19. Februar 2017 · News · Politik

Grüne Gentechnik: Gut, besser, natürlich?

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) fragt sich die Redakteurin Sonja Kastilan wie man die neue Methoden der Züchtung kontrollieren will, wenn sich Unterschiede in den Pflanzen gar nicht mehr identifizieren lassen? Sie berichtet darin über alte und neue Züchtungsformen in der Pflanzenforschung und die Veranstaltung „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition?“.
Quelle: FAS

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17. Februar 2017 · News · Projekt

Werkzeuge für Landwirte gegen Getreidekrankheiten

Aufkommende Epidemien von Gelbrost und Schwarzrost in Winterweizen rechtzeitig zu erkennen und Tipps zur Eindämmung anzubieten ist im Fokus eines neuen Verbundprojektes. Das nun gestartete Projekt mit dem Namen PROGPUC (Prognose- und Entscheidungshilfesystem zur Bekämpfung des Gelbrostes und Schwarzrostes in Winterweizen) bringt alle erhobenen Daten in ein Prognose- und Entscheidungshilfesystem ein. Landwirte erhalten so ökologisch und ökonomisch sinnvolle und individuelle Empfehlungen, wenn sie Weizenschwarzrost bzw. Gelbrost in ihren Weizenfeldern entdecken. An dem Projekt, das vom Februar 2017 bis März 2020 läuft, sind das Julius Kühn-Institut (JKI), die Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP) und das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion e.V. (ISIP) beteiligt. Es ist Teil des Programmes zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und wird mit rund 300.000 Euro gefördert.
Quelle: JKI

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17. Februar 2017 · News · Politik

HRK und dbv begrüßen Entwurf zur Urheberrechts- Reform

Der aktuell diskutierte Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zur Reform des Urheberrechts wird von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) nachdrücklich begrüßt. Die darin vorgesehenen wissenschaftsfreundlichen Änderungen sind die richtige Antwort auf die zunehmende Digitalisierung von Forschung, Lehre und den Methoden des Lebenslangen Lernens und den sich daraus ergebenden innovative Nutzungsmöglichkeiten und neuen technischen Bedingungen.
Quelle: HRK

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16. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Biomasse der Savanne erfasst

Doktorand Victor Odipo hat mit Kollegen eine Methodik etabliert, um die oberirdische Biomasse der Savannen genau zu vermessen. Foto: Anne Günther, Uni Jena

Einem Team von Forschenden ist es mit einer neuen Methode gelungen, die oberirdische Biomasse der Savannen sehr genau zu vermessen und selbst kleine Veränderungen des Ökosystems zu erfassen. Wie die Forschenden der Universitäten Jena und Oxford sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in der Fachzeitschrift Forests berichten, verwendeten sie dazu sowohl von Satelliten aufgezeichnete Radardaten als auch vom Boden aus erhobene Laserscanning-Daten. Das meldet die Universität beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: Uni Jena beim idw

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16. Februar 2017 · News · Ausbildung

Wissenschaftliche Karrieren werden immer attraktiver

Die Zahl der wissenschaftlichen Nachwuchskräfte an deutschen Hochschulen ist in den letzten Jahren besonders stark gewachsen. Waren im Jahr 2000 noch rund 82.400 Nachwuchswissenschaftler hauptberuflich als wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Hochschulen beschäftigt, lag die Zahl im Jahr 2014 bei fast 145.000 – ein Plus von 76 Prozent. Dazu zählen etwa Promovierende und Promovierte, zum Beispiel als wissenschaftliche Mitarbeiter an Lehrstühlen. Das geht aus dem dritten Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) hervor, den Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (BMBF) heute gemeinsam mit der brandenburgischen Forschungsministerin Martina Münch für die Länderseite in Empfang genommen hat. Der Bericht (pdf) über den Status Quo des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland wird alle vier Jahre von einem unabhängigen wissenschaftlichen Konsortium erstellt.
Quelle: BMBF

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16. Februar 2017 · News · Projekt

Projektgruppe baut Services für die Biodiversitätsforschung auf

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Ende Dezember einen Förderantrag der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg bewilligt, der gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der AG Texttechnologie am Institut für Informatik der Goethe-Universität erarbeitet wurde. Damit stehen in den kommenden drei Jahren rund 1,4 Mio. Euro für den Aufbau eines Fachinformationsdienstes (FID) Biodiversitätsforschung bereit. Das meldet die Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Quelle: Uni Frankfurt

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15. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Gebietsfremde Arten weltweit auf dem Vormarsch

Die Vielblättrige Lupine wurde in Europa ursprünglich als Futter und zur Zier angepflanzt. Nun ist sie weit verbreitet. Foto: Barbara Tokarska-Guzik, Schlesische Universität Katowice

