07. April 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Advanced Grant für Pflanzenforscher Holger Puchta

Professor Holger Puchta erhält seinen zweiten ERC Advanced Grant. Foto: Manuel Balzer, KIT

Der Molekularbiologe Professor Holger Puchta vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhält vom Europäischen Forschungsrat zum zweiten Mal in Folge den ERC Advanced Grant für seine Forschung zum Einsatz molekularer Scheren bei Pflanzen. Im nun geförderten Projekt CRISBREED untersucht er, wie sich mehrere molekulare Scheren – sogenannte CRISPR/Cas-Systeme – gleichzeitig anwenden lassen, um genetische Information passgenau zu verändern und bestimmte Eigenschaften in Kulturpflanzen neu zu kombinieren.
Quelle: KIT

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07. April 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Advanced Grant für Pflanzenforscher Jiři Friml

Der Pflanzenbiologe Jiři Friml untersucht den Transport von Pflanzenhormonen aus der Perspektive der Evolution. Foto: IST Austria

Jiři Friml, dessen Forschung sich mit der Entwicklung und Zellbiologie von Pflanzen befasst, ist einer der Träger des ERC Advanced Grants des European Research Council am Institute of Science and Technology Austria (IST). Er erhielt zuvor schon einen ERC Starting Grant. In seinem Projekt „Nachverfolgung der Evolution des Auxintransports und der Polarität in Pflanzen“, das für fünf Jahre gefördert wird, untersucht Friml den Transport des Pflanzenhormons Auxin aus evolutionärer Perspektive. Sein Augenmerk wird Friml dabei auf die Evolution der sogenannten PIN Auxin Transporter richten, die durch einen polarisierten Transport des Hormons innerhalb der Gewebe zum Aufbau eines Auxin-Gradienten beitragen.
Quelle: IST

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06. April 2017 · News · Forschungsergebnis

Trübe Aussichten für unberührte Seen

Sturmversuch 2014 im IGB-Seelabor. Foto: Berger, IGB

Im Zuge des Klimawandels nehmen extreme Wetterereignisse zu. Das gilt auch für sommerliche Stürme, die in Zukunft immer häufiger über Land und Gewässer fegen könnten. Dass sie sich drastisch auf Ökosystemprozesse gerade unberührter Seen auswirken und dort massive Algenblüten hervorrufen können, zeigen zwei neue Studien des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), die in den Fachzeitschriften Ecosystems und Global Change Biology erschienen sind. Das meldet das IGB beim Forschungsverbund Berlin (FvB).
Quelle: FvB

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06. April 2017 · News · Tagungsbericht

Treffen des Weltbiodiversitätsrates

Über die wichtigsten Themen, Diskussionspunkte und Ergebnisse der 5. Vollversammlung des Weltbiodiversitätsrates (IPBS) Anfang März in Bonn berichtet das Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo). Zwar seien die noch ausstehenden Assessments zu invasiven Arten, zur nachhaltigen Nutzung von wildlebenden Arten und zur Konzeptionalisierung von Werten und Bewertung nicht gestartet. Hoffnungen mache sich NeFo nun auf die EU, die in einen „gehobenen Beobachterstatus“ gehievt wurde und Bereitschaft signalisiert hat, IPBES zukünftig auch finanziell zu unterstützen. Was auf IPBES-5 noch verhandelt wurde und welche Ergebnisse zustande kamen steht im ausführlichen Bericht.
Quelle: biodiversity.de (pdf)

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05. April 2017 · News · Forschungsergebnis

Ozeanversauerung: Unterschiedliche Reaktionen auch innerhalb einzelner Algenarten

Die beiden Erstautorinnen Luisa Listmann und Giannina Hattich im Labor. Foto: Xupeng Chi, GEOMAR

