10. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Genom der alten Kulturpflanze Quinoa entschlüsselt

Die tropische Pflanze Quinoa hat ihre Blühzeit an kurze Tage angepasst. Foto und Copyright: Linda Polik

Quinoa (Chenopodium quinoa) stammt aus der Andenregion, wo es seit Jahrtausenden angebaut wird. Seit kurzem ist das Getreide wieder in das Zentrum des wissenschaftlichen Interesses gerückt, denn die Samen bilden Inhaltsstoffe mit sehr hoher ernährungsphysiologischer Qualität. Außerdem können die Pflanzen auch unter unvorteilhaften Umweltbedingungen wie Trocken- und Salzstress wachsen. Unter der Leitung von Professor Mark Tester von der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie in Djiddah (Saudi-Arabien) wurde das Quinoa-Genom entschlüsselt und die Forschungsergebnisse in der aktuellen Online-Ausgabe des Fachmagazins Nature veröffentlicht. An dem Projekt waren insgesamt 33 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vier Kontinenten beteiligt, darunter auch von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).
Quelle: CAU

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10. Februar 2017 · News · Meinung · Politik

Forscher, auf die Barrikaden!

Seit Trump gibt es zum politischen Aufstand der Wissenschaft keine Alternative, kommentiert Kathrin Zinkant in der Süddeutschen Zeitung. Viel zu lange haben sich Gelehrte und Professoren in ihrer akademischen Blase versteckt, leitet sie ihren Artikel ein, in dem sie das Vorhaben des Genetikers Michael Eisen berschreibt, der einen Lehrstuhl an der University of California in Berkeley innehat und nun für den US-Senat kandidieren will. Sie erwähnt darin auch den ScienceMarch.
Quelle: Süddeutsche

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09. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Krebsimpfstoffe aus Pflanzen

Mit zunehmendem Erfolg erproben Forschende momentan Pflanzen als Produktionsstätten für Impfstoffe. Solche Immuntherapien sind vielversprechende Ansätze gegen verschiedene Krebserkrankungen. Sie funktionieren ähnlich wie eine Impfung und helfen dem Körper, sich aus eigener Kraft gegen den Tumor zu wehren. Sie basieren auf Antigenen, speziellen Proteinen, die zu Impfstoffen verarbeitet werden. Das Portal Pflanzenforschung stellt einen im Fachmagazin Trends in Biotechnology erschienenen Artikel darüber vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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09. Februar 2017 · News · Veranstaltung

Orchideenschau im Botanischen Garten Leipzig

Tropischer Blütenzauber im Reich der Orchideen. Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Zu Beginn der neuen Saison entführt der Botanische Garten der Universität Leipzig seine Besucher ins Reich der Orchideen: Vom 18. bis 26. Februar 2017 sind die farbenfrohen Blütenwunder in Dschungelatmosphäre täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. "Tausende Orchideen, vor allem außergewöhnliche Züchtungen und Hybriden, die nicht in jedem Baumarkt zu finden sind, werden in den tropischen Gewächshäusern so kunstvoll präsentiert, als wenn sie schon lange dort wachsen würden", sagt der Technische Leiter des Botanischen Gartens, Matthias Schwieger.
Quelle: Uni Leipzig

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08. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen ihre Nachkommen vor künftigen Gefahren schützen

Pflanzen können nicht nur Genvarianten an ihre Nachkommen weitergeben, sondern auch Informationen über Umwelterfahrungen, die sie selber gemacht haben. Dieses Phänomen wird als „parentaler Umwelteffekt“ bezeichnet, er wird sowohl von Klimabedingungen als auch von der Pflanzendichte beeinflusst, also dem Maß, in dem Pflanzen um Ressourcen konkurrieren. In einer neuen Studie bestätigen Vegetationsökologen der Universität Tübingen nun, dass diese Fähigkeit zur Anpassung von Arten an ihre Umwelt beiträgt. In Gewächshaus- und Feldstudien zeigte das Team um Prof. Dr. Katja Tielbörger dabei erstmals, wie sich der parentale Umwelteffekt selbst verändern kann, also evolutionär durch natürliche Selektion entsteht. Die Studie zeigte zudem, dass die Fähigkeit, Nachkommen auf eventuelle Umweltbedingungen „vorzubereiten“, sogar zwischen Populationen innerhalb einer Art variieren kann. Die Studie erschien kürzlich in der Zeitschrift New Phytologist.
Quelle: Uni Tübingen

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08. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Der Ursprung pflanzlicher Stammzellen

