Artikel zur Kategorie News


26. Nov 2015

Zelluläre Stressbewältigung bei Pflanze und Mensch

An der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) haben Forschende vom Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg die maßgebliche Funktion eines zellulären Mechanismus zur Stressbewältigung entdeckt. Sie beobachteten dabei, dass sich Pflanze und Mensch in dieser Hinsicht biochemisch und zellbiologisch sehr ähnlich sind. Die Erkenntnisse sind sowohl für die Stressbiologie menschlicher Zellen von Bedeutung als auch für die Entwicklung von Nutzpflanzen mit erhöhter Resistenz gegen Trockenheit, dem wichtigsten Stressfaktor beim Anbau von Nahrungspflanzen. Bei seinen Untersuchungen kooperierte das Heidelberger Team unter Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Hell und Dr. Markus Wirtz mit Forschenden aus Frankreich und Norwegen. Sie publizierten die Ergebnisse im Fachjournal Nature Communications.
Quelle: Uni Heidelberg

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02. Nov 2015

EU-Kommission entscheidet über neue Züchtungstechniken

Noch in diesem Jahr will die EU-Kommission eine immer wieder aufgeschobene Entscheidung herbeiführen: Fallen Pflanzen, bei denen neue Züchtungsverfahren zur Anwendung kamen, künftig unter die Gentechnik-Gesetze oder nicht? Es ist eine grundsätzliche Weichenstellung für die Pflanzenforschung und –züchtung in Europa, schreibt das Portal Transgen. Von ihr hängt ab, ob die neuen Verfahren ein ähnliches Schicksal erleiden wie die grüne Gentechnik, die in der EU an strengen Auflagen, teuren Zulassungsverfahren, politischem Dauerstreit und fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz gescheitet ist, schreibt das Portal.
Quelle: Transgen

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09. Nov 2015

Forschungspreis: TüftlerInnen für die Biotechnik der Zukunft gesucht

Forschende, die bereits heute an den biotechnologischen Verfahren von morgen arbeiten, können sich wieder um einen Preis bewerben, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben hat. Den Preisträgern winken Fördermittel, mit denen sie bis zu fünf Jahre lang eine eigene Arbeitsgruppe finanzieren können. Der Forschungspreis ist Teil der Initiative „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren – Biotechnologie 2020+“. Er richtet sich gleichermaßen an etablierte Forschende wie auch an Nachwuchskräfte, die bereits auf herausragenden Forschungsresultaten aufbauen können. Noch bis 31. Januar 2016 sind Bewerbungen möglich, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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16. Nov 2015

Grüne Chemie aus Holz und altem Pflanzenöl

Biokunststoffe sind zwar biobasiert, aber sie sind nicht automatisch auch umweltfreundlich. Zudem werden die chemischen Grundbausteine für die Bioplastik-Produktion meist noch aus den stärkehaltigen Früchten von Nutzpflanzen gewonnen. Um diese Konkurrenz mit der Nahrungsmittel-Produktion zu vermeiden, ging vor vier Jahren das EU-Forschungskonsortium „BioConSepT“ an den Start. Es hat Produktionsprozesse für zwei sogenannte Plattformchemikalien entwickelt, die aus ungenießbarer Biomasse gewonnen werden – wie etwa Holz oder altem Pflanzenöl. 29 europäische Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten in dem Konsortium zusammen, um diese Prozesse erstmals im größeren Maßstab umzusetzen. Bei einer Tagung im Ständehaus in Merseburg wurde am 10. und 11. November Bilanz gezogen, über die das Portal Biotechnologie berichtet.
Quelle: Biotechnologie.de

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04. Jan 2016

Jahresrückblick: Weltpflanzenrat zitiert drei deutsche Entdeckungen

Ein Viertel der wichtigsten Ereignisse in den Pflanzenwissenschaften des vergangenen Jahres stammt aus deutschen Laboren. Das geht aus dem Rückblick hervor, den der Weltpflanzenrat (Global Plant Council) in seinem "2015 Plant Science Round-Up" über die vergangenen zwölf Monate berichtet: Im Februar 2015 etwa wird eine Veröffentlichung deutscher Forschender im Fachjournal Science herausgehoben, die mittels RNA Interferenz (RNAi) eine Präzisionswaffe gegen Kartoffelkäfer fanden (vgl. Meldung vom 26.2.2015). Im Mai wird die Veröffentlichung deutscher Biotechnologen hervorgehoben, die Biopharmazeutika mit dem Moos Physcomitrella patens herstellen (doi: 10.1111/pbi.12401). Im September beschrieben in Deutschland arbeitende Forschende erstmals Proteine im Fachmagazin Cell, die einem Ertragsverlust bei Salzstress entgegenwirken könnten (vgl. Meldung vom 3.9.2015). Als wichtig wird auch herausgestellt, dass die EU ihre Gesetzgebung zu Gentechnikpflanzen geändert hat und dass Deutschland keine Gentechnikpflanzen anbauen will.
Quelle: Global Plant Council

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05. Jan 2016

Vorfahren heutiger Landpflanzen haben bereits an Land gelebt

Die ersten Pflanzen an Land waren vermutlich Grünalgen, wie aus molekularen Vergleichen zu schlussfolgern ist. Eine neue Publikation im Fachjournal Trends in Plant Science liefert Hinweise, dass einzellige Grünalgen bereits terrestrisch lebten und sich aus diesen terrestrischen Algen die Vorfahren der Moose und Farne entwickelten. Trifft dies zu, muss die Entwicklungsgeschichte der Landpflanzen umgeschrieben werden, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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04. Jan 2016

Wie die Vegetation der Taiga das Weltklima verändern wird

Nach einem Brand in der sibirischen Taiga dominieren Laubbäume, wo einst hauptsächlich Nadelbäume wuchsen. Foto: Susanne Tautenhahn

In den kaltgemäßigten Breiten der Nordhalbkugel sind die Folgen des Klimawandels bereits jetzt zu beobachten. Hier – von Kanada und den USA, über Skandinavien bis Russland und Japan – wachsen die borealen Nadelwälder, die Susanne Tautenhahn im Rahmen ihrer Promotion am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena untersucht hat. Wie die Wissenschaftlerin inzwischen am Institut für Spezielle Botanik der Uni Jena nun mit einem internationalen Team in einer Publikation im Fachmagazin Global Change Biology schreibt, setzt der Temperaturanstieg in diesen Wäldern eine Kette von Ereignissen in Gang, in deren Folge die borealen Nadelwälder nicht nur ihr charakteristisches Aussehen verlieren, sondern selbst maßgeblich das Weltklima beeinflussen können. So erwarten die Forschenden, dass etwa die sibirische „dunkle Taiga“, in der heute vorwiegend Nadelbäume wie Fichten, Tannen und Kiefern wachsen, langfristig von Laubbäumen dominiert wird. Aus dem heute dunklen, wird so künftig ein viel lichterer Wald, wodurch sich grundlegende Klimaeinflussgrößen verändern, wie Albedo (Reflexionsvermögen der Erdoberfläche für Sonneneinstrahlung), Kohlenstoff-Speicherung und Verdunstungskühlung.
Quelle: Uni Jena

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05. Jan 2016

"Deine Zukunft Biowissenschaften" in aktualisierter Auflage

Die Nachfrage nach der Broschüre „Deine Zukunft Biowissenschaften“ hat den herausgebenden Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) veranlasst, eine neue Auflage zu konzipieren und die Inhalte und Links zu aktualisieren. Die kostenlose Broschüre informiert umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten der Ausbildung und des Studiums in den Biowissenschaften. Sie bietet Informationen über Ausbildungswege, Dauer und Kosten der Ausbildung, Gehälter, Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Berufs- und Karrierechancen. Jedes Kapitel enthält weiterführende Links und Kontaktadressen, mit denen sich die Recherche in dem Berufsfeld ausweiten lässt.
Quelle: VBIO

direkt zur VBIO-Borschüre (pdf-Datei, 1,9 MB)

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05. Jan 2016

Löwenzahn schützt sich mit Latex vor Maikäfer-Larven

Eine Maikäferlarve (Melolontha melolontha) frisst an der Wurzel eines Löwenzahns. Die Pflanze wehrt sich mit bitterem Latex aus ihren Wurzeln. Foto: Meret Huber, MPI f. Chem. Ökologie, PLOS Biology

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale agg.) gilt vielen als lästiges Unkraut. Neben Hobby-Gärtnern hat die Pflanze auch in der Natur viele Feinde. Vor diesen schützt sie sich mit einem latexhaltigen Saft. Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und der Universität Bern haben jetzt im Fachmagazin PLOS Biology dargelegt, dass eine einzige Substanz aus dem bitteren Latexsaft die Wurzeln des Löwenzahns wirksam gegen gefräßige Maikäferlarven schützt. Latex ist demnach für die pflanzliche Verteidigung gegen Bodenschädlinge entscheidend.
Quelle: MPI f. Chem. Ökologie

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06. Jan 2016

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende der Sektion Phykologie haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren. „Denn noch kann keiner voraussehen, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird, und noch weiß keiner, warum sie die produktivste Alge in dieser lebensfeindlichen Welt ist“, sagt der Biologe Dr. Klaus Valentin vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben. Obwohl sie die produktivsten Algen im arktischen Ozean sind, ist bislang nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern und die Fragen der Biologen beantworten.
Quelle: Sektion Phykologie

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07. Jan 2016

Warum sich Pflanzenzellen schneller strecken können

Pflanzenzellen können sich viel schneller strecken als tierische Zellen. Das könnte daran liegen dass sie ihre Vakuolen wie einen Ballon im Inneren der Zellen aufblasen. Forschende der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben herausgefunden, dass die Form und Ausdehnung der Vakuole eine entscheidende Rolle bei der Wachstumsregulierung von Pflanzen besitzt. Das Volumen der Vakuole wird durch das Hormon Auxin kontrolliert. Das internationale Forscherteam um den Zellbiologen Jürgen Kleine-Vehn konnte nun zeigen, dass Veränderungen der Vakuole durch Auxin nur mit einem korrekt funktionierenden „Zellskelett“ (Cytoskelett) erfolgen können. Ist die Funktion des Cytoskelettes eingeschränkt, so kann die Vakuole ihr Volumen nur bedingt verändern und das Streckungswachstum ist gestört. Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden im Fachmagazin PNAS.
Quelle: BOKU

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07. Jan 2016

Weizengenom schneller verfügbar als geplant

Das Internationale Konsortium für die Sequenzierung des Weizengenoms (IWGSC) kündigt eine schnellere Entschlüsselung des Brotweizengenoms an. Spätestens 2017 erwarten die beteiligten Forschenden am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und ihre internationalen Kollegen die Referenzsequenz aller 21 Chromosomen. Das meldet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) und bezieht sich auf eine Pressemitteilung des IWGSC.

Quelle: IPK beim idw

direkt zur Meldung des IWGSC

siehe auch Artikel bei Biotechnologie.de

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18. Jan 2016

Warum die Kohlenstoffaufnahme in Europas Ökosystemen schwankt

Verbindung Atmosphärischer Zirkulationsmuster mit der Aufnahme von Kohlendioxid in Europäischen Ökosystemen. Foto und ©: James Barlow

Die atmosphärische Zirkulation bestimmt die großräumigen Windbewegungen über den Kontinenten und damit die Niederschläge und Temperaturen in verschiedenen Regionen. Besondere Kombinationen atmosphärischer Zirkulationsmuster waren auch für die außergewöhnlich niedrige Aufnahme von CO2 durch Europäische Ökosysteme in den ersten Jahren unseres Jahrtausends verantwortlich. Dies enthüllt ein internationales Wissenschaftler-Team, darunter Christian Rödenbeck vom MPI für Biogeochemie, in ihrer heute in Nature Communications veröffentlichten Studie.
Quelle: MPI für Biogeochemie

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18. Jan 2016

Gen-Schalter sorgt für ungeschlechtliche Fortpflanzung in Moos

Pflänzchen des Laubmooses Physcomitrella patens mit Sporenkapsel. Foto: Nelly Horst, Pflanzenbiotechnologie Freiburg

Das Gen BELL1 dient als Masterregulator für die Bildung von Embryonen und deren Entwicklung. Der Regulator führt auch ohne Befruchtung zu Nachkommen. Das haben Freiburger und israelische Biologen beim Moos Physcomitrella patens erstmals beschrieben. Als die Forschenden das Gen gentechnisch in der Pflanze aktivierten, entwickelten sich an einem bestimmten Zelltyp spontan Embryonen, die zu vollständigen Moos-Sporophyten heranwuchsen. Diese Sporenkapseln konnten sogar Sporen ausbilden, die zu neuen Moospflanzen heranwuchsen. Das Team um den Freiburger Biologen Professor Ralf Reski vermutet, dass dieser Mechanismus in der Evolution konserviert ist und zentrale Fragen der Biologie beantwortet. Ob ein Artverwandter von BELL1 auch zentral für die Embryonalentwicklung im Menschen verantwortlich ist, ist bisher nicht bekannt. Dennoch bereichern die Ergebnisse von Moosen andere Forschungsdisziplinen: Sie können etwa erklären helfen, wie die Entwicklung von Algen zu Landpflanzen erfolgte. Außerdem können sie dazu beitragen, die Landwirtschaft zu modernisieren, wenn genetisch gleiche Nachkommen von besonders ertragreichen Getreidepflanzen erzeugt werden sollen. Die Ergebnisse publizierte das Team im Fachjournal Nature Plants (doi: 10.1038/nplants.2015.209) und gewährt damit einen Einblick in die Evolution von Embryonen, die mehrzellige diploide Sporophyten bilden können.
Quelle: Uni Freiburg

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18. Jan 2016

Taxonomie-Studien über Pflanzen oder Pilze gesucht

Die Genfer Gesellschaft für Physik und Naturgeschichte (Société de Physique et d'Histoire Naturelle, SPHN) ruft zu Bewerbungen um den mit 5.000 Schweizer Franken dotierten "Augustin-Pyramus de Candolle Preis" 2016 auf. Er soll die Publikation botanischer Monographien fördern. Die Rechte an der Monographie werden beim Autor / der Autorin bleiben. Bewerbungsschluss ist der 4. April 2016.
Details (pdf)

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21. Jan 2016

Florierende Vegetation verstärkt Kohlendioxid-Schwankungen

Verstärker für eine atmosphärische Pendelbewegung: Weil sich boreale Wälder wie hier in Sibirien aufgrund der Erderwärmung immer weiter ausbreiten und die Vegetation in hohen Breiten mehr Photosynthese betreibt, nehmen die jahreszeitlichen Schwankungen im Kohlendioxid-Gehalt der Luft vor allem im Norden zu. Foto und © Michael Hielscher, MPI für Biogeochemie

Überall auf der Welt registrieren Messstationen den Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre. In hohen nördlichen Breiten ist allerdings noch ein weiterer Trend zu sehen: Die jahreszeitlichen Schwankungen des Kohlendioxids nehmen bereits seit den 1960er Jahren zu. Das liegt vor allem am verstärkten Pflanzenwachstum im Norden, schreiben Forschende vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena zusammen mit Kollegen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und aus den USA in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Science. Durch die höheren Temperaturen breiten sich mehr Wälder aus, die Photosynthese verstärkt sich. So nimmt die Vegetation im Sommer mehr Kohlendioxid auf.
Quelle: MPG

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19. Jan 2016

Summer School: Genetic Adaption

Zur Summer School über genetische Anpassungen sind auch Doktorierende und Graduierte eingeladen, die nicht Mitglied des veranstaltenden DFG-Graduiertenkollegs RESPONSE: Biological Responses to Novel and Changing Environments sind (www.uni-greifswald.de/response">www.uni-greifswald.de/response). Anmeldungen für das Treffen, das vom 15. bis 18. März 2016 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald stattfindet, sind an den Koordinator zu richten. Das Programm umfasst einen Tag für die Vorträge der Nachwuchsforscher sowie Sessions über Evolution, Omics-Technologien, Variation, Adaptation und Vererbbarkeit, die von etablierten Forschenden aus Deutschland und anderen EU-Ländern getragen werden.
Quelle: Tesearch Training Group RESPONSE

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21. Jan 2016

Über die Unmöglichkeit einer Gentechnik-Definition

Es ist fast unmöglich zu definieren, was Gentechnik ist, meint der Lebensmitteljournalist Nathanael Johnson. Zwar würden alle über Genfood reden, aber alle meinen verschiedene Dinge. Auf dem Portal Krautreporter bietet er einzelne Definitionen an und beschreibt deren Nutzen und Grenzen. Würde man sie anwenden, wäre auch manche über Jahre und Jahrzehnte etablierte Zuchtmethode nicht mehr erlaubt.
Quelle: Krautreporter

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20. Jan 2016

Investitionen in Naturkapital lohnen sich

Die ökonomischen Leistungen der Natur werden in ihrer Bedeutung für Mensch und Gesellschaft systematisch unterschätzt. Das ist das zentrale Ergebnis der zweiten Teilstudie "Naturkapital Deutschland - TEEB DE", die die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum ländlichen Raum zusammenfasst. Die Studie liefert viele wertvolle Argumente für eine ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik. Die Studie stellt die Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz vor.
Quelle: BfN

direkt zur Studie: http://www.naturkapital-teeb.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&g=0&t=1453928875&hash=d1746761815274bc786dbc2cbe9a90aa3808a4e4&file=fileadmin/Downloads/Projekteigene_Publikationen/160122_UFZ_TEEB_Broschuere_KF_LaendlRaeume.pdf

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20. Jan 2016

Mehr Vielfalt bei Gentechnik-Pflanzen

Die Anzahl gentechnisch veränderter Pflanzen, die weltweit kommerziell angebaut werden, hat sich zwischen 2008 und 2014 mehr als verdoppelt, meldet das Portal Transgen. Bis 2020 könnten es noch einmal doppelt so viele werden. Neben Mais, Sojabohnen und Baumwolle sind zunehmend weitere Pflanzen in der Entwicklung. Pflanzen, die etwa Trockenheit und Dürre besser vertragen oder mit wichtigen Mikronährstoffen angereichert sind. Und zunehmend werden solche Pflanzen auch in Entwicklungs- und Schwellenländern für die einheimische Nutzung entwickelt. Der wissenschaftliche Dienst der europäischen Kommission (JRC) hat die weltweiten Trends zusammengefasst, die das Portal vorstellt.
Quelle: Transgen

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20. Jan 2016

Landwirtschaft für Artenvielfalt

Das Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ wurde von einer Fachjury als wegweisendes Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben ein System zur Bewertung von Naturschutz-Leistungen auf Betriebsebene entwickelt, die mit der ökologischen Landwirtschaft erbracht werden können. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth hatte den Projektpartnern anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Auszeichnung übergeben. Das Logo „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ kann für einen Zeitraum von zwei Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.
Quelle: ZALF

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20. Jan 2016

Wetterextreme sind eine Gefahr für den Getreideanbau

Extreme Wettererscheinungen haben in der Vergangenheit die weltweite Getreideproduktion um rund 10 Prozent verringert. Auch in Zukunft werden sich widrige Wetterverhältnisse häufen; Forschende gehen von einer Verdopplung bis Verdreifachung aus. Wie aktuelle Studien zeigen, ist mehr Forschung und Vorbereitung auf Wetterextreme nötig. Außerdem müssen in Zukunft häufiger regionale Unterschiede beachtet werden. Zu diesem Schluss kommt das Portal Pflanzenforschung anhand der Ergebnisse zweier Studien aus den Journalen Nature und J. R. Soc. Interface.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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21. Jan 2016

Auch blaues Licht beeinflusst Schattenflucht

Auf dem Feld und im Gewächshaus könnte sich als nützlich erweisen, was Forschende über die Schattenflucht der Pflanzen herausgefunden haben. Sie haben auf molekularer Ebene untersucht, wie Pflanzen die maximale Lichtausbeute herausholen, sich zum Licht biegen und konkurrierenden Nachbarn ausweichen: Wann Pflanzen die Schattenflucht antreten, hängt demnach nicht nur vom Verhältnis von dunkelrotem (Infrarot) zu hellrotem Licht ab, sondern auch von der Lichtmenge im blauen Wellenlängenbereich, wie Forschende jetzt im Fachjournal Cell berichten. Dieses Wissen dürfte Pflanzenzüchter und Lampenhersteller für Gewächshäuser interessieren. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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21. Jan 2016

Pflanze zählt bevor sie zuschnappt

Erst beim zweiten Kontakt mit einem Sinneshaar schnappt die Venusfliegenfalle zu und erst nach dem fünften produziert sie Verdauungssekrete. Foto: Uni Würzburg

Die fleischfressende Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) plant ihre Ernährung sorgfältig: Sie kann zählen, wie oft ein Insekt sie berührt, und berechnet daraus den Aufwand für die Verdauung. Das hat ein internationales Team von Pflanzenwissenschaftlern um Professor Rainer Hedrich von der Universität Würzburg aufgedeckt und im Fachjournal Current Biology beschrieben. Wird demnach ein Sinneshaar auf der Venusfliegenfalle nur leicht bewegt, meldet es den ersten Beutekontakt über ein bio-elektrisches Signal. "Ein einzelnes Signal löst aber noch keine Reaktion aus – es könnte sich ja um einen Fehlalarm handeln", sagt Hedrich. Doch schon bei der zweiten Bewegung klappe die Falle blitzschnell zu. Zwei oder mehr Reize setzen den Signalweg des Berührungs- und Wundhormons Jasmonat in Gang. Bei fünf und mehr Signalen aktiviert die Pflanze zusätzlich in all ihren 37.000 Drüsen die Gene für Verdauungsenzyme. Diese Aktivierung bleibt aus, wenn vor der mechanischen Stimulierung der Jasmonat-Signalweg experimentell unterdrückt wird.
Quelle: Uni Würzburg

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21. Jan 2016

Wie Artenzahl und Produktivität zusammenhängen

Dieses alte Feld nahe Papenburg ist eine der mehr als 1100 Grasflächen, deren Daten das internationale Forscherteam analysierte. Foto: Monika Feiling, Uni Oldenburg

Gehen wir bei Nutzung und Schutz der Natur und ihrer Ressourcen bislang von zu stark vereinfachten Annahmen aus? Ein ökologisches Rätsel ist die Frage, wie die biologische Vielfalt und die Produktivität genau zusammenwirken – also das Entstehen neuer Biomasse etwa über Pflanzenwachstum. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Oldenburger Biodiversitätsexperten Prof. Dr. Helmut Hillebrand hat dieses Rätsel nun lösen können, über das in den letzten Jahren viel debattiert wurde. Im Forschungsjournal Nature (doi: 10.1038/nature16524">10.1038/nature16524) beschreibt es den Zusammenhang zwischen Artenzahl und Produktivität neu – nämlich als wechselseitige Beziehung. Dazu hatten sie die Voraussagen mehrerer Theorien in ein Modell integriert und die Ergebnisse von mehr als 1100 Grasflächen auf fünf Kontinenten ausgewertet.
Quelle: Uni Oldenburg

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22. Jan 2016

Studien zur Gefahr von Gentech-Soja manipuliert

Eine Studie von Federico Infascelli, die im Jahr 2013 im Fachjournal Food and Nutrition Sciences veröffentlich worden war, ist zurückgezogen worden, weil er sich angeblich selbst plagiiert haben will, berichtet das Fachjournal Nature. Inzwischen stehen weitere Arbeiten des Tiermediziners in der Kritik und werden von der Universität in Neapel untersucht. In diesen Studien will er einen Beleg gefunden haben, dass sich Gene aus gentechnisch veränderten Sojabohnen in Fleisch und Muttermilch von Ziegen wiederfinden würden. Nun mehren sich die Hinweise, dass die Ergebnisse in sieben weiteren Studien des Italieners manipuliert worden sind. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel "Gefälschte Argumente" auf ihrer Website.
Quelle: Süddeutsche

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24. Jan 2016

Kein Forschungsgeld mehr für Olivier Voinett

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat die Forschungsförderung für den Pflanzenforscher Olivier Voinnet gestoppt. Der SNF zieht damit die Konsequenzen aus einer nichtöffentlichen, internen Untersuchung, berichtet die Neue Züricher Zeitung (NZZ) heute in ihrer nicht-öffentlichen Ausgabe. Aufgefallen waren die Bildbearbeitungen von Voinnet bereits im März vergangenen Jahres (vgl. Meldung vom 17.3.2015) und hatten sich in Untersuchungen der ETH Zürich und des CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) im Juli 2015 bestätigt (vgl. Meldung vom 10.7.2015). Der einstige Shootingstar der RNA-Forschung darf außerdem drei weitere Jahre keine neuen Forschungsanträge mehr einreichen beim SNF, dem schweizer Forschungsförderer, Pendant zur DFG in Deutschland bzw. zum FWF, dem Österreichischen Forschungsförderer.

Quelle: NZZ via Stephan Grieb bei Twitter twitter.com/Falcoc56/status/691172549934333952

22. Jan 2016

Fotorezeptor aus Algen bringt Licht ins Dunkel

Biologische Abläufe gezielt mit Licht kontrollieren – was nach Science-Fiction klingt ist heute bereits Realität. Die Optogenetik vereint optische Technologien und Genetik und hat die biologische Forschung revolutioniert. Forschende des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg haben nun aufgeklärt, wie der in der Alge Phaeodactylum tricornutum vorkommende Fotorezeptor Aureochrom 1a funktioniert. Die im Fachjournal eLife publizierten Erkenntnisse helfen bei der Entwicklung neuer synthetischer Fotorezeptoren zum Einsatz in Forschung und Industrie.
Quelle: MPG

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11. Jan 2016

Bodenkrusten-Forscher brechen zur Expedition in die Wüste Chiles auf

Ein Forscherteam um den Biologen Professor Ulf Karsten und den Bodenkundler Professor Peter Leinweber von der Uni Rostock bereitet sich gegenwärtig auf eine Expedition nach Chile vor. Im März werden die Forschenden dort die weitgehend unbekannte Strukturierung und Zusammensetzung Biologischer Bodenkrusten untersuchen. Sie wollen beispielsweise herausfinden, welche Organismen in diesen Pionier-Gemeinschaften mit welchen biochemischen Prozessen zur Verwitterung beitragen. Das interdisziplinäre Projekt CRUSTWEATHERING wird im Rahmen eines DFG Schwerpunktprogramms mit 800.000 Euro gefördert. Es läuft drei Jahre und soll insbesondere der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen.
Quelle: Uni Rostock

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11. Jan 2016

Landessaatzuchtanstalt sucht 1.000 Hobbygärtner für Experiment zur Sojazüchtung

Soja könnte auf viel mehr Flächen in Deutschland angebaut werden – wenn geeignete Sorten gezüchtet werden. Die Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim startet nun zusammen mit dem Tofu-Hersteller Taifun eine Studie zur Sojazüchtung, um neue, an die verschiedensten Klimaregionen angepasste Zuchtstämme und Sorten für die Tofu-Produktion zu identifizieren. Dazu bitten die Forschenden Hobbygärtner, Profigärtner und Landwirte um ihre Mithilfe: Sie suchen 1.000 Teilnehmende aus ganz Deutschland, die Spaß am Soja-Experiment in ihrem Garten haben. Bis zum 28. Februar 2016 können sich Interessenten auf der Webseite der Aktion bewerben.
Quelle: Uni Hohenheim

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11. Jan 2016

Jahresauftakt: DFG unterstreicht Erwartungen an neue Exzellenzinitiative

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zum Auftakt des wissenschaftspolitischen Jahres 2016 die Erwartungen der Wissenschaft an die geplante neue Bund-Länder-Initiative zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative unterstrichen. Gut zwei Wochen vor der Übergabe des Berichts einer internationalen Expertenkommission („Imboden-Kommission“) an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) nahmen DFG-Präsident Professor Dr. Peter Strohschneider und Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek am Montagvormittag in Berlin in einem Pressegespräch Stellung zu den möglichen Zielen und zum Zuschnitt einer neuen Runde des seit 2006 laufenden Programms. Weitere Gesprächspunkte waren die Kriterien und die Rolle von Wissenschaft und Politik im künftigen Entscheidungsverfahren.
Quelle: DFG

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12. Jan 2016

Lernfähigkeit von Pflanzen

Fleischfressende Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula). Foto: Alexandra Kehl

Forschende der Uni Tübingen wollen ergründen, ob Pflanzen ‒ ähnlich wie Tiere ‒ auf bestimmte Verhaltensweisen konditioniert werden können, obwohl sie kein Gehirn haben. Dr. Michal Gruntman und Professorin Katja Tielbörger aus dem Institut für Evolution und Ökologie haben sich erfolgreich für das Förderprogramm "Experiment!" der VolkswagenStiftung beworben. Mit diesem Format fördert die Stiftung innovative und ungewöhnliche Forschungsprojekte mit ungewissem Ausgang. Die Forschenden erhalten 100.000 Euro für ihr Projekt "Pawlow’sche Pflanzen". Dazu untersuchen sie experimentell, ob sich Pflanzen auch mit falschen Signalen konditionieren lassen, wozu sie beispielsweise bei der fleischfressenden Venusfliegenfalle und der Mimose schnelle Blattbewegungen durch Reize auslösen wollen, die nichts mit Futter oder Gefahr zu tun haben. Auch die Modellpflanze Ackerschmalwand steht ist Teil der Experimente.
Quelle: Uni Tübingen

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12. Jan 2016

Inosit-Transporter akkumulieren Arsen

Die Arsenbelastung von Reis und Reisprodukten ist ein Gesundheitsrisiko. Die Entwicklung neuer Sorten, die weniger Arsen anreichern, wäre da eine Lösung. Doch dafür muss zunächst geklärt werden, wie das Gift überhaupt ins Reiskorn gelangt. Nun haben Forschende erfolgreich begonnen, diese Wissenslücke zu schließen und in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana gleich zwei Transporteiweiße identifiziert, die Arsen in die Samen befördern. Über die im Fachjournal Nature Plants erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

Daran beteiligt waren Erlanger Forschende - siehe Pressemitteilung der Uni Erlangen: Blinder Passagier im Reis

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12. Jan 2016

Pilz befällt Triticale dank evolutivem Trick

Die Forschenden sammelten verschiedene Mehltauformen für ihre Analysen. Foto: Uni Zürich

Seit wenigen Jahren kann Mehltau die Getreideart Triticale infizieren, die vorher gegen diese Pilzerkrankung resistent war. Wie der Krankheitserreger auf eine andere Wirtspflanze übergreifen konnte, haben jetzt Forschende der Universität Zürich im Fachjournal Nature Genetics dargelegt. Dazu hatten sie die genomische Erbinformation verschiedener Mehltau-Formen untersucht. Das Genom der Erreger, die Triticale, Roggen und Weizen befallen, wurde daraufhin bioinformatisch verglichen. Dabei zeigte sich, dass der neue Triticale-Pilz ein Hybrid der auf Weizen und Roggen spezialisierten Varianten ist: 12,5 Prozent des Genoms ist identisch mit DNS-Sequenzen aus der auf Roggen spezialisierten Form, während 87,5 Prozent von der auf Weizen spezialisierten stammen.
Quelle: Uni Zürich

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13. Jan 2016

Mit Küchengärten gegen chronische Mangelernährung von Kindern

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist die Mangel- und Fehlernährung der ländlichen Bevölkerung in Entwicklungsländern. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) koordiniert nun ein Forschungsprojekt zur Ernährungssicherung in Tansania, mit dem das Thema angegangen wird.
Quelle: ZALF (pdf)

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13. Jan 2016

Inventur heimischer Pflanzen und Tiere geht weiter

Im Projekt „German barcode of life“ (GBOL) wurden bisher ein Drittel der in Deutschland lebenden Tiere und Pflanzen über ihren Barcode erfasst. In der nun bewilligten zweiten Förderphase wird die Arbeit an der umfassenden DNA-Barcode Referenzdatenbank der deutschen Fauna und Flora mit einem Fokus auf Organismen fortgeführt, deren Erfassung für wirtschaftlich relevante Anwendungen benötigt wird. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 13.800 Arten hinzugefügt werden, sodass am Ende der Laufzeit etwa die Hälfte der Tiere und Pflanzen in der Datenbank verzeichnet sein werden. Das meldet das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK), Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn.
Quelle: ZMFK

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13. Jan 2016

Biotech-Firmen wollen laut Umfrage investieren

Die deutsche Biotechnologie-Branche startet so optimistisch wie schon lange nicht mehr ins neue Jahr und spricht sich klar für weiteres Wachstum aus. Eine Mehrheit der Firmen will mehr Mitarbeitende einstellen sowie stärker als bisher in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren. Die positive Stimmung geht mit einer deutlich verbesserten Finanzierungsituation einher: Mit 553 Millionen Euro haben die Biotech-Unternehmen im Jahr 2015 rund 38 Prozent mehr Kapital eingenommen als im Jahr zuvor. Dies hat eine Umfrage des Verbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland, in Kooperation mit dem Branchenmagazin Transkript ergeben, schreibt das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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14. Jan 2016

Artenreiche Ökosysteme sind produktiver als artenarme

Prof. Sally Power von der University of Western Sydney in Yarramundi, einem Grasland bei Sydney in Australien. Foto: Raul Ochoa Hueso, University of Western Sydney

Artenreiche Ökosysteme sind wesentlich gesünder und produktiver als artenarme. Das hat eine internationale Gruppe von Forschenden in einer Analyse komplexer Daten weltweiter Grasland-Ökosysteme herausgefunden. Es ist die bislang umfassendste Studie, die diesen Effekt in natürlichen Ökosystemen zeigt. Die Studie entstand unter Beteiligung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und wurde im Fachjournal Nature publiziert.
Quelle: iDiv

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15. Jan 2016

Congress: Plant Biology Europe

Der Kongress für Europas Pflanzenforscherinnen und Pflanzenforscher wird vom 26. bis 30. Juni 2016 in der tschechischen Hauptstadt Prag stattfinden. Das vorläufige Programm steht bereits auf der Website. Am 10. Februar enden die Vortragsanmeldungen und Anträge für Reisebeihilfen. Poster können noch bis 31. März gemeldet werden. Organisiert wird der Kongress von der Federation of European Societies of Plant Biology (FESPB) und der European Plant Science Organisation (EPSO).

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15. Jan 2016

Veränderung der Flora Baden-Württembergs

Der geschützte Frauenschuh wird seltener in den Wäldern Baden-Württemberg. Foto: Mike Thiv, SMNS

Mehr als 180 Ehrenamtliche erfassten unter der Federführung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart (SMNS) zum zweiten Mal alle Pflanzen in Baden-Württemberg. Die am Naturkundemuseum Forschenden können so die Auswirkungen des Klimawandels und des Menschen auf die regionale Pflanzenwelt erforschen. Das Ergebnis: Zahlreiche gefährdete Arten nehmen weiterhin ab. Neue, wärmeliebende Pflanzen breiten sich aus. Das meldet das Museum beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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14. Jan 2016

Wie Wissenschaft und Gesellschaft mit der Genom Editierung umgehen können

Mithilfe der Genom Editierung können Forschende, die Erbsubstanz von Lebewesen gezielt verändern. Die CRISPR/Cas9-Technologie eröffnet dabei neue, bisher ungeahnte Möglichkeiten. Sie ist einfach, schnell, präzise, universell und günstig. Wissenschaftler wollen damit Erbkrankheiten korrigieren, sie können die genetische Variabilität von Lebewesen erhöhen oder Pflanzen züchten, die widerstandsfähiger sind. Für Forschende ist die Technik eine Revolution. Doch wie jede Technologie, birgt sie auch mögliche Risiken. Das Portal Pflanzenforschung stellt medizinische Anwendungen vor, verweist auf CRISPR/Cas9-Studien bei Ackerschmalwand, Tabakpflanzen, Reis, Weizen, Hirse, Mais, Tomaten oder Orangen und beschreibt, wie Wissenschaft und Gesellschaft miteinander in Dialog treten können.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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15. Feb 2016

Orchideenschau im Botanischen Garten Leipzig

Orchidee der Gattung Phalaenopsis. Foto: Botanischer Garten, Uni Leipzig

Die Gewächshäuser des Botanischen Gartens der Universität Leipzig verwandeln sich vom 27. Februar bis 6. März in ein tropisches Orchideenparadies. Tausende Orchideen - vor allem außergewöhnliche Züchtungen und Hybriden, die nicht in jedem Baumarkt zu finden sind - werden im Dschungel der Gewächshäuser kunstvoll präsentiert, so als wenn sie schon lange hier gewachsen wären. Die Orchideenschau in der Linnéstraße ist täglich von 10 bis 18 Uhr für ihre Besucher geöffnet.
Quelle: Uni Leipzig

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15. Feb 2016

"Kartoffeln der Zukunft" - Scheitern am schlechten Gentechnik-Image?

Forschende der Universität Wageningen haben eine Kartoffel entwickelt, die gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent ist. Dazu haben sie verschiedene Resistenzgene aus Wildkartoffeln in gängige Kartoffelsorten übertragen. Die neuen Kartoffeln werden als cisgen bezeichnet, da sie nur Erbmaterial aus Kartoffel enthalten. In Freisetzungsversuchen konnten sie bereits unter Beweis stellen, dass ihre Pflanze funktioniert. Dennoch hat die Kartoffel in Europa derzeit keine Chance auf Vermarktung, weil sie nach derzeitigem Recht als gentechnisch veränderter Organismus (GVO) eingestuft wird. Die Wageninger Wissenschaftler treten dafür ein, dass sich das ändert. Das wird ihnen nun vorgeworfen, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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15. Feb 2016

Stickstoffemissionen einzelner Länder

Forschende haben die tatsächlichen Stickstoffemissionen einzelner Länder berechnet und in ihrer Publikation im Fachjournal Nature Geoscience dabei sowohl Importe als auch Exporte berücksichtigt. Durch den Import von Waren, die bei der Produktion viel Stickstoff freisetzen, lassen sich hohe Stickstoffemissionen ins Ausland verlagern – samt der „Nebenwirkungen“ wie Artenschwund, Wasserverschmutzung und Belastung durch Stickoxide. Dieser Problemexport beeinflußt nicht nur die Region sondern auch das globale Klima. Unter dem Strich heißt das, dass die Emissionen importierter Konsumgüter genauso in die Bilanzen des jeweiligen Landes mit einbezogen werden müssen wie die Emissionen selbst produzierter Waren. Doch dies wird bislang nicht berücksichtigt, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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15. Feb 2016

Mit Licht den Proteintransport aus dem Zellkern heraus steuern

Mit Hilfe eines lichtempfindlichen pflanzlichen Proteins, das gentechnisch verändert wurde, lässt sich der Proteintransport aus dem Zellkern heraus mit Licht kontrollieren: Ein solches „Werkzeug“ aus dem Bereich der Optogenetik haben Forschende der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) jetzt erstmals entwickelt. Die Biologen wandten dazu die Methoden der Synthetischen Biologie an und kombinierten einen Lichtsensor aus der Haferpflanze mit einem Transportsignal. Damit ist es nun möglich, den Ort und entsprechend die Aktivität von Proteinen in Säugerzellen durch Beleuchtung von außen präzise zu steuern. Ihre Forschungsergebnisse publizierte das Team in Nature Communications.
Quelle: Uni Heidelberg

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16. Feb 2016

Jena-Experiment zur Biodiversität geht weiter

Zu den Arbeiten am Jena-Experiment gehört es, auch die Anzahl der verschiedenen Lebewesen auf den einzelnen Parzellen zu ermitteln. Foto: Anne Günther, Uni Jena

Der Fortbestand eines der größten und ältesten Biodiversitätsexperimente in Europa ist bis Mai 2018 gesichert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das „Jena-Experiment“ auch in den kommenden zwei Jahren fördern. Sie stellt rund vier Millionen Euro zur Verfügung, damit verschiedene Aspekte der Artenvielfalt auf einer Fläche am Rande von Jena untersucht werden. Davon erhalten die Friedrich-Schiller-Universität Jena rund 1,5 Millionen und die Universität Leipzig rund 800.000 Euro. Insgesamt sind am Jena-Experiment über 100 Forschende beteiligt, unter ihnen Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), das inzwischen den Sprecher des Experiments stellt. Das meldet die Uni Jena beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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16. Feb 2016

Schließzellen von Kohlenhydraten reguliert

Eine neue Studie stellt das bisherige Wissen über die Regulation von Schließzellen auf den Kopf. Demnach aktiviert das blaue Licht bei Tagesanbruch den Abbau von Stärke in den Chloroplasten. Erst dies ermöglicht das schnelle Öffnen der Stomata für den Gasaustausch. Stärke nimmt also in der Regulation der Schließzellen eine Hauptrolle ein und nicht - wie bislang vermutet - eine Nebenrolle. Das Portal Pflanzenforschung stellt die im Fachjournal Current Biology erschiene Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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18. Feb 2016

Orchideen erhalten organischen Kohlenstoff von Pilzen

Der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) ist eine der Orchideenarten, die bislang als autotroph galten und einer ‚zweigleisigen‘ Ernährung überführt wurden. Foto: Andreas Gebauer, Uni Bayreuth

Mehr Orchideenarten als bisher vermutet erhalten organischen Kohlenstoff von Pilzpartnern. Bisher ist die Forschung davon ausgegangen, dass nur sehr wenige Pflanzenarten fähig sind, parallel zur eigenen Photosynthese auch andere Organismen zur Kohlenstoffgewinnung zu nutzen. Ein Forschungsteam um Professor Gerhard Gebauer von der Universität Bayreuth zeigte jetzt am Beispiel grüner Orchideen: Die Anzahl grüner Pflanzen, die in Symbiose mit Pilzen einen Teil ihres Kohlenstoffbedarfs decken, ist wahrscheinlich viel höher als bislang angenommen. Ihre Ergebnisse publizierte das Team im Fachjournal New Phytologist.
Quelle: Uni Bayreuth

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18. Feb 2016

Fotorespiration als Schaltestelle für mehr Ertrag

Logo "FuturAgriculture" Projekt

Die stetig wachsende Weltbevölkerung stellt die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Eine neue Grüne Revolution scheint unausweichlich, um auch in Zukunft die Erträge von Nutzpflanzen ausreichend zu steigern. Das EU-Programm FET Open fördert deshalb die Entwicklung einer neuen Technologie zur Steigerung der Pflanzenproduktivität mit knapp 5 Millionen Euro. In dem auf 5 Jahre angelegten Projekt „FutureAgriculture” wird Dr. Arren Bar-Evens Team am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie gemeinsam mit fünf Kooperationspartnern aus Forschung und Industrie nun einem Prozess in der Pflanze zu Leibe rücken, der uneffektiv ist und in Konkurrenz zur Fotosynthese steht. Gemeint sind die Atmungsprozesse der Pflanze (Fotorespiration), die zu einem Energieverlust führen und somit das Wachstum limitieren.
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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18. Feb 2016

Innovationspreis für Biokraftstoffprojekt

Der „Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt 2015“ wurde in der Kategorie Prozessinnovationen für die sunliquid®-Technologie verliehen, bei der Cellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen gewonnen wird. Die Froschenden von der Firma Clariant haben dafür ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, mit dem man Biokraftstoffe der zweiten Generation aus Reststoffen herstellen kann. Das hilft Treibhausgase einzusparen. „Wir verwandeln Stroh zu Biokraftstoffen ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion“, so erklärt Andre Koltermann, Leiter Group Biotechnology bei Clariant, kurz und bündig, um was es bei der sunliquid®-Technologie geht. Das Portal Pflanzenforschung stellt das Verfahren vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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19. Feb 2016

Reis mit erhöhtem Eisen- und Zinkgehalt gegen den versteckten Hunger

Die ersten Versuche im Freiland waren erfolgreich: Ein von einem internationalen Team am Internationalen Reisforschungsinstitut (IRRI) entwickelter gentechnisch veränderter Reis bildet in seinen Körnern deutlich mehr Eisen und Zink. Dank zweier neu eingeführter Gene liegen die Mengen um ein Vielfaches über denen herkömmlicher Sorten. Wie das Portal Transgen meldet, sei das für die Zeitschrift Rice Today ein „Durchbruch im globalen Kampf gegen den versteckten Hunger“. Zu wenig Eisen und damit „Blutarmut“ ist nach Angaben der WHO die am meisten verbreitete Mangelerkrankung.
Quelle: Trangen

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19. Feb 2016

Programm sagt Genposition im Erbgut vorher

Die Evolution hilft bei der Bestimmung von Genen in komplexen Organismen: Biologen und Bioinformatiker des Julius Kühn-Instituts (JKI) Quedlinburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben ein neues Programm entwickelt, mit dem sich die Positionen von Genen im Erbgut von Tieren und Pflanzen besser vorhersagen lassen. Dazu nutzen sie Erkenntnisse über die Evolution von Genstrukturen. Sie umgehen das bisherige Problem, dass in höher entwickelten Organismen wie Pflanzen und Tieren viele Gen-Abschnitte mit Introns durchsetzt sind, die bislang die computerbasierte Vorhersage der Genposition erschwerten. Da die Lage der Introns aber evolutionär stark konserviert ist, konnten die Forschenden um den Quedlinburger Biologen Dr. Frank Hartung eine Software entwickeln, die diese stabilen Muster nutzt, um die Vorhersage zu verbessern. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt im Fachjournal Nucleic Acids Research veröffentlicht.
Quelle: MLU

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19. Feb 2016

Pflanzenwissenschaftler: Gentechnik ist sicher

Wie das Fachjournal Science (http://science.sciencemag.org/content/351/6275/824.1">http://science.sciencemag.org/content/351/6275/824.1) berichtet, haben bislang mehr als 1.400 Menschen eine Petition unterzeichnet, in der sich sechs Pflanzenforscher für die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen einsetzen, da diese sicher sind. Die Amerikanische Gesellschaft für Pflanzenforscher (American Society of Plant Biologists, ASPB) unterstützt die Ansicht der sechs Forschenden. Gleizeitig plädiert die weltweit größte Gesellschaft für Pflanzenforscher dafür, dass auch in Zukunft wissenschaftsbasierte Kriterien über den sicheren und effizienten Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen entscheiden sollen.