Wie sich die zunehmende Versauerung der Ozeane auf das Wachstum von zwei Arten von Kalkalgen (Emiliania huxleyi und Gephyrocapsa oceanica) und eine Kieselalge (Chaetoceros affinis) auswirken, haben Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel untersucht. Wie sie herausfanden, variieren die Reaktionen auf sinkende pH-Werte innerhalb der Art Emiliania huxleyi, wo einzelne Genotypen schlechter unter erhöhten CO2-Bedingungen wuchsen als andere. Ihre Ergebnisse sind in der internationalen Fachzeitschrift Biology Letters der Royal Society erschienen.
Quelle: GEOMAR

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05. April 2017 · News · Forschungsergebnis

Die beinahe unendliche Vielfalt der Blüten

Die Blüte der nordamerikanischen Gelben Schlauchpflanze (Sarracenia flava) aus der Familie der karnivoren Schlauchpflanzengewächse (Sarraceniaceae) ist kompliziert aufgebaut. Foto und Copyright: Ralf Buchner

Mit weit über 250.000 Arten sind die Blütenpflanzen die mit Abstand größte Pflanzengruppe. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen Formenvielfalt und dem Artenreichtum? Das haben Marion Chartier und Jürg Schönenberger vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien untersucht. Wie sie herausfanden, ist die Vielfalt der Blüten sehr ungleichmäßig verteilt und auch relativ artenarme Verwandtschaftsgruppen können eine unerwartet hohe Formenvielfalt hervorbringen. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal Proceedings of Royal Society B.
Quelle: Uni Wien

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05. April 2017 · News · Anwendung

DNA-Extraktion aus dem Herbarium

Alte Pflanzenproben aus Herbarien enthalten wertvolle genetische Informationen. An diese heranzukommen ist aber nicht ganz so einfach. Die erste Hürde sei die Extraktion der DNA, berichtet das Laborjournal unter dem Titel "Historisches DNA-Puzzle" über die Arbeit Tübinger Paläobiologen.
Quelle: Laborjournal

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05. April 2017 · News · Politik

Impuls: Innovationspotenziale der Biotechnologie

In ihrer heute erschienenen Impuls-Broschüre „Innovationspotenziale der Biotechnologie“ greift acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften die hohe Innovationsdynamik in der Biotechnologie auf. Diese schlägt sich in Wissenschaft, Wirtschaft und zunehmend auch in der politischen Debatte nieder. Die Publikation zeigt Chancen der Biotechnologie zur Stiftung eines gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzens auf und analysiert Herausforderungen und Risiken, die dabei bedacht werden müssen. Wissenschaftliche Durchbrüche wie die rasante Leistungssteigerung der Genom-Sequenzierung oder neue Werkzeuge wie die CRISPR/Cas-Methode zur Genom-Editierung eröffnen neue Einsatzgebiete und Anwendungsmöglichkeiten. Als eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts kann die Biotechnologie nicht nur zu schonenderen und zugleich effektiveren Therapien der individualisierten Medizin beitragen, sondern auch zur Optimierung von industriellen Prozessen und zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. Auf Seite 6 sind die Kernaussagen zusammengefasst.
Quelle: acatech

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04. April 2017 · News · Projekt

Uni Halle bewirbt sich um pflanzenwissenschaftliches Exzellenzcluster

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat eine Antragsskizze für ein Exzellenzcluster "Proteine als Vermittler pflanzlicher Eigenschaften" eingereicht. Das pflanzenwissenschaftliche Cluster geht aus dem Forschungsschwerpunkt "Biowissenschaften - Makromolekulare Strukturen und biologische Informationsverarbeitung" hervor. Darin wollen die Forscherinnen und Forscher künftig untersuchen, wie Variationen in der Genomsequenz einzelner Gene zu unterschiedlichen Proteinen und damit anderen Merkmalen einer Pflanze führen können. Beteiligt sind das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle, das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und die Uni Leipzig. Das angestrebte Cluster ist nur eines von insgesamt drei Antragsskizzen, die die Uni einreichte. Die beiden anderen kommen aus den Material- sowie Geisteswissenschaften.
Quelle: Uni Halle

