Actualia der DBG
10. Mai 2019 · Actualia

Mitglieder-Versammlung

Am 18. September 2019 lädt Generalsekretärin der DBG, Prof. Dr. Caroline Müller, alle DBG-Mitglieder von 12:30 bis 14.00 Uhr ganz herzlich zur Mitgliederversammlung mit Neuwahl ein. Dafür steht während der diesjährigen Botanikertagung der Audimax, Ulmenstraße 69, der Universität Rostock zur Verfügung. Für ein Lunchpaket sorgt die DBG, sodass die Zeit doppelt genutzt werden kann. Das Einladungsschreiben nennt die Tagesordnungspunkte. Das gesamte Präsidium der DBG sieht der Versammlung mit Freude entgegen.

zur Einladung und Tagesordnung

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23. Apr 2019 · Actualia

Verlängerte Einreichung: DBG-Nachwuchs-Preise

Die Einreichfrist für Nominierungen und Selbstvorschläge für die drei Nachwuchspreise der DBG wurde auf 14. Mai verlängert. Mit den Preisen können Kandidat*innen ausgezeichnet werden, die herausragende Doktorarbeiten oder andere Publikationen in den Pflanzenwissenschaften anfertigten. Mit dem seit 1994 vom Verlag Springer Spektrum gestifteten und mit 2.500 Euro dotierten Strasburger-Preis soll eine hervorragende und originelle Leistung von promovierten Pflanzenforscher*innen ausgezeichnet werden. Für den ebenfalls mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm Pfeffer-Preis der gleichnamigen Stiftung bittet die DBG um Hinweise auf herausragende Dissertationen. Mit dem Horst Wiehe-Förderpreis wird eine hervorragende Publikation oder Dissertation ausgezeichnet. Er ist mit 2.000 Euro dotiert. Vorschlagsberechtigt für den Strasburger- und den Wilhelm-Pfeffer-Preis sind (habilitierte) Mitglieder der DBG. Beim Horst Wiehe-Preis haben auch Außenstehende ein Vorschlagsrecht und Selbstvorschläge sind möglich. Die Preisträger*innen werden eingeladen auf der Botanikertagung im September in Rostock ihre Arbeit einem breiten Fachpublikum vorzustellen.

Übersicht aller drei Preise

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02. Apr 2019 · Actualia · Tagungsbericht

Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung

In der Uni Leipzig kamen die Nachwuchsforscherinnen und –forscher zusammen, um Ihre Ergebnisse untereinander sowie mit den Lehrstuhlinhaber*innen in konstruktiver Atmosphäre zu diskutieren und institutsübergreifende Kontakte zu knüpfen. Foto: Sören Schmechta

Zum 17. Mal brachte die diesjährige Mitteldeutsche Pflanzenphysiologie-Tagung in Leipzig rund 60 Forschende aus Halle, Dresden, Leipzig und Jena zusammen. Während der zweitägigen Veranstaltung am 8. und 9. März präsentierte vorrangig der wissenschaftliche Nachwuchs neueste Erkenntnisse zur Physiologie und Zellbiologie photosynthetisch aktiver ein- wie mehrzelliger Organismen. Außerdem stellte der Pflanzenphysiologe Christian Wilhelm, ab 1. April Professor emeritus der Universität Leipzig, seine aktiven Pläne für den „Ruhestand“ vor, womit er den Anwesenden neue Denkanstöße für die Ausrichtung der Pflanzenforschung mit auf den Weg gab. Über die Tagung berichtet Doktorandin Vivien Hotter der Universität Jena.

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14. Mär 2019 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2019

Die jungen Forscher*innen nutzen die 32. Jahrestagung der Sektion zum intensiven Austausch mit den bereits etablierten Molekularbiolog*innen und zum Vorstellen der eigenen Forschungsergebnisse. Foto: Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie

Mehr als 140 molekulare Pflanzenwissenschaftler*innen kamen vom 18. bis 21. Februar 2019 zur traditionellen Jahrestagung Molecular Plant Biology der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie in Dabringhausen im Bergischen Land zusammen. Organisator Prof. Dr. Stefan Rensing von der Uni Marburg berichtet über die Themenschwerpunkte der von der DBG geförderten Tagung und nennt die ausgezeichneten Preisträger*innen der Poster- wie Vortragspreise.

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13. Feb 2019 · Actualia

DBG würdigt beste Master-Arbeiten

Zum fünften Mal hat die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten verliehen. Die Themen der sechs ausgezeichneten Arbeiten des Jahres 2018 umfassten:

  • Funktionelle Charakterisierung von zwei Flavonolsynthasen und einer Anthocyanidinsynthase aus Musa acuminata
  • Einfluss der Lysin-Deacetylierung auf die Samenkeimungsphysiologie von Arabidopsis thaliana
  • Untersuchungen zum kompetitiven Vorteil eines funktionsfähigen NPQs in Phaeodactylum tricornutum
  • Charakterisierung des Phänotyps von Arabidopsis-antisense-PGPase-Pflanzen nach Expression cyanobakterieller PGPasen
  • Gezieltes „genome editing“ via CRISPR/Cas9 und Charakterisierung von CDPKs in der Stressantwort
  • Post-translationale Modifikation des TRAPPII Tethering-Complex-Proteins in Arabidopsis

Sie gingen dieses Jahr an eine Biologin und fünf Biologen der Universitäten Bielefeld, Münster, Konstanz, Rostock, TU München und FU Berlin. Die Kurzfassungen der Arbeiten und Bilder stehen nun auf der Website zum Abruf bereit. 

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22. Jan 2019 · Actualia · DBG · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

DBG schreibt drei Nachwuchspreise aus

Für ihre begehrten Nachwuchspreise bittet die DBG wieder um Nominierungen geeigneter Kandidat*innen der Pflanzenwissenschaften. Mit dem seit 1994 vom Verlag Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis soll eine hervorragende und originelle Leistung von promovierten Pflanzenforscher*innen ausgezeichnet werden. Für den Wilhelm Pfeffer-Preis der gleichnamigen Stiftung bittet die DBG um Hinweise auf herausragende Dissertationen. Mit dem Horst Wiehe-Förderpreis wird eine hervorragende Publikation oder Dissertation ausgezeichnet. Vorschlagsberechtigt sind (habilitierte) Mitglieder der DBG. Auch Außenstehende haben ein Vorschlagsrecht; Selbstvorschläge sind teils ebenfalls möglich.

Zusammenfassung: Übersicht (pdf)

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22. Jan 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung

Botanikertagung 2019: Registrierung geöffnet

Die Website der Botanikertagung (15. bis 19. September 2019, Rostock) ist realisiert. Wenn Sie sich bis zum 30. Mai anmelden, profitieren Sie von der vergünstigten Early Bird-Registrierung. Für die Tagung stellt die DBG Reise-Stipendien für den wissenschaftlichen Nachwuchs zur Verfügung; die Anmeldungen dafür laufen allerdings bereits zum 15. Mai aus. Abstracts werden bis 30. Mai angenommen, Poster-Abstracts noch bis zum 15. Juli. Die Sessions aus den unterschiedlichsten Disziplinen der Pflanzenwissenschaften sind in der Einladung genannt.

Zur Website der Botanikertagung 2019

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17. Jan 2019 · Actualia · DBG · Nachwuchsförderung

Empfängerinnen der Best-Paper-Preise

Dr. Aleksandra Sapala (links) und Dr. Jutta Baldauf erhalten zu gleichen Teilen den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018. Fotos: privat und Barbara Frommann, Uni Bonn.