Direkt zur Petition: http://cas.nonprofitsoapbox.com/aspbsupportstatement">http://cas.nonprofitsoapbox.com/aspbsupportstatement

Zum Statement der ASPB: https://c.ymcdn.com/sites/aspb.site-ym.com/resource/group/6d461cb9-5b79-4571-a164-924fa40395a5/Statements/ASPB_GE_revision.APPROVED_ed.pdf">https://c.ymcdn.com/sites/aspb.site-ym.com/resource/group/6d461cb9-5b79-4571-a164-924fa40395a5/Statements/ASPB_GE_revision.APPROVED_ed.pdf 

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26. Jan 2016

Pflanzenkunde per App

Informatiker wollen ein Verfahren entwickeln, das die Pflanzen und Tiere visuell erkennt und automatisch der Art zuordnet. Der von Froschenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena entworfene Algorithmus ermöglicht es dem Computer, das Aussehen der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten automatisch von Internetbildern zu lernen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit dem Titel „Visuelle fein-granulare Objekterkennung“, das die Verbesserung der Algorithmen zum Ziel hat, für die nächsten drei Jahre mit einer Summe von 267.000 Euro. Damit soll auch der Austausch innerhalb der bestehenden Kooperation mit der University of California, Berkeley unterstützt werden.
Quelle: Uni Jena

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28. Jan 2016

Ökosystem Wald: Weltweite Wettbewerbsvorteile

Bäume im Wald stehen überall auf der Welt im Konkurrenzkampf – das gilt auch für den hier abgebildeten gemäßigten Regenwald mit Südbuchen im Mount Aspiring Nationalpark in Neuseeland. Um sich in diesem Wettbewerb durchzusetzen, muss ein einzelner Baum eine geeignete Kombination von Merkmalen aufweisen und sich von seinen Nachbarn möglichst deutlich unterscheiden. Foto und © MPI für Biogeochemie, A. Günther

Bäume im Wald haben es nicht leicht: Sie müssen sich im Kampf um Ressourcen beweisen, um nicht von anderen Bäumen verdrängt zu werden. Letztendlich dominieren diejenigen Bäume die für den jeweiligen Standort die besten Voraussetzungen mitbringen. Ein internationales Team, an dem auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena beteiligt waren, hat nun herausgefunden, wie drei charakteristische Merkmale – die Holzdichte, die Höhe, bis zu der ein Baum maximal wächst, und die spezifische Blattfläche – entscheiden, welche Bäume sich im Konkurrenzkampf zwischen benachbarten Individuen durchsetzen. Diese Zusammenhänge gelten überraschenderweise weltweit, berichten die Forschenden im Fachjournal Nature.
Quelle: MPG

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27. Jan 2016

Genom von Seegras entschlüsselt

Seegraswiesen bilden einen Lebensraum für Krebstiere, Jungfische und viele andere Organismen. Foto: Thorsten Reusch, GEOMAR

Als Lebensraum für Fische und andere Tiere sowie als natürlicher Filter spielt Seegras eine zentrale Rolle in Küstenökosystemen. Koordiniert von den Universitäten Groningen (NL) und Gent (B) sowie vom Geomar in Kiel und mit Unterstützung des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ haben 20 wissenschaftliche Arbeitsgruppen aus neun Ländern in jahrelanger Arbeit das Erbgut des Großen Seegrases (Zostera marina) entschlüsselt. Die Ergebnisse, die jetzt im Fachjournal Nature erscheinen, geben Auskunft über die Evolutionsgeschichte der marinen Wunderpflanze. Gleichzeitig können sie zum Schutz der weltweit schrumpfenden Seegras-Bestände beitragen.
Quelle: Geomar

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28. Jan 2016

Apfel-Akku: leistungsstark, umweltfreundlich, kostengünstig

Natrium-Ionen-Batterien aus Apfelresten könnten eine ernsthafte Alternative zu den derzeit konkurrenzlosen Lithium-Ionen-Batterien werden. Aufgrund seines höheren Gewichts ist der „Apfel-Akku“ vor allem für stationäre Anwendungen interessant. Forschenden ist nun ein wichtiger Schritt geglückt, zukünftige Energiespeicher mit geringerem Kostenaufwand und außerdem umweltfreundlich zu produzieren. Über das Verfahren berichtet das Portal Pflanzenforschung und bezieht sich auf zwei Publikationen aus den Fachjournalen ChemElectroChem und Advanced Energy Materials.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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28. Jan 2016

Bessere Ernte für Kleinbauern dank klonaler Vermehrung von Nutzpflanzen

Die neue Generation der Hybridpflanzen im Gewächshaus. Foto: Uni Zürich

Hybridpflanzen werfen nur für eine Generation einen sehr hohen landwirtschaftlichen Ertrag ab. Jedes Jahr muss deshalb neues, hybrides Saatgut hergestellt und gesät werden. Durch klonale Vermehrung könnte die Leistungsfähigkeit solcher Pflanzen jedoch unverändert weitervererbt werden. Forschende der Universität Zürich haben erstmals experimentell bewiesen, dass diese fast 80jährige Idee funktioniert und im Fachjournal Current Biology vorgestellt. Damit könnten sich neue Möglichkeiten sowohl für Saatgutproduzenten wie für Kleinbauern der Dritten Welt eröffnen.
Quelle: Uni Zürich

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28. Jan 2016

Vorschlag zur Einstufung mittels Genome-Editing erzeugter Pflanzen

Vergleich verschiedener Züchtungsmethoden: Konventionelle Zucht, Zucht durch bisherige gentechnische Methoden und Zucht durch Genom-Editing. Grafik: Sanwen Huang, Chinese Academy of Agricultural Sciences, MPI f. Entwicklungsbiologie, Tübingen

Mit CRISPR/Cas9 steht den Biologen seit kurzem ein molekulares Präzisionsinstrument zur Verfügung, mit dem sie Gene zielgerichtet verändern können. Sie gehört mit anderen Methoden zur Technik des sogenannten Genom-Editings. Im Moment wird das Genom-Editing zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit medizinischen Anwendungen diskutiert, aber seine Anwendung ist auch für die Pflanzenzüchtung vielversprechend. Forschende aus China, den USA und Deutschland, unter ihnen Prof. Dr. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, haben jetzt einen regulatorischen Rahmen für das Genom-Editing bei Pflanzen vorgeschlagen und im Fachjournal Nature Genetics publiziert. Demnach sollten mit Genome-Editing bearbeitete Pflanzen nicht als gentechnisch modifizierte Organismen betrachtet und ähnlich wie konventionelle Züchtungen behandelt werden.
Quelle: MPI f. Entwicklungsbiologie Tübingen

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28. Jan 2016

Management-Handbuch für 168 invasive Arten in Deutschland

Gebietsfremde Arten gefährden zunehmend die heimische Flora und Fauna. Um deren Verbreitung einzudämmen und die biologische Vielfalt zu schützen, sind differenzierte und artspezifische Maßnahmen erforderlich. Erstmals gibt nun das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Empfehlungen zum Umfang mit 168 gebietsfremden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die als invasiv oder potenziell invasiv eingestuft sind. Veröffentlicht sind diese im zweibändigen "Management-Handbuch zum Umgang mit gebietsfremden Arten in Deutschland".
Quelle: BfN

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29. Jan 2016

Die Lizenz zum Knöllchen

Wie Forschende herausfanden ermöglicht ein spezieller Mechanismus Hülsenfrüchten je nach Bedarf ein bestimmtes Gen so umzubauen, dass es ein zweites Protein bildet. Dieses ist wichtig für die Symbiose mit Knöllchenbakterien. Die Forschenden konnten Parallelen zu anderen Symbiosen ziehen und kamen zu dem Schluss, dass die Stickstofffixierung aus der Luft, auch auf andere Pflanzen übertragen werden kann. Über die im Fachjournal Nature Plants erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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29. Jan 2016

Mehr Planbarkeit für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Für die Beschäftigung von Doktoranden, wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Post-Docs gelten bald neue rechtliche Rahmenbedingungen. Das "Erste Gesetz zur Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes" hat heute den Bundesrat passiert und kann damit nun bald in Kraft treten. Der Deutsche Bundestag hatte die Gesetzesnovelle am 17. Dezember beschlossen. Das geänderte Wissenschaftszeitvertragsgesetz zielt vor allem darauf, unsachgemäße Kurzbefristungen im Wissenschaftsbetrieb künftig zu unterbinden. Das meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle: BMBF

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06. Jan 2016

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab, manche mehrere Meter weit. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivsten Algen im Arktischen Ozean sind, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt auf ihrer Website in Bild und Text vor.

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29. Feb 2016

BASF trennt sich von Pflanzenbiotechnologie

Der Chemiekonzern BASF trennt sich von seinen pflanzlichen Biotech-Projekten. Nach Angaben des Portals Biotechnologie hat das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz angekündigt, entsprechende Forschungsprojekte einzustampfen. Die Forschungsstandorte in Deutschland sollen verkleinert werden. Insgesamt sollen hunderte Mitarbeiter entlassen und einige Standorte ganz aufgegeben werden. Das Portal Biotechnologie berichtet, welche Forschungsprojekte davon betroffen sind und welche Standorte bis Ende des Jahres geschlossen werden. Als Grund nennt das Portal Umsatzeinbußen des Ludwigshafener Konzerns im letzten Jahr.
Quelle: Biotechnologie.de

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29. Feb 2016

Abwehr gestärkt: Universelle Resistenz möglich

Die Abwehrreaktionen von Pflanzen gegen Pilze, Viren oder Bakterien sind hochspezialisiert und schützen nur gegen eine begrenzte Vielfalt von Mikroben. Wie man Pflanzen resistenter gegen Pathogene machen kann, haben amerikanische Forschende in einer im Fachjournal Science erschienenen Studie an der Modellpflanze Ackerschmalwand belegt. Nun wollen sie ermitteln, ob ihre Ergebnisse auch auf Gerste übertragbar sind. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie zum verbesserten "Immunsystem" der Pflanzen vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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01. Mär 2016

Neue Modelle für die Eroberung des Landes

Der workshop "New model systems for early land plant evolution" wird vom 22. bis 24. Juni 2016 in Wien stattfinden. Die von der European Molecular Biology Organization (EMBO) organisierte Veranstaltung thematisiert, wie die ersten Pflanzen das Land eroberten und die ersten Eigenschaften der späteren Blütenpflanzen bildeten. Auch wenn Lebermosse (Marchantia) im Mittelpunkt stehen, wird im Workshop auch anderen Pionier- und Modellpflanzen ein Platz eingeräumt. Abstracts werden bis 4. April angenommen, der Anmeldeschluss ist am 30. April 2016.
Details auf der Tagungswebsite

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01. Mär 2016

"Das gängige Karriere-Schema ist frauenfeindlich"

Wie schwierig es für Frauen ist, im typischen Karriere-Schema der Wissenschaft erfolgreich zu sein – und wie man den Forscherinnenberuf frauen- und familienfreundlicher gestalten könnte, besprach der online-Ableger des Magazins Laborjournal mit einer Medizinerin. Ursula Schlötzer-Schrehardt erforscht Glaukomerkrankungen und hat als Frauenbeauftragte und Mentorin Einblick auch in die Karrieren von Biowissenschaftlerinnen. Sie fordert, dass man nicht nur über eine Frauenquote in Führungspositionen spricht, sondern endlich mal den akademischen Mittelbau in den Fokus rückt.
Quelle: Laborjournal

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02. Mär 2016

27. Unkrauttagung 2016 in Braunschweig

Unkrauttagung 2016 in Braunschweig. Foto: Annika Behme, JKI

Mehr als 250 Teilnehmende kamen zur 27. Deutschen Arbeitsbesprechung über Fragen der Unkrautbiologie und Unkrautbekämpfung (kurz: Unkrauttagung) zusammen. Die Experten aus dem Fachgebiet der Herbologie stellten in 45 Vorträgen und über 20 Postern ihre Forschungsergebnisse vor und diskutierten die aktuellen Erkenntnisse. Ziel der Fachtagung war es, Wege für eine nachhaltige Unkrautbekämpfung aufzuzeigen sowie die Anwendung von Herbiziden auf das notwendige Maß zu beschränken. Wie das Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) berichtet, sind intensive Forschungsarbeiten und ein enger Kontakt zwischen Forschung und Praxis notwendig, um Lösungen in die landwirtschaftliche Praxis zu tragen. Auf der anderen Seite können nur auf diesem Weg Probleme der Praxis in Forschungskonzepte einfließen.
Quelle: JKI

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03. Mär 2016

7. Deutschen Biotechnologietage in Leipzig

Die 7. Deutschen Biotechnologietage (DBT) finden am 26. und 27. April 2016 in Leipzig statt. Zu der Veranstaltung laden BIO Deutschland, der Arbeitskreis der BioRegionen, der regionale Gastgeber biosaxony sowie die Partnerregion TGZ/Biozentrum Halle ein. Die DBT sind das wichtigste nationale Forum für die Biotechnologie, zu dem auch 2016 wieder rund 800 Teilnehmer erwartet werden. Die Konferenz sind Treffpunkt für Unternehmerinnen und Unternehmer, Forscher sowie Partner aus Politik, Förderinstitutionen, Medien und Verwaltung. Das vielseitige Vortragsprogramm rund um rote, grüne und weiße Biotech und Bio-IT bietet Plenen und parallele Symposien.
Quelle: Bio Deutschland

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02. Mär 2016

Wie Immunrezeptordomänen Resistenzen ermöglichen

Pflanzliche Immunrezeptoren fusionieren häufig mit anderen Proteindomänen. Forschende schildern nun im Open-Access Fachjournal BioMed Central Biology die Architektur der Eiweiße. Mit Hilfe der neu entdeckten NLR (nucleotide binding leucine-rich repeat) integrierten Domänen und den modernen Methoden der Genom-Editierung lassen sich in Zukunft möglicherweise Pflanzen erzeugen, die eine dauerhafte Resistenz gegenüber Erregern aufweisen, meldet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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03. Mär 2016

Ressource Land unter Druck

In einem der zwölf regionalen Forschungsprojekte (LEGATO) befassten sich die Forschenden mit der Bedeutung künstlich bewässerter Reisterrassen für den Erhalt der Artenvielfalt in Südostasien. Foto: André Künzelmann, UFZ

Die Landnutzung ist weltweit im Wandel. Unersättlich scheint der Bedarf an Ackerland, Nahrungsmitteln und Energie. Doch die Ressource Land ist endlich. Die Folgen der sich ändernden Nutzung zu untersuchen und Nutzungsstrategien zu entwickeln, waren Ziele der 2016 zu Ende gehenden Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“. Damit findet auch deren wissenschaftliches Begleitvorhaben GLUES seinen Abschluss, das am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert wurde. Zur Abschlusskonferenz, die vom 7. bis 9. März in Berlin stattfindet, werden mehr als 350 internationale Forscherinnen und Forscher sowie Praktiker erwartet.
Quelle: UFZ

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03. Mär 2016

Junge Blätter sind wahre Photosynthese-Booster

Wenn Blätter gerade ausgewachsen sind, haben sie die höchste Photosyntheseleistung. Foto: Bogdan, Wikimedia Commons, Public Domain

Obwohl tropische Regenwälder das ganze Jahr über grün sind, gibt es auch hier Schwankungen in der Photosyntheseleistung. Bisherige Erklärungsversuche konzentrierten sich auf klimatische Veränderungen. Ein Forscherteam entdeckte nun eine ganz andere mögliche Ursache: Die Blätter. Doch die saisonalen Unterschiede in der Zusammensetzung der Baumkronen und die individuelle Blattentwicklung werden in derzeitigen Modellen noch nicht berücksichtigt, was zu Ungenauigkeiten und Fehlern führe, schildert das Portal Pflanzenforschung über die Fachjournal Science erschienene Studie vor. Es zitiert außerdem den Aufruf eines Ökonomen im Fachmagazin Nature, der Wissenschaftler, Ingenieure und Ökonomen dazu aufruft, interdisziplinär zusammenzuarbeiten, um bessere und realistischere Modellierungen für die immensen Risiken des Klimawandels zu erarbeiten.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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04. Mär 2016

Faszination über Pflanzen teilen

Der kommende Fascination of Plants Day (#FoPD, www.plantday.org">www.plantday.org) findet am 18. Mai 2016 statt. An diesem Tag öffnen Forschende der Pflanzenwissenschaften auf der ganzen Welt ihre Labore und Forschungsinstitute und stellen ihre Arbeiten vor. Veranstalter ist die unabhängige akademische Organisation EPSO (European Plant Science Organisation). Kürzlich hat sie in einer Broschüre zusammengestellt, welche Aktionen und Events im Jahr 2015 an den sich beteiligenden Forschungseinrichtungen stattfanden. Die DBG ist seit 2009 Mitglied der EPSO.
Quelle: EPSO

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04. Mär 2016

Wie IT die Landwirtschaft digitalisiert und verändert

Das digitale Zeitalter hat alle Wirtschaftsbereiche erreicht, auch die Landwirtschaft. Begriffe wie „Precision Farming“, „Prescription Farming“, „Digital Farming“ oder „Smart Farming“ kennzeichnen den Einzug der Informationstechnik in die Landwirtschaft. Das Portal Pflanzenforschung schildert im Beitrag die Aspekte und Trends der „Landwirtschaft 4.0“ und die Abkehr von Bauernhof-Romantik.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Feb 2016

Hohe US-Auszeichnung für deutschen Pflanzenforscher Detlef Weigel

Für seine herausragende Forschung in den letzten 15 Jahren hat die US-amerikanische Gesellschaft für Genetik (Genetics Society of America, GSA) dem deutschen Pflanzenforscher Professor Dr. Detlef Weigel eine Medaille verliehen. Weigel vom Max Plank Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen habe viele Schlüssel zum Verständnis der Schaltstelle zwischen der Entwicklung und der Evolution von Pflanzen geliefert, erklärte Joanne Chory, Professorin und Direktorin der Abteilung Plant Molecular and Cellular Biology am Salk institute for Biological Studies in San Diego anlässlich der Verleihung. Das Grundlagenwissen um die Blüte hat Weigel mit seinen Studien an der Modelpflanze Arabidopsis thaliana vor allem an drei Stellen wesentlich erweitert: er identifizierte die einleitenden Schritte zur Blütenbildung, erkannte die molekularen Grundlagen der Blühmuster und charakterisierte die Mechanismen des Blühzeitpunktes. Die GSA nennt auf ihrer Website weitere Details.
Quelle: GSA

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08. Feb 2016

Nylonstrümpfe und Plastikflaschen aus Chicorée-Salat-Abfällen

Rund 800.000 Tonnen: diese Mengen an Chicorée-Wurzelrüben fallen jährlich europaweit bei der Produktion von Chicorée-Salat als Abfallprodukt an. Die Wurzelrüben werden bisher nach der Ernte des Chicorée-Salats auf der Kompostierungsanlage oder in der Biogasanlage entsorgt. Viel zu schade, so die Ansicht zweier Forscherinnen der Universität Hohenheim. Denn aus diesen Wurzelrüben lässt sich Hydroxymethylfurfural (HMF) gewinnen, eines der Basisstoffe in der Kunststoffindustrie von morgen. Denn wie die Uni Hohenheim betont, sei HMF aus Chicorée-Wurzelrüben hochwertiger als die Chemikalie aus Erdöl und erzeuge einen höheren Gewinn, als wenn aus den Abfällen Strom gewonnen würde.

Quelle: Uni Hohenheim

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08. Feb 2016

Künstliches Seegras als Pionier für Seegraswiesen

Das Forschungsprojekt „Sea Art – Langfristige Ansiedlung von Seegras-Ökosystemen durch bioabbaubare künstliche Wiesen“ ist eines von sechs Forschungsvorhaben im Bereich der Meeres- und Küstenforschung, die vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung mit Mitteln des Niedersächsischen Vorab gefördert werden. In den kommenden vier Jahren entwickelt ein Forschungsteam um Dr. Maike Paul von der Abteilung Umweltsystemanalyse des Instituts für Geoökologie der TU Braunschweig künstliches Seegras, das bei der Wiederansiedelung von Seegraswiesen in der Nordsee eingesetzt werden soll. Mit ihrer Forschungsarbeit wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Seegraswiesen als Ökosystem bewahren und ihren Beitrag für den Küstenschutz erhalten.
Quelle: TU Braunschweig

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08. Feb 2016

Evolution von Petunien-Blüten

Blütenpflanzen passten ihre Blüten im Laufe der Evolution immer wieder an neue Bestäuber an. Insekten, Vögel und Fledermäuse haben somit entscheidend zur enormen Vielfalt von Blütenmerkmalen beigetragen – und somit letztendlich zur Artenbildung. Wie eines dieser durch Bestäuber selektierten Merkmale die Artbildung vorantrieb, zeigten Forschende am Beispiel von Petunien: Die Speicherung von UV-Licht, und damit die Farbigkeit der Blüten, war offenbar ausschlaggebend für die Bildung zweier neuer Arten. Über die im Fachjournal Nature Genetics erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Feb 2016

Ozeanversauerung: Koralline Rotalge verliert Stabilität

Die koralline Rotlage Lithothamnion glaciale sieht aus wie eine Koralle, ist aber eine Pflanze. Foto: Federica Ragazzola, GEOMAR

Koralline Rotalgen zählen zu den bedeutendsten Baumeistern im Lebensraum Meer. Doch bei steigenden Kohlendioxid-Konzentrationen und zunehmender Ozeanversauerung könnte es ihnen schwerer fallen, anderen Pflanzen und Tieren eine Existenzgrundlage zu bieten. Untersuchungen im Rahmen des deutschen Forschungsprojekts zur Ozeanversauerung BIOACID (Biological Impacts of Ocean Acidification) am GEOMAR ergaben, dass die Art Lithothamnion glaciale ihre Widerstandskraft gegen Erosion und Fraß einbüßen könnte. Damit wäre eine wichtige Grundlage der artenreichen Ökosysteme am Meeresboden in Gefahr. Die im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlichten Erkenntnisse werfen ferner die Frage auf, ob koralline Algen ein verlässlicher Indikator für Temperaturen vergangener Erdzeitalter sind.
Quelle: GEOMAR

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09. Feb 2016

Eine neue Rolle für Vitamin B6 in Pflanzen

Vitamin B6 ist an vielen Abläufen im Leben einer Zelle beteiligt. Als sogenannte Vitamere existiert es in verschiedenen natürlichen Formen. Forschende der Universität Genf, des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam und der Universität Düsseldorf haben nun eine unerwartete Rolle des Mikronährstoffs im Stickstoffmetabolismus entdeckt. Demnach informiert ein B6 Vitamer die Pflanze über ihren Ammoniumgehalt, die beispielsweise für die Biosynthese von Proteinen notwendig ist. Zukünftig könnte Vitamin B6 dazu eingesetzt werden, den Stickstoffgehalt von Pflanzen zu bestimmen und den übermäßigen Gebrauch von Düngern verhindern. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden im Fachjournal The Plant Cell veröffentlicht.
Quelle: MPI f. molekulare Pflanzenphysiologie

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10. Feb 2016

Tomaten-Abwehrstoff gegen Fraßfeinde im Labor nachgebaut

Einige sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe dienen der Abwehr von Schädlingen und sind daher in den Fokus der Pflanzenzüchter gerückt. Kürzlich schauten Forschende den Tomaten die Biosynthese einer solchen Substanz zur Feindabwehr ab. Um diese Acylzucker als natürliche Pflanzenschutzmittel im Labor nachzubauen, entwickelten sie eine elegante Methode, die sie bereits im Dezember im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) publizierten. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie nun vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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09. Feb 2016

Die Rolle des Indol-Metabolismus bei systemisch erworbenen Resistenzen

Obwohl Pflanzen keine Antikörper besitzen, können sie auf Infektionen durch Krankheitserreger mit einer Art Immunantwort reagieren, die systemisch erworbene Resistenz. Forschende haben nun einen weiteren Baustein dieses Prozesses untersucht, den Indol-Metabolismus. Wie sie herausfanden, wird der Indol-Stoffwechsel bei einem bakteriellen Befall angekurbelt und die Konzentration von 23 verschiedenen Indol-Verbindungen bzw. Stoffwechselprodukten steigt. Zunächst nur am Infektionsort, anschließend auch in anderen Pflanzenteilen. Das Portal Pflanzenforschung schildert die im Fachjournal Molecular Plant erschienen Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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11. Feb 2016

Ingenieurtechnik im Wurzelraum soll Pflanzenwachstum unterstützen

Im Raum um die Wurzeln, der Rhizosphäre, tauschen Pflanzen chemische Verbindungen, Moleküle und Signale mit dem Boden aus. Dort wechselwirken Pflanzen mit Mikroorganismen. Neue Ansätze zur Förderung des Pflanzenwachstums stützen sich auf das „ecological engineering“, die gezielte Verbesserung des Bodens durch den Menschen. Voraussetzung dafür ist allerdings das Verständnis dieses sehr komplexen und vielfältigen Systems. Das Portal Pflanzenforschung stellt die junge wissenschaftliche Disziplin vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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10. Feb 2016

Einzeller mit Durchblick: Wie Cyanobakterien Licht „sehen“

Augapfel im Mini-Format: Das Modell eines Cyanobakteriums zeigt, wie das Licht auf dem Weg durch die Zelle in einem Punkt gebündelt wird. Grafik: Ronald Kampman, KIT

Cyanobakterien bevölkern die Erde schon seit mehr als 2,5 Milliarden Jahren und kommen überall dort vor, wo es Licht gibt: im Eis, in Wüsten, Flüssen und Seen, aber auch an Hauswänden und in Aquarien. Sie betreiben Photosynthese zur Energiegewinnung, zählen zu den wichtigsten photosynthetisch aktiven Organismen und bilden einen Grundpfeiler der Biosphäre. Licht wahrzunehmen ist für Cyanobakterien überlebenswichtig. Obwohl sie nur aus einer einzigen Zelle bestehen, sind sie in der Lage, direkt und präzise auf eine Lichtquelle zuzuströmen. Doch wie genau diese Lichtwahrnehmung funktioniert, war seit 300 Jahren ein Rätsel. Wie Forscherinnen und Forscher des KIT, der Universität Freiburg, der Queen Mary University London (QMUL) und weiterer Institutionen aus Großbritannien und Portugal herausfanden, funktionieren Cyanobakterien wie winzige Linsenaugen, können so die Lichtrichtung wahrnehmen und darauf reagieren. Die Studie haben doe Forschenden im Fachjournal eLIFE veröffentlicht.
Quelle: KIT

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11. Feb 2016

Erste Berichte des Weltbiodiversitätsrats fast fertig

Ende Februar treffen sich die 124 Mitgliedstaaten des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Kuala Lumpur. Dort sollen die ersten wissenschaftlichen Berichte durch Politikvertreter angenommen werden. Die Berichte beschreiben unter anderem die globale Bedeutung der Bestäuber für die Nahrungssicherung und benennen die Ursachen des starken Schwundes sowie mögliche Maßnahmen. Um die 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Reginen der Erde arbeiten derzeit an zwölf verschiedenen Berichten, die sukzessive bis 2019 vorliegen sollen. Ähnlich dem Weltklimarat bewerten sie dazu bestehende Publikationen und die Wissenslage, sie erstellen keine neuen Studien. Das Ergebnis soll ein konsolidierter, von allen Mitgliedstaaten und relevanten Interessengruppen anerkannter Überblick über das relevante Wissen biologischer Vielfalt sein. Das Dokument steht noch bis zur Verabschiedung durch das IPBES-Plenum unter Embargo. Mitautor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Halle kommentiert den Bericht beim Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo).
Quelle: NeFo

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11. Feb 2016

AIDS-Impfstoffproduktion in Algen möglich

Test auf erfolgreiche Integration fremder Geninformation für die Herstellung eines potentiellen AIDS-Impfstoffs in der einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii. Foto: Rouhollah Barahimipour, MPI

Bislang zeigte sich die gentechnische Veränderung des wohluntersuchten Modelorganismus Chlamydomonas reinhartii als sehr schwierig. Neue Geninformationen nutzte die einzellige Grünalge meist nicht im gewünschten Umfang oder verlor die Information über die Zeit sogar wieder. Ein Team um Professor Ralph Bock vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam hat nun einen Algenstamm identifiziert, der besser mitarbeitet. Die Forscher haben zunächst die Geninformation optimiert, die dazu genutzt werden könnte Antikörper für das HI-Virus in Algen produzieren zu lassen, so dass sie von den Algen „verstanden“ und in das entsprechende Protein übersetzt werden kann. Hierfür wurde die Sequenz des Gens so verändert, dass sie Eigenschaften des Algenerbguts aufweist. „Außerdem haben wir einen Algenstamm gezüchtet, der die fremden Gene besser ablesen kann“, erklärt Juliane Neupert, Wissenschaftlerin in Golm. Das fremde, optimierte Gen, das als potentieller Bestandteil für einen AIDS-Impfstoff gilt, wurde daraufhin in den neuen Algenstamm eingefügt, um diese Kombination auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. „Wir konnten eine optimierte p24-Genvariante herstellen, die wir mit Hilfe gentechnischer Methoden in den verbesserten Chlamydomonas-Stamm eingebaut haben“, erklärt Rouhollah Barahimipour, Erstautor der Studie. „Die Alge war nun tatsächlich in der Lage dieses verbesserte Gen abzulesen und das p24-Protein anzureichern“, bestätigt er. Sobald ein AIDS-Impfstoff gefunden ist, besteht nun die Möglichkeit diesen in der einzelligen Alge schnell und effizient zu produzieren. Damit können die Vorteile einer algenbasierten Medikamentenherstellung genutzt werden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden im Fachjournal Plant Molecular Biology.
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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12. Feb 2016

Genome Editing ist Thema des 61. ZEIT Forums Wissenschaft

Die Wochenzeitung die „ZEIT“ und die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und der Deutschlandfunk laden am 2. März 2016 von 19:00 - 20:30 Uhr zum 61. ZEIT Forum Wissenschaft nach Berlin. Unter dem Thema „Wunderpflanzen, Designerbabys: Die Neugeburt der Gentechnik – unerreicht präzise, unerreicht sicher?“ diskutieren Prof. Dr. Jens Boch, Institut für Pflanzengenetik an der Leibniz Universität Hannover, Prof. Dr. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie (Ethik) an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und stv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Vizepräsidentin, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Hans R. Schöler, geschäftsführender Direktor, Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ulrich Blumenthal, Ressortleiter „Forschung aktuell“ beim Deutschlandfunk und Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, die ZEIT moderieren.

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12. Feb 2016

Stabiles Ökosystem: Asynchronie ist entscheidender als Diversität

Die Häufigkeit einzelner Arten schwankt (gepunktete Linien). Die Durchschnittsschwankung der Gemeinschaft (schwarze Linie) ist ausgeglichener, wenn sich die Arten asynchron entwickeln. Grafik: Gossner, TUM

Ob eine Tier- und Pflanzengemeinschaft trotz äußerer Eingriffe stabil existiert, hängt nicht allein von der biologischen Vielfalt ab, sondern maßgeblich von einer Asynchronie über die Arten hinweg: Je unterschiedlicher die Arten eines Ökosystems sich entwickeln, desto weniger stark wird es ins Wanken geraten. Dabei rückt Diversität auf Platz zwei der zu berücksichtigenden Faktoren. Dies haben Forschende unter Federführung von Technischen Universität München (TUM) und der TU Darmstadt über einen Zeitraum von sechs Jahren an mehr als 2600 Arten von Insekten und Spinnen über Vögel bis zu Fledermäusen und krautigen Gewächsen analysiert. Die Daten wurden von 150 Wäldern und 150 Weiden sowie Wiesen aus drei Regionen Deutschlands zusammengetragen und nun in im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: TUM

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21. Feb 2016

18th International Symposium on Iron Nutrition and Interaction in Plants

May 30-Jun 3 2016

Madrid, Spain

Deadlines

Abstract submission: March 31, 2016
Early payment: April 22, 2016
Regular payment: May 31, 2016

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22. Feb 2016

GARNet 2016: Innovation in the Plant Sciences

Sept 6th - 7th 2016

Cardiff, UK

Deadline

Early Bird registration ends: August 1, 2016

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24. Feb 2016

Norwegian Plant Biology 2016 - Plant Biology for Sustainable Living

15th - 17th June 2016

Trondheim, Norway

Deadlines

Abstract submission (oral presentations): March 31, 2016
Abstract submission (poster presentations): April 30, 2016
Registration: April 30, 2016

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26. Feb 2016

ISPL-2016: 22nd International Symposium on Plant Lipids

03-08 July 2016, Goettingen, Germany

Organizer: European Federation for the Science and Technology of Lipids e.V. and Professor Ivo Feussner (Univ. Göttingen) on behalf of the organiszation team

Deadlines

Lectures: 30 April 2016
Posters: 24 June 2016
Early bird registration until 5 June 2016

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25. Feb 2016

1st SFB 1101 Symposium: Molecular Encoding of Specificity in Plant Processes

4th to 6th April 2016

in Tuebingen, Germany

Open for non-members of the SFB 1101 as well.

The symposium aims to create a forum for the exchange of results and discussion of new questions in the broad field of molecular plant biology

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26. Feb 2016

10th Tri-National Arabidopsis Meeting

September 14-16, 2016

Vienna, Austria

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24. Feb 2016

USA: Zunehmende Trockenheit bedroht Wälder

Die anhaltende Trockenheit hat in einem Pinyon-Kiefernwald im Südwesten der USA kaum mehr hinterlassen als kahle Baumskelette. Foto: USGS

In allen Regionen der USA leiden die Wälder unter der Hitze, einer Folge der zunehmenden Trockenheit und des Klimawandels. Das berichtet ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Duke University mit Beteiligung von Niklaus E. Zimmermann von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) im Fachjournal Global Change Biology (online).
Quelle: WSL

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24. Feb 2016

Mitochondrien und Chloroplasten Dank pathogener Bakterien

Im Fachmagazin Science (doi: 10.1126/science.aad8864">10.1126/science.aad8864) entwickeln drei Autoren die These, dass eukaryotische Organellen – Mitochondrien und Chloroplasten – wahrscheinlich einst ähnlich entstanden. Demnach waren intrazelluläre pathogene Bakterien an deren Entstehung beteiligt. Im Falle des Mitochondriums war die Spenderzelle selbst ein Pathogen mit der Fähigkeit der Abwehr des Wirts zu entgehen. Im Fall der Chloroplasten ermöglichte das Pathogen das Eindringen des Cyanobakteriums und schützte es zunächst vor dem Immunsystem des Wirts, bis die Voraussetzungen zur Etablierung von Chloroplasten gegeben waren. Wie der amerikanische, der französische und der deutsche Wissenschaftler vorschlagen, könnte der mitochondriale Vorgänger in seinen zukünftigen Wirt einfach über einen Prozess ähnlich dem der Phagozytose unserer heutigen Eukaryoten eingedrungen sein. Die These erweitert damit die Endoymbiontentheorie (vgl. auch Video der MPG bei YouTube). Die Arbeiten des deutschen Teams um Professor Andreas Weber von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wurden durch das Excellenzcluster für Pflanzenwissenschaften (CEPLAS), dem neu gegründeten Sonderforschungsbereich zu Membransystemen (SFB 1208) und dem ausgelaufenen Transregio Endosymbiose (SFB TR 1) unterstützt.
Quelle: HHU

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24. Feb 2016

Pflanzen und Böden besser verstehen

Im Februar fand das vierte „Rhine-Waal Soil and Plant Ecology Seminar“ an der Hochschule Rhein-Waal statt. Der Einladung der Fakultät Life Sciences folgten Boden- und Pflanzenökologinnen und Pflanzenökologen verschiedener Institutionen in Deutschland und den Niederlanden. In einem Kreis von rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wurden die teilweise noch unveröffentlichten Ergebnisse boden- und pflanzenökologischer Forschung in zahlreichen Vorträgen präsentiert und diskutiert. Prof. Dr. Rainer Georg Jörgensen, Fachgebietsleiter Bodenbiologie und Pflanzenernährung an der Universität Kassel, erläuterte wie Stoffwechselveränderungen der Mikroorganismen den Auf- und Abbau von Humus beeinflussen. Weitere Vorträge thematisierten beispielsweise den Einfluss von Schadstoffen und Düngemitteln auf die Bodenmikroorganismen und die Stoffwechselprozesse im Boden.
Quelle: HS Rhein-Waal

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25. Feb 2016

Jahrestagung der Gesellschaft für Pflanzenbiotechnologie

Vom 2.-4. Mai 2016 findet am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) die Jahrestagung der Gesellschaft für Pflanzenbiotechnologie (GfP) statt. Unter dem Titel: "Neue Züchtungsmethoden in Zeiten politisch motivierter Forschungsbeschränkung“ bringt sie führende Wissenschaftler aus den Gebieten Züchtung, Pflanzenernährung und Phytosanierung zusammen. Ein öffentlicher Vortrag von Wolfgang van den Daele soll eine Diskussion zur politischen Beschränkung dieser Forschung anstoßen. Abstracts sind bis 31. März willkommen. Dann endet auch die Möglichkeit zur Registrierung.
Quelle: IKP

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25. Feb 2016

Science Hero 2017 gesucht

Derzeit ruft die Konferenz biologischer Fachbereiche (KBF) alle Professorinnen und Professoren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende aller Fakultäten, Fachbereichen oder Lehreinheiten der Biologie in Deutschland dazu auf, würdige Personen oder Organisationen als Kandidaten für den „Science Hero“ 2017 vorzuschlagen. Der Preis soll die Freiheit in der Grundlagenforschung fördern. Er gebührt Personen oder Organisationen, die bürokratische Ausuferungen oder politische Absurditäten mit Humor bekämpft, standhaft ertragen oder effizient vermieden haben, und dabei mehr Zeit für gute Lehre und kreative Forschung verfügbar gemacht haben. Der „Science Hero“ 2015 ging an Professor Axel Brennicke. Damit würdigte die KBF den Humor, mit dem dieser die übermäßige Bürokratie an deutschen Universitäten insbesondere in den „Ansichten eines Profs“ im Laborjournal thematisiert (vgl. Meldung vom 29.5.2015).
Quelle: KBF

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25. Feb 2016

Kleinste Riesenblüte entdeckt

Neu beschriebene Art Rafflesia consueloae. Foto: Edwino S. Fernando, CC-BY 4.0

Rafflesien bilden die größten Blüten aller Pflanzen, manche werden bis einen Meter hoch und haben beinahe einen halben Meter Durchmesser. Nun haben Forschende zweier philippinischer Universitäten den Vertreter mit den kleinsten Blüten dieser Gattung erstmals beschrieben. Die Blüten der neuen Art Rafflesia consueloae messen im Mittel nur 9,73 Zentimeter im Querschnitt. Ihre Ergebnisse stellten die Forschenden im open-access-Journal PhytoKeys vor.
Quelle: EurekaAlert

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26. Feb 2016

Was Forschende zum Bloggen bringt

Wie Forschende zum Bloggen kamen, welche Erfahrungen sie damit machten, was sie antreibt und was sie dabei lernten, beschreibt die Amerikanische Gesellschaft für Pflanzenwissenschaftler (ASPB). Der Pflanzenwissenschaftler Matt Candeias startete sein Blog „In Defense of Plants“ (deutsch etwa: sich für Pflanzen einsetzen), weil er Geschichten über die Ökologie und Evolution von Pflanzen vermisste und festgestellt hatte, dass viele Menschen eine einseitige Vorstellung vom Leben der Pflanzen haben. Er möchte andere mit seiner Begeisterung für Pflanzen und die Wunder der Pflanzenwelt anstecken. Die Motivation des Neurowissenschaftlers John Palka für seinen Blog „Nature‘s Depths“ (etwa: in den Tiefen der Natur) war es, Menschen ohne wissenschaftlichen Hintergrund für die Natur zu begeistern. Auf seinem Blog erzählt er beispielsweise, wie die Pigmente in Pflanzen funktionieren, oder wie das Wasser von den Wurzeln bis in die Baumspitzen kommt.

