Actualia der DBG
17. Jan 2023 · Actualia · Nachwuchsförderung

DBG würdigt beste Master-Arbeiten

Collage der Fotos und Grafiken einer Auswahl der 2022 ausgezeichneten Master-Arbeiten. Fotos und Grafiken: Franziska Eidloth, Lea Klepka (2), Vera Wagner (2), Magdalena Slawinska, Andreas Holzinger und Carlos Agios

15 Master-Arbeiten angehender Pflanzenforscher*innen hat die DBG vergangenes Jahr ausgezeichnet. Im Themenspektrum befinden sich auch Forschungsergebnisse, die in Nature publiziert wurden. Das vielfältigen Spektrum umfasst: Nickelresistenz eines das Gebirgs-Hellerkraut befallenden Pathogens, genetische Marker zur Identifikation der Alge Pantocsekiella, ER-Tonoplast Membran-Kontaktstellen, Die Untersuchung, ob manch endemische Euphorbie durch Polyloidisierung entstand, Glyoxalase I in Arabidopsis thaliana Ökotypen, wie sich Galium wirtgenii in renaturierten Wiesen schlägt, wie Hitze und Stickstoffmenge Wachstum und Entwicklung von Kartoffelpflanzen verändern, ein in vivo NADH/NAD+-Monitoring-System zur Analyse der PAMP-vermittelten Immunantwort, wie Stickstoffmangel UV-Schutzstoffe in Helianthus annuus induziert, eine neue elektrophysiologische Methode zur Charakterisierung des PIN-FORMED8 Transportproteins, wie die Morphologie und Gasaustausch von Spaltöffnungen beeinflusst, modulare transkriptionelle Regulation der Photosynthese Gene in Arabidopsis thaliana, wie Lipide das Membran-Aktin-Interface polar wachsender Pflanzenzellen reguliert, antibakterielle Gene-Silencing-Ansätze, sowie die Mesofauna-Vielfalt in Astgabel-Habitaten.
Die DBG gratuliert den erfolgreichen Preisträger*innen herzlich und dankt den DBG-Kontaktpersonen, die die Auswahl an den einzelnen Hochschulen trafen und die Urkunden übergaben. 

Zu den Preisträger*innen und ihren ausgezeichneten Arbeiten

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05. Jan 2023 · Actualia · DBG

Neues Vorstandsmitglied tritt sein Amt an

Prof. Dr. Edgar Peiter wird Mitglied unseres erweiterten Präsidiums. Foto: Tina Peiter-Volk

Seit erstem Januar übernimmt Prof. Dr. Edgar Peiter sein Amt als Mitglied unseres erweiterten Präsidiums von Prof. Dr. Andreas Meyer. Peiter, Professor für Pflanzenernährung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wurde während der letzten Mitgliederversammlung im August in Bonn einstimmig gewählt und wird unsere kommende Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, 2024 in Halle organisieren. Alle anderen Präsidiumsmitglieder des geschäftsführenden und des erweiterten Präsidiums waren während der Mitgliederversammlung im September in ihren Ämtern bestätigt worden.

Details der turnusgemäßen Präsidiumswahl

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09. Dez 2022 · Actualia

Neues Logo für unsere DBG

Wir freuen uns, heute unser neu gestaltetes Logo zu präsentieren, das mehrere Elemente beibehalten hat. Es kann in kurzer Form angezeigt sowie gedruckt werden und existiert auch als englische sowie als Icon-Variante. Es symbolisiert ein Blatt. Auch wenn nicht alle Pflanzen Blätter bilden, führt unser Blatt tief in die Vorgänge und Interaktionen im Inneren von Pflanzen und fasst damit das wissenschaftliche Interesse zusammen, das alle unsere Mitglieder teilen.
Der Farbenlehre folgend haben wir den grünen Farbton beibehalten, um die Photosynthese sowie frische Blätter im Frühling zu symbolisieren. Das Grün findet sich bereits seit vielen Jahren in unserem Logo und unseren Online-Auftritten. Es wird nun mit einem Blauton kombiniert, der seit 2006 die zweite Farbe auf unserer Website war, und unsere Vertrauenswürdigkeit wiederspiegelt. Der neue Schrifttyp Roboto Slab ist moderner als die früher verwendete Schriftart Georgia. Die Serifen haben wir behalten, um unserer langen Tradition Rechnung zu tragen, denn die DBG - gegründet 1882 - ist eine der ältesten wissenschaftlichen Gesellschaften für Pflanzenwissenschaften der Welt.
Unser neues Logo wurde erstmals knapp 100 unserer Mitglieder auf der Botanik-Tagung in Bonn im Sommer vorgestellt.

Als unser Mitglied können Sie sich einloggen und die Bilder für Druck- und Online-Zwecke herunterladen (Log-In erforderlich)

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22. Nov 2022 · Actualia · Tagungsbericht

Wie sich Überschwemmung und Sauerstoffmangel auf Pflanzen auswirkt

Ein Teil der 120 Teilnehmenden der ISPA22 stellte sich vor dem oberfränkischen Kloster Banz der Fotografin. Foto: Alina Hieber

Die erste Konferenz der ISPA (International Society for Plant Anaerobiosis) in Deutschland (ISPA22) thematisierte im September Flooding and hypoxia in plants, ein im Klimawandel immer wichtiger werdendes Thema. Die Tagung, an der zahlreiche Forschende aus dem Ausland teilnahmen, war von mehreren Forschenden im Hybridformat organisiert worden. Hauptorganisatorin Professorin Dr. Angelika Mustroph berichtet über die spannendsten Vorträge – u.a. eines Nobelpreisträgers –, die verliehenen Poster-Preise und das Fazit der Teilnehmenden, zu welchen Themen in Zukunft mehr wissenschaftliche Analysen notwendig sind.

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19. Okt 2022 · Actualia · DBG · Botanik-Tagung · Tagungsbericht

Botanik-Tagung: Pflanzenwissenschaften spielen eine Schlüsselrolle für Nachhaltigkeit

Die Teilnehmenden wurden im Audimax der Universität begrüßt. Foto: Yannic Müller

Ende August hielt unsere Deutsche Botanische Gesellschaft ihre Konferenz an der Universität Bonn. Die Konferenz deckte das weite Feld der Pflanzenwissenschaften ab, katalysierte den Austausch der mehr als 600 teilnehmenden Forschenden, und bot zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken und für die Anbahnung von Kooperationen. In seinem Bericht erwähnt Tagungsleiter Professor Andreas Meyer nicht nur eine Übersicht über die beeindruckende Historie Bonner Pflanzenforscher sondern gibt auch einen Überblick über die wissenschaftlichen Themen, die verliehenen Wissenschaftspreise sowie die Auflösung des Quiz für die Tagungsteilnehmenden.

Lesen Sie den gesamten englischsprachigen Bericht

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19. Okt 2022 · Actualia · DBG

Dank und Medaillen für die Alt-Präsidenten Flügge und Dietz

Nach der Verleihung der Simon-Schwendener-Medaillen und der Bestätigung der neuen Ehrenmitglieder wird der Hörsaal im Hintergrund schon für den nächsten Vortrag vorbereitet. Im Vordergrund stehen: der amtierende DBG-Präsident Andreas Weber, Ehrenmitglied Klaus-J. Appenroth, Alt-Präsident und Medaillen-Empfänger Karl-Josef Dietz, Ehrenmitglied Birgit Piechulla, Alt-Präsident und Medaillen-Empfänger Ulf-Ingo Flügge, Laudatorin Jutta Ludwig-Müller und Tagungspräsident Andreas Meyer (v.l.n.r). Foto: esw, DBG

Unsere ehemaligen Präsidenten, Professor Ulf-Ingo Flügge (Köln) und Professor Karl-Josef Dietz (Bielefeld) erhielten während der diesjährigen Botanik-Tagung in Bonn je eine unserer Simon-Schwendener-Medaillen überreicht. In den Vorträgen anlässlich der Verleihung betonten die beiden Laudatoren die weltweit anerkannten Forschungsergebnisse der beiden Pflanzenforscher und dankten ihnen ganz herzlich im Namen aller Mitglieder für ihre langjährige Führung und Entwicklung unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). Professor Flügge hat neben seinen zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen unsere DBG in den Jahren 2003 bis 2011 gestaltet, wie unser amtierender Präsident, Professor Andreas Weber, in der Laudatio schildert. Professor Dietz hat sich kontinuierlich in verschiedenen Förderorganisationen und wissenschaftlichen Gesellschaften engagiert, über 330 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht – viele davon vielzitiert - und als Präsident unsere Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) in den Jahren 2012 bis 2020 auch international weiterentwickelt, wie Tagungspräsident Professor Andreas Meyer in seiner Laudatio hervorhob.

Siehe auch weitere Fotos

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19. Okt 2022 · Actualia · DBG · Botanik-Tagung

Bilder der Botanik-Tagung

Alle Bilder der Tagung. Mit Aufnahmen von Marion Deichmann, Yannic Müller, Jose Ugalde und anderen

Unser Intranet bietet die mehr als 360 Aufnahmen von unserer Botanik-Tagung. Herzlichen Dank allen Fotografinnen und Fotografen.

zum Intranet (mit Log-In für unsere Mitglieder)

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17. Okt 2022 · Actualia · Tagungsbericht

Plant hydraulic community traf sich in Würzburg

Teilnehmende der XIM5-Konferenz am 21. September vor dem Hauptgebäude der Universität Würzburg. Foto: Pierre-André Waite

Beinahe 150 Forschende tauschten sich unter anderem zur Funktionsweise der Leitgewebe von Pflanzen aus, die in den sich häufenden Dürrejahren, massiven Baumsterbephasen und Ernteausfällen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Hauptorganisatoren, Prof. Dr. Bernhard Schuldt und Dr. Roman Link, berichten nicht nur über die Themenschwerpunkte der dreitägigen Tagung, sondern auch in welche Richtung sich der Fokus der Forschung in Zeiten des Klimawandels entwickelt, vor allem bei Waldökosystemen aber auch Agrarprodukten, und welche Methoden und Herangehensweisen derzeit im Forschungsfokus stehen.

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13. Okt 2022 · Actualia · DBG · Ehrenmitglied

Drei neue Ehrenmitglieder gewählt

Biochemikerin Birgit Piechulla, Wasserlinsenforscher Klaus-J. Appenroth und Transport-Experte Widmar Tanner (im Uhrzeigersinn). Fotos: Thomas Rahr (c) ITMZ, Uni Rostock (1) und privat (2)

Jeweils einstimmig votierten die Anwesenden in der Mitgliederversammlung am 31. August in Bonn dafür, drei neue Ehrenmitglieder in unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) zu ernennen.

  • Als eine der führenden Pflanzenbiochemikerinnen mit Schwerpunkt auf die flüchtigen Sekundärmetaboliten von Pflanzen und Bakterien und als Kennerin circadianer Rhythmen mit vielzitierten Publikationen und einem in viele Sprachen übersetzen Lehrbuch ist Professorin Birgit Piechulla (Rostock) bekannt, wie Professor Ivo Feussner in seiner Laudatio (pdf) hervorhob. Auch als Organisatorin mehrerer gelungener Konferenzen – darunter die Botanikertagung 2019 in Rostock – und ihren Tätigkeiten in wissenschaftlichen Gremien hat sie viel in und für die Pflanzenwissenschaften bewegt.
  • PD Dr. Klaus-J. Appenroth (Jena) wird nicht nur wegen seines auch im Ruhestand unermüdlichen Einsatzes für die Erforschung und Kultivierung der Wasserlinsen – einer Pflanzengruppe auf dem Sprung zu einer vielseitig verwendbaren Kulturpflanze – mit einer Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet, sondern auch für seine jahrelange Tätigkeit als Schatzmeister unserer DBG, wie aus der Laudatio hervorgeht, die Professor Ingo Schubert verfasste und die Professorin Jutta Ludwig-Müller in Schuberts Abwesenheit vortrug.
  • Professor Widmar Tanner (Regensburg) entdeckte nicht nur den ersten pflanzlichen Zucker-Transporter, sondern erbrachte zahlreiche neue Erkenntnisse zum Glukose-Transport-System, zu Metabolit-Flüssen und verwandten Gebieten der Zellphysiologie. Darüber hinaus initiierte er zwei Sonderforschungsbereiche.  Auch sein Engagement für die Gemeinschaft in der Pflanzenforschung macht ihn zum verdienten Ehrenmitglied unserer Gesellschaft, wie unser Präsident Professor Andreas Weber aus der von Professor Ekkehard Neuhaus verfassten Laudatio (pdf) den Zuhörenden in Bonn berichtete.
10. Okt 2022 · Actualia · DBG · Botanik-Tagung · Nachwuchsförderung

Poster-Preise Botanik-Tagung 2022

Acht der zehn Ausgezeichneten stellten sich gemeinsam mit dem Präsidenten der Deutschen Botanischen Gesellschaft, Andreas Weber (links) und dem Tagungspräsidenten, Andreas Meyer (rechts) nach der Verleihung der Urkunden dem Fotografen. Foto: Yannic Müller

Aus den mehr als 300 während der Botanik-Tagung 2022 an der Universität Bonn präsentierten wissenschaftlichen Postern kürten die Teilnehmenden und eine Jury in einem zweistufigen Auswahlprozess die besten zehn, wobei die Stimmen der Teilnehmenden mehr zählten. Die Pflanzenwissenschaftlerinnen und Pflanzenwissenschaftler im frühen Karriere-Stadium erhielten die Auszeichnung für ihre auf den Postern präsentierten Arbeiten sowie ein Preisgeld in Höhe von 140 Euro, da sich die Gründung unserer Deutschen Botanischen Gesellschaft in diesem Jahr zum 140ten Mal jährt.