Die beiden Pflanzenforscherinnen Dr. Aleksandra Sapala (MPI für Pflanzenzüchtungsforschung Köln, AG Dr. Richard Smith, Prof. Miltos Tsiantis) und Dr. Jutta Baldauf (Uni Bonn, AG Prof. Frank Hochholdinger) werden den Nachwuchs-Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung erhalten. Sapala belegte im Fachmagazin eLife (DOI: 10.7554/eLife.32794) mithilfe von Computersimulationen, warum Pflanzen puzzleförmige Zellen bilden und welche Vorteile diese Form mit sich bringt. Sie zeigte damit auch, dass in der Entwicklung von Pflanzen Physik eine ebenso wichtige Rolle spielt, wie Biochemie und Genetik. Baldauf zeigte mit Kreuzungen von Mais-Inzuchtlinien im Fachmagazin Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2017.12.027), dass in deren ertragreicheren Nachkommen rund 500 Gene mehr aktiv waren als in den Elternpflanzen und hat damit eine Erklärung für den sog. Heterosis-Effekt entdeckt. Sie identifizierte außerdem evolutionsbiologisch junge Gene, die als Marker für zukünftige Züchtungen dienen können. Angesichts der vielen guten Publikationen verleiht die DBG den Best-Paper-Preis der DBG-eigenen Wilhelm-Pfeffer-Stiftung im Jahr 2018 zweimal (s.a. hier) an herausragende Nachwuchsforscher*innen. Die Stiftung hofft, mit den Stiftungserträgen auch in Zukunft je zwei Preisvergaberunden pro Jahr realisieren zu können, um mehr Aufmerksamkeit für die Forschungsleistungen junger Wissenschaftler*innen in der DBG zu erzeugen. Die beiden o.g. Preisträgerinnen werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG während der diesjährigen Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhielten sie bereits.

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05. Dez 2018 · DBG · Botanikertagung · Veranstaltung

Einladung zur Botanikertagung

Faltblatt zur Botanikertagung 2019 zum herunterladen (pdf)

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

die Botanikertagung ist die größte und bekannteste Konferenz auf dem Gebiet der Pflanzenwissenschaften im deutschsprachigen Raum. Sie ist fester Bestandteil in der pflanzenwissenschaftlichen Szene und wird alle zwei Jahre durch die DBG ausgerichtet. Die Rostocker Tagung 2019 bietet ein breites Programm mit dem Ziel die große Diversität der Pflanzenforschungsthemen in unserer wissenschaftlichen Gesellschaft zu präsentieren. Das Motto der Tagung 2019 "Plant life along gradients" verdeutlicht, dass Pflanzen unterschiedlichen externen und internen Gradienten ausgesetzt sind und auf die sie in vielfältiger Weise reagieren um zu überleben. Acht Plenar- und 21 Symposiumssitzungen umspannen ein weites Feld von einzelligen bis mehrzelligen photosynthetisch-aktiven Organismen, von wissenschaftlichen Grundlagen bis zur Anwendung, von molekularbiologisch-biochemischen bis hin zu ökologischen Themen.

Das Rostocker wissenschaftliche Komitee heißt alle Pflanzenwissenschaftler*innen herzlich willkommen!

Das Faltblatt zur Tagung nennt die Themen der Sessions und verweist auf weitere Details für das Treffen zur Pflanzenforschung 2019 in Rostock. Es steht nun zum Download bereit.

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05. Dez 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Pflanzliche Mitochondrien in neuem Licht

Die Teilnehmenden des Mitochondrien-Meetings vor Schloss Mickeln. Foto: Fatiha Atanjaoui

Das diesjährige Treffen des deutschen pflanzlichen Mitochondrien Netzwerkes GPMN (German Plant Mitochondria Network) fand vom 25. bis 26. Oktober 2018 auf Schloss Mickeln in Düsseldorf statt. Die 35 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Professorinnen und Professoren diskutierten zwei Tage mit dem Fokus auf pflanzliche Mitochondrien nicht nur über die neuesten Forschungsergebnisse, sondern auch die zukünftigen Strategien des Netzwerks. Die Organisatorinnen Dr. Jessica Schmitz und PD Dr. Veronica G. Maurino von der Universität Düsseldorf (AG Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen) fassen im Tagungsbericht die Inhalte, wissenschaftlichen Highlights und die ausgezeichneten Beiträge zusammen.

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28. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Retrograde Signale von Mitochondrien und Plastiden

Ein Teil der Teilnehmenden stellte sich zum Gruppenfoto an die Küstenlinie. Foto: Pascal Bodin, CNRS

Über 80 internationale Spezialistinnen und Spezialisten aus 15 Nationen folgten dem Ruf ins französische Roscoff (Bretagne), um dort auf einer Jacques-Monod-Conference über Retrograde Signalling from Endosymbiotic Organelles zu diskutieren. Die führenden Expertinnen und Experten des Gebietes wurden für die aufwändige Anreise mit einem fantastischen Seeblick und einem exzellenten Programm entschädigt. Im Wesentlichen ging es in dieser Tagung darum, zu verstehen wie die genetischen Kompartimente in eukaryotischen Zellen zusammen arbeiten und wie sie miteinander kommunizieren. Fokus der Veranstaltung waren dabei die retrograden Signalwege, die in Organellen wie Plastiden und Mitochondrien entspringen und den Zellkern über Entwicklungs- oder Funktionszustand der jeweiligen Organellen informieren. Im Tagungsbericht schildern die Organisatoren Professor Dr. Thomas Pfannschmidt und Prof. Dr. Matthew J. Terry, welche Forschungsdisziplinen sich dabei erstmals miteinander vernetzten und was der Austausch brachte.

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16. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Tagung der Sektion für Biodiversität und Evolutionsbiologie

Gemeinsame Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie mit der Österreichischen Botanik-Tagung in Klagenfurt. Im Bild: Vortrag von Dr. Helmut Zwander. Foto: Roland K. Eberwein

Insgesamt 134 Forscherinnen und Forscher aus sechs Nationen (Österreich, Deutschland, Italien, Albanien, Serbien, Spanien) waren im September in Klagenfurt am österreichischen Wörthersee zur gemeinsamen Tagung in der pädagogischen Hochschule Kärnten (Viktor Frankl Hochschule) zusammen gekommen, um sich über die jüngsten Forschungsergebnisse auszutauschen. Vom 19. – 22. September 2018 behandelten sie die Vielfalt der botanischen Biodiversitäts- und Evolutionsforschung in 50 Vorträgen und 29 Poster-Präsentationen. Thematisiert wurden sowohl grundlagenwissenschaftliche als auch angewandte Forschungsrichtungen. Veranstaltet wurde die 24. Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie dieses Mal gemeinsam mit der 18. österreichischen Botanik-Tagung. Die stellvertretende Sprecherin der Sektion, Professorin Dr. Alexandra Müllner-Riehl, stellt Themen und Schwerpunkte des wissenschaftlichen Programms vor und berichtet von den Herausforderungen aktueller Forschungsansätze.

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16. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

8. Tagung Arznei- und Gewürzpflanzen-Forschung

Neben zahlreichen Vorträgen zu verschiedensten Themen wie innovativen Anbauverfahren, Produktinnovationen, Züchtung und Pharmakognosie boten die Abendveranstaltungen wie hier im botanischen Garten viele Gelegenheiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Foto: Lüders Moll

„Vielfalt im Dialog mit Mensch und Natur“ – Unter diesem Motto trafen sich vom 10. bis 13. September rund 300 Arzneipflanzenforschende und –interessierte in Bonn. Katharina Luhmer nennt in ihrem Bericht die Themen der Tagung, Workshops und Sessions. Sie macht deutlich, welchen Herausforderungen die Arznei- und Gewürzpflanzenforschung begegnet, welche methodischen Verfahren vorgestellt und welche Poster prämiert wurden.