Quelle: ASPB

ASPB über das Blog In Defense of Plants

ASPB über das Blog Nature‘s Depths

26. Feb 2016

Weltbiodiversitätsrat: Bedeutung von Bestäubern und Schutzmaßnahmen

Vier Jahre nach seiner Gründung hat der Weltbiodiversitätsrat IPBES seinen ersten Bericht verabschiedet. Er fasst den aktuellen Stand des Wissens zur Bedeutung, Bedrohung und dem Schutz von Bestäubern zusammen. Seine Zahlen belegen: Bestäubung ist eine essentielle Leistung der Natur für das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen. Bestäubervielfalt ist wichtig für diese Leistung, die aber zunehmend bedroht ist: Neben Lebensraum- und Nahrungsmangel in den monotonen Agrarlandschaften leiden die Tiere auch an Insektiziden wie etwa Neonicotinoiden. Dies wurde nun erstmals auch im Freiland nachgewiesen. Politische Unterstützung kleiner strukturreicherer Landnutzung wären wirksame Gegenmaßnahmen, meint Mitautorin Professorin Alexandra Klein von der Uni Freiburg. Im Interview des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo) schildert sie die wichtigsten Aspekte und beschreibt, was den Bericht wertvoll macht.
Quelle: NeFo

Ergebnis der Bestäuberstudie

direkt zum Interview

26. Feb 2016

Expressroute für den Langstreckentransport von Informationen

Forschende haben elektrische Signale in den pflanzlichen Nährstoffbahnen beobachtet, nachdem sie Kälte oder Verletzungen ausgesetzt waren. Das weist darauf hin, dass das Phloem nicht nur Nährstoffe transportiert, sondern auch Informationen. Genau genommen Informationen, die in elektrische Impulse verpackt sind. Die Ergebnisse lieferten deutsche und chilenische Forschende in einem Aufsatz im Fachjournal Trends in Plant Science. Um mehr über diesen schnellen Transportweg herauszufinden, bedarf es neuer Methoden und Messverfahren, schreibt das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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23. Feb 2016

Landwirtschaft im 21. Jahrhundert

Wie können in naher Zukunft 10 Milliarden Menschen ernährt werden – und darüber hinaus? Eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Viele sehen in der ökologischen Landwirtschaft das größte Potenzial. Agrarwissenschaftler haben daher nachgehakt und ökologische und konventionelle Landwirtschaft verglichen. Ihr Fazit: Aus heutiger Sicht ist weder der eine noch der andere Ansatz für sich allein zielführend. Was es braucht, sind innovative Ansätze und Konzepte. Forschende sehen beispielsweise in Konzepten wie der Agro-Forstwirtschaft großes Potenzial. Das Portal Pflanzenforschung stellt die im Fachjournal Nature Plants veröffentlichte Metastudie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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07. Mär 2016

Energiewende und Naturschutz

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) verstärkt und vernetzt seine Forschung zur Vereinbarkeit von Naturschutz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dabei stehen Schutz und Erhalt der Artenvielfalt ebenso auf dem Programm wie die mögliche Entwicklung des Landschaftsbildes im Zuge der Energiewende. Zur Eröffnung einer Tagung, zu der die an den Forschungsvorhaben des BfN Beteiligten in Bonn zusammengekommen waren, forderte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel einen stärkeren Austausch zwischen Forschung, Politik und Praxis.
Quelle: BfN

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07. Mär 2016

Limnologen beobachten Algen-Mutationen in Echtzeit

Algenblüte an der Gewässeroberfläche. Foto: G. Christiansen, ILIM

Cyanobakterien (phototrophe Mikroorganismen) in Gewässern können klimatische und anthropogene Einflüsse anzeigen, etwa durch das Auftreten von Algenblüten. Forschende um Rainer Kurmayer vom Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, der Universität Innsbruck haben nun die Basis dafür geschaffen, die Bildung von dabei entstehenden Giften auf genetischer Ebene vorherzusagen. Die Erbanlagen für die Synthese dieser Gifte unterliegen Veränderungen, die aufgrund der Vielzahl der involvierten Gen-Orte kaum in Echtzeit zu untersuchen sind. In einem soeben im Fachjournal BMC Microbiology erschienen Artikel dokumentieren die Forschenden, wie sie das durch die Isolation von Einzelfilamenten und die Verwendung sensitiver „Proof-Reading Polymerasen“ nun möglich gemacht haben. Das berichtet die Uni Innsbruck beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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07. Mär 2016

Klimawandel senkt Afrikas Anbaupotenzial

Wie ein Forscherteam berechnete, eignen sich etwa 60 Prozent der afrikanischen Anbaugebiete südlich der Sahara nicht mehr für den Bohnenanbau. © Foto: N. Palmer, The Chartered Institute of Architectural Technologists (CIAT)

Der Klimawandel hat insbesondere im Afrika südlich der Sahara dramatische Folgen. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Bonn hat berechnet, dass dort bis zum Ende des Jahrhunderts das Anbaupotenzial von drei wichtigen Grundnahrungsmitteln stark sinkt: bis zu 30 Prozent der Anbaugebiete von Mais und Bananen sind davon betroffen sowie bis zu 60 Prozent der Bohnenanbaugebiete. Um weiterhin lebenswichtige Grundnahrungsmittel produzieren zu können, muss sich die Landwirtschaft auf grundlegende Veränderungen vorbereiten. Für diese Anpassungsstrategien berechneten die Forschenden erstmals Zeitfenster und publizierten die Ergebnisse im Fachjournal Nature Climate Change.
Quelle: Uni Bonn

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07. Mär 2016

In Zeitlupe: Wie Pflanzenzellen Proteine transportieren

Links: Tabakzelle mit Ankerproteinen im Endoplasmatischen Retikulum (ER, grün) und abbauenden Enzymen in der Vakuole (rot) ohne Immunkomplexe zwischen Anker und Rezeptor. Rechts: Die Immunkomplexe "halten" den Rezeptor (grün) "fest". Das führt zur Überlagerung der Signale von Rezeptor und abbauenden Enzyme (rot) im ER und belegt die Bindung (Überlagerte Signale sind gelb dargestellt). Abbildung: Peter Pimpl, Uni Tübingen

Der Transport von abbauenden Proteinen innerhalb der Zelle vom endoplasmatischen Retikulum (ER) zur Vakuole wird über Rezeporen vermittelt. Indem sie diese Rezeptoren mit einer neuen Methode "festhielten", beobachteten Forschende quasi in Zeitlupe die Interaktionen zwischen den Rezeptoren und den abbauenden Enzymen in lebenden Zellen. Mit der neu entwickelten Methode gelang es der Forschungsgruppe von Dr. Peter Pimpl vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) der Universität Tübingen, zu zeigen, wie die Vakuole ständig mit abbauenden Enzymen versorgt wird. Demnach endet die Rezeptor-vermittelte Sortierung löslicher Eiweiße am trans-Golgi Netzwerk/frühen Endosom. Die Ergebnisse publizierte das Team im Fachjournal Nature Plants.
Quelle: Uni Tübingen

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07. Mär 2016

Zugriff auf die Quantenwelt der Pflanzen

In einem internationalen Projekt mit deutscher Beteiligung ist es gelungen, die Bewegungsrichtung von Elektronen mit einem Freie-Elektronen-Laser zu kontrollieren. Dies eröffnet einen völlig neuen Zugriff und eine neuartige Steuerung chemischer, physischer und biologischer Prozesse im subatomaren Bereich. Weit oben auf der Wunschliste der Forschenden steht die Photosynthese, berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Nature Photonics erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Mär 2016

Europäisches Forschernetzwerk lässt Bäume twittern

STReESS-Logo. (© STReESS)

Der Wald geht online: Europäische Forscher ermöglichen es Bäumen, in Echtzeit zu berichten, wie sich der Klimawandel auf sie auswirkt. Verdunstung, Wasserfluss durch den Baumkörper und selbst kleinste Zuwachsreaktionen der Bäume sind im Internet direkt nachverfolgbar. Die „Twittering Trees“ liefern den Forschern des europäischen COST-Netzwerks „STReESS“ neue Erkenntnisse, wie Bäume und Wälder auf zunehmenden Hitze- und Trockenstress reagieren. Die „twitternden Bäume“ und viele weitere spannende Ergebnisse europaweiter Studien zur Wirkung von Extremwetterlagen auf Wälder werden am Donnerstag, den 14. April 2016, nachmittags ab 14 Uhr auf einem interaktiven Wissenschafts-Event unter dem Motto „Science meets Society“ in Joachimsthal bei Berlin vorgestellt. Das meldet das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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08. Mär 2016

Die Paper-Piraten

Die Website Sci-Hub umgeht die Paywalls von wissenschaftlichen Journals und Fachzeitschriften. Wie das Laborjournal in seiner online-Ausgabe berichtet, macht die illegale Website die Verlage nervös und viele Forschende glücklich. Zur PDF-Piraterie nimmt Autor Hans Zauner in sechs Punkten Stellung.
Quelle: Laborjournal

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09. Mär 2016

Die Neugeburt der Gentechnik – unerreicht präzise, unerreicht sicher?

Auf dem 61. ZeitForum Wissenschaft diskutierten am 2. März 2016 an der Berlin-Brandenburgischen Akademie Forschende verschiedener Disziplinen, wie das Genome Editing die Gentechnik verändert: Prof. Dr. Jens Boch vom Institut für Pflanzengenetik an der Leibniz Universität Hannover, Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Mikrobiologin und Vizepräsidentin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Prof. Dr. Peter Dabrock, evangelischer Theologe und Professor für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Ethik der Universität Erlangen-Nürnberg und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats sowie Prof. Dr. Hans R. Schöler, geschäftsführender Direktor, Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin. Es moderierten Andreas Sentker (Die Zeit) und  Uli Blumenthal (Deutschlandfunk). Die Diskussion kann beim Audiodatei-Anbieter Soundcloud nachgehört werden. 

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Quelle: Soundcloud

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09. Mär 2016

Ars legendi-Fakultätenpreises für "MoBi4all" von Dorothea Kaufmann

Dr. Dorothea Kaufmann von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg erhält den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften im Fachbereich Biowissenschaften. Kaufmann vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Uni Heidelberg ist als Studienkoordinatorin und Dozentin für die Studiengänge Pharmazie und Molekulare Biotechnologie tätig. Sie wird für das von ihr entwickelte Gesamtkonzept „MoBi4all“ ausgezeichnet. Es besteht aus frühester Forschungsorientierung, einem umfangreichen Lehrangebot mit externen Dozentinnen und Dozenten, der stetigen Weiterentwicklung von Lehrinhalten sowie sogenanntem peer-based-learning. Dabei lernen Studierende von anderen Studierenden, was ihre Eigenverantwortung für den Wissensgewinn stärken und Studierenden-interne Lehr-Lern-Prozesse anregen soll. Neben einem Mentorenprogramm gibt es beispielsweise ein Multiplikatorensystem, in dessen Rahmen Teilnehmer eines Seminars für Schlüsselqualifikationen die Inhalte anschließend in eigenen Kurz-Seminaren an Kommilitonen weitergeben. Der Ars legendi-Fakultätenpreis, der herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnet wurde bereits zum dritten Mal vergeben, u. a. ausgelobt vom Verband für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) ausgelobt. Die feierliche Preisverleihung findet am 5. April 2016 in Frankfurt am Main statt. Die Gewinner erhalten pro Kategorie 5.000 Euro.
Quelle: VBIO

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09. Mär 2016

Big-Data-Methode detektiert Pflanzenkrankheiten

Pflanzenkrankheiten machen sich oft durch charakteristische Verfärbungen von Blättern, Blüten oder Stängeln bemerkbar. Eine neue Studie stellt nun einen schnellen und treffsicheren Ansatz vor, mit dem sich diese Symptome automatisiert erkennen lassen. Das Forscherteam nutzte dazu eine Methode aus der computergestützten Dokumentenanalyse. Die Suchmaschine Google setzt ähnliche Verfahren bei der Suche nach Webseiten ein. Die Arbeit der Universität Bonn, der TU Dortmund und des Fraunhofer-Instituts IAIS in Sankt Augustin erscheint im Fachjournal Scientific Reports.
Quelle: Uni Bonn

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10. Mär 2016

EU-Projekt “GoodBerry”

Sind die Winter zu warm, verkürzen sich die Blatt- und Blütenstiele von Erdbeeren. Foto: Hochschule Geisenheim

Das von der Universität Málaga koordiniert EU-Projekt GoodBerry soll neue Erkenntnisse zur Anpassung von Sorten an unterschiedliche klimatische Bedingungen sowie dessen Einfluss auf die Fruchtqualität der Beeren liefern. Dazu untersucht das Forscherkonsortium Erdbeeren, Himbeeren und Schwarzen Johannisbeeren als Modellpflanzen. Wie die Hochschule Geisenheim beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) meldet, ist sie mit insgesamt drei Instituten am Konsortium beteiligt.
Quelle: idw

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10. Mär 2016

Steigende Kohlendioxid-Konzentration vermindert Weizenqualität

Schlechtere Backeigenschaften, weniger Nährstoffe, Gefahr der Fehlernährung: Diese Probleme kommen auf den Weizen zu, meldet die Uni Hohenheim. Ursache seien der Klimawandel und der wachsende Anteil des Klimagases CO2 in der Atmosphäre. Diese Erkenntnisse gewannen Forschende um Prof. Dr. Andreas Fangmeier in sogenannten Klimakammern: Darin simulierten sie die Klimabedingungen in 30 Jahren und untersuchten, wie sie sich auf Ertrag und Qualität von Weizen als Modellpflanze auswirken.
Quelle: Uni Hohenheim

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11. Mär 2016

Schlüsselenzym zur Regulation der Samenruhe entdeckt

Den optimalen Zeitpunkt zum Keimen zu nutzen, ist für Pflanzen überlebenswichtig. Auch in der Landwirtschaft hängt viel davon ab, dass Pflanzen rechtzeitig aus der Samenruhe erwachen. Forschende haben nun ein Schlüsselenzym für den Weckruf entdeckt, das diesen Mechanismus bei Weizen und Gerste reguliert. Ein wichtiger Schritt, um den inneren Wecker zukünftig  besser stellen zu können. Über zwei im Fachmagazin Current Biology erschienene Studien berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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11. Mär 2016

Ökophysiologie des Wurzelraumes

Die 27. wissenschaftliche Arbeitstagung mit dem Titel „Ökophysiologie des Wurzelraumes“
wird vom 12. bis 13. September 2016 in der Lutherstadt Wittenberg (Sachsen –Anhalt) stattfinden. Themenschwerpunkte sind: Morphologie, Physiologie und Biochemie der Wurzeln, Pflanzen-Mikroben-Interaktionen, Rhizosphärenprozesse und ihre Beeinflussbarkeit, Zusammensetzung und Funktion wurzelbürtiger C- und N-Verbindungen; Stoffaufnahme, -umsetzung und -festlegung im Wurzelraum. Organisiert wird die Tagung von Prof. Dr. W. Merbach und Prof. Dr. Jürgen Augustin. Veranstalter sind das Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther- Universität Halle- Wittenberg in Verbindung mit der Fördergesellschaft für Agrarwissenschaften Halle e. V., der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung, der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft, Kommission IV, und das Institut für Landschaftsstoffdynamik im ZALF Müncheberg. Teilnahme- und Vortragsanmeldung bitte bis 25. August 2016 an den Organisator.

Details zur Tagung (pdf-Datei)

Anmeldeformular (als Word-Datei) / Anmeldeformular (als pdf-Datei)

09. Mai 2016

Fachtagung Biotechnologie: Tomaten auf Rezept und Algen zum Frühstück

Die Akademie der Hochschule Biberach bietet im Juni erstmals eine Fachtagung der Biotechnologie an. Präsentiert wird etwa „Fruitflow“, ein neuartiges Verfahren, das eine Arbeitsgruppe um Dr. Bernd Mussler entwickelt hat, um Komponenten der Tomate zu extrahieren, die beim Menschen eine blutverdünnende Wirkung haben – allerdings ohne die unerwünschten Nebenwirkungen wie man sie beispielsweise von der Acetylsalicylsäure kennt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat Fruitflow bereits eine pharmakologische Wirkung zuerkannt. Ob es künftig also Tomaten auf Rezept gibt, das wird die Fachtagung Biotechnologie mit einem Vortrag von Dr. Mussler, der aus Kaiseraugst in der Schweiz anreist, klären. Ein erfolgsversprechendes Verfahren in Bangkok stellt Saumil Shah vor: Der Jungunternehmer aus Thailand produziert die Mikroalge Spirulina im großen Stil, um sie als Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt zu bringen. Die Alge ist seit langem für ihren hohen Gehalt an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen bekannt und soll das Immunsystem stärken, die Verdauung auf Trab bringen und unsere Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen. Die Tagung findet am 2. Juni am Campus Stadt statt. Das meldet die HBC Hochschule Biberach beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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09. Mai 2016

Beim Schutz alter Bäume muss langfristig geplant werden

Alte Bäume sind Habitat für viele Arten, haben Einfluss auf den Wasserhaushalt des Bodens sowie auf Nährstoffkreisläufe, die Luft und das Mikroklima. Gleichzeitig sind sie anfällig für viele Gefahren. In einer im Fachjournal Trends in Ecology & Evolution erschienenen Studie befassten sich Forschende daher mit den Herausforderungen zur Bewahrung dieser Methusalems für eine intakte Umwelt und für zukünftige Generationen. Um alte Bäume zu bewahren, sollte es verschiedene Ansätze geben, von der Bewahrung von Flächen mit intakten Ökosystemen, in denen alte Wälder über die Zeit bestehen können bis hin zum Schutz einzeln stehender Bäume in städtischen Bereichen. Die Herausforderung ist dabei, Pläne für Management und Monitoring zu erstellen, die möglichst über Jahrhunderte hinweg ihr Ziel erreichen und die betreffenden Bäume schützen, fasst das Portal Pflanzenforschung die Studie zusammen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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09. Mai 2016

Wie Algen aus Meereswasser Kalkpanzer erschaffen

Die Kalalge Emiliana huxleyi hat einen Panzer aus Kalkplättchen, Schalen oder Stäbchen, sogenannte Coccolithen. Bild. André Scheffel, MPI-MP

Den Mechanismus der Kalkproduktion bei der Meeresalge Emiliania huxleyi haben Forschende aus Potsdam untersucht. Diese Kalkalgen beeinflussen unser Klima (vgl. Meldung: Ein Algenzwerg, der auf das Klima wirkt von 2009) und ihre fossile Überreste geben uns Aufschluss über die Umweltbedingungen der Vergangenheit. In der Studie entdeckte ein internationales Forscherteam um André Scheffel vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und Damien Faivre vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung eine bisher unbekannte zelluläre Komponente, welche die Speicherung von Umweltinformationen in den „Biokalk“ entscheidend beeinflussen könnte. In E. huxleyi ist dies eine Art Calcium-Reservoir, welches die Bildung der typischen Kalkplättchen (Coccolithen) speist. In diesem Speicherkompartiment finden sich außerdem weitere Elemente, die die Speicherkapazität des Reservoirs erhöhen und verhindern, dass sich bereits dort Kalk bildet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden im Fachjournal Nature Communications.
Quelle: PMI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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09. Mai 2016

Schnelle Suche nach natürlichen Resistenzen

Drei Publikationen im Fachjournal Nature Biotechnology zeigen, wie Forschende schneller als bisher an Resistenz-Gene kommen, die Kulturpflanzen im Laufe ihrer Züchtung abhandenkamen. Unter der Überschrift „Gen-Ingenieure werden auch im Heuhaufen fündig“ schildert Autorin Hildegard Kaulen in einem populärwissenschaftlichen Artikel in der Tageszeitung FAZ, mit welchen Tricks und Kniffen man unter den zahlreichen Genen die Resistenz erzeugenden Gene aus Wildsorten aufspürt. Diese kann man später nutzen, um Mittel gegen Schadpilze zu erhalten.
Quelle: FAZ

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10. Mai 2016

Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai

Der Internationale Tag der Biodiversität (IDB, International Day of Biodiversity) hat dieses Jahr das Motto „Mainstreaming Biodiversity; Sustaining People and their Livelihoods” und soll vergegenwärtigen, dass die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Biodiversität in allen gesellschaftlichen Bereichen berücksichtig werden muss: in Wirtschaft, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft ebenso wie im Tourismus. Der IDB wird jedes Jahr von der CBD (Convention on Biological Diversity) ausgerufen.
Quelle: CBD

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10. Mai 2016

Nanotechnologie zwischen Grüner Landwirtschaft und Sicherheitsrisiko

Ist die Nanotechnologie der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft? Die neuen Methoden haben zweifelsohne Potential, doch ihre Risiken lassen sich noch nicht abschließend benennen. Ein Artikel im Fachjournal Trends in Plant Science fasst den Stand der Forschung zusammen und bietet Orientierung in dem jungen Gebiet der Pflanzennanotechnologie. Das Portal Pflanzenforschung schildert die Details.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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10. Mai 2016

Bilder neuentdeckter Pflanzen

Einige der im vergangenen Jahr neu entdeckten (höheren) Pflanzenarten hat der britische Guardian auf einer Seite im Web zusammengestellt. Angefangen mit dem Riesensonnentau (Drosera magnifica) aus Brasilien, den der Strasburger-Preisträger 2015 der DBG, Dr. Andreas Fleischmann, auf Facebook entdeckte (siehe Meldung vom 24.7.2015). Zu den 12 neuen Arten hat die Tageszeitung ein Foto oder eine Zeichnung aufgetrieben und schildert manch weitere ihrer Entdeckungsgeschichten.
Quelle: The Guardian

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10. Mai 2016

10. Trinationales Arabidopsis-Treffen

Das zehnte Tri-National Arabidopsis Meeting versammelt vom 14. bis 16. September 2016 in Wien alle an der Modellpflanze Forschenden. Der Frühbucherrabatt und das Einreichen von Vortrags-Abstracts sind bis zum 15. Juni möglich. Der Anmeldeschluss für Poster und die Registrierung enden am 1. August. Die Tagung wird von der Arbeitsgruppe Arabidopsis Functional Genomics Network ausgerichtet, die unter dem Dach der DBG eingerichtet wurde.
Quelle: Konferenz-Website

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10. Mai 2016

Pflanzen und Pflanzenforschung in Zahlen

Erst 2015 entdeckt, der Riesensonnentau (Drosera magnifica) in Brasilien. Foto: Paulo Gonella

2.034 neue Gefäßpflanzen sind im vergangenen Jahr von der Wissenschaft entdeckt und bis März 2016 in den International Plant Names Index (IPNI) aufgenommen worden. Das berichtet der Königliche Botanische Garten in Kew, England, in seinem World's Plants Report, den er heute veröffentlichte. In der 84 Seiten starken Broschüre steht auch, wie viele Genome von Gefäßpflanzen bislang zusammengestellt sind und dass von 31.128 Pflanzenarten eine Nutzung beschrieben wurde. Der Report (siehe pdf-Datei) ist reich bebildert und präsentiert zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse.
Quelle: Kew Gardens

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11. Mai 2016

Förderung wissenschaftlicher Nachwuchs

Die Bundesregierung Deutschlands legt einen Paket zur "Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" vor. Das kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (CDU), vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag in Berlin an. Der Bund will 1.000 Tenure-Track-Professuren schaffen und dafür im Laufe von zehn Jahren eine Milliarde Euro ausgeben, meldet das Portal Heute im Bundestag (hib). Zurzeit laufen die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern dazu, am 16. Juni soll der Pakt zur Verabschiedung kommen. Das Ziel des Paktes ist, einen Strukturwandel im Wissenschaftssystem herbei zu führen und die Karrierewege für junge Wissenschaftler transparenter und planbarer zu machen. So sollen junge Wissenschaftler frühzeitig die Aussicht und Chance erhalten im Anschluss an die Tenure-Track-Professur eine unbefristete Professur zu bekommen, wenn sie den Anforderungen genügen.
Quelle: hib

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11. Mai 2016

Nie gab es mehr Jobs in Forschung und Entwicklung

In Deutschland sind erstmals mehr als 600.000 Menschen in Forschung und Entwicklung (FuE) tätig. Allein zwischen 2005 und 2014 hat die Zahl neuer FuE-Arbeitsplätze um fast ein Drittel zugenommen. Dies geht aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2016 hervor, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat. Das meldet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle: BMBF

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12. Mai 2016

„PlanB“ - Günderwettbewerb zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe

PlanB steht für Biomasse Business Bayern. Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer gab den Startschuß für einen Businessplanwettbewerb, der sich speziell an Gründer richtet,
die sich mit Produkten, Prozessen und Dienstleistungen aus dem Bereich von Biomasse und
Nachwachsenden Rohstoffen beschäftigen. Mit dem von der Bayrischen Landesregierung mitinitiierten Ausschreibung sollen Existenzgründer mit grünen Ideen in der Region gefördert werden.
Quelle: PlanB (pdf-Datei)

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14. Mär 2016

Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geht an Entdeckerinnen der Genschere CRISPR-Cas9

Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier (links) und Prof. Dr. Jennifer A. Doudna. Foto links: © Hallbauer & Fioretti Fotografie Braunschweig, Foto rechts: © Sam Willard von Sam Willard Photography, Berkeley

Die Französin Emmanuelle Charpentier und die Amerikanerin Jennifer A. Doudna erhalten heute in der Frankfurter Paulskirche den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2016. Die Wissenschaftlerinnen werden für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Entwicklung der Genschere CRISPR-Cas9 geehrt. Sie haben die bakterielle Genschere CRISPR-Cas9 derart hergerichtet, dass sich DNA-Sequenzen gezielt ansteuern und zerschneiden lassen.
Quelle: Uni Frankfurt

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15. Mär 2016

Forschung für alle!

Im Rahmen des vom Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Projektes BürGEr schaffen WISSen (GEWISS) wurde mit über 700 Beteiligten aus über 350 Organisationen ein Grünbuch für eine Citizen Science-Strategie 2020 für Deutschland erarbeitet. Es enthält sowohl Vorschläge für die Stärkung bereits existierender Aktivitäten als auch für die Entwicklung neuer Strukturen und Fördermöglichkeiten. Das Grünbuch für eine Citizen Science-Strategie für Deutschland wird auf dem Forum „Citizen Science – eine Strategie für Innovation und Nachhaltigkeit“ morgen, am 16. März, im Museum für Naturkunde (MfN) in Berlin vorgestellt.
Quelle: MfN

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15. Mär 2016

Hochleistungsdämmstoff aus Gräsern

Nehmen den neuartigen Dämmputz aus Miscanthus-Partikeln in Augenschein: Prof. Dr. Ralf Pude (links) von der Universität Bonn und Michael Petry von der Firma Petry Oberflächentechnik. Foto und ©: Volker Lannert, Uni Bonn

Forschende der Agrarwissenschaften an der Universität Bonn wollen einen neuartigen Putz mit herausragenden Wärmedämmeigenschaften entwickeln. Basis sind langjährige Untersuchungen und Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung mit nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere mit sogenannten Großgräsern (Miscanthus x giganteus). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit rund 1,1 Millionen Euro.
Quelle: Uni Bonn

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15. Mär 2016

Mehr Baumarten, mehr Nutzen

Eine Homogenisierung von Europas Wäldern führt zu einer geringeren Leistung der Ökosysteme. Das hat ein internationales Wissenschaftler-Team von 29 Institutionen herausgefunden, an dem Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Universität Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) beteiligt waren. Sie konnten zeigen, dass artenreiche Waldbestände mehr und vielfältigere Dienstleistungen erbringen als weniger artenreiche. Für die Studie sind über 200 Wälder in sechs europäischen Ländern untersucht worden. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal PNAS veröffentlicht.
Quelle: MLU

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15. Mär 2016

Forschende entdecken Feenkreise in Australien

Ein großer Feenkreis mit einer harten Bodenschicht, die das Pflanzenwachstum verhindert. Australische Feenkreise haben im Schnitt Durchmesser von 4 Metern, einige können auch größer als 7 Meter sein. Foto: Dr. Stephan Getzin

Die kreisrunden, kahlen Stellen, die in einem sehr regelmäßigen Muster das trockene Grasland Namibias überziehen, galten bisher als weltweit einmalig. Sind sie aber nicht, zeigt eine neue Studie im Fachjournal PNAS: Gemeinsam mit israelischen und australischen Kollegen haben Forschende vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig die rätselhaften Strukturen nun auch im menschenleeren Outback Australiens entdeckt. Die dortigen Untersuchungen liefern auch neue Indizien dafür, dass solche Feenkreise bei Wassermangel durch eine Selbstorganisation der Pflanzen entstehen.
Quelle: UFZ

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15. Mär 2016

Blattläuse als Sensoren für elektrische Impulse

Die elektrischen Signale in Form von Aktionspotentialen laufen entlang der Siebröhren durch Blätter und andere Pflanzenorgane. Bild: Rosalia Deeken, Sönke Scherzer, Christian Wiese, Uni Würzburg

Wenn eine Pflanze mechanisch verletzt oder mit Kälte konfrontiert wird, schickt sie elektrische Impulse über größere Strecken bis zu zehn Zentimeter und mehr durch ihren Körper. Eine Verletzung verursacht dabei völlig andere elektrische Signale als ein Kälteschock. Das hat der Biophysiker Professor Rainer Hedrich von der Uni Würzburg mit seinem Team an der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) herausgefunden. Um die Weiterleitung elektrischer Signale in den Siebröhren zu messen benutzen die Pflanzenwissenschaftler Blattläuse als Bio-Sensoren. Denn Blattläuse stechen zielgenau in die Siebröhren und saugen den zuckerhaltigen Saft. Klebt man ihnen einen feinen Draht an den Körper und verbindet ihn mit einer Elektrode, die in der Erde einer eingetopften Pflanze steckt, entsteht zwischen Laus und Pflanze ein Stromkreis. Über ihn lässt sich die Ausbreitung elektrischer Signale in den Siebröhren messen. Die bekannte aber nun erweiterte Methode und die mit ihrer Hilfe gewonnenen Ergebnisse stellen die Wissenschaftler im Fachmagazin Trends in Plant Science vor.
Quelle: Uni Würzburg

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15. Mär 2016

Blühende Ackerränder schützen vor Schädlingen

Forschende haben im Fachmagazin Nature Plants gezeigt, wie mit einheimischen Blütenpflanzen Schädlingsbekämpfung sinnvoll betrieben werden kann – und das auch noch mit finanziellem Gewinn für die Bauern. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Mär 2016

Nanopartikel aus Pflanzen

Aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzgebiete wird an vielen Orten mit Nanopartikeln experimentiert. Vor allem biologisch produzierte Partikel scheinen viele Vorteile zu haben. Das Portal Pflanzenforschung stellt zwei im Fachmagazin Trends in Biotechnology erschienene Artikel über die noch junge Phyto-Nanotechnologie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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16. Mär 2016

Du forschst, bist jung und brauchst das Geld?

Von der Ameisenbärforschung in Brasilien bis zur Pflanzenzucht im Weltall, vom Vortragsraum in der Sternwarte bis zur Rettung von Bienenvölkern – die Crowdfunding-Plattform Sciencestarter verhilft spannenden, kleineren Projekten aus Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation zur Finanzierung. Am 1. April 2016 um 15 Uhr veranstaltet das Sciencestarter-Team in Berlin einen kostenlosen Workshop, in dem sich alles um die Frage dreht: Was braucht man, um eine erfolgreiche Sciencestarter-Kampagne zu starten? Eingeladen sind Nachwuchsforscher, Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren – egal, ob sie bereits ein Konzept haben, ob sie noch an ihrer Idee schmieden oder ob sie sich einfach für Crowdfunding in der Wissenschaft interessieren. Sciencestarter ist eine Möglichkeit Projekte aus Wissenschaft, Forschung und Wissenschaftskommunikation gemeinsam mit vielen Menschen (Crowd) zu finanzieren und wird von der Organisation Wissenschaft im Dialog (WID) betrieben.
Quelle: WID

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16. Mär 2016

Stoßdämpfend wie eine Pomelo, hart und stichfest wie Macadamia-Nüsse

Das Material, auf das die Werkstoffwissenschaftler Claudia Fleck und Paul Schüler immer wieder Druck ausüben, gibt diesem nach und nimmt dabei effizient die übertragene Energie auf. Es ist aus einer Aluminiumlegierung, extrem leicht und weist eine offenporige Schaumstruktur auf. Dieser sogenannte bio-inspirierte Metallschaum ist der Schale der Zitrusfrucht Pomelo nachempfunden und das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojektes der TU Berlin, RWTH Aachen und der Universität Freiburg. Pomelos, diese größten und schwersten Zitrusfrüchte der Welt, überstehen einen Sturz aus zehn Metern Höhe auf einen harten Betonboden und absorbieren beim Aufprall bis über 90 Prozent der kinetischen Energie. Ihre zwei bis drei Zentimeter dicke, extrem stoßdämpfende Schale sorgt für dieses Wunder. Gegenstand der Forschung war auch die Macadamia-Nuss. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessierten sich für sie, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes extrem schwer zu knacken ist. Die Schale ist nahezu resistent gegen Stiche und Schläge. Aus den Ergebnissen der Licht-, rasterelektronenmikroskopische und computertomografische Untersuchungen könnte man ein neues Material entwickeln, das die hervorstechenden Eigenschaften der Pomelo-Schale mit der Macadamia-Nuss miteinander kombiniert, um daraus eines Tages Sturzhelme, Schutzwesten, Crashabsorber beim Auto oder Außenhüllen für Flugzeuge zu entwickeln.
Quelle: TU Berlin

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17. Mär 2016

Flexibel zu mehr Stromgewinn in Biogasanalagen

Marcell Nikolausz testet im Labor, wie die Biogasproduktion über die Fütterungsfrequenz gesteuert werden kann. Foto: André Künzelmann, UFZ

Biogas gilt als wichtiger Energieträger, der einen zentralen Beitrag zur Energiewende leistet. Anders als Strom aus Wind und Sonne lässt sich Biogas kontinuierlich produzieren. Und vielleicht auch bald bedarfsorientiert? Einer internationalen Forschergruppe mit Beteiligung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) beschäftigt sich mit der Machbarkeit einer solchen flexiblen Biogasproduktion. Sie hat herausgefunden, dass die Biogasproduktion über die Fütterungsfrequenz der Anlagen gesteuert werden kann. Größere Zeitabstände führen zu mehr Biogas, berichten die Forschenden in der Zeitschrift Applied and Environmental Microbiology.
Quelle: UFZ

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17. Mär 2016

Pflanzen halten sich Pilz-Untermieter nach Bedarf

Mikroskopischer Ausschnitt einer Arabidopsis thaliana-Wurzel (violett), die mit Pilzgeflecht von Colletotrichum tofieldiae (grün) umgeben ist. Aufnahme: MPI f. Pflanzenzüchtungsforschung

Pflanzen können gebundenes Phosphat nicht ohne fremde Hilfe nutzen und sind daher auf ein Pilzgeflecht angewiesen. Die Arabidopsis-Pflanze gehört zu den wenigen Pflanzen, die keine der sog. Mykorrhiza haben sondern eine Symbiose mit dem Bodenpilz Colletotrichum tofieldiae unterhält. Dieser gehört zu einer Pilzfamilie, die sonst meist als Krankheitserreger auffällt und beispielweise bei Mais Ernteeinbußen in Milliardenhöhe verursacht. Wie Paul Schulze-Lefert, Direktor am Kölner Max-Planck-Institut (MPI) für Pflanzenzüchtungsforschung, mit Kollegen herausfand, misst die Pflanze mit einem sogenannten „Phosphat Starvation Response“-Regelwerk die Verfügbarkeit von Phosphat im Boden, gibt dies an einen Schaltkreis weiter, der das Pflanzenwachstum beschleunigt oder bremst. Wenn das lösliche Phosphat bei Arabidopsis knapp wird, stellt es dem Bodenpilz eine Eintrittskarte in die Pflanzenwurzel aus. Der zweite beteiligte Prozess ist der Syntheseweg zur Bildung von Senfölglykosiden. Die Forschenden konnten zeigen, dass Colletotrichum tofieldiae für Arabidopsis zum lebensbedrohlichen Schädling wird, wenn dieser Syntheseweg ausfällt. Die gebildeten Glykoside sind also Teil der gedämpften Immunabwehr, die dem Pilz seine Grenzen als Untermieter aufzeigt. Über dies bisher im Pflanzenreich noch nicht beobachtete Phänomen berichten die Forschenden im Fachmagazin Cell.
Quelle: MPI

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18. Mär 2016

Moose zur Reduzierung der Feinstaubbelastung

Teils bereits zersetzte Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von 20 Mikrometer auf einer Moosoberfläche. Aufnahme: Martin Nebel, Uni Stuttgart

Feinstaub hat viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit. In Ballungsgebieten ist Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Eine biologische Methode, Feinstaub aktiv zu reduzieren, testet die Universität Stuttgart jetzt mit einer Modellanlage beim Neckartor in Stuttgart: Eine Mooswand reinigt die Luft. Die extrem große Oberfläche der Moose (bis zu 0,17 m²/cm³), die durch spezielle Strukturierung erreicht wird, hält den Feinstaub elektrostatisch fest. Die Wirksamkeit dieser Mechanismen wurde im Labormaßstab nachgewiesen. Was derzeit fehlt, ist eine Messung der Auswirkung auf die Luftqualität unter realen Umgebungsbedingungen.
Quelle: Uni Stuttgart

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18. Mär 2016

Symposium „Molekulare Kodierung von Spezifität in pflanzlichen Prozessen"

Die zentrale Fragestellung der englischsprachigen Vorträge wird sein, wie die Spezifität biologischer Vorgänge kausal-mechanistisch auf molekularem Niveau realisiert wird. Das erste internationale Symposium des Sonderforschungsbereiches (SFB) 1101 mit dem gleichnamigen Titel wird vom 4. April bis zum 6. April 2016 in Tübingen stattfinden. Welche weiteren Schwerpunkte das Symposium thematisiert, schreibt die Uni Tübingen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw 

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18. Mär 2016

Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau evaluiert

Die Förderung des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau e.V., Großbeeren und Erfurt (IGZ) soll fortgeführt werden. Allerdings soll diese Einrichtung – im Gegensatz zu anderen drei weiteren ebenfalls positiv bewerteten Leibniz-Einrichtungen – bereits nach vier Jahren erneut überprüft werden. Das hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft nach Abschluss der regelmäßigen wissenschaftlichen Evaluierung beschlossen. Das IGZ betreibt anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu Qualität, Gesundheit, Ernährung und Vermehrung von Pflanzen. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Voraussetzungen für einen effizienten und nachhaltigen Gartenbau zu schaffen. Der Standort Großbeeren habe sich laut Senat gut entwickelt und soll erhalten bleiben, am Standort Erfurt hingegen stagniere die Entwicklung sowohl strukturell als auch wissenschaftlich. Der Senat beurteilt die dortigen Leistungen als „nicht hinreichend“ und empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung dieses Standorts zu beenden. Um auch auf längere Sicht den Ansprüchen an eine Forschungseinrichtung von überregionaler Bedeutung zu genügen, müsse das IGZ sein wissenschaftliches Profil schärfen und seine Leistungen weiter steigern. Der Leibniz-Senat erwartet, dass die empfohlene Fokussierung auf Großbeeren die Steuerung des Instituts deutlich erleichtern und so zu einer Steigerung der Leistungen führen wird. In vier Jahren soll überprüft werden, wie sich das Institut unter den geänderten Rahmenbedingungen weiterentwickelt hat.

