16. Juni 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Chemische Kampfführung zwischen Pflanzen

Dr. Claude Becker. Foto: Oliver Zehner, GMI

Der Wiener Forscher Claude Becker erhält 1,5 Millionen Euro Förderung des Europäischen Forschungsrats ERC. Mit diesem Starting Grant will er die Grundlagen der Allelopathie bei Pflanzen erforschen. Seine Forschungsgruppe am Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften kann daher nun für fünf Jahre den chemischen Kampf um Ressourcen zwischen Pflanzen ergründen. Langfristig soll dadurch der Einsatz von Dünger und Unkrautvernichtungsmitteln reduziert werden.
Quelle: GMI

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16. Juni 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscherin Benková zum EMBO-Mitglied gewählt

Professorin Eva Benková. Foto: IST Austria

In Anbetracht von mehr als 70 Publikationen und tausenden Zitierungen überrascht es nicht, dass die Professorin Eva Benková vom Institute of Science and Technology Austria (IST) schon vielfach, u.a. mit einem prestigeträchtiger ERC-Förderpreis, ausgezeichnet wurde. Nun wurden ihre hervorragende Forschung und beeindruckende Karriere in der Zellentwicklungsbiologie von der European Molecular Biology Organization (EMBO) gewürdigt, indem sie zum Mitglied dieser bedeutenden Vereinigung gewählt wurde.
Quelle: IST 

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15. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

CRISPR/Cas9 zum Visualisierung von DNA in lebenden Zellen

Lebender Zellkern der Pflanze Nicotiana benthamiana mit rot fluoreszierender Telomer-DNA. Foto: Steven Dreissig, IPK

Ein Forschungsteam entwickelte eine Methode zur Visualisierung definierter DNA-Abschnitte in lebenden Pflanzenzellen und konnten so dynamische Bewegungen der Chromosomenenden sichtbar machen. Somit kann die raum-zeitliche Organisation von DNA-Abschnitten im Zellkern analysiert werden. Dies kann wesentlich dazu beitragen das Verständnis über die Funktionsweise von pflanzlichen Genomen zu verbessern, wie die Forschenden um Andreas Houben vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und Holger Puchta vom Botanischen Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Fachzeitschrift The Plant Journal berichten.
Quelle: IPK (pdf)

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15. Juni 2017 · News · Veranstaltung

„Garten findet Stadt“ – Ausstellung gibt praktische Tipps für Balkon, Flachdach und Kleingarten

Welche Nachteile hat der Einsatz von Mineraldünger und welche Alternativen gibt es? Welche Vorteile bietet ein Hochbeet und wie wird es angelegt? Foto: Tilo Arnhold, iDiv

Der Schutz der Artenvielfalt ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Vor allem Städte geraten dabei zunehmend in den Blickpunkt: In der Stadt bieten vielfältige Grünflächen neben Kühlung im Sommer auch Lebensraum und Nahrung für Tiere. Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat daher die Ausstellung „Garten findet Stadt“ ins Leben gerufen. Die Ausstellung im Innenhof der Gewächshäuser ist vom 16. Juni bis 15. Oktober 2017 Dienstag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 18 Uhr gegen Eintritt zu besichtigen. Ein weiterer Teil der Ausstellung im Freilandbereich des Botanischen Gartens ist täglich von 9 bis 20 Uhr frei zugänglich.
Quelle: iDiv

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14. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

Genwerkzeug CRISPR/Cpf1 präziser als bisherige Genschere

Die Genschere CRISPR/Cas9 erzeugt häufiger als bislang angenommen unerwünschte Mutationen. Eine neue Genschere namens CRISPR/Cpf1 arbeitet dagegen wesentlich exakter. Wird sie CRISPR/Cas9 in der Pflanzenzüchtung ablösen, fragt sich das Portal Pflanzenforschung und berichtet in dazu über drei neue Studien, die in den Fachjournalen Nature Methods, Trends in Plant Science und Nature Plants publiziert wurden.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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13. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

Energie- und Stoffwechselfluss in glandulären Tomaten-Trichomen

Glanduläre Trichome der Kulturtomate Solanum lycopersicum (A) und einer wildwachsenden Art, Solanum habrochaites (C). Rechts: mikroskopische Aufnahmen. Foto: IPB

