Actualia der DBG
14. Mär 2019 · Actualia · Tagungsbericht

Molekularbiologie der Pflanzen 2019

Die jungen Forscher*innen nutzen die 32. Jahrestagung der Sektion zum intensiven Austausch mit den bereits etablierten Molekularbiolog*innen und zum Vorstellen der eigenen Forschungsergebnisse. Foto: Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie

Mehr als 140 molekulare Pflanzenwissenschaftler*innen kamen vom 18. bis 21. Februar 2019 zur traditionellen Jahrestagung Molecular Plant Biology der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie in Dabringhausen im Bergischen Land zusammen. Organisator Prof. Dr. Stefan Rensing von der Uni Marburg berichtet über die Themenschwerpunkte der von der DBG geförderten Tagung und nennt die ausgezeichneten Preisträger*innen der Poster- wie Vortragspreise.

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13. Feb 2019 · Actualia

DBG würdigt beste Master-Arbeiten

Zum fünften Mal hat die Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) Preise für die besten pflanzenwissenschaftlichen Master-Arbeiten verliehen. Die Themen der sechs ausgezeichneten Arbeiten des Jahres 2018 umfassten:

  • Funktionelle Charakterisierung von zwei Flavonolsynthasen und einer Anthocyanidinsynthase aus Musa acuminata
  • Einfluss der Lysin-Deacetylierung auf die Samenkeimungsphysiologie von Arabidopsis thaliana
  • Untersuchungen zum kompetitiven Vorteil eines funktionsfähigen NPQs in Phaeodactylum tricornutum
  • Charakterisierung des Phänotyps von Arabidopsis-antisense-PGPase-Pflanzen nach Expression cyanobakterieller PGPasen
  • Gezieltes „genome editing“ via CRISPR/Cas9 und Charakterisierung von CDPKs in der Stressantwort
  • Post-translationale Modifikation des TRAPPII Tethering-Complex-Proteins in Arabidopsis

Sie gingen dieses Jahr an eine Biologin und fünf Biologen der Universitäten Bielefeld, Münster, Konstanz, Rostock, TU München und FU Berlin. Die Kurzfassungen der Arbeiten und Bilder stehen nun auf der Website zum Abruf bereit. 

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22. Jan 2019 · Actualia · DBG · Ausschreibung · Nachwuchsförderung

DBG schreibt drei Nachwuchspreise aus

Für ihre begehrten Nachwuchspreise bittet die DBG wieder um Nominierungen geeigneter Kandidat*innen der Pflanzenwissenschaften. Mit dem seit 1994 vom Verlag Springer Spektrum gestifteten Strasburger-Preis soll eine hervorragende und originelle Leistung von promovierten Pflanzenforscher*innen ausgezeichnet werden. Für den Wilhelm Pfeffer-Preis der gleichnamigen Stiftung bittet die DBG um Hinweise auf herausragende Dissertationen. Mit dem Horst Wiehe-Förderpreis wird eine hervorragende Publikation oder Dissertation ausgezeichnet. Vorschlagsberechtigt sind (habilitierte) Mitglieder der DBG. Auch Außenstehende haben ein Vorschlagsrecht; Selbstvorschläge sind teils ebenfalls möglich.

Zusammenfassung: Übersicht (pdf)

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22. Jan 2019 · Actualia · DBG · Botanikertagung

Botanikertagung 2019: Registrierung geöffnet

Die Website der Botanikertagung (15. bis 19. September 2019, Rostock) ist realisiert. Wenn Sie sich bis zum 30. Mai anmelden, profitieren Sie von der vergünstigten Early Bird-Registrierung. Für die Tagung stellt die DBG Reise-Stipendien für den wissenschaftlichen Nachwuchs zur Verfügung; die Anmeldungen dafür laufen allerdings bereits zum 15. Mai aus. Abstracts werden bis 30. Mai angenommen, Poster-Abstracts noch bis zum 15. Juli. Die Sessions aus den unterschiedlichsten Disziplinen der Pflanzenwissenschaften sind in der Einladung genannt.

Zur Website der Botanikertagung 2019

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17. Jan 2019 · Actualia · DBG · Nachwuchsförderung

Empfängerinnen der Best-Paper-Preise

Dr. Aleksandra Sapala (links) und Dr. Jutta Baldauf erhalten zu gleichen Teilen den Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018. Fotos: privat und Barbara Frommann, Uni Bonn.

Die beiden Pflanzenforscherinnen Dr. Aleksandra Sapala (MPI für Pflanzenzüchtungsforschung Köln, AG Dr. Richard Smith, Prof. Miltos Tsiantis) und Dr. Jutta Baldauf (Uni Bonn, AG Prof. Frank Hochholdinger) werden den Nachwuchs-Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung erhalten. Sapala belegte im Fachmagazin eLife (DOI: 10.7554/eLife.32794) mithilfe von Computersimulationen, warum Pflanzen puzzleförmige Zellen bilden und welche Vorteile diese Form mit sich bringt. Sie zeigte damit auch, dass in der Entwicklung von Pflanzen Physik eine ebenso wichtige Rolle spielt, wie Biochemie und Genetik. Baldauf zeigte mit Kreuzungen von Mais-Inzuchtlinien im Fachmagazin Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2017.12.027), dass in deren ertragreicheren Nachkommen rund 500 Gene mehr aktiv waren als in den Elternpflanzen und hat damit eine Erklärung für den sog. Heterosis-Effekt entdeckt. Sie identifizierte außerdem evolutionsbiologisch junge Gene, die als Marker für zukünftige Züchtungen dienen können. Angesichts der vielen guten Publikationen verleiht die DBG den Best-Paper-Preis der DBG-eigenen Wilhelm-Pfeffer-Stiftung im Jahr 2018 zweimal (s.a. hier) an herausragende Nachwuchsforscher*innen. Die Stiftung hofft, mit den Stiftungserträgen auch in Zukunft je zwei Preisvergaberunden pro Jahr realisieren zu können, um mehr Aufmerksamkeit für die Forschungsleistungen junger Wissenschaftler*innen in der DBG zu erzeugen. Die beiden o.g. Preisträgerinnen werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG während der diesjährigen Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhielten sie bereits.

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05. Dez 2018 · DBG · Botanikertagung · Veranstaltung

Einladung zur Botanikertagung

Faltblatt zur Botanikertagung 2019 zum herunterladen (pdf)

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

die Botanikertagung ist die größte und bekannteste Konferenz auf dem Gebiet der Pflanzenwissenschaften im deutschsprachigen Raum. Sie ist fester Bestandteil in der pflanzenwissenschaftlichen Szene und wird alle zwei Jahre durch die DBG ausgerichtet. Die Rostocker Tagung 2019 bietet ein breites Programm mit dem Ziel die große Diversität der Pflanzenforschungsthemen in unserer wissenschaftlichen Gesellschaft zu präsentieren. Das Motto der Tagung 2019 "Plant life along gradients" verdeutlicht, dass Pflanzen unterschiedlichen externen und internen Gradienten ausgesetzt sind und auf die sie in vielfältiger Weise reagieren um zu überleben. Acht Plenar- und 21 Symposiumssitzungen umspannen ein weites Feld von einzelligen bis mehrzelligen photosynthetisch-aktiven Organismen, von wissenschaftlichen Grundlagen bis zur Anwendung, von molekularbiologisch-biochemischen bis hin zu ökologischen Themen.

Das Rostocker wissenschaftliche Komitee heißt alle Pflanzenwissenschaftler*innen herzlich willkommen!

Das Faltblatt zur Tagung nennt die Themen der Sessions und verweist auf weitere Details für das Treffen zur Pflanzenforschung 2019 in Rostock. Es steht nun zum Download bereit.

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05. Dez 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Pflanzliche Mitochondrien in neuem Licht

Die Teilnehmenden des Mitochondrien-Meetings vor Schloss Mickeln. Foto: Fatiha Atanjaoui

Das diesjährige Treffen des deutschen pflanzlichen Mitochondrien Netzwerkes GPMN (German Plant Mitochondria Network) fand vom 25. bis 26. Oktober 2018 auf Schloss Mickeln in Düsseldorf statt. Die 35 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Professorinnen und Professoren diskutierten zwei Tage mit dem Fokus auf pflanzliche Mitochondrien nicht nur über die neuesten Forschungsergebnisse, sondern auch die zukünftigen Strategien des Netzwerks. Die Organisatorinnen Dr. Jessica Schmitz und PD Dr. Veronica G. Maurino von der Universität Düsseldorf (AG Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen) fassen im Tagungsbericht die Inhalte, wissenschaftlichen Highlights und die ausgezeichneten Beiträge zusammen.