Quelle: Leibniz-Gemeinschaft

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21. Mär 2016

Neues Schwerpunktprogramm: Taxon-OMICS

Neue Herangehensweisen zur Entdeckung und Benennung von Arten und Biodiversität sind Thema des neuen Schwerpunktprogrammes (SPP) "Taxon-OMICS", das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bewilligte. Es ist eines der 17 Programme, die die DFG für das Jahr 2017 einrichten wird. Koordinatorin von Taxon-OMICS ist Professorin Dr. Susanne Sabine Renner vom Department Systematische Botanik und Mykologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Quelle: DFG

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21. Mär 2016

Kaktus verbessert Arsen-Extraktion aus Trinkwasser

Schon im Alten Mexiko wusste man den Feigenkaktus (Opuntia) und seine Früchte zu schätzen: als Lebens- und Heilmittel. Das stachelige Gewächs lässt sich aber auch dazu nutzen, verunreinigtes Wasser zu säubern. Das gilt sogar für Umweltgifte wie Arsen, wie eine Studie im Fachjournal Environmental Science & Technology belegt. Das Portal Pflanzenforschung schildert, wie das aus dem Feigenkaktus gewonnene Pektin das Herausreinigen von Arsen aus Wasser verbessert.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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21. Mär 2016

Wiederansiedlung mit regionalen Blüten und Gräsern

Das Wiesen-Labkraut (Galium album) ist an die regionalen Bedingungen angepasst. Foto: Walter Durka, UFZ

Bunte, nicht zu intensiv genutzte Wiesen sehen nicht nur attraktiv aus, sie bieten auch wertvollen Lebensraum. Doch vielerorts sind sie selten geworden. Um wieder mehr solcher Gras- und Kräuterwelten zu schaffen, muss man die entsprechenden Pflanzen normalerweise einsäen. Doch mit welchen Samen? Viele Wissenschaftler und Naturschützer plädieren für Saatgut aus der gleichen Region. Ökologen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben nun zusammen mit Kollegen der Universitäten Tübingen und Münster sowie der TU München untersucht, wie sinnvoll dieser Ansatz ist. Demnach hat das Regio-Saatgut tatsächlich Vorteile, zeigen sie in zwei Studien in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology.
Quelle: UFZ

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21. Mär 2016

Kristallstruktur des Bräunungsenzyms Auronsynthase

Das Mädchenauge (Coreopsis grandiflora) verdankt seine gelbe Farbe u.a. auch einem bestimmten Enzym: der Auronsynthase. Foto und Copyright: Annette Rompel

Was haben Walnussblätter, Champignons und die Blütenblätter des Mädchenauges (Coreopsis grandiflora) gemeinsam? Sie enthalten große Mengen an jenen Enzymen, die auch für Bräunungsreaktionen in Bananen oder Äpfeln verantwortlich sind. Chemiker und Chemikerinnen der Uni Wien haben erstmals die Enzymstruktur in den Blütenblättern des Mädchenauges analysiert. In der aktuell in PNAS erschienenen Publikation präsentieren die Forscherenden die erste Kristallstruktur der Auronsynthase – sowohl in einer latenten als auch in einer aktiven Form. Außerdem belegen sie einen neuen Mechanismus für den Katalyse-Zyklus pflanzlicher Polyphenoloxidasen – also dem "Bräunungsvorgang" in Pflanzen. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Einteilung in Tyrosinase und Catecholoxidase generell überdacht werden muss", sagt der Erstautor Christian Molitor.
Quelle: Uni Wien

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21. Mär 2016

Biologen helfen traditionelle Färbetechnik mit Symplocos zu bewahren

In indonesischen Bergregenwäldern wachsen „Aluminiumbäume“, mit deren Rinde und Blättern traditionelle Weberinnen Textilien beizen. Foto: Uni Ulm

Wie breitet sich Aluminium in Bäumen der tropischen Gattung Symplocos aus? Forschende um Prof. Steven Jansen und Marco Schmitt von der Uni Ulm sind dieser Frage in Indonesien nachgegangen. Für 13.000 traditionelle Weberinnen hat die Antwort praktische Relevanz, denn sie beizen Textilien mit Blättern und Rinden dieser Bäume. Zu diesem Zweck haben sie die tropischen Gewächse bisher oft gefällt. Doch jetzt konnten die Forschenden zeigen, dass die für das Färbeergebnis wichtige Aluminiumkonzentration in älteren Blättern am höchsten ist. Ein Fällen der Bäume ist also gar nicht nötig: die Weber und Weberinnen brauchen lediglich die Blätter aufzusammeln. Die aktuelle Studie ist im Online-Fachjournal PLOS One erschienen.
Quelle: Uni Ulm

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22. Mär 2016

Internationale Open Access-Initiative

Die Leibniz-Gemeinschaft setzt ihre Bemühungen fort, den umfassenden, offenen und onlinegestützten Zugang zu wissenschaftlichen Fachartikeln voranzubringen. Deshalb hat sie gemeinsam mit 30 weiteren Forschungsorganisationen eine internationale Absichtserklärung unterschrieben; diese sieht die Umstellung von Subskriptionsmodellen bei wissenschaftlichen Fachzeitschriften auf das Publizieren per Open Access vor. Die Absichtserklärung wurde jetzt veröffentlicht und ist online unter http://oa2020.org/mission/ verfügbar. Sie ist das Ergebnis der 12. Berlin Open Access Conference, die im Dezember 2015 von der Max-Planck-Gesellschaft ausgerichtet wurde. Nach dem Vorbild der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ von 2003, die weltweit mehr als 500 Organisationen unterzeichnet haben, können sich auch dieser Absichtserklärung weitere Institutionen anschließen.
Quelle: Leibniz-Gemeinschaft

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22. Mär 2016

Unverträglichkeit: Ursachen und Grundlage für verträglichere Weizensorten

Bis zu fünf Prozent aller Weizenkonsumenten leiden an einer Unverträglichkeit von Weizen, die körperliche und psychische Krankheiten verursachen kann, wie etwa Durchfall oder Depression. Als ein möglicher Auslöser gelten bestimmte Proteine im Weizen. Jetzt haben sich Mediziner, Analytiker und Agrarwissenschaftler der Universitäten Mainz und Hohenheim zusammengetan, um das Phänomen zu erforschen. Ihre Erkenntnisse könnten dazu beitragen neue Weizensorten zu züchten, die gut verträglich sind und außerdem noch gute Backeigenschaften besitzen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit insgesamt 680.000 Euro.
Quelle: Uni Hohenheim

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22. Mär 2016

Substanz aus Brokkoli unterstützt Darmkrebstherapie im Labor

Ein Pflanzeninhaltsstoff, der in hohen Konzentrationen beispielsweise in Brokkoli vorkommt, kann die körpereigene Enzymproduktion ankurbeln und so die Behandlung bei Darmkrebs unterstützen. Forschende fanden heraus, dass Darmkrebszellen, die zuerst mit dem Nahrungsmittelinhaltsstoff Sulforaphan in Berührung kommen, anschließend besser durch ein Medikament abgetötet werden. Der einzige Haken: Dieses Medikament ist noch nicht zugelassen – es befindet sich derzeit noch in Entwicklung. Über die im Fachjournal PLoS ONE erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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23. Mär 2016

Gesucht: Transnationale Wald-Forschungsprojekte

Das EU-Forschungsnetzwerk Sumforest hat am 21. März 2016 den länderübergreifenden Forschungsaufruf „Nachhaltige Wälder für eine zukunftsfähige Gesellschaft“ gestartet. Interdisziplinäre Projekte sollen Grundlagen für Entscheidungen in der europäischen Forstpolitik schaffen. Anträge können bis zum 17. Juni 2016 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden.
Quelle: BLE

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23. Mär 2016

Call: Junges Forum für Sammlungs- und Objektforschung

Vom 22. bis 24. September 2016 findet der erste Workshop in der Reihe "Junges Forum für Sammlungs- und Objektforschung" an der Humboldt-Universität Berlin statt. Eingeladen sind Doktorandinnen und Doktoranden aller Disziplinen, die mit materiellen Objekten und Sammlungen arbeiten. Die von der VolkswagenStiftung geförderte Workshop-Reihe hat das Ziel, eine Plattform zu schaffen, um Nachwuchskräfte fächerübergreifend miteinander zu vernetzen und Fragen der objektbasierten Forschung insbesondere in wissenschaftlichen Sammlungen zu reflektieren. Veranstaltet wird der Workshop von der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland und der Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. Die Organisatoren bitten bis zum 31. Mai 2016 um Abstracts. Details im Circular (pdf)
Quelle: Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen

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23. Mär 2016

Satellitenmeeting über C4-Photosynthese

Am 4. und 5. August 2016 wird das deutsche Exzellenzcluster Pflanzenforschung (Cluster of Excellence on Plant Sciences, CEPLAS) und die Heinrich Heine Universität Düsseldorf (HHU) einen "Satellite Workshop on C4 Photosynthesis" während der 17. internationalen Tagung zur Photosyntheseforschung (Congress on Photosynthesis Research) anbieten, der vom 7. bis 12. August 2016 im niederländischen Maastricht stattfindet. Vorschläge für Abstracts sind bis 15. April erbeten, bis 15. Juli kann man sich anmelden.
Quelle: HHU

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23. Mär 2016

Primärpoduktion eines ganzen Riffs berechnet

Unterwasserlandschaft im nördlichen Roten Meer in der Nähe von Aqaba, Jordanien. Foto: Ulisse Cardini, Uni Bremen

Eine bestimmte Gruppe von Bakterien ist in der Lage, einen großen Teil der Nährstoffe zu liefern, die Hart- und Weichkorallen, Schwämme, Algen, Seegräser und viele andere Lebewesen der Riffe zum Wachsen brauchen. Das ist das Ergebnis einer neuen Langzeitstudie, in der für jede Gruppe von Organismen jeweils im Frühling, Sommer, Herbst und Winter sowohl die Kohlenstofffixierung über die Photosynthese bestimmt wurde, als auch die Stickstofffixierung über assoziierte Bakterien. Diesen einmaligen und riesigen Datensatz konnten die Forschenden dann benutzen, um zum ersten Mal Kohlenstoff- und Stickstofffixierung für ein gesamtes Riff-Ökosystem zu beschreiben und dabei den Einfluss von saisonalen Umweltveränderungen aufzuzeigen. Die Stickstofffixierung durch assoziierte Bakterien ist ein weit verbreiteter Prozess, der auf allen untersuchten Lebewesen gemessen wurde, der aber offensichtlich sehr empfindlich gegenüber Umweltveränderungen ist: Über alle Organismen hinweg zeigte sich, dass immer dann, wenn die Nährstoffkonzentrationen im Umgebungswasser sehr gering sind (vor allem im Sommer), die Stickstofffixierung ansteigt. Das kann dann wichtige Nährstoffe für Wachstum liefern. Die Ergebnisse publizierten das internationale Forscherteam unter der Leitung von Professor Christian Wild, Hochschullehrer für Marine Ökologie an der Universität Bremen, im Fachjournal Ecosystems. Das berichtet die Uni beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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23. Mär 2016

Eine Genkarte für präzisere Hopfenzüchtung

In keinem Land der Welt wird so viel Hopfen angebaut wie in der Biernation Deutschland. Experten befürchten jedoch, dass die Spitzenposition beim Hopfenanbau gefährdet ist, wenn Innovationen in der Züchtungsforschung ausbleiben. Unter Leitung der Universität Hohenheim wollen Forschende nun die Hopfenzüchtung in Deutschland vorantreiben und Sorten entwickeln, die den veränderten Klimabedingungen besser angepasst sind und den neuen Marktanforderungen hinsichtlich der Geschmacksvielfalt mehr gerecht werden. Als ersten Schritt in Richtung Präzisionszüchtung will die Forschergruppe bis 2017 eine genetische Landkarte deutscher Hopfenpflanzen erstellen, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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23. Mär 2016

Wie Pollenschläuche zu Eizellen finden

Die Pollenschläuche werden bei der Befruchtung von den sogenannten LURE Peptiden zu den Eizellen gelockt. Grfik und ©: Nagoya University

Auch bei Blütenpflanzen müssen erst Sperma- und Eizellen zueinander finden, bevor eine neue Pflanze entstehen kann. Vor wenigen Jahren fanden Forschende bereits heraus, dass die Pollenschläuche bei der Befruchtung von sogenannten LURE Peptiden zu den Eizellen gelockt werden. Diese Peptide entstehen in den Eizellen. Nun schildern Forschende im Fachjournal Nature den Mechanismus, welcher Rezeptor in den Pollenschläuchen die LURE Peptide erkennt. Mit diesem Wissen werde nicht nur die Grundlagenforschung bereichert, damit ließe sich in Zukunft auch das Wachstum des Pollenschlauches verändern, was wiederum zu einer verbesserten Fertilisationsrate für Nutz- und Zierpflanzen führen kann, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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24. Mär 2016

Wald in Europa: mehr Arten, mehr Nutzen

Homogene Wälder können auch weniger Dienstleistungen erbringen. Foto und ©: Senckenberg

Welche Auswirkungen die Artenvielfalt auf die Ökosystemleistungen von Wäldern in sechs europäischen Ländern haben, schildert ein internationales Team aus 29 Institutionen in einer großangelegten Studie. Wie es zeigte, erbringen artenreichere Waldstücke mehr und vielfältigere „Dienstleistungen“ als weniger artenreiche. Die Forschenden warnen vor einem Verlust der Biodiversität in europäischen Wäldern und den damit einhergehenden Einbußen an Leistungen für Mensch und Natur. Die Ergebnisse, an denen mehrere Forschende des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums beteiligt waren, publizierten sie heute in einem frei zugänglichen Artikel im Fachjournal Nature Communications. Das berichtet Senckenberg beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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24. Mär 2016

Genorte schneller identifizieren

Wie Forschende der Uni Bielefeld herausfanden, kann man vom Phänotyp ausgehend zügig zum verantwortlichen Gen gelangen. Dazu verfeinerten sie eine Methode zur Genidentifizierung bei Zuckerrüben (Beta vulgaris). Zusammengefasst handelt es sich um eine Kombination aus Next Generation Sequencing und der Bulk-Segregant-Analysis. Das Team von Prof. Dr. Bernd Weisshaar liefert den Züchtern damit ein neues, zeitersparendes Tool, da u.a. langwierige Kreuzungen und Rückkreuzungen vermieden werden. Seine Ergebnisse publizierte das Team im Fachjournal BMC Genomics, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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25. Mär 2016

Der P(roblem)-Wert

Der statistische p-Wert wird häufig verwendet, um das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung zu bewerten. Viele Biologen, Psychologen oder Mediziner verwenden ihn, aber die meisten würden ihn damit missbrauchen und verstünden ihn nicht. Das leitet der Biostatistiker Servan Grüninger im Campus-Blog der Neuen Zürcher Zeitung her. Auch die American Statistical Association (ASA) kritisiert den leichtfertigen Umgang mit der Statistik. Der verständliche und mit vielen Links versehene Artikel erläutert, was der p-Wert ist, wie man ihn klug anwendet und dass er keine Interpretation für Forschungserbnisse ist, sondern dass er selbst einer Interpretation bedarf.
Quelle: NZZCampus

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18. Mär 2016

Digitaler Pflanzen-Doktor

Forschende haben eine computergestützte Methode entwickelt, die Pflanzen scannt und Erkrankungen feststellt. Die von den Forschenden der Universität Bonn, der TU Dortmund sowie des Fraunhofer Institutes IAIS entwickelte Software, erkennt die von den Pflanzen reflektierten Lichtwellen und kann somit mögliche Erkrankungen auf technischem Weg direkt auf dem Acker messen – und zwar noch bevor sie richtig ausbrechen. Das Portal Pflanzenforschung stellt die im Fachjournal Scientific Reports erschienene Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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18. Mär 2016

Molekulares Daumenkino: Momentaufnahmen aus dem Inneren der Zelle

Während ihres Aktivitätszyklus in der Zelle interagiert die RNA Polymerase sowohl mit DNA als auch mit verschiedenen Faktoren. Die damit einhergehenden unterschiedlichen Konformationszustände der RNA-Polymerase konnten über die FRET-Technik mit nanometergenauer Auflösung analysiert werden, sodass ein „molekulares Daumenkino der RNA-Polymerase“ erstellt werden konnte. Grafik: PCI/TU Braunschweig

Einem Forschungsteam der TU Braunschweig ist es gelungen, Veränderungen in der RNA-Polymerase während ihrer Arbeit sichtbar zu machen. Im Milliardstel Meter Bereich haben sie dafür Farbstoffe auf zwölf Proteinen platziert, deren Helligkeit sich je nach ihrer Entfernung zueinander verändert. Vergleichbar mit einem Daumenkino, konnte das Forschungsteam mit seinen Aufnahmen außerdem nachweisen, dass die Arbeit der RNA-Polymerase durch verschiedene Faktoren gesteuert und beeinflusst wird. Ihre Ergebnisse stellten sie im Fachjournal PNAS vor.
Quelle: TU Braunschweig

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29. Mär 2016

MOSS 2016

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit Moosen arbeiten, kommen vom 2. bis 5. September 2016 im britischen Leeds zusammen. An der Leeds University Business School werden sie sich über die jüngsten Ergebnisse und Forschungstrends austauschen. Zahlreiche Beiträge werden dabei auch das Model-Moos Physcomitrella in den Fokus rücken. Der um 50 brit. Pfund günstigere Frühbucherrabatt endet zum 1. Juni 2016.
Details: Tagungswebsite

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29. Mär 2016

Studie zu Motivationen Internationaler Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen (MIND)

Das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) hat 2015 im Auftrag von GATE-Germany eine Studie zu Lage, Perspektiven und Motivationen internationaler Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen durchgeführt. Die Vollversion der Studie kann bei GATE-Germany heruntergeladen werden.
Quelle: GATE-Germany

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29. Mär 2016

Wirkstoffe aus Pflanzen: Arbeitsteilung im Bioreaktor

Pflanzen produzieren zahlreiche Substanzen, die sich bei der Behandlung von Krebs, Alzheimer oder Parkinson einsetzen lassen. Doch häufig sind die Stoffwechselwege zur Zielsubstanz so komplex, dass ihre biotechnologische Herstellung wenig effektiv und kostenintensiv ist. In einem Forschungsprojekt kombinieren Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ihre Expertise mit dem technologischen Know-how der Phyton Biotech GmbH, dem größten Produzenten pharmazeutischer Inhaltsstoffe mit Pflanzenzellen. Mithilfe eines mikrofluidischen Bioreaktors aus miteinander gekoppelten Modulen ahmen die Wissenschaftler komplexes Pflanzengewebe technisch nach, um Wirkstoffe gegen Krebs oder Alzheimer effektiver und günstiger zu gewinnen als bislang. Das Projekt wird vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über zwei Jahre mit 750.000 Euro gefördert. Projektpartner sind das Botanische Institut, das Institut für Mikrostrukturtechnik (beide KIT) und das genannte Unternehmen.
Quelle: KIT

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29. Mär 2016

Wurzelsymbiose von Pflanze kontrolliert

Damit die Nährstoffübergabe zwischen den in Symbiose lebenden Pilzen und Pflanzen klappt, dringen Pilzhyphen in die pflanzlichen Wurzelzellen ein und bilden dort bäumchenartige Strukturen, die Arbuskeln (lat. Arbuscula = Bäumchen). Um den Mechanismus dieser Arbuskelbildung besser zu verstehen, untersuchte ein Team um die Biologin Caroline Gutjahr von der Ludwigs-Maximilians-Universität München (LMU) eine Mutante der Pflanze Lotus japonicus. Diese Pflanze ist unter anderem mit Bohnen, Erbsen und Linsen verwandt; ihre Arbuskelbildung ist gestört. Dort machten die Forschenden eine Mutation des Gens RAM1 aus, das für die Aktivierung von Genen und somit für die Umsetzung genetischer Informationen in Boten-RNA verantwortlich ist. Die Forschenden gehen davon aus, dass sie damit erstmals eine zentrale Schaltstelle gefunden haben, an der Informationen zur Symbiose und zur Physiologie der Pflanze direkt zusammenlaufen, und mit der die Pflanze die Menge der Wurzelbesiedlung durch den Pilz an ihre physiologischen Bedürfnisse anpassen kann. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachmagazin Current Biology. Das meldet die LMU beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

siehe auch ausführlichen Artikel bei Pflanzenforschung.de

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31. Mär 2016

Professoren-Gehälter: Bis zu 1.000 Euro mehr pro Monat je nach Bundesland

Auf rund 760 Euro können sich gegenwärtig die monatlichen Gehaltsunterschiede nach der Reform der W-Besoldung in Bund und Ländern im W2-Grundgehalt summieren. Beim W3-Grundgehalt klafft die Föderalismusschere um fast 1.000 Euro brutto im Monat auseinander. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor, die die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer April-Ausgabe veröffentlicht. Über die Gehaltsunterschiede in den einzelnen Bundesländern berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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31. Mär 2016

Noch immer keine Entscheidung zu neuen Pflanzenzuchtmethoden

Sollen neue Pflanzenzuchtmethoden unter die Gesetzgebung für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) fallen? Erneut vertagt die EU-Kommission ihre Rechtsanalyse zu dieser Frage, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) und bezieht sich auf einen Artikel des Portals EurActiv.
Quelle: VBIO

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31. Mär 2016

Pflanzenatmung kann sich besser an Erwärmung anpassen als gedacht

Wenn Pflanzen atmen geben sie kleine Mengen Kohlendioxid (CO2) ab. Durch steigende Temperaturen werden diese Prozesse in der Pflanze angekurbelt. Dies hätte  theoretisch zur Folge, dass immer mehr CO2 abgegeben wird, was sich wiederum auf das Klima auswirkt. Forschende schreiben nun im Fachjournal Nature über eine Langzeitstudie an Bäumen, dass der Effekt wohl doch nicht so schwer wiegt. Denn Pflanzen können ihre Atmung besser anpassen, wenn sie längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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01. Apr 2016

Klima, Meeresspiegel und Pflanzenvielfalt

Obwohl sie nur fünf Prozent der Landfläche ausmachen beherbergen Inseln eine enorme Vielfalt an Pflanzenarten. Der Baum Erythrina sandwicensis kommt ausschließlich auf Hawaii vor. Foto: Holger Kreft

Ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der Universität Göttingen hat den Einfluss eiszeitlicher Klima- und Meeresspiegelschwankungen auf die biologische Vielfalt von Inseln untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen die Bedeutung historischer Umwelteigenschaften auf die heutige Ausprägung von Lebensgemeinschaften und ihre Vielfalt. Die Resultate der im Fachjournal Nature erschienenen Studie sprechen für eine stärkere Berücksichtigung historischer Faktoren in der Biodiversitätsforschung. An der Studie war auch der Bayreuther Ökologe Manuel Steinbauer beteiligt, der letztes Jahr den Wilhelm Pfeffer-Preis der DBG für seine ökologische Arbeit über die Vegetation auf Inseln erhalten hatte.

Quellen: Uni Göttingen und Uni Bayreuth

06. Apr 2016

Gentechnik: „Entscheidend ist das Endprodukt“

Widerstandsfähiger gegen Schädlinge, unempfindlicher gegen Trockenheit, höhere Erträge – das ist nur eine kleine Auswahl der Anforderungen, die Nutzpflanzen in Zukunft erfüllen müssen. Die Menschheit braucht neue Kulturpflanzen, die den Veränderungen durch den Klimawandel widerstehen und den steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln befriedigen können. Mit einer neuen Methode, der sogenannten Genom-Editierung, wollen Forschende künftig effizienter als bisher neue Sorten entwickeln. Wenn keine artfremden Gene eingefügt wurden, sind diese Pflanzen nicht von Pflanzen zu unterscheiden, die auf herkömmliche Weise gezüchtet wurden. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen fordert deshalb zusammen mit Kollegen aus den USA und China, solche Genom-editierten Sorten nicht als gentechnisch verändert einzustufen (vgl. auch Meldung vom 28.1.2016). Die MPG hat ihn dazu interviewt.
Quelle: MPG

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06. Apr 2016

Wirkstoff zur Nervenregeneration in Mutterkraut entdeckt

Ein Düsseldorfer Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fischer, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Düsseldorf (HHU), identifiziert einen Inhaltsstoff aus der Heilpflanze „Mutterkraut“, mit dem das Nachwachsen von geschädigten Nervenfasern bei Mäusen erheblich beschleunigt und verbessert werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal Journal of Neuroscience veröffentlicht. Die Erkenntnisse könnten von großer klinischer Bedeutung sein. Fast acht Prozent der über 55-Jährigen in den Industrieländern sind von peripheren Neuropathien, das heißt Schädigung der Nerven vor allem in Beinen und Armen betroffen.
Quelle: HHU

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06. Apr 2016

Algorithmen zur Messung von Phytoplankton mit Satelliten

Der Klimawandel wird die Lebensbedingungen auf der Erde verändern. Damit stellt sich auch die Frage, wie er sich auf das Phytoplankton, die Basis allen Lebens im Meer, auswirken wird. Um die Veränderungen großräumig zu erfassen, kommen heute Satelliten zum Einsatz. Allerdings müssen die Messdaten der Satelliten aufwendig aufbereitet werden, um daraus auf die Planktonmengen schließen zu können. Forschende der Fernerkundungsgruppe des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) haben dafür Algorithmen entwickelt, die aus den nackten Messwerten des Satelliten sehr genau auf die Inhaltsstoffe im Meerwasser schließen – und damit auf die Produktivität des Planktons. Diese Software läuft auf den Zentralrechnern der ESA und filtert gewissermaßen die Rohdaten, die vom Satellit zur Erde strömen. Das meldet das Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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06. Apr 2016

Freilandversuche mit gv-Pflanzen 2016: EU 7, USA 250

In der EU wurden 2016 bis Ende März sieben neue Anträge auf Freisetzung gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen gestellt, drei in Schweden und je zwei in Großbritannien und Spanien. Laut dem Portal Transgen gingen im gleichen Zeitraum in den USA bereits etwa 250 Anträge ein. Die allermeisten nach wie vor für Mais und Soja. Dabei spielt die Anpassung der Pflanzen an klimatischen Stress eine immer größere Rolle.
Quelle: Transgen

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07. Apr 2016

Düfte rund um die Welt

Bedeutsamen Düften rund um die Welt ist Dr. Roman Kaiser auf der Spur, der an die Uni Jena kommt. Foto: privat

Einer der renommiertesten Duftforscher Europas ist am 18. April 2016 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Gast. Der Schweizer Riechstoffchemiker Dr. Roman Kaiser wird in seinem Vortrag „Bedeutsame Düfte rund um die Welt“ einen Einblick in die Welt der Naturdüfte und Duftstoffindustrie geben. Für die Zuhörer gibt es zudem die Möglichkeit, einige Naturdüfte in Wort, Bild und Duft näher kennenzulernen: Denn Roman Kaiser hat auch einige Duftproben im Gepäck. Beginn ist 17.15 Uhr im Döbereiner Hörsaal (Am Steiger 3). Der Vortrag findet im Rahmen des wissenschaftlichen Kolloquiums des Sonderforschungsbereiches ChemBioSys statt. Der Eintritt ist frei, meldet die Uni Jena beim Infoirmationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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07. Apr 2016

Hebel zur Vergrößerung von Reiskörnern

In Japonica-Reis haben Forschende das entscheidende Gen zur Regulierung der Korngröße entdeckt. Dieses kodiert einen Transkriptionsfaktor (OsSPL13), der Größe und Gewicht der Körner erhöht. Damit ist eine wichtige Stellschraube zur Produktivitätssteigerung in Zeiten des Bevölkerungszuwachses in Fernost identifiziert, schreibt das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Nature Genetics erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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07. Apr 2016

Apfelnamen: Ein „botanischer Albtraum“ für Systematiker

Stieß bei seinen wissenschaftlichen Recherchen auf eine historische, aber irreführende Apfelsorten-Systematik: Dr. Norbert Holstein von der Universität Bonn. Foto: Uni Bonn

Warum haben Apfelsorten Fantasienamen wie Granny Smith oder Golden Delicious, obwohl doch ansonsten sämtliche Pflanzen in der Wissenschaft lateinische Namen haben? Mit dieser Tradition brach der Obstkundler Friedrich Jakob Dochnahl im 19. Jahrhundert. Er erfand eine eigene, scheinbar wissenschaftliche Namensgebung und schafft damit bis heute Verwirrung. Der Botaniker Dr. Norbert Holstein von der Universität Bonn will dem nun ein Ende bereiten und plädiert im Fachjournal „Taxon“ dafür, dass Dochnahls Benennung von Obstsorten nicht mehr berücksichtigt werden soll.
Quelle: Uni Bonn

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08. Apr 2016

Wie Pflanzen Informationen austauschen und wahrnehmen

Neue Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Pflanzen intensiv miteinander kommunizieren. Und nicht nur das – sie können auch zählen und lernen. Was wie ein Hauch von Esoterik klingt, wird mehr und mehr durch Forschungsergebnisse belegt. Ob diese ausreichen, um von „kognitiven Fähigkeiten“ bei Pflanzen zu sprechen, ist jedoch umstritten. Das Portal Pflanzenforschung fasst die jüngsten Ergebnisse aus acht Studien verschiedener Fachjournals zusammen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Apr 2016

Nachwuchspreis für Pflanzenforscher

Preisverleihung in Berlin: Helmholtz-Präsident Professor Otmar Wiestler mit Lukas Geschwender. Foto: Ernst Fesseler

Lukas Geschwender vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat den Helmholtz-Ausbildungspreis 2016 gewonnen. Die Helmholtz-Gemeinschaft belohnte den 21-Jährigen für seine herausragenden Leistungen mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 1000 Euro. Die Preisverleihung fand gestern Abend (7. April 2016) in Berlin statt. Am Institut für Molekulare Zellbiologie arbeitete Geschwender an einem Forschungsprojekt mit und fand im Experiment genetische Faktoren, die Reis widerstandsfähiger gegen Salzstress machen. Seit Abschluss seiner Berufsausbildung als Biologielaborant studiert er Angewandte Biologie am KIT.
Quelle: KIT

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08. Apr 2016

Landwirtschafttechnologien im Fokus der EU

Neue Technologien können zukünftige Herausforderungen der Landwirtschaft lösen. Vor allem soll die Landwirtschaft nachhaltiger werden, berichtet das Portal Pflanzenforschung aus der Europäischen Politik. In einem durch die Europaabgeordnete Anthea McIntyre verfassten Entwurf, über technische Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft in der EU, positioniert sich die Politikerin im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) im Europäischen Parlament klar für eine Unterstützung neuer Technologien, wie das "Precision Farming".
Quelle: Pflanzenforschung.de

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11. Apr 2016

DBU fordert für Landwirtschaft "dritten Weg der Nachhaltigkeit"

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert eine offene, sachgerechte und entideologisierte Diskussion über die Zukunft einer wirklich nachhaltigen globalen Landwirtschaft. Die in der öffentlichen Wahrnehmung bestehenden Gegensätze zwischen Bio-Bauern und konventionellen Landwirten müssten abgebaut und Strukturen einer Lebensmittelproduktion geschaffen werden, die ökonomisch tragfähig, sozial vertretbar und ökologisch vorzeigbar seien.
Quelle: DBU

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11. Apr 2016

Karrierewege für Pflanzenforscher

Mehr Nachwuchswissenschaftler werden derzeit ausgebildet, als später Professuren zur Verfügung stehen. Daher berichtet der Blog der American Society of Plant Biologists (ASPB) über die zahlreichen Wege, die junge Pflanzenwissenschaftler einschlagen und wie sie ihre Expertise erweitern können, sodass ihnen mehrere Türen offen stehen. Der Artikel „Career building: Where do you want to go and how will you get there?” von Mary Williams nennt konkrete Ziele und anzustrebende Projekte. Sie schildert auch, wie erworbene Zusatzqualifikationen am besten im Lebenslauf zitiert werden können und empfiehlt das Soziale Netzwerk Twitter. Ihr Blogbeitrag startet mit ihrem Vortrag, den sie vor kurzem am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam gehalten hat.
Quelle: ASPB-Blog

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11. Apr 2016

20 Stipendien für Interdisziplinäre Wissenschaft

Auch 2016 schreibt die Joachim Herz-Stiftung wieder 20 „Add-on Fellowships for Interdisciplinary Science“ für Doktorandinnen und Doktoranden sowie PostDocs verschiedener Disziplinen aus, die an fachübergreifenden Fragen im Bereich der Systembiologie und verwandten Forschungsfeldern arbeiten. Die mit bis zu 12.000 Euro dotierten Stipendien über zwei Jahre sind für Konferenzbesuche, Forschungsreisen, Weiterbildungen, … gedacht. Bewerbungsschluss ist der 5. Juli 2016.
Quelle: Joachim Herz-Stiftung

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12. Apr 2016

Komm ins Beet

Das Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Pflanzenphysiologie lädt von Mai bis September an jedem letzten Samstag im Monat zu öffentlichen Führungen ein. Es möchte in kostenlosen Führungen am Potsdamer Standort einen Einblick in die Geschichte der Pflanzenzüchtung geben und über die aktuelle Forschung des Instituts berichten. Besucht werden die Gewächshäuser und Freiflächen. An mehreren Stationen werden neben den Grundlagen der Genetik und der Entwicklung verschiedener Kulturpflanzen, aktuelle Verfahren zur Herstellung von Hochleistungssorten erklärt. Außerdem vorgestellt: die Erforschung und Erschließung der natürlichen Diversität sowie der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen in Forschung und Landwirtschaft. Die Rolle von Pflanzen als nachwachsende Rohstoffe behandelt das MPI ebenfalls beim Rundgang. Die Führungen beginnen jeweils um 14.00 Uhr. Um eine kurze Anmeldung per Telefon oder E-Mail (bis zum jeweiligen Freitagabend 17 Uhr beet[at]mpimp-golm.mpg.de ) wird gebeten.
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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11. Apr 2016

Mutationen an- und wieder ausschalten

Je mehr Doxycyclin man zugibt, desto aktiver wird das mobile genetische Element und damit steigt die Zahl der mutierten Pilz-Kolonien. Foto: Prof. Frank Kempken

Mit einem neuen Verfahren erleichtert ein Kieler Forschungsteam die funktionale Genomik. Um die genetischen Mechanismen zu erkunden, die Aufschluss über das mögliche Anwendungsspektrum von Schimmelpilzen und ihrer Stoffwechselprodukte geben können, hat ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von der niederländischen Universität Leiden das neue Verfahren entwickelt. Es erlaubt die schnelle Erzeugung einer großen Anzahl genetisch unterschiedlicher Varianten des Schimmelpilzes Aspergillus niger und die anschließende Fixierung der gewonnen genetischen Eigenschaften. Die Forschenden um Professor Frank Kempken, Leiter der Abteilung für Botanische Genetik und Molekularbiologie an der CAU und Mitglied des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science, veröffentlichten ihre neuen Erkenntnisse nun im Fachmagazin Applied Microbiology and Biotechnology. Das berichtet die CAU beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle idw

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12. Apr 2016

Deutsche Biotech-Branche zeigt nachhaltiges Wachstum 2015

Die deutschen Biotech-Firmen können auf ein wachstumsstarkes Jahr 2015 zurückblicken und stoßen auch im Ausland auf wachsendes Interesse. Die wichtigsten Kennzahlen haben erneut deutlich zugelegt, wie die zentralen Ergebnisse aus dem Branchenreport „Die Deutsche Biotechnologie-Branche 2016“ des Portals biotechnologie.de belegen. Dazu hatte das Portal Biotech-Firmen befragt.
Quelle: Biotechnologie.de

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13. Apr 2016

Globale Anbaufläche mit gv-Pflanzen leicht rückläufig

Der Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen ist 2015 weltweit leicht zurückgegangen, meldet das Portal Transgen. Damit werde der seit zwanzig Jahren anhaltende Trend mit gleichbleibend hohen Zuwachsraten erstmals durchbrochen: Die Flächen sanken um 1,7 Millionen auf nunmehr 179,7 Millionen Hektar. Den deutlichsten Rückgang verzeichneten die USA, während in Brasilien und Australien die Flächen weiterhin gestiegen sind. Vor allem bei Mais und Baumwolle ging der globale Anbau insgesamt zurück. Die Flächen für gv-Pflanzen folgten dieser Entwicklung. Bei Soja hingegen nahmen sowohl die Gesamtanbauflächen als auch die Aussaat gentechnisch veränderter Sorten zu.
Quelle: Transgen

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14. Apr 2016

Mit CRISPR/Cas9 zu herbizidresistenten Kulturpflanzen

Forschenden ist es gelungen, Reis mithilfe der neuen Züchtungsmethode CRISPR/Cas9 resistent gegen Herbizide der sogenannten ALS-Hemmer zu machen. Somit reiht sich die Studie in eine lange Liste von Publikationen, die die Machbarkeit einzelner Forschungshypothesen belegen und neue Anwendungsfelder für die Genom Editierung (Engl.: Genome Editing) erschließen. Dadurch erhöht sich auch der Druck auf politische Entscheidungsträger, eine Bewertung zu einem ganzen Set von neuen Züchtungsmethoden abzugeben, inklusive der Genom Editierung mittels CRISPR/Cas9. So kommentiert das Portal Pflanzenforschung eine im Fachjournal Molecular Plant erschienen Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Apr 2016

Pflanzen zwingen Pilzpartner zu fairem Verhalten

Die in der Studie untersuchten Pflanzen im Gewächshaus. Foto und © UZH

Pflanzen reagieren intelligent auf ihre Umwelt: Wenn sie die Wahl zwischen kooperativen und weniger kooperativen Pilzpartnern haben, versorgen sie letztere mit weniger Nahrung und zwingen sie damit zu verstärkter Kooperation. Wenn eine Pflanze mit unterschiedlich kooperativen Pilzpartnern vergesellschaftet ist - also einem „geizigeren“, der pro gelieferte Kohlenhydrat-Einheit weniger Phosphate abliefert, und einem „großzügigeren“, der für seine Ernährung mit mehr Phosphaten „bezahlt“ – dann kann sich die Pflanze entscheiden, dem geizigeren Partner gezielt weniger Kohlenhydrate zur Verfügung stellen. Das schließen die Ökologen Pascal Niklaus und Bernhard Schmid von der Universität Zürich (UZH) aus den Resultaten ihrer neuen Studie, die im Fachjournal Ecology Letters erschienen ist. Aufgrund dieser Ergebnisse glauben die Wissenschaftler auch, dass sich Pflanzen zum Testen von Markt- und Verhaltenstheorien eignen.
Quelle: UZH

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14. Apr 2016

Gezielter Proteinabbau in Pflanzen

Moospflanzen von Physcomitrella patens in einer Petrischale. Foto: Sigrid Gombert

Welche Substrate und Interaktionspartner im Moos Physcomitrella patens den Proteinabbau nach der so genannten N-end Rule ermöglichen, hat ein Forschungsteam um den Freiburger Biologen Prof. Dr. Ralf Reski im Fachmagazin Molecular and Cellular Proteomics dargelegt. Das N-end Rule im Proteinabbau beschreibt den Einfluss, den eine bestimmte Aminosäure, die sich am Anfang eines Proteins befindet, auf dessen Abbaugeschwindigkeit hat. Für die neue Studie hat das Freiburger Team mit Prof. Dr. Andreas Schlossers Gruppe vom Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg zusammengearbeitet und neue Methoden der Immunpräzipitation und der Massenspektrometrie entwickelt. Nach der Analyse von mehr als 30.000 Proteinspektren haben sie vier Proteine identifiziert, die von ATE mit Arginin markiert werden. Das Enzym namens ATE heftet die Aminosäure Arginin an Proteine, die daraufhin von den Proteasomen – aus unterschiedlichen Proteinen zusammengesetzte Komplexe – abgebaut werden. "Unsere Ergebnisse bieten neue Einsichten in die Mechanismen des gezielten Proteinabbaus in Pflanzen", erklärt Reski.
Quelle: Uni Freiburg

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14. Apr 2016

Bäume tauschen untereinander Kohlenstoff aus

Künstliche Signale mit markiertem Kohlendioxid: Die Kronen von Fichten werden von einem Baukran aus mit Schläuchen begast. Foto: Forschungsgruppe C. Körner, Uni Basel

Waldbäume nutzen Kohlenstoff nicht nur für sich – sie tauschen auch große Mengen davon über ihre Wurzeln mit Nachbarbäumen aus. Diese Entdeckung machten Botaniker der Universität Basel, wie sie im Wissenschaftsmagazin Science berichten. Der intensive Kohlenstoffhandel von Baum zu Baum – auch zwischen verschiedenen Arten – verläuft über symbiotische Pilzfäden im Boden. Wie Dr. Tamir Klein und Prof. Christian Körner von der Universität Basel sowie Dr. Rolf Siegwolf vom Paul-Scherrer-Institut (PSI) berichten, geht der Zuckertransport also über viel weitere Strecken als bisher angenommen.
Quelle: Uni Basel

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15. Apr 2016

Speicherung und Verarbeitung der Sequenzdaten

Der technologische Fortschritt bei der DNA-Analyse hat die Wissenschaft revolutioniert. Noch nie war es leichter und günstiger, Sequenzanalysen durchzuführen. Doch damit steht die Wissenschaft vor einem neuen Problem: Speicherung und Verarbeitung der Sequenzierungsdaten hinken hinterher. Einen Lösungsweg sehen Forscher in der „Compressive Genomics“, die geschickte Komprimierung von Rohdaten ohne Informationsverlust. Das Portal Pflanzenforschung stellt eines der neuen Werkzeuge namens CORA vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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15. Apr 2016

Eingeschworene Bakteriengemeinschaft baut Algen der Nordsee ab

Schematische Darstellung des Algenabbaus. Darstellung: MPI für Marine Mikrobiologie, Manfred Schlösser

Jedes Frühjahr blühen in der Nordsee die Algen. Dabei können von Jahr zu Jahr unterschiedliche Algenarten die Überhand gewinnen. Bei den Bakterien, welche die Algen wieder abbauen, herrschen dennoch alljährlich dieselben spezialisierten Gruppen vor. Offensichtlich sind also nicht die Algen selbst, sondern vor allem deren Bestandteile – allen voran die sogenannten Mehrfachzucker oder Polysaccharide – entscheidend dafür, welche Bakterien sich in den einzelnen Phasen des Abbaus vermehren. Die Ergebnisse publizierten die Forschenden des Max-Planck-Instituts für marine Mikrobiologie im Fachjournal eLife.
Quelle: MPI f. marine Mikrobiologie

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18. Apr 2016

Simulation: Welche invasive Art als nächstes einwandert

Die Braunalge Sargassum muticum stammt aus Gewässern um Japan und China und ist mittlerweile in vielen Teilen Europas eingeschleppt. Foto: Sven Rohde, Uni Oldenburg

Wie der globale Frachtschiffverkehr zur Ausbreitung invasiver Arten führt, haben Forschende aus Oldenburg und Frankfurt modelliert. Sie rechnen besonders in Regionen mit hohem Schiffsaufkommen und gemäßigtem Klima wie in der Nordsee mit vermehrten Invasionen, also dem "Einwandern" fremder Pflanzen und Tiere, wie sie im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS) begründen.
Quelle: Uni Oldenburg

