18. Dezember 2016 · News · Politik

EU-Richter entscheiden über die Zukunft des Genome Editings

Immer deutlicher zeichnet sich ab, was mit den neuen Verfahren der Genom Editierung möglich werden könnte, so auch in der Pflanzenforschung. Doch Europa blockiert sich selbst. Sind editierte Pflanzen und Tiere als „gentechnisch verändert“ einzustufen oder gleichen sie eher „natürlichen“ Mutationen? Seit Jahren zögere die EU-Kommission, sich in dieser Frage festzulegen, berichtet das Portal Transgen. Die rechtliche Unsicherheit lähmt die Forschung in Europa. Nun werden wohl die Juristen des Europäischen Gerichtshofs entscheiden.
Quelle: Transgen

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15. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Geißelbewegung schwimmender Algen modelliert

Die Grünalge Chlamydomonas reinhartii wird von der Spitze einer Mikropipette festgehalten. Ihre Geißeln schlagen in einer Art Brustschwimmbewegung. Foto: Christian Ruloff, AG Wagner

Wie sich Algen und andere „Mikroschwimmer“ in Flüssigkeiten fortbewegen, haben Experimentalphysiker der Universität des Saarlandes gemeinsam mit Dresdner Kollegen untersucht: Sie setzten Grünalgen der Gattung Chlamydomonas einer Gegenströmung aus und erfassten die Bewegungen ihrer Geißeln mittels eines hochauflösenden Tracking-Verfahrens. Hieraus wurde ein Rechenmodell abgeleitet, das exakt vorhersagt, wie sich der „Motor“ der Winzlinge unter Belastung verhält. Die im Fachjournal Physical Review Letters veröffentlichten Ergebnisse könnten dazu beitragen zu verstehen, wie sich künstliche Mikroroboter beispielsweise im menschlichen Organismus künftig einmal fortbewegen könnten.
Quelle: Uni des Saarlandes

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15. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Säurebelastung der Wälder hat sich deutlich verringert

Waldbodenprofil. Foto: Thünen-Institut/WO

Wie sich die Belastungen der Wälder in den letzten 20 Jahren verändert haben und in welchem Zustand die Waldböden heute sind, ist in der zweiten Bodenzustandserhebung im Wald flächendeckend untersucht worden. Die Ergebnisse haben Wissenschaftler des Johann Heinrich von Thünen-Instituts in einem rund 500 Seiten starken Bericht zusammengetragen, der Ende November in Berlin Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt übergeben wurde. Basis für die Erhebung waren 1.900 Untersuchungspunkte in ganz Deutschland. Es zeigte sich, dass sich der Zustand der Wälder bzw. der Böden insgesamt verbessert hat.
Quelle: Thünen

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15. Dezember 2016 · News · Politik

Genehmigung von gv-Sojabohnen war rechtens

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat heute entschieden, dass die im Jahr 2014 erteilte Erlaubnis der EU-Kommission, Futter- und Lebensmittel zu vertreiben, die gentechnisch veränderte (gv) Soja enthalten, nicht gegen EU-Recht verstößt. Die Luxemburger Richter wiesen damit eine Klage als unbegründet zurück. Deren Klägern sei es nicht gelungen, Zweifel an dieser Feststellung zu wecken.
Quelle: Europäischer Gerichtshof (pdf-Datei)

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14. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Im Ozean der Zukunft büßen Kalklagen ihre Konkurrenzfähigkeit ein

Drei Exemplare der Kalkalge Emiliania huxleyi, aufgenommen mit dem Rasterelektronenmikroskop. Aufnahme: Kai Lohbeck, GEOMAR

Coccolithophoriden, einzellige im Plankton treibende Algen, die eine Schlüsselrolle für das Klima auf unserem Planeten spielen, könnten im Ozean der Zukunft ihre Konkurrenzfähigkeit verlieren. In einem Feldexperiment, das die Folgen der Ozeanversauerung auf die Coccolithophoride Emiliania huxleyi in ihrer natürlichen Lebensgemeinschaft untersucht, war diese Art nicht mehr in der Lage, Blüten zu bilden. Aus seinen im Fachjournal Nature Geoscience vorgestellten Beobachtungen schließt ein Team von Forschenden unter Leitung des GEOMAR, dass Wechselwirkungen innerhalb des Nahrungsnetzes eine schwache physiologische Reaktion so weit verstärkten, dass sie einen starken Einfluss auf das Ökosystem haben können.
Quelle: GEOMAR

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14. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

70 neue Flechtenarten der Gattung Cora beschrieben

Cora imi, benannt nach dem IMI, dem ehemaligen Internationalen Mykologischen Institut in England (nun CABI), ist nur anhand einiger weniger Exemplare aus Costa Rica bekannt. Foto: R. Lücking, BGBM Berlin

Die Flechtengattung Cora bestand bis vor kurzem nur aus einer einzigen Art. Neue Methoden der DNA-Sequenzierung führten zur Unterscheidung von über einhundert Arten und aktuell werden 189 Sippen gezählt. Da die allermeisten dieser zuvor unbekannten Arten noch keinen Namen haben, wurden nun 70 in einer einzigen Publikation im Fachjournal Fungal Diversity neu beschrieben. Dies stellt in der neueren Wissenschaftsgeschichte für Pflanzen und Pilze einen Weltrekord dar, übertroffen lediglich von der Insektenforschung. Gelungen ist dieser Rekord einem internationalen Team aus 53 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von 44 Institutionen aus 13 Ländern. Unter Ihnen Forschende des Botanischen Gartens und Botanischen Museums (BGBM) der Freien Universität Berlin.
Quelle: BGBM