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28. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Retrograde Signale von Mitochondrien und Plastiden

Ein Teil der Teilnehmenden stellte sich zum Gruppenfoto an die Küstenlinie. Foto: Pascal Bodin, CNRS

Über 80 internationale Spezialistinnen und Spezialisten aus 15 Nationen folgten dem Ruf ins französische Roscoff (Bretagne), um dort auf einer Jacques-Monod-Conference über Retrograde Signalling from Endosymbiotic Organelles zu diskutieren. Die führenden Expertinnen und Experten des Gebietes wurden für die aufwändige Anreise mit einem fantastischen Seeblick und einem exzellenten Programm entschädigt. Im Wesentlichen ging es in dieser Tagung darum, zu verstehen wie die genetischen Kompartimente in eukaryotischen Zellen zusammen arbeiten und wie sie miteinander kommunizieren. Fokus der Veranstaltung waren dabei die retrograden Signalwege, die in Organellen wie Plastiden und Mitochondrien entspringen und den Zellkern über Entwicklungs- oder Funktionszustand der jeweiligen Organellen informieren. Im Tagungsbericht schildern die Organisatoren Professor Dr. Thomas Pfannschmidt und Prof. Dr. Matthew J. Terry, welche Forschungsdisziplinen sich dabei erstmals miteinander vernetzten und was der Austausch brachte.

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16. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Tagung der Sektion für Biodiversität und Evolutionsbiologie

Gemeinsame Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie mit der Österreichischen Botanik-Tagung in Klagenfurt. Im Bild: Vortrag von Dr. Helmut Zwander. Foto: Roland K. Eberwein

Insgesamt 134 Forscherinnen und Forscher aus sechs Nationen (Österreich, Deutschland, Italien, Albanien, Serbien, Spanien) waren im September in Klagenfurt am österreichischen Wörthersee zur gemeinsamen Tagung in der pädagogischen Hochschule Kärnten (Viktor Frankl Hochschule) zusammen gekommen, um sich über die jüngsten Forschungsergebnisse auszutauschen. Vom 19. – 22. September 2018 behandelten sie die Vielfalt der botanischen Biodiversitäts- und Evolutionsforschung in 50 Vorträgen und 29 Poster-Präsentationen. Thematisiert wurden sowohl grundlagenwissenschaftliche als auch angewandte Forschungsrichtungen. Veranstaltet wurde die 24. Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie dieses Mal gemeinsam mit der 18. österreichischen Botanik-Tagung. Die stellvertretende Sprecherin der Sektion, Professorin Dr. Alexandra Müllner-Riehl, stellt Themen und Schwerpunkte des wissenschaftlichen Programms vor und berichtet von den Herausforderungen aktueller Forschungsansätze.

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16. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

8. Tagung Arznei- und Gewürzpflanzen-Forschung

Neben zahlreichen Vorträgen zu verschiedensten Themen wie innovativen Anbauverfahren, Produktinnovationen, Züchtung und Pharmakognosie boten die Abendveranstaltungen wie hier im botanischen Garten viele Gelegenheiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Foto: Lüders Moll

„Vielfalt im Dialog mit Mensch und Natur“ – Unter diesem Motto trafen sich vom 10. bis 13. September rund 300 Arzneipflanzenforschende und –interessierte in Bonn. Katharina Luhmer nennt in ihrem Bericht die Themen der Tagung, Workshops und Sessions. Sie macht deutlich, welchen Herausforderungen die Arznei- und Gewürzpflanzenforschung begegnet, welche methodischen Verfahren vorgestellt und welche Poster prämiert wurden.

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13. Nov 2018 · Actualia · Tagungsbericht

Nachwuchsforscher*innen der Sektion Naturstoffe trafen sich auf Burg Warberg

Das Gruppenbild der Teilnehmenden entstand im Innenhof der Burg. Foto: Markus Ehbrecht

Vor allem Nachwuchskräfte waren unter den 50 Teilnehmenden des Workshops der Sektion Pflanzliche Naturstoffe der DBG, die im Oktober auf der niedersächsischen Burg Warberg zusammen gekommen waren. Ute Wittstock und Ludger Beerhues fassen die vielfältigen Themen und Schwerpunkte rund um den Sekundärstoffwechsel zusammen und erklären, welche Maßnahmen es dem Nachwuchs erleichterten, in die wissenschaftliche Diskussion einzusteigen.

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02. Nov 2018 · Actualia

11th International PhD School Plant Development

Der Einladung der Veranstalter zur PhD School Plant Development waren Teilnehmende aus europäischen und außereuropäischen Staaten gefolgt. Foto: PhD School

Mehr als 50 Forschende aus der Pflanzen-Entwicklungsbiologie kamen vom 10. bis 12. Oktober 2018 im Tagungszentrum Benediktushöhe in Retzbach bei Würzburg zum 11. internationalen Nachwuchstreffen zusammen. Das Format der jährlichen PhD School hat sich seit 2008 bewährt: In zehn thematisch organisierten Sitzungen referiert jeweils ein international anerkannter Keynote-Sprecher, gefolgt von zwei Promotionsstudierenden, deren Themen aufgrund der eingereichten Bewerbungen für Kurzvorträge ausgewählt wurden. Außerdem leiten die Studierenden die Sitzungen und moderieren die Diskussionen. Zwei Poster-Sessions gaben zusätzlich Gelegenheit zu wissenschaftlichem Austausch, insbesondere für die Teilnehmenden, die keine Vorträge hielten. Organisator Professor Moritz Nowack vom VIB-UGENT Center for Plant Systems Biology im belgischen Gent berichtet über die von der DBG geförderte International PhD School Plant Development und welche Methode einer der Hauptreferenten mit dem Urknall vergleicht.

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07. Sep 2018 · Actualia · DBG · Köpfe und Karrieren · Nachwuchsförderung

Best-Paper-Preis: Empfänger ausgewählt

Dr. Katja Meyer und Dr. Max Lauterbach erhalten den Best Paper-Preis der DBG. Fotos: Janina Lüders (r) und privat

Die DBG zeichnet die beiden Nachwuchswissenschaftler Dr. Katja Meyer (Uni Bielefeld, AG Prof. D. Staiger) und Dr. Max Lauterbach (Uni Mainz, AG Prof. G. Kadereit, nun Australien) mit dem Nachwuchs-Preis für beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung 2018 aus. Meyer passte die iCLIP-Technik (individual nucleotide resolution crosslinking and immunoprecipitation) an Pflanzen an und zeigte im Fachmagazin Genome Biology (DOI: 10.1186/s13059-017-1332-x), dass das RNA-Bindeprotein AtGRP7 tagesrhythmische mRNAs reguliert. Lauterbach verglich im Journal Frontiers in Plant Science (DOI: 10.3389/fpls.2017.01939) fünf Arten von Chenopodien und identifizierte dabei Gene, die bisher in der C4-Photosynthese unbekannt waren. Die beiden Preisträger werden die Urkunden der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung der DBG im kommenden Jahr während der Botanikertagung in Rostock entgegen nehmen. Ihre Preisgelder erhalten sie bereits jetzt.

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10. Aug 2018 · Actualia · DBG · Politik

Statement der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) zum EuGH Urteil über Genom-Editierung

Viele Mitglieder der DBG sind enttäuscht vom Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Genom-Editierung bei Pflanzen und der Bewertung ihre Produkte als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen. Viele Kommentare spiegeln die Besorgnis wider, dass diese Entscheidung andauernde und irreparable Nachteile für Forschung und Entwicklung der nötigen ertragreichen und Dürre-, Überschwemmungs- und Nährstoffmangel-toleranten Pflanzengenotypen in Europa nach sich zieht.