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19. Apr 2016

Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz im GEW-Ratgeber

Seit dem 17. März 2016 gilt das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG). Mit ihrem neuen Ratgeber „Befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft“ gibt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen eine Orientierungshilfe zur Umsetzung an die Hand. Das meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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20. Apr 2016

BACOSA II zielt auf Verbesserung der Wasserqualität an der Küste

Forschungstaucher und Masterstudent Anton Bühler taucht mit eingesammelten Pflanzenproben im Vitter Bodden auf. Foto: Dr. Mia Bengtsson, Uni Greifswald

An der Biologischen Station Hiddensee startet in diesen Tagen die zweite Projektphase des Forschungsprojektes „Baltic Coastal system analysis and status evaluation (BACOSA)“. Forschende der Biowissenschaften sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wollen die Ökosystemdienstleistungen der inneren Küstengewässer bewerten. Die Ergebnisse sollen mögliche „Stellschrauben“ des Ökosystems identifizieren und schließlich in Managementmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität entlang der Küste einfließen. Innerhalb der zweiten Projektphase von BACOSA wird die Biologische Station Hiddensee (Lehrstuhl Experimentelle Pflanzenökologie, Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald) die Beziehungen in der Nahrungskette in Flachwasserbereichen entlang der deutschen Ostseeküste erforschen. Das BMBF-Verbundprojekt BACOSA II wird von den Universitäten Rostock, Greifswald und Kiel realisiert. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 1 Million Euro bereit, schreibt die Uni Greifswald beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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20. Apr 2016

Welche Bäume bei Trockenheit und Hitze sterben

Stamm einer toten Buche in Schottland. Foto: Dr. Hervé Cochard, INRA, Clermont Ferrand

Ausschließlich Parameter der Wasserversorgung erlauben Vorhersagen über die Sterblichkeit von Waldbäumen unter extremen klimatischen Ereignissen. Das ergab eine Meta-Analyse, die Ulmer Forschende um Prof. Steven Jansen im Fachjournal PNAS publiziert haben. Sie analysierten, welche physiologischen Eigenschaften einen Baum in einer Trockenperiode besonders gefährden. Dazu haben sie 33 Studien zum Waldsterben in Trockenzeiten und bei Hitze ausgewertet sowie die Sterblichkeitsraten von 475 Arten verglichen. In einem zweiten Schritt wurden physiologische Eigenschaften wie die Holzdichte, Wurzeltiefe oder die Wasserversorgung gegenübergestellt. Mit eindeutigem Ergebnis: Tatsächlich erlauben ausschließlich die „hydraulischen“ Eigenschaften Vorhersagen über die Gefährdung in Trockenzeiten.
Quelle: Uni Ulm

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21. Apr 2016

GEW: „Fünf Milliarden für 5.000 Tenure-Track-Professuren“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich für eine deutliche Aufstockung des von Bund und Ländern geplanten Programms für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgesprochen. "Wir brauchen an den Universitäten zusätzlich 5.000 Tenure-Track-Professuren. Nur dann kann der Bedarf an zusätzlichen Hochschullehrerinnen und -lehrern gedeckt werden. Und nur so können Bund und Länder einen wirksamen Impuls für die Schaffung verlässlicher Karrierewege geben", sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, am Donnerstag in Berlin. Er bezog sich auf Berechnungen, die Anke Burkhardt vom Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg in einer wissenschaftlichen Expertise vorgelegt hatte. Keller bezifferte die Kosten für die Professuren inklusive einer aufgabengerechten Ausstattung auf rund fünf Milliarden Euro. Bund und Länder verhandelten derzeit über ein Nachwuchsprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro, berichtet die Gewerkschaft.
Quelle: GEW

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21. Apr 2016

Cpf1: CRISPR-Enzymschere schneidet RNA und DNA

Forschende des Berliner Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, der Universität Umeå in Schweden und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig haben entdeckt, dass das CRISPR-assoziierte Protein Cpf1 eine bislang für diese Enzymfamilie einzigartige Eigenschaft besitzt: Es schneidet sowohl RNA als auch DNA. Das haben die Forschenden im Fachjournal Nature belegt, wie die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) berichtet. Im Unterschied zu CRISPR-Cas9 kann Cpf1 das Vorläufermolekül der CRISPR-RNA, die sogenannte pre-crRNA, alleine in ein funktionstüchtiges crRNA-Molekül umwandeln. Die fertige crRNA zeigt Cpf1 dann, wo es die DNA schneiden muss. Das System benötigt also keine weiteren Faktoren und ist damit das einfachste bislang bekannte CRISPR-Immunsystem. Dieses duale Schneidewerkzeug für RNA und DNA könnte künftig möglicherweise auch eingesetzt werden, um im Erbgut mehrere Gene gleichzeitig zu verändern, auch „multiplexing“ genannt.
Quelle: MPG

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21. Apr 2016

miRNA-Software setzt auf maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz

Forschende haben eine neue Software namens Naive Bayesian Classifier entwickelt, die die Suche und Identifizierung pflanzlicher MicroRNA erleichtern soll. Im Fachmagazin The Plant Journal beschreiben sie ihr neues Werkzeug für die Charakterisierung der kurzen RNA-Sequenzen, die als Regulationsmoleküle wirken. Das Portal Pflanzenforschung stellt das von Kalifornischen und Taiwanesischen Forschern entwickelte Werkzeug vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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22. Apr 2016

Pfiffige Namen für pflanzliche Mutanten

Der Blog des Weltpflanzenrats (Global Plant Council) fasst eine Umfrage auf Twitter zusammen, in der die Organisation nach witzigen Namen fragte, die Pflanzenforscher ihren Mutanten verliehen haben. Der englische Blogbeitrag von Sarah Jose nennt nicht nur Namen wie "Superman" und "YODA",  sondern beschreibt auch, warum die Namen auch so treffend gewählt sind. Während etwa die nach dem glatzköpfigen TV-Kommissar Kojak benannte Mutante kein einziges Wurzelhaar aufweist, produziert die Werwolf-Mutante dagegen extrem viele Wurzelhaare.
Quelle: Blog des Global Plant Council

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22. Apr 2016

Firmenumfrage 2016: Deutsche Biotech-Branche in Zahlen

Wie gut geht es der deutschen Biotechnologie-Branche? Aus den alljährlich von biotechnologie.de erhobenen Kennzahlen des Sektors – basierend auf den international vergleichbaren Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) – lässt sich für 2015 herauslesen, dass es den Deutschen erstaunlich gut geht, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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22. Apr 2016

Wie ein Moos-Transkiptom hilft, Erträge zu steigern

Moose gehören zu den ersten Landpflanzen und beherbergen noch heute zahlreiche Gene, die in ähnlicher Form wichtige Funktionen bei den Blütenpflanzen regulieren. Forschende des EvoRepro Forschungsprojekts haben gerade den Transkriptom-Atlas des Mooses Physcomitrella patens im Fachjournal Molecular Plant herausgebracht. Damit können sie Aspekte des Lebenszyklus von Moospflanzen im Vergleich zu den Bedecktsamern untersuchen. Mittels funktionellen, genetischen Vergleichsstudien sind dann diejenigen genetischen Veränderungen ausfindig zu machen, die für die Entstehung neuer Organe verantwortlich sind. Als Modellorganismus eignet sich dieses Moos besonders gut: „Moos ist eine der ersten Landpflanzen, leicht zu kultivieren und genetisch zu manipulieren“, fasst Jörg Becker, Leiter des EvoRepro Forschungsprojekts die Vorteile des kleinen Blasenmützenmooses (Physcomitrella patens) gegenüber dem Portal Pflanzenforschung zusammen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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25. Apr 2016

USA: Festland nahm trotz Dürre Kohlenstoff auf

Mit solchen Messtürmen - im Bild eine Station im Kendall Grassland, Arizona - erhoben Forschende über mehrere Jahre kontinuierlich Daten. Foto: Russ Scott, USDA-ARS

Das Frühjahr 2012 war in den USA das wärmste seit Beginn der Messaufzeichnungen. Nahtlos schloss ein Sommer an, der trockener und heißer war als alle anderen Sommer seit den 1930er Jahren, einer Zeit, die als "Dust Bowl" in die Geschichtsbücher einging. Unter Dürre und Hitze litt 2012 nahezu das ganze Festland der USA. Klimaforscherinnen befürchteten, dass diese Wetterkapriole vor vier Jahren das Festland der USA wegen der Sommerdürre in eine Kohlenstoff-Quelle verwandelten, wie dies in Europa während des Hitzesommers 2003 der Fall war. Daher untersuchten Forschende aus den USA, Australien, den Niederlanden und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) wie viel Kohlenstoff die Pflanzen tatsächlich aufnahmen. Wie sie im Fachjournal PNAS schreiben, blieb das Festland der USA 2012 trotz der Dürre eine Kohlenstoffsenke. Die Forschenden fanden heraus, dass der warme Frühling Bäume, Gräser und Nutzpflanzen früher sprießen und wachsen ließ. Dadurch nahmen die Ökosysteme aus der Luft mehr Kohlenstoff auf als in einem "normalen" Frühling. Während der anschließenden Dürre hingegen nahmen die Ökosysteme weniger Kohlenstoff auf als üblich, da die Pflanzen wegen der Trockenheit und der Hitze nicht mehr wuchsen. Dennoch blieb die Kohlenstoff-Bilanz unter dem Strich positiv.
Quelle: ETH Zürich

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25. Apr 2016

US-Behörden: Mit CRISPR gezüchtete Pflanzen sind keine Gentechnik

In fünf Jahren soll in den USA ein neuer, ertragreicher Wachsmais auf den Markt kommen. Das Besondere: Er verdankt seine neuen Eigenschaften einer mit Hilfe das CRISPR/Cas-Verfahrens herbeigeführten Punktmutation. Die neue Technik hat nicht nur die Pflanzenforschung weltweit in eine Aufbruchsstimmung versetzt, sondern auch neue Perspektiven für die praktische Pflanzenzüchtung eröffnet. Damit wurde nun in einer ertragreichen Gelbmaissorte ein bestimmtes, die Stärkebildung steuerndes Gen (Wx1) ausgeschaltet. Der neue Mais ist genauso ertragreich wie Gelbmais, hat aber die hochwertige Stärkezusammensetzung von Wachsmais. Die US-Behörden haben bereits entschieden, dass dieser Wachsmais nicht als „gentechnisch verändert“ einzustufen ist und er damit keinen besonderen gesetzlichen Auflagen unterliegt. Doch er ist nicht das einzige Produkt, bei dem die neuen Genome Editing-Verfahren zur Anwendung kommen, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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25. Apr 2016

Sanduhr-Modell weit verbreitet

Das evolutionsbiologische Sanduhr-Modell ist bei Pflanzen weiter verbreitet als bisher angenommen. Es beschreibt die genetische Aktivität während der Entwicklung eines Embryos: Zunächst sind viele evolutionär junge Gene, in der Mitte der Embryoentwicklung dann evolutionär sehr alte Gene während später wieder deutlich jüngere Gene aktiv sind. Ein Forscherteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) hat nun erstmals gezeigt, dass die Genaktivität von Pflanzen nicht nur während der Entwicklung von Embryos, sondern auch in weiteren Entwicklungsphasen nach demselben Prinzip gesteuert wird. Die Forschenden aus Deutschland untersuchten gemeinsam mit Niederländern und Iren bei Arabidopsis thaliana die Keimphase, die Übergangsphase zur Geschlechtsreife und die Blütenbildung. Wie sie herausfanden, sind während der Keimphase und während des Übergangs zur Geschlechtsreife sind vor allem evolutionär sehr alte Gene aktiv. Bilden sich bei Pflanzen Blüten, sind auch junge Gene aktiv. Die Forschenden kommen deshalb zu dem Schluss, dass das Prinzip zumindest bei Pflanzen nicht in Zusammenhang zur Entwicklung von Organen steht. Die Ergebnisse wurden als Titelgeschichte im Fachjournal Molecular Biology and Evolution veröffentlicht.
Quelle: MLU

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25. Apr 2016

Weniger Artenvielfalt, höheres Einkommen

Tropischer Tieflandregenwald auf Sumatra, Indonesien. Foto: Uni Göttingen

Die Umwandlung von tropischem Regenwald in Agrarlandschaften führt einerseits zu einem Rückgang an Artenvielfalt und Ökosystemleistungen, andererseits zu erhöhtem Einkommen und damit zu besseren sozialen Bedingungen für die lokalen Bauern. Zu diesem Ergebnis sind Forschende der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie Biodiversität, Makroökologie und Biogeografie der Universität Göttingen gekommen. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten in Indonesien die Umwandlung von Tieflandregenwäldern in Ölpalmplantagen, Kautschukplantagen und Kautschuk-Agroforstsysteme. Die Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal Philosophical Transactions of the Royal Society B.
Quelle: Uni Göttingen

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26. Apr 2016

Familientreffen der Branche auf den Biotechnologietagen

Mehr als 800 Teilnehmer haben sich zu den 7. Deutschen Biotechnologietagen (DBT) angemeldet, die am 26. und 27. April in Leipzig stattfinden. Das nationale Forum für die deutsche Biotech-Industrie wird vom Branchenverband BIO Deutschland, dem Arbeitskreis der Deutschen BioRegionen, dem regionalen Gastgeber biosaxony sowie deren Partner TGZ/Biozentrum Halle ausgerichtet. Die jährliche Veranstaltung ist der wichtigste Branchentreff für Biotechnologie-Experten in Deutschland. Zwei Tage lang bringen sich Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf den neuesten Stand der Diskussionen: Ob neue Therapien, innovative Pflanzenzüchtung, E-Health, Bioraffinerie oder Genome Editing, ob Finanzierung, Erstattung oder Patentrecht – in vielen verschiedenen Symposien tauschen sich die Experten über aktuelle Trends der Branche aus. „Die Biotechnologie ist eine Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts“, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bereits im Vorfeld. Zukünftig werde kaum ein neues Arzneimittel auf den Markt kommen, das nicht mindestens eine Phase seiner Entwicklung auch biotechnologischem Wissen verdankt, meldet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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26. Apr 2016

Botanischer Garten Berlin unterstützt Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Botanische Gärten des IPEN-Netzwerkes geben Pflanzenmaterial nur im Einklang mit der Biodiversitätskonvention weiter. Foto: A. Kirchhoff, BGBM

Biologische Grundlagenforschung und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit sind ohne den Austausch von Material oder die Anlage von naturkundlichen Sammlungen undenkbar, so dass das Nagoya-Protokoll auch wissenschaftspolitisch eine wichtige Rolle spielt. Das Protokoll ist im Oktober 2014 in Kraft getreten und wurde in Europa durch eine entsprechende Verordnung umgesetzt. Deutschland ist am 21. April 2016 dem Nagoya-Protokoll beigetreten und hat sich somit diesen Grundprinzipien verpflichtet. Botanische Gärten beherbergen eine Fülle von Pflanzenarten aus aller Welt und haben daher bereits 2002 das „International Plant Exchange Network“ (IPEN) ins Leben gerufen. Es regelt in einer Selbstverpflichtung die Nutzung der in Botanischen Gärten befindlichen Pflanzen im Einklang mit der Biodiversitätskonvention. Die berechtigten Interessen der Ursprungsländer dieser Pflanzen werden beachtet. Botanische Gärten des IPEN-Netzwerkes geben deshalb keinerlei Pflanzenmaterial an kommerzielle Nutzer wie Pharmafirmen oder Zierpflanzenzüchter ab, ohne dass sich die jeweiligen Unternehmen vorher mit dem Ursprungsland auf einen Ausgleich der finanziellen Vorteile geeinigt haben. Dies gilt auch für Pflanzen, die schon weit vor dem Nagoya-Protokoll in die Sammlungen gelangten. Somit tragen die botanischen Gärten effektiv dazu bei, dass die Rechte der Ursprungsländer biologischer Vielfalt gewahrt bleiben – sogenannten Biopiraten wird hier kein Schlupfloch geboten. Auch der Botanische Garten Berlin (BGBM) ist Partner im IPEN-Netzwerk und trägt damit auch direkt zur Umsetzung internationaler Konventionen wie der Konvention über die Biologische Vielfalt oder des Nagoya-Protokolls bei.
Quelle: BGBM

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26. Apr 2016

Genetische Ressourcen, Gesetze & Gute Praxis

Anfang März 2016 fand eine Tagung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls in Deutschland am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin (BGBM) in Zusammenarbeit mit dem Global Nature Fund und dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig (beide Bonn) statt. Sie gab einen Überblick über den aktuellen Stand der gesetzlichen Regelungen, bot den knapp 120 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Behörden eine Plattform für den Austausch über bestehende Unsicherheiten, Herausforderungen und Lösungsansätze. Die Zusammenfassung der Ergebnisse liegt jetzt vor unter www.bgbm.org/de/abs">www.bgbm.org/de/abs
Quelle: BGBM

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26. Apr 2016

CRISPR/Cas9 kann Punktmutationen ohne zu schneiden korrigieren

Forschende haben die noch junge Genom Editierungstechnologie CRISPR/Cas9 so angepasst, dass der Austausch einer einzigen Base möglich ist, ohne dabei den DNA-Strang zu zerschneiden. Das Portal Pflanzenforschung berichtet über diese Weiterentwicklung der Genom Editierung mittels CRISPR/Cas9, die vor kurzem im Fachmagazin Nature beschrieben wurde. Das Portal sieht Potential nicht nur für die Humanmedizin sondern auch für die Pflanzenforschung, denn es sind Punktmutationen, die für Resistenzen oder veränderte Synthesewege von Metaboliten verantwortlich sind.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Apr 2016

Impact-Faktor steigt auch "nicht valide"

Der Journal Impact Factor (IF) hält sich hartnäckig, trotz aller Kritik. Eine neue Studie im Fachmagazin PLOS one belegt nun: Springt der IF eines Journals plötzlich nach oben, so hat das oft andere Gründe als nur häufigere Zitierungen der einzelnen Artikel. Das Laborjournal stellt die Studie unter dem Titel "Schwund unter dem Strich" auf seiner Website vor. Das Magazin nennt fünf Szenarien von denen einige auf "validen" und einige auf "nicht validen" Änderungen beruhen.
Quelle: Laborjournal

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27. Apr 2016

Naturbewusstseinsstudie: Deutsche wollen strengere Regeln für die Landwirtschaft

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich strengere Regeln und Gesetze für die Landwirtschaft. Landwirte sollen mehr Rücksicht auf Natur und Tierwohl nehmen. Den Einsatz von Genpflanzen lehnen die Deutschen klar ab. Das sind einige Ergebnisse der neuen Naturbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Beate Jessel heute in Berlin vorgestellt haben.
Quelle: BfN

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27. Apr 2016

Veränderte Genregulation CO2-fixierender Enzyme ermöglicht CAM-Photosynthese

Um Aufschluss über die Entwicklung der Photosynthese zu gewinnen, verglichen Forschende die Transkriptome von 13 ausgewählten Arten aus fünf Subfamilien der Orchideen sowie zwei bekannte Orchideen-Genome (von Phalaenopsis equestris und Dendrobium catenatum). Sie wollten herausfinden, welche Gene bei der CO2-Fixierung aktiviert wurden. Dabei zeigte sich, dass besonders das Gen der Phosphoenolpyruvat-Carboxylase 1 (PPC1), einem Schlüsselenzym in der CO2-Fixierung, in der Nacht zusammen mit drei weiteren wichtigen Enzymen stark exprimiert wurde, während die Genexpression am Tage deutlich zurück ging. Die Forscher schlossen daraus, dass das Gen der PPC1 in der Pflanze möglicherweise speziell für die sog. CAM-Photosynthese verwendet wird. Bei dieser Form der Photosynthese finden CO2-Fixierung und der Calvin-Zyklus zeitlich getrennt statt. Es zeigte sich, dass die PPC-Gene bei der Photosynthese vom C4- und CAM-Typ eng miteinander verwandt sind, sich allerdings evolutionsgeschichtlich unabhängig voneinander entwickelt haben dürften. Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden im Fachmagazin The Plant Journal. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Apr 2016

Chemiker entwickeln künstliches Blatt

Noch immer sind die komplexen Vorgänge um die Photosynthese in Blättern nicht vollständig verstanden. Dabei könnten sie wertvolle Hinweise für saubere Energiequellen und nachhaltige Energiespeicher liefern. In der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ stellen die Ulmer Professoren Carsten Streb und Timo Jacob nun ein „künstliches Blatt“ vor, mit dem sich die Umwandlung von Wasser zu Sauerstoff nachvollziehen und eventuell optimieren lässt.
Quelle: Uni Ulm

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28. Apr 2016

Grüne Schatzinseln. Botanische Entdeckungen in der Karibik

Typische karibische Strandvegetation mit der Meertraube Coccoloba. Foto und © Nils Köster, BGBM

Es gibt in der Karibik wesentlich mehr zu entdecken als Palmenhaine und gepflegte Hotelgärten. Die Ausstellung "Grüne Schatzinseln. Botanische Entdeckungen in der Karibik" im Botanischen Garten und Botanischen Museum (BGBM) Berlin präsentiert die „grüne Seite“ der Karibik, wie man sie sonst nicht zu sehen bekommt. Sie stellt insbesondere die grüne Vielfalt der Inseln Kuba und Hispaniola sowie den langjährigen Forschungsschwerpunkt vor. Sie öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr und läuft vom 27. Mai 2016 bis 26. Februar 2017.
Quelle: BGBM

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28. Apr 2016

Mastergene zur Steigerung des Ölgehalts in Sojasamen gefunden

Wenn sich bei Nutzpflanzen die Kultursorte und der Wildtyp im Genotyp kaum unterscheiden, dafür aber deutlich im Phänotyp, ist die Ursache häufig auf regulatorischer Ebene zu finden. Dies bestätigt ein aktuelles Beispiel aus der Pflanzenforschung an der Sojabohne. Entscheidend für die Größe, das Gewicht und den Ölgehalt der Samen ist nach einer im Fachmagazin The Plant Journal erschienenen Studie vor allem das Transkriptom. Genau genommen kleine Veränderungen in den Promotoren der Gene GA20OX und NFYA, berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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29. Apr 2016

Biotech-Branchentreff in Leipzig: "Glas drei viertel voll"

Die 7. Deutschen Biotechnologietage haben auch in diesem Jahr mehr als 800 Besucher angelockt. Die Veranstalter um BIO Deutschland, den Arbeitskreis der BioRegionen und Gastgeber biosaxony zeigten sich rundum zufrieden mit dem zweitägigen Branchentreff, der vom 26. bis 27. April in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig stattfand. In zahlreichen parallelen Sessions wurde vor allem über medizinische Aspekte der Biotechnologie diskutiert, angefangen bei seltenen Krankheiten über Impfstoffe bis hin zu Antibiotika, Immuntherapien oder Diagnostika. Aber auch die Pflanzen- und industrielle Biotechnologie hatten ihren Platz, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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29. Apr 2016

Statuspapier: Mikroalgen als Säule der Bioökonomie

Mikroalgen sind eine wichtige Säule einer zukünftigen Bioökonomie, denn sie produzieren eine Vielfalt hochwertiger Produkte und zwar ohne Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Flächen. Um diese Potenziale voll auszuschöpfen, bedarf es allerdings nicht nur gezielter Forschung und Entwicklung, sondern auch geeigneter politischer Rahmenbedingungen. Was genau zu tun ist, stellt die DECHEMA-Fachgruppe Algenbiotechnologie in ihrem neuen Statuspapier „Mikroalgen-Biotechnologie: Gegenwärtiger Stand, Herausforderungen, Ziele“ vor.
Quelle: DECHEMA

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29. Apr 2016

Erstmals pflanzliche Prionen beschrieben

Seit der BSE-Krise im Jahr 1996 kennt nahezu jeder Prionen. Dass die unterschiedlich gefalteten Proteine jedoch auch positive Eigenschaften haben können, ist nahezu unbekannt. Forschende haben nun erstmals Prionen in Pflanzen nachgewiesen. In den Hefen fanden sie auch Hinweise, dass Prionen maßgeblich an einem pflanzlichen Gedächtnis beteiligt sein könnten. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal PNAS. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie amerikanischer Forschender vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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02. Mai 2016

Cisgene Kartoffeln: 80 Prozent weniger Fungizid-Spritzungen

Kartoffeln, die dauerhaft gegen die Kraut- und Knollenfäule gewappnet sind - diesem Ziel sind Forschende der Universität Wageningen ein großes Stück nähergekommen. Im Forschungsprogramm Durable Resistance against Phytophthora (DuRPh) statteten sie gängige Kartoffelsorten mit verschiedenen Resistenzgenen aus Wildkartoffeln aus und testeten sie über mehrere Jahre im Freiland. Um eine dauerhafte Resistenz zu erreichen, wurde zusätzlich ein geeignetes Resistenzmanagement erprobt. Das auf zehn Jahre angelegte Projekt wurde nun erfolgreich abgeschlossen und die Ergebnisse veröffentlicht. In der landwirtschaftlichen Praxis könnten mit diesen gv-Kartoffeln 80 Prozent der Fungizid-Spritzungen eingespart werden, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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02. Mai 2016

Goldgräberstimmung bei pflanzlichen Medikamenten

In einer im Fachmagazin Trends in Biotechnology erschienenen Publikation berichten Pflanzenforscher, wie "Omics"-Ansätze helfen, die biologischen Schätze Amazoniens zu heben. Dort vermuten Forschende ein großes Reservoir medizinisch relevanter Ressourcen. Denn mit den neuen Techniken lassen sich die im Regenwald vermuteten Schätze an pflanzlichen Wirkstoffen schneller aufspüren, als bisher. Über die Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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03. Mai 2016

Erntevergleich von Low-Input-, ökologischer und konventioneller Landwirtschaft

Forschende verglichen die Erträge verschiedener Wirtschaftsweisen in der ersten Meta-Analyse zum Thema. Sie wollten herausfinden, wie sich die Reduktion des Einsatzes von Betriebsmitteln und Ressourcen im Allgemeinen, von Pestiziden und Dünger im Speziellen in der Low-Input-Landwirtschaft (auch Integrierte Landwirtschaft) auswirkt. Dazu haben sie exemplarisch mehrere Systeme mit Mais (Zea mays) und Weichweizen (Triticum aestivum) in Europa, USA und Kanada analysiert. Nach Meinung des Portals Pflanzenforschung zeigen die Ergebnisse der im Fachmagazin Agronomy Journal erschienenen Studie, dass die Low-Input-Landwirtschaft ein vielversprechender Pfad ist, den es noch weiter zu erforschen gelte.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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03. Mai 2016

Petition wegen Exzellenzinitiative

Mehr als hundert Erstunterzeichner unterstützen eine Petition, die sich gegen die Exzellenzinitiative richtet. Dieser von Bund und Ländern angestrebte Weg, deutsche „Spitzenforschung“ weiterhin mit der Exzellenzinitiative zu fördern, wird von zahlreichen Forschenden, Lehrenden & Studierenden abgelehnt. Das Unterschriftenportal Open Petition legt die Beweggründe des Initiators dar und nennt die bislang unterzeichnenden. Dies sind bis heute mehr als 1500 Unterschreibende.
Quelle: Open Petition

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04. Mai 2016

Venusfliegenfalle: Vom Opfer zum Angreifer

Venusfliegenfalle mit Drüsenrasen: Der Ausschnitt zeigt einzelne Drüsen unter dem Mikroskop, in der Zeichnung sind die drei Schichten einer Drüse mit ihren typischen Zelltypen dargestellt. Bilder: Dirk Becker und Sönke Scherzer

Die fleischfressende Venusfliegenfalle ist eine erstaunliche Pflanze: Sie erkennt ihre Beute am Geschmack. Das berichten die Würzburger Professoren Rainer Hedrich (Biophysik) und Jörg Schulz (Bioinformatik) mit ihren Teams im Fachmagazin Genome Research. Die Fliegenfalle ist ein Blatt mit Wurzelfunktion. In ihren Zellen gibt es ähnliche Strukturen wie im Darm des Menschen. Und sie hat im Lauf der Evolution den Spieß umgedreht, ist vom Opfer zum Angreifer geworden.
Quelle: Uni Würzburg

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06. Mai 2016

Ernährungssicherung ohne weiteren Verlust von Waldflächen möglich

Kann die Landwirtschaft eine wachsende Bevölkerung ernähren ohne weitere Waldgebiete anzutasten? Um dies zu ermitteln, simulierten Forschende nun 500 verschiedene Szenarien und variierten dabei die Einflussgrößen wie etwa zu erwartende Erträge, Flächenverbrauch und Futtermittel. Den größten Einfluss auf ein Szenario hatte jedoch die zukünftige Ernährungsweise des Menschen: Entscheidende Stellschrauben für den Schutz anderer Ökosysteme haben demnach die Menge der als Nahrung aufgenommenen Kalorien und die Art und Weise, wie wir diese Kalorien unserem Körper zuführen. Wie sie herausfanden, sind die meisten der berechneten Szenarien in der Lage, die weltweite Bevölkerung im Jahr 2050 zu ernähren, ohne das weitere Abholzung nötig wäre. Fast zwei Drittel aller errechneten Szenarien, so die Studie, wären ohne weitere Umwandlung von Waldflächen zu landwirtschaftlichen Flächen realisierbar oder zumindest wahrscheinlich realisierbar. Über die im Fachmagazin Nature Communications erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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06. Mai 2016

Symbiose: Wann aus Feinden Freunde werden

Nur wenige Veränderungen im Erbgut machen aus einem pflanzenschädlichen Pilz einen potenziellen Nützling. Das berichten Stéphane Hacquard, Paul Schulze-Lefert und Richard O’Connell vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln im Fachmagazin Nature Communications. Dazu untersuchten sie die Transkirptome von mehreren, auf unterschiedlichen Kontinenten gesammelten Varianten des nützlichen Colletotrichum tofieldiae und des schädlichen Verwandten Colletotrichum incanum. Beide besiedeln Arabidopsis. Durch den Erbgutvergleich zeigte sich, dass der letzte gemeinsame Vorfahre beider Pilzarten vor ungefähr acht Millionen Jahren gelebt und eine pathogene Lebensweise gehabt hatte. Die nützlichen Anpassungen müssen also erst später in der Evolution hinzugekommen sein. Die Forschenden konnten durch den Vergleich mit anderen nützlichen Pilzarten auch zeigen, dass es keinen universellen Gen-Baukasten für das gedeihliche Miteinander von Pilzen und Pflanzen gibt.
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft 

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01. Feb 2016

Topografie beeinflusst die Biodiversität im Gebirge

Voneinander isolierte Bergspitzen und Täler (grau/weiss) und viel stärker verbundene mittlere Höhenlagen (gelb-roter Gradient). Bild: ETH Lausanne

Wird das Klima wärmer, verschiebt sich der Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten im Gebirge voraussichtlich in höhere und damit kältere Lagen. Die Biodiversität wird aber nicht nur von der Temperatur entscheidend beeinflusst. Auch der topografiebedingte räumliche Zusammenhang von Lebensräumen wirkt sich auf den Artenreichtum aus. Das haben Forschende der ETH Lausanne und der Universität Zürich herausgefunden und im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
Quelle: Uni Zürich

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01. Feb 2016

Programmierter Zelltod entscheidend für Wurzelwachstum

Die Anzeichen verdichten sich, dass der programmierte Zelltod eine wichtige Rolle im Wurzelwachstum spielt. Das Koordinationszentrum liegt in der Wurzelspitze. Von hier aus geben Hormonsignale den Takt für das Wachstum der Wurzelhaube und der Seitenwurzeln vor. Das berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Science erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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01. Feb 2016

Dem Geheimnis des Wurzelwachstums auf der Spur

Pflanzen bilden ihr Leben lang neue Wurzeln. Doch inwiefern folgen sie dabei einem festgelegten Bauplan? Frankfurter Forschende haben jetzt das Wachstum von Seitenwurzeln der Acker-Schmalwand Zelle für Zelle in einem High-Tech-Lichtmikroskop beobachtet und mithilfe von Computersimulationen analysiert. Ihr Fazit: die Wurzelform entsteht durch eine Kombination von genetischen Vorgaben und der Selbstorganisation von Zellen. Das berichten sie im Fachjournal Current Biology.
Quelle: Uni Frankfurt

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01. Feb 2016

Sonnenschutz für Pflanzen

Lokalisation von PsbS und die Organisation von Photosystem II im inaktiven (Dunkel) und aktiven (Hell)-Zustand. Foto: Peter Jahns, Uni Düsseldorf

Wird zu viel Licht und damit Energie eingefangen, so bilden sich toxische Sauerstoffverbindungen, vor denen sich die Pflanze schützt, indem sie die überschüssige Energie in Form von Wärme ableitet. Dazu baut sie gezielt ihre Photosysteme um und setzt zusätzlich Schutzpigmente ein, die Xanthophylle. Dies wird mittels pH-Wert-Änderung vermittelt, die von dem Protein PsbS erkannt wird. Die detaillierten Vorgänge wurden bisher noch nicht experimentell nachgewiesen. Forschende an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und des IKK in Gatersleben haben nun an Arabidopsis thaliana zum ersten Mal gezielt die inaktiven und die aktiven PsbS-Proteine untersucht und ihre Ergebnisse bei Nature Plants publiziert. Darin zeigen sie, dass das PsbS im inaktiven Zustand als Verbund zweier Proteine (Dimer) vorliegt. Wird es aktiviert, spaltet es sich in zwei einzelne Proteine (Monomere). Die Monomere wechselwirken mit dem Photosystem erheblich stärker als das Dimer und verändern dabei die Struktur des lichtsammelnden LHC-Komplexes.
Quelle: Uni Düsseldorf

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02. Feb 2016

Zistrosen-Extrakt wirkt antiviral gegen HIV und Ebolaviren in Zellkulturen

Extrakte der als Heilpflanze bekannten Zistrose (Cistus incanus) inaktivieren HI-Viren, Ebola- oder Marburg-Viren und verhindern ihre Vermehrung in Laborexperimenten. Die Extrakte blockieren das Andocken der Viren an Zellen. Dazu binden Inhaltsstoffe der Extrakte selektiv an die Viruspartikel und verhindern so die Infektion. Das berichten Forschende des Helmholtz Zentrums München (HMGU) im Fachjournal Scientific Reports.

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04. Feb 2016

Lichtgesteuerte Organisation von zellartigen Kompartimenten

Im Fokus einer neuen Forschergruppe steht die lichtgesteuerte Organisation von Kompartimenten. Diese zellartigen Kammern sind durch eine Membran voneinander getrennt und sollen mittels Lichtstrahlen gesteuert werden. Die Forschenden untersuchen welche Rückschlüsse sich daraus auf die Entwicklung neuer biologischer Materialien ziehen lassen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Arbeitsgruppe mit einer Summe von 1.400.000 Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre. Leiterin der Forschergruppe, die seit dem 1. Januar 2016 besteht, ist Dr. Seraphine Wegner vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung.
Quelle: MPI f. Polymerforschung

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04. Feb 2016

Kieselalgen können Silikat orten

Chemiker Prof. Dr. Georg Pohnert von der Uni Jena und sein Team haben Kieselalgen dabei beobachtet, wie sie Silikate im Wasser aufspüren. Foto: Jan-Peter Kasper, FSU

Kieselagen der Art Seminavis robusta können gelöstes Silikat-Mineral wahrnehmen. Das hat ein Forscherteam um Professor Dr. Georg Pohnert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena herausgefunden. Wie der Inhaber des Lehrstuhls für Instrumentelle Analytik/Bioorganische Analytik und sein Team nachweisen konnten, spüren die Kieselalgen nicht nur Silikate im Wasser auf. Sie bewegen sich außerdem aktiv an die Stellen, an denen der Silikatgehalt besonders hoch ist. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: Uni Jena

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05. Feb 2016

Videoserie: molekulare Pflanzengenetik

Auf ihrem Blog hat die Amerikanische Gesellschaft für Pflanzenwissenschaften (ASPB) eine Liste von 37 Videos zusammengestellt, die molekulare Pflanzengenetik veranschaulichen. Diese sind Vorlesungen, die 2012 an Uni Kalifornien in Berkeley von Jenn Fletcher und Bob Fischer gehalten wurden. Diese Videos ergänzen eine Zusammenstellung von weiteren 14 Vorlesungsmitschnitte aus dem Jahr 2015, die Einführung in die Pflanzenwissenschaften präsentieren und ebenfalls von der ASPB zusammengestellt wurden.
Quelle: Blog der ASPB

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05. Feb 2016

Gartenbau-Symposium: Wasserstatus in Pflanzen

Das internationale Symposium "Sensing Plant Water Status - Methods and Applications in Horticultural Science" wird vom 5. bis 7. Oktober 2016 in Potsdam in Räumen der Uni Potsdam am Campus Griebnitzsee stattfinden. Organisiert vom Leibniz-Institute für Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V. für die International Society for Horticultural Science (ISHS). Tagungspräsidenten sind Dr. Werner B. Herppich und Professorin Dr. Manuela Zude-Sasse, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Humboldt Universität zu Berlin und der Beuth Hochschule für Technik Berlin anbieten. Themenschwerpunkte sind:

  • Water potential and its components
  • In situ measurements
  • Hydraulic conductance
  • Tomographic measurements
  • Soil water status
  • Modelling

Abstracts sind bis 15. März 2016 erbeten.

Details auf der Tagungswebsite

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17. Mai 2016

Wissenschaftsakademien: gv-Pflanzen sind sicher

Genetisch veränderte (gv) Pflanzen sind sicher für den Verzehr von Mensch und Tier. Sie führen nicht zu höheren Krebszahlen oder Fettleibigkeit, nicht zu gastrointestinalen oder Nieren-Krankheiten und auch nicht zu Autismus oder Allergien. Das ergab die Auswertung von mehr als 900 Studien, die die amerikanischen Wissenschaftsakademien (National Academies of Sciences, NAS) nun zusammenstellten. Die Untersuchung wurde vor zwei Jahren begonnen und von einem Komitee aus mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Experten aus Landwirtschaft und Industrie erarbeitet, die von den nationalen Wissenschaftsakademien, Ingenieuren und Medizinern zusammengestellt worden war. Das unter dem Titel "Genetically Engineered Crops: Experiences and Prospects" erschienene und 388 Seiten starke Review kann frei heruntergeladen werden.
Quelle: NAS

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17. Mai 2016

Pflanzen für den Klimawandel fit machen

Gerste züchten, die auch bei Hitze und Trockenheit gute Erträge liefert – daran arbeitet ein Forschungsteam der Uni Würzburg. Das Projekt ist Teil des neuen bayerischen Verbundes „BayKlimaFit – Strategien zur Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel“. Auf diesem Gebiet arbeiten die Pflanzenwissenschaftler Professor Rainer Hedrich und Dr. Peter Ache von der Universität Würzburg. Als Versuchspflanze verwenden sie die Gerste. Zunächst wollen sie an einer Referenzsorte herausfinden, welche molekularen Schalter in der Pflanze für das Wassermanagement bei Hitze und Trockenheit zuständig sind. Gleichzeitig starten Feldversuche in Freising, und zwar in Kooperation mit der dort beheimateten Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Beteiligt sind außerdem die Arbeitsgruppe von Professor Uwe Sonnewald (Biochemie, Uni Erlangen-Nürnberg) und verschiedenen Saatzuchtfirmen. Bei den Feldversuchen sollen aus rund 100 Zuchtlinien der Gerste besonders stresstolerante und -empfindliche Sorten aufgespürt werden. Das Projekt BayKlimaFit nahm im Februar 2016 seine Arbeit auf. Quelle: Uni Würzburg

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17. Mai 2016

Blätter und Zweige der Bäume sinken in der Nacht

Auch Bäume haben einen Tag-Nacht-Rhythmus, wie Laser-Scanner-Punktwolken belegen. Aufnahme: Eetu Puttonen

Bislang wusste niemand, ob auch Bäume – ähnlich wie Blumen, die ihre Blüten nur tagsüber öffnen – ein Schlafverhalten zeigen. Nun gelang es einem internationalen Forschungsteam aus Österreich, Finnland und Ungarn, das Schlafverhalten ausgewachsener Bäume zu messen. Dazu nahmen sie Zeitserien von Laser-Scanner-Punktwolken auf, die jeweils aus mehreren Millionen Messpunkten bestehen. Wie sie im Fachjournal Frontiers in Plant Science berichten, sinkt der ganze Baum in der Nacht zusammen. Die Änderungen waren zwar nicht groß bis zu 10 cm bei einem Baum mit einer Höhe von fünf Metern aber eindeutig und systematisch.
Quelle: TU Wien

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18. Mai 2016

Zink-Konzentrationen in Gerste

Die Mikronährstoffe Zink (blau), Eisen (rot) und Mangan (grün) in einem geschnittenen Korn: links in einer Gersten-Sorte mit geringer Akkumulation, rechts in einer Gersten-Sorte mit stärkerer Anreicherung. PIXE-Aufnahme: Lehrstuhl Pflanzenphysiologie, Uni Bayreuth

Forschende haben die räumliche Verteilung der Zink- und anderen Mikronährstoffe sowie des Schwermetalls Cadmium in mehr als 120 Gerstentypen analysiert: Jene Sorten des Grundnahrungsmittels Hordeum vulgare, die höhere Zink-Mengen aufwiesen, hatten diese auch in den verzehrten Teilen gespeichert. Je höher die Konzentration der Mikronährstoffe allerdings war, umso höher war auch die Cadmium-Menge. Das hat ein Team um Professor Stephan Clemens vom Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Uni Bayreuth gemeinsam mit Partnern von der der Ruhr-Universität Bochum sowie des Jožef Stefan-Instituts in Ljubljana im Fachjournal New Phytologist beschrieben.
Quelle: Uni Bayreuth

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18. Mai 2016

Klimaänderung setzt tibetischem Weideland zu

Grasende Yakherde auf einer sumpfigen Weide bei Lhazê in Südtibet. Der Hang im Hintergrund ist stark degradiert. Foto und ©: Lukas Lehnert

Der globale Klimawandel fügt den Grasflächen in Tibet insgesamt mehr Schaden zu als die zunehmende Landnutzung. Das haben Forschende der Universität Marburg und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung auf dem Tibetischen Hochplateau herausgefunden und ihre Ergebnisse Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. Das tibetische Hochland ist eine klimatische Schlüsselregion – beinah 40 Prozent der Bevölkerung weltweit sind von den dort entspringenden Flüssen abhängig.
Quelle: Senckenberg

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18. Mai 2016

Invasive Arten: Die Schnellere gewinnt

Matten aus Gracilaria-Algen im Tirpitz-Hafen in Kiel. Foto: Florian Weinberger, GEOMAR

Die Rotalge Gracilaria vermiculophylla gehört zu den erfolgreichsten invasiven marinen Algen weltweit. Ursprünglich aus dem Pazifik stammend, hat sie sich auch in der Kieler Förde etabliert. Doch welche besonderen Überlebensstrategien verhelfen invasiven Arten aus dem Meer zum Erfolg? Ökologen des GEOMAR haben Abwehrmechanismen gegen bakterielle Schädlinge untersucht. Wie sie jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Ecology veröffentlichen, waren die eingewanderten Algenpopulationen bestens gegen Feinde in ihrer neuen Umgebung gerüstet. Diese schnelle Anpassungsfähigkeit ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum die Alge als Eroberer fremder Lebensräume erfolgreicher ist als andere Arten.
Quelle: GEOMAR

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19. Mai 2016

Fazit: Haben sich nach dem „Waldsterben“ Wälder und Waldböden erholt?

