). Er gewährt Einblick in die Aktivitäten und Positionen des Dachverbandes der Biowissenschaften und zeigt, dass der Biologenverband auch 2018 ein überzeugender Ansprechpartner für Politik, Presse und Wissenschaft gewesen ist und um seine Expertise gebeten wurde. Im zurückliegenden Jahr hat er Veranstaltungen zu Access and Benefit Sharing organisiert und sich zur wissenschaftsfreundlichen Regelung des Nagoya Protokolls positioniert. Darüber hinaus bezog der Verband Stellung zum Koalitionsvertrag Von der Biologie zur Innovation sowie zu den Themen Genome Editing und Synthetische Biologie. Die DBG ist eine der 26 dem VBIO beigetretenen biowissenschaftlichen Fachgesellschaften.

Quelle: VBIO

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16. Apr 2019 · News · Politik

Europawahl: Positionen der Parteien zur EU-Hochschulpolitik

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die im Bundestag vertretenen Parteien zu ihren hochschulpolitischen Standpunkten auf europäischer Ebene befragt. Die Antworten auf sechs Wahlprüfsteine sind auf der HRK-Website einander gegenübergestellt. Der Präsident der HRK bemängelt fehlende Vorschläge für die Umsetzung einer gelungenen Hochschulpolitik bzgl. der Repräsentation der Hochschulen auf EU-Ebene sowie der Hochschulautonomie und betont die Wichtigkeit der Finanzierung von Forschung und Innovation sowie von Bildung und Mobilität.

Quelle: HRK

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11. Apr 2019 · News · Politik

Europäische Organisationen im Team für Wissenschaftsfreitheit

Wie der Biologen-Dachverband VBIO meldet, vernetzen sich Europäische Forschungsorgansationen, um die Wissenschaftsfreiheit als fundamentales Gut zu stärken. Das haben die All European Academies (ALLEA), die European University Association (EUA) und Science Europe in einem gemeinsamen Statement bekräftigt.

Quelle: VBIO (engl.)

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22. Mär 2019 · News · Politik

Japan will gen-editierte Lebensmittel freigeben

In Kürze will Japan den Verkauf von gen-editierten Lebensmitteln ohne Sicherheitsbewertung genehmigen, schreibt das Fachjournal Science (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aax3903). Dazu müssen diese bestimmte Kriterien erfüllen: es darf kein fremdes Genmaterial im editierten Organismus zurückbleiben. Schon vor einem Jahr hatte das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (U.S. Department of Agriculture, USDA) beschlossen, dass keine Überwachung für gen-editierte Lebensmittel nötig sei. In der EU dagegen ist ein Genehmigungsverfahren Pflicht.

Quelle: Science

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14. Mär 2019 · News · Politik · Veranstaltung

70 Jahre Grundgesetz: Allianz-Kampagne zur Wissenschaftsfreiheit

„Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes, das vor 70 Jahren in Deutschland in Kraft trat. Die Wissenschaft nimmt den Jahrestag zum Anlass, über die Erfolgsgeschichte, die Chancen, aber auch die Gefährdungen dieser Freiheit zu debattieren und zu fragen, welche Verantwortung daraus erwächst. „Freiheit ist unser System. Gemeinsam für die Wissenschaft“ ist – angestoßen von der Max-Planck-Gesellschaft – eine Initiative der Allianz der zehn großen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Ziel ist es, in einer Reihe von Veranstaltungen, Reden, Debatten und Meinungsbeiträgen die Bedeutung der Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu betonen, sich gleichzeitig kritisch mit eigenen Entwicklungen auseinanderzusetzen sowie mögliche Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit (siehe: wissenschaftsfreiheit.de) in den Blick zu rücken. Die zehn Mitglieder der Allianz sind: Alexander von Humboldt-Stiftung, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsrat.

Quelle: Leopoldina

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06. Feb 2019 · News · Politik

Neues Rote-Liste-Zentrum etabliert

Ein neu gegründetes Rote-Liste-Zentrum wird künftig die Erstellung der bundesweiten Roten Listen im Auftrag des BfN koordinieren. Das Bundesumweltministerium fördert das Zentrum mit jährlich 3,1 Millionen Euro. Es wurde im Dezember 2018 am Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn etabliert und wird fachlich vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreut. In den Roten Listen ist der Gefährdungsgrad von über 30.000 Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen in Deutschland erfasst.

Quelle: BfN

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News · Politik · Publikation

Fachgesellschaften zum Open-Access-Plan-S

Die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften haben sich mit einer kurzen gemeinsamen Stellungnahme zum Plan S positioniert. Der Plan S fordert ab 2020 verpflichtend einen vollständigen und sofortigen offenen Zugang zu den von den zusammengeschlossenen europäischen Forschungsförderorganisationen (cOAlition S) geförderten wissenschaftlichen Veröffentlichungen ein. Im Prinzip begrüßen die großen Fachgesellschaften Plan S. Sie fordern aber ihrerseits mehr Zeit für die ihrer Meinung nach notwenigen und sorgfältigen Diskussion über die Folgen sowie über die Vor- und Nachteile des Plans S. Sie kritisieren daher die vorgegebene Frist für Rückmeldungen als zu eng bemessen. In dieser kurzen Zeit sei es nicht möglich, einen umfassenden Diskussions- und Entscheidungsprozess in den Gesellschaften zu organisieren. Das kritisieren die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften, DMV (Deutsche Mathematiker Vereinigung), DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft), DVGeo (Dachverband Geowissenschaften), GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) und VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland) in ihrer Stellungnahme.