Alle ausgezeichneten Preistragenden und die Titel der von ihnen vorgestellten wissenschaftlichen Ergebnisse auf den Postern (pdf-Datei)

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03. Okt 2022 · Actualia · DBG

Neues Präsidiumsmitglied gewählt und Vorstand bestätigt

Prof. Dr. Edgar Peiter wird als designierter Tagungspräsident die kommende Botanik-Tagung 2024 in Halle organisieren. Foto: Tina Peiter-Volk

Prof. Dr. Edgar Peiter (Halle) wurde neu in das erweiterte Präsidium der DBG gewählt. Einstimmig hatte die Mitgliederversammlung der Wahl des Pflanzenphysiologen am 31. August während der diesjährigen Botanik-Tagung in Bonn diesem Wahlvorschlag zugestimmt. Wieder in die Ämter des geschäftsführenden Vorstands wurden unser Präsident Professor Dr. Andreas Weber (Düsseldorf), Schatzmeister Professor Dr. Raimund Tenhaken (Salzburg), Generalsekretärin Professorin Dr. Caroline Müller (Bielefeld) und Schriftführer Dr. Thomas Janßen (Berlin) gewählt. Auch Professorin Dr. Iris Finkemeier (Münster) wurde als Mitglied des erweiterten Vorstandes im Amt bestätigt. Die Amtszeiten des neu gewählten Präsidiums starten satzungsgemäß mit dem nächsten Jahreswechsel.

02. Okt 2022 · Actualia

Botanik-Tagung: Pflanzen und Pflanzenwissenschaft geben Zukunftshoffnungen

"Die Pflanzenwissenschaften können einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele leisten", betonte Professor Andreas Weber in seiner Begrüßungsrede. Foto: Yannic Müller

In seiner Rede zur Eröffnung der internationalen Tagung erinnerte unser DBG-Präsident, Professor Andreas Weber, dass das Erforschen und Arbeiten mit Pflanzen Anlass zur Hoffnung geben, einige der großen Probleme der Menschheit zu lösen. Die Pflanzenwissenschaften können nicht nur dabei helfen, die Entwicklungsziele der UN zu erreichen. Sie können auch ausreichend große Mengen atmosphärischen Kohlenstoff binden, um das Kohlendioxid der Atmosphäre zu verringern, da das Stoppen des Kohlendioxid-Ausstoßes allein nicht genügen wird, um die weitere Erderwärmung zu stoppen. Weber nannte außerdem die Herausforderungen und einige der Fragen, die die Pflanzenwissenschaft lösen kann. Unser Präsident ermunterte die Teilnehmenden die Konferenz zu nutzen, um interdisziplinäre Gruppen zu bilden, die diese Themen erforschen können. 

Lesen Sie die ganze Ansprache

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DBG Update
05. Jan 2023

VBIO-Rückblick - Dezember 2022

Im Rückblick auf seine Dezember-Aktivitäten erinnert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) an den Bewerbungsschluss zum Ars Legendi-Fakultätenpreis am 30. Januar. Außerdem berichtet der Dachverband von seinen Biologentagen in den Bundesländern NRW und BW, bei denen u.a. um den Stop der Wissenserosion in Sachen Natur und klare Formulierungen an die Politik ging. Kurzinformationen aus Wissenschafts- und Hochschulpolitik runden den Rückblick ab.

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13. Dez 2022

VBIO-Rückblick - November 2022

Der Dachverband berichtet über seine Dialogveranstaltung "Wissenschaft trifft Politik" zum Thema Genome Editing in Pflanzen in der Bundespressekonferenz, seinen Kommentar zur Zukunftsstrategie Forschung & Innovation und seinen Aktivitäten im Vorfeld der UN-Biodiversitätskonvention in Montreal. Außerdem erinnert er an die Ausschreibung zum Ars Legendi-Fakultätenpreis 2023. Kurzinformationen aus Wissenschafts- und Hochschulpolitik runden den Rückblick des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) ab.

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09. Dez 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 63

Eröffent mit dem neuen Logo der DBG präsentiert der Newsletter Forschungsnachrichten: Wie eine neu entdeckte Zellgruppe Manganmengen misst, welches Protein diesen Nährstoff an die Verbrauchsorte steuert und welche zwei Schlüsselproteine die Photosynthese an wechselndes Licht anpassen. Unsere DBG nennt die ersten ausgezeichneten Master-Arbeiten, wünscht sich Bewerbungen für einen neuen Eduard Strasburger-Hot-Topic-Workshop und informiert zu den unter ihrem Dach vereinten Sektionen.
Our Newsletter not only opens with our new logo (more on this below) but also informs about the first awarded master theses and recommends the special issue of our journal Plant Biology that comprises results and papers about responses of European forests to global change-type droughts.

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08. Nov 2022

VBIO-Rückblick - Oktober 2022

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) berichtet über seine Delegiertenversammlung mit Wahl (die DBG berichtete), seiner Teilnahme an einem Parlamentarischen Abend zu Umwelt und Klima sowie über seine Fortschritte beim Thema Genome Editing. Informationen zum Fachkräftemangel in der innovativem Biotechnologie-Branche, zur Wissenschaftsfreiheit und zu anderen Wissenschaftsthemen runden den Rückblick auf den Monat Oktober ab.

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22. Okt 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 62

Wie Schädlinge zu Bestäubern wurden, mit welchem Trick gewünschte Eigenschaften vererbt werden können und was Inselpflanzen verholzen lässt, sind Themen in unseren Forschungsnachrichten.
Unsere DBG blickt zurück auf die Botanik-Tagung in Bonn, nennt ihre neuen Ehrenmitglieder und Medaillen-Träger, berichtet von der Mitgliederversammlung mit Präsidiumswahl und hat die Impressionen der Tagung in einem Bericht und in mehr als 300 Bildern zusammengetragen. Eine unserer Sektionen hat eine neue Sprecherin gewählt, während sich andere bereits auf ihre Konferenzen kommendes Jahr vorbereiten.
Our DBG looks back to our recent conference, informs about our newly elected honorary members, medal winners, and board members. We also offer a report about our conference and present the more than 300 images taken at the Meeting of our German Society for Plant Sciences (Botanik-Tagung) in Bonn. 
Editors and Editor in Chief of our journal Plant Biology, Professor Christiane Werner, recommend three reviews about a roadmap to improve photosynthetic efficiency in staple crops, how arbuscular mycorrhizal fungi affect accumulation of secondary metabolites of TCM plants, and how selenium improves heavy metal stress tolerance in plants. They also present the risen impact factor of our journal and the new viewpoint editor.

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10. Okt 2022

VBIO-Rückblick - September 2022

Vor dem zweiten Teil der Biodiversitätskonferenz (COP 15 am 5. bis 17. Dezember 2022 in Kanada) hat sich der der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland VBIO nochmals bei den Bundesministerien dafür eingesetzt, dass digitale Sequenzinformationen für die Wissenschaft nutzbar bleiben und einen multilateralen, entkoppelten Zugang benötigen.
Hinweise auf eine neue Vortragsreihe für Lehrkräfte und Interessierte sowie auf Soft-Skill-Seminare und Informationen zur Wissenschafts- und Hochschulpolitik runden die Rückschau auf die Aktivitäten des Biologie-Dachverbandes im Monat September ab.

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12. Sep 2022

VBIO-Rückblick - August 2022

Über die Ergebnisse der von ihm koordinierten online-Umfrage zum Bedarf an Freilandstudien mit gentechnisch veränderten Pflanzen, informiert der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland VBIO. Mit dem Lösungsansatz vor gezielter Zerstörung gesicherte Freilandflächen (sog. Protected Sites) zu nutzen, eröffnen sich für 83 Prozent der Teilnehmer*innen neue Forschungsperspektiven. Diese hatte der VBIO an unsere DBG sowie an sechs weitere Fachgesellschaften gerichtet.  Meldungen aus Wissenschafts- und Hochschulpolitik runden den Rückblick auf die VBIO-Aktivitäten des Monats August ab.

Link zur August-Ausgabe (Log-In erforderlich)

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27. Aug 2022 · DBG · Veranstaltung

Updates: Botanik-Tagung 2022 in Bonn

Programme Updates: https://www.botanik-tagung.de/fileadmin/congress/media/botaniker2022/pdf/Botanik_2022_Corrigendum.pdf

You can still register for the Botanik-Tagung, International Conference of our German Society for Plant Sciences 2022, #BT2022DBG: https://www.botanik-tagung.de/registrierung-abstracts/registration  

Since the COVID-19 pandemic is not over yet, the conference chair and the organisers of our Botanik-Tagung, ask you to comply with the regulations that are provided in order to hold a safe conference together  
https://www.botanik-tagung.de/general-informationen/hygiene-measures

Scientific Programme: https://www.botanik-tagung.de/programm/scientific-programme

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21. Aug 2022

Umfrage zeigt hohen Bedarf an Freilandstudien mit gentechnisch veränderten Pflanzen

Abbildung 1: Häufigkeit der Pflanzenarten oder Pflanzengattungen, die in Freilandstudien untersucht werden sollten. Insgesamt wurden 229 Antworten gegeben. Die Kategorie Bäume umfasst Pappel, Fagus, Picea und Sequoiadendron.

Eine online-Befragung unter Pflanzenwissenschaftler*innen in Deutschland zeigt großen Bedarf an Freilandstudien mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Nur mit Studien im Freiland lassen sich aussagekräftige Ergebnisse z.B. zur Ertragsbildung sowie Klima- und Stresstoleranz gewinnen. Vor gezielter Zerstörung gesicherte Freilandflächen (sog. Protected Sites) sind ein Lösungsansatz. Für 83 Prozent der Teilnehmer*innen an der Umfrage eröffnen sich damit neue Forschungsperspektiven. Die Einrichtung solcher zerstörungssicheren Freilandflächen kann die internationale Konkurrenzsituation der Pflanzenwissenschaften in Deutschland grundlegend verbessern. Dies ist wichtig, weil derzeit auch genomeditierte Pflanzen unter die Regularien des Gentechnikgesetzes fallen. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf  ̶̶  unabhängig von einer zukünftigen, an den Stand wissenschaftlicher Erkenntnis angepassten Neuregulierung genomeditierter Pflanzen in der EU.

zu den Ergebnissen und Abbildungen

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27. Jun 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 61

Wie Algen einst das Leben auf dem Land für uns alle eroberten, wie Eindringlinge die Abbaumaschinerie ausschalten und welches Protein eine Schlüsselrolle für die Lebensdauer anderer Proteine einnimmt, steht in den Forschungsnachrichten.

Das Präsidium und der Tagungspräsident freuen sich auf unser Wiedersehen bei der Botanik-Tagung in Bonn und gratulieren den drei großen Forschungsverbünden, die erfolgreich eine Förderung einwarben.

The Editors and Editor in Chief of our journal Plant Biology, Professor Christiane Werner, recommend two reviews about the revision of positive interactions in mixed forests under drought and the roles of glutamine synthetase isoenzymes in Arabidopsis thaliana which differ from other plants.

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13. Mai 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 60

Welche Pflanzen dem Menschen bei der Bewältigung der Klimakrise helfen können, wieviel früher eigentlich Frühblüher blühen, und wie nur ein Pflanzengen die Artenvielfalt eines ganzen Mini-Ökosystems beeinflusst, sind Ergebnisse unserer Forschungsnachrichten.  
Bei welchen beiden Konsultationen Ihre Expertise gefragt ist. Sowie ein Update zu unserer Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, mit Mitgliederversammlung. Tagungsberichte und Veranstaltungshinweise runden unseren Newsletter ab.

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04. Apr 2022 · DBG · Newsletter

Newsletter Nr. 59

Welcher Trick das Kartoffelgenom zu entschlüsseln half, was eine weiterentwickelte Genschere in Pflanzen nun ermöglicht, wie Pflanzen Polyspermie unterbinden und warum die Venusfliegenfalle vielleicht bald der Arzneimittelforschung dienen könnte, sind Themen in den Forschungsnachrichten.  
Das Präsidium der DBG lädt herzlich zur Mitbestimmung und Wahl bei unserer nächsten Mitgliederversammlung in Bonn. Es freut sich nicht nur über die Zusagen der acht Plenary Speaker zu unserer Botanik-Tagung, sondern auch auf die Diskussionen und den fachlichen Austausch in den mehr als 20 Sessions über aktuelle Themen der Pflanzenforschung in Bonn. Unser Präsident regt an, in Bonn auch deshalb zusammen zu kommen, um Förderquellen für die Forschung zu erschließen, die die interne Konkurrenz in den Fachgebieten nicht noch weiter verschärfen. Nur noch rund zwei Wochen hat Zeit, wer seinem Nachwuchs einen unserer Wissenschaftspreise und einen Auftritt in der Forschungs-Community angedeihen lassen möchte. Die European Plant Science Organisation assistiert, um Ukrainische Pflanzenforschende mit Laboren in ganz Europa zusammen zu bringen.

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Wochen-Chronik
26. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Wie sich Pflanzen gegen Frost schützen

Die Collage zeigt verschiedene Arten von Pflanzenblättern und ihre Schutzmechanismen vor Eis (im Uhrzeigersinn, beginnend unten links): Härchen, eine glatte Oberfläche und eine Wachsschicht. Aufnahmen und (c): Elena Gorb und Stanislav Gorb

Fallen die Temperaturen unter null Grad, bilden sich Eiskristalle auf den Blättern von winterharten Grünpflanzen. Trotzdem überstehen sie Frostphasen in der Regel unbeschadet. Mit einem besonderen Kryo-Rasterelektronenmikroskop konnten Forschende vom Zoologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erstmals hochauflösende Bilder von Vereisungsprozessen auf heimischen Wildpflanzen und Pflanzen in der Antarktis aufnehmen. Dabei entdeckten sie verschiedene winzige Strukturen auf den Blattoberflächen, mit denen sich die Pflanzen gegen niedrige Temperaturen schützen. Ein besseres Verständnis dieser Schutzstrategien könnte auch für Nutzpflanzen oder Flugzeugoberflächen interessant sein. Die Ergebnisse erschienen im wissenschaftlichen Fachmagazin The Science of Nature.