Tatsächlich muss die Diskussion darüber beschleunigt werden. Vor allem aber müssen jenseits der Judikative, die den gesetzlichen Rahmen lediglich auslegt und eine der möglichen Interpretationen gewählt hat, die beiden grundsätzlichen Adressaten wieder in den Blick genommen werden: die Öffentlichkeit und die Legislative.

In vielfach ausgewogener Weise wurden die Chancen der Genom-Editierung nach dem Urteil des EuGH in den Medien diskutiert. Dieses Momentum gilt es zu nutzen und auszubauen. Letztendlich müssen vorteilhafte Pflanzen im Feld überzeugen, die mit einer sehr geringen Anzahl an Sequenz-Editierungen die Erträge sichern oder die Nahrungsqualität erhöhen. In Anbetracht des besorgniserregend trockenen und heißen Sommers als Indikator des Klimawandels reift hoffentlich auch in der breiten Öffentlichkeit die Erkenntnis, dass alle sicheren Wege genutzt werden müssen, um unsere Nahrungssicherheit zu realisieren und nachhaltige Anbauweisen zu entwickeln.

Darüber hinaus ist die Legislative anzusprechen, um über gesetzgeberische Maßnahmen eine angemessene Regulierung gegebenenfalls innerhalb des Gentechnikgesetzes zu bewirken, das noch aus dem Jahr 2001 stammt. Der offene Brief von mehr als 60 wissenschaftlichen Institutionen und Forscherpersönlichkeiten an den EU-Kommissionspräsidenten Junker mit Anregungen zur Bewertung neuer Züchtungsmethoden ist eine solche Maßnahme. Die auch von der DBG gezeichneten Vorschläge ermöglichen es dem öffentlichen und privaten Forschungssektor in der EU, im Interesse von Verbrauchern, Züchtern, Landwirten, Wirtschaft und Umwelt, wieder an die Spitze der Innovationen in der Pflanzenzüchtung zu gelangen (siehe: offener Brief, pdf).

Allerdings stellt sich auch die Frage, ob die Namen der Technologien wie „Gentechnik“ und „Genom-Editierung“ vertrauensfördernd sind. Nur Transparenz und Vertrauen zwischen Politik, Gesellschaft und Wissenschaft wird die Basis schaffen, den optimalen Raum zur Entwicklung und Akzeptanz neuer Kulturpflanzen zu schaffen. Was wir brauchen sind kluge sowie sachgerechte Regulierungen und „geneditiert“ als Qualitätslabel.

09. Aug 2018 · Actualia · Ehrenmitglied

Nachruf: Professor Dr. Dr. Otto Ludwig Lange (1927-2017)

Professor Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Otto Ludwig Lange während der Aufnahmen für den arte/hr Film „Die verletzliche Haut der Erde“, 2010. Foto: Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dr. Heribert Schöller, corvusFilm

Der Inhaber des Lehrstuhls für Botanik an der Universität Würzburg etablierte die seinerzeit neue Forschungsdisziplin der Ökophysiologie, in der er die Fähigkeiten von Algen, Moose und Flechten (Kryptogamen) und Gefäßpflanzen zu ergründen suchte. Lange interessierten vor allem die physiologischen, biophysikalischen und biochemischen Anpassungen der Pflanzen an Ihre Umgebung. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen erhielt das Ehrenmitglied der DBG zahlreiche Auszeichnungen. Sein Schüler und späterer Kollege, Professor Dr. Burkard Büdel, erinnert in seinem Nachruf an Leben und wissenschaftliches Werk, Langes wertschätzendes Wesen, das anderen half wo immer es ging, und seinen hohen Anspruch an die Wissenschaftlichkeit.

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DBG Update
22. Mär 2019 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 41

In welcher Pflanze Chloroplasten miteinander konkurrieren, wo zelleigene Redakteure arbeiten und was eine neue molekulare Taschenlampe beleuchtet sind drei der Themen unserer Forschungsnachrichten. Wo PIs sich um 250.000 Euro Projektförderung bewerben oder wo Biodiversitäts-Projekte beantragt werden können, steht in unserer zweiten Forschungsrubrik. 
Die DBG ruft die nahende Deadline in Erinnerung, Nachwuchsforschende für den Strasburger-, Pfeffer- und Horst Wiehe-Preis zu nominieren. Zudem lädt die DBG ein, sich um die Förderung eines eigenen Workshops zu bewerben.
Für die diesjährige Botanikertagung haben inzwischen mehrere Plenarredner*innen zugesagt und eine Leibniz-Preisträgerin wird den öffentlichen Abendvortrag der DBG-eigenen Tagung halten. Junge Teilnehmende, die Mitglied der DBG sind, können Reise-Grants beantragen.

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11. Mär 2019

VBIO-Rückblick - Februar

Der VBIO informiert über seine Stellungnahme zum Plan S, der ab 2020 einen vollständigen und sofortigen offenen Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen verpflichtend einfordert. Damit hat sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) mit den anderen großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften (DVGeo, DMV, DPG und GDCh) gemeinsam zum Open-Acces-Plan-S positioniert. Ein Rückblick auf weitere wissenschaftspolitische Ereignisse sowie auf die Themen, die der Dachverband im Auge behält, runden die Zusammenschau ab.

Link zur Februar Ausgabe (LogIn erforderlich)

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12. Feb 2019

VBIO-Rückblick - Januar

Wie der Dachverband der Biowissenschaften, berichtet, war seine Expertenmeinung bezüglich der Auswirkungen der derzeitigen Rechtsprechung bzgl. Genome Editing von der EU-Kommission gefragt. Ferner berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO), welche zwei Organisationen je ein Organismus zur Mikrobe bzw. Alge des Jahres kürte (Spoiler: unsere Sektion Phykologie ist darunter). Informationen zu weiteren News aus der Forschungspolitik vom Januar 2019 runden die Zusammenschau ab.

Link zur Januar Ausgabe (LogIn)

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26. Jan 2019 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 40

Die zwei Gesichter des Kambiums, eine Hypothese, die nach sieben Jahrzenten endlich belegt wurde, eine neue Gruppe von Abwehrstoffen und  ein Nährstoff, der das Trockenstresshormon Abscisinsäure reguliert, sind Themen der Wissenschaftsnachrichten.

Wen wir mit den Best-Paper-Preisen auszeichneten und welche Preise wir zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses neu ausschreiben, steht in der DBG-Rubrik. Ebenso informieren wir über die Öffnung der Registrierung zu unserer Botanikertagung und bieten dazu Reise-Stipendien an.

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10. Jan 2019

VBIO-Aktuell - Dezember

Empfehlenswert ist der Bericht aus dem Landesverband Sachsen, dessen Weiterbildungsveranstaltung „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ sieben Faktoren für „hirngerechtes“ Lehren und Lernen vorstellt. Bereits 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben den offenen Brief „Nach dem EuGH-Urteil zu Genome Editing – Die Politik ist am Zug“ von WGG und Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) unterzeichnet. Berichte von dem praxisorientierten Workshop zum Nagoya-Protokoll und der eignen Bundesdelegiertenversammlung inkl. Wahl des neuen Präsidenten Prof. Dr. Gerhard Haszprunar sind ebenfalls Thema. Hinweise auf weitere Nachrichten runden den Rückblick des Bio-Dachverbandes auf Dezember ab, in dem auch die DBG Mitglied ist.