Bodenprofil. Foto: Steffen Schobel

Antworten gibt die bundesweite Bodenzustandserhebung im Wald, ein Gemeinschaftswerk des Bundes und der Länder, die vom Thünen-Institut für Waldökosysteme koordiniert und soeben auf einer Tagung vorgestellt wurde. Basis für die Erhebung waren 1.900 Untersuchungspunkte in ganz Deutschland. Es zeigte sich, dass sich die Umweltbedingungen seit der ersten Inventur in den 1990er Jahren deutlich geändert haben. Die Ergebnisse der jetzigen Bodenzustandserhebung im Wald sind in einem fast 700-seitigen Bericht sowie zahlreiche Kartendarstellungen zusammengefasst. Der Berichtsentwurf steht auf der Webseite des Thünen-Instituts zum Download bereit. Der Endbericht wird in Kürze in der Schriftenreihe Thünen Report erscheinen und soll dann ebenfalls über die Thünen-Webseite abrufbar sein.
Quelle: Thünen Institut

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19. Mai 2016

Geruch führt Tabakschwärmer zur besten Blüte

Ein Tabkschwärmer (Manduca sexta) saugt Nektar aus der Blüte des Tabaks Nicotiana alata. Die Länge des Blütenkelchs passt perfekt zur Saugrüssellänge der Motte. Foto: Anna Schroll

Motten der Art Manduca sexta haben dann eine positive Energiebilanz, wenn sie Tabakpflanzen besuchen, deren Blütenkelche die gleiche Länge hatten wie ihre Saugrüssel. Parallel dazu haben sie eine Vorliebe für den Duft der passenden Blüten entwickelt. Das haben Forschende vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie herausgefunden und ihre Ergebnisse im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: MPI f. Chemische Ökologie

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19. Mai 2016

Blumennesseln nutzen Knochenmineral zur Stabilisierung

Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Blattunterseite der Blumennessel Loasa pallida. Die rot angefärbten Bereiche zeigen mineralische Einlagerungen. Aufnahme und ©: H.-J. Ensikat und M. Weigend, Uni Bonn

Im Tierreich ist Kalziumphosphat weit verbreitet: Aus dem sehr harten Mineral bestehen zum Beispiel Knochen und Zähne. Forschende der Universität Bonn haben nun erstmals entdeckt, dass Kalziumphosphat zur mechanischen Stabilisierung auch in höheren Pflanzen vorkommt. Bei den Blumennesselgewächsen (Loasaceae) verleiht das Mineral den Nesselhaaren den nötigen „Biss“. Es härtet die Haare, die der Abwehr von Tierfraß dienen. Bei unseren heimischen Brennnesseln bestehen die schmerzhaften Nesselhaare dagegen aus glasartigem Silizium. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal Scientific Reports vorgesellt.
Quelle: Uni Bonn

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19. Mai 2016

Essbarer Schutzschicht für Obst

Viele Lebensmittel verderben nach der Ernte anstatt gegessen zu werden. Biomedizintechniker haben jetzt einen Schutzüberzug aus Seiden-Proteinen entwickelt, der das Verderben von Früchten verzögert. Mit Seiden-Fibroin behandelte Erdbeeren sind ungekühlt auch nach einer Woche noch saftig und lecker, beschreibt das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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20. Mai 2016

GWK beschließt eine Milliarde Euro für wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer heutigen Sitzung einstimmig ein Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Weg gebracht. Die endgültige Entscheidung über das Programm treffen die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern am 16. Juni 2016.
Quelle: GWK (pdf-Datei)

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20. Mai 2016

Noch immer keine resistenten Schädlinge in Spaniens BT-Mais

Seit vielen Jahren wird in Spanien großflächig gentechnisch veränderter Bt-Mais angebaut. Dennoch haben sich dort bisher keine Schädlinge etablieren können, die gegen den Wirkstoff resistent geworden sind. Das habe selbst diejenigen Forschenden erstaunt, die gerade die Ergebnisse einer systematischen Untersuchung dazu im Fachjournal PLOS one veröffentlicht haben, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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20. Mai 2016

Forscher sagen steigenden Phosphatbedarf bis 2050 voraus

In seltener Einigkeit stimmen Optimisten und Pessimisten überein, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die globalen Phosphorreserven aufgezehrt sind. Weltweit befassen sich Agronomen, Pflanzenforscher und -züchter daher schon heute mit dem drohenden Engpass. Sowohl zur besseren Einschätzung der Lage als auch zur Ergreifung von Maßnahmen zur Entschärfung, z. B. durch eine Erhöhung der Phosphateffizienz bei Pflanzen. Das Portal Pflanzenforschung stellt den Status Quo zusammen, nennt Zukunftsszenarien und stellt die Forschungsergebnisse von vier Publikationen vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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23. Mai 2016

550 Seiten starkes Sammelwerk zur Bodenkrustenforschung

Die Grafik beschreibt die Evolution von Cyanobakterien und Algen bis zu den Samenpflanzen. Grafik: B. Büdel und F. Spindler (zum Vergrößern bitte anklicken)

61 Autoren aus 16 verschiedenen Ländern, 25 Buchkapitel auf 550 Seiten und eine enorme Menge an Wissen, die es darin zu bündeln und strukturieren galt: Dieser Herausforderung stellte sich Bettina Weber, Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Chemie, in den letzten fünf Jahren zusammen mit ihren Mitherausgebern Jayne Belnap (US Geological Survey in Moab, Utah) und Burkhard Büdel (TU Kaiserslautern). Mit Erfolg: Im Mai erscheint das Buch „Biological Soil Crusts: An Organizing Principle in Drylands“, das den aktuellen Forschungsstand auf dem Gebiet der biologischen Bodenkrusten abbildet. Besonderen Wert legten die Herausgeber darauf, die gesamte Bandbreite der Forschungsthemen aufzugreifen und dabei gleichzeitig alle geographischen Regionen, in denen Forschung an Bodenkrusten betrieben wird, abzudecken. Keine leichte Aufgabe bei über 40 Ländern und rund 20 Themengebieten. Das Ergebnis ist nicht nur für Wissenschaftler und Fachleute interessant, sondern auch für Interessensvertreter bspw. aus dem Naturschutz.
Quelle: MPI für Chemie

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23. Mai 2016

Gefährdete Heilkräuter

Bei Schnupfen und Heiserkeit ein Medikament aus dem Wald, dem guten Gewissen sich selbst und der Umwelt zuliebe? So einfach ist es nicht. Ausgerechnet der wohlmeinende Rückgriff auf pflanzliche Arzneimittel gefährdet vielerorts den Bestand dieser Arten. Inwieweit deren Kultivierung eine mögliche Lösung ist, stellten Forschende in einer im Fachjournal Nature Plants erschienenen Studie vor. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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24. Mai 2016

2,3 Mio Euro für pflanzliche Vorbilder für neue Materialien

Die Cuticula besteht aus Biopolymeren und Wachs, schützt Blätter und Blüten und hat zahlreiche weitere Funktionen. Foto: Marc Thielen

Ein internationales Forscherkonsortium hat einen mit 2,3 Millionen Euro dotierten Marie-Curie-Grant der Europäischen Kommission eingeworben. Damit finanzieren die Universitäten ein Innovative Training Network (ITN) für insgesamt neun Doktorandinnen und Doktoranden zum Thema „Plant-inspired Materials and Surfaces“ (PlaMatSu). Die Forschungsarbeiten der neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sich auf die Funktion und Struktur der Cuticula von Pflanzen konzentrieren, verschiedene Cuticula-Typen studieren und deren Eigenschaften als Inspiration zur Entwicklung von neuen funktionellen Materialien und Oberflächen nutzen. Beteiligt sind Lehrstühle an der Universität Freiburg, der schweizer Universität Fribourg und der englischen Universität Cambridge. Unter ihnen der Pflanzenforscher Professor Thomas Speck.
Quelle: Uni Freiburg

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24. Mai 2016

Stammzellen halten schädliche Mutationen in Schach

Einige Stammzellen in Pflanzen teilen sich nur sehr selten, das zeigt eine neue im Fachjournal Current Biology erschienene Studie. Dies könnte den Forschern zufolge ein möglicher Mechanismus sein, um zu erklären, warum machen Pflanzen extrem lange leben. Denn es könnte helfen, eine Ansammlung schädlicher Mutationen abzuwehren, die im Laufe der Lebenszeit auftreten und in Kombination tödlich sein können. Darüber berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Mai 2016

Solide Wissenschaft als Fundament politischen Handelns

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung fordert die Journalistin Kathrin Zinkant die Politik auf, wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu berücksichtigen und die Ängste der Verbraucher nicht zu nähren sondern zu beseitigen. Unter der Überschrift „Wer industriekritisch sein will, muss nicht allen Fortschritt verhindern“ wünscht sie sich auch ein Umdenken hinsichtlich der Grünen Gentechnik.
Quelle: Süddeutsche

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27. Mai 2016

Pflanzen und Pilze entwickelten komplexe Molekül-Synthese parallel

Schlafmohn bildet ebenso wie andere Mohn- und Berberitzengewächse eine Vielzahl von Isochinolin-Alkaloiden. Ähnliche Stoffe sind nun in Pilzen identifiziert. Foto: Dirk Hoffmeister, Uni Jena

Der Pilz Aspergillus fumigatus bildet eine Gruppe bislang unbekannter Naturstoffe, die in Anlehnung an pflanzliche Isochinolin-Alkaloide als Fumisoquine bezeichnet werden. Forschende der Uni und des Hans-Knöll-Instituts in Jena kamen den neuen Substanzen gemeinsam mit US-Kollegen auf die Spur, als sie das Genom des Pilzes näher unter die Lupe nahmen. Die Substanzfamilie der Isochinolin-Alkaloide enthält viele pharmakologisch aktive Moleküle. Die soeben in Nature Chemical Biology publizierte Arbeit zeigt, dass Pilze und Pflanzen unabhängig voneinander ähnliche Synthesewege für die komplexen Moleküle entwickelt haben. Der gesamte Syntheseweg der Fumisoquine erscheint als eine Kombination pflanzlicher Prinzipien der Biosynthese und solchen der sogenannten nicht-ribosomalen Peptidsynthese, die bei Pilzen weit verbreitet ist. Das macht Pilze für die Suche nach neuen Arzneistoffen und deren biotechnologische Herstellung interessant.
Quelle: Hans-Knöll-Institut

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27. Mai 2016

Möhren: Gen für charakteristische Farbe entdeckt

Forschende haben das Genom der Karotte sequenziert. Somit liegt nun eine hochwertige Referenzsequenz vor, die für die Züchtung neuer Sorten genutzt werden kann. Darüber hinaus fanden sie ein Gen, das für den hohen Gehalt an Carotinen verantwortlich sein könnte. Diese sorgen für die Farbe des Gemüses und machen die Wurzel für uns so gesund. Über die im Fachjournal Nature Genetics erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Mai 2016

Tabakschwärmer prüfen Blütenduft

Ein Tabakschwärmer besucht Blüten des Kojotentabaks Nicotiana attenuata. Die nachtaktiven Motten werden vom Duft der Blüten angelockt, besuchen allerdings auch nicht-duftende Blüten. Foto: Danny Kessler, MPI

Blüten ohne Duft produzieren weniger Samen, obwohl sie genauso oft von Bestäubern besucht werden. Diese überraschende Beobachtung haben Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena bei Untersuchungen von Tabakpflanzen gemacht, die keinen Blütenduft produzieren. Wie die Forschenden zeigten, ist der Duft für die Bestäubung von entscheidender Bedeutung ist: Tabakschwärmer, die wichtigsten Bestäuber des Kojotentabaks Nicotiana attenuata, nehmen den Duft beim direkten Blütenkontakt mit ihrem Saugrüssel wahr, auf dem jetzt die dafür erforderlichen Riechzellen nachgewiesen wurden. Nur an duftenden Blüten, verweilen die Motten lange genug, um Nektar zu trinken und mit ausreichend Pollen am Saugrüssel eine andere, ebenfalls duftende Pflanze erfolgreich zu bestäuben. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift eLife veröffentlicht.
Quelle: MPI f. Chemische Ökologie

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30. Mai 2016

Helmholtz-Gemeinschaft verabschiedet Open-Access-Richtlinie

Wissenschaftliche Publikationen, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sind, sollen der Allgemeinheit offen zur Verfügung stehen. Das sieht eine neue Open-Access-Richtlinie vor, die die Mitgliederversammlung der größten deutschen Forschungsgemeinschaft jetzt verabschiedet hat. Die Publikationen sollen demnach in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich sein.
Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft

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30. Mai 2016

Besiedlung Madagaskars mit Reis und Mungobohnen belegt

Reisfelder auf Madagaskar. Foto: Mark Horton, University of Bristol

Vor der Küste Ostafrikas gelegen und tausende Kilometer von Südostasien entfernt, ist Madagaskar die Heimat von Menschen, die eine Sprache sprechen, die eng verwandt ist mit den Sprachen des pazifischen Raums und Südostasiens. Auch genetische Studien belegen eine Verwandtschaft der Madagassen etwa mit Malaysiern und Polynesiern. Die Archäologie suchte bislang jedoch vergeblich nach Belegen für die Besiedlung der Insel von Südostasien. Einem internationalen Forschungsteam unter leitender Beteiligung der Max-Planck-Direktorin Nicole Boivin ist es nun gelungen, durch die Analyse pflanzlicher Überreste erstmals verlässliche Hinweise auf die Herkunft der madagassischen Urbevölkerung zu finden. Das haben Forschende des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Thüringen im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences beschrieben.
Quelle: MPI für Menschheitsgeschichte

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23. Mai 2016

Schutz für Saatgut wie beim Pfirsich

Schichten von Polylactat umgeben ein Weizenkorn. Die innerste enthält ein Enzym, die mittlere Amygdalin. Setzt ein fressendes Insekt die Substanzen frei, baut das Enzym Amygdalin zu Blausäure ab. Grafik: ETH Zürich

Chemiker haben eine neue Beiz-Methode entwickelt, um Saatgut vor gefräßigen Insekten zu schützen. Dazu kopierten sie das Abwehrsystem von Pfirsichen und ihren Verwandten. Um die wirksamste Beize zu bestimmen, testeten die Forschenden der ETH Zürich verschiedene Schichtfolgen. Am Ende entpuppte sich folgende Abfolge als die wirksamste: Sie besteht aus mehreren Schichten Polymilchsäure (Polylactat, PLA), eine für Mensch und Umwelt harmlose Substanz. Die innerste Schicht enthält ein Enzym. Darüber liegt eine Schicht aus reiner Polymilchsäure, darüber zwei Schichten, in denen die Blausäure-Vorläufersubstanz Amygdalin eingebettet ist – die gleiche Substanz, die auch in der Schale von Bittermandel-Samen steckt. Den Abschluss macht eine weitere Schicht reiner PLA. Frisst sich nun eine Insektenlarve durch diese Schichten hindurch, setzt sie erst das Amygdalin frei, dann das Enzym. Die beiden Substanzen vermischen sich, das Enzym baut Amygdalin zu Blausäure (Cyanid) ab. Diese verdirbt der Insektenlarve den Appetit – oder tötet sie. Die Forschenden haben in Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn Institut in Berlin die Wirkung ihrer Beizung an mehreren Getreideschädlingen getestet und im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht. Das berichtet die ETH Zürich beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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31. Mai 2016

EU will Forschungsergebnisse kostenfrei veröffentlichen

Die EU-Minister haben sich darauf geeinigt, bis 2020 öffentlich finanzierte wissenschaftliche Publikationen frei zugänglich zu machen. Die Entscheidung der Minister ist zwar für EU-Staaten nicht bindend, wird jedoch als Meilenstein gesehen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Quelle: Süddeutsche Zeitung

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24. Mai 2016

Deutsch-kanadisches Graduiertenkolleg Membranproteine verlängert

Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Anfang der Woche mitteilte, wird das deutsch-kanadische Graduiertenkolleg IRTG 1830 (International Research Training Group „Complex Membrane Proteins in Cellular Development and Disease“), das am 1. Juni 2012 seine Arbeit aufgenommen hatte, um weitere viereinhalb Jahre verlängert. Darin untersuchen die Forschenden der TU Kaiserslautern, der Universität des Saarlandes und der kanadischen Universität Alberta in Edmonton ausgewählte Membranproteine, deren Fehlfunktionen im Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen des Menschen stehen (z.B. Autoimmunerkrankungen, Taubheit, Mukoviszidose, Krebs, Herz-Kreislauf-Störungen und Alzheimer) oder dramatische Auswirkungen auf Entwicklungs- und Anpassungsprozesse tierischer und pflanzlicher Zellen haben. „Wir freuen uns sehr, dass unsere intensiven Bemühungen und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Saarbrücken, Homburg und Edmonton solche Früchte tragen,“ sagt der Sprecher des IRTG, Professor Ekkehard Neuhaus.
Quelle: TU Kaiserslautern

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24. Mai 2016

3,9 Mio. Euro für GraKo Protein-Assemblierung

Mit einer Summe von 3,9 Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft das Graduiertenkolleg „Assemblierung von Proteinkomplexen“ für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Sprecher und Pflanzenforscher Professor Ralf Mendel von der TU Braunschweig und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung erforschen gemeinsam, unter welchen Bedingungen und mit welchen Auswirkungen sich in einer Zelle Proteine zu höheren Strukturen zusammenschließen.
Quelle: TU Braunschweig

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26. Mai 2016

Boden – Pflanze – Mensch: Mehr Nährstoffe in Lebensmittelpflanzen

Ein interdisziplinäres Projekt untersucht, wie heimische Pflanzen mit einem höheren Gehalt an wertvollen Nährstoffen produziert werden können. Die neue, von der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover koordinierte Forschungsinitiative, wird zum 1. Juni 2016 starten. Immer mehr Menschen ernähren sich überwiegend pflanzlich. Eine weitgehend pflanzliche Ernährung kann zum Erhalt der Gesundheit und zur Prävention chronisch-degenerativer Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Demenz beitragen. Andererseits birgt eine rein pflanzliche Ernährung das Risiko, dass lebensnotwendige Nährstoffe wie Vitamin B12, Kalzium und Eisen vom Körper nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden. Damit Pflanzen diese Stoffe in möglichst hohen Mengen und in einer gut verwertbaren Form enthalten, ist eine optimale Interaktion der Pflanzen mit dem Bodenraum notwendig – besonders wichtig im Hinblick auf die Versorgung mit Mineralstoffen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen forschen daher daran, Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzen und menschlicher Gesundheit besser zu verstehen, mit dem Ziel ausgefeilte Anbaumethoden mit geringerem Ressourceneinsatz die Voraussetzungen für eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion zu schaffen, so dass heimische Pflanzen mit einem hohen Gehalt an wertvollen Nährstoffen produziert werden können.
Quelle: Uni Hannover

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01. Jun 2016

Grünkohl beugt am besten gegen Krebs vor

Grünkohl beugt deutlich besser gegen Krebserkrankungen vor als andere Gemüsearten. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der Universität Oldenburg und der Jacobs University in Bremen hervor. Auf der Suche nach dem perfekten Grünkohl haben Forschende, die von dem Oldenburger Biologen Professor Dirk Albach und dem Bremer Chemiker Professor Nikolai Kuhnert geleitet wurden, rund 40 Sorten des Gemüses aus Deutschland, Italien und den USA untersucht. Wie sie herausfanden, enthalten die norddeutschen Grünkohlarten Frostara, Neuefehn oder Rote Palme einen hohen Anteil der besonders gesunden Senföle. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin Journal of Agriculture and Food Chemistry veröffentlicht und sollen nun für neue Grünkohlzüchtungen genutzt werden. Erstautor ist der Christoph Hahn, Doktorand an der Universität Oldenburg, meldet die Uni Bremen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). Hahns Masterarbeit zur Grünkohlforschung zeichnete die DBG vergangenes Jahr aus.
Quelle: idw

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03. Jun 2016

Für eine intelligente Nutzung Grüner Gentechnik

Noch mehr Dünger, noch mehr Pflanzenschutzmittel - das sind keine Lösungen, um weiter Erträge zu steigern. Das sagt Mark Stitt, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie im Interview mit dem Wochenmagazin der Stern. Er wünscht sich eine neue Diskussion über Grüne Gentechnik in Deutschland und neue Wege in der Landwirtschaft.
Quelle: Stern.de

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02. Jun 2016

Biobasiertes Wirtschaften in Sachsen-Anhalt

5. International Bioeconomy Conference im IAMO in Halle/ Saale. Foto: Michael Deutsch

Am 1. und 2. Juni 2016 trafen sich in Halle (Saale) internationale Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft zur fünften International Bioeconomy Conference. Sie diskutierten Voraussetzungen und Chancen für den biobasierten Rohstoffwandel als Grundlage einer klimaneutralen, biobasierten Wirtschaft. Neben Bioraffineriekonzepten und Wertschöpfungsketten ging es dabei auch um sozio-ökonomische Aspekte sowie Stresstoleranz und Produktivität von Pflanzen. Erstmals wurden die konkreten regionalen Ansätze in der Modellregion Sachsen-Anhalt und Mitteldeutschland in eigenen Subsessions vorgestellt. Die kommende, die 6. International Bioeconomy Conference wird am 10./11. Mai 2017 in Halle (Saale) stattfinden. Tagungsnachlese vom BioEconomy">BioEconomy e. V. beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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27. Mai 2016

Neuer SFB/Transregio zu Chloroplasten

Pflanzen haben die Fähigkeit, auf sich ändernde Umweltbedingungen physiologisch zu reagieren. Dieser komplexe Vorgang, genannt Akklimatisation, erfordert das koordinierte Ineinandergreifen von Stoffwechselreaktionen, zellulären Prozessen und genetischer Steuerung. Der Sonderforschungsbereich (SFB) / Transregio „Der Chloroplast als zentraler Knotenpunkt der Akklimation bei Pflanzen“ untersucht, wie Chloroplasten als „kleine Organe“ im Inneren der pflanzlichen Zelle als Sensor und Schaltstelle wirken. Die Forscherinnen und Forscher wollen herausfinden, wie Licht- und Temperaturänderungen von der Pflanze in zelluläre Prozesse übersetzt werden und welche molekularen Schalter dabei eine wesentliche Rolle spielen. Die Spezialisten sind einer der 20 neu von der DFG bewilligten Sonderforschungsbereiche. Sprecher ist Professor Dario Leister von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Antragstellend daran beteiligt waren auch die Humboldt-Universität zu Berlin und TU Kaiserlautern. Langfristiges Ziel des Projekts ist, die grundlegenden Signalwege der Chloroplasten aufzuklären, um so Züchtungen von stresstoleranten Nutzpflanzen in Zukunft zu ermöglichen.
Quelle: DFG

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02. Jun 2016

Forschende entdecken älteste pflanzliche Stammzellen

In einem Herbarium stießen Oxforder Pflanzenforscher auf pflanzliche Stammzellen. Sie entdeckten sie in einer 320 Millionen Jahre alten Wurzel, die als Fossil erhalten blieb. Das berichtet die Uni Oxford über eine im Fachjournal Current Biology erschienenen Studie.
Quelle: Uni Oxford

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02. Jun 2016

Samenschoten explodieren mittels Zellwand-Scharnier

Samenausbreitung des Behaarten Schaumkrauts: Forscher haben mithilfe eines mathematischen Modells die Bewegung der Samenhülsen berechnet. Die blauen Linien zeigen die Formveränderung der Hülse, die Punkte zwei Stellen darauf und ihren Bewegungsverlauf. Foto und © A. Hay, MPI f. Pflanzenzüchtungsforschung

Explodierende Samenhülsen sind eine Strategie, um Samen zu verbreiten. Bislang nahm die Wissenschaft an, dass die Energie für die Explosion aus der Verformung der Samenhülsen beim Austrocknen entsteht. Ein Forscherteam um Dr. Angela Hay vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln hat nun herausgefunden, dass dies im Falle des Behaarten Schaumkrauts (Cardamine hirsuta) nicht stimmt: Die Samenhülsen dieser Pflanze warten nicht ab, bis sie vertrocknet sind, bevor sie explodieren. Stattdessen haben sie im Laufe der Evolution eine Zellwand hervorgebracht, die sich wie ein Scharnier schlagartig öffnen kann. Ihre Ergebnisse schildern die Forschenden im Fachjournal Cell.
Quelle: MPI für Pflanzenzüchtungsforschung

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17. Mai 2016

Tropische Sekundärwälder nehmen unerwartet viel Kohlendioxid auf

Wald in Panama. Foto: Dylan Craven, iDiv

Durch Waldrodung in den Tropen werden große Mengen Kohlendioxid freigesetzt. Wenn die gerodeten Flächen regenerieren und Sekundärwalder nachwachsen, binden diese erneut CO2. Eine Gruppe Forschender, zu der auch Dylan Craven vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) gehört, zeigte jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances für lateinamerikanische Wälder, dass dieses CO2-Bindungspotential erstaunlich hoch ist.
Quelle: iDiv

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17. Mai 2016

Nationalakademie Leopoldina ernennt neue Mitglieder

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina begrüßt am 26. Mai neue Akademiemitglieder. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehören alle den Lebenswissenschaften an (Klasse II). Bewerben kann man sich nicht selbst sondern muss dem Präsidium vorgeschlagen werden. Zu den 19 neuen Mitgliedern zählen auch die fünf Pflanzenforscher (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Wolf B. Frommer, Stanford University (USA), Fachbereich Biologie und Carnegie Institution for Science (Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie)
  • Beat Keller, Universität Zürich (Schweiz), Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie (Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften),
  • Eva Kondorosi, Biological Research Centre of the Hungarian Academy of Sciences Szeged (Ungarn), Institut für Biochemie (Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie)
  • Susan E. Trumbore, Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena und University of California, Irvine (USA), (Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften)
  • Andreas Weber, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Biochemie der Pflanzen (Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie), derzeit Sprecher der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie der DBG

Quelle: Leopoldina

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25. Mai 2016

Effiziente Photosynthese: Wie Grünalgen unsere Nutzpflanzen verbessern könnten

Das Pyrenoid (blau) der Grünalgen könnte der Schlüssel zur Ertragssteigerung von Nutzpflanzen sein. Es wird durch Falschfarben-Elektronenmikroskopie im Querschnitt einer Algenzelle sichtbar und sitzt innerhalb des Chloroplasten (grün), der die Lichtenergie sammelt. Aufnahme: Moritz Meyer, Univ. of Cambridge

Wie Pflanzen gewinnen Grünalgen ihre Energie durch Photosynthese. Die Algen haben diesen Prozess über Pyrenoide allerdings verbessert. Mit Hilfe dieser speziellen Mikrostrukturen steigern sie die photosynthetische Effizienz. Wie genau das funktioniert, interessierte ein internationales Wissenschaftsteam, dem Forschende rund um Professor Mark Stitt vom Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm angehören. Zusammen mit Dr. Martin Jonikas aus Stanford untersuchten sie die Algenphotosynthese und beschreiben im Fachjournal PNAS wie Grünalgen effektiver Photosynthese betreiben als Nutzpflanzen. Die neuen Erkenntnisse könnten Möglichkeiten bieten Erträge von Nutzpflanzen zu erhöhen.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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06. Jun 2016

UN-Bericht über Weltmeere wird kritisiert

Die UN hat in ihrem World Ocean Assessment

einen umfangreicher Überblick über den Zustand der Weltmeere vorgelegt, in dem Hunderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit ehrenamtlich den aktuellen Wissensstand zusammentrugen. Der Bericht soll helfen, die Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDGs) bis 2030 umzusetzen. Darüber hinaus soll es die Grundlage für Teile des globalen Assessments des Weltbiodiversitätsrats IPBES sein. Doch um tatsächliche politische Prioritäten im globalen Meeresschutz setzen zu können, bleibt der Bericht zu stark an der Oberfläche kritisieren Experten. Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo) hat die Antworten einiger Experten zusammengestellt.

Zum vollständigen NeFo-Artikel: www.biodiversity.de/de/presse/world-ocean-assessment-forschung-geht-tiefe-un-bleibt-lieber-oberflache

Zum Interview mit Prof. Dieter Piepenburg, AWI

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Direkt zum World Ocean Assessment http://www.worldoceanassessment.org/

06. Jun 2016

Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch Ökosysteme

Seit Jahrtausenden prägen Menschen die Landschaften, in denen sie leben. Vogelfang (Gänse) und Feldbestellung im Alten Ägypten um ca. 2700 v. Chr. Aufnahme: gemeinfrei

Vom Menschen unberührte Landschaften gibt es nirgendwo mehr auf der Erde, und zwar – von wenigen Ausnahmen abgesehen – schon seit Tausenden von Jahren nicht mehr. Das unterstreicht eine aktuelle in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Studie unter der Leitung von Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und Wissenschaftlerin an der Universität Oxford. Die umfassende Zusammenschau archäologischer Daten der letzten 30 Jahre benennt zahlreiche Details, wie der Mensch etwa durch Jagd, Landwirtschaft und Handel die Landschaften der Erde seit Jahrtausenden prägt. Die Daten zeigen auch den tief-greifenden Einfluss des Menschen auf die Verteilung der Tier- und Pflanzenarten weltweit.
Quelle: MPI für Menschheitsgeschichte

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07. Jun 2016

Bioaktive Naturstoffe aus dem Baukasten

Taxadien-Synthase mit dem Substrat Geranylgeranyldiphosphat in der aktiven Tasche des Enzymes. Die grünen Punkte zeigen die katalytisch relevanten Mg2+-Ionen. Grafik: Max Hirte, TUM

Viele wertvolle Wirkstoffe sind schwierig aus der Natur zu gewinnen oder synthetisch herzustellen. Einen neuen Weg beschreiten Forschende der Technischen Universität München (TUM): Mit Methoden der Synthetischen Biotechnologie stellen sie Omega-3-Fettsäuren nachhaltig her und haben eine Strategie entwickelt, mit der sie nicht nur natürliche, sondern sogar ganz neuartige Arzneistoffe synthetisieren können. Denn es ist dem Team um Professor Thomas Brück gelungen, die bislang nicht biotechnologisch genutzte Hefe namens Trichosporon oleaginosus genetisch so zu verändern, dass sie die essentiellen Omega-3-Fettsäuren Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) sowie entzündungshemmend wirkende konjugierte Linolensäuren (CLAs) herstellt.
Quelle: TUM

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08. Jun 2016

350.000 Euro für Auslandsstipendien

Ab sofort sind wieder Bewerbungen für die internationalen Stipendien-Programme der Bayer Science & Education Foundation möglich. Im akademischen Bereich können sich ambitionierte Studierende für ein Otto-Bayer-, ein Carl-Duisberg-, ein Jeff-Schell- oder ein Kurt-Hansen-Stipendium bewerben, wenn sie ein Studienvorhaben im Ausland anstreben oder aus dem Ausland kommend in Deutschland ein Projekt anstreben. Zu den geförderten Fachrichtungen gehören alle Studienfelder mit Bezug zu den Lebenswissenschaften wie beispielsweise Agrarwissenschaften, Biologie, Biochemie, Pflanzen-/Biotechnologie, Bio- und Chemieverfahrenstechnik, Chemie, Human- und Veterinärmedizin, Pharmazie, Computational Life Sciences sowie auch das Lehramt für Biologie und Chemie. Bewerbungsschluss ist der 18. Juli 2016. Das meldet die Bayer AG auf der Website des Informationsdienstes Wissenschaft (idw).
Quelle: Bayer AG beim idw

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08. Jun 2016

Startschuss für Forschungsprojekt „BAOFOOD“

Baobab im Sudan, auch afrikanischer Affenbrotbaum genannt. Foto: Jens Gebauer, Hochschule Rhein-Waal

Das Projekt mit dem Akronym BAOFOOD untersucht die Verbesserung der lokalen Nahrungsmittelversorgung und Ernährungslage durch die Förderung der Verwendung von Baobab (Adansonia digitata L.) in ländlichen Gemeinden in Ostafrika. Es ist eine Kooperation mit Forschungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen sowie Unternehmen aus Deutschland, Kenia, Sudan, Malawi und Großbritannien unter der Leitung der Hochschule Rhein-Waal.
Quelle: Hochschule Rhein-Waal

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13. Jun 2016

Chemikalien aus Holzabfällen

Vitamine, Medikamente, Lösungsmittel, Pflanzenschutzmittel und Polymere – viele davon ließen sich in Zukunft auch aus Holzabfällen herstellen. Und zwar mindestens so wirtschaftlich, umweltschonend und sicher wie derzeit aus Erdöl. Dies zeigte ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Forschenden der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) und publizierte die Ergebnisse im Fachjournal Energy and Environmental Science.
Quelle: ETH Zürich

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08. Jun 2016

Pflanzen reinigen Luft von Stickstoffmonoxid

Pflanzliche Hämoglobine fixieren wesentlich mehr Stickstoffmonoxid (NO) aus der Luft als bisher bekannt und verbessern damit die Luftqualität. Sie nehmen es direkt aus der Luft auf und binden es anschließend in ihren Stoffwechsel ein. Das haben Forschende des Helmholtz Zentrums München jetzt entdeckt und im Wissenschaftsjournal Plant, Cell & Environment veröffentlicht.
Quelle: Helmholtz Zentrum München

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14. Jun 2016

Sonnenschutz-Eiweiß in Algen entdeckt

Atomstruktur des neu entdeckten Proteins Calredoxin. Grafik: AG Hippler, WWU

Ein internationales Forscherteam hat in der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii ein neuartiges Protein entdeckt und seine Struktur und Funktion aufgeklärt. Das Protein Calredoxin ist Hauptbestandteil eines Schutzmechanismus', der die Alge vor Schäden durch zu hohe Lichtintensitäten bewahrt. Das Protein kommt in den Chloroplasten vor, bindet den Mineralstoff Kalzium und bringt – abhängig von der Kalzium-Bindung – Redoxreaktionen in Gang. Die Forschenden um Prof. Dr. Michael Hippler von der Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) und Prof. Dr. Genji Kurisu von der Universität Osaka, Japan, haben die Ergebnisse im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: WWU

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08. Jun 2016

Ein weiteres Protein hilft Florigen bei der Blütenbildung

Was die Pflanze dazu bringt, Blüten auszubilden war lange unklar. Es dauerte Jahrzehnte bis das maßgeblich am Blühvorgang beteiligte Gen „FT“ gefunden war. Nun ist ein weiterer Teil des lange ungelösten Rätsels aufgedeckt: Bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana unterstützt das Protein NaKR1 das, im FT-Gen kodierte, FT-Protein bei seiner Wanderung durch die Pflanze - es geleitet es von den Blättern zum Ort der Blütenbildung, der Sprossspitze. Über zwei im Fachjournal Nature Plants erschienene Studien berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Jun 2016

Der Ursprung der Photosynthese

Atomare Details der zwei Enzyme FBPase and SBPase. Grafik: Oliver Einsle, Uni Freiburg

Die Struktur, Wirkweise und Abstammung von zwei Enzymen, die von zentraler Bedeutung für die CO2-Fixierung der Photosynthese sind, hat ein internationales Forscherteam aufgeklärt. Dazu untersuchte es FBPase und SBPase des Mooses Physcomitrella patens. Obwohl beide aus den Moospflanzen isolierten Enzyme ähnlich wirken, stammen ihre Gene von Vorläufern anderer Lebewesen ab: Eines stammt aus Alpha-Proteobakterien, das andere aus Archaeen – einzellige Organismen verschiedener Domänen, die selbst keine Photosynthese oder CO2-Bindung betreiben. Beide Gene wurden daher im Laufe der Evolution in Pflanzen zweckentfremdet und optimiert. Damit sind Photosynthese und CO2-Fixierung genetische Mosaike aus allen drei bekannten Domänen des Lebens: Bakterien, Archaeen und Eukaryonten. Das Team mit den Freiburger Wissenschaftlern Prof. Dr. Oliver Einsle und Prof. Dr. Ralf Reski hat die Ergebnisse im Fachjournal PNAS veröffentlicht.
Quelle: Uni Freiburg

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28. Jun 2016

Anne Glover zum Brexit: "Ich schäme mich für mein Land"

Anne Glover war die oberste Wissenschaftsberaterin der EU. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Staatengemeinschaft befürchtet die schottische Biologin verheerende Folgen für die Forschung im Vereinigten Königreich und befürwortet ein weiteres Referendum in Schottland: „Ich wäre lieber mit Schottland Teil der EU als Partner eines kleinen Englands zu sein“, sagte sie im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Quelle: Süddeutsche

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20. Jun 2016

Mikroorganismen als Problemlöser in der Landwirtschaft

Um das Pflanzenwachstum zu fördern, können spezielle Bodenorganismen eingesetzt werden. Intensive Forschung soll diese Vorteile nutzbar machen, berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Biotechnology erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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04. Jul 2016

Wissenschaftsbarometer 2016: Vertrauen der Bürger in die Forschung gespalten

Nur 17 % der Befragten vertrauen den Aussagen der Pflanzenwissenschaftler zum Thema Grüne Gentechnik. Grafik: Wissenschaft im Dialog / TNS Emnid, CC BY-ND 4.0

Das Wissenschaftsbarometer betrachtet aktuelle Einstellungen der Bürger zu Wissenschaft und Forschung in einer repräsentativen Umfrage. Eine auffällige Entwicklung: 41 Prozent der Befragten haben in diesem Jahr ein allgemein großes oder sehr großes Interesse an wissenschaftlichen Themen angegeben. Im ersten Wissenschaftsbarometer von 2014 waren es noch 33 Prozent. Und: Bürgerinnen und Bürger wollen stärker in Entscheidungen zu Wissenschaft und Forschung einbezogen werden. Die 1006 Telefoninterviews ergaben aber auch: Nur 17 Prozent glauben Forschenden, wenn es um das Thema Grüne Gentechnik geht. Dieses Ausmaß des Mißtrauens bezeichnet der Kommentator in der SZ, Hanno Charisius, als erschreckend (SZ). Die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betont dagegen, dass die Menschen in Deutschland der Wissenschaft überwiegend vertrauen würden. Denn 70 Prozent der Menschen widersprächen laut der Umfrage der Behauptung, dass alles in allem die Wissenschaft mehr schadet als nützt (BMBF). Die Umfrage wurde zum dritten Mal von Wissenschaft im Dialog (WiD) herausgegeben.
Quelle: WiD

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14. Jun 2016

Genome von 1.135 Arabidopsis-Exemplaren publiziert

Im "1001 Genome Project" wurden Genomsequenzen von über 1100 Arabidopsis-Exemplaren analysiert. Foto: Jörg Abendroth, MPI für Entwicklungsbiologie

Die unscheinbare, aber extrem anpassungsfähige Pflanze Arabidopsis thaliana hat im Verhältnis mehr genetische Varianten als der Mensch. Das ist eines der Ergebnisse des seit 2008 laufenden internationalen “1001 Genome“-Forschungsprojekts. In der internationalen Studie unter der Leitung von Prof. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und Dr. Magnus Nordborg vom Wiener Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie wurden nun die Genomsequenzen von 1.135 Arabidopsis-Exemplaren im Fachjournal Cell veröffentlicht. Die Pflanzen stammen aus verschiedenen Gebieten der nördlichen Hemisphäre. Die meisten der untersuchten Pflanzen waren nach der letzten Eiszeit entstanden und hatten sich dann rasch auf der Welt verbreitet. Die Forschenden identifizierten aber auch fünf kleine Gruppen, die die letzte Eiszeit überdauert haben. Die Entdeckung dieser Relikt-Populationen wird für zukünftige Studien äußerst nützlich sein, da sie sich von der Hauptgruppe genetisch extrem unterscheiden. Damit können die Forschenden nun noch besser erforschen, welche Gene für die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an die Umwelt verantwortlich sind.
Quelle: MPI für Entwicklungsbiologie

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01. Jul 2016

Brexit: Ende der Milliarden-Sause an britischen Elite-Unis

Viele Forschende sind vom geplanten EU-Ausstieg entsetzt. Hinter den Kulissen beginnt jetzt das Tauziehen um Geld, Studenten und mächtige wissenschaftliche Behörden. Die Süddeutsche Zeitung hat Zahlen und Fakten aus der Forschung auf der Insel zusammengestellt und beantwortet aufkommende Fragen.
Quelle: Süddeutsche

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04. Jul 2016

Organisationen fordern Abgrenzung von Gewalt und unabhängige Politikberatung in der EU

Europäische Forschungsorganisationen fordern das Europäische Parlament zu einem Bekenntnis für eine unabhängige wissenschaftliche Politikberatung auf. Wie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) informiert, müssen die EU-Parlamentarier dazu beitragen, in der Bevölkerung für mehr Respekt für die unabhängige wissenschaftliche Politikberatung zu sorgen. Außerdem müssen sie sich deutlicher von tätlichen Angriffen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler distanzieren. Der VBIO ist einer der 35 Erstunterzeichner des Offenen Briefes. Die von der European Plant Science Organisation (EPSO) koordinierte Äußerung wurde vom VBIO und der Federation of European Societies of Plant Biology (FESPB) gezeichnet; in beiden ist die DBG Mitglied. Daneben teilen weitere europäische Wissenschaftsorganisationen, Akademien und Fachgesellschaften diese Sorge und unterzeichneten den Brief (pdf_Datei). Er wurde dem Präsidenten des Europäischen Parlamentes am 1. Juli zugesandt.
Quelle: VBIO