Quelle: CAU

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25. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Schon vor Jahrtausenden haben Menschen das Wachstum von Blaualgen in Gewässern beeinflusst

Der Tiefe See im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland); Luftaufnahme des länglichen Sees im flachen Land im Blick von Norden. Foto: A. Brauer

Das übermäßige Wachstum von teils giftigen Blaualgen (Cyanobakterien) in Gewässern ist kein Phänomen der Neuzeit. Der Mensch hat es schon vor Jahrtausenden beeinflusst. Das zeigt nun erstmals die Untersuchung von Blaualgen-DNA an Sedimenten eines Sees in Mecklenburg. Die Studie von Forschenden des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ und Kolleg*innen konnte die Geschichte der Blaualgen des Sees über die letzten 11.000 Jahre entschlüsseln und wurde in der Fachzeitschrift Communications Biology veröffentlicht.

Quelle: GFZ

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25. Jan 2023 · News · Projekt

Welche positiven Effekte Aerosole auf Mikroben und Pflanzen haben

Privatdozent Dr. Jürgen Burkhardt misst die für Mikroorganismen wichtigen Feuchtigkeitsbedingungen auf der Blattoberfläche. Foto: Volker Lannert, Uni Bonn

Staub, Ruß oder Salz aus der Luft: Was wenig vielversprechend klingt, kommt Mikroorganismen auf Blattoberflächen von Pflanzen zugute. Welche positiven Effekte solche Aerosole für die Mikroben und die Pflanzen haben können, untersucht ein Forschungsteam vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften
und Ressourcenschutz der Universität Bonn und der Hebrew University of Jerusalem. Die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF) fördert das Vorhaben in den nächsten vier Jahren mit rund 800.000 Euro. Die Anschubfinanzierung stammt von einem Collaborative Research Grant aus Exzellenzmitteln der Universität Bonn.

Quelle: Uni Bonn

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24. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Venusfliegenfallen-Mutante mit Zahlenschwäche

Stimulation der Venusfliegenfalle durch Berührungen löst elektrische Signale und Kalziumwellen aus. Die Kalziumsignatur wird decodiert; das führt zum schnellen Zuschnappen der Falle. Die DYSC-Mutante kann die Kalziumsignatur nicht mehr korrekt auslesen. Grafik: Ines Kreuzer, Uni Würzburg

Eine neu entdeckte Dyscalculia-Mutante der Venusfliegenfalle hat ihre Fähigkeit verloren, elektrische Impulse zu zählen. Ein Würzburger Forschungsteam legt die Ursache des Defekts offen und beschreibt die Schlüsselkomponente im Fachjournal Current Biology. Entdeckt hatten ein Koautor der Publikation die Mutante auf einer Pflanzenbörse. Die Website der Uni Würzburg bietet auch ein kleines Video der Erkenntnisse.

Quelle: Uni Würzburg

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24. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Moose verzweigen sich anders... auch auf molekularer Ebene

Das Laubmoos Marchantia polymorpha reduziert seine Verzweigungen, wenn Schatten auf die Pflanze fällt. Grafik und (c): Susanna Streubel, Dolan Lab, Current Biology, GMI

Nicht-vaskuläre Moose leben in Kolonien, die den Boden bedecken und winzigen Wäldern ähneln. In einem echten Wald konkurrieren die Pflanzen in verschiedenen Schichten des Kronendachs um Licht. Wenn eine Pflanze nicht genügend Sonnenlicht empfängt, stellt sie die seitliche Verzweigung ein und wächst stattdessen in die Höhe. Forschende des Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften entdeckten, dass das Lebermoos, dessen Pflanzenkörper sich grundlegend von dem vaskulärer Pflanzen unterscheidet, seine Architektur ebenfalls an die Lichtverhältnisse anpasst. Die Ergebnisse haben sie im Journal Current Biology veröffentlicht.

Quelle: GMI

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23. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Grasland-Ökosysteme werden mit zunehmendem Alter widerstandsfähiger

Eine reduzierte Biodiversität beeinträchtigt die Stabilität des gesamten Ökosystems. Ein langfristig angelegter Versuch zeigt nun, dass Grasland-Pflanzengemeinschaften mit mehreren Arten etwa zehn Jahre brauchen, bis sie sich aufeinander eingestellt haben und wieder gleichmässig viel Biomasse produzieren können. In der Studie untersuchten Forschende der Universitäten Zürich (UZH), Leipzig und Jena sowie des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) die Stabilität der pflanzlichen Biomasseproduktion über 17 Jahre in einem aussergewöhnlich langfristig angelegten Biodiversitätsversuch, dem sog. Jena-Experiment. Veröffentlicht hatten die Forschenden ihre Ergebnisse am 14. Dezember Nature Communications und heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle: UZH

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23. Jan 2023 · News · Veranstaltung

Farbenrausch im Pflanzenreich

Ein Käfer in einer Essig-Rose (Rosa gallica Versicolor). Foto: Monika Gschneidner

Das Jahresprogramm des Botanischen Gartens der Uni Ulm wird bunt und steht unter dem Motto: "Farbenrausch: Farbe im Pflanzenreich". Nicht nur Pflanzen nutzen Farbpigmente, um Bestäuber anzulocken oder zur Energieproduktion. Auch der Mensch profitiert, indem er mit Pflanzenfarben malt oder Stoffe färbt. Passend zum Titelthema veranstaltet der Botanische Garten Führungen, Workshops oder Kurse.

Quelle: Uni Ulm

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23. Jan 2023 · News · Ausschreibung

Forschungsaufruf: Projekte für klima- und umweltschonende Aquakultur gesucht

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert ab sofort Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Aquakultur, die den nachhaltigen Konsum und die gesellschaftliche Anerkennung stärken. Forschungseinrichtungen und Unternehmen können ihre Projektskizzen bis zum 20. April 2023 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) einreichen. Im Fokus der Bekanntmachung stehen die Bereiche der Algen und Mikroalgen, Haltungstechnik, Fütterung, Gesunderhaltung, Qualitätssicherung, Verringerung und Vermeidung unerwünschter Umweltwirkungen sowie die Identifizierung neuer Arten.

Quelle: BMEL

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20. Jan 2023 · News · Politik

Neue Züchtungstechniken von Pflanzen tragen zur Bewältigung der Klima-, Biodiversitäts- und Ernährungskrise bei

Klima-, Biodiversitäts- und Ernährungskrise erfordern eine Vielzahl von Lösungsansätzen. Dazu gehört, die Landwirtschaft umweltfreundlicher und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Neue Züchtungstechniken wie CRISPR/Cas und andere Techniken der sogenannten Genomeditierung bieten hierfür ein besonders großes Potenzial. Mit dem Ziel, eine nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion zu erreichen, den Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie der EU umzusetzen und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen, überarbeitet die EU-Kommission derzeit Teile des europäischen Gentechnikrechts mit Bezug zu neuen molekularbiologischen Züchtungstechniken und daraus resultierenden Pflanzen und Produkten. Mitte des Jahres 2023 soll ein neuer Gesetzentwurf vorliegen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (siehe auch deren Dossier) appellieren vor diesem Hintergrund an die Politik, bei der Gesetzesreform wissensbasierte Entscheidungen zu treffen.

Quelle: DFG

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18. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Blütenmuster machen Hummeln effizienter

Die Interaktion von Hummeln mit Blüten wird deutlich effizienter, wenn die Blüten gemustert sind. Im Bild eine Arbeiterin der dunklen Erdhummel. Foto: Johannes Spaethe, Uni Würzburg

Die Suche nach Nektar kostet Insekten viel Energie, sie müssen also möglichst effizient vorgehen. Bunte Muster auf den Blütenblättern helfen dabei kräftig mit. Ein Team vom Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat jetzt erstmals die einzelnen Schritte entschlüsselt, über die Blütenmuster die Effizienz von Erdhummeln (Bombus terrestris) steigern. Insgesamt reduzieren Saftmale die Zeit, die für die gesamte Interaktion mit einer Blüte gebraucht wird, um bis zu 30 Prozent – vom Anflug über das Finden des Nektars bis hin zum Abflug. Überraschenderweise verkürzen die Blütenmuster nicht die eigentliche Nektarsuche; sie machen aber den Anflug effizienter und sorgen für eine strategisch günstigere Landeposition. Sie wirken wie Markierungen auf einer Landebahn und helfen den Hummeln, ihren Anflug zu koordinieren. Das berichtet das Team um Anna Stöckl und Johannes Spaethe im Journal Functional Ecology.

Quelle: Uni Würzburg

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18. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Altes Gelbes Enzym hilft Algen gegen Lichtstress

Die in den 1930er-Jahren entdeckten Alten Gelbe Enzyme, kurz OYEs (vom englischen Old Yellow Enzymes) sind Biokatalysatoren – gelb gefärbt durch ein Hilfsmolekül. Sie können Reaktionen durchführen, welche für die chemische Industrie sehr wertvoll sind, etwa Medikamentenvorstufen oder Duftststoffe herstellen. Obwohl OYEs in vielen Organismen vorkommen, ist ihre natürliche Rolle für diese Lebewesen bisher kaum bekannt – möglicherweise, weil der wissenschaftliche Fokus auf der biotechnologischen Anwendung lag. Forschende um Privatdozentin Dr. Anja Hemschemeier und Prof. Dr. Thomas Happe von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zeigen nun, dass ein OYE der einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii wichtig für den pflanzlichen Einzeller ist, um sich vor Lichtstress zu schützen, wie sie in der Zeitschrift Plant Direct vom 15. Januar 2023 zeigen.

Quelle: RUB

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18. Jan 2023 · News · Politik

Globale Biodiversitätsziele in Deutschland umsetzen – mit Unterstützung der Forschung

Die Umsetzung der kürzlich beschlossenen UN-Naturschutzziele gelingt nur, wenn alle Akteure – Politik, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft – an einem Strang ziehen. Die Wissenschaft liefert die Wissensgrundlage für effektives Handeln und spielt damit eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung. Dies war der Tenor beim Parlamentarischen Abend am 17. Januar in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin, zu dem das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und das Umweltministerium Sachsen-Anhalt geladen hatten. Die Forschenden fordern einen hochrangigen nationalen Biodiversitätsrat, um die Erhaltung der biologischen Vielfalt zum Kernthema in allen Ministerien zu machen.

Quelle: iDiv

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17. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Neue Sonnentau-Arten dank Sozialer Medien entdeckt

Alle Arten des Drosera microphylla Komplexes haben sehr auffällige Blüten. Bisher waren drei Arten aus dieser Gruppe bekannt, nun sind es neun. Collage: Thilo Krueger, Curtin-University

Ein australisch-deutsches Forscherteam um den Botaniker Andreas Fleischmann (und Preisträger unseres Eduard Strasburger-Preises 2015) hat sechs neue fleischfressende Sonnentau-Arten aus Westaustralien entdeckt. Eigentlich nichts Besonderes für Botaniker*innen – allerdings wurden vier der sechs neuen Arten anhand von Fotos auf Social Media Kanälen identifiziert, die dort von Naturfotografen gepostet wurden. „Die Forschungsdaten der Citizen Scientists sind eine wertvolle Datenquelle für uns Biodiversitätsforscher*innen – und damit von großer Bedeutung für den Schutz vieler Tier- und Pflanzenarten. Vor allem die Ermittlung von Verbreitungsgebieten sehr seltener Arten wäre uns ohne diese zusätzliche Datenfülle gar nicht möglich“, sagt Andreas Fleischmann, Letztautor der Studie. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und die Beschreibung neuen Arten haben die Forschenden der Staatlichen Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns (SNSB) mit ihren australischen Parntern nun in der Fachzeitschrift Biology veröffentlicht.

Quelle: SNSB

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17. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Studie zur Toxizität von Pestiziden in Deutschland sieht Handlungsbedarf

Dargestellt sind hier die Pestizidrisiken für Bestäuber in Deutschland. Pestizidrisiken bestehen laut der Studienergebnisse auch für Landpflanzen. Grafik: Sascha Bub, RPTU

Pestizidrisiken in Deutschland haben sich über die vergangenen 25 Jahre geändert, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) in einer im Dezember veröffentlichten Studie im Fachmagazin Environmental Science & Technology berichten. Zwar nahmen die Risiken für Landwirbeltiere in dieser Zeit ab, die für Landpflanzen, Fische und Bodenorganismen nahmen jedoch gleichzeitig zu. Für andere Organismengruppen gab es keinen eindeutigen Trend. Diese Erkenntnisse sind laut des Forschungsteams sind relevant für den Plan der Europäischen Union (EU), die die Pestizidrisiken bis 2030 um 50 Prozent reduzieren will.

Quelle: RPTU

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16. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Selten aber möglich: auch Väter können Chloroplasten vererben

Tabakkeimlinge auf Wachstumsmedium mit Antibiotikum. Pflanzen mit mütterlichen Chloroplasten sind weiß. Zwei Keimlinge enthalten grüne Chloroplasten (rote Pfeile), die resistent gegen das Antibiotikum sind und von der Vaterpflanze weitergegeben wurden. Aufnahme: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

Forschende haben in fast 4 Millionen Tabakpflanzen die Vererbung von Chloroplasten unter verschiedenen Umweltbedingungen untersucht. Entgegen der bisherigen Ansicht, Chloroplasten würden nur von der Mutterpflanze weitergegeben, können bei Kälte auch väterliche Chloroplasten vererbt werden. Die Chloroplasten der Eltern können sich also in den Nachkommen treffen und genetisches Material austauschen. Diese Erkenntnis erlaubt es, Eigenschaften aus dem Erbgut der Chloroplasten gezielt in der Züchtung zu nutzen, und eröffnet zudem neue Perspektiven für die Evolutionsforschung. Die Studie des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam wurde in Nature Plants veröffentlicht.

Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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16. Jan 2023 · News · Outreach

Naturschutz und Landwirtschaft: Wege zu einem konstruktiven, zielführenden Dialog

Ein Konsenspapier der Uni Hohenheim zeigt Lösungsmöglichkeiten, wie die Kommunikation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft verbessert werden kann, um existierende Gräben zwischen beiden zu überwinden. Das dient dem Ziel, dauerhaft und flächendeckend eine biodiversitätsfreundlichere Landwirtschaft zu erreichen. Dem kommt man nur mit Kommunikation näher, woran es jedoch oft hapert. In dem von der Universität Hohenheim in Stuttgart durchgeführten und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) geförderten Forschungsprojekt werden u.a. zwei Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt: Wissen übereinander vermitteln und Verständnis füreinander schaffen.

Quelle: Uni Hohenheim

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12. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Größte Blüte in Bernstein

Blüte im Bernstein. Foto und (c): Carola Radke

Forscherinnen vom Museum für Naturkunde Berlin (MfN) und der Universität in Wien haben eine Seltenheit erforscht– den Einschluss einer fast 3 cm großen Blüte, die vor ca. 38-34 Millionen Jahren samt ihren Pollen in Harz eingeschlossen und konserviert wurde. Sie ist in etwa dreimal größer als die meisten Blüteneinschlüsse und somit die größte Blüte, die jemals in Bernstein entdeckt wurde. Die neuen Erkenntnisse helfen, die Pflanzenwelt des Baltischen Bernsteinwaldes weiter zu entschlüsseln, Rückschlüsse auf das Klima vergangener Zeiten zu werfen und den Wandel der Wälder nachzuvollziehen. Anhand des Pollens sowie einiger Blütenmerkmale konnten die Forscherinnen das Fossil dem asiatischen Vertreter der Gattung Symplocos aus der Familie der Symplocaceae zuordnen. Über ihre Ergebnisse berichten sie im Fachjournal Scientific Reports.

Quelle: MfN

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12. Jan 2023 · News · Forschungsorte

TUM School of Natural Sciences gestartet

Im Zuge ihrer Strukturreform mit der Umstellung von Fakultäten auf Schools hat die Technische Universität München (TUM) gestern mit einem Festakt die TUM School of Natural Sciences eröffnet. Damit entsteht bundesweit einmalig ein interdisziplinär verschränktes Zentrum für Biowissenschaften, Chemie und Physik. Mit rund 90 Professuren, 1.200 Mitarbeitenden und 4.500 Studierenden ist sie eines der bedeutendsten europäischen Zentren für die Naturwissenschaften. Mit ihrer TUM AGENDA 2030 transformiert die TUM als ein Kernelement ihrer Exzellenzstrategie ihre Binnenstruktur von fachlich enggeführten Fakultäten in größere Schools und Integrative Forschungsinstitute nach internationalen Vorbildern, um schlummernde Interaktionspotenziale zu aktivieren.

Quelle: TUM

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11. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Wie Gräser Inzucht verhindern

Blühende Ähre von Englischem Raigras. Foto: Molekulare Pflanzenzüchtung, ETH Zürich

Forschende der ETH Zürich konnten zeigen, welche Gene verhindern, dass sich Gräser selber befruchten. Das Team um Bruno Studer, Professor für Molekulare Pflanzenzüchtung, konnte anhand des Englischen Raigrases (Lolium perenne L.) die für die Selbstinkompatibilität verantwortlichen Gene erstmals identifizieren und die Abfolge ihrer Bausteine (DNA-Basensequenz) bestimmen. Das Englische Raigras ist eines der wichtigsten Futter- und Rasengräser weltweit. "Den Durchbruch verdanken wir den Fortschritten bei Genomanalysen. Diese haben es uns erst in den vergangenen Jahren erlaubt, rasch und umfassend das gesamte Erbgut eines einzelnen Organismus zu sequenzieren", betont Studer. Mit den in der Fachzeitschrift Molecular Biology and Evolution geschilderten Erkenntnissen können Pflanzenwissenschaftler*innen diesen Mechanismus nun gezielter einsetzen, um neue Sorten von Futtergräsern aber auch von Reis oder Gerste zu züchten.

Quelle: ETH Zürich

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11. Jan 2023 · News · Politik

Verstöße gegen Umsetzung des Nagoya-Protokolls

Erstmals ist eine Forschungseinrichtung wegen einer Verletzung der Sorgfaltspflichten nach der EU-Verordnung zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls über den Zugang zu genetischen Ressourcen mit einem Bußgeld belegt worden. Das geht aus dem sechsten Bericht zum Stand der Umsetzung des Nagoya-Protokolls (20/4981) hervor, der als Unterrichtung der Bundesregierung vorliegt und sich auf den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 bezieht. Details nennt der Kurzmeldungsdienst Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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05. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Suche nach genetischen Grundlagen phänotypischer Merkmale wird leichter

Beispiele für phänotypische Innovationen im gesamten eukaryotischen Lebensbaum, auf die die neu entwickelten Ansätze angewendet werden können. Collage: Kenji Fukushima, JMU

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessiert, welche Veränderungen im Erbgut dafür verantwortlich sind, dass sich bei verschiedenen Arten identische Merkmale konvergent entwickeln konnten, obwohl unter ihnen keine verwandtschaftlichen Beziehungen bestehen. „Solche Merkmale – wir sprechen von Phänotypen – sind natürlich immer in Genomsequenzen kodiert“, sagt der Pflanzenphysiologe Dr. Kenji Fukushima von der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Mutationen können die Auslöser für die Entwicklung neuer Merkmale sein. Jetzt ist es Fukushima gemeinsam mit seinem Kollegen David D. Pollock von der University of Colorado (USA) gelungen, eine Methode zu entwickeln, die bei der Suche nach den genetischen Grundlagen phänotypischer Merkmale deutlich bessere Ergebnisse erzielt als die bislang verwendeten Methoden. „Wir haben eine neuartige Metrik der molekularen Evolution entwickelt, mit der sich die Rate der konvergenten Evolution in proteinkodierenden DNA-Sequenzen genau darstellen lässt“, beschreibt Fukushima das wesentliche Ergebnis der jetzt in Nature Ecology & Evolution veröffentlichten Arbeit.

Quelle: JUM

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05. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Struktur eines Proteinsuperkomplexes der Atmungskette aufgeklärt

Atomares Modell eines mitochondrialen Atmungsketten-Superkomplexes der Pflanze Arabidopsis thaliana. Der Superkomplex entsteht durch Zusammenlagerung der Atmungskettenkomplexe I (complex I, blau) u. III (complex III2, grün). nm = Nanometer

Durch die Kombination von Kryoelektronenmikroskopie und Bildauswertungsverfahren unter Einsatz von Großrechnern können mittlerweile Bildpunkte im Bereich von 0,1 Millionstel Millimetern (0,1 Nanometer) aufgelöst werden. Das ist die Größenordnung des Abstands von Atomen innerhalb eines Moleküls. Mittels dieser Forschungsstrategie gelang der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Hans-Peter Braun von der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit Dr. Niklas Klusch und Prof. Dr. Werner Kühlbrandt vom Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt kürzlich die Strukturaufklärung eines Proteinsuperkomplexes, der an der Atmung pflanzlicher Zellen beteiligt ist. Dieser Superkomplex kommt in der inneren Membran der Mitochondrien vor.  Die Ergebnisse wurden am 30. Dezember 2022 in der Fachzeitschrift Nature Plants publiziert, zusammen mit einer Veröffentlichung einer amerikanischen Arbeitsgruppe um Dr. Maria Maldonado und Dr. James Letts, denen die Aufklärung der Struktur des gleichen Superkomplexes in einer anderen Pflanzenart gelang.

Quelle: Leibniz Universität Hannover

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04. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Klimawandel: immer mehr Flächen in Europa für Sojaproduktion geeignet

Langfristig eignen sich immer mehr Ackerflächen in Europa für den Anbau von Sojabohnen. Dies könnte die Abhängigkeit von Sojaimporten aus Brasilien und den USA verringern. Foto und (c): Moritz Reckling, ZALF

Der Klimawandel erfordert ein Umdenken in der Pflanzenproduktion, hin zu Sorten und Kulturen, die besser an Hitze und Trockenheit angepasst sind. Die Sojabohne gedeiht nicht nur unter warmen Bedingungen gut, sondern versorgt sich auch selbst mit dem wichtigen Pflanzennährstoff Stickstoff. Eine vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Fachzeitschrift Global Change Biology veröffentlichte Studie zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den USA verzichten, folgern die Autorinnen und Autoren der Studie.

Quelle: ZALF

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04. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Salat nimmt giftige Zusatzstoffe aus Reifenabrieb auf

Wind, Klärschlamm und gereinigtes Abwasser tragen Reifenabriebpartikel von den Straßen auf Ackerflächen. Eine neue Laborstudie zeigt: Die in den Partikeln enthaltenen Schadstoffe könnten in das dort angebaute Gemüse gelangen. Forscher*innen des Zentrums für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft der Universität Wien haben untersucht, ob aus Reifen freigesetzte Chemikalien in Salatpflanzen gelangen und letztlich auf unseren Tellern landen könnten. Ihre Analysen ergaben: Der Salat nahm alle untersuchten chemischen Verbindungen – einige davon hochgiftig – auf. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, wie dieser Prozess konkret in Ackerböden abläuft. Die Studie ist nun in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology erschienen.

Quelle: Uni Wien

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04. Jan 2023 · News · Projekt

Gemischte Baumbestände

Bodenprobenahme mittels Bohrstock. Foto: Julia Tetzke, Uni Rostock

Wie Wälder mit gemischten Baumbeständen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung beitragen können, untersucht ein Team um Christel Baum, Professorin für Bodenbiologie an der Universität Rostock, gemeinsam mit Kolleg*innen in einem internationalen Forschungsverbund, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert und an dem die Universität Rostock maßgeblich beteiligt ist. Dabei vergleichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Potenziale von Baumartenrein- und Misch-Beständen hinsichtlich ihrer Anpassung an den Klimawandel und einer hohen Kohlenstoff (C-)-Speicherung in Holzbiomasse und Boden.

Quelle: Uni Rostock

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03. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Kombi aus alter Methode und moderner Technologie für neue Pflanzensorten

Neue Pflanzensorten durch die Kombination von Pfropfen und mobiler Genschere. Grafik: RTDS Association

Forschenden ist es gelungen mittels einer von ihnen entwickelten cleveren Kombination aus klassischer Pflanzenveredelung mit hochmoderner Molekularbiologie stabile geneditierte Pflanzen herzustellen, die nicht von klassisch gezüchteten oder natürlich entstandenen Mutationen zu unterscheiden sind. Diese neu entwickelte Methode ist außerdem geeignet, schneller Pflanzen mit den gewünschten Eigenschaften zu züchten und kann bei einer Vielzahl von Pflanzen genutzt werden, bei denen bisher die Geneditierung nicht eingesetzt werden konnte. Veröffentlicht haben die Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie ihre Ergebnisse im Fachjournal Nature Biotechnology.

Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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03. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Klimawandel: Pflanzen-Bestäuber-Netzwerk verschiebt sich

Im hohen Norden hinterlässt der Klimawandel besonders deutliche Spuren. Eine neue Studie in Finnland zeigt nun, dass es parallel dazu dramatische Veränderungen bei den bestäubenden Insekten gegeben hat. Forscher*innen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) haben festgestellt, dass sich das Netzwerk von Pflanzen und ihren Bestäubern dort seit dem Ende des 19. Jahrhunderts massiv verändert hat. Möglicherweise könne das dazu führen, dass Pflanzen künftig weniger effektiv bestäubt werden und sich dadurch schlechter vermehren, warnen die Wissenschaftler*innen im Fachjournal Nature Ecology & Evolution.

Quelle: UFZ

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02. Jan 2023 · News · Forschungsergebnis

Protein reguliert Crossover-Prozesse - 1.000 Pflanzen sequenziert

Die Crossover-Verteilungen des linken (oben) und rechten (unten) Arms des Chromosom V der Arabidopsis-Pflanze in verschiedenen Mutanten. Grafik: Schnittger/UHH/MIN

Ein internationales Forschungsteam hat durch die Sequenzierung von 1.000 Pflanzen herausgefunden, dass wichtige Prozesse in der Meiose – crossover interference und crossover assurance – durch das Protein ASYNAPTIC 1 (ASY1) reguliert werden. Die unter Leitung des Entwicklungsbiologen Prof. Dr. Arp Schnittger der Universität Hamburg gewonnenen Ergebnisse könnten unter anderem für die Züchtung von Nutzpflanzen relevant sein und wurden in der Fachzeitschrift PNAS nexus veröffentlicht.

Quelle: Uni Hamburg

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26. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Braunalgen-Schleim ist gut fürs Klima

Blasentang (Fucus vesiculosus) findet man auch an Deutschlands Küsten, etwa auf Helgoland. Die Bremer Forschenden führten ihre Untersuchungen in Finnland durch. Foto: Camilla Gustafsson, Zoologische Station Tvärminne, Finnland

Braunalgen nehmen große Mengen Kohlendioxid aus der Luft auf und geben Teile des enthaltenen Kohlenstoffs in Form eines schwer abbaubaren Schleims wieder an die Umwelt ab. Weil dieser Schleim kaum einem Meeresbewohner schmeckt, verschwindet dieser Kohlenstoff so für lange Zeit aus der Atmosphäre. Das zeigt eine im Fachjournal PNAS veröffentlichte Studie von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen. Wie die Forschenden zeigen, ist insbesondere der Algenschleim namens Fucoidan dafür verantwortlich. Sie schätzen, dass Braunalgen so bis zu 550 Millionen Tonnen Kohlendioxid jedes Jahr aus der Luft holen könnten – beinahe die Menge der gesamten jährlichen Treibhausgas-Emissionen Deutschlands.