Link zur Dezember-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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17. Dez 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 39

Welche Wirkungen der Klimawandel auf Wälder hat, welche Lösungen Forschende gefunden haben, um Pflanzen dagegen zu wappnen und wie auch ein Einzeller weltweite Kreisläufe beeinflusst, sind Themen der Forschungsnachrichten. Welche Forschende weltweit am meisten zitiert werden, wer an einer europäischen Strategie für Pflanzenforschung tüftelt, und wie die in Schwung gekommenen Initiativen zur Änderung der Gesetzgebung bzgl. Genome Editing weitergehen beschreiben wir in der zweiten Rubrik. Ganz herzlich möchten Sie die Tagungspräsidentin, Professorin Birgit Piechulla, und die DBG zur kommenden Botanikertagung im Herbst nach Rostock einladen. Schon in diesem frühen Stadium hat Piechulla eine Vielzahl interessanter Sessions zusammengestellt. Die Vielfalt der pflanzenwissenschaftlichen Disziplinen bilden auch sechs neue Berichte von Tagungen ab, die von der DBG gefördert wurden.
Eine anregende Lektüre, eine entspannte Vorweihnachtszeit, frohe Festtage im Kreise Ihrer Lieben und Freunde und einen guten Start in ein friedvolles und erfolgreiches neues Jahr wünschen das DBG-Präsidium und die Redakteurin

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17. Dez 2018

VBIO-Aktuell - November

Der Offener Brief an die Bundesministerinnen im BMBF, Anja Karliczek, sowie im BMEL, Julia Klöckner, war eine der Aktivitäten des Dachverbandes der Biowissenschaften (VBIO e. V.) im November. Darin fordert er zu einer differenzierten Bewertung, verantwortungsbewusstem Handeln und einem ergebnisorientierten Dialog auf, um das inzwischen veraltete Gentechnikgesetz an die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft anzupassen. VBIO bittet außerdem um Vorschläge für den Ars legendi-Fakultätenpreis für herausragende Lehre. Bis zum 15. Januar 2019 haben dafür Dekane, Studiendekane, Fachschaften sowie die lokalen Vertretungen und Juniorenorganisationen der Fachgesellschaften Gelegenheit. Ein kleiner Nachrichtenüberblick und weitere Aktivtäten runden den Rückblick ab.

Link zur November-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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13. Nov 2018

VBIO-Aktuell - Oktober

Der Monatsrückblick des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) enthält diesmal eine Einladung zum Workshop „Nagoya-Protokoll - Herausforderungen und Perspektiven“, den VBU, DECHEMA und VBIO am 3. Dezember 2018 in Frankfurt am Main veranstalten. Der VBIO weist auf die frisch erschienenen „Perspektiven“ hin, sein Buch, in dem 77 Autorinnen und Autoren Auskunft über ihre Karriere nach dem Studium / der Promotion geben. Und der Verband erinnert an die Ausschreibung des Ars legendi-Fakultätenpreises, der noch bis zum 15. Januar 2019 läuft. Aktuelles von A bis Z aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen runden die Oktober-Actualia ab.

Link zur Oktober-Ausgabe (LogIn erforderlich)

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24. Okt 2018 · DBG · Politik

Europäische Forschende sind für Präzisionszüchtung

Mehr als 85 Europäische Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsorganisationen, darunter unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG), bitten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Urteil über neue Pflanzen-Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas9 und andere Formen der Genom Editierung zu überarbeiten. Sie alle plädieren dafür, dass Präszisionszüchtung für nachhaltige Landwirtschaft anders gehandhabt werden muss als im Urteil vom 25. Juli 2018. Die Unterzeichnenden fordern, dass Präzisionszüchtungen und Pflanzenzüchtungen ohne Fremd-Gene genau so wie herkömmliche Züchtungen anzusehen sind, weil sie genauso sicher sind. Die Erkenntnisse der Wissenschaft müssen in die Handhabung einfließen und die diesbezügliche Gesetzgebung muss daher schnellstens korrigiert werden. Langfristig muss dann auch das veraltete Gentechnikrecht an die aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst werden. Eine deutsche Übersetzung der belgischen Pressemitteilung bietet das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenforschung in Potsdam auf seiner Website. Wer das Positionspapier unterstützen möchte, kann auch seinen Namen auf der Liste der Unterzeichner hinzufügen. 
Zur Pressemitteilung und offenem (englischen) Brief der Europäischen Initiative und zum Unterzeichnen

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12. Okt 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 38

Eine neu Tomate voller guter Eigenschaften, zwei neue Mess-Methoden und vier frisch geförderte Forschungsverbünde sind Themen in den Forschungsnachrichten. Außerdem: wo es Förderung für ÖkologInnen gibt.
Die DBG reagiert auf das Urteil des EuGH zur Regulierung Genom-editierter Pflanzen, hat Nachwuchskräfte ausgezeichnet und bittet um Vorschläge für die nächste Preisverleihung, um die Pflanzenforschung an den Universitäten zu stärken. Die größte Sektion der DBG lädt zu ihrer Jahrestagung.

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06. Jul 2018 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 37

Ein neu entdeckter, sich immer wieder selbst justierender Regulationsweg, könnte in vielen Pflanzen und Organen eine Rolle spielen. Die als vorteilhaft erachteten Symbiosen können auch wieder verschwinden. Und was Bäumen verhilft so alt zu werden, sind Themen in den Forschungsnachrichten.

Politisch engagieren sich viele WissenschatlerInnen und das Präsidium der DBG an mehreren Fronten: NobelpreisträgerInnen setzen sich für Grüne Gentechnik ein, weil das EuGH demnächst darüber entscheiden wird, ob CRISPR-Pflanzen ohne Fremd-DNA als gentechnisch veränderte Organismen einzustufen sind oder nicht. Gleichzeitig kämpfen Molekularbiologen um den international freien Zugang zu DNA-Sequenzen, über den diese Woche verhandelt wird.

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12. Dez 2017 · Actualia · DBG · Outreach

„Wissenschaft lebt von Netzwerken“

Prof. Dr. Karl-Josef Dietz. Foto: Kim-Christ

Die Wissenschaft wird derzeit von Kritikern herausgefordert. Gleichzeitig sollen die Pflanzenwissenschaften Lösungen für drängende Probleme der Menschheit finden. Anlässlich seiner Wiederwahl im September beschreibt der Präsident der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), Professor Karl-Josef Dietz von der Uni Bielefeld, welche Herausforderungen es zu bewältigen gilt, was die DBG dazu beitragen kann und wie er einst selbst zum Pflanzenforscher wurde. Und er schildert warum die DBG sich – anders als früher – auch außerhalb der Wissenschaft für die Forschung einsetzt.

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Wochen-Chronik
22. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Wie verletzte Pflanzenzellen ihre Nachbarn warnen

Einzelne Wurzelzellen der Ackerschmalwand wurden mit einem hochfokussierten Laserstrahl verwundet, um die Immunreaktion der Pflanzen zu untersuchen. Foto: Uni Basel

Was passiert wenn eine Pflanze verletzt wird, schildert ein internationales Forschungsteam um Prof. Thomas Boller der Universitäten Basel und Gent in der Fachzeitschrift Science  (DOI: https://doi.org/10.1126/science.aar7486): Bei Verletzungen reagieren Pflanzen mindestens genauso schnell wie Tiere und Menschen. Sie besitzen ein hochentwickeltes zelluläres Kommunikationssystem, das innerhalb von Sekunden Alarm schlägt. Dabei setzen die Pflanzenzellen ein spezifisches Hormon frei, um Prozesse der Wundheilung und Infektionsabwehr in Gang zu bringen. Als Modellpflanze diente in der vorliegenden Studie die Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana). Die Erkenntnisse über das pflanzliche Immunsystem kann für neue Ansätze im nachhaltigen Pflanzenbau genutzt werden.

Quelle: Uni Basel

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22. Mär 2019 · News · Projekt

Plant³ - Bioökonomie für den Strukturwandel in der Region Vorpommern

Die Veredlung pflanzlicher Rohstoffe will ein Verbundvorhaben zum Motor des Wandels im östlichen Mecklenburg-Vorpommern werden lassen. Für für das Bündnis Plant³ stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden fünf Jahren bis zu 15 Millionen Euro für einen biobasierten Strukturwandel in Vorpommern bereit. Hinter Plant³ als Bioökonomie-Region steht ein breites Bündnis, das von der Universität Greifswald, der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und dem Wissenschafts- und Technologiepark Nord° Ost° (WITENO) geführt wird.