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13. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Nachwuchsforscher*innen der Sektion Naturstoffe trafen sich auf Burg Warberg

Das Gruppenbild der Teilnehmenden entstand im Innenhof der Burg. Foto: Markus Ehbrecht

Vor allem Nachwuchskräfte waren unter den 50 Teilnehmenden des Workshops der Sektion Pflanzliche Naturstoffe der DBG, die im Oktober auf der niedersächsischen Burg Warberg zusammen gekommen waren. Ute Wittstock und Ludger Beerhues fassen die vielfältigen Themen und Schwerpunkte rund um den Sekundärstoffwechsel zusammen und erklären, welche Maßnahmen es dem Nachwuchs erleichterten, in die wissenschaftliche Diskussion einzusteigen.

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02. Nov 2018 · Actualia

11th International PhD School Plant Development

Der Einladung der Veranstalter zur PhD School Plant Development waren Teilnehmende aus europäischen und außereuropäischen Staaten gefolgt. Foto: PhD School

Mehr als 50 Forschende aus der Pflanzen-Entwicklungsbiologie kamen vom 10. bis 12. Oktober 2018 im Tagungszentrum Benediktushöhe in Retzbach bei Würzburg zum 11. internationalen Nachwuchstreffen zusammen. Das Format der jährlichen PhD School hat sich seit 2008 bewährt: In zehn thematisch organisierten Sitzungen referiert jeweils ein international anerkannter Keynote-Sprecher, gefolgt von zwei Promotionsstudierenden, deren Themen aufgrund der eingereichten Bewerbungen für Kurzvorträge ausgewählt wurden. Außerdem leiten die Studierenden die Sitzungen und moderieren die Diskussionen. Zwei Poster-Sessions gaben zusätzlich Gelegenheit zu wissenschaftlichem Austausch, insbesondere für die Teilnehmenden, die keine Vorträge hielten. Organisator Professor Moritz Nowack vom VIB-UGENT Center for Plant Systems Biology im belgischen Gent berichtet über die von der DBG geförderte International PhD School Plant Development und welche Methode einer der Hauptreferenten mit dem Urknall vergleicht.

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07. Sep 2018 · Actualia · DBG · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

Best-Paper-Preis: Empfänger ausgewählt

Dr. Katja Meyer und Dr. Max Lauterbach erhalten den Best Paper-Preis der DBG. Fotos: Janina Lüders (r) und privat

Die DBG zeichnet die beiden Nachwuchswissenschaftler Dr. Katja Meyer (Uni Bielefeld, AG Prof. D. Staiger) und Dr. Max Lauterbach (Uni Mainz, AG Prof. G. Kadereit, nun Australien) mit dem Nachwuchs-Preis für beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018 aus. Meyer passte die iCLIP-Technik (individual nucleotide resolution crosslinking and immunoprecipitation) an Pflanzen an und zeigte im Fachmagazin Genome Biology (DOI: 10.1186/s13059-017-1332-x), dass das RNA-Bindeprotein AtGRP7 tagesrhythmische mRNAs reguliert. Lauterbach verglich im Journal Frontiers in Plant Science (DOI: 10.3389/fpls.2017.01939) fünf Arten von Chenopodien und identifizierte dabei Gene, die bisher in der C4-Photosynthese unbekannt waren. Die beiden Preisträger werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG im kommenden Jahr während der Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhalten sie bereits jetzt.

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10. Aug 2018 · Actualia · DBG · Politik

Statement der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) zum EuGH Urteil über Genom-Editierung

Viele Mitglieder der DBG sind enttäuscht vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Genom-Editierung bei Pflanzen und der Bewertung ihre Produkte als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen. Viele Kommentare spiegeln die Besorgnis wider, dass diese Entscheidung andauernde und irreparable Nachteile für Forschung und Entwicklung der nötigen ertragreichen und Dürre-, Überschwemmungs- und Nährstoffmangel-toleranten Pflanzengenotypen in Europa nach sich zieht.

Tatsächlich muss die Diskussion darüber beschleunigt werden. Vor allem aber müssen jenseits der Judikative, die den gesetzlichen Rahmen lediglich auslegt und eine der möglichen Interpretationen gewählt hat, die beiden grundsätzlichen Adressaten wieder in den Blick genommen werden: die Öffentlichkeit und die Legislative.

In vielfach ausgewogener Weise wurden die Chancen der Genom-Editierung nach dem Urteil des EuGH in den Medien diskutiert. Dieses Momentum gilt es zu nutzen und auszubauen. Letztendlich müssen vorteilhafte Pflanzen im Feld überzeugen, die mit einer sehr geringen Anzahl an Sequenz-Editierungen die Erträge sichern oder die Nahrungsqualität erhöhen. In Anbetracht des besorgniserregend trockenen und heißen Sommers als Indikator des Klimawandels reift hoffentlich auch in der breiten Öffentlichkeit die Erkenntnis, dass alle sicheren Wege genutzt werden müssen, um unsere Nahrungssicherheit zu realisieren und nachhaltige Anbauweisen zu entwickeln.

Darüber hinaus ist die Legislative anzusprechen, um über gesetzgeberische Maßnahmen eine angemessene Regulierung gegebenenfalls innerhalb des Gentechnikgesetzes zu bewirken, das noch aus dem Jahr 2001 stammt. Der offene Brief von mehr als 60 wissenschaftlichen Institutionen und Forscherpersönlichkeiten an den EU-Kommissionspräsidenten Junker mit Anregungen zur Bewertung neuer Züchtungsmethoden ist eine solche Maßnahme. Die auch von der DBG gezeichneten Vorschläge ermöglichen es dem öffentlichen und privaten Forschungssektor in der EU, im Interesse von Verbrauchern, Züchtern, Landwirten, Wirtschaft und Umwelt, wieder an die Spitze der Innovationen in der Pflanzenzüchtung zu gelangen (siehe: offener Brief, pdf).

Allerdings stellt sich auch die Frage, ob die Namen der Technologien wie „Gentechnik“ und „Genom-Editierung“ vertrauensfördernd sind. Nur Transparenz und Vertrauen zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft wird die Basis schaffen, den optimalen Raum zur Entwicklung und Akzeptanz neuer Kulturpflanzen zu schaffen. Was wir brauchen sind kluge sowie sachgerechte Regulierungen und „geneditiert“ als Qualitätslabel.

09. Aug 2018 · Actualia · Ehrenmitglied

Nachruf: Professor Dr. Dr. Otto Ludwig Lange (1927-2017)

Professor Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Otto Ludwig Lange während der Aufnahmen für den arte/hr Film „Die verletzliche Haut der Erde“, 2010. Foto: Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dr. Heribert Schöller, corvusFilm

Der Inhaber des Lehrstuhls für Botanik an der Universität Würzburg etablierte die seinerzeit neue Forschungsdisziplin der Ökophysiologie, in der er die Fähigkeiten von Algen, Moose und Flechten (Kryptogamen) und Gefäßpflanzen zu ergründen suchte. Lange interessierten vor allem die physiologischen, biophysikalischen und biochemischen Anpassungen der Pflanzen an Ihre Umgebung. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen erhielt das Ehrenmitglied der DBG zahlreiche Auszeichnungen. Sein Schüler und späterer Kollege, Professor Dr. Burkard Büdel, erinnert in seinem Nachruf an Leben und wissenschaftliches Werk, Langes wertschätzendes Wesen, das anderen half wo immer es ging, und seinen hohen Anspruch an die Wissenschaftlichkeit.