Quelle: MPI für Marine Mikrobiologie

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23. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Mechanismus zum Lichtschutz von Pflanzen entschlüsselt

Pflanzen wie Arabidopsis thaliana akkumulieren in den Blattgeweben im Zuge der Anpassung an höhere Lichtintensitäten große Mengen von Farbstoffen (rechts). Foto: Andreas Richter, Uni Rostock

Wie Pflanzen Schutzpigmente ausbilden, um sich vor hoher Lichtintensität zu schützen, hat eine Forschungsgruppe vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock unter Beteilung der Humboldt-Universität zu Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München nun enträtselt. Im Fachmagazin Plant Communications schildern sie diejenigen Mechanismen, die für die Aktivierung der Farbstoff-Bildung in Pflanzen verantwortlich ist. Es zeigte sich, dass die bei der Photosynthese erzeugten Zucker als Signalmoleküle für die Aktivierung der Anthocyanbildung bei Lichtüberschuss verantwortlich sind. „Wie sich herausstellte, führt die gesteigerte Bildung von Kohlenhydraten, wie sie etwa unter erhöhten Lichtintensitäten zu beobachten ist, zu einer verstärkten Bildung von Enzymen, die für die Bildung der Anthocyane in der Pflanze notwendig sind“, sagt Juniorprofessor Andreas Richter.

Quelle: Uni Rostock

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23. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Zellkompass für effizientes Atmen von Gräsern

Eine Spaltöffnung in Gräser besteht aus zwei zentralen, hantelförmigen Schliesszellen und zwei seitlichen Helferzellen. Foto und (c): zvg, Uni Bern

Eine Forschungsgruppe konnte neue Erkenntnisse gewinnen, wie Gräser effiziente Spaltöffnungen auf ihren Blättern entwickeln. Wenn wichtige Komponenten in diesem Entwicklungsprozess fehlen, wird der Gasaustausch zwischen Pflanze und Atmosphäre beeinträchtigt, wie sie im Fachmagazin eLife berichten. Die beim Gras Brachypodium distachyon gewonnenen Erkenntnisse der Forschenden um Prof. Dr. Michael Thomas Raissig vom Institut für Pflanzenwissenschaften (IPS) der Universität Bern sind auch wichtig im Hinblick auf den Klimawandel.

Quelle: Uni Bern

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21. Dez 2022 · News · Projekt

Wenn Algen nachts grünen Wasserstoff herstellen

Grüner Wasserstoff (H2) aus umweltfreundlichen Quellen gilt als heißer Kandidat als Energieträger der Zukunft. Bestimmte Algen könnten ihn herstellen – wie das in industriellem Maßstab gelingen kann, untersuchen Forschende der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Osaka gemeinsam in zwei Projekten, die das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung fördert. Zum einen bauen die beiden Teams in Osaka ein gemeinsames Labor auf. Zum anderen gehen sie der neuen Idee nach, die Wasserstoffproduktionsmaschinerie der Algen in deren Mitochondrien zu verlegen und so von der Photosynthese zu entkoppeln. So könnten die Algen tagsüber wachsen und nachts Wasserstoff erzeugen.

Quelle: RUB

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20. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Frühzeitliche Wälder veränderten den CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht so stark wie bisher angenommen

Ein internationales Team von Erdsystemforschenden hat herausgefunden, dass die Atmosphäre weit weniger CO2 enthielt als bisher angenommen, als die Wälder auf unserem Planeten entstanden. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie revidiert ein 30 Jahre altes Paradigma und hat wichtige Auswirkungen auf das Verständnis, wie Landpflanzen das Klima beeinflussen. Das berichtet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Quelle: PIK

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20. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis · Politik

Aufforstung und Maschinen: Beseitigung von CO2 sollte verstärkte finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten

Um Treibhausgase wieder aus der Luft heraus zu holen, müssen Fördergelder gezahlt werden. Diese Subventionen für die Beseitigung von CO2 sollten dabei höher sein als der Preis, der auf den Ausstoß von CO2 erhoben wird – das zeigt eine neue ökonomische Studie, die im Fachmagazin Journal of Environmental Economics and Management erschien. Erstmals analysierten die Forschenden u.a. des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) politische Maßnahmen, die auf das Abscheiden von CO2 aus der Atmosphäre zielen, um es dann unterirdisch oder in Produkten zu speichern. Grund für die vorgeschlagene unterschiedliche Bepreisung sind nicht technische Schwierigkeiten beim Herausholen des CO2 aus der Luft, sondern ein wirtschaftlicher Effekt, der als Leckage bezeichnet wird.

Quelle: PIK

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15. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Früh grün, früh braun: Klimawandel lässt Alpenpflanzen früher altern

Alpine Pflanzen, die früher mit dem Wachstum beginnen, werden auch früher alt. So wie die alpine Vegetation in diesen Behältern, die schon mehrere Monate vor der Schneeschmelze Sommerwetter ausgesetzt wurde (aufgenommen im Juli). Foto: Patrick Möhl, Uni Basel

Die Klimaerwärmung führt weltweit zu längeren Vegetationsperioden. Viele Pflanzen treiben im Frühling früher aus und profitieren im Herbst länger von warmen Temperaturen. So die gängige Meinung. Nun konnten Pflanzenökologinnen und –ökologen der Universität Basel jedoch zeigen, dass dies beim häufigsten Typ von alpinem Grasland in den Europäischen Alpen nicht der Fall ist: Früherer Austrieb führt zu früherer Alterung und daher zu "braunen Matten". Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden im Fachjournal Nature Communications.

Quelle: Uni Basel

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13. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Die Rolle der Flechten und Moose im Klimawandel

Flechten. Foto: Axel Kleidon, MPI Biogeochemie, Jena

Ein internationales Forschungsteam hat untersucht, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Nicht-vaskuläre Vegetation (NVP, wie etwa Moose, Flechten, terrestrische Algen und Cyanobakterien) und ihre Funktionen in Ökosystemen weltweit haben könnte. Basierend darauf haben die Forschenden unter Leitung des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg ein Konzept entwickelt, in dem die nächsten wichtigen Schritte für das Forschungsgebiet vorgeschlagen werden. „Wir haben festgestellt, dass die Ökosystemfunktionen von NVP durch den Klimawandel wahrscheinlich erheblich beeinträchtigt werden und dass ein besseres quantitatives Verständnis einiger Schlüsselprozesse erforderlich ist, zum Beispiel das Potenzial zur Akklimatisierung, die Reaktion auf erhöhtes Kohlendioxid, die Rolle des Mikrobioms und die Rückkopplung von den Änderungen im Ökosystem auf das Klima. Wir schlagen einen integrativen Ansatz mit innovativen, methodenübergreifenden Labor- und Feldexperimenten und ökophysiologischer Modellierung vor, für den eine nachhaltige wissenschaftliche Zusammenarbeit bei der NVP-Forschung unerlässlich ist“, berichtet der Erstautor der Studie, Jun.-Prof. Dr. Philipp Porada vom Fachbereich Biologie der Universität Hamburg. Die Ergebnisse hat das Team in der Zeitschrift New Phytologist publiziert.

Quelle: Uni Hamburg beim idw

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12. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen sich bei Eisenaufnahme vor oxidativem Stress schützen

Entwickeltes Arbeitsmodell: Durch die Verbindung von PATELLIN2 und IRT1 trägt Vitamin E (Tocopherol) während der Eisenaufnahme in der Wurzel von Arabidopsis thaliana zu verringertem oxidativem Membranstress bei. Grafik: Jannik Hornbergs, HHU

Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat festgestellt, dass das Protein PATELLIN2 nicht nur den Eisenhaushalt in Pflanzen mitreguliert. Eisen ist ein Mikronährstoff, doch zu viel Eisen kann auch toxisch sein. PATELLIN2 gehört zu einer Gruppe von Proteinen, die auch am Vitamin-E-Transport im Menschen beteiligt sind. Die Ergebnisse, die ebenfalls für die Eisenversorgung des Menschen über pflanzliche Nahrung wichtig sind, stellen die Forschenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in der Fachzeitschrift Plant Physiology vor.

Quelle: HHU

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08. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Erst die Landwirtschaft macht das Unkraut

Wasserhanf beeinträchtigt das Maiswachstum (rechts) im Vergleich zu Pflanzen, die nicht mit Wasserhanf konkurrieren müssen (links). Foto und (C): Julia Kreiner, University of British Columbia

Intensive Landwirtschaft bewirkt einen evolutionären Wandel nicht nur auf dem Acker, sondern auch bei Wildpflanzen abseits der bewirtschafteten Felder. Eine in der Fachzeitschrift Science veröffentlichte Studie zeigt, wie der Aufstieg der modernen Landwirtschaft in Nordamerika den Raufrucht-Wasserhanf in ein landwirtschaftlich problematisches Unkraut verwandelt hat. Das internationale Forschungsteam u.a. mit Forschenden des Max-Planck-Instituts für Biologie Tübingen entdeckte seit der Intensivierung der Landwirtschaft in mehreren hundert Genen Mutationen, die in besserer Toleranz gegenüber Trockenheit, Herbizidresistenz und schnellerem Wachstum resultieren.

Quelle: MPI für Biologie Tübingen

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08. Dez 2022 · News · Köpfe und Karrieren

Forscherin Sarah Ellen O’Connor erhält Leibniz-Preis

Die neuen Trägerinnen und Träger des wichtigsten Forschungsförderpreises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Deutschland stehen fest: Eine der zehn von ihnen ist Professorin Dr. Sarah Ellen O’Connor vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena. Sie erhält die mit jeweils 2,5 Millionen Euro Preisgeld dotierte Auszeichnung für ihre grundlegenden Entdeckungen zur pflanzlichen Naturstoffbiosynthese. Pflanzen haben spezielle Enzyme und Synthesewege entwickelt, um organische Verbindungen zu produzieren, mit denen sie sich gegen Fressfeinde und Parasiten wehren können. Viele dieser Naturstoffe werden als Arzneimittel genutzt, können aber oft nicht mit klassischen chemischen Methoden nachgebildet werden. O’Connor erforscht Biosynthesewege in Pflanzen und nutzt die Entdeckung neuer Genfunktionen, die Aufklärung enzymatischer Wirkmechanismen sowie molekulargenetische und genomische Methoden, um die Synthese selbst der komplexesten Naturstoffe, wie etwa krebshemmende oder neuroaktive Stoffe, zu entschlüsseln. So ist es O’Connors Arbeitsgruppe kürzlich gelungen, den Biosyntheseweg von Strychnin vollständig aufzuklären, was auch andere über viele Jahre versucht hatten. Die dabei gewonnenen Einsichten verwendet die Chemikerin und Biologin auch, um neuartige Verbindungen in Pflanzen herzustellen. Damit eröffnet sie Möglichkeiten zur optimierten Produktion von Naturstoffen sowie den synthetischen Zugang zu neuen Molekülklassen.

Quelle: DFG

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08. Dez 2022 · News · Reputation

Umfrage: Anhaltend hohes Vertrauen in Wissenschaft und Forschung

Das Vertrauen der Deutschen in Wissenschaft und Forschung ist ungebrochen hoch: Laut aktuellen Daten des Wissenschaftsbarometer 2022 geben 62 Prozent der Deutschen an, dass sie Wissenschaft und Forschung eher oder voll und ganz vertrauen (Herbst 2021: 61 Prozent; Herbst 2020: 60 Prozent). Auch das Interesse bleibt stabil. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) zeigt eher großes oder sehr großes Interesse an Wissenschaft und Forschung. Mit der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage ermittelt die gemeinnützige Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) regelmäßig die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu Wissenschaft und Forschung. Förderer und Unterstützer des Projekts sind die Robert Bosch Stiftung und die Fraunhofer-Gesellschaft. Neben wiederkehrenden Fragen umfasst das Wissenschaftsbarometer im Jahr 2022 auch Fragen zum Themenkomplex Energieversorgung. 61 Prozent der Befragten geben an, aktuell den Aussagen von Wissenschaftlern zu Fragen der Energieversorgung in Deutschland eher oder voll und ganz zu vertrauen. Damit liegen die Vertrauenswerte für die Aussagen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern deutlich über jenen für Vertreter von Unternehmen und Industrie (22 Prozent), Verwandten, Bekannten und Freunden (19 Prozent), Vertretern von Behörden und Ämtern (19 Prozent), Journalisten (18 Prozent) und Politikern (13 Prozent). WiD bietet mehrere Grafiken und weitere Analysen.

Quelle: WiD

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06. Dez 2022 · News · Politik

Biologische Vielfalt jetzt aktiv schützen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität sowie Kolleginnen und Kollegen haben eine Liste konkreter Handlungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt vorgelegt. Die "10 Must-Dos aus der Biodiversitätsforschung“ sollen im Vorfeld des Weltnaturgipfels im kanadischen Montréal Lösungswege für diese globale Herausforderung aufzeigen. Die Autorinnen und Autoren aus vielen verschiedenen Fachrichtungen von insgesamt 18 Netzwerkpartnern weisen auch auf den engen Zusammenhang von Klimawandel und Biodiversitätsverlust als globale Doppelkrise hin. Die 10 Must-Dos skizzieren Wege zum Biodiversitätsschutz, die kurzfristig und gezielt beschritten werden können, so das Papier. Als konkrete Maßnahmen sprechen sich die Autorinnen und Autoren unter anderem für mehr Natur und Artenvielfalt in städtischen Räumen, eine Reduzierung der Lichtverschmutzung, den Schutz und das naturnahe Aufforstung von Wäldern sowie eine Kopplung landwirtschaftlicher Subventionen an eine biodiversitätsfreundliche Produktion. Im Forderungskatalog befindet sich auch ein offener Zugang zu wissenschaftlichen Biodiversitätsdaten, um das Wissen über die biologische Vielfalt langfristig zu sichern und ihre Erforschung zu erleichtern. Alle aufgeführten Maßnahmen würden einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen leisten.