Quelle: Uni Greifswald

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20. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Pflanzen-Wirkstoff bremst aggressiven Augenkrebs

Das Forscherinnenteam um Prof. Evi Kostenis (Mitte), Prof. Dr. Gabriele M. König (links) und Suvi Annala (rechts) mit einer Korallenbeere. Foto: Volker Lannert, Uni Bonn

Pharmazeut*innen und Mediziner*innen haben bei einer bereits seit 30 Jahren bekannten Substanz aus den Blättern der Korallenbeere (Ardisia crenata) eine neue Fähigkeit entdeckt: Sie vermag die Teilungsaktivität der Zellen in Augentumoren zu unterbinden. In seinen Blättern beherbergt die Pflanze Bakterien, die ein natürliches Insektizid produzieren – ein Gift mit dem kryptischen Namen FR900359, abgekürzt FR. In der Fachzeitschrift Science Signaling (DOI: https://doi.org/10.1126/scisignal.aau5948) stellen die Forschenden der Universitäten Bonn und Magdeburg gemeinsam mit US-Kolleg*innen ihre Ergebnisse vor. Die Pflanze ist übrigens alles andere als selten: Zur Weihnachtszeit steht sie in vielen Gartencentern.

Quelle: Uni Bonn

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20. Mär 2019 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Optischer Sensor könnte Pflanzenzüchtung beschleunigen

Dr. Jan Behmann (links) und Dr. Matheus T. Kuska bei der Betrachtung eines Reflexionsspektrums. Dr. Jan Behmann (links) und Dr. Matheus T. Kuska betrachten ein Reflexionsspektrum. Foto: Anna Brugger, INRES-Institut der Uni Bonn

Forschende der Uni Bonn haben in einer Pilotstudie untersucht, wie die Reflexions-Eigenschaften von Gerstenpflanzen, die mit Echtem Mehltau (eine Pilzkrankheit) infiziert waren, mit der Aktivität ihrer Gene zusammenhängen. Auch wenn Der endgültige Beweis, dass Gen-Aktivitäten sich durch spezifische Reflexionsmuster verraten, noch aussteht, sind die Froschenden froh zum ersten Mal gezeigt zu haben, dass mit Hilfe hyperspektraler Bilder solche Zusammenhänge aufgedeckt werden konnten. In Zukunft kann dies möglicherweise die Züchtung resistenter Sorten deutlich vereinfachen. Die Studie Die Studie der Forschenden vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaft und Ressourcenschutz (INRES) ist in der Zeitschrift PLOS ONE (DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0213291) erschienen.

Quelle: Uni Bonn

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19. Mär 2019 · News

Projektstart: Entwicklung Vogelgrippe-Impfstoff in Pflanzen

Produktion von Vogelgrippe-Antigen-Oligomeren in den Blättern der Tabakpflanze Nicotiana benthamiana. Schema: Hoang Trong Phan

Forschende des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben haben in jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Institute of Biotechnology (IBT) Hanoi eine Methode zur Produktion von Vogelgrippe-Vakzinen in Pflanzen entwickelt. Nun geht es in einem neuen Projekt um die praktische Anwendung der Ergebnisse der Grundlagenforschung und um die Entwicklung von preiswerten und stabilen Vogelgrippe-Vakzinen, um ggf. kommende Vogelgrippe-Epidemien abzuwenden. Das Projekt wird durch die Translatorik-Förderlinie der Else Kröner-Fresenius-Stiftung gefördert.

Quelle: IPK (pdf)

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19. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Auenwälder von Sommertrockenheit und Konkurrenz bedroht

Von Eichen dominierter Auenwald. Foto: Albert Reif

Forschende warnen vor den Auswirkungen von Sommertrockenheit und Konkurrenz um Grundwasser auf Auenwälder. Wie ein Team vom Institut für Forstwissenschaften der Universität Freiburg zeigt, schadet die Entnahme von Grundwasser für Industrie und Haushalte den Auenwäldern in Europa zunehmend, angesichts intensiverer und längerer Trockenphasen im Sommer. Ausgangspunkt der Studie des Freiburger Teams war die Beobachtung, dass die Vitalität alter Bäume in den Eichenwäldern des Rheintals deutlich abgenommen und die Mortalität deutlich zugenommen zu haben schien. Die Arbeitsgruppe des Waldökologen Prof. Dr. Jürgen Bauhus untersuchte daraufhin, ob diese Trends sich auch anhand der Wachstumsverläufe der Bäume erkennen ließen und ob sie mit der vielerorts stattfindenden Grundwasserentnahme für Industrie und Haushalte zusammenhängen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Frontiers In Forests and Global Change (DOI: https://doi.org/10.3389/ffgc.2019.00005) veröffentlicht.

Quelle: Uni Freiburg

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19. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Zwei Drittel weniger Tagfalter neben intensiv bewirtschafteten Flächen

Der Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) kann nur auf naturnahen Trockrasenflächen angetroffen werden und ist deshalb durch die landwirtschaftliche Intensivierung bedroht. Foto: Schmitt, Senckenberg

Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Schmitt hat in einem deutsch-polnischen Team die Auswirkungen verschiedener Landnutzungsmodelle auf die Schmetterlingsfauna untersucht. Die Forschenden zeigen, dass es auf Wiesen mit angrenzender intensiver Landwirtschaft nicht einmal die Hälfte der Tagfalterarten gibt, wie auf Flächen in Naturschutzgebieten. Die Zahl der Individuen sinkt sogar auf ein Drittel ab. In ihrer kürzlich im Fachjournal Insect Conservation and Diversity (DOI: https://doi.org/10.1111/icad.12343) erschienenen Studie unterstreichen die Wissenschaftler*innen die Notwendigkeit einer umweltverträglicheren Landwirtschaft.

Quelle: Senckenberg

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19. Mär 2019 · News · Projekt

Artenreiche Gärten sind Oasen im Siedlungsraum

Artenreicher Schrebergarten am Stadtrand von Zürich. Foto: David Frey, WSL

Grünräume wie Schreber- oder Hausgärten sind in städtischen Ballungszentren für viele Menschen ein Zufluchtsort. Gärten bieten Naturnähe, Ruhe und Erholung. Sie sind ein Hort der Biodiversität und haben grosse soziale Bedeutung, wie eine Umfrage der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) ergab.

Quelle: WSL

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18. Mär 2019 · News · Projekt

Lupinen für Vielfalt im Energie-Pflanzenanbau

Gemischter Anbau von blau blühenden Anden-Lupinen mit Mais. Foto: Steffen Roux, JKI

Das Julius Kühn-Institut erprobt den kombinierten Anbau von Energiepflanzen und Leguminosen, wie Lupinen. Das soll den Düngereinsatz in Fruchtfolgen reduzieren, die Bodenqualität verbessern und macht die Felder attraktiver für nützliche Insekten. Im jetzt neu gestarteten Forschungsprojekt „LuMi-opt“ untersuchen Forschende des Julius Kühn-Instituts, wie sich die Vorzüge von Lupinen im Energiepflanzenanbau nutzen und u. a. die Stickstoffgaben beim Anbau von Energiemais reduzieren lassen. Dazu säen sie beispielsweise Mais zusammen mit Anden-Lupinen (Lupinus mutabilis) im Gemenge aus. An vier Standorten in Deutschland werden die Effekte des Kombi-Anbaus untersucht. Das Projekt wird gefördert über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit einer Gesamtsumme von 796.000 Euro. Es läuft vom 15. März 2019 bis zum 14. März 2022. Die Anbauversuche starten im März und April 2019.

Quelle: JKI

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18. Mär 2019 · News · Veranstaltung

Start der Pflanzen-Bioinformatiker-Tagung

Netzwerken und Erfahrungen austauschen am Rande der Konferenz. Foto: Julie-Sophie Himpe, IPK Gatersleben

Heute begann mit 112 Teilnehmenden aus 15 Ländern die 15. Gaterslebener Research Conference (GRC2019) am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Mit dem Titel GRC2019 – Applied Bioinformatics for Crops widmet sich die diesjährige Konferenz vom 18. bis 20. März der Bioinformatik in den Pflanzenwissenschaften. Die Forschung an Kulturpflanzen wird mit der Herausforderung großer Datenmengen konfrontiert. Die Bioinformatik hilft diese „Big Data“ zu strukturieren, zu integrieren und zu verknüpfen, aber auch besser zu analysieren, zu modellieren und zu visualisieren. Dabei kommen vermehrt Verfahren des maschinellen Lernens und der KI – der künstlichen Intelligenz – zum Einsatz. Aktuelle Hochdurchsatztechnologien in der Pflanzenforschung erzeugen immer größere Mengen hochdimensionaler Daten. Diese sollen den FAIR Prinzipien folgend auffindbar (findable), zugänglich (accessible), interoperabel (interoperable) und wiederverwendbar (re-usable) sein, um so neue und tiefere Einblicke in komplexe biologische Systeme wie unsere Kulturpflanzen, zu ermöglichen.