Quelle: VBIO

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09. Jan 2019 · News · Politik

Bundestag: Neubewertung der Mutagenese-Verfahren

Pflanzenzüchtungen auf Basis klassischer Mutageneseverfahren bleiben von der Anwendung des Gentechnikgesetzes ausgenommen. Das stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/6666) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/6253) zur Einordnung neuer Züchtungsverfahren auf Grundlage des CRISPR/Cas-Verfahrens im Rahmen des europäischen Gentechnikrechts nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 25. Juli 2018 fest. Danach seien alle Mutagenese-Verfahren als Gentechnik im Sinne des Gentechnikrechts der EU einzustufen. Dazu heißt es in der Antwort weiter, dass die klassischen Mutagenese-Verfahren auf Grundlage herkömmlicher Methoden wie der Zufallsmutagenese durch chemische Substanzen oder ionisierende Bestrahlung zwar dem Begriff nach den genetisch veränderten Organismen (GVO) zugeordnet würden, aber auf Grundlage der EU-Richtlinie 2001/18/EG von der Anwendung des Gentechnikrechts ausgenommen seien. Das habe das EuGH im Zuge seines Urteils bestätigt. Aus diesem Grund sehe die Regierung im Nachgang des Urteils für eine Anpassung der gültigen nationalen Regelungen keine Notwendigkeit. Allerdings dürften mit neuen Mutagenese-Verfahren hergestellte Produkte nur dann in die EU importiert werden, wenn eine Zulassung nach EU-Gentechnikrecht vorliege und die Produkte als GVO gekennzeichnet worden sind.

Quelle: Bundestag (hib)

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08. Jan 2019 · News · Forscheralltag · Politik

Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Die Bundesregierung hat den "Zweiten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls" (19/6495) vorgelegt. Der Bericht gibt unter anderem Auskunft über "Anträge auf Registrierung von Sammlungen" sowie der Zusammenarbeit des Bundesamtes für Naturschutz mit anderen Behörden.

Quelle: Bundestag (hib)

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12. Dez 2018 · News · Politik

ZKBS-Statement zum EuGH-Urteil über Genome Editing

Die Zentrale Kommission für die biologische Sicherheit (ZKBS) sieht einen dringenden Anpassungsbedarf für das europäische Gentechnikrecht, das wesentlich auf dem Wissensstand von 1990 beruht. Denn das Urteil des EuGH vom 25. Juli 2018 beziehe die vorangegangenen Bewertungen anerkannter Institutionen nicht mit ein, u. a. der European Academies Science Advisory Council (EASAC), der High Level Group of Scientific Advisors (part of Scientific Advice Mechanism - SAM) der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech. Das ZKBS nennt daher vier Punkte in denen das Urteil nicht mit nicht mit der Sichtweise der ZKBS übereinstimmt und geändert werden soll.
Quelle: ZKBS

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07. Dez 2018 · News · Anwendung · Politik

Pflanzenzüchter erproben Open-Source Saatgut Lizenz

Tomaten der Sorte Sunviva im Öko-Zuchtgarten der Universität Göttingen. Foto: Culinaris, Saatgut für Lebensmittel

Um Saatgut als Gemeingut zu schützen haben Züchterinnen und Züchter der Uni Göttingen und der Verein Agrecol eine gemeinsame Initiative gestartet. Agrecol entwickelte eine „Open-Source Saatgut Lizenz“, die Saatgut als Gemeingut rechtlich absichert und so vor Patentierung und Sortenschutz bewahrt.
Quelle: Uni Göttingen

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05. Dez 2018 · News · Politik · Publikation

Springer Nature und DEAL: Fortschritte in Verhandlung erzielt

Die Verhandlungspartner haben sich jetzt als Zwischenschritt auf eine erneute kostenneutrale Verlängerung der bestehenden Verträge für das Jahr 2019 geeinigt. Dies verschafft zusätzlichen zeitlichen Spielraum, um der Komplexität des angestrebten Modells gerecht zu werden. Gleichzeitig sorgen Springer Nature und DEAL dadurch für Stabilität für wissenschaftliche Einrichtungen, die weiterhin auf alle bisherigen Inhalte von Springer Nature zugreifen können. Das berichtet die Hoschulrektorenkonferenz (HRK) auf ihrer Website.
Quelle: HRK

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29. Nov 2018 · News · Förderung · Politik

Europäischer Strategieprozess zur Pflanzenforschung

Prof. Dr. Andreas Weber (l.) und Prof. Dr. Peter Westhoff arbeiten an einer europäischen Roadmap zur Pflanzenzüchtungsforschung. Foto: Jörg Reich, HHU

Um die Ernährung der massiv wachsenden Weltbevölkerung angesichts des Klimawandels sicherstellen zu können, steht auch die Pflanzenforschung vor großen Herausforderungen. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts CropBooster-P wollen Forschende eine Roadmap dafür erstellen. Dazu haben sich unter Federführung der niederländischen Universität Wageningen Institute aus acht europäischen Ländern zusammengeschlossen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Rumänien, Vereinigtes Königreich. Die zu formulierende europaweite Forschungsstrategie für die nachhaltige Sicherung der Ernährung soll vielversprechende Forschungsansätze und Methoden eruieren. In Deutschland sind Prof. Dr. Andreas Weber und Prof. Dr. Peter Westhoff von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) beteiligt. „Die HHU gestaltet damit eine EU-weite Blaupause für die zukünftige Forschungsförderung der Gemeinschaft in den Bereichen Pflanzen- und Agrarwissenschaften mit“, so Professor Westhoff. „Ziel ist es, daraus ein europäisches Flaggschiffprojekt für unser Forschungsgebiet zu entwickeln, so wie es etwa das Human Brain Project ist“, ergänzt Professor Weber. An der HHU sollen konkret aktuelle und zukünftige Methoden und Techniken zur Ertrags- und Nährwertsteigerung von Pflanzen wie Mais, Raps und Weizen untersucht werden.
Quelle: HHU