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14. Jun 2016

Tabakpflanze hilft Bedarf an Malariamedikamenten zu decken

Neue Methoden der Pflanzenbiotechnologie könnten die kostengünstige Massenproduktion eines Malariamedikaments ermöglichen. Foto: Fuentes et al., eLife

Der Bedarf an Malariamedikamenten ist hoch, doch die Massenproduktion des Hauptbestandteils Artemisinin gestaltet sich schwierig. Das natürlich vorkommende Artemisinin wird vom Wildkraut Artemisia annua, dem Einjährigen Beifuß, in nur geringen Mengen produziert. Ein Forscherteam um Professor Ralph Bock vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie gelang es nun mit einer neuen und kostengünstigeren Methode den Artemisinin-Vorläufer, die Artemisininsäure, in großen Mengen herzustellen. Hierfür transferierten sie den entsprechenden Stoffwechselweg aus dem Einjährigen Beifuß in Tabakpflanzen, eine Kulturpflanze, die mehr Blattmasse produziert. Ihre Studie publizierten die Forschenden in der Fachzeitschrift eLife
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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28. Jun 2016

Pioniere der Biofortifikation gewinnen den Welternährungspreis

Die diesjährigen Preisträger des World Food Prize sind vier Wissenschaftler/innen, die mit Vitamin A anreicherte Süßkartoffeln entwickelt haben. Die drei Forschenden Dr. Maria Andrade von Cape Verde, Dr. Robert Mwanga aus Uganda und Dr. Jan Low aus den USA arbeiten im International Potato Center (benannt nach dem spnaischen Akronym CIP) und haben den Preis erhalten, weil sie die Süßkartoffel mit Mikronährstoffen und Vitaminen anreicherten und Ernährungsstudien damit durchführten. Der Gründer des HarvestPlus-Programms am International Food Policy Research Institute (IFPRI), Dr. Howarth Bouis, ist der vierte Preisträger und erhält den Preis, weil er das Zusammenwirken zahlreicher Institutionen für die Biofortifikation genannte Anreicherung von Nahrungsmitteln als Pionier voranbrachte. Dank seiner Arbeit gibt es nun mit Eisen und Zink angereicherte Bohnen, Reis, Weizen, Perlhirse, Mais und die oben genannte Süßkartoffel. Der Preis wird seit 1994 von der World Food Prize Foundation vergeben.
Quelle: World Food Prize Foundation

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21. Jun 2016

Woher unsere Nahrungspflanzen kommen

Mehr als zwei Drittel aller weltweit Gemüse-, Früchte- und Getreidearten sind nicht einheimischen Ursprungs. Je nach Land schwankt der Fremdanteil der angebauten und verzehrten Feldfrüchte allerdings zwischen 100 und 20 Prozent. Dabei spielt weder die technische noch die wirtschaftliche Entwicklung eines Staates eine Rolle. Das berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine bei der The Royal Society Publishing veröffentlichte Studie zur Herkunft der Nahrungsmittel, die auch eine Vielzahl interaktiver Grafiken der Ergebnisse anbietet.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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28. Jun 2016

Internationale Konferenz „GEO BON“ will Wissenslücken zur globalen Artenvielfalt schließen

GEO BON (Group on Earth Observations - Biodiversity Observation Network) ist für die Daten zur biologischen Vielfalt innerhalb der globalen Erdbeobachtung GEOSS zuständig. Bild: GEO BON

Mehrere hundert internationale Experten für die Beobachtung der biologischen Vielfalt werden Anfang Juli am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig beraten, wie die enormen Wissenslücken über die globale Biodiversität geschlossen werden können. Hintergrund: Die Unterzeichner der UN-Biodiversitäts-Konvention (CBD), darunter auch Deutschland, haben sich verpflichtet, den Verlust an Biodiversität bis 2020 zu stoppen und den Trend umzukehren. Ohne Daten lässt sich dieses international verbindliche Ziel nicht effizient umsetzen und erst recht nicht überprüfen.
Quelle: iDiv

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05. Jul 2016

Forschungszentrum für Biodiversitätsforschung iDiv weitergefördert

Das 2012 als DFG-Forschungszentrum eingerichtete „Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)“ wird nach einer erfolgreichen ersten Förderperiode weitere vier Jahre lang gefördert. Dies beschloss der Hauptausschuss der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung für die Wissenschaft in Deutschland in seiner Sommersitzung im Rahmen der Jahresversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Mainz. Die drei antragstellenden Hochschulen Universität Leipzig, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten damit ab Oktober 2016 rund 36,5 Millionen Euro zuzüglich einer Programmpauschale von 22 Prozent. Als außeruniversitäre Partner tragen das Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, drei Leibniz-Institute aus Braunschweig, Halle und Gatersleben sowie zwei Max-Planck-Institute aus Jena maßgeblich zum Verbund bei, berichtet die DFG beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: DFG

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21. Jun 2016

Deutlicher Humusverlust in Wäldern der Bayerischen Alpen

Gehören humusreiche Böden wie dieser im Wettersteinwald bei Garmisch-Partenkirchen bald der Vergangenheit an? Foto: J. Prietzel, TUM

Wenn Wetterphänomene wie Trockenheit oder Starkregen weiter zunehmen, sind die Wälder der Alpen in Gefahr. Denn eine Studie der Technischen Universität München (TUM) weist einen signifikanten Humusverlust im Bergwald der Bayerischen Alpen innerhalb von nur drei Jahrzehnten nach. Die Studienautoren empfehlen den Bodenhumus trotz Klimawandels durch humusförderndes Waldmanagement zu bewahren oder idealerweise zu steigern, um die Schutzfunktion des Gebirgswalds zu erhalten und Hochwasser abzumildern. Diese Ergebnisse publizierten die Bodenkundler der TUM im Fachjournal Nature Geoscience.
Quelle: TUM

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28. Jun 2016

Verlust an Biodiversität verhindert notwendige Evolution der Arten

Das Aussterben von Arten kann die Entwicklung neuer Arten verlangsamen oder verhindern, die deren Funktionen im Ökosystem übernehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die erste experimentelle Studie zu diesem Thema, die Biologen aus Utrecht, Göttingen, Leipzig und Montpellier vorgelegt haben. Sie fanden heraus, dass das Aussterben von Arten weit längerfristige und schädlichere Wirkungen haben kann als bislang angenommen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.
Quelle: Uni Göttingen

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10. Jun 2016

Sonnentau-Anbauer gewinnen Ideenwettbewerb

Die besten Start-up Ideen waren beim diesjährigen UNIQUE Ideenwettbewerb der Universität Greifswald und des Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie gegeneinander angetreten. Das Forscherteam Dr. Jenny Schulz und Balazs Baranyai des Instituts für Botanik und Landschaftsökologie überzeugten die sechsköpfige Jury mit ihrer Idee. Ihr Vorschlag „SoTaMed“ ist weltweit das erste Verfahren, den fleischfressenden Sonnentau auf wieder vernässten Moorböden anzubauen. Bisher ist ein kommerzieller Anbau nicht möglich gewesen. Schulz und Baranyai erhielten bei der Abschlussveranstaltung am 9. Juni 2016 ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Das berichtet die Universität beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: Uni Greifswald beim idw

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28. Jun 2016

Katastrophale ökologische Umwälzung verändert vor Jahrmillionen die Pflanzenwelt

Im Unteren Trias kommt die Sporenpflanze Densoisporites playfordii auf. Aufnahme: Uni Zürich

Forschende des Paläontologischen Instituts und Museums der Universität Zürich haben eine bisher unbekannte ökologische Krise in der Unteren Trias entdeckt. Das Team um Peter A. Hochuli und Hugo Bucher konnte aufzeigen, dass ungefähr 500.000 Jahre nach der großen Naturkatastrophe an der Perm/Trias-Grenze ein weiteres Ereignis die Vegetation grundlegend und nachhaltiger veränderte, wie sie im Fachjournal Nature Scientific Reports darlegen.
Quelle: Uni Zürich

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28. Jun 2016

Wiegen und Wege der Landwirtschaft

Zwei aktuelle Studien widmen sich den Anfängen der Landwirtschaft und fördern dabei Neues zutage: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist die Landwirtschaft an zwei Orten im Nahen Osten entstanden. Außerdem soll die Landwirtschaft über die Balkanroute nach Europa gelangt sein und Migration dabei eine größere Rolle gespielt haben als bisher angenommen. Die Ergebnisse der in den Fachjournalen bioRxiv (englisch ausgesprochen "bio-archive") und PNAS veröffentlichten Studien fasst das Portal Pflanzenforschung zusammen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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05. Jul 2016

Artenaustausch schon in der Erdgeschichte vom Klima abhängig

Ein Forscherteam hat erstmals die zeitliche Dynamik des Artenaustausches zwischen Indien und Südostasien über einen Zeitraum von 70 Millionen Jahren rekonstruiert und dabei auch klimatische Einflüsse für die Ausbreitung der Arten gefunden. Der Artenaustausch begann vor ungefähr 55 bis 35 Millionen Jahren, als der indische Subkontinent mit Eurasien zusammenstieß. Das Team um Privatdozent Dr. Sebastian Klaus von der Goethe Universität Frankfurt hat die Wanderung von Pflanzen, Fischen, Amphibien, Gliederfüßern, Reptilien, Vögeln und Säugetieren auf beiden Kontinenten über einen Zeitraum von 70 Millionen Jahren auf beiden Kontinenten anhand von Stammbäumen der Tier- und Pflanzenarten rekonstruiert. Wie die Forschenden im Fachjournal Nature Communications berichten, war der Artenaustausch kein kontinuierlicher Prozess, sondern durch Phasen von beschleunigtem, stagnierendem oder abnehmendem Artenaustausch bestimmt, meldet die Universität beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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01. Jul 2016

Brexit: "Das ERC wäre im Kern gefährdet"

Was der Brexit für die britische und europäische Wissenschaft konkret bedeutet, erläutert Max-Planck-Präsident Professor Martin Stratmann im Interview mit der Tageszeitung die Welt unter der Überschrift "Ein Eigentor für die britische Wissenschaft".
Quelle: die Welt

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05. Jul 2016

Cellulose-Synthese-Komplex beleuchtet

Cellulose ist ein wichtiger Bestandteil der pflanzlichen Zellwand. Auch für zahlreiche menschliche Industrieprodukte ist der Stoff unverzichtbar. Seit vielen Jahren versuchen Forschende zu verstehen, wie sich die Fibrillen der widerstandsfähigen Cellulose zusammensetzen. Dank moderner Technik konnten sie diesem ein wenig näher kommen. Im Fachjournal Scientific Reports berichten sie über die 18 Cellulose-aufbauenden Enzyme, die im pflanzlichen Cellulose-Synthese-Komplex zusammenwirken. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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29. Jun 2016

Brexit und Biowissenschaft

Die Entscheidung der britischen Wähler und Wählerinnen die Europäische Union zu verlassen, hat auch in der Wissenschaftsgemeinde überrascht und viele britische Forscher und Forscherinnen blicken in eine ungewisse Zukunft. Der Präsident der Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), der Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, betont in diesem Zusammenhang die hervorragende Forschungskooperationen, „die ohne die Förderung der EU und die Freizügigkeit in der EU so nicht möglich gewesen wären. Wir sehen nun die Gefahr, dass die Kooperation mit unseren britischen Kollegen und Kolleginnen schwieriger und teilweise vielleicht sogar unmöglich wird.“ Der VBIO hofft, dass sich die britische Regierung auch weiterhin für den akademischen Austausch und die enge Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg einsetzen wird. Auch die biowissenschaftliche Forschung sei auf den freien Austausch von Köpfen und Ideen sowie auf faire und vergleichbare Rahmenbedingungen angewiesen. Das gute partnerschaftliche Verhältnis des VBIO zur britischen Royal Society of Biology dürfe durch den Austritt aus der EU keinen Schaden nehmen.
Quelle: VBIO

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22. Jun 2016

„Flower Power“: Photovoltaik nach dem Vorbild der Rose

Biomimetik: Die Epidermis eines Rosenblütenblatts wird in einer transparenten Schicht nachgebildet; diese wird in die Vorderseite einer Solarzelle integriert. Abbildung: Guillaume Gomard, KIT

Mit einer Oberfläche wie bei Pflanzen können Solarzellen mehr Licht aufnehmen und damit mehr Strom erzeugen. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) reproduzierten die epidermalen Zellen von Rosenblütenblättern, die eine besonders starke Antireflexwirkung besitzen, und integrierten die transparente Nachbildung in eine organische Solarzelle. Dies führte zu einer relativen Erhöhung der Effizienz von zwölf Prozent. Darüber berichten die Forschenden in der Zeitschrift Advanced Optical Materials.
Quelle: KIT

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16. Jun 2016

Größere Artenvielfalt erhöht Produktivität

Eine der in der Studie untersuchten Algenarten ist diese Ankistrodesmus densus. Foto: Uni Göttingen

Forschende haben mit Mikroalgen verschiedene Maße für Biodiversität analysiert und den Zusammenhang mit der Veränderung deren Biomasseproduktion getestet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Produktivität mit steigender Diversität für alle Biodiversitätsmaße steigt, wenn alle verwendeten Artenzahlen zusammen betrachtet werden. Wenn die Daten aber in Gruppen nach ihrer Artenzahl getrennt untersucht werden, ergibt sich für die verschiedenen Diversitätsmaße ein anderes Bild. Die Forschenden der Universitäten Göttingen, Zürich, Bonn und Jena veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal New Phytologist.
Quelle: Uni Göttingen

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30. Jun 2016

Gesetz zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls tritt in Kraft

Am 1. Juli tritt das Gesetz zur Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Nagoya-Protokoll in Kraft. Damit müssen nun alle Forscherinnen und Forscher, die mit genetischen Ressourcen / biologischem Material arbeiten, die Regeln zu Zugang und Vorteilsausgleich befolgen, die eigentlich zum Eindämmen von Biopiraterie aufgestellt wurden. Dr. Thomas Hörnschemeyer von der Senckenberg-Gesellschaft war so freundlich und hat für die Gesellschaft für Biologische Systematik mehrere Informationsquellen zusammengestellt. Die Umsetzung kontrolliert das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das auch Hilfe für Forschende und Sammlungswissenschaftler bereitstellt.
Quelle: BfN

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22. Jun 2016

Schneealgen beschleunigen arktische Gletscherschmelze

Schneealgen blühen rot auf Eis und Schnee und verdunkeln so die Oberfläche. Das trägt zum schnelleren Schmelzen bei. Foto: Liane G. Benning, GFZ

Der Beitrag kosmopolitisch vorkommender Schneealgen zur Gletscherschmelze ist bisher stark unterschätzt worden. Darauf weist eine neue Studie vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) hin. Sie zeigt, dass großflächige rote Algenblüten das Rückstrahlvermögen (Albedo), insgesamt um etwa 13 Prozent über eine ganze Schmelzsaison gerechnet verringern. Ihre Ergebnisse über die rote Algenblüten – auch als Blutschnee bekannt – publizierten die Forschenden im Fachjournal Nature Communications.
Quelle: GFZ

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16. Jun 2016

Genom: Wie Einzelstrangbrüche und Tandembildung zusammenhängen

Im Zellkern der Arabidopsis thaliana-Pflanzen liegt das untersuchte Erbgut. Abbildung: Holger Puchta, KIT

Einen wichtigen Mechanismus der Evolution von Pflanzengenomen haben Forschende aufgeklärt: Anhand der Modellpflanze Ackerschmalwand untersuchten sie den Ursprung tandemartig wiederholter Sequenzen in der DNA. Wie das Team um Professor Holger Puchta feststellte, treten solche Sequenzen auf, wenn die beiden DNA-Stränge in deutlichem Abstand voneinander gebrochen werden. Dazu setzten die Forschenden vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die „molekulare Schere“ CRISPR/Cas ein und publizierten ihre Ergebnisse im Fachjournal PNAS.
Quelle: KIT

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06. Jul 2016

iDiv erhält zusätzliche Millionen für neue Förderperiode

Eine Bodenprobe wird im Experiment MyDiv entnommen, das das Zusammenwirken verschiedener Baumarten im Freiland untersucht. Foto: Tom Künne, iDiv

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat sich mit Erfolg um eine weitere Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beworben. Nach einer internationalen Begutachtung im April beschloss die DFG auf ihrer Hauptausschuss-Sitzung am Dienstag in Mainz, dass das DFG-Forschungszentrum iDiv über weitere vier Jahre finanziert werden soll. Das Fördervolumen steigt gegenüber der ersten Förderperiode um 32 Prozent und liegt nun bei 36,5 Mio. EURO über einen Zeitraum von vier Jahren.
Quelle: iDiv

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29. Jun 2016

Jasmonatarmer Tabak ist für Säugetiere ein gefundenes Fressen

Eine Taschenratte (Geomiydae) zieht den Stängel einer Tabakpflanze in ihr Nest. Fehlen die Steuerungshormone für die Nicotinproduktion, ist der Tabak auf der Speisekarte vieler Säuger zu finden. Foto: Arne Weinhold, MPI für chemische Ökologie

Der Kojotentabak Nicotiana attenuata enthält das Nervengift Nicotin. Die Bildung dieses starken Toxins wird durch das Pflanzenhormon Jasmonat je nach Bedarf oder Befall gesteuert. Wie wichtig dieses Hormon für das Überleben der Pflanzen in der Natur sind, wenn sie von Säugetieren angefressen werden, haben nun Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, der Universität Bern und der Washington State University gezeigt: Jasmonat-Mangel-Pflanzen wurden sowohl von Insekten als auch von Wirbeltieren stärker attackiert. Während sich Insektenbefall jedoch kaum auf die Blüten- und Samenbildung auswirkte, schädigten gefräßige Säugetiere die pflanzliche Reproduktionsfähigkeit nachhaltig. Dabei spielte das Nicotin als Abwehr gegen Säugetiere eine entscheidende Rolle. Die Studie, die die jasmonatgesteuerte pflanzliche Verteidigung gegen Säugetiere in der Natur untersuchte, wurde jetzt in der Zeitschrift eLife veröffentlicht.
Quelle: MPI für chemische Ökologie

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23. Jun 2016

Neuer ELISA-Schnelltest auf Pflanzenviren

Während bei klassischen ELISA-Tests die Resultate erst nach bis zu zwei Tagen vorliegen, liefert die neue „B-Fast ELISA“-Methode sichere Ergebnisse bereits nach etwa zwei Stunden. Das berichten Forschende des Leibniz-Instituts Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ). Die neue, zeitsparende Variante des Immunoassays stehe den klassischen Methoden hinsichtlich Sensitivität, Spezifität und der Möglichkeit zur semiquantitativen Auswertung in nichts nach und kann zunächst zehn verschiedene Pflanzenviren detektieren, wie etwa das Tomato spotted wilt virus oder das Maize chlorotic mottle virus, die zu den derzeit wirtschaftlich bedeutendsten Viren weltweit gehören.
Quelle: DSMZ

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30. Jun 2016

Nobelpreisträger fordern Umdenken bei Grüner Gentechnik

Mit einem offenen Brief wenden sich mehr als 110 Nobelpreisträger an die Organisation Greenpeace und an Regierungen und fordern diese auf, Grüne Gentechnik in der Landwirtschaft zuzulassen. Denn die steigende Weltbevölkerung sei ohne gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zu ernähren, zitiert das Magazin Spektrum aus dem Brief. Greenpeace solle vor allem seinen Widerstand gegen den mehr Betacarotin und Provitamin A produzierenden Goldenen Reis aufgeben. Diesen vorzuenthalten sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Gentechnisch hergestellte Nahrungsmittel sind sicher, betonen die Nobelpreisträger, wenn nicht sogar sicherer als andere Nahrungsmittel. Die Nobelpreisträger verwahren sich gegen Meinungsmache und Feldzerstörungen.
Quelle: Spektrum

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23. Jun 2016

ERA-CAPS fördert molekulare Pflanzenforschung

Die dritte Ausschreibungsrunde ERA-CAPS ist gestartet und ermuntert zur Abgabe neuer Projektanträge, die aus allen Disziplinen der molekularen Pflanzenwissenschaften stammen können. Sie sollen die transnationale Zusammenarbeit vertiefen und sind auch nicht vom Brexit betroffen. Außerdem gibt es diesmal Raum für Zusatzprojekte, die vor neuen Herausforderungen des Datenhandlings stehen. Bis 28. September 2016 können die Projektskizzen bei der inzwischen eigenständigen ERA-CAPS eingereicht werden, die vom 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert worden war.
Quelle: ERA-CAPS

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06. Jul 2016

Wie Pflanzen elektrische Felder spüren

Der funktionelle Kaliumkanal TPC1 (l.). Wenn der Kanal öffnet, wird ein elektrisches Signal (rote Stromspur) ausgelöst, und Zellen tauschen Informationen aus. Grafik: Dirk Becker, Uni Würzburg

Eine internationale Gruppe hat den Sensor gefunden, mit dem Pflanzen elektrische Felder wahrnehmen. Kurioser Nebeneffekt: Ihre Arbeit, die sie im Fachjournal Plant Biology veröffentlichten, könnte helfen zu verstehen, wie das Ebola-Virus in die Zellen des Menschen eindringt.
Quelle: Uni Würzburg

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17. Jun 2016

1000 Professuren für den Nachwuchs angestrebt

Aus Sicht der Bundesregierung ist der Mangel an planbaren und transparenten Karrierewegen in der Wissenschaft das aktuell größte Problem des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8759) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/8536) im Portal Heute im Bundestag (hib). Ende Mai 2016 hatte die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern unter anderem den Pakt für den Wissenschaftlichen Nachwuchs vereinbart, der die Förderung von bis zu 1.000 Tenure-Track-Professuren an Universitäten in Deutschland vorsieht. Hierfür stellt der Bund eine Milliarde Euro im Zeitraum von 2017 bis 2032 bereit. Der Übergang auf eine dauerhafte Professur erfolgt automatisch, wenn die bei der Berufung auf die Tenure-Track-Professur vereinbarten Leistungen erbracht worden sind und dies in der Tenure-Evaluation festgestellt wird.
Quelle: hib

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30. Jun 2016

Metabolom-Analyse verbessert Vorhersage von Reis-Erträgen

Moderne Methoden der Pflanzenzüchtung machen es möglich, den Ertrag einer Pflanze vorherzusagen noch bevor sie auf dem Feld wächst. Nutzt man für Prognosen anstelle der Genom-Daten detaillierte Informationen zum Stoffwechsel (Metabolom), kann die Ausbeute sogar noch genauer vorausgesagt werden: Bei Hybrid-Reispflanzen verdoppelte sich die Vorhersagekraft mit den Metabolitenprofilen beinahe, wie eine neue Studie im Fachmagazin Plant Journal zeigt, die das Portal Pflanzenforschung vorstellt.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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24. Jun 2016

Grüne Alternativen für Plastik und Grundchemikalien

Das Ziel, Erdöl durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen, darf nicht die Ernährungssicherheit gefährden. Daher untersuchen Forschende intensiv alternative Herstellungswege, die auf biogene Abfälle oder Reststoffe setzen. Zwei Studien, die in den Fachjournalen Nature Communications und Energy & Environmental Science erschienen, zeigen nicht nur, dass Basischemikalien für diverse Anwendungen daraus produziert werden können, sondern auch, wie erfolgsversprechend die Alternativen sind. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studienergebnisse vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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17. Jun 2016

Exzellenz-Strategie und Innovative Hochschule

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben am 16. Juni die Exzellenzstrategie, das Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ beschlossen. Damit setzen sie ein Signal, dass Wissenschaft, Forschung und Innovation auf der politischen Agenda von Bund und Ländern ganz oben stehen und für die Zukunftssicherung eine entscheidende Rolle spielen. Vorbereitet wurden die drei Programme, die auf Artikel 91b des Grundgesetzes basieren, durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern. Das meldet das BMBF.
Quelle: BMBF

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30. Jun 2016

Neue Methode zur Erforschung von Proteinen

Protein-Microarrays ermöglichen es, tausende Proteine in einem einzigen Experiment parallel zu analysieren. Foto: Falter-Braun, TUM

Seit das Genom entschlüsselt worden ist, geht es nun darum, die Funktionsweise von Proteinen besser zu verstehen: Ein internationales Team von Forschenden unter leitender Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) hat eine neue molekularbiologische Methode entwickelt, mit der die Funktion tausender Proteine parallel untersucht werden kann. So konnten hunderte, bislang noch unbekannte Wechselwirkungen zwischen Proteinen aufgezeigt werden. Die neue Methode stellten die Forschenden im Fachjournal PNAS vor.
Quelle: TUM

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24. Jun 2016

Arsen sammelt sich bei Pflanzen im Zellkern

Arsenverteilung in der Blatthaut bei einer Konzentration von einem (rechts) und fünf (links) Mikromol Arsen pro Liter Wasser. Bei geringer Konzentration sammelt sich das Arsen im Zellkern. Aufnahme: DESY

Giftiges Arsen sammelt sich bei Pflanzen zunächst im Zellkern. Das zeigt eine Röntgenuntersuchung der Wasserpflanze Raues Hornblatt (Ceratophyllum demersum) an der Röntgenlichtquelle PETRA III des Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY. Schon bei vergleichsweise geringer Konzentration überschwemmt das Arsen auch die Vakuole. Das haben Forschende im Fachmagazin Journal of Experimental Botany publiziert.
Quelle: DESY

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07. Jul 2016

Klettverschluss am Blütenblatt

Baumwollblüte der untersuchten Art Gossypium hirsutum. Foto: Victor M. Vicente Selvas, Public Domain, Wikimedia Commons

Wie Trichome, die haarähnlichen Strukturen auf der Oberfläche von Pflanzen, die Blütenknospen schützen und formen, haben Forschende nun im Fachmagazin Nature Plants beschrieben. Demnach formen Trichome bei Baumwollpflanzen winzige klettverschlussartige Strukturen, die die Fortpflanzungsorgane vor dem Austrocknen schützen. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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30. Jun 2016

Kalkalgen verdauen sich zur Not selbst

Die Kalkalge Emiliania huxleyi im Elektronenmikroskop. Foto: C. Hoppe, AWI

Welche molekularen Mechanismen Mikroalgen einsetzen, um in Zeiten akuten Nährstoffmangels von schnellem Wachstum auf Stillstand umzuschalten, haben Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) herausgefunden. In Laborversuchen konnten sie beobachten, dass kalkbildende Mikroalgen bei Nährstoffmangel zunächst ihren Stoffwechsel auf Sparsamkeit und Effizienz trimmen, bevor sie sich notgedrungen sogar teilweise selbst verdauen. Die molekularen Schalter für diese Grundfunktionen von Zellen sind in allen Lebewesen auffallend ähnlich. Es sind offenbar eben diese Schalter, deren Fehlfunktion im Menschen dazu führt, dass Zellen die Kontrolle über ihre Teilungsaktivität verlieren und zu Krebszellen werden können. Die Studie ist im Online-Magazin Frontiers of Marine Science erschienen.
Quelle: AWI

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24. Jun 2016

Sibirische Lärchenwälder sind noch auf Eiszeit gepolt

Vereinzelt stehende Lärchen in der russischen Arktis. Aufnahme aus der Region Buor Khaya, Sibirien. Foto: Heike Zimmermann, AWI

Die sibirischen Permafrostregionen gehören zu jenen Gebieten der Erde, die sich im Zuge des Klimawandels besonders schnell erwärmen. Dennoch beobachten Biologen derzeit nur ein minimales Anpassungsverhalten der Baumvegetation. Dort, wo gemessen an der Lufttemperatur längst Kiefern- und Fichtenwälder wachsen müssten, gedeihen noch immer sibirische Lärchen. Ein Paradox, dessen Ursache Forschende des Alfred-Wegener-Institutes (AWI), der Universität Köln und internationaler Partnerinstitute nun mithilfe Millionen Jahre alter Blütenpollen auf die Spur gekommen sind. Den Ergebnissen zufolge gab in der Vergangenheit stets der Kältegrad einer Eiszeit den Ausschlag dafür, wie schnell sich im Anschluss die Vegetation an das Warmzeitenklima anpasste. In unserem Fall heißt das: Weil die letzte Eiszeit ausgesprochen kalt war, hinkt die Vegetation der Taiga dem Klima viele Jahrtausende hinterher. Ein überraschend langer Zeitraum, wie die Forschenden im Open Access-Fachmagazin Nature Communications berichten.
Quelle: AWI

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07. Jul 2016

Wie Pflanzen auf versalzten Böden wachsen können

Modell der Chloridvermeidung auf versalzten Böden. Grafik: Dietmar Geiger, Uni Würzburg

Die zunehmende Versalzung von Böden ist für die Landwirtschaft weltweit ein Problem. Forschende der Universität Würzburg haben jetzt untersucht, wie Arabidopsis-Pflanzen die Salzaufnahme regulieren. Ihre im Fachjournal Current Biology publizierten Ergebnisse könnten für die Züchtung salzresistenter Arten von Bedeutung sein.
Quelle: Uni Würzburg

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13. Jun 2016

Genom des Kautschukbaums sequenziert

Nach der Sequenzierung des Kautschukbaum-Genomes, liegt nun eine hochwertige Referenzsequenz von Hevea brasiliensis vor. Diese kann für die Züchtung neuer Sorten genutzt werden. Dadurch erhoffen sich die Forschenden, die Latex-Biosynthese weiter zu optimieren und Gummibäume zu züchten, die besser an den Klimawandel und gegen Schädlinge angepasst sind, berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Nature Plants erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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01. Jul 2016

Effekte des Klimawandels auf Weltwirtschaft modelliert

Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der Columbia University haben herausgefunden, dass sich die Anfälligkeit der globalisierten Welt auf Hitzestress im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt hat. Ursache ist, dass sich durch die stärker vernetzten Volkswirtschaften auch durch Extremereignisse verursachte Produktionsverluste über Ländergrenzen hinweg auswirken. Wie der Klimawandel werden diese zu einem globalen Problem, berichtet das Portal Pflanzenforschung über eine im Fachjournal Science Advances erschienene Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Jul 2016

Brassinosteroide sorgen für Wachstum in widrigen Zeiten

Feld mit Raps-Pflanzen. Foto: Myrabella, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Wachstum und gleichzeitige Stressreaktion schließen sich in der Regel gegenseitig aus. Schließlich geht es darum, knappe Ressourcen balanciert einzusetzen. Nun haben Forschende im Fachmagazin Scientific Reports eine Möglichkeit beschrieben, wie Raps-Pflanzen unter Hitze- und Trockenstress sowie unter Schädlingsdruck ihr Wachstum einstellen. Im Fokus: die Pflanzenhormone der Brassinosteroid-Gruppe. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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13. Jun 2016

Umweltschutz, Profit und Sicherheit durch Mosaik-Bewirtschaftung

Farm von Kleinbauern, die ihre Weiden häufig wieder aufgeben müssen, da der ehemalige Waldboden rasch auslaugt. Foto: AG Bendix, Uni Marburg

Wie muss eine Landschaft genutzt werden, um sowohl ökologische als auch sozioökonomische Anforderungen zu erfüllen? Diese Frage hat ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) am Beispiel aufgegebener Weideflächen im Regenwald Ecuadors beantwortet. Mithilfe von Simulationen stellten die Forschenden fest, dass der Schlüssel für dieses Multitasking wiederum eine möglichst vielfältige Bewirtschaftung ist. Die Simulationen stützen sich auf Daten, die ein multi-disziplinäres Forscherteam in einem Zeitraum von 15 Jahren gesammelt hatte. Die Ergebnisse publizierte das Team um Studien-Erstautor Prof. Thomas Knoke jetzt im Fachjournal Nature Communications (open access).
Quelle: TUM

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01. Jul 2016

Seetang als Salzersatz

Seetang der Art Ascophyllum nodosum. Foto: Fraunhofer

Das lebenswichtige Nahrungsmittel Natriumchlorid versteckt sich vor allem in industriell gefertigten Lebensmitteln. Zuviel Natrium schadet Herz, Magen und Nieren. Seetang hat von Natur aus einen salzigen Geschmack. Wie Fraunhofer-Forschende nun zeigten, haben die Algen das Potenzial als Salzersatz zu dienen. In dem von der Europäischen Union geförderten Projekt TASTE hatten die Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising zusammen mit Partnern aus Island, Irland, Frankreich, Spanien, Slowenien und Deutschland untersucht, ob sich Seetang als Salzersatz eignet.
Quelle: Fraunhofer

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08. Jul 2016

Bewässerungsmenge abhängig von Pflanzen nicht von Klimaänderung

Beregnung von Kartoffeln in Brandenburg. Foto: Prochnow, ATB

Erstmals haben Potsdamer Forschende den Bedarf an Bewässerungswasser der letzten 100 Jahre in Deutschland am Beispiel ausgewählter landwirtschaftlicher Kulturen (Sommergerste, Hafer, Winterweizen und Kartoffeln) retrospektiv und modellhaft errechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass Anbaufläche und Pflanzenart einen stärkeren Einfluss auf den Bedarf an Bewässerungswasser hatten als die Klimaänderungen. Die Ergebnisse der am Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) Forschenden wurden soeben im Fachblatt Science of the Total Environment veröffentlicht.
Quelle: ATB

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14. Jun 2016

Weizengenom zum Download

Wie das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung meldet, ist wenige Monate nach Entschlüsselung des kompletten Weizengenoms der Datensatz nun öffentlich zugänglich und kann von Weizenzüchtern und Wissenschaftlern weltweit genutzt werden.
Quelle: Leibniz

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02. Jul 2016

Konferenzbericht von der ICAR

Wer an der 27. Internationalen Arabidopsis Research Conference (ICAR) nicht teilnehmen konnte, kann die zusammenfassenden Tagungsberichte bei der American Society of Plant Biologists (ASPB) nachlesen.

Oder unter dem Hashtag #ICAR_2016 bei Twitter oder im Storify der GARnet-Gruppe nachlesen, was anderen Kongressbesuchern bemerkenswert erschien, sofern sie es mit dem Hashtag versehen haben.

Die kommende, 28., ICAR soll übrigens vom 19. bis 26. Juni 2017 in den USA in St. Louis stattfinden.

01. Jul 2016

Anbau von Gentechnik-Pflanzen in USA unverändert hoch

Wie das Portal Transgen berichtet, ist der Trend ungebrochen: In den USA setzen die Farmer weiterhin auf gentechnisch veränderte Pflanzen, trotz Kennzeichnung. Die Flächen, auf denen sie Saatgut für gentechnische veränderte Sojabohnen, Mais und Baumwolle ausgebracht haben, sind im diesem Frühjahr wieder gestiegen. Der Anteil gentechnisch veränderter Organismen bei diesen Kulturarten ist nahezu unverändert und liegt weiterhin zwischen 92 und 94 Prozent. Offenbar haben die auch in den USA heftiger werdende kontroverse öffentliche Diskussion und die Forderung nach Kennzeichnung bei den Landwirten nicht dazu geführt, wieder zu konventionellen Sorten zurückzukehren.
Quelle: Transgen

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11. Jul 2016

Ozeanversauerung – Grenzen der Anpassung von Kalkalgen

Emiliania huxleyi-Zellen in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme. Foto: Kai Lohbeck, GEOMAR

Die wichtigste einzellige Kalkalge der Weltmeere, Emiliania huxleyi (vgl. Pressemitteilung der Sektion Phykologie), ist grundsätzlich in der Lage, sich durch Evolution an Ozeanversauerung anzupassen. Das bisher längste Evolutionsexperiment mit diesem Organismus zeigt jedoch, dass das Anpassungspotenzial nicht so groß ist, wie ursprünglich angenommen. Wie die Forschenden des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Thünen-Instituts für Seefischerei zeigten, konnte sich die Wachstumsrate unter erhöhten Kohlendioxid-Konzentrationen auch nach vier Jahren nicht weiter nennenswert verbessern. Die Kalkbildung war sogar geringer als bei heutigen Zellen von Emiliania huxleyi. Die im Fachjournal Science Advances erschienene Studie zeigt, dass die evolutiven Effekte im Phytoplankton komplexer sind, als bisher angenommen.
Quelle: GEOMAR

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11. Jul 2016

Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen

Was Hochschulabsolventinnen und -absolventen können müssen und welche Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen sie für den Arbeitsmarkt 4.0. brauchen, haben Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Deutsches Gewerkschaftsbundes (DGB) gemeinsam mit weiteren Akteuren besprochen. In einer gemeinsamen Erklärung betonen sie die breite Ausbildung der AbsolventInnen, und legen dar, welche Maßnahmen in Zukunft wichtig werden. Sie fordern beispielsweise eine engere Verzahnung mit der Industrie, lehnen aber eine rein auf die Industrie zugeschnittene Ausbildung ab.
Quelle: HRK (pdf-Datei)

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12. Jul 2016

Mehr Ertrag pro Tropfen Wasser

Thermogramm von 40 Tage alten Ackerschmalwand-Pflanzen: Pflanzen mit gelber oder grüner Farbe haben einen niedrigen Wasserverbrauch. Foto: Z. Yang und E. Grill, TUM

Die Menschheit muss ihre Nahrungsproduktion steigern bei begrenzter Wasserverfügbarkeit. Bereits heute ist die Wassernutzung nicht nachhaltig. Da Pflanzen bei der Photosynthese viel Wasser verlieren, ist dies weltweit der größte begrenzende Faktor für bessere Ernten. Forschende der Technischen Universität München (TUM) brachten Arabidopsis-Pflanzen dazu, Wasser effizienter zu verwenden ohne ihr Wachstum einzuschränken. Zu Hilfe kam ein Sparmodus, der es Pflanzen ermöglicht, Kohlendioxid mit weniger Wasserverlust aufzunehmen. Wassersparen wird vom Pflanzenhormon Abscisinsäure reguliert. Arabidopsis hat 14 für dieses Hormonsignal zuständige Pflanzenrezeptoren. Wie die Münchner im Fachjournal PNAS beschreiben, lässt eine vermehrte Bildung mancher dieser Rezeptoren, die Pflanzen schon bei guter Wasserversorgung in den Wassersparmodus wechseln. Drei dieser Rezeptoren beeinträchtigten das Pflanzenwachstum nicht. Bis zu 40 Prozent des zuvor benötigten Wassers konnte bei unveränderter Wuchsleistung der Pflanzen eingespart werden.
Quelle: TUM

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12. Jul 2016

Neue Anzuchtmethode ebnet Weg für Mikroalgen als Rohstoff

Im neuartigen Bioreaktor wachsen die Zieralgen (Cosmarium pachydermum) als Biofilm. Diese Alge bildet ein Gel, das in Hautpflegeprodukten der kosmetischen Industrie Anwendung finden könnte. Foto: AG Melkonian, Uni Köln

Mikroalgen sind ein wichtiger Rohstoff für Nahrungsmittel, Medikamente und viele andere Anwendungen. Im Vergleich zu Bakterien und Pilzen spielen sie immer noch eine untergeordnete Rolle, da deren wirtschaftliche Nutzung bislang hauptsächlich an zu hohen Produktionskosten scheiterte. Ein Team um den Algenforscher Professor Michael Melkonian von der Universität zu Köln beschreibt nun im Fachjournal Trends in Biotechnology eine kostengünstigere Methode zur Algenanzucht. In diesen Systemen (porous substrate bioreactors, PSBR, genannt) werden die Algen nicht in Flüssigkeiten schwimmend kultiviert sondern als dünne Biofilme auf porösen Substraten, was den Wasserbedarf senkt.
Quelle: Uni Köln

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12. Jul 2016

Eisalgen: Motor des Lebens im zentralen Arktischen Ozean

Eislagen wachsen in einem Schmelzwassertümpel. Foto: Mar Fernández-Méndez, AWI

Algen, die im und unter dem Meereis leben, spielen eine viel größere Rolle für das arktische Nahrungsnetz als bislang angenommen. In einer neuen Studie konnten Biologen des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) erstmals nachweisen, dass sich nicht nur direkt unter dem Eis lebende Tiere von den sogenannten Eisalgen ernähren. Auch Arten, die vorwiegend in größeren Wassertiefen vorkommen, beziehen einen Großteil ihres Energiebedarfs ursprünglich aus diesen Algen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Rückgang des arktischen Meereises weitreichende Folgen für das gesamte Nahrungsnetz des Arktischen Ozeans haben kann. Die Ergebnisse der Forschenden des AWI, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung sind jetzt online im Fachjournal Limnology & Oceanography erschienen.
Quelle: AWI

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13. Jul 2016

Drohnen sollen Pflanzenwachstum erfassen

Die Drohne nimmt die Pflanzen aus unterschiedlichen Höhen auf und liefert ortsgenaue Informationen über die Vitalität der Kulturen. Foto und copyright: Dr. Lasse Klingbeil, Uni Bonn

Wie gut wachsen die Kulturen auf dem Feld? Leiden die Pflanzen unter Krankheiten oder Stress? Wurde zu wenig oder zu viel gedüngt? Daten zu solchen Fragen sollen künftig automatisch erfasst werden – mit Kameras am Traktor und an einer Drohne. Dazu startete jetzt das Projekt „Cropwatch – Informationssystem zur Prozesskontrolle und -analyse in der Pflanzenproduktion“, das in den nächsten drei Jahren mit fast 800.000 Euro gefördert wird. Federführend arbeiten dazu das Institut für Geodäsie und das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn sowie der Firma Terrestris zusammen.
Quelle: Uni Bonn

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14. Jul 2016

Für 14 invasive Pflanzen ist europäisches Management erforderlich

Heute hat die Europäische Kommission die erste Unionsliste zu der neuen EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten veröffentlicht, berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN). Damit ist verbindlich festgelegt, für welche Arten die durch die Verordnung geltenden Regelungen zur Prävention und zum Management greifen. Für die nun 37 in der Unionsliste aufgeführten Arten, darunter 14 Pflanzen, gelten Verbote von Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung. Tauchen trotzdem Individuen in der freien Natur auf, sind sie umgehend zu beseitigen oder es ist zumindest ihre weitere Ausbreitung zu verhindern. Für weit verbreitete invasive gebietsfremde Arten müssen nach den Kriterien der Verordnung geeignete Managementmaßnahmen identifiziert werden; vielfach kann dazu an bewährte Kontrollsysteme angeknüpft werden, die in Deutschland bereits für invasive Arten wie Signalkrebs oder Waschbär ergriffen werden, die versuchen, eine weitere Verbreitung zu verhindern. Komplett beseitigen lassen sich viele der in weiten Teilen des Bundesgebiets vorkommenden Arten nicht mehr. Das Ministerium bereitet derzeit ein Durchführungsgesetz vor, welches ein effizientes Instrumentarium zur Durchführung und Durchsetzung der Vorgaben der Verordnung in Deutschland bereitstellen soll.
Quelle: BfN

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14. Jul 2016

Kosten und Nutzen der Schalen von Kalkalgen

Mikroskopaufnahme verschiedener Coccolithophoriden. Abbildung: Fanny M. Monteiro et al. Sci. Adv. 2016; 2:e1501822, GEOMAR

Ein internationales Forscherteam hat Kosten und Nutzen der Kalkbildung von einzelligen, kalkschalentragende Algen (Coccolithophoriden) untersucht. Dazu trugen sie mehrere Studien zusammen und modellierten anschließend die Werte. Das Team will verstehen, warum die Algengruppe die aufwändigen Kalkpanzer ausbildet. Denn die rund 200 Coccolithophoriden-Arten produzieren bis zu zehn Prozent der Biomasse in den Weltmeeren, halten den marinen Kohlenstoffkreislauf in Schwung und beeinflussen das Klima. Bei voranschreitender Ozeanversauerung werden die Kosten für die Kalkbildung höher werden. Die Ergebnisse der Studie, an der auch Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel beteiligt waren, sind im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.
Quelle: Geomar

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14. Jul 2016

1.001 Genome und Epigenome von Arabidopsis zeigen enorme Variation

Professor Detelef Weigel im Labor mit Arabidopsis-Proben. Foto: Jörg Abendroth, MPI für Entwicklungsbiologie

Die Evolution und die Interaktionen zwischen genetischen und epigenetischen Varianten der Modellpflanze Arabidopsis thaliana hat ein internationales Forscherteam unter die Lupe genommen, darunter auch Prof. Dr. Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Sie sequenzierten die gesamten Genome, Transkriptome und Methylome von mehr als 1.000 Pflanzen. Die Pflanzen dafür wurden in unterschiedlichen geografischen Regionen gesammelt. Die Forschenden fanden unter anderem heraus, dass Genome und Epigenome eng miteinander interagieren und dass Gene, die mit Immunität zu tun haben, eine größere genetische und epigenetische Variation als andere Genklassen zeigen. Die Ergebnisse haben sie im Fachjournal Cell publiziert. Mit den vielen Daten liegt der Forschergemeinde nun ein enormer Hypothesengenerator vor, um zu verstehen, was in der Natur vor sich geht. Sie wird außerdem neue Werkzeuge zur Verfügung haben, um zu analysieren, welche natürlichen Varianten in einem Gen existieren.
Quelle: MPI f. Entwicklungsbiologie

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15. Jul 2016

Klares Bekenntnis von KMK und HRK zu Bologna

Kultusministerkonferenz (KMK) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben sich klar zur Europäischen Studienreform bekannt. In einer am Freitag herausgegebenen gemeinsamen Erklärung ziehen die beiden Konferenzen eine grundsätzlich positive Zwischenbilanz des 1999 in Bologna eingeleiteten Reformprozesses. Kernanliegen des gemeinsamen Europäischen Hochschulraums, auf den sich mittlerweile 48 Staaten verständigt haben, seien weitreichend an den Hochschulen etabliert. Dazu zählen insbesondere das zweistufige Studiensystem mit den Abschlüssen Bachelor und Master, Qualitätssicherung auf der Grundlage gemeinsamer Standards und Leitlinien sowie Transparenzinstrumente zur Anerkennung von Studienleistungen.
Quelle: HRK

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17. Jul 2016

Unis spüren erste Folgen des Brexits

Britische Hochschulen beklagen den Ausschluss aus EU-Projekten. Deutschland und die USA würden Forscher abwerben, Forschungsprojekte werden ohne Briten geplant. Das berichtet der TagesSpiegel über die ersten Folgen des Brexits.
Quelle: Tagesspiegel

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24. Jun 2016

Brexit: Was bedeutet das für die Wissenschaft?