Quelle: Leibniz

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06. Dez 2022 · News · Politik

Genome Editing in Pflanzen: Wissenschaft trifft Politik

Unter dem Titel "Genome Editing im Gespräch: Wissenschaft trifft Politik" haben der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) und sein Mitglied Wissenschaftlerkreis Genomik und Gentechnik (WGG) in das Haus der Bundespressekonferenz geladen. Im Mittelpunkt: Die "Neuen Genomischem Techniken" und ihre Anwendung bei Pflanzen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Forschungsorganisationen folgten der Einladung, mit Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern aus der Pflanzenforschung ins Gespräch zu kommen. Für das Podium konnten mit Prof. Dr. Holger Puchta (KIT, Karlsruhe), Prof. Dr. Stephan Clemens (Universität Bayreuth), Dr. Jana Streubel (Universität Hannover) und Tobias Brügmann (vTI Großhansdorf) Kolleg/-innen gewonnen werden, deren Forschungsfelder und Erfahrungen sich perfekt ergänzten. Die Veranstaltung hat erneut das Spektrum der aus der aktuellen Regulierung erwachsenden Herausforderungen für die Pflanzenforschung in Deutschland und Europa aufgezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass die von der EU-Kommission angekündigten Änderungen es der Pflanzenforschung zukünftig erleichtern, ihr großes Potential unter Beweis zu stellen.

Quelle: VBIO

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06. Dez 2022 · News · Ausschreibung

KlarText-Preis für Wissenschafts-Kommunikation 2023

Wer in den Jahren 2021 oder 2022 eine sehr gute Doktorarbeit geschrieben hat und den naturwissenschaftlichen Inhalt einem nicht-wissenschaftlichen Publikum in einem verständlichen Artikel oder einer anschaulichen Infografik einem nichtwissenschaftlichen Publikum erklärt, kann sich bis zum 28. Februar 2023 für den kommenden KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation bewerben. Dieser ist mit 7.500 Euro dotiert und es winkt eine Aufnahme in das Alumni-Netzwerk der verleihenden Klaus Tschira Stiftung. Außerdem werden die Beiträge mit Wissenschaftsjournalist*innen bzw. Grafiker*innen bearbeitet und im KlarText-Magazin veröffentlicht. Alle gewinnen! Denn alle Bewerber*innen können – ganz unabhängig von ihrer Platzierung – an einem zweitägigen Workshop vom Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) teilnehmen. 

Quelle: Klartext-Preis

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05. Dez 2022 · News · Forschungsorte

Die Vermessung der pflanzlichen Widerstandskraft

Das Logo des künftigen Program Centers MetaCom. Grafik: IPB

Die Wissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle werden im Januar 2023 ein interdisziplinäres Forschungsprogramm starten, das die vorhandenen Kapazitäten an analytischen Hochleistungsgeräten und die Expertisen auf den Gebieten der Naturstoffchemie, der Metabolomics sowie der Chemo- und der Bioinformatik bündeln wird. Ziel des Program Center for Plant Metabolomics and Computational Biochemistry (MetaCom) ist ein umfassendes Verständnis der pflanzlichen Resilienz auf chemischer Ebene. Dazu kann MetaCom insgesamt 13 Wissenschaftler*innen, Datenmanager*innen und Technische Assistent*innen einstellen. Das MetaCom-Center soll zudem eine sichtbare Hülle erhalten; geplant ist die Errichtung eines Multifunktionsgebäudes mit Büros und Laboren für Forschende und administrative Mitarbeiter*innen.

Quelle: IPB

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05. Dez 2022 · News · Politik

UN-Weltnaturkonferenz COP15: Die Zehn „Must-Dos“ aus der Biodiversitätsforschung

Bis 2030 sollten 30 Prozent des Landes und der Meere unseres Planeten unter Schutz gestellt werden. Alle zur Schädigung von Natur führenden Subventionen sollten umgelenkt werden. Das sind zwei der Empfehlungen aus den „10 Must-Dos“ des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität. Die Forschenden aus mehr als 20 zusammengeschlossenen Insitutionen, darunter das  Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) veröffentlichen ihre Vorschläge aus Anlass der Weltnaturkonferenz COP15 der Vereinten Nationen, die am Mittwoch im kanadischen Montreal beginnt.

Quelle: PIK

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02. Dez 2022 · News · Projekt

Algen als Hoffnungsträger?

Ob neue Biokraftstoffe, innovative Krebsmedikamente oder nachhaltige Lebensmittel: Forschende rund um den Globus sehen immenses Potenzial in so genannten Euglenoiden. Sie vereinen tierische und pflanzliche Eigenschaften. Die bekannteste Gattung ist das Augentierchen, wissenschaftlich Euglena genannt. Allerdings sind von 1000 bekannten Arten bislang nur 20 untersucht. Das will das Euglena International Network (EIN) ändern. Im EIN haben sich daher Hunderte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit zusammengefunden mit dem gemeinsamen Ziel, die Forschung an Euglenoiden voranzutreiben. Der ehrgeizige Plan ist eine Sequenzierung der Genome aller bekannten Arten von Euglenoiden im Laufe des nächsten Jahrzehnts. Mit an Bord: Forscherinnen und Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Quelle: FAU

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02. Dez 2022 · News

Moor-Birke - Baum des Jahres 2023 - auch in Brandenburg

Der Baum des Jahres 2023 ist auch in Brandenburg keine Unbekannte, wenn auch seltener zu finden als ihre große Schwester, die Sand-Birke. Die Moor-Birke (Betula pubescens) ist mit ihren typischen schwarz-weißen Rindenpartien und der lichten, hellgrünen Baumkrone eine typische Art der Moore und dort oft die einzige Baumvegetation in diesen seltenen und wertvollen Lebensräumen. Das Präsidium der Baum-des-Jahres Stiftung würdigt mit seiner Wahl der Moor-Birke Moore als wichtige Wasser und Kohlenstoff speichernde Ökosysteme und als besondere Lebensräume zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten. Gewählt vom "Verein Baum des Jahres e.V." berichtet das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg.

Quelle: MLUK

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01. Dez 2022 · News · Forschungsergebnis

Einzellige Grünalge produziert das komplette Spikeprotein des Coronavirus

Das Team um Anna Kiefer und Justus Niemeyer setzt auf die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii, um das Spikeprotein zu produzieren. Foto: Koziel, TUK

Um medizinische Wirkstoffe herzustellen, kommen oft Mikroorganismen wie Bakterien zum Einsatz. Gerade bei komplexen Molekülen kommen sie aber an ihre Grenzen, da sie nicht in der Lage sind, sie zu synthetisieren. Eine Alternative stellt die einzellige Grünalgenart Chlamydomonas reinhardtii dar. Forschende der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) haben mit ihr erstmals das komplette Spikeprotein des Coronavirus produzieren können, das an menschliche Zellen dockt. Das war bislang so nicht möglich. Die Arbeit belegt, welche Rolle die Alge künftig bei der Wirkstoffproduktion spielen kann. Die Studie haben die Forschenden im September in der Fachzeitschrift Frontiers in Plant Science veröffentlicht und heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle: TU Kaiserslautern

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30. Nov 2022 · News · Politik

Falsche Anreize: Forscher kritisieren EU-Plan zur Klimaneutralität

Landnutzungs- und Klimaforscher kritisieren die EU-Pläne zur CO2-Reduzierung im Rahmen des Pakets Fit for 55. In einem Kommentar im Fachjournal Nature weist ein Team von Wissenschaftlern, darunter Dr. Thomas Kastner vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt, auf die Versäumnisse und Risiken der geplanten Regelungen hin. Das geplante „Fit for 55“-Paket enthalte viele sehr gute Ansätze – gleichzeitig würden durch falsche Anreize in der EU aber künftig noch mehr wertvolle Flächen für den Holz- statt Nahrungsmittelanbau sowie für die Gewinnung von Bio-Kraftstoffen genutzt. Dies treibe unter anderem die Auslagerung der Nahrungsmittelproduktion ins Ausland und damit die Abholzung von Wäldern weiter voran, so die Forscher. Die Förderung der Bioenergie wirke sich so negativ auf CO2-Speicherung und Biodiversität aus.

Quelle: Senckenberg

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29. Nov 2022 · News · Politik

Frankfurter Erklärung: Gemeinsam für die biologische Vielfalt

Eine Woche vor Beginn der 15. Vertragsstaatenkonferenz zur biologischen Vielfalt (CBD COP15) in Montreal fordert ein Bündnis deutscher Wissenschafts- und Nichtregierungsorganisationen in seiner heute veröffentlichten „Frankfurter Erklärung“, das Wirtschaften gegen die Natur zu beenden. Die Organisationen stellen in ihrem Positionspapier Forderungen an die Bundesregierung und die Europäische Union für ein Gelingen des Weltnaturgipfels. Gleichzeitig machen sie konkrete Vorschläge, um eine naturverträgliche Wirtschaft zum Standard zu machen. Dabei bieten sie ihre Expertise zur Lösung der dringendsten Herausforderung der Menschheit an – der „Zwillingskrise“ aus Biodiversitätsverlust und Klimawandel.

Quelle: Senckenberg

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29. Nov 2022 · News · Forschungsorte

Vanille- und Pfeffer-Anbau wird in Osnabrücker Forschungszentrum untersucht

Ein Sensorsystem fährt über die verschiedenen Regalebenen der Anzuchtkammer, um das Wachstum der Salatpflanzen zu analysieren. So können der Licht- und Nährstoffbedarf optimal angepasst werden. Foto: Aileen Rogge, Hochschule Osnabrück

Pfeffer made in Osnabrück? Im neuen Forschungszentrum "Agrarsysteme der Zukunft" erforschen Wissenschaftler*innen der Hochschule Osnabrück, wie das möglich wird. Auch Vanille, Salate und weiteres Gemüse wird in der neuen Indoorfarm mit Dachgewächshaus am Campus Haste angebaut. Forschungs- und Studi-Projekte nehmen dabei immer in den Blick, was die Pflanzen an Nährstoffen und Licht benötigen und wie die Energieströme beim sogenannten Vertical Indoorfarming nachhaltig optimiert werden können.

Quelle: Hochschule Osnabrück

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29. Nov 2022 · News · Politik

Keine Mehrheit für Gentechnik in der Landwirtschaft

Die Kritiker einer Weiterentwicklung neuer Züchtungsmethoden in der Landwirtschaft sowie einer Reform des EU-Gentechnikrechts sind bei der Sachverständigen-Anhörung am Montagnachmittag im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft in der Mehrheit gewesen. Im deutschen Bundestag wurde dazu angehört:

  • Heike Moldenhauer, Generalsekretärin der European Non-GMO Industry Association (ENGA)
  • Professor Dr. Maria Renate Finckh, Universität Kassel, Ökologische Agrarwissenschaften, Ökologischer Pflanzenschutz
  • Dr. Eva Gelinsky. Leiterin Koordinierung der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut)
  • Dr. Ricarda Steinbrecher, Biologin und Molekulargenetikerin an der Universität Oxford und Mitglied der internationalen Experten Gruppe (AHTEG) zur Synthetischen Biologie der UN Konvention für Biologische Vielfalt
  • Svenja Augustin, Biologin am Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Professor Hans-Georg Dederer, Lehrstuhlinhaber für Staats- und Verwaltungsrecht, Völkerrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht an der Universität Passau
  • Professor Dr. Nicolaus von Wirén, Leiter der Abteilung für Physiologie und Zellbiologie am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben

Zur Diskussion stand der Antrag (20/2342) der CDU/CSU-Fraktion mit dem Titel „Landwirtschaftliche Produktion zukunftsfähig gestalten - Innovationsrahmen für neue genomische Techniken schaffen“. Die einzelnen Statements listet das Portal Heute im Bundestag (hib).

Quelle: hib

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28. Nov 2022 · News · Projekt

Biodiversitätsverlust im Anthropozän

Das „Herbarium Haussknecht“ ist mit etwa 3,5 Millionen Pflanzenbelegen eines der bedeutendsten europäischen Herbarien. Foto: Jan-Peter Kasper, Uni Jena

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat sich vollumfänglich für das strategische Erweiterungsvorhaben „Anthropocene Biodiversity Loss“ der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ausgesprochen. Der zuständige GWK-Ausschuss folgte am 20. September 2022 der im Juli vorausgegangenen Empfehlung des Wissenschaftsrats, die Senckenberg-Erweiterung in die Haushaltsaufstellung für das Jahr 2024 aufzunehmen. Drei Schwerpunkte werden im Rahmen des Konzeptes dauerhaft etabliert: Collectomics, Biodiversity Genomics und die Solutions Labs. Ein achtes Senckenberg-Institut wird in Jena gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität etabliert.