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26. Nov 2018 · News · Politik

Beim Genome Editing muss nun die Politik ran

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland sind besorgt über die pauschale Einstufung von Techniken des Genome Editing als gentechnische Methoden durch den Europäischen Gerichtshof (wir berichteten). Auf Initiative des Wissenschaftlerkreises Grüne Gentechnik (WGG e. V.) und des Dachverbandes der Biowissenschaften (VBIO e. V.) haben sich über 130 Akteure der akademischen Pflanzenforschung in einem Offenen Brief (pdf) an die Bundesministerinnen für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, sowie Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, gewandt. Sie fordern die Politik zu einer differenzierten Bewertung, verantwortungsbewusstem Handeln und einem ergebnisorientierten Dialog auf.
Quelle: VBIO

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13. Nov 2018 · News · Politik · Veranstaltung

UN-Biodiversitätskonferenz – Botschaft der Jugend

Vom 14.-29.11. treffen sich die Mitgliedsstaaten des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD) in Ägypten zur COP-14 u.a. um zu diskutieren, wie es nach dem Ablauf der selbstgesteckten Ziele nach 2020 weitergehen soll. Der Schwund von Arten und Lebensräumen ist ungebremst, die bisherigen Maßnahmen reichen nicht. Die Folgen werden vor allem die Jungen und nachfolgende Generationen tragen. Diese müssten auch an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Dafür setzt sich Adina Arth, Jugendbotschafterin der UN-Dekade Biologische Vielfalt, in Sharm El-Sheikh ein. Wie genau, erzählt sie im Interview: „Es ist unsere Zukunft, lasst sie uns gestalten!“ Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) ist vor Ort dabei und hat eine Info-Seite zu den Themen eingerichtet.
Quelle: NeFo

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08. Nov 2018 · News · Politik

Gentechnik: "Sicherheit ist wichtig, nicht die Entstehung"

Im Sommer 2018 hat der Europäische Gerichtshof entschieden: Pflanzen, die mit der modernen Gentechnik-Methode „CRISPR/Cas“ verändert wurden, unterliegen strengen Regulierungen. Ralf Reski, Professor für Planzenbiotechnologie, fordert deshalb von den Gesetzgebern neue Richtlinien. Im Online-Magazin der Uni Freiburg erklärt er die Verwendungsmöglichkeiten sowie die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vorteile von CRISP/Cas. Er vergleicht das mit einem Auto: "Da fragt man nicht, ob es in Handarbeit oder am Fließband gebaut wurde, sondern ob es am Ende sauber, sicher und effizient ist".
Quelle: Uni Freiburg

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29. Okt 2018 · News · Ausbildung · Politik

Workshop zum Nagoya-Protokoll

Seit rund 4 Jahren ist das Nagoya-Protokoll in Kraft. Die Zielsetzung ist ein Interessensausgleich zwischen den Ursprungsländern genetischer Ressourcen und den Ländern, in denen diese Ressourcen genutzt werden. Was bedeutet das Nagoya-Protokoll für die praktische akademische Forschung? Welche Erfahrungen wurden gemacht und wohin wird die Reise gehen? Werden zukünftig auch digitale Sequenzinformationen unter das Nagoya-Protokoll fallen? Diese und weitere Fragen werden in den Impulsvorträgen ausgewiesener Experten beleuchtet. Anschließend wird in drei parallelen Arbeitsgruppen anhand von konkreten Beispielen Wissen für die Praxis vermittelt, aber auch vertiefend über bisherige Erfahrungen und zukünftige Entwicklungen diskutiert. Der Workshop wird vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), gemeinsam mit VBU und DECHEMA am 3. Dezember 2018 im DECHEMA-Haus, Frankfurt am Main, organisiert. Er kostenfreie Workshop steht auch Mitgliedern der Fachgesellschaften es VBIO offen, wie der DBG.
Quelle: VBIO

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26. Okt 2018 · News · Förderung · Politik

Moore in Deutschland sollen wiederbelebt werden

In Deutschland soll es wieder mehr Moore geben. Der Großteil ist derzeit trockengelegt. Da sie für den Natur- und Klimaschutz eine wichtige Rolle spielen, will die Bundesregierung den Schutz der Moore verstärkt fördern. Das Bundesumweltmi-nisterium unterstützt daher unter anderem den Deutschen Moorschutzdialog, der heute in Berlin tagte und seine Ergebnisse in die geplante Moorschutz-Strategie des Bundes einbringen wird. Das Projekt des „Greifswald Moor Centrum“ wird mit 1,4 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert, berichtet der VBIO.
Quelle. VBIO

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24. Okt 2018 · News · Politik

Sofortmaßnahmen gegen Artenrückgang in der Agrarlandschaft

Die biologische Vielfalt ist in Deutschland in den vergangenen 25 Jahren stark zurückgegangen und ist zu einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen geworden. Die Arbeitsgruppe „Biodiversität in der Agrarlandschaft“ der Leopoldina, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften empfiehlt deswegen, die anstehende Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik für Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu nutzen.
Quelle: Leopoldina

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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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19. Okt 2018 · News · Ausbildung · Politik

Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat soeben die „22. Fortschreibung des Datenmaterials (2016/2017) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen“ veröffentlicht. Der diesjährige Bericht zeigt erneut, dass der Anteil von Wissenschaftlerinnen sowohl bei den Hochschulen als auch bei den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich angestiegen ist, die Fortschritte in allen Bereichen allerdings nur langsam erfolgen und anhaltender Handlungsbedarf besteht. So hat sich seit 1997 der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl

  • der Erstimmatrikulationen von 48,6 % auf 50,5 %,
  • der Studienabschlüsse von 42,1 % auf 50,9 %,
  • der Promotionen von 32,1 % auf 45,2 % und
  • der Habilitationen von 15,7 % auf 30,4 %

erhöht. Dies belegt aber auch, dass der Anteil von Frauen noch immer mit jeder Qualifikations- und Karrierestufe nach Studienabschluss sinkt. Mit dieser „leaky pipeline“ geht erhebliches Qualifikationspotential für das Wissenschaftssystem verloren.
Quelle: GWK (pdf)

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19. Okt 2018 · News · Politik

9-Punkte-Plan gegen das Insekten- und Bestäuber-Sterben

Die Wildbiene Halictus scabiosae. Foto: A. Haselböck

Mit weltweit circa 1 Million bekannten Arten gehören die Insekten zu den erfolgreichsten Organismengruppen auf unserem Planeten. Trotzdem sind in Mitteleuropa mittlerweile viele Insektengruppen massiv bedroht und so stark im Rückgang begriffen, dass man von einem weitreichenden Insektensterben sprechen kann. Unter dem Motto „Fakten, Ursachen, Lösungen“ haben sich heute im Naturkundemuseum Stuttgart renommierte Forschende aus ganz Europa mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz getroffen, um mögliche Lösungsansätze zu diskutieren, wie die Uni Hohenheim berichtet. Diese Lösungsansätze haben die Forschenden am Ende des Symposiums in einem gemeinsamen 9-Punkte-Plan präsentiert.
Quelle: Uni Hohenheim

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08. Okt 2018 · News · Politik

DFG: Standortbestimmung Synthetische Biologie

Die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Standortbestimmung zur Synthetischen Biologie veröffentlichten, die wesentliche wissenschaftliche Fortschritte auf diesem Gebiet beschreibt und mit Blick auf derzeitige gesellschaftliche Diskussionen einzuordnet. Die Analyse zeigt, dass die aktuellen wissenschaftlichen Fortschritte kein neues Gefährdungspotenzial erkennen lassen und somit durch bestehende gesetzliche Regelungen, insbesondere das Gentechnikgesetz, abgedeckt sind. Ebenso erwachsen aus den neuen Entwicklungen keine neuen ethischen Fragen, sie sind vielmehr bereits im Kontext der Debatten zur Gentechnologie und der Stammzellforschung erfasst. Mit der Standortbestimmung möchte die Senatskommission einen Beitrag zu einer sachlichen Diskussion der Chancen und Risiken der Synthetischen Biologie leisten und damit den satzungsgemäßen Auftrag der DFG zur wissenschaftlichen Politikberatung wahrnehmen.
Quelle: DFG

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02. Okt 2018 · News · Förderung · Politik

Gesamtstrategie Bioökonomie für 2019

Die Bundesregierung setzt mit einem umfassenden Bioökonomie-Konzept auf den verstärkten Einsatz biologischer Ressourcen und umweltschonender Produktionsverfahren in allen Wirtschaftsbereichen. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, haben sich nun darauf verständigt, ihre strategischen Aktivitäten für den Wandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft in einer Strategie politisch zu bündeln. Kernthemen der Gesamtstrategie zur Bioökonomie sind die nachhaltige Ausgestaltung der land- und forstwirtschaftlichen Produktion und die Entwicklung innovativer biobasierter Alternativen zu bestehenden Produkten und Prozessen sowie länderübergreifende Kooperationen. Aussagen über Forschungsschwerpunkte sind darin leider (noch) nicht zu finden. Die Bundesministerinnen werden die Gesamtstrategie erst im nächsten Jahr vorlegen, berichtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bislang existieren zwei getrennte Strategien der Bundesregierung, die "Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030" vom BMBF und die "Nationale Politikstrategie Bioökonomie" vom BMEL.
Quelle: BMBF

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02. Okt 2018 · News · Politik · Publikation

Wie die HRK Veröffentlichungen in „Raubzeitschriften“ eindämmen will

In einer heute verabschiedeten Stellungnahme des Senats der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu sogenannten Raubverlagen bekennen sich die Hochschulen zu ihrer Verantwortung für die wissenschaftliche Qualitätssicherung. Konkret empfiehlt die HRK in ihrer Stellungnahme vier Punkte, mit denen Hochschulen die Standards des wissenschaftlichen Publizierens verteidigen und Qualitätssicherungsprozesse verbessern können.
Quelle: HRK

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13. Sep 2018 · News · Politik

Pflanzengenetiker zum EuGH-Entscheid "wissenschaftlich nicht nachvollziehbar"

Für seine Titelgeschichte interviewte das Laborjournal den Pflanzengenetiker Frank Hochholdinger. Unter dem Titel "Das entbehrt jeglicher Logik!“ berichtet der Professor der Uni Bonn von fassungslosen Forschenden, drei nicht nachvollziehbaren Punkten in der Begründung des Gerichts und die schwerwiegenden Folgen dieses Urteils für Forschende, die Wirtschaft und die Züchter. Er wünscht sich, dass mehr Wissenschaftler sich äußern und Politiker direkt ansprechen. Der Europäische Gerichtshof hatte am 25. Juli entschieden: Pflanzen, die durch moderne Zuchtverfahren wie das Genome Editing erzeugt wurden, gelten als genetisch veränderte Organismen im Sinne der EU-Freisetzungsrichtlinie des Jahres 2001.
Quelle: Laborjournal

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10. Aug 2018 · Actualia · DBG · Politik

Statement der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) zum EuGH Urteil über Genom-Editierung

Viele Mitglieder der DBG sind enttäuscht vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Genom-Editierung bei Pflanzen und der Bewertung ihre Produkte als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen. Viele Kommentare spiegeln die Besorgnis wider, dass diese Entscheidung andauernde und irreparable Nachteile für Forschung und Entwicklung der nötigen ertragreichen und Dürre-, Überschwemmungs- und Nährstoffmangel-toleranten Pflanzengenotypen in Europa nach sich zieht.