Etwa 30 Prozent aller Landpflanzen produzieren Abwehrstoffe in kleinen Drüsenhaaren auf Blättern und Stängeln, den sogenannten glandulären Trichomen. Glanduläre Trichome sind hocheffiziente pflanzliche Wirkstofffabriken. Für die Produktion ihrer Inhaltsstoffe benötigen sie sehr viel Energie und einen großen Pool an Kohlenstoffverbindungen, die als Ausgangsstoffe in die Biosynthesereaktionen fließen. Forschenden des Hallenser Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) ist es nun gelungen, die Energie- und Stoffwechselflüsse innerhalb der glandulären Trichome von Tomatenpflanzen aufzuklären. Das Ergebnis ihrer Arbeiten, jüngst im Fachjournal Plant Cell veröffentlicht, mündete in ein erstes allgemeines Modell des zentralen Energie- und Kohlenstoffwechsels in Trichomen. Dabei fanden sich auch erste Hinweise auf genetische Unterschiede zwischen Kultur- und Wildtomaten, die sich offenbar während der Züchtung etablierten und die eingeschränkte Produktion von Abwehrstoffen in Trichomen von Kulturtomaten erklären können.
Quelle:  IPB

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13. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen

Verdorrte Blätter eines Apfelbaums: Untrügliches Merkmal einer Feuerbrandinfektion. Foto: Sebastian Stabinger via wikimedia, CC BY-SA 3.0

Forschende haben eine wirksame Waffe gegen die Pflanzenkrankheit Feuerbrand geschaffen und eine neue Nachweismethode gegen Salmonellen. Beide fußen auf besonderen Viren, die spezifisch nur eine Bakterienart befallen. Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand, ausgelöst durch das Bakterium Erwinia amylovora, ist bei Obstbauern gefürchtet. Das Bakterium befällt Apfel- und Birnbäume und andere Rosengewächse. Ist ein Baum befallen, muss er meist gefällt und restlos verbrannt werden, da eine Bekämpfung des Feuerbrand-Erregers schwierig ist. Eine neue Bekämpfungsstrategie präsentieren nun Forschende um ETH-Professor Martin Loessner: Sie statteten ein Bakterienvirus mit der Bezeichnung Y2 mit zusätzlichen Genen aus. Dieser Bakteriophage befällt ausschließlich den Feuerbrand-Erreger. Damit schufen sie eine hochwirksame und hochspezifische Waffe gegen dieses Bakterium. Die Tatsache, dass Bakteriophagen generell sehr wirtsspezifisch sind, machten sich Loessner und seine Mitarbeitenden auch auf andere Weise zunutze: für den Nachweis von Salmonellen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in zwei Publikationen im Fachjournal Applied and Environmental Microbiology.
Quelle: ETH beim idw

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13. Juni 2017 · News · Politik

Forschende für demokratische und wissenschaftsbasierte Entscheidungen bei gvo-Zulassung

In einem als offener Brief adressierten Plädoyer für kohärente Entscheidungen in der EU wenden sich namhafte Forschende aus dem nationalen und internationalen Umfeld - darunter auch Vertreter des VBIO und des Wissenschaftlerkreises grüne Gentechnik - an den EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker. Sie appellieren an die Institutionen der Eropäischen Union, demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten; diese gelte auch im Zusammenhang mit der noch immer ausstehenden Zulassung dreier gentechnisch veränderter Maissorten (MON810, 1507 und Bt11) für den kommerziellen Anbau.
Quelle: VBIO

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12. Juni 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Meist-zitierte Pflanzenforscher

Das Laborjournal hat in seiner jüngsten Ausgabe zusammengezählt, wie häufig Artikel aus den Pflanzenwissenschaften der Jahre 2011-2015 von anderen genannt werden. Es hält Listen der meist-zitierten Artikel, Reviews und Köpfe aus den Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich bereit, auch wenn klar sein sollte, dass nicht jeder Pflanzenforscher der Liste alle Zitierungen durch rein botanische Publikationen gesammelt hat. Unter den Tabellenanführern: zahleiche DBG-Mitglieder sowie in der DBG Engagierte. In seiner schriftlichen Analyse schildert Autor Mario Rembold in welchen Disziplinen diese forschen, welche Methoden sie nutzen und warum die Pflanzenwissenschaften eine eigene Auswertung verdient haben.
Quelle: Laborjournal

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12. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

Hotspots invasiver Tier- und Pflanzenarten identifiziert

Die Verteilung von Neobiota, nicht-heimischer Arten, auf verschiedene Regionen der Erde ist höchst unterschiedlich. Wo sich die globalen Hotspots für eingebürgerte, nicht heimische Arten befinden, war allerdings bislang unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung des Ökologen Prof. Dr. Mark van Kleunen von der Universität Konstanz und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) legen nun erstmals eine Analyse dieser Hotspots vor: Demnach finden sich die meisten Neobiota auf Inseln und in Küstenregionen. Die große Anzahl von Neobiota in vielen Regionen der Erde hat massive Konsequenzen, da einheimische Arten verdrängt und natürliche Lebensräume verändert werden. Dies ist auf Inseln besonders problematisch, da viele der dort heimischen Arten nur auf der Insel selbst vorkommen und daher besonders rasch durch Neobiota verdrängt werden. Ihre Ergebnisse publizierten die Forschenden in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution.
Quelle: Uni Konstanz

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