Quelle: Senckenberg

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Stellenangebote
23. Jan 2023 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Biochemistry of Plant-Microbe Interactions

Freie Universität Berlin, Department of Biology, Chemistry, Pharmacy, Institute of Biology, Biochemistry of Plant-Microbe Interactions, Berlin, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 13 February 2023

Details: FU Berlin

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20. Jan 2023 · Offene Stellen

W3-Professur (m/w/d)

Botanik: biotische Interaktionen von Pflanzen

Universität Regensburg, Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin, Regensburg, Deutschland

Start: zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Deadline: 28 Februar 2023

Details: Uni Regensburg (pdf)

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19. Jan 2023 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Plant-animal interactions in agricultural landscapes

University of Würzburg, Biocentre, Chair Animal Ecology and Tropical Biology, Germany

Start: 1 March 2023 or later

Deadline: 5 February 2023

Details (pdf)

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19. Jan 2023 · Offene Stellen

PhD / PostDoc position (m/f/d)

Agroecology/Chemical Ecology: Distribution and toxicity of grass endophytes in Germany

University of Würzburg, Biocentre, Department of Animal Ecology and Tropical Biology, Germany

Deadline: 1 March 2023

Details (pdf)

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19. Jan 2023 · Offene Stellen

Technische Assistenz (m/w/d)

Botanik und Molekulare Evolutionsforschung

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN), Abteilung Botanik und Molekulare Evolutionsforschung, Sektionen Phanerogamen I und II mit Herbarium Senckenbergianum, Frankfurt, Deutschland

Start: 1 April 2023

Deadline: 12 Februar 2023

Details (pdf)

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19. Dez 2022 · Offene Stellen

2 PhD students (m/f/d)

Genetic diversity shaping biotic interactions of plants (TRR356)

MPI for Molecular Plant Physiology, Root Biology and Mycorrhiza, Potsdam, Germany

Start: as soon as possible

Deadline: 31 January 2023

Details (pdf)

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08. Dez 2022 · Offene Stellen

3 PhD positions (m/f/d)

Plant ecophysiology, functional anatomy, and gas transport in plants

Ulm University, Institut für Systematische Botanik und Ökologie, Ulm, Germany

Starting date: preferably between March and April 2023

Deadline: 1 February 2023

Details (pdf)

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06. Dez 2022 · Offene Stellen

Several PhD positions (m/f/d)

International Max Planck Research School (IMPRS) for Molecular Plant Science

Max Planck Institute of Molecular Plant Physiology (MPI-MP), Potsdam, Germany, and University of Potsdam, Germany

Start: between June and December 2023

Deadline: 31 January 2023

Details (pdf)

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16. Nov 2022 · Offene Stellen

PhD position (m/f/d)

Molecular Biology and Biochemistry: Signalling by a plant-like cryptochrome in diatoms

Goethe University Frankfurt, Institute of Molecular Biosciences, Frankfurt, Germany

Start: as soon as possible, 1 July 2023 the latest

Deadline: 31 January 2023

Details (pdf) - please scoll down for English text

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DBG-Veranstaltungen
DBG · Veranstaltung

Termine

2023

Molecular Biology of Plants (#MBP2023), Tagung unserer Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie, Sportschule Hennef, 6 - 9 Februar 2023

Wiss. Tagung der Sektion Phykologie, in Jena, 12 - 15 März 2023

Tagung der Sektion Biodiversität und Evolutionsbiologie, in Gießen, 23 - 26 August 2023

Workshop der Sektion Angewandte Botanik, in Hohenheim, 7 - 9 September 2023

Tagung der Sektion Pflanzliche Naturstoffe in Bad Endbach, 13 - 15 Oktober 2023

2024

Botanik-Tagung International Conference of our German Society for Plant Sciences, in Halle a.d.Saale, 15 - 19 September 2024

Empfohlen
24. Jan 2023 · Plant Biology · DBG

Review: Rice anther tapetum - a vital reproductive cell layer for sporopollenin biosynthesis and pollen exine patterning

Summary of the regulation of tapetum and pollen formation, focused on the role of AT-Hook DNA binding proteins in tapetal and exine patterning

Findings on rice tapetum development, including genomic, transcriptomic and proteomic studies are reviewed by the authors Tariq, Yaseen, Xu, Rehman, Bibi and Uzair. They also describe tapetal programmed cell death (PCD), sporopollenin biosynthesis, ROS activity for tapetum
function and its role in male reproductive development. They summarize the role of the tapetum in male fertility using rice as a model system, and provide information that can be applied in rice hybridization and that of other major crops.

Read whole paper open access in our scientific journal Plant Biology (2022). DOI: 10.1111/plb.13485

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20. Jan 2023 · Plant Biology · DBG

Review: Plant water uptake modelling - added value of cross-disciplinary approaches

Factors influencing water uptake and complementary interdisciplinary hybrid models of plant water uptake

The authors Dubbert, Couvreur, Kübert, and Werner summarize how interdisciplinary hybrid plant water uptake models add the value of a broader conceptual view of soil-plant feedbacks of water, nutrient and carbon cycling. The main goal is to highlight how the four dominant model approaches can be and have been used to create interdisciplinary hybrid models enabling a holistic system understanding that also embeds plant water uptake plasticity into a broader conceptual view of soil–plant feedbacks of water, nutrient and carbon cycling, or reflects observed drought responses of plant–soil feedbacks and their dynamics under, that is, drought.

Read whole paper open access in our scientific journal Plant Biology 25 (2021) 32–42. DOI: 10.1111/plb.13478.

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11. Nov 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Grass species with smoke-released seed dormancy: A response to climate and fire regime but not photosynthetic pathway

Among worldwide grass species, four types of smoke-assisted seed dormancy release can be recognized, based on % with C4 photosynthesis, vegetation type, rainfall seasonality, and type and frequency of fire

In the review author Lamont summarizes the worldwide literature for reports on germination responses among grasses, whose photosynthetic pathway was known, to treatment by smoke and obtained information for 217 species and 126 genera. Thus, even though C3 and C4 grasses are equally capable of expressing smoke sensitivity, their response depends on the region’s climate and fire regime that also dictate which photosynthetic pathway dominates.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13479

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11. Nov 2022 · Plant Biology · DBG

Viewpoint: Is a spice missing from the recipe? The intra-cellular localization of vanillin biosynthesis needs further investigations

The biosynthesis of the flavor compound Vanillin is still controversial; specifically the role of the last enzyme of the pathway, vanillin synthase

Authors Diamond, Barnabé and Desgagné-Penix raise questions on the interpretation of data obtained from the technique used and on the true localization of the biosynthetic enzymes in V. planifolia. They discuss the findings surrounding the cellular-localization and activity of enzymes of vanillin biosynthesis. This will help to further understand the pathway and urge for additional research study to resolve the current debate in the biosynthesis of the most popular flavor compound in the world.

Read whole viewpoint in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13465

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11. Nov 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Possible mechanisms underlying the compensation effect upon the suppression of AOX1a

Decreased relative amounts of reduced ascorbate at stable reactive-oxygen-species (ROS) levels owing to compensation in AOX-suppressed plants might indicate stress development

Author Garmash in the review with the title "Suppression of mitochondrial alternative oxidase can result in upregulation of the ROS scavenging network: some possible mechanisms underlying the compensation effect" proposes that the decrease in the relative amount of reduced ascorbate at stable ROS levels as a result of compensation in AOX1a-suppressed plants is a sign of stress development.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13477

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09. Nov 2022 · Plant Biology · DBG

Review: How magnetic fields affect plants

The magnetic field interacts with plants and accelerates metabolism through signaling pathways, which results in a higher germination rate, and improved growth and production (click to enlarge)

In their paper "Growth, physiological, biochemical and molecular changes in plants induced by magnetic fields" the authors Hafeez, Zahra, Ahmad et al. describe the effects of altering magnetic field conditions (higher or lower values than the Earth’s geomagnetic field) on physiological and biochemical processes of plants: Magnetic field application play a role in changing several physiological processes and could be a potential affordable, reusable and safe practice for enhancing crop productivity by changing physiological and biochemical processes.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13459

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17. Okt 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Roadmap to improve photosynthetic efficiency in staple crops

Roadmap to imporve photosynthetic efficiency in staple crops. (click to enlarge)

Based on the current experimental advances authors Pradhan, Panda, Bishi, et al. in their review "Progress and prospects of C4 trait engineering in plants" summarize novel biotechnological crop improvement strategies that might help to incorporate C4 photosynthetic traits into C3 crops for sustaining food, fiber and fuel production around the globe. They not only report on successes but also on failures and highlight the pros and cons of using rice as a model plant for short-, medium- and long-term goals of genetic engineering.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology open access. DOI: 10.1111/plb.13446

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14. Okt 2022 · Plant Biology · DBG

Review: How arbuscular mycorrhizal fungi affect the accumulation of secondary metabolites of Traditional Chinese medicinal plants

Effects of arbuscular mycorrhizal fungi on secondary metabolites in Traditional Chinese medicine and the mechanism of arbuscular mycorrhizal fungi regulating the biosynthesis of secondary metabolites

In their review "Arbuscular mycorrhizal fungi: Effects on secondary metabolite accumulation of traditional Chinese medicines", the authors Ran, Ding, Cao et al. discuss the effects of arbuscular mycorrhizal fungi on secondary metabolites in Traditional Chinese medicine and the mechanism of arbuscular mycorrhizal fungi regulating the biosynthesis of secondary metabolites. The results could be used to provide new ideas and methods for improving the quality of Traditional Chinese medicine.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology open access. DOI: 10.1111/plb.13449

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11. Okt 2022 · Plant Biology · DBG

Review: physiological mechanisms how selenium improves heavy metal stress tolerance in plants

Selenium improves the tolerance to heavy metal stress of plants in several ways.

In their review "Advances in physiological mechanisms of selenium to improve heavy metal stress tolerance in plants" the authors Lai, Yang, Rao et al. summarize several antagonistic effects of selenium on heavy metal stressors such as cadmium and mercury. The review helps to comprehensively understand the physiological mechanism of selenium in plant tolerance to heavy metal stress of plants, and provides theoretical support for the practical application of selenium in environmental remediation and agricultural development.

Read whole review in our scientific journal Plant Biology open access. DOI: 10.1111/plb.13435

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22. Sep 2022 · Plant Biology · DBG

How the 2018 hot drought brings Pinus sylvestris to a tipping point and whether the ecosystem recovers

The 2018 hot drought severely impaired hydraulic functionality in a Scots Pine forest, causing accelerated tree mortality rates, which ultimately led to a tipping point for the ecosystem.

In their research paper "Central European 2018 hot drought shifts scots pine forest to its tipping point" published in July 2022 authors Haberstroh et al. analyse the severe negative impacts of the hot drought in 2018 on a Pinus sylvestris forests in southwest Germany. The co-occurrence of unfavourable site-specific conditions with recurrent severe droughts resulted in accelerated mortality. Thus, the 2018 hot drought pushed the P. sylvestris stand towards its tipping point, with a subsequent vegetation shift to a broadleaf-dominated forest. To draw this conclusions the authors had analysed needle water potential, carbon assimilation and volatile organic compound (VOC) emissions. The impact and recovery were assessed as ecosystem carbon exchange, normalized difference vegetation index (NDVI) from satellite data and tree mortality data.

Read whole open access paper in our scientific journal Plant Biology (2022). DOI: 10.1111/plb.13455

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14. Sep 2022 · Plant Biology · DBG

How isoprenoid emission capacities vary in response to ecophysiological and environmental controls in Amazonian ecosystems

Amazonian tree species emit less isoprene but more larger isoprenoids in response to abiotic stress.

From the data measured and published in their paper "Seasonal shifts in isoprenoid emission composition from three hyperdominant tree species in central Amazonia" Gomes Alves and the 12 other authors suggest that emission composition shifts are part of a plastic response to increasing abiotic stress (e.g. heat and drought) and reduced photosynthetic supply of substrates for isoprenoid synthesis. They emphasize that future focus should be put on emission composition shifts that are part of a plastic response to increasing abiotic stress (e.g. heat and drought) and reduced photosynthetic supply of substrates for isoprenoid synthesis.

Read whole open access paper in our scientific journal Plant Biology (2022) 24, 721-. DOI: 10.1111/plb.13419

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21. Jun 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Likely roles of the distinct cytosol- and plastidlocated Glutamine synthetase isoenzymes in A. thaliana

Arabidopsis thaliana revels a species-specific functional redundancy of the Glutamine Synthetase gene family, having an isoenzyme compensation mechanism that prevents gene loss of function.

In their review "Glutamine synthetase: an unlikely case of functional redundancy in Arabidopsis thaliana" the authors Moreira, Coimbra and Melo integrate analyses on the likely roles of the distinct cytosol- and plastidlocated Glutamine synthetase (GS) isoenzymes in the model plant, highlighting the redundancy of the GS gene family specifically occurring in this plant. This is in contrast to GS isoenzymes that were observed in nitrogen metabolism in species like Oryza sativa and Zea mays.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13408

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12. Mai 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Hydrogen sulphide - an emerging regulator of plant defence signalling

Hydrogen sulfide enhances plant immunity against invading pathogens.

A growing body of evidence indicates potential role of H2S in plant defence, particularly against bacterial and fungal pathogens. Recent studies suggested that the gaseous signalling molecule participates in plant defence potentially by

  1. regulating glutathione metabolism,
  2. inducing expression of pathogenesis-related (PR) and other defence-related genes,
  3. modulating enzyme activity through post-translational modifications, and
  4. interacting with phytohormones such as jasmonic acid, ethylene and auxin.

The authors Choudhary, Singh, Khatri, and Gupta discuss the biosynthesis, metabolism and interaction of H2S with phytohormones, and highlight evidence gathered so far to support the emerging roles of H2S in plant defence against invading pathogens.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13376.

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11. Mai 2022 · Plant Biology · DBG

Review: How H2S mitigates adverse effects of abiotic stress

Application of exogenous hydrogen sulfide induces changes, at the biochemical and molecular level, that mitigate the detrimental effects of diverse abiotic stressors.