Tatsächlich muss die Diskussion darüber beschleunigt werden. Vor allem aber müssen jenseits der Judikative, die den gesetzlichen Rahmen lediglich auslegt und eine der möglichen Interpretationen gewählt hat, die beiden grundsätzlichen Adressaten wieder in den Blick genommen werden: die Öffentlichkeit und die Legislative.

In vielfach ausgewogener Weise wurden die Chancen der Genom-Editierung nach dem Urteil des EuGH in den Medien diskutiert. Dieses Momentum gilt es zu nutzen und auszubauen. Letztendlich müssen vorteilhafte Pflanzen im Feld überzeugen, die mit einer sehr geringen Anzahl an Sequenz-Editierungen die Erträge sichern oder die Nahrungsqualität erhöhen. In Anbetracht des besorgniserregend trockenen und heißen Sommers als Indikator des Klimawandels reift hoffentlich auch in der breiten Öffentlichkeit die Erkenntnis, dass alle sicheren Wege genutzt werden müssen, um unsere Nahrungssicherheit zu realisieren und nachhaltige Anbauweisen zu entwickeln.

Darüber hinaus ist die Legislative anzusprechen, um über gesetzgeberische Maßnahmen eine angemessene Regulierung gegebenenfalls innerhalb des Gentechnikgesetzes zu bewirken, das noch aus dem Jahr 2001 stammt. Der offene Brief von mehr als 60 wissenschaftlichen Institutionen und Forscherpersönlichkeiten an den EU-Kommissionspräsidenten Junker mit Anregungen zur Bewertung neuer Züchtungsmethoden ist eine solche Maßnahme. Die auch von der DBG gezeichneten Vorschläge ermöglichen es dem öffentlichen und privaten Forschungssektor in der EU, im Interesse von Verbrauchern, Züchtern, Landwirten, Wirtschaft und Umwelt, wieder an die Spitze der Innovationen in der Pflanzenzüchtung zu gelangen (siehe: offener Brief, pdf).

Allerdings stellt sich auch die Frage, ob die Namen der Technologien wie „Gentechnik“ und „Genom-Editierung“ vertrauensfördernd sind. Nur Transparenz und Vertrauen zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft wird die Basis schaffen, den optimalen Raum zur Entwicklung und Akzeptanz neuer Kulturpflanzen zu schaffen. Was wir brauchen sind kluge sowie sachgerechte Regulierungen und „geneditiert“ als Qualitätslabel.

06. Aug 2018 · News · Politik

Petition: Entscheidung zum Genom-Editing des EuGH

Der französische Pflanzenforscher Benoît Lacombe hat während der internationalen Konferenz zur Molekularbiologie der Pflanzen (IPMB2018) in Montpellier eine Petition zur Überprüfung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Genom-Editing gestartet. Darin fordert er die Überprüfung der Entscheidung. Denn das Urteil besage, dass alle Pflanzen, die mit den neuen Verfahren des Genom-Editings - wie CRISPR/Cas9 oder TALEN – erzeugt werden, als genetisch veränderte Organismen (GVO) eingestuft werden sollen, was eine spezielle Kennzeichnungspflicht und spezielle Sicherheitsprüfung vor deren Zulassung erfordert. Der Forscher argumentiert, dass die diesem Urteil zugrundeliegenden Begründungen der Richter den bisherigen wissenschaftlichen Ergebnissen widersprechen. Die Petition auf dem Portal Change.org fordert, dass das Urteil anhand wissenschaftlicher Fakten und Evidenz überprüft werden muss und dass dabei alle Anstrengungen unternommen werden müssen, sowohl die Nahrungsmittelsicherheit als auch die Landwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu verbessern.
Zur Petition bei Change.org

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27. Jul 2018 · News · Politik

EuGH-Urteil: Stellungnahmen des Exzellenzclusters für Pflanzenwissenschaften

Am 25. Juli 2018 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg über die rechtliche Einordnung von neuen Methoden und Verfahren der Genome Editierung wie der „Genschere“ Crispr/Cas9 in der Pflanzenzüchtung entschieden. Wie der Gerichtshof entschied fallen die durch Mutationen im Erbgut von Lebewesen (Mutagenese) gewonnenen Organismen unter die strenge EU-Gesetzgebung zur Regulierung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den hier vorgesehenen Verpflichtungen. Pflanzen, die durch Genome Editing wie CRISPR/Cas erzeugt wurden, müssen vor Zulassung auf Sicherheit geprüft werden und unterliegen der Kennzeichnungspflicht. Zwei Forscher des Exzellenzclusters Pflanzenwissenschaften, CEPLAS Sprecher Professor Andreas Weber sowie Humboldt Professor Wolf B. Frommer äußerten sich dazu. Die Folgen des Urteils, sowie die Methode an sich und deren Perspektiven wird das CEPLAS bei einer öffentlichen Veranstaltung am 30. Oktober in Düsseldorf diskutieren. Gäste sind herzlich eingeladen!
Quelle: CEPLAS