Quelle: IPK (pdf)

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15. Mär 2019 · News · Projekt

Wenn aus Viehweiden plötzlich Wüsten werden

Welche Erfahrungen haben Farmer vor Ort zu Kipppunkten der Desertifikation? Dr. Diego Menestrey, Ethnologe an der Universität zu Köln, im Gespräch mit einem namibischen Farmer. Foto und ©: Anja Linstädter, Uni Bonn

Wie kann es in Trockengebieten passieren, dass Ökosysteme unter wachsendem Nutzungsdruck plötzlich „umkippen“? Wo vorher Weidegras üppig wuchs, bleibt dann nur der blanke Boden zurück – mit drastischen Folgen für die Ernährungssicherung. Ein internationales Team aus Forschenden unter Federführung der Universität Bonn erforscht in Namibia die ökologischen und sozialen Einflussfaktoren auf solche Kipppunkte der Wüstenbildung. Nun startet das NamTip genannte Projekt zu den ökologischen Kipppunkten in Namibias Weideländern, das in den nächsten drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als drei Millionen Euro gefördert wird.

Quelle: Uni Bonn

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15. Mär 2019 · News · Projekt

Öko-Landbau 2.0

Artenreiche Ackerfläche im Ökologischen Landbau - vom Ökolandbau profitiert auch die Artenvielfalt von Pflanzen. Foto: Frank Pötzsch

Ein neues Kooperationsprojekt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden namens „Web-Man“ entwickelt ein webbasiertes Nährstoffmanagementsystem und zeigt in die digitale Zukunft des Öko-Landbaus. Dazu wird zunächst der Nährstoff- und Düngebedarf landwirtschaftlicher Kulturen sowie der Nährstoffanfall im Betrieb ermittelt. Dadurch können die inner- und überbetrieblichen Nährstoffkreisläufe analysiert werden, um im Anschluss Handlungsempfehlungen zur optimalen Düngung und Fruchtfolgegestaltung im landwirtschaftlichen Betrieb zu geben. Die Tools werden in Ökobetrieben unterschiedlicher Struktur an vielen Standorten verschiedener Agrarregionen Deutschlands eingesetzt, um die Modelle unter Praxisbedingungen zu testen, schrittweise zu verbessern sowie betriebs- und standortbezogene Maßnahmen und Strategien zur nachhaltigen Nährstoffversorgung abzuleiten. Das Projekt wird an der HTW von Professor Knut Schmidtke, Fachgebiet Ökologischer Landbau, begleitet und läuft bis Januar 2022. Es wird mit rund 100.000 Euro von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert.

Quelle: HTW Dresden

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14. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Chloroplasten veranstalten ein evolutionäres Wettrüsten

Nachtkerzen im Sommergewächshaus am MPI-MP. Foto: David Ausserhofer

Die Vererbung des Chloroplasten-Genoms wird über den Fettsäure-Stoffwechsel reguliert, haben Forschende Anfang des Monats im Fachmagazin PNAS (DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1811661116) beschrieben. Demnach bestimmt in der Nachtkerze (Oenothera) der Fettsäure-Stoffwechsel, welcher Chloroplast dem anderen überlegen ist und seine Erbsubstanz an die Nachkommen weitergeben kann. In der Pflanzenforschung ist die Nachtkerze eine beliebte Modellpflanze, wenn es um die Erforschung der Organell-Vererbung geht, denn beide Eltern der Nachtkerze können das Chloroplasten-Erbgut an ihre Nachkommen vererben. Daher treten mütterliche und väterliche Organellen miteinander in Konkurrenz. Das Forscherteam von Stephan Greiner am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) in Potsdam-Golm mit Kolleginnen und Kollegen aus Kanada, Polen und den USA identifizierte unter anderem ein Enzym, welches den ersten und somit auch limitierenden Schritt im Fettsäure-Stoffwechsel katalysiert. Dessen Gen unterliegt einer rasanten Evolution, das ein Wettrüsten zwischen den väterlichen und mütterlichen Chloroplasten ermöglicht.

Quelle: MPI-MP

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14. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Lang ökologisch bewirtschaftete Ackerböden emittieren weniger Lachgas

Bodengasmessungen in Kleegras-Parzellen. Foto: Thomas Alföldi, FiBL

Langfristig ökologisch bewirtschaftete Ackerböden emittieren weniger Treibhausgase pro Hektar als konventionell bearbeitete Böden. Auch pro Tonne Ertrag ist dieser Wert geringer oder – beim Anbau von Mais – gleich hoch. Dies geht hervor aus einer Studie zu einem weltweit einmaligen Langzeit-Feldversuch, die der Gießener Agrarwissenschaftler Professor Dr. Andreas Gattinger von der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) inne. Die Ergebnisse sind in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals Scientific Reports (DOI: https://doi.org/10.1038/s41598-018-38207-w) veröffentlicht worden.

Quelle: JLU

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14. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Artenvielfalt über- und unterirdisch nicht immer gleich

Die globale Verteilung der Überlappung oberirdischer sowie unterirdischer biologischer Vielfalt. Grafik: Conservation Biology, Uni Leipzig

Wie Forschende herausfanden, ist die Biodiversität ungleich verteilt: Auf etwa 30 Prozent der terrestrischen Oberfläche unseres Planeten eine große Artenvielfalt an Flora, Fauna und Mikroben im Boden herrscht, jedoch über der Erde deutlich weniger Arten leben. Das zeigt ein internationales Forscherteam unter Leitung der Uni Leipzig und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in aufwändigen Studien, die nun im Fachmagazin Conservation Biology (DOI: https://doi.org/10.1111/cobi.13311) veröffentlicht wurden.

Quelle: Uni Leipzig

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14. Mär 2019 · News · Politik · Veranstaltung

70 Jahre Grundgesetz: Allianz-Kampagne zur Wissenschaftsfreiheit

„Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ heißt es in Artikel 5 des Grundgesetzes, das vor 70 Jahren in Deutschland in Kraft trat. Die Wissenschaft nimmt den Jahrestag zum Anlass, über die Erfolgsgeschichte, die Chancen, aber auch die Gefährdungen dieser Freiheit zu debattieren und zu fragen, welche Verantwortung daraus erwächst. „Freiheit ist unser System. Gemeinsam für die Wissenschaft“ ist – angestoßen von der Max-Planck-Gesellschaft – eine Initiative der Allianz der zehn großen deutschen Wissenschaftsorganisationen. Ziel ist es, in einer Reihe von Veranstaltungen, Reden, Debatten und Meinungsbeiträgen die Bedeutung der Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu betonen, sich gleichzeitig kritisch mit eigenen Entwicklungen auseinanderzusetzen sowie mögliche Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit (siehe: wissenschaftsfreiheit.de) in den Blick zu rücken. Die zehn Mitglieder der Allianz sind: Alexander von Humboldt-Stiftung, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsrat.