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04. April 2017 · News

Nachruf auf den Pflanzenwissenschaftler mit der spitzen Feder

Der Ulmer Professor Axel Brennicke ist Ende Februar gestorben (siehe Anzeige der Uni Ulm). Das Laborjournal, in dem Brennicke viele Jahre in der Rubrik „Ansichten eines Profs“ pointiert über die Forschung, Forschungsförderer und den bürokratischen Betrieb an seiner Uni schrieb, widmet dem Forscher nun zwei Nachrufe auf den Seiten 3 (von der Redaktion) und 20 (von Volker Knoop, Bonn). Aus diesem Anlass hat das Magazin nochmal auf alle 104  "Ansichten eines Profs" hingewiesen.
Quelle: Laborjournal 4/2017 (pdf)

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03. April 2017 · News · Forschungsergebnis

Pflanzen erkennen fremdes Erbgut an einfacher Struktur

Entdecken Pflanzenzellen fremde RNA in ihren Zellen, eingeschleust beispielsweise von Viren, wird diese Informationseinheit zerstört. Das pflanzliche Immunsystem erkennt die Fremd-DNA anhand eines fehlenden Molekülendes, einer sog. Poly-Adenosinstruktur, berichten Forschende im Fachmagazin Nature Plants. Wie der Mechanismus funktioniert, der erstaunlich simpel und ebenso effektiv ist, beschreibt das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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03. April 2017 · News · Forschungsergebnis

Roggen-Genom entschlüsselt

Die Abbildung zeigt einen Circos-Plot, welches die genomische Vielfalt von Roggen und der Wildart Secale vavilovii zeigt. Fotomontage: Jean-Michel Pape und Thomas Schmutzer, IPK

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK) hat das Roggen-Genom entschlüsselt. Die im Fachmagazin The Plant Journal veröffentlichte Sequenz des Roggens (Secale cereale) schließt eine Lücke in der Getreideforschung. Als Ergebnis seiner Zusammenarbeit stellt das Forschungsteam damit eine Ressource für vergleichende Genomanalysen, die Analyse der Funktionen wichtiger Gene und damit für die genombasierte Präzisionszüchtung verbesserter Getreidesorten zur Verfügung.
Quelle: IPK (pdf)

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03. April 2017 · News · Projekt

Zwei neue pflanzenwissenschaftliche Schwerpunktprogramme

Zwei der 17 neuen Schwerpunktprogramme, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft einrichtet, fokussieren auf die Pflanzenwissenschaften:

  • Das Programm "Räumlich-zeitliche Organisation der Rhizosphäre – der Schlüssel zum Verständnis von Rhizosphärenfunktionen" wird von Prof. Dr. Doris Vetterlein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Halle/Saale koordiniert
  • Das Programm "Dekonstruktion und Rekonstruktion der pflanzlichen Mikrobiota (DECRyPT)" wird von Prof. Dr. Alga Zuccaro von der Universität zu Köln koordiniert

Quelle: DFG

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03. April 2017 · News · Projekt

Uni Hohenheim bewirbt sich um landwirtschaftliches Exzellenzcluster

Die Universität Hohenheim hat heute einen Vorantrag mit dem Projekttitel „Landwirtschaftliche Dürren im digitalen Zeitalter“ (Agricultural Droughts in the Digital Era (AGER))" bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht. Um Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gegen Dürren und Ernteausfälle zu wappnen, setzt das Forscherteam der Universität Hohenheim nicht nur auf Pflanzenzüchtung und angepasste Anbauverfahren. Den Durchbruch sollen die zunehmende Digitalisierung und das sog. "Internet der Dinge" bringen. Deshalb sind Biologen, Pflanzenbauer, Ökologen, Bodenkundler, Physiker, Ökonomen und Spezialisten für Unternehmensfinanzierung in das Projekt involviert. Die zu integrierenden Fächer reichen von der Grundlagenforschung in molekularer Biologie über Züchtungsinformatik, Smart Farming oder Precision Farming, Klimaforschung, Fernerkundung bis zu Big-Data-Analysen und Innovationsökonomik.
Quelle: Uni Hohenheim

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