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25. Jul 2018 · News · Politik

Europäischer Gerichtshof entschied zum Genome Editing

Heute hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) über die Techniken des Genome Editings wie beispielsweise die Gen-Schere CRISPR/Cas entschieden: "Durch Mutagenese gewonnene Organismen sind genetisch veränderte Organismen (GVO) und unterliegen grundsätzlich den in der GVO-Richtlinie vorgesehenen Verpflichtungen", schreibt die Pressestelle des EuGH. "Von diesen Verpflichtungen ausgenommen sind aber die mit Mutagenese-Verfahren, die herkömmlich bei einer Reihe von Anwendungen verwendet wurden und seit langem als sicher gelten, gewonnenen Organismen, wo bei es den Mitgliedstaaten freisteht, diese Organismen unter Beachtung des Unionsrechts den in der GVO-
Richtlinie vorgesehenen oder anderen Verpflichtungen zu unterwerfen." Es entschied damit anders als das Schlussplädoyer seines Generalanwaltes Bobek empfahl zu entscheiden. Viele WissenschaftlerInnen und Forschungsorganisationen sind von diesem Urteil sehr enttäuscht - siehe Posts auf Twitter, gesammelt unter https://twitter.com/PlantScienceDBG/ (deutsche) und https://twitter.com/PlantSciDBG_en/ (englische).
zur Pressemitteilung des EuGH (pdf)

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17. Jul 2018 · News · Politik

Brexit-Whitepaper: UK setzt auf Kooperation in Wissenschaft und Forschung

Die Britische Regierung strebt eine Beteiligung an den europäischen Forschungsförderprogrammen sowie Austauschprogramme für Studierende und Forschende an, berichtet der Verband der Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) und zitiert aus dem Whitepaper The Future Relationship Between the United Kingdom and the European Union, das die britische Regierung nun vorlegte.
Quelle: VBIO

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17. Jul 2018 · News · Politik

Deutsche Positionen zum EU-Programm für Forschung & Innovation

Nachdem die Europäische Kommission am 7. Juni 2018 den Gesetzgebungsvorschlag für das nächste EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, „Horizont Europa“ (2021-2027), veröffentlicht hatte, liegt seit dem 17. Juli auch eine erste Reaktion der Bundesregierung vor (pdf). Wie der Dachverband der Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) berichtet, sei das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Deutschlands damit eines der ersten EU-Mitgliedsländer, die auf Verhandlungsaspekte aus ihrer Sicht hinweisen.
Quelle: VBIO

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News · Politik

Gentechnik-Sicherheits-Verordnung auf den Weg gebracht

Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) berichtet, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor Kurzem den Entwurf einer "Verordnung zur Neuordnung des Rechts über die Sicherheitsstufen und Sicherheitsmaßnahmen bei gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anlagen" (kurz: Gentechniksicherheitsverordnung, GenTSV) vorgelegt (siehe: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/GlaeserneGesetze/Referentenentwuerfe/GenTSV-E.html).
Quelle: VBIO

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10. Jul 2018 · News · Politik

SBSTTA 22: Digitale Sequenz Information - Keine Einigung in Sicht

Dass die Beratungen über die Aufnahme Digitaler Sequenz Information (DSI) in das sog. Nagoya-Protokoll bei der Twenty-second meeting of the Subsidiary Body on Scientific, Technical and Technological Advice (SBSTTA 22) schwierig werden würden, war dem Ökologen Dr. Axel Paulsch vom Institut für Biodiversität (IBN) klar. Aber - wie er im Blog beim Netzwerkforum für Biodiversität in Deutschland (NeFo) berichtet - fanden die Zusammengekommenen zu gar keiner Einigung, obwohl man auch in kleinen Gruppen in Hinterzimmern darum gerungen hat. Dass es schwierig werden würde, einen gerechten Vorteilsausgleich im Protokoll der CBD (Convention of Biological Diversity) zu finden, war schon zuvor klar. Denn einerseits soll es um einen gerechten Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen gehen für biodiversitätsreiche Länder. Wenn nun aber auch digitale Sequenzinformationen in die Vereinbarungen aufgenommen werden, gefährdet das die freie wissenschaftliche Grundlagenforschung und damit die Biodiversitätsforschung selbst (die DBG berichtete mehrfach).
Quelle: NeFo

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09. Jul 2018 · News · Politik

Internationalisierung von Hochschulen: Jetzt erst recht!

Die weltpolitische Lage und die wissenschaftspolitische Landkarte verändern sich in den letzten Jahren dynamisch: Aufstrebende Wissenschaftsnationen bieten neue Kooperationsmöglichkeiten in Lehre und Forschung, der internationale Wettbewerb nimmt zu. Gleichzeitig erschwert eine zunehmende Wissenschaftsskepsis bis hin zu Wissenschaftsfeindlichkeit in Staaten innerhalb und außerhalb Europas den grenzüberschreitenden Austausch und die internationale Zusammenarbeit. Daher mahnt der Wissenschaftsrat zur vermehrten Internationalisierung der Hochschulen. Der Rat ist das Gremium, das die Bundesregierung und die Regierungen der Länder berät in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.
Quelle: Wissenschaftsrat

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06. Jul 2018 · News · Politik