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DBG Update
17. Mai 2019 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 42

Wie Kartoffelpflanzen trotz Hitze Knollen liefern können, wessen Mitochondrien auch ohne DNA funktionieren und wo Auxin das Wachstum hemmt steht in unseren Forschungsnachrichten. In der zweiten Rubrik stellen wir das einzige der neuen DFG-Schwerpunktprogramme mit pflanzenwissenschaftlichem Fokus vor, nennen das neu eingerichtete Graduiertenkolleg und berichten, wie Sie sich für die Grundlagenforschung engagieren können.
Alle Mitglieder der DBG sind ganz herzlich zur Botanikertagung und zur dort stattfindenden Mitgliederversammlung im Herbst nach Rostock eingeladen. Die DBG hat die Frist zur Bewerbung für die Reisestipendien zur Teilnahme an der Botanikertagung um eine Woche verlängert. Sie möchte außerdem an die Deadline zum Einreichen von Vortragsthemen und an die bald endende, günstige Early-Bird-Registrierung erinnern.
In der DBG-Rubrik erfahren Sie, welche Autor*innen ab 1. Juli 2019 in unserer Zeitschrift Plant Biology ohne Gebühr Open Access publizieren können.

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10. Mai 2019

VBIO-Rückblick - April

Der Dachverband der biowissenschaftlichen Fachgesellschaften und Bio-Lehrer*innenverband (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V., VBIO) blickt auf seine Aktivitäten des vergangenen Monats zurück. Und kritisiert u.a. den Wegfall der Fächer Biologie und Chemie in der bayerischen gymnasialen Oberstufe. Nachrichten aus der Politik runden die Zusammenstellung ab: mit Informationen über die Patentierbarkeit biologischen Materials, Wissenschaftsfreiheit, Qualitätssicherung in der Wissenschaft sowie Wissenschaftskommunikation.

Link zur April Ausgabe (LogIn)

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22. Mär 2019 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 41

In welcher Pflanze Chloroplasten miteinander konkurrieren, wo zelleigene Redakteure arbeiten und was eine neue molekulare Taschenlampe beleuchtet sind drei der Themen unserer Forschungsnachrichten. Wo PIs sich um 250.000 Euro Projektförderung bewerben oder wo Biodiversitäts-Projekte beantragt werden können, steht in unserer zweiten Forschungsrubrik. 
Die DBG ruft die nahende Deadline in Erinnerung, Nachwuchsforschende für den Strasburger-, Pfeffer- und Horst Wiehe-Preis zu nominieren. Zudem lädt die DBG ein, sich um die Förderung eines eigenen Workshops zu bewerben.
Für die diesjährige Botanikertagung haben inzwischen mehrere Plenarredner*innen zugesagt und eine Leibniz-Preisträgerin wird den öffentlichen Abendvortrag der DBG-eigenen Tagung halten. Junge Teilnehmende, die Mitglied der DBG sind, können Reise-Grants beantragen.

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11. Mär 2019

VBIO-Rückblick - Februar

Der VBIO informiert über seine Stellungnahme zum Plan S, der ab 2020 einen vollständigen und sofortigen offenen Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen verpflichtend einfordert. Damit hat sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) mit den anderen großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften (DVGeo, DMV, DPG und GDCh) gemeinsam zum Open-Acces-Plan-S positioniert. Ein Rückblick auf weitere wissenschaftspolitische Ereignisse sowie auf die Themen, die der Dachverband im Auge behält, runden die Zusammenschau ab.

Link zur Februar Ausgabe (LogIn erforderlich)

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12. Feb 2019

VBIO-Rückblick - Januar

Wie der Dachverband der Biowissenschaften, berichtet, war seine Expertenmeinung bezüglich der Auswirkungen der derzeitigen Rechtsprechung bzgl. Genome Editing von der EU-Kommission gefragt. Ferner berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), welche zwei Organisationen je ein Organismus zur Mikrobe bzw. Alge des Jahres kürte (Spoiler: unsere Sektion Phykologie ist darunter). Informationen zu weiteren News aus der Forschungspolitik vom Januar 2019 runden die Zusammenschau ab.

Link zur Januar Ausgabe (LogIn)

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26. Jan 2019 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 40

Die zwei Gesichter des Kambiums, eine Hypothese, die nach sieben Jahrzenten endlich belegt wurde, eine neue Gruppe von Abwehrstoffen und  ein Nährstoff, der das Trockenstresshormon Abscisinsäure reguliert, sind Themen der Wissenschaftsnachrichten.

Wen wir mit den Best-Paper-Preisen auszeichneten und welche Preise wir zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses neu ausschreiben, steht in der DBG-Rubrik. Ebenso informieren wir über die Öffnung der Registrierung zu unserer Botanikertagung und bieten dazu Reise-Stipendien an.

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10. Jan 2019

VBIO-Aktuell - Dezember

Empfehlenswert ist der Bericht aus dem Landesverband Sachsen, dessen Weiterbildungsveranstaltung „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ sieben Faktoren für „hirngerechtes“ Lehren und Lernen vorstellt. Bereits 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den offenen Brief „Nach dem EuGH-Urteil zu Genome Editing – Die Politik ist am Zug“ von WGG und Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) unterzeichnet. Berichte von dem praxisorientierten Workshop zum Nagoya-Protokoll und der eignen Bundesdelegiertenversammlung inkl. Wahl des neuen Präsidenten Prof. Dr. Gerhard Haszprunar sind ebenfalls Thema. Hinweise auf weitere Nachrichten runden den Rückblick des Bio-Dachverbandes auf Dezember ab, in dem auch die DBG Mitglied ist.

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17. Dez 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 39

Welche Wirkungen der Klimawandel auf Wälder hat, welche Lösungen Forschende gefunden haben, um Pflanzen dagegen zu wappnen und wie auch ein Einzeller weltweite Kreisläufe beeinflusst, sind Themen der Forschungsnachrichten. Welche Forschende weltweit am meisten zitiert werden, wer an einer europäischen Strategie für Pflanzenforschung tüftelt, und wie die in Schwung gekommenen Initiativen zur Änderung der Gesetzgebung bzgl. Genome Editing weitergehen beschreiben wir in der zweiten Rubrik. Ganz herzlich möchten Sie die Tagungspräsidentin, Professorin Birgit Piechulla, und die DBG zur kommenden Botanikertagung im Herbst nach Rostock einladen. Schon in diesem frühen Stadium hat Piechulla eine Vielzahl interessanter Sessions zusammengestellt. Die Vielfalt der pflanzenwissenschaftlichen Disziplinen bilden auch sechs neue Berichte von Tagungen ab, die von der DBG gefördert wurden.
Eine anregende Lektüre, eine entspannte Vorweihnachtszeit, frohe Festtage im Kreise Ihrer Lieben und Freunde und einen guten Start in ein friedvolles und erfolgreiches neues Jahr wünschen das DBG-Präsidium und die Redakteurin

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17. Dez 2018

VBIO-Aktuell - November

Der Offener Brief an die Bundesministerinnen im BMBF, Anja Karliczek, sowie im BMEL, Julia Klöckner, war eine der Aktivitäten des Dachverbandes der Biowissenschaften (VBIO e. V.) im November. Darin fordert er zu einer differenzierten Bewertung, verantwortungsbewusstem Handeln und einem ergebnisorientierten Dialog auf, um das inzwischen veraltete Gentechnikgesetz an die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft anzupassen. VBIO bittet außerdem um Vorschläge für den Ars legendi-Fakultätenpreis für herausragende Lehre. Bis zum 15. Januar 2019 haben dafür Dekane, Studiendekane, Fachschaften sowie die lokalen Vertretungen und Juniorenorganisationen der Fachgesellschaften Gelegenheit. Ein kleiner Nachrichtenüberblick und weitere Aktivtäten runden den Rückblick ab.