Quelle: Leopoldina

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13. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Meta-Analyse: Ertragsstabilität biologischer vs. konventioneller Landwirtschaft

Weizenfeld auf der ökologisch bewirtschafteten Versuchsstation Viehhausen der TUM. Foto: Samuel Knapp, TUM

Für die Landwirtschaft zählt nicht nur die Höhe des Ertrages, auch die Stabilität der Erträge über mehrere Jahre ist wichtig. Wie sich biologische und konventionelle Landwirtschaft in diesem Punkt unterscheiden, zeigt eine Meta-Analyse eines Teams der Technischen Universität München (TUM) und von Agroscope in Zürich. Insgesamt verwendeten die Forschenden 165 direkte Vergleiche aus 39 publizierten Studien. Wie erwartet, bestätigte die ihre im Fachmagazin Nature Communications (DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-018-05956-1) veröffentlichte Analyse, dass biologische Bewirtschaftung geringere Erträge erbringt als konventionelle Landwirtschaft, im Mittel über alle Kulturen fielen sie um 16 Prozent niedriger aus. Auch die Schwankungen der Erträge waren bei beiden Verfahren über die Jahre sehr ähnlich. „Das hört sich zwar beruhigend an, hat jedoch einen Haken“, sagt Samuel Knapp vom Lehrstuhl für Pflanzenernährung der TUM. „Weil die absoluten Ertragsschwankungen ähnlich sind, wirken sich die Schwankungen bei den geringeren Erträgen der Biolandwirtschaft stärker aus. Die sogenannte relative Ertragsstabilität ist im Biolandbau somit geringer.“

Quelle: TUM

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13. Mär 2019 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Neues Verfahren zur Klonierung: Effizient und kostengünstig

Wichtige Schritte des neuen Klonierungsverfahrens. Grafik: David Oliver Richter, Uni Bayreuth

Um die in der Abfolge dieser Bausteine begründeten Funktionen untersuchen zu können, müssen DNA-Fragmente in Trägermoleküle eingesetzt und vervielfältigt werden. Für diesen Vorgang der Klonierung hat ein Forschungsteam der Universität Bayreuth ein hocheffizientes, schnelles und kostengünstiges Verfahren entwickelt, das auf allen Gebieten der Biologie, Biochemie und Biotechnologie flexibel einsetzbar ist. Dabei entfällt das aufwändige Screening von Bakterienkolonien. In Scientific Reports (DOI: http://dx.doi.org/10.1038/s41598-019-39768-0) stellen die Forschenden ihre Innovation vor.

Quelle: Uni Bayreuth

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12. Mär 2019 · News · Veranstaltung

Beiträge für den 12. Bundesalgen-Stammtisch

Wie können algenbasierte Produkte langfristig als eine wichtige Säule der Bioökonomie etabliert werden? Darum geht es beim 12. Bundesalgenstammtisch – dem Treffpunkt für alle, die sich aus Sicht von Wissenschaft und Industrie mit Entwicklung und Anwendung von (Mikro-)Algen beschäftigen. Die veranstaltende DECHEMA sucht Beiträg für nachhaltige und effiziente Lösungsansätzen entlang der Algen-Wertschöpfungskette – von der Nährstoffzufuhr über das Reaktordesign, die Aufarbeitung und die Markteinführung der Produkte.

Quelle: DECHEMA

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11. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Genetische Herkunft der Safran-Pflanze geklärt

Blüte des Safran-Krokus mit drei orangefarbenen Fruchtblättern. Bild: Sarah Breitenbach und FISH-Chromosomenanalyse, TU Dresden

Die genetische Herkunft des teuersten Gewürzes der Welt, des Safran-Krokus, haben Forschende der TU Dresden enträtselt. Die Pflanze ist eine triploide Hybridd-Art, ist steril und kann nicht gezüchtet werden. Obwohl seit mehr als 3.500 Jahre im Anbau, stammen alle weltweit kultivierten Pflanzen nur aus Tochterknollen. Seit fast 100 Jahren wird kontrovers diskutiert, was die möglichen Elternarten des Safran-Krokus sind. Würde man die Elternarten kennen, könnte man Veränderungen durch Neuzüchtung in das Krokus-Genom einbringen. Der Safran-Krokus stammt nach ihrer Forschung nur von einer Art ab, der Krokus-Wildart Crocus cartwrightianus, die in Griechenland vorkommt. Durch Sequenzierung des Safran-Krokus-Genoms und die vergleichende Chromosomenanalyse (Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung, FISH) von verschiedenen Krokus-Arten konnten die Dresdner Biolog*innen aufzeigen, dass Genome von zwei Individuen der Krokus-Wildart Crocus cartwrightianus verschmolzen sind, die auf chromosomaler Ebene leichte Unterschiede besitzen. Ihre Ergebnisse publizierte das Team um Prof. Dr. Thomas Schmidt im Fachmagazin New Phytologist (DOI: https://doi.org/10.1111/nph.15715).  

Quelle: TU Dresden

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08. Mär 2019 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Neue molekulare Visualisierungs-Methode basiert auf CRISPR/Cas9

Zellkern der Fleckbohne mit Telomer-spezifischen Signalen (in rot), welche mit Hilfe der CRISPR/Cas9-basierten REGN-ISL Methode detektiert wurden. Grafik: Takayoshi Ishii, Andreas Houben, IPK

Forschende haben sie nun eine neuartige Anwendung für den RNA/Protein-Komplex CRISPR/Cas9 gefunden – als zytogenetische Taschenlampe. Im Gegensatz zur herkömmlichen in-situ Hybridisierung wird die DNA bei der Benutzung des neuen RNA-guided endonuclease - in situ labelling-Werkzeugs (RGEN-ISL) nicht denaturiert. Folglich bleibt das Chromatin unbeschädigt sodass die Chromatinstruktur nun auch untersucht werden kann. RGEN-ISL kann mit Protein-Nachweismethoden kombiniert werden und Echtzeit-Visualisierung des Markierungsprozesses wird möglich. Die neue Methode wurde zwar für Pflanzengenome entwickelt, kann aber vermutlich in allen Organismen verwendet werden. Vorgestellt haben die Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) die neue Methode im Fachjournal New Phytologist (DOI: https://doi.org/10.1111/nph.15720).

Quelle: IPK (pdf)

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07. Mär 2019 · News · Köpfe und Karrieren

Ars legendi-Fakultätenpreis für Physiologie-Kurs

Preisträger der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnung Markus Piotrowski. Foto, Klaus Hagemann, RUB

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in der Biologie geht in diesem Jahr an den Privatdozenten Dr. Markus Piotrowski von der Ruhr-Universität Bochum. Piotrowski ist ein Pionier bei der Etablierung von eLearning-Konzepten in der laborbiologischen Lehre und hat an der Uni Bochum den pflanzenphysiologischen Kurs „PpÜ goes digital“ designt und umgesetzt. In diesem eLearning-Angebot werden interaktiv die Grundlagen experimentellen Arbeitens vermittelt, Arbeitsweisen in Tutorial Videos vorgestellt und online Antestate geschrieben. Die Studierenden sind von diesem Angebot als Vorbereitung auf die laborpraktischen Übungen, auch hinsichtlich der zeitlichen Flexibilität und der Wiederholbarkeit, begeistert. „Die positiven Erfahrungen erzielen bereits eine Multiplikatorwirkung in der Gesamtfakultät“, hob die Jury hervor. Die anderen Ars legendi-Fakultätenpreise für exzellente Hochschullehre in Mathematik geht an Robert Rockenfeller von der Universität Koblenz-Landau, der für Chemie an Lena Daumann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der für Physik Burkhard Priemer von der Humboldt-Universität zu Berlin, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Die Preisverleihung findet am 4. April 2019 um 17 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) statt.

Quelle: VBIO

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06. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Baumdiversität in Wäldern stabilisiert Interaktionen zwischen Arten

Mit zunehmender Vielfalt der Baumarten kommen mehr Blattlaus- und Zikadenarten vor. Foto: AG Klein, Uni Freiburg

Der Rückgang der biologischen Vielfalt und der damit einhergehende Verlust von Pflanzenarten haben viele Auswirkungen auf unsere Ökosysteme. Das wurde bisher durch Studien im so genannten Offenland, also in nicht überbauten oder von Gehölzvegetation dominierten Gebieten, gezeigt. Jetzt konnte ein Team von Biologinnen und Biologen der Universität Freiburg nachweisen, dass der Verlust von Baumarten in Wäldern Insektenlebensgemeinschaften und deren Interaktionen untereinander und mit Pflanzen destabilisiert. Somit ist die Baumdiversität in Wäldern wichtig, um die Nahrungsnetze von Insekten zu stärken. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Proceedings of the Royal Society B. (DOI: https://doi.org/10.1098/rspb.2018.2399).