Vor EuGH-Entscheid: Debatte über Genome Editing

Einige der Umwelt- und Industrieverbände, die sich vor dem am 25. Juli erwarteten Entscheid des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Regulierung Genom-editierter Pflanzen zu Wort gemeldet haben, nennt ein Artikel des Bioökonomie-Portals. Das von der Bundesregierung finanzierte Portal nennt dabei die relevante Frage: Entscheidet das Produkt oder der Produktionsweg darüber, ob eine Pflanze als gentechnisch veränderter Organismus (GVO), zählt oder nicht. Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz fordern, dass alle Verfahren, die unter Begriffen wie Genome Editing, zielgerichtete Mutagenese oder neuere Mutagenese-Verfahren laufen, als Gentechnik reguliert und sogar alle Produkte daraus als GVOs bezeichnet werden sollen. Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) hält dagegen, daß eine pauschale Einordnung als Gentechnik wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist und daher im Einzelfall entscheiden werden muss.
Quelle: Bioökonomie

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03. Jul 2018 · News · In den Medien · Politik

Nobelpreisträger setzt sich für Grüne Gentechnik ein

Grüne Gentechnik und gentechnisch modifizierte Pflanzen sind eine Schlüsseltechnik für die Welternährung der Zukunft. Dafür setzt sich der Medizin-Nobel-Preisträger Sir Richard Roberts während der Lindauer Nobelpreisträgertagung ein. Ihm geht es um die Ärmsten der Welt. Er prangert das Verhalten der Anti-Gentechnik-Aktivisten an, die Kampagnen gegen die Technik führten und den Menschen Angst machen. Dies hätte ihnen viele Spenden eingebracht. Er verlangt deshalb eine Entschuldigung von Greenpeace, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Der FAZ erklärt er auch, warum er seinen Studierenden den "Großmuttertest" machen lässt und warum sich die Ergebnisse der Forschungs-Community so langsam und schlecht durchsetzen. Das Video seiner Ansprache ist in der Mediathek der Nobelpreisträger-Tagung (Lindau Nobel) abzurufen.
Quelle: FAZ und Lindau Nobel

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03. Jul 2018 · News · Politik

Wie das Nagoya Protocol nicht nach hinten losgeht

Schweizer Forschende warnen im Fachjournal Nature Ecology & Evolution, dass das Nagoya Protocol der internationalen Biodiversitätskonvention (CBD) den artenreichen Ländern im Süden ehr schaden als nutzen könnte, obwohl es sie eigentlich beschützen soll. Denn das Protokoll führt zu paradoxen Konsequenzen, wenn auch die nicht-gewinnorientierte Forschung diesem unterworfen werden wird. Sie schlagen stattdessen Maßnahmen vor, die dies verhindern können. Das Journal Nature Plants bietet einen Link (via: twitter.com/NaturePlants/status/1014091713961451521), mit dem der Kommentar frei zur Verfügung steht rdcu.be/2nS6.
Quelle: Nature Ecology & Evolution

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29. Jun 2018 · News · Politik

Forscher warnen vor negativen Folgen der internationalen Biodiversitäts-Konvention

In einem heute im Fachmagazin Science veröffentlichten Positionspapier (DOI: 10.1126/science.aat9844) kritisieren knapp 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 35 Ländern die internationale Biodiversitätskonvention (engl. Convention on Biological Diversity). Sie argumentieren, dass das Übereinkommen die Erforschung biologischer Vielfalt einschränkt, die internationale Zusammenarbeit beeinträchtigt und den Zugang zu genetischen Ressourcen und die Wissenschaft behindert. Damit sei diese Konvention letztendlich kontraproduktiv: Sie schade sogar dem Schutz der Biodiversität. Unter den Unterzeichnenden sind auch Forscherinnen und Forscher der Senckenberg-Gruppe.
Quelle: Senckenberg

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26. Jun 2018 · News · Politik

VBIO: ABS und Digitale Sequenzinformationen

Der VBIO unterstützt gemeinsam mit mehr als 50 weiteren internationalen Organisationen eine Erklärung, in der Bedenken zur Ausweitung der Access and Benefit Sharing (ABS)-Verpflichtungen auf Digitale Sequenzinformation (DSI) erläutert werden. Die Unterzeichnenden sind besorgt über die potenziell schädlichen Auswirkungen einer möglichen zukünftigen unangemessenen Regulierung. Solche Verpflichtungen würden der biologischen Forschung zusätzliche Hürden aufbürden - mit potenziell negativen Folgen für den wissenschaftlichen Fortschritt und den daraus resultierenden enormen gesellschaftlichen Nutzen sowie für die Erreichung der drei Ziele des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Der VBIO hatte sich bereits mehrfach ähnlich geäußert und sich mit dieser Sicht bereits an das Sekretariat der CBD gewandt.
Quelle: VBIO

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23. Mai 2018 · News · Politik

Leopoldina-Experten fordern strengere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel

Etliche chemische Pflanzenschutzmittel, auch Pestizide genannt, haben in ihrem derzeitigen Einsatz eine schädliche Wirkung auf Ökosysteme und die biologische Vielfalt. Neben dem Klimawandel, den Veränderungen der globalen Nährstoffkreisläufe und der Zerstörung von Lebensräumen durch veränderte Landnutzung hat auch der Einsatz von Pestiziden zu einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt geführt. Dies erklärt eine Leopoldina-Expertengruppe in dem heute veröffentlichten Diskussionspapier.
Quelle: Leopoldina

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15. Mai 2018 · News · Politik

Vorbild Natur: Künstliche Photosynthese fördern

Eine gemeinsame Stellungnahme der deutschen Wissenschaftsakademien - unter ihnen acatech - empfiehlt, die Künstliche Photosynthese stärker in Zukunftsszenarien der Energiewende einzubeziehen. Die Künstliche Photosynthese eröffnet bislang ungenutzte Ansätze für umwelt- und klimafreundliche Energiesysteme. Die Grundlagenforschung soll der Stellungnahme zufolge stärker koordiniert und mit industrieller Forschung verknüpft werden. Wichtig sei insbesondere ein Fokus auf die Systemintegration, um effiziente und kostengünstige Anlagen zu entwickeln.
Quelle: acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