Link zur November-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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13. Nov 2018

VBIO-Aktuell - Oktober

Der Monatsrückblick des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) enthält diesmal eine Einladung zum Workshop „Nagoya-Protokoll - Herausforderungen und Perspektiven“, den VBU, DECHEMA und VBIO am 3. Dezember 2018 in Frankfurt am Main veranstalten. Der VBIO weist auf die frisch erschienenen „Perspektiven“ hin, sein Buch, in dem 77 Autorinnen und Autoren Auskunft über ihre Karriere nach dem Studium / der Promotion geben. Und der Verband erinnert an die Ausschreibung des Ars legendi-Fakultätenpreises, der noch bis zum 15. Januar 2019 läuft. Aktuelles von A bis Z aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen runden die Oktober-Actualia ab.

Link zur Oktober-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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12. Okt 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 38

Eine neu Tomate voller guter Eigenschaften, zwei neue Mess-Methoden und vier frisch geförderte Forschungsverbünde sind Themen in den Forschungsnachrichten. Außerdem: wo es Förderung für ÖkologInnen gibt.
Die DBG reagiert auf das Urteil des EuGH zur Regulierung Genom-editierter Pflanzen, hat Nachwuchskräfte ausgezeichnet und bittet um Vorschläge für die nächste Preisverleihung, um die Pflanzenforschung an den Universitäten zu stärken. Die größte Sektion der DBG lädt zu ihrer Jahrestagung.

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06. Jul 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 37

Ein neu entdeckter, sich immer wieder selbst justierender Regulationsweg, könnte in vielen Pflanzen und Organen eine Rolle spielen. Die als vorteilhaft erachteten Symbiosen können auch wieder verschwinden. Und was Bäumen verhilft so alt zu werden, sind Themen in den Forschungsnachrichten.

Politisch engagieren sich viele WissenschatlerInnen und das Präsidium der DBG an mehreren Fronten: NobelpreisträgerInnen setzen sich für Grüne Gentechnik ein, weil das EuGH demnächst darüber entscheiden wird, ob CRISPR-Pflanzen ohne Fremd-DNA als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen sind oder nicht. Gleichzeitig kämpfen Molekularbiologen um den international freien Zugang zu DNA-Sequenzen, über den diese Woche verhandelt wird.

Zum 37. Newsletter (Log-In)

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12. Dez 2017 · Actualia · DBG · Outreach

„Wissenschaft lebt von Netzwerken“

Prof. Dr. Karl-Josef Dietz. Foto: Kim-Christ

Die Wissenschaft wird derzeit von Kritikern herausgefordert. Gleichzeitig sollen die Pflanzenwissenschaften Lösungen für drängende Probleme der Menschheit finden. Anlässlich seiner Wiederwahl im September beschreibt der Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), Professor Karl-Josef Dietz von der Uni Bielefeld, welche Herausforderungen es zu bewältigen gilt, was die DBG dazu beitragen kann und wie er einst selbst zum Pflanzenforscher wurde. Und er schildert warum die DBG sich – anders als früher – auch außerhalb der Wissenschaft für die Forschung einsetzt.

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Wochen-Chronik
20. Mai 2019 · News · Veranstaltung

Zum Chimborazo, der Wiege der Pflanzen-Biogeographie

In der vierten Kosmos-Lesung der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin folgt am 23. Mai 2019 die Makroökologin Dr. Naia Morueta-Holme, University of Copenhagen, den Fußstapfen Humboldts auf dem Chimborazo unter dem Titel: A journey to Chimborazo, cradle of plant geography. Sie erforscht seine richtungsweisenden Einsichten in die Muster der Natur, die Höhenstufen am Chimborazo, seine Bedeutung für die Pflanzengeographie und die Relevanz seiner holistischen Vorgehensweise für die Lösung heutiger Herausforderungen im Bereich der Biodiversitätsforschung. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, Anmeldung ist notwendig.

Quelle: HU Berlin

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17. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Trocken- und Regernwälder regenerieren unterschiedlich

Die vom Menschen dominierte Landschaft im Zentrum Panamas zeigt das Fortschreiten der Regeneration von Wäldern auf Rinderweiden (Vordergrund) zu älteren Sekundärwäldern (Hintergrund). Foto: Dylan Craven

Die Wälder in den Tropen werden in alarmierender Geschwindigkeit abgeholzt, um Platz für Landwirtschaft und Weideland zu schaffen. Die gute Nachricht ist, dass sie auf natürliche Weise nachwachsen können, wenn die Felder verlassen werden. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Uni Göttingen hat herausgefunden, dass verschiedene Regenwaldtypen sich auf unterschiedliche Art regenerieren. Dies hat Folgen für die Wiederherstellung der Wälder, die Artenvielfalt und die Ökologie. Dazu hatten 85 Forscherinnen und Forscher aus 16 Ländern Originaldaten von 50 Standorten, 1400 Parzellen und mehr als 16000 Bäumen in tropischen Wäldern in ganz Lateinamerika gesammelt. Ihre Ergebnisse publizierte das internationale Team im Fachjournal Nature Ecology and Evolution (DOI: http://dx.doi.org/10.1038/s41559-019-0882-6).

Quelle: Uni Göttingen

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17. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Neues Petersilien-Virus identifiziert

Infizierte Petersilienpflanze. Foto: DSMZ

Forschende haben ein neues Pflanzenvirus beschrieben: Es wurde aus Petersilienpflanzen in einem Garten in Weddel, einem Ortsteil von Cremlingen, in der Nähe der niedersächsischen Großstadt Braunschweig isoliert. Die infizierte Petersilie zeigte Zwergwuchs im Vergleich zu gesunden Pflanzen, was bei einer Verbreitung des Virus zu wirtschaftlichen Einbußen durch Ernteverlust führen könnte. Mithilfe der Next-Generation-Sequenzierung am Leibniz-Institut Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) konnten die Forschenden den neu identifizierten Virus als Nanovirus klassifizieren. Dessen Genomsequenz zeigt, dass es ein neues Mitglied der Familie der Nanoviridae ist. Das sind multipartite Einzelstrang-DNA Viren, die sonst nur Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Bohnen, Erbsen oder Linsen befallen. Der Wirtskreis der Nanoviren hat sich also erweitert, so Pflanzenvirenforscher Björn Krenz. Das Virus trägt den Namen „parsley severe stunt-associated virus“ (PSSaV) und wurde mittlerweile auch schon in anderen Teilen Deutschlands gefunden. Die Publikation erschien im Fachjournal Archives of Virology (https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00705-019-04280-3).

Quelle: DSMZ

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17. Mai 2019 · News · Politik

FDP und Grüne zum Gentechnikrecht und Freisetzungsrichtlinie

Wie der Biologen-Dachverband VBIO zusammenfasst, hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag einen Antrag vorgelegt, der die Bundesregierung unter anderem dazu auffordert, auf europäischer Ebene für eine grundsätzliche Überarbeitung des EU-Gentechnikrechts einzutreten und das deutsche Gentechnikrecht entsprechend anzupassen. Ein  Antrag von Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass sich die Bundesregierung in der EU für die Stärkung des Vorsorgeprinzips einsetzt, indem auch neue gentechnische Methoden unter dem Rechtsrahmen der Freisetzungsrichtlinie verbleiben.

mehr beim VBIO

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16. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Pflanzliche Stammzellen halten die Luft an

Ein Baum kann die Erdatmosphäre mittels der Photosynthese mit über 120 Kilogramm Sauerstoff jährlich anreichern. Allerdings benötigen Pflanzen auch selber Sauerstoff für ihre Energieversorgung. Pflanzenorgane wie Wurzeln oder verholzte Sprosse, die keine Photosynthese betreiben, sind darum anfällig für ungenügende Sauerstoffversorgung, die zu eingeschränkter Produktivität oder gar Ernteausfällen führen kann. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule Aachen (RWTH), der Scuola Superiore Sant'Anna in Pisa, der Universität Kopenhagen sowie der Universität Heidelberg haben jetzt im Fachjournal Nature (DOI: https://doi.org/10.1038/s41586-019-1203-6) nachgewiesen, dass niedrige Sauerstoffkonzentrationen nicht ausschließlich eine Belastung für Pflanzen sind, sondern zu den Schlüsselbedingungen für die Regulation des Wachstums zählen. Die verminderte Sauerstoffverfügbarkeit trägt also zur Pflanzenentwicklung bei.