Die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, lässt viele Forschende besorgt zurück. Welche Konsequenzen der "Brexit" für die Forschung haben wird, sei noch unklar, schreiben die Autoren Daniel Cressey und Alison Abbott und stellen beim Spektrum Verlag mögliche Konsequenzen zusammen.
Quelle: Spektrum

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24. Jun 2016

Brexit: Tiefer Einschnitt auch für die Hochschulen

„Auch für die Hochschulen stellt der Brexit einen tiefen Einschnitt dar“, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, heute in Berlin zu dem gestrigen Votum für einen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. „Die Konsequenzen treffen die britischen Hochschulen schwer und mit ihnen den gesamten europäischen Hochschul- und Forschungsraum. Wir müssen uns auf eine schwierige Übergangszeit einstellen. Denn es stehen nun umfangreiche Verhandlungen über die Konditionen für die Einbeziehung des Vereinigten Königreichs in europäische Förder- und Austauschprogramme an. Die britische Rektorenkonferenz Universities UK und die HRK hatten sich anlässlich des Treffens ihrer Präsidien erst am 2. Juni vehement gegen einen Brexit ausgesprochen.
Quelle: HRK

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18. Jul 2016

Wie Gräser mit altbekannten Genen effiziente Spaltöffnungen anlegen

Lange Zeit war unklar, ob die Gene für die Entwicklung von Spaltöffnungen (Stomata) bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana auch für die Entwicklung von Spaltöffnungen an anderen Blättern verantwortlich sind oder ob Pflanzen unterschiedliche genetische Baupläne besitzen. Nun haben amerikanische Forschende am Beispiel der Zwenke (Brachypodium distachyon), eines Süßgrases, belegt, dass diese die gleichen Gene nutzen. Der einzige Unterschied: Sie kombinieren sie anders und erzeugen auf diese Weise Stomata, die nicht nur anders aussehen, sondern auch sehr effizient sind. Das berichten die Forschenden im Fachjournal PNAS. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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19. Jul 2016

Über 5000 afrikanische Pflanzenarten in Datenbank illustriert

Polia condensata – einer der Neuzugänge in der African Plants-Fotodatenbank. © DJ. Harris, Senckenberg

Der Online-Fotoführer African Plants wächst kontinuierlich: Kürzlich hat die Senckenberg-Datenbank die 5000er-Marke der illustrierten Pflanzenarten geknackt. Damit bildet die öffentlich zugängliche Fotosammlung etwa 10 Prozent der bekannten Pflanzenarten im kontinentalen Afrika ab. Derzeit werden weitere Fotos aus dem schwer zugänglichen Zentralafrika ergänzt und stehen so Hobbybotanikern, Afrika-Reisenden und Wissenschaftlern gleichermaßen zur Verfügung.
Quelle: Senckenberg

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18. Jul 2016

Gerstengenom aus 6000 Jahre alten Samen entschlüsselt

Dank der extremen Trockenheit der judäischen Wüste ist pflanzliches Material außerordentlich gut erhalten (links). Aufnahme eines in der Yoram-Höhle gefundenen Gerstenkorns (rechts). Uri Davidovich, Credit: Nature genetics, DOI: 10.1038/ng.3611, IPK

Erstmals ist es einem internationalen Forschungsteam gelungen, das Genom steinzeitlicher Gerstensamen zu entschlüsseln. Die Samen wurden aus einer Höhle in der Nähe des Toten Meers geborgen und sind rund 6000 Jahre alt. Es handelt sich damit um das älteste bislang rekonstruierte Pflanzengenom. Genetisch unterscheidet sich die steinzeitliche Gerste kaum von heutigen, lokalen Gerstensorten in Ägypten und der südlichen Levante. Damit stützen die neuen Ergebnisse die Hypothese, dass die Domestikation der Gerste im Oberen Jordantal ihren Ursprung hat. Zum Team gehörten Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben, der Bar-Ilan Uni in Ramat Gan, der Hebrew Universität in Jerusalem; des MPI für Menschheitsgeschichte in Jena, der Uni Haifa, des James-Hutton-Instituts, Großbritannien, der US-Uni Minnesota St. Paul sowie der Uni Tübingen. Das meldet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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19. Jul 2016

Nachhaltigkeitsforschung fordert Eckpfeiler für Bioökonomie

Fossile Ressourcen durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen, ist ein Ziel der Bioökonomie. Die wissensbasierte Nutzung biologischer Ressourcen kann unter anderem dazu beitragen, Hunger zu verhindern, Wasser- und Energieversorgung sicherzustellen oder den Klimawandel zu bekämpfen. Nun fordern vier führende Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und vom Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der österreichischen Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) in einem Kommentar im Fachjournal Nature die Umsetzung von fünf Eckpfeilern, die zu einer nachhaltigen Bioökonomie führen sollen. Die fünf Prioritäten einer internationalen politischen Agenda auf dem Weg in eine biobasierte Wirtschaft lauten:

  • Biologische Ressourcen in neuen, sektorübergreifenden Kreisläufen intelligent nutzen und Ökosysteme schützen,
  • die Beiträge der Bioökonomie zu den nachhaltigen Entwicklungszielen messbar machen und gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen zuführen,
  • die internationale wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit fördern,
  • Ausbildung, gemeinsames Lernen und Dialog vorantreiben sowie
  • die Bioökonomie in internationalen Organisationen, in der internationalen Politik und im Welthandel berücksichtigen.

Quelle: AAU

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19. Jul 2016

Neue Pflanzen-Arten entstehen anders als bislang vermutet

Forschende haben die Genome von 94 Individuen der Gattung Arabidopsis sequenziert, um zu prüfen, wie sich Arten bilden. Die 94 Individuen stammen aus allen 27 Arten dieses kleinen, in Europa beheimateten Unkrauts, zu denen auch die Modellpflanze Arabidopsis thaliana zählt. Die Arbeit wurde im Fachjournal Nature Genetics publiziert und liefert Details, wie die Artenentwicklung - die bei Arabidopsis vor geschätzten sechs Millionen Jahren begonnen hat - verschiedene genetische Varianten quer durch die Gattung bildete. Wie die Forschenden herausfanden, passiert der Prozess der Artenbildung nicht als einfache Abspaltung. Arabidopsis thaliana und A. lyrata wurden sehr viel später als vermutet zu eigenen Arten. Die Forschenden – unter ihnen auch ein Team von  Magnus Nordborg vom Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) – konnten auch Gene identifizieren, die sich in dieser Zeit sehr wenig entwickelt haben. Das meldet das GMI beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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20. Jul 2016

Mit Emmer und Einkorn zurück in die Zukunft

Dinkel, Emmer, Einkorn und deren Verwandte zählen zu den sogenannten Urgetreiden. Leider sind sie in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend in Vergessenheit geraten und vom Teller verschwunden. Zu Unrecht, wie Wissenschaftler, Ernährungsexperten und Verbraucher finden. Zwei Hohenheimer Forscher wollen dem entgegenwirken. Wie sie im Fachjournal Trends in Plant Science berichten, wünschen sich eine Renaissance der Erforschung von Emmer und Einkorn. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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20. Jun 2016

Menschliche Nutzung bedroht Bestäubung und Samenausbreitung von Waldbäumen weltweit

Zur Bestäubung und Samenausbreitung sind Bäume und Sträucher fast ausschließlich auf Tiere angewiesen. Foto und ©: Eike Lena Neuschulz

Wie die erste globale Meta-Analyse über die Regenerierung von Wäldern ergab, belastet der Eingriff des Menschen nicht nur den Wald von heute, sondern auch den von morgen. Er beeinflusst vor allem Prozesse der Bestäubung und Samenausbreitung, berichten Forschende der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Goethe-Universität Frankfurt im Fachjournal Scientific Reports. Verantwortlich machen die Forschenden den Rückgang der daran beteiligten Insekten, Vögel und Säugetiere. Diese müssen daher besser geschützt werden.
Quelle: Senckenberg

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21. Jul 2016

Was den "Fruchtbaren Halbmond" so fruchtbar macht

Die Irano-Turanische Florenregion erstreckt sich von der Türkei bis nach China. Grafik und Copyright: Yannik Staedler, Uni Wien

Die Region des sogenannten "Fruchtbaren Halbmondes" gilt als bislang kaum systematisch erforschter Hotspot der Artenvielfalt in Eurasien. Daher haben Forschende der Universitäten Wien und Zürich in einem Review das bisher Bekannte zusammengestellt und Biogeographie, Evolutionsbiologie und Paläontologie angewandt. Sie publizierten ihre Studie in der Fachzeitschrift Biological Reviews, die auch dazu beitragen soll, die außergewöhnliche Artenvielfalt in diesem Gebiet zu erhalten.
Quelle: Uni Wien

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21. Jul 2016

Ausbreitung des invasiven Weidenröschens

Blüte und Samen des invasiven Kurzfrüchtigen Weidenröschens. Foto und ©: Nierbauer, Senckenberg

Forschende haben die Verbreitung der invasiven Pflanze „Kurzfrüchtiges Weidenröschen“ (Epilobium brachycarpum) in Deutschland untersucht. Der Neophyt stammt ursprünglich aus den Hochgebirgen Nordamerikas und breitet sich seit etwa 15 Jahren massiv im Rhein-Main-Gebiet aus. Genetische Untersuchungen der Senckenberg-Wissenschaftler zeigen, dass die Pflanzen in mehreren Schritten nach Deutschland gelangten – vermutlich als „blinde Passagiere“ in Militär- und Landwirtschaftsfahrzeugen. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal Biological Invasions erschienen.
Quelle: Senckenberg

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21. Jul 2016

Flechten bilden Symbiosen mit drei Partnern

Die letzten 150 Jahre hielt die Wissenschaft Algen und Pilze für die beiden Symbiosepartner, die in einer Flechte zusammenleben. Nun müssen die Lehrbücher umgeschrieben werden: WissenschafterInnen der Uni Graz fanden im Team mit KollegInnen aus den USA und Schweden heraus, dass einige der häufigsten Flechtenarten der Welt einen weiteren Partner im Bunde haben, nämlich einen bislang unbekannten Pilz, der als eine Hefe identifiziert wurde. Diese Erkenntnisse werden am 22. Juli 2016 online und am 29. Juli als Titelgeschichte in der Printausgabe des Fachmagazins Science veröffentlicht. Das meldet die Uni Graz beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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25. Jul 2016

Leben entstand in Tiefsee

Das Leben der ersten Zellen begann in einer eisenreichen heißen Tiefseequelle. Das haben Biologen um Prof. Dr. William Martin vom Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) herausgefunden. Durch genetische Vergleiche heute lebender Zellen fanden sie die Eigenschaften von „LUCA“, dem gemeinsamen Vorfahren von Bakterien und Archeen. In der Fachzeitschrift Nature Microbiology beschreiben sie, wie sein Stoffwechsel und seine Lebensbedingungen beschaffen waren.
Quelle: Uni Düsseldorf

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25. Jul 2016

Chlorid-Schalter aufgespürt

Forschende haben den molekularen Transport von Nitrat und Chlorid in Pflanzen untersucht und dabei einen bislang unbekannten Chlorid-Schalter entdeckt. Sie stellen ihre Ergebnisse im Fachjournal Current Biology vor. Das Wissen über die Funktion von Anionen-Kanälen macht es möglich, die Salztoleranz von Nutzpflanzen gezielt zu verbessern, schreibt das Portal Pflanzenforschung über die Studie. Das wird wichtig, weil die fortschreitende Versalzung von Ackerland als Folge klimatischer Veränderungen immer mehr Flächen bedroht, etwa wegen der Zunahme des Bewässerungsfeldbaus. Kulturpflanzen toleranter gegen Versalzung zu machen, ist ein Weg, den Verlust von Produktionsflächen abzumildern.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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25. Jul 2016

Interdisziplinäre Veranstaltungen in den Naturwissenschaften

Auf dem Papier klingt Interdisziplinarität gut. Im Alltag ist sie jedoch häufig schwer umzusetzen. Diese Erfahrung machen auch viele Nachwuchskräfte in den Naturwissenschaften. Mit dem Programm "Begegnungszone" fördert die Joachim Herz Stiftung Veranstaltungen, die bewusst den Austausch über Fachgrenzen hinweg angehen. Damit können junge Naturwissenschaftler Arbeitsweisen und -methoden benachbarter Disziplinen kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Zum Beispiel bei Konferenzen, Workshops oder Doktorandenschulen. Stichtag für die Anträge ist der 16. Oktober 2016.
Quelle: Joachim Herz Stiftung

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25. Jul 2016

Perseus übersetzt Proteomik-Daten

Software-Plattform Perseus analysiert Rohdaten aus Hochdurchsatzverfahren. Bild und ©: Tyanova, Krause, MPI für Biochemie

Sprechen Sie -omik? Wenn nicht, kann Ihnen Perseus helfen. Forschende am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben die kostenfreie Software-Plattform ‒ www.perseus-framework.org">www.perseus-framework.org für Anwender von Hochdurchsatzverfahren wie der Massenspektrometrie entwickelt, um die biologischen Rohdaten in relevante Ergebnisse zu übersetzen. Wie aktuell im Fachjournal Nature Methods berichtet, lassen sich hier molekulare Signaturen aus Zellen, Geweben und Körperflüssigkeiten auch ohne bioinformatisches Training identifizieren und charakterisieren. Perseus ist auf proteomische Studien ausgerichtet, hat sich aber auch bei anderen molekularen Studien bewährt und wird entsprechend erweitert werden.
Quelle: MPI f. Biochemie

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26. Jul 2016

Online-Spiel zu Superstars der Pflanzenforschung

Das Portal Pflanzenforschung hat sich ein Spiel ausgedacht, bei dem man mit Kenntnissen über Nutzpflanzen gegen den Computer spielt. Die Fragen lauten beispielsweise: Wer hat das größere Genom, welche Pflanze wird häufiger angebaut und zu welcher gibt es mehr Rezepte. Viel Spaß!
Quelle: Pflanzenforschung.de

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26. Jul 2016

Genom Editierung mit CRISPR/Cas erleichtert Annotation nicht-codierender DNA

Nicht-codierende DNA ist keineswegs so wertlos und überflüssig, wie die Bezeichnung „Junk-DNA“ aus den 1970er Jahren suggeriert. Schwierig gestaltet sich jedoch nach wie vor die Annotation, also deren funktionelle Zuordnung. Wie jüngste Beispiele zeigen, ließe sich diese Problem mit Hilfe von CRISPR/Cas lösen, berichtet das Portal Pflanzenforschung über ein im Fachjournal Trends in Genetics erschienenes Paper.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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27. Jul 2016

Soja-Anbauflächen in Brandenburg halbiert: Forschung im Dialog

Rund 40 Interessenten waren zum Soja- und Lupinenfeldtag Brandenburg gekommen. Foto: Moritz Reckling, ZALF

Mit nur noch 693 Hektar hat sich die Anbaufläche von Sojabohnen in Brandenburg in diesem Jahr im Vergleich zu 2014 beinahe halbiert. Die Angaben basieren auf aktuellen Erhebungen des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL). Auf dem vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. sowie der Naturland Öko-Beratungs Gesellschaft mbH veranstalteten Soja- und Lupinenfeldtag Brandenburg trafen sich am 20. Juli 2016 Landwirte mit Vertretern aus der Politik, Forschung und Beratung, um sich über die Anbaupotenziale von Soja und Lupinen sowie zu Lösungsvorschlägen aus der Wissenschaft und Praxis auszutauschen.
Quelle: ZALF

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27. Jul 2016

Temperatur-regulierter Abbau von Proteinen und Phänotyp

Ein Team aus Köln, Halle, Hamburg, und Zürich, hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem man einzelne Eigenschaften (Phänotpyen) vielzelliger Organismen wie Pflanzen und mancher Tierarten nach Bedarf durch die Umgebungstemperatur gezielt umschalten kann. Dadurch lässt sich die Funktion einzelner Gene und der von ihnen kodierten Proteine erforschen. Dazu wird das Protein mit einem Abbausignal versehen, das dessen Abbau erst ab einer bestimmten Temperatur (27°C) induziert. Bei Temperaturen wenige Grad darunter bleibt das Protein stabil und kann seine normale Funktion ausführen. Die im Fachjournal Nature Communications erschienene Arbeit beruht auf einer Zusammenarbeit der Kölner Genetiker mit den Pflanzenwissenschaftlern Dr. Nico Dissmeyer und Professor Dr. Arp Schnittger, die zuerst am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln tätig waren (heute am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle bzw. an der Universität Hamburg). Koordiniert von Dr. Dissmeyer wurde das Temperatur-regulierte Abbausystem zunächst in der Bäckerhefe und in Pflanzen etabliert und dann in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern an der ETH in Zürich auch in der Fruchtfliege Drosophila angewendet.
Quelle: Uni Köln

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28. Jul 2016

Wie eingewanderte Pflanzen ein Ökosystem beeinflussen

Die eingewanderte Akazie Acacia longifolia breitet sich unkontrolliert aus. Foto: Peter Burai, Uni Freiburg

Die in Australien heimische Acacia longifolia ist eine Akazienart aus der Familie der Schmetterlingsblüter, die in Portugal zunächst zur Befestigung von Dünen sowie als Zierpflanze kultiviert wurde und sich jetzt unkontrolliert ausbreitet – was sich auf einheimische Arten unterschiedlich auswirkt. Da sie aufgrund einer Symbiose mit Bakterien an ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft nutzen kann, schnell wächst und viel Biomasse produziert, reichert sie das natürlicherweise nährstoffarme Dünenökosystem mit Stickstoff an und hat damit eine unerwünschte Düngewirkung. Außerdem nutzt sie mehr Wasser als einheimische Arten. Die Ökologinnen Prof. Dr. Christiane Werner und Christine Hellmann sowie der Ökologe Dr. Jens Oldeland stellen im Fachmagazin PLOS ONE einen neuen Ansatz vor, um zu bestimmen, in welchen räumlichen Gebieten die Akazie mit einheimischen Arten interagiert. Dabei hat das Team festgestellt, dass die eingewanderte Art manche einheimischen Pflanzen in der Entwicklung beeinträchtigt, während andere unbeeinflusst bleiben oder sogar besser gedeihen.
Quelle: Uni Freiburg

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28. Jul 2016

Wie sich Tomaten den Teufelszwirn vom Stängel halten

Bei der Buntnessel gelingt dem Teufelszwirn die Infektion. Mit seinen Saugorganen, den Haustorien, entzieht er der Wirtspflanze Nährstoffe, Wasser und Kohlenhydrate. Foto: Ursula Fürst/ZMBP, Uni Tübingen

Wie einige Pflanzenarten durch natürliche Resistenz pflanzliche Parasiten abwehren können, hat ein Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht. Ihre Forschungsobjekte sind Kultursorten der Tomate, bei denen der Parasit Teufelszwirn vergeblich seine Saugorgane zu den Leitgeweben ausstreckt. Die Forschenden entdeckten ein Gen bei der Tomate, das ihr die Erkennung des Teufelszwirns ermöglicht und einen Mechanismus der angeborenen Immunität in Gang setzt. Dieser war bisher nur aus der Abwehr der Pflanze gegen mikrobielle Krankheitserreger, Insekten oder Spinnentiere bekannt. Die Ergebnisse geben neue Hinweise, wie Nutzpflanzen besser gegen pflanzliche Parasiten geschützt werden können. Die Studie publizierte die Arbeitsgruppe von Dr. Markus Albert vom Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) der Universität Tübingen in Kooperation mit Professor Cyril Zipfel und Matthew Smoker vom Sainsbury Laboratory im englischen Norwich in der Fachzeitschrift Science.
Quelle: Uni Tübingen

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28. Jul 2016

Austrocknung und Embolien in Blättern erstmals live beobachtet

Mit einem einfachen Mikroskop und einem Scanner ist es Forschenden gelungen, die Effekte von anhaltender Trockenheit in Blättern in Echtzeit zu beobachten. Trockenstress verursacht gefährliche Luftblasen, die den Wasserstrom in den Blattadern unterbrechen. Der Studie zufolge reißt der Wasserstrom stets zuerst in den größten Gefäßen ab und breitet sich dann auf andere Blattadern aus. Wie anfällig oder tolerant Blätter demgegenüber sind, hängt von der genetisch vorgegebenen Architektur der Blattadernetzwerke ab, berichten die Forschenden. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Ergebnisse vor, die in den Fachjournalen PNAS und Trends in Plant Science berichtet werden.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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01. Aug 2016

Genom: Es kommt nicht auf die Größe an

Drei Strategien der Genomgrößenevolution. Grafik: Ingo Schubert, Katrin Lipfert, IPK

Warum verändern sich Genomgrößen, Chromosomenzahlen sowie die Anzahl der Gene unabhängig voneinander während der Evolution von Lebensformen? Warum unterscheiden sich verschiedene Arten hinsichtlich dieser Merkmale z.T. erheblich, ohne dass das mit Verweis auf die Komplexität der jeweiligen Lebensformen erklärbar wäre? Die Lösung dieses Rätsels lag bisher im Dunkeln. Forschende vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK) stellen im Fachjournal Trends in Plant Science nun eine Erklärung für dieses Phänomen vor. Demnach hängen Genomgröße und Chromosomenzahl mit den jeweils in der Population bevorzugten Reparaturmechanismen für das Beheben von Doppelstrangbrüchen in der DNA zusammen. Das meldet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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02. Aug 2016

Biodiversitätsverlust bedroht Ökosystemfunktionen

Wo der globale Biodiversitätsverlust bereits die kritische Grenze überschritten hat, haben Forschende im Fachjournal Science dargelegt. Zur Berechnung des globalen Biodiversitätsverlustes analysierten sie mehr als 2,38 Millionen Daten über mehr als 39.000 Arten aus über 18.000 Lokalitäten. In einigen Teilen der Welt ist der Verlust bereits so stark, so dass überlebenswichtige Ökosystemfunktionen nicht mehr aufrechterhalten werden können, zitiert das Portal Pflanzenforschung aus der Studie.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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04. Aug 2016

Verhandlungen für bundesweite Lizenzierung der Wissenschaftsverlage angelaufen

„Erstmals nehmen nun die großen deutschen Wissenschaftseinrichtungen Verhandlungen mit einem der bedeutenden Wissenschaftsverlage auf, um fairere Konditionen für den Literaturerwerb zu erreichen“, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, heute in Berlin. Ziel des Projekts DEAL ist der Abschluss bundesweiter Lizenzverträge für das gesamte elektronische Zeitschriftenportfolio der großen Wissenschaftsverlage. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden. Die Verhandlungen mit Elsevier für einen deutschlandweiten Lizenzvertrag sind nun angelaufen. Ziel ist der Abschluss eines Vertrages mit Laufzeit ab dem 1. Januar 2017. Mit den Verlagen Springer Nature und Wiley werden in diesem Jahr erste Sondierungsgespräche geführt.
Quelle: HRK

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04. Aug 2016

Tübingen: Botanischer Garten über weltweite Beziehungen der Pflanzennutzung

Die Ausstellung mit Stationenpfad „Die Frucht der Arbeit – Pflanzennutzung im Spannungsfeld der Globalisierung“ wird von Sonntag, 14. August 2016, an im Botanischen Garten Tübingen gezeigt. Mit Blick auf die Pflanzenvielfalt im Botanischen Garten beleuchtet die Installation das weltumspannende und häufig konfliktbehaftete Beziehungsgefüge moderner Pflanzennutzung. Geschichten aus den Produktionsländern unserer exotischen Alltagspflanzen wie Kaffee, Kakao und Banane verdeutlichen die Verbindungen zwischen unserem Lebensstil und der Lebenssituation vieler Menschen in den Herkunftsländern rund um den Erdball. Die Ausstellung soll den Besucherinnen und Besuchern einen Perspektivwechsel vom Konsumenten zum Produzenten ermöglichen. Die zehn Stationen der Ausstellung stehen direkt vor einzelnen Pflanzen im Gartenareal. Öffnungszeiten und weitere Details auf der Website des Botanischen Gartens in Tübingen.
Quelle: Uni Tübingen

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04. Aug 2016

Kalkalgen: Adressschild für Calcium

Die Kalkalge Pleurochrysis carterae, bildet Kalkschuppen auf ihrer Zelloberfläche. Abbildung: André Scheffel u. Damien Faivre, MPI für molekulare Pflanzenphysiologie

Kalkalgen sind Baumeister der Nanowelt: Nur mit Kalk, Proteinen und Zuckern erschaffen sie präzise geformten Kalkplättchen. Forschende der Potsdamer Max-Planck-Institute für molekulare Pflanzenphysiologie und für Kolloid- und Grenzflächenforschung haben nun einen entscheidenden Mechanismus entdeckt, wie die Kalkalge Pleurochrysis carterae solche filigranen Konstruktionen erzeugt. Bislang hielt man die chemische Struktur der Bodenplatte für ausschlaggebend, damit sich die Kalk-Kristalle nur am Rand der Kalkschuppen bilden. „Wir haben einen biochemischen Mechanismus entdeckt, der bewirkt, dass sich die Kristalle dort bilden, wo sie gebraucht werden“, erklärt André Scheffel. Damit die Kalk-Kristalle an der richtigen Stelle entstehen, kommt es auf die löslichen negativ geladenen Vielfachzucker an. Diese transportieren das positiv geladene Calcium jedoch kein Calciumcarbonat zum Rand der Bodenplatte und lagern sich mit ihm dort in Form kleiner Klümpchen ab. Proteine sind an der Navigation demnach nicht beteiligt, schreiben die Forschenden im Fachjournal Science. Die Erkenntnisse treffen vermutlich auch für Muscheln, Seeigel und Seesterne zu und könnten auch für andere Produkte der Biomineralisation etwa in Knochen oder Zähnen relevant sein.
Quelle: MPG

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09. Aug 2016

Neuer Nukleotid-Zucker-Transporter entdeckt

Forschende haben im Golgi-Apparat von Arabidopsis-Pflanzen einen Nukleotid-Zucker-Transporter entdeckt, der offenbar essentiell für den Aufbau der pflanzlichen Zellwand ist. Nukleotid-Zucker sind die Substrate der pflanzlichen Glykosyl-Transferasen, die Proteine und Lipide mit Zuckerresten bestücken. Das Anheften der Glykosyl-Reste kann die Gestalt von Proteinen oder deren Affinität für Bindungspartner verändern und damit ihre Funktion in der Zelle beeinflussen. Die Forschenden beschreiben den GDP-Fucose Transporter 1 im Fachjournal Nature Communications und das Portal Pflanzenforschung stellt die Studienergebnisse vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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09. Aug 2016

Schweiz: So viele Bucheckern wie selten

An den Zweigen der Buchen hängen 2016 besonders viele Früchte. In jeder befinden sich zwei dreikantige Bucheckern. Foto: Ulrich Wasem (WSL)

Im Schweizer Mittelland biegen sich dieses Jahr die Äste der Buchen vor Samen: 2016 ist ein sogenanntes Mastjahr, berichten Experten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Ein auffälliges Phänomen, dessen Auftreten die WSL im Detail beschreibt, ebenso wie den aktuellen Wissensstand. Denn noch ist manches unklar, etwa weshalb und wie oft es zur Samenmast bei Waldbäumen kommt.
Quelle: WSL

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11. Aug 2016

Nützlicher Appetit von Algen

In der Kläranlage Rotenburg haben die Projektpartner Alugestänge installiert, an denen die Beutel mit den Mikroalgen befestigt sind. Foto: TH Mittelhessen

Im Pilotprojekt „Phosphor-Elimination durch Mikroalgen“ arbeiten hessische Forschende daran, die Einleitung von Nährstoffen in die Fulda zu verringern, die Konzentrationen von Phosphor und Stickstoff im Ablaufwasser der Kläranlage zu senken und die entstehende Biomasse aus Algen für die Biogasgewinnung zu nutzen. Dabei kommt ein Photobioreaktor zum Einsatz, in dem die Mikroalgen unter Einwirkung von Sonnenlicht und Kohlenstoffdioxyd wachsen. Phosphate und Stickstoffe, die noch im Ablauf der Kläranlage enthalten sind, sollen von den Algen aufgenommen und durch Abtrennung der Biomasse daraus entfernt werden. Nach nunmehr rund einem Jahr (Projektstart war im Sommer 2015, die Laufzeit endet im Juni 2017) resümieren die Forschenden, das der Photobioreaktor Alltagstauglichkeit bewiesen hat. Das meldet die Technische Hochschule Mittelhessen, an der das Forschungsteam um Prof. Dr. Ulf Theilen arbeitet.
Quelle: TH Mittelhessen

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11. Aug 2016

Genom-Editierung noch präziser

Japanische Biologen haben eine neue Methode entwickelt, welche dem CRISPR-System zu noch mehr Präzision verhilft. Sie stellen im Fachjournal Science ein Enzym aus dem Immunsystem des Fisches Neunauge vor, das dem Genomeditierungswerkzeug CRISPR/Cas zu noch mehr Präzision verhilft. Das neue System beruht auf einer Kombination eines abgewandelten Cas9-Proteins aus dem Neunauge, das mit einer speziellen Deaminase (activation-induced cytidine deaminase (AID)) einen Einzelstrangbruch durchführt. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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11. Aug 2016

Mauke: Pflanzentumor mit bunter Bakterienmischung

Ein Mauke-Tumor zeigt sich dem Laien erst bei genauerem Hinsehen. Hier Mauke an einem Rebstock. Foto: Hanna Faist, Uni Würzburg

Für die tumorartige Mauke-Krankheit an Weinreben scheint eine Frühdiagnostik derzeit nicht realisierbar zu sein. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Forscherinnen. Ein Grund: Für die Infektion genügen einige wenige der bakteriellen Erreger, und die verteilen sich mit dem Saftstrom in der ganzen Pflanze. Wo also sollte man die Probe für eine Frühdiagnostik entnehmen, deren Ergebnis zu 100 Prozent sicher ausfallen soll? Im Prinzip müsste man dafür die gesamte Pflanze „schlachten“, sagt Dr. Rosalia Deeken vom Biozentrum der Universität Würzburg. Deeken hat Mauke mit der früher ebenfalls in Würzburg tätigen Professorin Ute Hentschel-Humeida untersucht, die inzwischen in Kiel forscht. Ein weiterer Grund: Verschiedene Spielarten der hoch empfindlichen Polymerase-Kettenreaktion (PCR), die sich prinzipiell für den Nachweis der Bakterien eignen würden, scheiden als Nachweismethode aus – dafür sind die Erreger genetisch viel zu unterschiedlich. Ihre Ergebnisse über die Tumore an Weinregen haben die beiden Forscherinnen im Fachjournal Applied and Environmental Microbiology veröffentlicht.
Quelle: Uni Würzburg

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12. Aug 2016

Vervielfachung des Chromosomensatzes kam vor der Domestizierung

Jahrzehntelang haben Forschende untersucht, ob der Domestizierung der Nutzpflanzen einst Phasen mehrerer Polyploidisierungsereignisse vorausgingen oder ob die Pflanzen vor der Vervielfältigung ihrer Chromosomensätze domestiziert wurden. Anhand der Sequenzdaten von über 3.000 Wild- und Nutzpflanzen steht die Antwort nun vorläufig fest. Bei ihrer Suche stießen die Forschenden darüber hinaus auf das Grundmuster bezüglich des Auftretens von Polyploidie, berichtet das Portal Pflanzenforschung über zwei im Fachjournal Nature Plants erschienene Studien.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Aug 2016

Neue Wissenschaftszeitschrift Science Matters

Lawrence Rajendran von der Uni Zürich will die Publikation wissenschaftlicher Studien revolutionieren, berichtet der schweizerische Tagesanzeiger. Dazu hat er die Internetplattform "Science Matters" gegründet und hofft zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Er möchte den großen Wissenschaftsverlagen den Kampf ansagen und den Wissenschaftlern, die neue Ergebnisse haben eine Plattform bieten, auch wenn das Thema (noch) nicht rundum ausgeforscht ist und daher nicht in den Fachjournals Nature oder Science veröffentlicht werden kann. Außerdem brauche die Wissenschaft Platz für langweilige und negative Resultate. Offiziell läuft die Plattform bereits seit Februar und bietet Open Access. Die Artikel aus der Biologie, Chemie und Medizin durchlaufen einen Peer Review-Prozess.
Quelle: Tagesanzeiger.ch

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15. Aug 2016

Ökosystemfunktionen in Ölpalmplantagen reduziert

Welche Folgen die Umwandlung von Tieflandregenwald in Ölpalmplantagen haben, untersuchten Forschende erstmals vollständig und multidisziplinär. Foto: Claudia Dislich, Uni Göttingen

Erstmals hat ein Forscherteam eine vollständige und multidisziplinäre Bewertung aller Ökosystemfunktionen in Ölpalmplantagen im Vergleich zu Tieflandregenwäldern vorgenommen. Dabei fanden die Forschenden heraus, dass in Ölpalmplantagen 11 von 14 Ökosystemfunktionen rückläufig sind. Einige davon mit irreversiblen globalen Folgen. Das berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Göttingen, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig sowie der indonesischen Bogor Agricultural University in der Fachzeitschrift Biological Reviews.
Quelle: Uni Göttingen

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16. Aug 2016

Raps als neuer Omega-3-Fettsäure-Produzent

Forschenden gelang die Züchtung eines Rapses, der die Omega-3-Fettsäuren EPA und DPA produzieren kann. Diese für Menschen essentiellen Stoffe sind nun aus dem neuen Raps zu gewinnen, weil er die hierfür notwendigen genetischen Informationen aus der Meeresalge Schizochytrium hat. Wie die Forschenden den Raps zum Omega-3-Fettsäuren-Produzenten machten, haben sie im Fachjournal Nature Biotechnology geschildert. Das Portal Pflanzenforschung stellt die Studie vor. Demnach genügt ein Esslöffel des Rapsöls, um den Tagesbedarf an EPA und DHA zu decken.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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16. Aug 2016

Forschungsreise zu den Silphie-Pflanzen der Prärie

Lukas Becker (links) und Christian Wever bereiten sich im Silphie-Versuchsfeld des Botanischen Gartens der Uni Düsseldorf auf ihre Forschungsreise in die USA vor. Foto: Christian Wever, HHU

Zwei Biologen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) starten im September zu einer sechswöchige Forschungsreise quer durch die USA. In der Prärie wollen sie Samen von unterschiedlichen Standorten Silphium perfoliatum L., der „Durchwachsenen Silphie“ sammeln, eine vielversprechende Nutzpflanze der Zukunft. Von der Reise berichtet Christian Wever in seinem Blog www.silphiumsammelreise.blogspot.de">www.silphiumsammelreise.blogspot.de.
Quelle: HHU

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16. Aug 2016

Gezielte Kontrolle der Fruchtreifung mit kurzen Peptiden

Tomatenreifung ohne (oben) und mit Einsatz des Peptids NOP-1, das den Reifungsprozess verzögert. Foto: Georg Groth, HHU

Ein Team um den Biologen Professor Georg Groth vom Institut für Biochemische Pflanzenphysiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat herausgefunden, dass man den durch Ethylen gesteuerten Reifungsprozess mit Hilfe kurzer Peptiden aus acht Aminosäuren auf einfache Weise verzögern kann. Im Fachjournal Scientific Reports veröffentlichte das Team kürzlich, dass dieses 8-Aminosäure-Motiv eigenständig (als Peptid NOP-1) auf Tomaten aufgetragen werden kann und sich dadurch die Fruchtreife verzögert. Damit können Nahrungsressourcen geschont werden, weil weniger Feldfrüchte vor dem Ziel beim Verbraucher durch vorzeitige Reife ungenießbar werden.
Quelle: HHU

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17. Aug 2016

Nachhaltige Nutzung von Forschungsdaten

Die Daten wurden als Bildaufnahmen erhoben und computer-gestützt ausgewertet. Bild: Ingo Mücke, grafische Bearbeitung: Jean Michel Pape (beide: IPK)

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben macht erstmals eine umfängliche Bilddatensammlung zur Erforschung von Pflanzenarchitektur und -wachstum öffentlich verfügbar. Die veröffentlichten Daten wurden im Rahmen sogenannter Phänotypisierungsexperimente in Form von Bildaufnahmen erhoben. Wie das IPK meldet, sei diese Form der Veröffentlichung von Forschungsdaten etwas Neues, denn hier stünde der Wert der sehr umfangreichen Daten selbst im Vordergrund, sowie ihre nachgewiesene Validität und ihre nach anerkannten Standards dokumentierte Form. Auf diese Weise wird eine öffentliche Verfügbarkeit der in der Onlinezeitschrift Scientific Data publizierten Daten für weiterführende Analysen sichergestellt.
Quelle: IPK (pdf)

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17. Aug 2016

58. Phylogenetisches Symposium

"Evolution meets Ecology" ist der Titel des 58. Phylogenetischen Symposiums, das vom 18. – 20. November 2016 an der Universiät Leipzig in der Bibliotheca Albertina stattfinden wird. Die Deadline für die Einreichung von Abstracts (max. 400 Wörter) ist der 15. September 2016.
Details auf der Tagungs-Website

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17. Aug 2016

Blühende Wiesen zum Wohl des Menschen

Wiesen-Salbei (Salvia pratense) im nährstoffarmen Halbtrockenrasen des Untersuchungsgebiete Schorfheide. Foto und © Valentin Klaus, WWU

Je mehr es wimmelt, kreucht und fleucht, desto besser für den Menschen, der von den vielfältigen, kostenlos erbrachten Dienstleistungen der Natur profitiert. Das ist das Ergebnis einer Studie von über 300 Forschenden unter anderem des Instituts für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums. Ein artenreiches Ökosystem erbringt demnach die umfangreichsten Ökosystemdienstleistungen, berichtet das Team heute im Fachjournal Nature. Besonders wichtig sei auch die Vielfalt der beim Menschen eher unbeliebter Insekten und die Vielfalt unscheinbarer Bodenorganismen.
Quelle: Senckenberg