Die Anzahl gebietsfremder Arten nimmt kontinuierlich zu und es gibt weltweit keine Anzeichen, dass dieser Trend abebbt, berichtet ein internationales Team von 45 Forschenden unter der Leitung von Senckenberg und der Universität Wien im Fachjournal Nature Communications. Den Forschenden zufolge hat im Lauf der letzten zweihundert Jahre die Rate der Erstmeldungen gebietsfremder Arten stetig zugenommen. Allein zwischen 1970 und 2014 wurde ein Drittel aller jemals als gebietsfremd deklarierten Arten registriert. Wie die Universität Konstanz meldet, nahmen Erstfunde bei Gefäßpflanzen bereits im 19. Jahrhundert zu, was vermutlich auf den damaligen Boom im Gartenbau zurückgeht. Organismen wie Insekten, Muscheln oder Algen hingegen wurden vor allem seit 1950 in zunehmendem Maße außerhalb ihrer Heimatregion registriert.
Quelle: Senckenberg

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15. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Laissez-faire reicht beim Aufforsten nicht

Eine fragmentierte Regenwaldlandschaft in den Westghats, Indien. Foto: Sascha Ismail, ETH Zürich

Überlässt man Wiederaufforstungs-Flächen von tropischen Wäldern der Natur, kann sich der Bestand gewisser gefährdeter Baumarten nicht erholen. Insbesondere gilt dies für Bäume mit großen Früchten und deren Samen von Vögeln ausgebreitet werden. Das haben Forschende der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) in einem Regenwald in Indien gezeigt und ihre Ergebnisse im Fachjournal New Phytologist veröffentlicht.
Quelle: ETH Zürich

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15. Februar 2017 · News · Projekt

Weizensorten auf Phosphat-Diät

Im Gegensatz zu anderen Nährstoffen wird Phosphat aus Lagerstätten gewonnen, die endlich sind und in politisch instabilen Regionen liegen. Im Projekt POEWER (Nachhaltige Steigerung der Phosphat-Effizienz von Winterweizen durch eine effektive Wurzel-Boden-Interaktion) wollen die Forschenden der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gemeinsam mit anderen Universitäten und außeruniversitären Partnern daher untersuchen, welche neuen Weizensorten besonders effektiv Phosphat aufnehmen. Damit soll der Bedarf des knappen Nährelementes gesenkt werden. Darüber hinaus ist geplant zu erforschen, ob aus Abfällen und Abwässern stammendes Recycling-Phosphat ebenfalls für die Düngung von Weizen eingesetzt werden kann. Das Projekt wird in den nächsten drei Jahren vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert.
Quelle: Uni Bonn

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15. Februar 2017 · News · Politik

Wissenschaftsfreundliches Urheberrecht für Deutschland unverzichtbar

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt die vom Bundesjustizministerium aktuell initiierten Veränderungen des geltenden Urheberrechts nachdrücklich. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind davon überzeugt, dass die fraglose Anerkennung und Vergütung der Nutzung geistiger Werke heute eingebettet sein muss in ein Urheberrecht, das einer internationalen, offenen und digitalisierten Lehr- und Forschungskultur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen weltweit entspricht. Das meldet die Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, eine der unterzeichnenden Organisationen.
Quelle: Helmholtz

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14. Februar 2017 · News · Politik

Experten diskutieren über genom-editierte Pflanzen

Die auch als Genomchirurgie bezeichnete Weiterentwicklung molekulargenetischer Methoden hat eine Debatte ausgelöst, was in der Pflanzenzucht als „gentechnisch veränderter Organismus“ bezeichnet und entsprechend reguliert werden muss und was nicht. In einer heute gemeinsam von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dem Deutschen Ethikrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Berlin ausgerichteten Diskussionsveranstaltung wird das Thema von Experten aus Wissenschaft und Politik behandelt. Die zentrale Frage ist, ob die Gentechnik-Definition im Gentechnikgesetz vor diesem Hintergrund grundlegend überarbeitet werden muss. Die Leopoldina liefert in der gemeinsamen Pressemitteilung der drei Organisationen vorab kurze Statements der Beteiligten.

Quelle: Leopoldina beim idw

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14. Februar 2017 · News · Politik

Bundesforschungsministerin Wanka zur neuen Pflanzenzucht

"Die Landwirtschaft steht weltweit vor immer größeren Herausforderungen, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Wir brauchen nicht nur höhere Erträge, sondern vor allem auch robuste Pflanzen, die auch auf kargen, trockenen und versalzten Böden wachsen und trotzdem eine sichere Ernte liefern. Einen entscheidenden Beitrag dazu können neue Züchtungstechniken leisten“, so beginnt das Statement von Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) anlässlich der heute stattfindenden Diskussion über die neuen Genom-Editierungs-Techniken in einer Pressemitteilung mitteilt.
Quelle: BMBF

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14. Februar 2017 · News · Meinung · Politik