Quelle: RWTH

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16. Mai 2019 · News · Politik

Artenvielfalt auf der Agenda

Vom BMBF-Forum für Nachhaltigkeit, dessen 15. Ausgabe vom 13. bis 14. Mai in Berlin stattfand, berichtet das Portal Bioökonomie. Dieses Jahr im Fokus: Digitalisierung und Biodiversitätsforschung. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eröffnete das Forum mit einem Vereis auf den vor Kurzem veröffentlichten IPBES-Bericht zum Artensterben: „Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates ist ein klares Signal: Wir müssen neu denken, um die Artenvielfalt zu schützen. Wir brauchen Lösungswege, die eine praktische Umsetzung ermöglichen“, sagte Karliczek. Sie stellte die neue Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt vor, für die in den kommenden fünf Jahren 200 Mio. Euro bereitgestellt werden.

Quelle: Bioökonomie

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16. Mai 2019 · News · Projekt

Deutsch-französische Initiative zu pestizidarmer Landwirtschaft

Ist eine Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel möglich? Um diese Frage zu beantworten, gehen deutsche und französische Forscherinnen und Forscher jetzt gemeinsam voran: Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. hat mit dem französischen Nationalen Institut für Agrarwissenschaften (INRA) sowie dem Julius Kühn-Institut (JKI) eine in dieser Form einzigartige europaweite Forschungsinitiative ins Leben gerufen. Das erklärte Ziel: den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln bis 2050 auf ein Minimum zu reduzieren.

Quelle: ZALF

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15. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Wälder tragen weniger zum Klimaschutz bei als vermutet

Dieser Stumpf im Russischen Altai Gebirge ist der Überrest einer Lärche, die bereits im ersten Jahrtausend nach Christus wuchs. Foto: U. Büntgen, WSL

Wenn das Erdklima wärmer wird, wachsen zwar die Bäume schneller. Aber die Zeitspanne, in der sie Kohlenstoff speichern, die so genannte Kohlenstoff-Verweilzeit, wird sich verringern. Das zeigen Forschende mit Beteiligung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in einer im Fachjournal Nature Communications (DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-019-10174-4) veröffentlichten Studie. Das könnte ein Dämpfer für den Klimaschutz sein: Mit zunehmenden Temperaturen wachsen Bäume zwar schneller, sie sterben aber auch jünger. Dabei wird der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff wieder in den Kohlenstoffkreislauf – und letztlich in die Atmosphäre – zurückgeführt. "Wenn sich der Planet erwärmt, wachsen die Pflanzen schneller. Das legt den Schluss nahe, dass man mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernen könnte, indem man mehr Bäume pflanzt", sagt Erstautor Professor Ulf Büntgen von der University of Cambridge und der WSL. Tatsächlich setzen zahlreiche Klimaschutz-Programme wie beispielsweise die Bonn Challenge darauf, dass durch Aufforstung Klimagase aus der Atmosphäre gebunden werden und der Klimawandel gebremst wird. "Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte wurde bisher kaum berücksichtigt: dass schnell wachsende Bäume Kohlenstoff über kürzere Zeiträume speichern."

Quelle: WSL

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14. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Lebensmittel produzieren und Artenvielfalt erhalten

Eine strukturreiche Agrarlandschaft wie hier in Rumänien kann die Artenvielfalt fördern. Foto: Laura Sutcliffe

In Naturschutz und Landwirtschaft gibt es zwei gegensätzliche Konzepte, wie eine hohe Artenvielfalt und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu verbinden sei: Naturschutz soll in Produktionslandschaften integriert oder in Form von reinen Schutzgebieten segregiert werden, um auf den Produktionsflächen maximale Erträge zu ermöglichen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen plädieren für integrative Lösungsansätze, die Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion in nachhaltig bewirtschafteten Agrarlandschaften vereinbaren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift People and Nature (DOI: https://doi.org/10.1002/pan3.21) erschienen.

Quelle: Uni Göttingen

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14. Mai 2019 · News · Ausbildung · Förderung

Neues GRK: Angewandte Evolutionsforschung

Vergangenen Freitag fiel die Entscheidung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Unterstützung des neuen Graduiertenkollegs (GRK) Translational Evolutionary Research (TransEvo), also „Angewandte Evolutionsforschung“. Dieser erforscht, wie sehr menschengemachte Faktoren in evolutionäre Prozesse eingreifen, etwa der Einsatz von Antibiotika in der Medizin, von Pestiziden in der Landwirtschaft oder die Störung der Ökosysteme der Erde. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) werden die beiden Sprecher, der Zoologe Prof. Hinrich Schulenburg und die Pflanzenforscherin Prof. Eva H. Stukenbrock dabei neue Wege gehen: Die individuellen Forschungsprojekte sind so geplant, dass die Doktorandinnen und Doktoranden in explizit interdisziplinären Forschungstandems arbeiten. Das bedeutet, dass sie sich in jeweils zwei Teilprojekten mit thematisch verwandten und gleichzeitig in der Anwendung komplementären Forschungsansätze beschäftigen.

Quelle: CAU

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14. Mai 2019 · News

Neue Vertreter*innen der Pflanzenforschung in der Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ernannt. Unter den 14 Neuberufenen Expert*innen sind vier in den Pflanzen- und Agrarwissenschaften Forschende genannt:

  • Claudia Köhler, Swedish University of Agricultural Sciences, Uppsala Biocenter, Uppsala, Schweden, Expertin für Epigenetik, Artbildung
  • Matin Qaim, Georg-August-Universität Göttingen, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Göttingen, Experte für Welternährung, nachhaltige Landwirtschaft, Landnutzungswandel, Ernährungsökonomie, Armut, ländliche Entwicklung
  • Chris-Carolin Schön, Technische Universität München, Lehrstuhl Pflanzenzüchtung, Freising-Weihenstephan, Expertin für Agrarwissenschaften, Pflanzengenetik, resistente Nutzpflanzen, Genanalysen von Getreide, genetische Vielfalt, C4-Photosynthese
  • Johannes Lehmann, Cornell University, School of Integrative Plant Science, Section of Soil and Crop Sciences, Ithaca, USA, Experte für Biogeochemie, Nährstoffzyklen, nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Landnutzung

Quelle: Leoplodina

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09. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis · Politik

Pflanzensterben "betrifft uns alle"

Die Heilpflanze Arnika montana ist in Norddeutschland bereits fast ausgestorben. Foto: V. Duwe, BGBM

Die öffentliche Diskussion zum Artensterben greife zu kurz, sagt Prof. Dr. Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin (BGBM). Im Statement seiner Einrichtung fordert er eine weiterreichende Diskussion zum Artensterben. Er ist alarmiert, weil es auch den früher häufigen Pflanzenarten massiv an den Kragen gehe. „Das große Pflanzensterben betrifft uns alle. Denn ohne pflanzliche Vielfalt gibt es kein Überleben!“, unterstreicht Borsch die Bedeutung von Pflanzen als Grundlage der Natur.

ganzes Interview bei BGBM

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09. Mai 2019 · News · Anwendung

