09. Juni 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Humboldt-Preisträger erforscht Mensch und Biodiversität tropischer Wälder

Professor Tabarelli erforscht den Einfluss des Menschen auf die Biodiversität tropischer Wälder. Foto: Thomas Koziel

Professor Dr. Marcelo Tabarelli von der brasilianischen Universidade Federal de Pernambuco erhält den Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Biodiversität in von Menschen veränderten Landschaften. Von Juni bis September ist er an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern im Fachbereich Biologie in der Abteilung Pflanzenökologie und Systematik bei Professor Dr. Burkhard Büdel zu Gast. Mit Dr. Rainer Wirth, dem Leiter eines gemeinsamen Forschungsprojektes, wird Tabarelli sich dem Einfluss des Menschen auf brasilianische Trockenwälder widmen.
Quelle: Uni Kaiserslautern

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09. Juni 2017 · News · Politik

Wie sollen gentechnisch nachgebaute Organismen heißen?

Forschende warnen vor den juristischen Folgen der leichtfertigen Verwendung wissenschaftlicher Namen und empfehlen, künstlich erschaffene Arten mit einem eigenen Namen zu versehen und diese klar als künstliche Produkte zu kennzeichnen (durch den Zusatz „recr“ für „recrearis“). Die rasanten Fortschritte in der Gentechnik lassen inzwischen ungeahnte Möglichkeiten zu. Ein in den letzten Monaten immer wieder diskutiertes Thema ist die genetische Wiederherstellung ausgestorbener Arten, wie etwa Mammut, Wandertaube oder Auerochse. Zwar gibt es bislang noch keine länger überlebensfähigen Erfolge dieser „De-Extinction“ genannten Technik, doch wird diese Möglichkeit immer häufiger als ein möglicher Ausweg diskutiert, das Aussterben von Arten rückgängig zu machen. In einem Beitrag in der Fachzeitschrift Science haben UmweltjuristInnen und BiogeographInnen der Uni Trier mögliche juristische Konsequenzen beleuchtet. Die WissenschaftlerInnen betonen, dass die Bemühungen der genetischen Wiederherstellung von Arten nur ungenaue Kopien der genetischen Vorlage sein werden.
Quelle: Uni Trier

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08. Juni 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Neuhaus von Amerikanischen Pflanzenwissenschaftlern der ASPB ausgezeichnet

Professor Ekkehard Neuhaus. Foto: TU Kaiserslautern

Professor Dr. Ekkehard Neuhaus, der an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern zu Pflanzenphysiologie forscht, ist von der amerikanischen Gesellschaft der Pflanzenbiologen (American Society of Plant Biologists, ASPB) mit dem Corresponding Membership Award ausgezeichnet worden. Neuhaus, Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie, hat unter anderem das Forschungsgebiet des Zelltransports maßgeblich mitbegründet. So hat er mit seinen Arbeiten dazu beigetragen, dass die Forschung grundlegende Mechanismen der pflanzlichen Biochemie besser versteht. Die ASPB ist die weltweit größte Vereinigung von Pflanzenwissenschaftlern. Der Corresponding Membership Award wird nach Vorschlag des ASPB-Präsidiums mittels eines Votums aller ASPB-Mitglieder vergeben.
Quelle: Uni Kaiserslautern

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07. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

Status quo: Züchtungsziel erhöhter Fruktangehalt im Weizen

Auch wenn Weizen im Vergleich mit anderen Pflanzenarten nicht den höchsten Fruktangehalt aufweist, ist er eine wichtige Quelle für das ernährungsphysiologisch wichtige Kohlenhydrat. Aber auch der Weizen selbst könnte von einem höheren Fruktangehalt profitieren, da er in Verbindung mit einer höheren Trocken- und Salztoleranz sowie Kälteresistenz steht. Daher hat ein internationales Forscherteam den Fruktangehalt als Züchtungsziel identifiziert. Damit ließen sich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: In einem Review-Beitrag für das Fachmagazin Crop Science präsentiert das Team neben vielen Argumenten, die für dieses Züchtungsziel sprechen, einen Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand. Das Portal Pflanzenforschung stell den Übersichtsartikel vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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07. Juni 2017 · News · Projekt

Mit Laser gegen Unkraut

Gründer Tim Wigbels (links) und Dr. Julio Pastrana (rechts) testen mittels Software, die automatisch Unkräuter erkennt und detektiert, wie der Laser die Blätter von Pflanzen schädigen kann. Foto und © Foto: Volker Lannert, Uni Bonn

Ein Roboter erkennt automatisch Unkräuter auf dem Feld und bekämpft sie mit einem kurzen Laserpuls. Nachhaltige Landwirtschaft, die weitgehend auf Herbizide verzichtet, könnte von dieser pfiffigen Idee profitieren. Davon sind Dr. Julio Pastrana und Tim Wigbels vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn überzeugt. Mit einem EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums treiben die Forschenden nun die Entwicklung dieses praktischen Helfers für die Feldarbeit voran.
Quelle: Uni Bonn

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06. Juni 2017 · News · Forschungsergebnis

Neuer Schutz vor verbreiteter Zuckerrüben-Krankheit

Von Rizomania befallene Zuckerrüben (links und Mitte) und ein gesundes Exemplar im Vergleich. Foto: Bernd Holtschulte, Uni Kiel

Forschende haben ein in Wildpopulationen der Zuckerrübe vorkommendes Rizomania-Resistenzgen identifiziert, das für eine alternative Resistenzbildung verantwortlich ist. Das durch bodenlebende Pilze übertragene Rizomania-Virus ist weltweit für bis zu 80 Prozent der Ertragsverluste beim Zuckerrübenanbau verantwortlich. Rizomania lässt sich nicht mit herkömmlichen Schutzmethoden wie etwa Pflanzenschutzmittel bekämpfen. Sie kombinierten Sequenzvergleiche von resistenten und anfälligen Wildrüben mit einer Assoziationsanalyse der gesamten Wildrübenpopulation. Damit konnten sie den Ort eines bislang unbekannten Resistenz-Gens im Genom eingrenzen. Die Kenntnis ihres genetischen Ursprungs, das die Forschenden vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit Forschenden der Universität Bielefeld und weiteren internationalen Expertinnen und Experten erwarben, macht diese Resistenz nun gezielt für die Pflanzenzüchtung nutzbar. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden im Fachmagazin Nature Communications.
Quelle: Uni Kiel

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