Experten-Statements zur Gentechnik-Diskussion

Anlässlich der Diskussionsveranstaltung „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition“ veröffentlichen die Nachrichtenagentur für Wissenschaftsthemen Science Media Center Germany (SMC) und die Initiatoren der o.g. Veranstaltung die Statements von Referenten des Symposiums und weiteren Experten des Fachgebebietes. Die Experten antworten auf die Frage: Welche Gründe sprechen für oder gegen eine neue Definition und Regelung der Grünen Gentechnik? Wie sollte gegebenenfalls die zukünftige Definition lauten und warum?
Die Experten (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Dr. Detlef Bartsch (Leiter der Abteilung Gentechnik im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
  • Prof. Dr. Katja Becker (Biochemikerin und Molekularbiologin, Universität Gießen, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, Mitglied der Leopoldina)
  • Dr. Margret Engelhard (Leiterin des Fachgebietes Bewertung gentechnisch-veränderter Organismen/Gentechnikgesetz am Bundesamt für Naturschutz)
  • Jens Kahrmann (Stabsstelle Juristische Angelegenheiten der Gentechnik im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
  • Prof. Dr. phil. habil. Dr. theol. Bernhard Irrgang (LAAS; Institut für Philosophie, Professur für Technikphilosophie; TU Dresden)
  • Prof. Dr. Urs Niggli (Agrarwissenschaftler, Direktor des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau, FiBL)
  • Prof. Dr. Matin Qaim (Professor für Agrarökonomie, Universität Göttingen)
  • Prof. Dr. Dr. h.c.   Wolfgang Stroebe, PhD (Professor der Sozialpsychologie, Universität Groningen, Niederlande, Mitglied der Leopoldina)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Weigel (Pflanzengenetiker und Evolutionsbiologe, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen, Mitglied der Leopoldina)

Quelle: Leopoldina (pdf-Datei)

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13. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Protein VRS2 steuert die Architektur der Gerstenähren

Getreideähren sind nach regelmäßigen Mustern aufgebaut. Doch wenn das Gen vrs2 fehlt, gerät der Bauplan der Gerstenähren durcheinander. Das beeinflusst auch den Ertrag der Pflanzen. Das Portal Pflanzenforschung stellt die im Fachjournal Nature Genetics erschienen Studie dazu vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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13. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Umdenken im Naturschutz: Kapazität von Ökosystemen wird wichtiger

In einer gemeinsamen Studie haben Forschende der Universität Leipzig und anderer Forschungseinrichtungen weltweit neue Strategien für den Naturschutz in einer Zeit des rapiden globalen Wandels ausgearbeitet. "Naturschutz was bisher vor allem darauf ausgerichtet, Ökosysteme in ihrem derzeitigen Zustand zu erhalten oder sie in einen historischen, also natürlichen Zustand zurückzuversetzen. Es findet aktuell jedoch ein Paradigmenwechsel statt: Schutzziele werden nun vermehrt darauf ausgelegt, die Kapazität von Ökosystemen zu maximieren, sich an aktuelle und zukünftige Veränderungen anzupassen", fasst Dr. Jan Schnitzler vom Institut für Biologie der Uni Leipzig die im Fachjournal Science erschienene Studie zusammen.
Quelle: Uni Leipzig

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13. Februar 2017 · News · Politik · Projekt

Nur qualitativ hochwertige Lebensmittel und Gemeinwohlleistungen fördern

Versuchsfelder mit unterschiedlichen Pflanzenarten am Oberen Hardthof in Gießen. Foto: A. Gorenflo, Justus-Liebig-Uni Gießen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat Anfang Januar ein neues Modell für Agrarsubventionen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab 2020 vorgestellt. Es geht aus einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem Titel „Zukunftsfähige Agrarpolitik – Natur erhalten, Umwelt sichern“ (ZANEXUS) hervor und schlägt ein Punktesystem für verschiedene naturunterstützende Agrarmaßnahmen vor, die nicht vom Markt honoriert werden. Beteiligt war auch der Agrarökologe Prof. Dr. Volkmar Wolters von der Uni Gießen. Im Interview des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo) beschreibt er, welche Biodiversität der Politikansatz fördern möchte, welche Stärken das Fördermodell hat und wieso er eine hohe Akzeptanz unter den Landwirten erwartet.
Quelle: Ne-Fo

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13. Februar 2017 · News · Projekt

Weniger Phosphor und Nitrat durch effizientere Düngung

Zu viel Gülle und Kunstdünger – nach den Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinien steht die deutsche Landwirtschaft in der Kritik. Forschende an der TH Köln entwickeln nun ein Verfahren, um bis zu 25 Prozent des Mineraldüngers bei der Unterfußdüngung von Mais einzusparen – und dadurch den Nitrat- und Phosphoreinsatz deutlich zu reduzieren. Das Forschungsprojekt „Punktgenaue Düngerapplikation bei der Maisaussaat“ (PuDaMa) wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über drei Jahre mit 444.000 Euro gefördert.
Quelle: TH Köln

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