Datenbasierte Entscheidungshilfe zur Wiederaufforstung von Tropenwäldern

2008 begannen die Baumpflanzungen auf der Finca San Rafael. Bereits acht Jahre später, im Jahr 2016, zeigt das geschlossene Kronendach die gelungene Wiederaufforstung. Foto: Stiftung FuturoVerde

Im tropischen Mittelamerika lassen große Investmentfirmen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Monokulturen mit nichtheimischen Baumarten wie Teak entstehen, die möglichst schnell wachsen, großflächig durch Kahlschläge abgeholzt und flott vermarktet werden: Mit ökologischen Folgen wie Bodenerosion, Verlust der Artenvielfalt, Schadstoffeintrag durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Eine Alternative stellen Mischwälder mit heimischen Baumarten dar, die umweltschonender bewirtschaftet werden können. Damit ein Umdenken erfolgt und ansässige Landbesitzer überzeugt werden können, dass sich das Aufforsten nachhaltiger tropischer Mischwälder langfristig auch finanziell auszahlt, will die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zusammen mit der Firma PuroVerde in Costa Rica ein datenbasiertes Entscheidungshilfesystem entwickeln. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das neue Projekt fachlich und finanziell mit rund 400.000 Euro.

Quelle: DBU

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09. Mai 2019 · News · Projekt

Gelbe Lupine soll Ackerfläche zurückerobern

Eine anfällige (links) und eine resistente Lupine zehn Tage nach Inokulation mit Colletotrichum lupini. Foto: Brigitte Ruge-Wehling, JKI

Doch Anfang der 1990er Jahre kam der Anbau Gelber Lupinen (Lupinus luteus) nahezu zum Erliegen. Schuld daran ist eine Pilzkrankheit, die Anthraknose, die zu massiven Ernteausfällen führte. Der Anthraknose-Erreger infiziert auch das Saatgut. Die Züchtungsforscher des JKI im mecklenburgischen Groß Lüsewitz und ihre Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt, die Gelbe Lupine züchterisch so zu verbessern, dass sie für Landwirte wieder attraktiv wird. Vor allem ökologisch wirtschaftenden Landwirten könnte dies zu Gute kommen, da diese kein Import-Soja an ihre Tiere verfüttern dürfen und auf alternative Eiweißquellen angewiesen sind. Dabei zielen die Forscher nicht nur auf Anthraknoseresistenz, sondern auch auf eine Steigerung des Ertrags, der bisher bei der Gelben Lupine geringer ist als bei den anderen Lupinen-Arten. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert das im April gestartete Projekt „InnoLuteus“ mit rund einer Million Euro, das von Dr. Brigitte Ruge-Wehling vom Julius Kühn-Institut (JKI) geleitet wird.

Quelle: JKI

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08. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen in Stress-Situationen kommunizieren

Der Import eines grün fluoreszierenden Proteins in die Chloroplasten unter Stressbedingungen erfolgt normal in Wildtyppflanzen (links), während er in Abwesenheit des GUN1-Proteins gestört ist. Das nicht importierte Protein sammelt sich daher außerhalb der Chloroplasten im Zytoplasma der Zellen an (rechts). Grafiken und ©: Guo-Zhang Wu, MPIMP

Forschende haben die innerzelluläre Kommunikation beim Import kernkodierter Proteine in die Chloroplasten untersucht. Wie das Team um Prof. Ralph Bock am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm, Wissenschaftlern der Oxford University sowie Dr. Andreas Richter und Prof. Bernhard Grimm von der Humboldt-Universität zu Berlin in einem Artikel im Fachmagazin Nature Plants (DOI: https://doi.org/10.1038/s41477-019-0415-y) darlegen, dass das GUN1-Protein in den Plastiden als eine zentrale Komponente für den Import zellkernkodierter Proteine in die Chloroplasten agiert, wenn die Entwicklung der Pflanze durch Stress gestört wird. Dazu haben sie Mutanten der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) eingesetzt, denen das GUN1-Protein fehlt. Sie konnten beobachten, dass in den Mutanten nicht genügend Proteine in die Chloroplasten transportiert wurden. Zusätzlich schalteten die Mutanten Gene für Stressproteine der Familie der Hitzeschock-Proteine HSP70 und HSP90 an, um zu verhindern, dass die nicht importierten Proteine Schäden in der Zelle anrichten. Die gemeinsamen Arbeiten zeigen, dass das GUN1-Protein für die innerzelluläre Kommunikation und den optimalen Import von Proteinen in die Chloroplasten insbesondere unter Stressbedingungen von großer Bedeutung ist. Die Erkenntnisse eröffnen auch neue Möglichkeiten, die Anpassung von Nutzpflanzen an ungünstige Umweltbedingungen zu verbessern.

Quelle: MPIMP

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08. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

CRISPR/Cas macht Pflanzenviren resistent

Mit der Genschere CRISPR/Cas lassen sich gefährliche Pflanzenviren zerschneiden und unschädlich machen. Es gibt daher Überlegungen, dieses Potenzial für den Pflanzenschutz zu nutzen. Wie das Portal Pflanzenforschung aufzeigt, gibt es inzwischen eine Studie im Fachmagazin Genome Biology (DOI: https://dx.doi.org/10.1186/s13059-019-1678-3) nach der dabei auch resistente Viren entstehen können.

Quelle: Pflanzenforschung

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08. Mai 2019 · News · Forschungsergebnis

Abstammung und genetische Vielfalt des Brotweizens

Urkorn- und Kulturkorn im Vergleich. Die beiden Weizenmuster stammen aus dem Herbarium der bundeszentralen Ex-situ-Genbank am IPK. Foto: Julie Himpe, IPK

Schon seit der Landwirtschaftlichen Revolution vor rund 12.000 Jahren züchten Menschen selektiv Pflanzen mit vorteilhaften Eigenschaften, wie etwa mit einer hohen Kornzahl oder mit einer Resistenz gegenüber Krankheiten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Brotweizen Triticum aestivum zu einer der wichtigsten Feldfrüchte der Welt. Forschende katalogisierten nun in einer internationalen Studie die genetische Diversität von 487 Weizen-Genotypen aus verschiedenen Teilen der Welt und stellten diese in Zusammenhang mit agronomischen Eigenschaften. Die Kartierung dieses reichen Pools an genetischer Diversität in Brotweizen unterstreicht die aktuelle Theorie zur Abstammung des Weizens und eröffnet neue Wege in der modernen selektiven Weizenzucht. Die Studie, an der auch Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben beteiligt waren, erschien bereits am 1. Mai im Fachmagazin Nature Genetics (DOI: doi.org/10.1038/s41588-019-0393-z) und wurde heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle: IPK (pdf)

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08. Mai 2019 · News · Veranstaltung

Pflanzensammler: Von Alexander von Humboldt entdeckte Zierpflanzen

Die Expedition Alexander von Humboldts und Aimé Bonplands nach Süd- und Zentralamerika in den Jahren 1799 bis 1804 gilt seit langem als eine der bedeutendsten Forschungsreisen nach Amerika. Humboldt beschrieb dort als Erster die Symptome der Höhenkrankheit, erforschte Vulkane, nahm astrologische Beobachtungen vor, entdeckte die kalte Meeresströmung an der Westküste Südamerikas und untersuchte die Düngeeigenschaften des sich an der Küste Limas auftürmenden Vogelkots (Guano). Weniger bekannt ist, dass Alexander von Humboldt auch große Mengen Pflanzen nach Europa brachte. Einige davon gehören heute zu beliebten Zierpflanzen, wie Dahlie, die Zinnie und die Angelonie, aber auch weit verbreitete „Unkräuter“. Die Ausstellung „Pflanzensammler – Die Entdeckung von Zierpflanzen durch Alexander von Humboldt“ zeigt aus Anlass des 250. Geburtstags Humboldts vom 15. bis 23. Mai 2019 im Lichthof der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) einige der von dem Forscher und Entdecker eingeführten Pflanzen und stellt ihre Ursprungsländer sowie deren Weiterentwicklung durch Züchtungsmethoden und Kulturverfahren vor. Die Ausstellung wird gemeinsam von dem Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften und dem Team #WIRSINDHUMBOLDT veranstaltet.