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14. Mai 2018 · News · Politik

Dossier zum Genome Editing

Die Verfahren des Genome Editing ermöglichen gezielte Eingriffe in das Erbgut, deren Resultate nicht von natürlichen Mutationen zu unterscheiden sind. Wegen ihrer besonderen Vorteile - vor allem Präzision, Zeit- und Kostenersparnis - werden sie inzwischen in vielen Bereichen von Biotechnologie und Pflanzenzüchtung genutzt. Allerdings ist derzeit nicht geklärt, ob derart veränderte Pflanzen als gentechnisch veränderte Pflanzen (GVO) eingestuft werden müssen. Das Fehlen rechtlich verbindlicher Entscheidungsgrundlagen stellt Wissenschaftler in der EU vor erhebliche Probleme und blockiert Forschungs- und Züchtungsprojekte. Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) präsentiert verschiedene Standpunkte zur rechtlichen Einordnung von Genome Editing bei Pflanzen aus der Sicht der Wissenschaft. Alle Informationen des Webiste-Dossiers gibt es auch als pdf-Datei (Stand: März 2018).
Quelle: VBIO

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14. Mai 2018 · News · Forscheralltag · Politik

ABS: Sorgfaltserklärungen jetzt verpflichtend

Das Bundesamt für Naturschutz als zuständige Vollzugsbehörde weist darauf hin, dass die Abgabe von Sorgfaltserklärungen gemäß EU-Verordnung zum Nagoya Protokoll für das Access and Benefit Sharing (ABS) für die Empfänger von Forschungsmitteln seit dem 10. Mai 2018 verpflichtend ist. Das meldet der VBIO und bietet mehrere Links mit weiterführenden Informationen.
Quelle: VBIO

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30. Apr 2018 · News · Politik

Wissenschaftsrat nimmt Stellung zur Hochschulpakt-Nachfolge

Zum Ende des Jahres 2020 wird mit dem Hochschulpakt das derzeit umfangreichste Förderprogramm des Bundes und der Länder für den Hochschulsektor auslaufen. Die Nachfolgevereinbarung stellt eines der wichtigsten wissenschaftspolitischen Vorhaben der nächsten Jahre dar. Welche Anforderungen sie erfüllen sollte, erläutert der Wissenschaftsrat in einem Positionspapier.
Quelle: Wissenschaftsrat

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24. Apr 2018 · News · Politik · Publikation

HRK: Alle Affiliations auf Paper angeben

Welcher Institution wissenschaftliche Publikationen zugerechnet werden, hat großen Einfluss auf die Position der Institution in internationalen Rankings. Deshalb ist es den Hochschulen wichtig, dass die Zugehörigkeit („Affiliation“) zur jeweiligen Einrichtung von den wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren bei einer Publikation angegeben wird. Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat hierzu entsprechende Leitlinien verabschiedet, dass die Zugehörigkeit zu einer sowie zu mehreren Einrichtungen alle genannt werden sollen.
Quelle: HRK

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20. Apr 2018 · News · Politik

Bundesregierung setzt auf Biotechnologie

Mit einer ressortübergreifenden Agenda will die Bundesregierung der Biotechnologie mehr Bedeutung beimessen, meldet das Portal Bioökonomie. Wirtschaftsminister Peter Altmaier gehe davon aus, dass die Biotechnologie „die nächste große Welle der Innovation hervorbringt” und betonte „wir brauchen jetzt eine Biotech-Agenda, die der digitalen Agenda entspricht”. Das sagte der CDU-Politiker auf den Deutschen Biotechnologietagen.
Quelle: Bioökonomie.de

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13. Apr 2018 · DBG · Politik

DBG fordert mehr Forschungsförderung der EU für 2021-27

Die Deutsche Botanische Gesellschaft unterstützt die Initiative More Funds For Research&Innovation. Deren Manifest ruft dazu auf, deutlich mehr Finanzmittel für Forschung und Innovation für die Jahre 2021 bis 2027 (in Multiannual Financial Framework, MFF) durch die EU bereit zu stellen; besonders für die wichtigen Schwerpunkte Landwirtschaftspolitik, Zusammenhalt und Wettbewerbsfähigkeit. Denn nur so kann dringend notwendige Forschung geleistet werden. Bekanntermaßen war das Budget im Forschungs-Programm Horizon 2020 deutlich unterfinanziert und das darf sich nicht wiederholen. Nur ausreichende Investitionen helfen, hochwertige und qualitativ wertvolle Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, Wachstum zu fördern und Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Nur diese Maßnahmen werden ein nachhaltiges Wachstum der ganzen EU ermöglichen. Wissenschaft und Forschung kommen allen EU-Bürgern zugute. Neu entwickelte Produkte werden bald das Leben aller Menschen beeinflussen. Nur Forschung und Entwicklung werden die Wettbewerbsfähigkeit der EU erhalten bzw. die EU wieder auf Wachstumskurs bringen. Da dies nicht nur einzelne sondern sehr viele Disziplinen voranbringt, ist es wichtig, das Budget für künftige Forschung und Entwicklung zu steigern. Über die Mittel für den zukünftigen Haushalt wird der EU-Rat in den kommenden Monaten entschieden. Das o.g. Manifest haben bis zum heutigen Tag bereits 1518 Forschende, wissenschaftliche Gesellschaften, Forschungsverbünde sowie forschende Unternehmen unterzeichnet, auch der Präsident der DBG im Namen aller Mitglieder.

Weitere Informationen:

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