Die neuen Ergebnisse wurden an der Modellpflanze Ackerschmalwand gewonnen. Foto: Thomas Kunz

Erste Ergebnisse, wie die Stammzellen des pflanzlichen Sprosses in der Embryogenese entstehen, hat die Arbeitsgruppe des Freiburger Pflanzenbiologen Prof. Dr. Thomas Laux im Fachmagazin Developmental Cell veröffentlicht. Demnach ist der Transkriptionsfaktor WOX2 für die Entstehung der Stammzellen verantwortlich und trägt damit dazu bei, dass Pflanzen ihr Leben lang neue Organe bilden können. WOX2 verhindert in der stammzellbildenden Region des Embryos, dass sich die dortigen Zellen in spezialisierte Zelltypen differenzieren und damit ihr unbegrenztes Entwicklungspotenzial verlieren. Pluripotente Stammzellen können sich zu jedem beliebigen Zelltyp eines Organismus entwickeln. Im Gegensatz zu Tieren können Pflanzen ein Leben lang komplette neue Organe bilden, was bei einigen Bäumen mehr als tausend Jahre dauern kann.
Quelle: Uni Freiburg

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08. Februar 2017 · News · Anwendung

„Sehhilfe“ für massenspektrometrische Bildgebung

Höhenprofil einen Wirsingstückes (4 x 4 mm). Die maximale Höhendifferenz beträgt 2.38 mm. Aufnahme: Benjamin Bartels, MPI für chemische Ökologie

Ein weiterentwickeltes massenspektrometrisches Verfahren kann nun auch die Verteilung von Molekülen auf welligen, haarigen, bauchigen oder zerklüfteten Proben sichtbar machen. Die Quelle für das Laser-basierte Verfahren wurde speziell angefertigt, um den Höhenunterschieden unebener Proben gerecht zu werden. Mit Hilfe eines Entfernungs-Sensors wird ein Höhenprofil der Oberfläche vor der eigentlichen chemischen Bildgebung aufgezeichnet. Das verbesserte Verfahren, das Forschende am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena nun in der Fachzeitschrift RSC Advances vorstellten, eröffnet neue Perspektiven, um ökologische Fragestellungen zu beantworten.
Quelle: MPI f. Chemische Ökologie

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08. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Neues Moos in den Alpen entdeckt

Das Moos Orthotrichum dentatum wurd zum ersten Mal in Süd-Tirol und kurz darauf in der Schweiz entdeckt. Foto: Michael Lüth

Ein Forscher der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat eine bislang unbekannte Moos-Art entdeckt. Das ist erstaunlich, weil die Moose des Alpenraums als sehr gut erforscht gelten. „Ich war äußerst überrascht, in einer so gründlich erforschten Region wie den europäischen Alpen noch eine neue Moosart zu finden“, sagt der WSL-Botaniker Thomas Kiebacher. Die neue Art gehört zur Gattung der Goldhaarmoose (lat. Orthotrichaceae). Sie hat aber gezähnte Blattspitzen, was in dieser Gattung selten ist. Deshalb gaben ihr Kiebacher und Kollege Michael Lüth den Namen Orthotrichum dentatum – auf Deutsch: Gezähntes Goldhaarmoos und stellten es in der Fachzeitschrift Journal of Bryology vor.
Quelle: WSL

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07. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Kieselalgen: Kleine Wesen, große Wirkung

ETH-Forscher an Bord der „Akademik Treshnikov“ holen mit einem Spezialgerät Meerwasserproben ein, um daraus Diatomeen zu isolieren. Foto: Matthias Sieber, ETH Zürich / ACE

Kieselalgen sind zwar winzig klein. Sie prägen jedoch die Verteilung von Nährstoffen und Spurenelementen in allen Weltmeeren. Während ihrer rasanten Entwicklung entziehen die Kieselalgen der obersten Wasserschicht große Mengen von Spurenelementen und Nährstoffen, vor allem Silizium für den Bau ihrer Schalen und Zink als Bestandteil von wichtigen Enzymen. Die starke Nährstoff-Verarmung aufgrund der Algenblüte macht sich in der obersten Wasserschicht deutlich bemerkbar – und beeinflusst die Ozeanchemie in weiten Teilen der Weltmeere, wie ein Team von Forschenden um Derek Vance, Professor für Geochemie und Petrologie der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in der Fachzeitschrift Nature Geoscience zeigt.
Quelle: ETH Zürich

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07. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Arten verschwinden, Pflanzenfraß bleibt