Since signalling molecules like hydrogen sulfide (H2S) play a crucial role in mitigating the adverse effects of environmental stresses in plants it is important to understand the several physiological and biochemical mechanisms. The authors review recent advances in understanding the beneficial roles of H2S in conferring multiple abiotic stress tolerance in plants. And discuss the interaction and crosstalk between H2S and other signal molecules and highlight some genetic engineering-based current and future directions.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13368

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10. Mai 2022 · Plant Biology · DBG

Review: How H2S and NO crosstalk during waterlogging stress in legume crops

Hydrogen sulfide and Nitric oxide modulate the key traits, which are responsible for waterlogging tolerance in legumes

In their review the authors Tyagi, Sharma, Ali, and Gaikwad summarize the crosstalk of the important plant signalling molecules hydrogen sulphide (H2S) and nitric oxide (NO) during waterlogging stress in legumes, which are emitted from plants and soil microbes and that are known to regulate key physiological pathways. They provide an overall summary on H2S and NO, including biosynthesis, biological importance, crosstalk, transporter regulation as well as understanding their role during waterlogging using ‘multi-omics’ approach.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology DOI: 10.1111/plb.13319

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28. Mär 2022 · Plant Biology · DBG

Seed biologists beware: Estimates of initial viability based on ungerminated seeds at the end of an experiment may be error-prone

It is recommended to determine initial seed viability at the start of the experiment, since prolonged duration of ungerminated seeds in germination treatments can lead to loss of viability.

In his viewpoint paper Author Lamont asks for caution against the routine use of end-of-trial germination and viability of ungerminated seeds as an estimate of initial viability in determining germination success of various treatments. He analyses Leucadendron species and in his paper also explores ways to deal with the problem and to preference estimates of initial viability to be undertaken on a separate sample of seeds concurrently with the experiment as this avoids the risk of seed death during the trial.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2022) DOI: 10.1111/plb.13407

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25. Mär 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Expression and roles of GRAS gene family in plant growth, signal transduction, biotic and abiotic stress resistance and symbiosis formation

The GRAS gene family plays an important role in plant signaling, arbuscular mycorrhizal association as well as biotic and abiotic stress tolerance during various stage of plant growth and development.

In their review, the authors Khan, Xiong, Zhang, Liu, Yaseen und Hui highlight the diverse roles of GRAS in plant systems that could be useful in enhancing crop productivity through genetic modification, especially of crops. It is the first review to report the role and function of the GRAS gene family in plant systems.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2021) DOI: 10.1111/plb.13364

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24. Mär 2022 · Plant Biology · DBG

Does plant leaf flammability converge with increasing radiant heat flux in Australian fire-prone woodlands?

Leaf flammability patterns are significantly affected by increasing radiant heat flux, with important implications for integrating leaf flammability into wildfire models.

From their findings the authors Krix, Murray and Murray conclude that leaf flammability is significantly affected by increasing radiant heat flux. In their paper “Increasing radiant heat flux affects leaf flammability patterns in plant species of eastern Australian fire-prone woodlands” they suggest that of the flammability attributes assessed, flame duration is the most informative to include in wildfire models which explicitly consider species’ flammability, given that differences among species in flame duration are maintained across a radiant heat flux gradient.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology 24 (2022) 302–312. DOI: 10.1111/plb.13381

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20. Jan 2022 · Plant Biology · DBG

Review: Significance of miRNA in enhancement of flavonoid biosynthesis

miRNAs regulate flavonoid biosynthesis by acting on structural genes in the flavonoid biosynthesis pathway or by indirectly acting transcription complex to effecting structural genes.

In their review Yang, Han, Li, Ye, and Xu summarize the biosynthesis and mechanisms of miRNA, and provides a summary of the mechanisms of miRNAs involved in production of flavonoids, in order to elucidate the biosynthesis pathway and complex regulatory network of plant flavonoids. They aim to provide new insights into improving the content of flavonoid active ingredients in plants.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2021). DOI: 10.1111/plb.13361

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18. Jan 2022 · Plant Biology · DBG

How seedling's shoot:root ratio, moiture gradient and species niche are associated

The seedling shoot:root ratio has a general adaptive role of in relation to the species niche position on the soil moisture gradient in temperate grassland species.

In their research paper "Shoot:root ratio of seedlings is associated with species niche on soil moisture gradient", Mašková, Maternová, Tĕšitel explore evolutionary adaptations determining plant early growth strategies in 15 herbaceous genera of temperate grasslands differing in their requirements for soil water availability. Linear mixed-effect models identified the length-based shoot:root ratio of seedlings was positively associated with soil moisture requirements in a congeneric species comparison. Nitrogen and phosphorus seed concentrations had an additional negative effect on the shoot:root ratio. Neither of these trends was found for the mass-based shoot:root ratio.
They thus demonstrated for the first time that there might be a general adaptation modifying the seedling shoot:root ratio according to the species niche position on the soil moisture gradient in temperate grassland species across a broad range of angiosperm phylogeny. This adaptation seems to be affected by seed mineral nutrient reserves and may
operate in parallel to the well-known phenotypic plasticity.

Read whole paper in our scientific journal Plant Biology (2021). DOI: 10.1111/plb.13352.

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Newsroom
29. Nov 2022 · Pressemitteilung

Alge des Jahres 2023: Die landlebende Jochalge Serritaenia baut ihren eigenen Sonnenschirm

Serritaenia-Kolonien auf den Blättchen des Frauenhaarmooses, gesammelt im Oberbergischen Land. Foto: Sebastian Hess

Die feuchten Wälder des ozeanisch geprägten westlichen Deutschlands beherbergen eine reiche Algenflora. Anna Busch und Dr. Sebastian Hess von der Universität zu Köln untersuchen seit einigen Jahren schwärzliche Überzüge auf Moosen, Totholz und Baumstämmen. Diese entpuppten sich durch ihre mikroskopischen und genetischen Analysen als eine neue Mikroalgen-Gattung mit einer bis dato unbekannten und ziemlich einzigartigen Sonnenschutzstrategie. Wie die Biolog*innen herausfanden, bilden die Algen farbige Gallerthüllen, die effizient Licht und UV-Strahlung blocken und so ein Leben an Land ermöglichen. Busch und Hess, die der „Sonnenschirmalge“ auch einen wissenschaftlichen Namen verliehen haben, sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Diese kürte die Gattung Serritaenia aufgrund ihrer bemerkenswerten Fähigkeiten zur Alge des Jahres 2023.

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01. Sep 2022 · DBG · Pressemitteilung

Drei Wissenschaftspreise verliehen: Photosynthese, Fertilität und Pfropfen

Die drei Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Rabea Meyberg, Dr. Meike Hüdig und M.Sc. Kai Steffen Bartusch. Fotos: Rabea Meyberg, Manuel Balparda, Syahfitri Retno Wulandari

Wie ein effizientes Enzym der Photosynthese funktioniert, warum sich ein Moos nicht mehr sexuell vermehren konnte, und wie Temperatur und ein Hormon das Ergebnis beim Pfropfen verbessern, sind die Themen der drei Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Meike Hüdig, Dr. Rabea Meyberg und M.Sc. Kai Steffen Bartusch erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences, vom 28. August bis 1. September in Bonn. Die mit jeweils 2.000 bis 2.500 Euro dotierten Preise für Forscherinnen und Forscher im frühen Karrierestadium sollen die wissenschaftliche Laufbahn der drei beflügeln, wie schon die früher verliehenen Auszeichnungen der DBG.

Details zu den Forschungsergebnissen, Papern und alle Fotos

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02. Dez 2021 · Pressemitteilung · Sektionen

Alge des Jahres 2022: Panzergeißler Stylodinium droht zu verschwinden, bevor seine kuriose Lebensweise erforscht ist

Die kugelförmige Alge Stylodinium cf. bavariense aus den ehemaligen Torfstichen nahe des bayerischen Seeon heftet sich mit einem Stiel an eine fadenförmige Alge, nachdem sie ihr schwimmendes Stadium aufgegeben hat. Lichtmikroskopische Aufnahme: Corinna Romeikat, Ludwig-Maximilians-Universität München

Eine im Verborgenen heimischer Moore lebende Alge namens Stylodinium haben Forschende zur Alge des Jahres 2022 gewählt. Sie heftet sich an andere Algen an, auch wenn sie eigentlich selbst schwimmen kann, und gibt daher Rätsel auf. Doch der einzellige Panzergeißler droht gemeinsam mit seinem Lebensraum zu verschwinden, noch bevor seine den Aufsitzerpflanzen im Regenwald ähnliche Lebensweise erforscht ist. Stylodinium dient außerdem der Erkennung ökologisch intakter Moor-Gewässer. Die Stielalge kann der Biodiversitäts- und Klimaforschung dienen, wenn deren Arten zweifelsfrei bestimmbar werden. Daran arbeiten Teams um Prof. Dr. Marc Gottschling von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Dr. Urban Tillmann vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Beide Algenforscher sind Mitglieder der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Wissenschaftler*innen organisiert sind, die Stylodinium zur Alge des Jahres gewählt haben.

Die Alge des Jahres 2022 stellen die beteiligten Forscher*innen auf der Website der Sektion Phykologie in Text und Bild vor.

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21. Dez 2020 · Pressemitteilung

Alge des Jahres 2021: Schlauchalge Vaucheria velutina verändert das Wattenmeer

Die sich rasch ausbreitende Alge Vaucheria velutina häuft über sandigem Wattboden große Mengen Schlick an (linke Seite). Am Horizont liegt die Insel Sylt. Foto: Karsten Reise

Weit draußen im Sylter Watt, wo sonst Seehunde auf Sandbänken dösen, steckte der Wattforscher Karsten Reise vom Alfred-Wegener-Institut dieses Jahr unverhofft in weichem Schlick fest. Hier entdeckte er im Sommer erstmals Schlauchalgen, die über weite Flächen verbreitet waren und sonst nur am Ufer wachsen. In den Vaucheria-Algen verfängt sich der Schlick, wodurch die Gänge der Wattwürmer verstopft werden. Somit verändert sich das Weltnaturerbe Wattenmeer. Wie Nataliya Rybalka von der Universität Göttingen durch molekulargenetische Analysen herausfand, stammen die gelbgrünen Vaucheria velutina Algen von nur einem Mutter-Organismus ab. Die von diesem Klon besiedelten Areale dehnten sich schnell auf einer Fläche von mehr als 280 Fußballfeldern aus. Aufgrund ihrer plötzlichen Dominanz und den absehbaren ökologischen Folgen haben Algenforscher in der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft Vaucheria velutina zur Alge des Jahres 2021 gewählt.

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16. Sep 2019 · DBG · Pressemitteilung

Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik

Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen.

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09. Sep 2019 · DBG · Nachwuchsförderung · Presse · Pressemitteilung

Auszeichnungen für vier Pflanzenforscherinnen und -forscher

Die vier Preistragenden (von oben links im Uhrzeigersinn): Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Eva-Sophie Wallner, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Jessica Lee Erickson. Fotos: Jaimie Crowther, Jörg Abendroth, Tobias Jung und Carolin Alfs

Wie sich der Klimawandel auf den Blattaustrieb von Gehölzen und das Überleben von Blumen auswirkt, welche Substanzen die Form von Plastiden beeinflussen und welche Eiweiße den Startschuss für die Phloem-Entwicklung geben, sind die Themen der vier Forschenden, die mit den diesjährigen Wissenschaftspreisen der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ausgezeichnet werden. Dr. Constantin Mario Zohner, Dr. Jessica Lee Erickson, Dr. Moisés Expósito Alonso und Dr. Eva-Sophie Wallner erhalten ihre Auszeichnungen während der Botanikertagung vom 16. bis 19. September in Rostock, wo sie den mehr als 420 angemeldeten Pflanzenforscherinnen und –forschern ihre Ergebnisse vorstellen werden.

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09. Jan 2020 · Pressemitteilung

Chromera velia, autonomer Verwandter prominenter Parasiten ist Alge des Jahres 2020

Die Alge Chromera velia im Lichtmikroskop. Die Chloroplasten mit dem einzigartigen genetischen Code erscheinen im Lichtmikroskop goldbraun. Aufnahme: Miroslav Oborník

Die Alge Chromera velia lebt im australischen Great Barrier Reef in Gesellschaft von Korallen. Sie ist verwandt mit Parasiten wie den Malaria-Erregern. Die Alge kann jedoch ohne Wirt leben, wohingegen Parasiten von ihren Wirten abhängig sind. Chromera velia verbindet die Lebensweise freilebender Algen mit der von Parasiten. Sie hilft so die Evolution der Krankheitserreger zu verstehen. Algenforscherinnen und Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) haben Chromera velia nun zur Alge des Jahres 2020 gewählt.

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07. Jan 2019 · Pressemitteilung · Sektionen

Seit 200 Jahren bekannt und noch voller Rätsel: Die blutrote Schneealge ist Alge des Jahres 2019

Die leuchtend roten Schneefelder, die die Blutschneealgen enthalten, erstrecken sich über weite Flächen, wie hier auf dem Doktorbreen-Gletscher in Spitzbergen im August 2004. Foto: Thomas Leya

Die Alge Chlamydomonas nivalis, die auf der ganzen Welt Schnee blutrot zu färben vermag, haben Forschende zur Alge des Jahres gewählt. Auch 200 Jahre nach einer Expedition, bei der Kapitän John Ross auf einer Polarfahrt den Roten Schnee zeichnete und den Verursacher im Mikroskop zu erkennen suchte, gibt die Alge weiterhin Rätsel auf. Schneealgenexperte Dr. Thomas Leya vom Potsdamer Fraunhofer IZI-BB erklärt, warum das so ist und wo der winzige Einzeller zu entdecken ist. Leya ist Mitglied der Sektion Phykologie, in der die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) organisiert sind, die Chlamydomonas nivalis zur Alge des Jahres 2019 gewählt haben.

Wie sich die Schneealge Chlamydomonas nivalis trotz ihrer Auffälligkeit immer wieder zu verbergen versteht stellt die Sektion Phykologie in Text und Bild (auch zum Download) auf ihrer Website vor.

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Die DBG ist das größte Netzwerk für Pflanzenwissenschaften und Botanik im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gesellschaft vertritt sie alle Fachdisziplinen und fördert die Wissenschaft. Sie ist eine der ältesten, aktiven Botanischen Gesellschaften der Welt, fördert Wissenschaftler*innen im frühen Karrierestadium, vereint alle Forschungsgenerationen und unterstützt den Austausch ihrer mehr als 1.000 Mitglieder.

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