Quelle: Humboldt-Uni

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08. Mai 2019 · News · Veranstaltung

DECHEMA-Tag zum Genome-Editing in der Pflanzenzüchtung

Haben Sie sich auch schon gefragt, wie sich verschiedene Methoden des Genome Editing voneinander unterscheiden und was sich hinter „CRISPR-cas“ verbirgt? Dieses sperrige Akronym steht für einen Paradigmenwechsel bei der Veränderung von Erbgut. Punktgenaue Eingriffe in das Genom erlauben die Behandlung von Erbkrankheiten und neue Möglichkeiten der Pflanzenzüchtung. Doch ob und wie die gezielte Mutation von Erbgut auch in Europa Anwendung finden wird, hängt stark von politischen Entscheidungen ab. Der DECHEMA-Tag der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA) am 23. Mai in Frankfurt bietet die Gelegenheit sich darüber zu informieren und mit Experten zu diskutieren.  

Quelle: DECHEMA

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08. Mai 2019 · News · In den Medien

Wie aus Algen klimaneutrale Baumaterialien enstehen

Der Deutschlandfunk stellt ein Münchner Forschungsprojekt vor, in dem mithilfe von Salzwasseralgen Treibhausgas aus der Atmosphäre entzogen und dauerhaft gebunden wird. Daraus entstehen Öl und Carbonfasern. Mit diesem neuen Ansatz hat es ein Professor in den Bericht des Weltklimarats geschafft.

Quelle: Deutschlandfunk

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08. Mai 2019 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscher erhält 1,5 Millionen Euro

Beim Fangen und Verdauen ihrer Beute zählt die Venusfliegenfalle immer wieder elektrische Signale (AP, Aktionspotentiale). Grafik: Sönke Scherzer, JMU

Rainer Hedrich von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) erhält rund 1,5 Millionen Euro aus dem Koselleck-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Damit will der Biologe den mathematischen Fähigkeiten der fleischfressenden Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), die - wie er mit seinem Team herausfand - bis fünf zählen kann, auf den Grund gehen. Außerdem will er herausfinden, wie und wann Pflanzen in der Evolution das Zählen gelernt haben.

Quelle: JMU

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News

Rückblick auf KW 18

Zwei Margeriten-Gattungen auf unterschiedlichen evolutionären Wegen

Photosynthese und Chlorophyll wirken enger zusammen als bekannt

Was das Erbgut des Weizens über Kriege verrät

Stammzellen-Programm zur Wundheilung reaktiviert

Schleichender Verlust von Pflanzen-Wissen bedroht indigene Gemeinschaften

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 17

Algen-Mitochondrien ohne DNA

Forschende fordern Umdenken bei Renaturierungen

Wie Licht Gehirnaktivitäten anstoßen kann

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 16

Vielfalt kann ökologische und ökonomische Vorteile bringen

Forschung an „Wieder-Auferstehungs-Pflanzen“

Dachverband VBIO veröffentlicht Jahresbericht

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 15

Wie Pflanzen sich zur Wehr setzen

Zusammenspiel von Nütz- und Schädling beeinflusst die Pflanzenevolution

Meta-Analyse: Ertragssteigerung vs. Biodiversitätsverlust

Biotech-Trick für Ersatz von Stärke

Pflanzen-Vielfalt erhöht Insekten-Vielfalt

Erbgut des Pasta-Weizens kartiert

Kaninchen gefährden Pflanzenvielfalt auf Teneriffa

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 14

Pflanzenhormon Auxin kann das Wachstum auch hemmen

Wie sich Pflanzen vor Erregern schützen

Herkunft des Safran-Krokus ins griechische Attika zurückverfolgt

Ars legendi-Fakultätenpreis für Pflanzenphysiologen 

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 13

„Neue Züchtungs-Technologien können Welternährung verbessern“

"Big Data" für die Artenvielfalt

Niedrige Mutationsrate der Vielwurzeligen Teichlinse

Reis: Phosphor-Stickstoff-Balance entscheidet über Ertrag

Welche Tiere die fleischfressende Wasserfalle erbeutet

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 12

Wie verletzte Pflanzenzellen ihre Nachbarn warnen

Optischer Sensor könnte Pflanzenzüchtung beschleunigen

Japan will gen-editierte Lebensmittel freigeben

Pflanzen-Wirkstoff bremst aggressiven Augenkrebs 

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 11

Chloroplasten veranstalten ein evolutionäres Wettrüsten

Genetische Herkunft der Safran-Pflanze geklärt

Artenvielfalt über- und unterirdisch nicht immer gleich 

Meta-Analyse: Ertragsstabilität biologischer vs. konventioneller Landwirtschaft

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 10

Wildbienen verhungern im Spätsommer im ländlichen Raum

Neue molekulare Visualisierungs-Methode basiert auf CRISPR/Cas9

Baumdiversität in Wäldern stabilisiert Interaktionen zwischen Arten

Biodiversitätskrise: Nur technischer Fortschritt in der Landwirtschaft reicht nicht

Alle Nachrichten dieser Woche

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Stellenangebote
16. Mai 2019 · Offene Stellen

PhD position

The role of glutathione peroxidase-like proteins in drought stress-related signalling in Arabidopsis and barley

University of Bonn, Faculty of Agriculture, Chemical Signalling Group, Bonn, Germany

Deadline: 30 June 2019

Details (pdf)

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14. Mai 2019 · Offene Stellen

Doktorandenstelle (m/w/d)

Plastidärer RNA-Metabolismus

Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Pflanzenwissenschaften am Biozentrum der LMU, München, Deutschland

Start: sobald wie möglich

Deadline: 30. Juni 2019

Details (pdf)

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12. Mai 2019 · Offene Stellen

PhD position

Plant biochemistry

Université de Strasbourg, Institut de biologie moléculaire des plantes, IBMP CNRS, Strasbourg, France

Details (pdf)

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10. Mai 2019 · Offene Stellen

Wissenschaftliche Mitarbeit (m/w/d)

Pflanzenphysiologie

„Linking second messenger nucleotide signalling with CO2 homeostasis in cyanobacteria: unravelling the SbtB-based network“

Universität Rostock, Plant Physiology Department, Rostock, Deutschland

Deadline: 15. Juni 2019

Details: Uni Rostock (pdf)

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07. Mai 2019 · Offene Stellen

PhD position

Plant Development

Regensburg University, Department Cell Biology and Plant Biochemistry, Regensburg, Germany

Deadline: 31 May 2019

Details (pdf)

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25. Apr 2019 · Offene Stellen

W2-Professur mit W3-Tenure

Molekulare Botanik

Technische Universität Kaiserslautern (TUK), Fachbereich Biologie, Kaiserslautern, Deutschland

Start: sobald wie möglich

Deadline: 2. Juni 2019

Details: TUK (pdf)

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DBG-Veranstaltungen
DBG · Veranstaltung

Termine

15. − 19. September 2019 
Botanikertagung: International Plant Science Conference in Rostock

11. - 14. Februar 2020
nächste Tagung der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie 

8. - 11. März 2020
nächste Tagung der Sektion Phykologie

16. - 19. September 2020
nächste Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie 

September 2020
kommender PhD Workshop der Sektion Pflanzliche Naturstoffe

Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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Mitgliedschaft
DBG

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