Quelle: Uni Freiburg

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06. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Wildbienen verhungern im Spätsommer im ländlichen Raum

Wildbienen wie die der Art Anthidium oblongatum sind ziemlich klein. Foto: Michaela Hofmann, Erstautorin der Studie, LMU

Warum mehr als die Hälfte der über 500 einheimischen Wildbienenarten bedroht oder lokal schon ausgestorben sind, haben Forschende, darunter die Pflanzenwissenschaftler*innen Constantin Zohner und Susanne Renner der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B (DOI: https://doi.org/10.1098/rspb.2019.0316) geschildert. Dazu nutzen sie Veränderungen auf der Roten Liste. Ihre Untersuchungen legen nahe, dass die Bienen in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten vor allem im Spätsommer zu wenig Nahrung finden. Helfen würden nach Ansicht der Forschenden beispielsweise eine seltenere Mahd, die Anlage von Blühstreifen oder das Stehenlassen von Ackerrandstreifen mit Ackerunkräutern. „Aber auch Hobbygärtner können jetzt schon Bienen helfen, indem sie auf vielfältige Hausgärten ohne Pestizide und Mähroboter setzen“, sagt Renner.

Quelle: LMU

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04. Mär 2019 · News · Forschungsergebnis

Biodiversitätskrise: Nur technischer Fortschritt in der Landwirtschaft reicht nicht

Das rasante Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum zerstört die biologische Vielfalt – vor allem in den Tropen. Das berichtet ein Forscherteam unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Nature Ecology & Evolution (DOI:  https://doi.org/10.1038/s41559-019-0824-3). Schuld daran sei die wachsende Nachfrage nach Agrarprodukten, die immer neue Anbauflächen verlangt. Zwar werde die Landwirtschaft durch technische Fortschritte immer effizienter, doch die wachsende Zahl an Menschen macht diese Erfolge wett. Klar ist: Eine wirksame Naturschutzpolitik braucht Konzepte gegen Bevölkerungswachstum und für nachhaltigen Konsum.

Quelle: iDiv

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04. Mär 2019 · News · Projekt

Vielfalt ist überlebenswichtig

Auf der Alpen-Wiese wächst Echte Arnika (Arnica montana). Foto: Benjamin Schwarz

Landnutzungswandel, Monokulturen, Herbizide, versiegelte Flächen – der Lebensraum für Wildpflanzen wird immer knapper. Inzwischen gelten 92 Wildpflanzenarten als „Arten nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands“, d. h. Deutschland hat für diese Pflanzenarten international eine besondere Verantwortlichkeit, da sie nur in Deutschland vorkommen oder ihr Hauptverbreitungsgebiet in Deutschland liegt. Um Maßnahmen zum Schutz und Erhalt dieser 92 Wildpflanzenarten zu entwickeln und durchzuführen, läuft seit etwa einem halben Jahr die zweite Phase des Verbundprojekts Wildpflanzenschutz-Deutschland (WIPs-De II). Im Projekt WIPs-DE II geht es zum einen um die Sicherung der genetischen Ressourcen und zum anderen darum, Standorte zu sichern. Mehr dazu hat die Uni Regensburg.

Quelle: Uni Regensburg

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03. Mär 2019 · News · Anwendung

14 Millionen Pflanzen-Nachweise in Bayern erfasst

Mit rund 14 Millionen Nachweisen von über 4.000 in Bayern vorkommenden Pflanzen-Arten ist das Pflanzen-Portal zur größten botanischen Datenbank Bayerns angewachsen. Daraus soll der Pflanzenatlas "Flora von Bayern" entstehen, meldet das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV). Zum ersten Mal seit über 100 Jahren wurde so der komplette Bestand von Pflanzen in Bayern systematisch erfasst und beschrieben. Kuratiert und archiviert wird das online-Portal (https://wiki.bayernflora.de/web/Hauptseite) vom Datenzentrum an den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB). Die Koordinationsstelle ist an der Botanischen Staatssammlung München angesiedelt, einer Einrichtung der SNSB.

Quelle: STMUV

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News

Rückblick auf KW 9

Wie zelleigene Redakteure genetische Fehler korrigieren

Mechanismus zum Abbau von Chloroplasten-Proteinen

Wie Pilze zum Filter für die Pflanzenausbreitung werden

Weltweit größte Senke für Kohlendioxid in nachwachsenden Wäldern

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 8

Wildgräser enthalten fremde Gene

Wie der Bau der Zellwand gesteuert wird

Blütchenfruchtbarkeit des Weizens genetisch entschlüsselt

Protein CC1 wichtig für Salzhaushalt

Wie Pflanzen lernten, Wasser zu sparen

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 7

Wie Ameisen die Fressfeinde von Akazien aufspüren

China und Indien Spitzenreiter beim Begrünen der Erde

Fachgesellschaften zum Open-Acces-Plan-S 

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News

Rückblick auf KW 6

Phytomodificine - neue sekundäre Pflanzenstoffe entdeckt

Synthetisches Peptid macht Schnittblumen länger haltbar

Hecken gut für Erdbeerfrüchte

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 5

Wie Pflanzen mit Eisenmangel umgehen

Was Raps so bitter macht

Funktionieren Mais und Gerste mit Weizen-Resistenzgen im Feld?

Alle Nachrichten dieser Woche

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News

Rückblick auf KW 4

Zweigesichtige Stammzellen produzieren Holz und Bast

Tabakpflanzen schicken hungrige Raupen zur Konkurrenz

Kälte bringt nur ausgewachsene Pflanzen zum Blühen

Zusatzantrieb für die Photosynthese

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News

Rückblick auf KW 3

Fossile coralline Rotalgen sind 300 Millionen Jahre älter als gedacht

Mais-Kiwellin entwaffnet Aktivität eines Pilzeffektors

Mit wenigen Eingriffen lässt sich Reis jetzt ungeschlechtlich vermehren

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News

Rückblick auf KW 2

Überdominanz-Hypothese belegt

Neuer Lichtsensor in zwei Algen entdeckt

Herkunft der Qingke-Gerste in Tibet geklärt

Kambodschas Tropenwälder weichen Plantagen

Biologischer Pflanzenschutz in Meeresalgenkulturen

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News

Rückblick auf KW 1

Stoffwechsel von Tabak-Pflanzen effizienter gemacht

Vortrag: Gentechnik und Ökolandwirtschaft - warum nicht?

Alle Nachrichten dieser Woche

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Stellenangebote
11. Mär 2019 · Offene Stellen

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Doktorand*in)

Prozessüberwachung eines Photobioreaktors und Prozesssteuerung (Gaszuflussregulierung)

Universität Leipzig, Fakultät für Lebenswissenschaften/ Institut für Biologie, Pflanzenphysiologie, Leipzig, Deutschland

Start: 1 April 2019

Deadline: 30 März 2019

Details (pdf)

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01. Mär 2019 · Offene Stellen

11 PhD positions

Communication and Dynamics of Plant Cell Compartments

Martin Luther University Halle-Wittenberg and Leibniz Institute of Plant Biochemistry (IPB), DFG Research Training Group 2498,
Halle, Germany

Start: 1 July 2019

Deadline: 1 April 2019

Details (pdf)

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18. Feb 2019 · Offene Stellen

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (*gn)

Gene expression in biogeochemical cycling of phosphorus in biological soil crusts of sand dunes of the Baltic Sea

Universität Rostock, Angewandte Ökologie und Phykologie, Rostock, Germany

Start: sobald wie möglich

Deadline: 22 März 2019

Details (pdf)

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12. Feb 2019 · Offene Stellen

PhD position

Plant ecology

Project: Identification of early-warning signals for rangeland desertification by means of productivity time-series analysis

University of Tübingen, Faculty of Science, Institute of Evolution and Ecology, Plant Ecology Group, Tübingen, Germany

Deadline: 31 March 2019

Details: University of Tübingen

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12. Feb 2019 · Offene Stellen

PhD position

Plant ecology

Project: Identifying rangeland degradation and desertification along grazing gradients using UAV remote sensing

University of Tübingen, Faculty of Science, Institute of Evolution and Ecology, Plant Ecology Group, Tübingen, Germany

Deadline: 31 March 2019

Details: University of Tübingen

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DBG-Veranstaltungen
DBG · Veranstaltung

Termine

15. − 19. September 2019 
Botanikertagung: International Plant Science Conference in Rostock

11. - 14. Februar 2020
nächste Tagung der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie 

8. - 11. März 2020
nächste Tagung der Sektion Phykologie

16. - 19. September 2020
nächste Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie 

September 2020
kommender PhD Workshop der Sektion Pflanzliche Naturstoffe

Über die DBG

Portrait

Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer rund 950 Mitglieder.

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Mitgliedschaft
DBG

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