Kalkmagerrasen bei Göttingen: Obwohl die Artenzahl der Pflanzenfresser sinkt, nimmt das Ausmaß des Pflanzenfraßes insgesamt nicht ab. Foto: Uni Göttingen

Intensive landwirtschaftliche Nutzung führt zu einer zunehmenden Fragmentierung der Landschaft und zu immer kleiner werdenden Lebensräumen, in denen sich immer weniger Tier- und Pflanzenarten finden. Das betrifft auch pflanzenfressende Insekten, bei denen insbesondere die Spezialisten betroffen sind. Agrarökologen der Universität Göttingen haben nun anhand einer umfassenden Literaturauswertung herausgefunden, dass in diesen „Lebensrauminseln“ zwar immer weniger Pflanzenfresserarten vorkommen, die Ausmaße des Pflanzenfraßes insgesamt aber nicht abnehmen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen.
Quelle: Uni Göttingen

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07. Februar 2017 · News · Projekt

London: Freilandversuch mit Gentechnik-Weizen für mehr Biomasse

Im kommenden Frühjahr wird auf einem Versuchsgut nördlich von London gentechnisch veränderter Weizen ausgesät. Gerade haben die britischen Behörden den über drei Jahre geplanten Versuch genehmigt. Dank eines zusätzlich eingeführten Gens aus einem verwandten Gras soll der Weizen besser Sonnenlicht und CO2 in Biomasse umwandeln und damit höhere Erträge liefern. Die bisherigen Versuche im Gewächshaus waren vielversprechend, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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07. Februar 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Consolidator Grant für Korallen-Algen-Symbiosen

Mit einer hochdotierten Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC), einem ERC Consolidator Grant für herausragende Forschungstalente, wird die Biologin Dr. Annika Guse von der Uni Heidelberg ausgezeichnet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird damit ein Vorhaben in der molekularen Zellbiologie gefördert, in dem sich die Wissenschaftlerin mit symbiotischen Beziehungen zwischen Nesseltieren – zum Beispiel Korallen – und einzelligen Algen befasst. Für die Forschungsarbeiten, die im Juni 2017 beginnen sollen, stellt der ERC Fördermittel in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist dabei auch die Anschaffung eines speziellen Forschungsgroßgerätes.
Quelle: Uni Heidelberg

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07. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Drohnen für mehr Natürlichkeit

Der Mensch hat das Leben auf dem Planeten Erde entscheidend geprägt. Auch wenn die Unberührtheit der Natur fast überall verloren ist, so lassen sich doch ein paar Reparaturen vornehmen. Durch Aufforstung zum Beispiel. Ausgerechnet mit neuester Technik kann der Mensch nun dazu beitragen, seinen Einfluss wieder zurückzudrängen. Über die Technik und eine im Fachjournal Trends in Ecology & Evolution erschienene Studie berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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07. Februar 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Publikations-Ranking: Biodiversitätsforschung

Wer die meistzitierten Tier- und Pflanzenökologen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind, hat das Laborjournal nun aufgedröselt.
Quelle: Laborjournal

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07. Februar 2017 · News · Forscheralltag

Gehälter in der Biotech-Branche steigen moderat

Ein aktueller Vergleich der Gehälter verschiedener Positionen in der Biotechnologiebranche im Auftrag des Industrieverbands BIO Deutschland zeigt Gehaltszuwächse von durchschnittlich vier Prozent (Median) seit 2014. Die Zunahme der Gehälter ist mit sieben Prozent am deutlichsten bei Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern. Geringer ist der Anstieg bei Personal aus der technischen und der naturwissenschaftlichen Forschung. Einbußen beim Gehalt waren bei keiner der untersuchten Positionen zu beobachten, die Gehaltszuwächse haben sich aber in einigen Positionen in Vergleich zu Angaben von 2012 teils deutlich reduziert. Dies geht aus dem Vergleich mit Daten von CompensationPartner/PersonalMarktServices aus der Vergangenheit hervor, berichtet BIO Deutschland.
Quelle: BIO Deutschland

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07. Februar 2017 · News · Meinung · Politik

Gentechnik: Die Wissenschaft wird mit Füßen getreten

Formal regelt die neue "Opt-out-Richtlinie 2015/412/EG" der EU die Freisetzung gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen. Praktisch jedoch werde mit deren Inkraftsetzung der Ausstieg aus der Gentechnik vorbereitet. Und die Wissenschaft komme so gut wie gar nicht vor, kommentiert Klaus-Dieter Jany in der aktuellen Ausgabe des Laborjournals. Er befürchtet einen Ausstieg aus der Wissenschaft.
Quelle: Laborjournal

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