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14. Dezember 2016 · News · Veranstaltung

Zwei pflanzenwissenschaftliche Konferenzen im Februar

Die Vienna International Science Conferences and Events Association (VISCEA) und ihre Mitglieder laden im Februar 2017 zu zwei internationalen Konferenzen mit pflanzenwissenschaftlichem Fokus:

  • “Plant Nutrition, Growth & Environment Interactions”, die am 20. und 21. Februar 2017 stattfinden wird.
  • “Plant Molecular Physiology”, die am 23. und 24. Februar 2017 stattfinden wird.

Abstracts für beide Konferenzen sind bis 24. Dezember 2016 erbeten, der Frühbucherrabatt endet bereits einen Tag zuvor.

Details (pdf-Datei)

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13. Dezember 2016 · News

‘Roter Riesling‘ entstand aus ‘Weißem Riesling‘ und nicht umgekehrt

Rebstock des Roten Rieslings. Foto: Franco Röckel, JKI

Die Rebsorte ‘Roter Riesling‘ ist durch eine Mutation aus der weißen Form hervorgegangen. Das haben Forschungen des Julius Kühn-Instituts (JKI) beweisen jetzt eindeutig belegt. „Lange vermutete man, dass der ‘Rote Riesling‘ die ursprünglichere Rebsorte ist, gerade deshalb, da man immer wieder Mutationen von rot nach weiß beobachten kann, aber nie umgekehrt“, so Franco Röckel vom Julius Kühn-Institut am Geilweilerhof. „Wir haben nach verschiedenen molekularbiologischen Untersuchungen, unter anderem der beiden einfachen Chromosomensätze (Haplophasen) des Genoms, jetzt Klarheit. Die Haplophase, die im ‘Roten Riesling‘ zur Farbe führt, stammt von dem weißbeerigen Elternteil, dem ‘Weißen Heunisch‘ ab. Folglich muss die Mutation im ‘Weißen Riesling‘ passiert sein“.
Quelle: JKI

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13. Dezember 2016 · News · Anwendung · Forschungsergebnis

Pflanzen-Chromosomen auf einen Klick

Auch in der neuen Datenbank vertreten: Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea) sowie Informationen zu ihrer Chromosomenzahl. Foto und © Paule, Senckenberg

Das erste Online-Verzeichnis zu den Chromosomenzahlen deutscher Pflanzen ist erstellt. In der Datenbank der Senckenberg-Wissenschaftler befinden sich aktuell über 10.000 Chromosomenzählungen von über 1600 Pflanzenarten. Die Anzahl von Chromosomen gibt Auskunft über die Evolution der Pflanzen und ist ein wichtiges Instrument bei der Arterkennung und dem Schutz der Artenvielfalt, berichtet Senckenberg beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). Das neue Referenzwerk zur deutschen Flora haben die Forschenden im Fachjournal Plant Systematics and Evolution vorgestellt.
Quelle: idw

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12. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Walderdbeeren gegen schädliche Kirschessigfliegen

Forschende haben eine Walderdbeere gefunden, die die Entwicklung der Kirschessigfliege hemmt, eines mittlerweile weit verbreiteten Schädlings. Damit könnte diese Erdbeere eine wertvolle Basis für die Züchtung widerstandsfähiger Kultursorten sein. Die Teams um die Biologen Nicolas Gompel und Martin Parniske von der Ludwigs-Maximilians Universität (LMU) stellen ihre Ergebnisse im Fachmagazin Frontiers in Plant Science vor und haben in Zusammenarbeit mit dem Erdbeerzüchter Klaus Olbricht (Fa. Hansabred GmbH Co. KG) diejenigen Walderdbeeren identifiziert, die die Fliegenentwicklung in der Beere unterdrücken.
Quelle: LMU

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12. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Fernerkundung wird immer wichtiger für die Biodiversitätsforschung

EnMAP ist eine deutsche hyperspektrale Satellitenmission, die 2018 starten wird. Sie soll präzise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche möglich machen. Foto: DLR CC-BY3.0

Um die biologische Vielfalt zu erfassen, nutzen Forschende neben klassischen Freilanduntersuchungen seit rund 30 Jahren auch verschiedene Methoden der Fernerkundung. Unter Federführung von Forschenden des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) stellt ein internationales Forscherteam im Fachmagazin Ecological Indicators die heutigen Möglichkeiten, Entwicklungen und Perspektiven der Fernerkundung zusammen und zeigt ihr großes Potenzial für die zukünftige Biodiversitätsforschung.
Quelle: UFZ

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12. Dezember 2016 · News · Ausschreibung

ERA CoBioTech: „Biotechnology for a sustainable bioeconomy“

Am 01. Dezember 2016 fiel der Startschuss für das neue Cofund ERA-NET für Biotechnologien (ERA CoBioTech). Die Forschungsinitiative, gefördert durch das Förderprogramm Horizon 2020 der EU, bringt Partner aus 16 europäischen Staaten sowie aus Argentinien und Israel zusammen. Im Rahmen der  ersten gemeinsamen  Bekanntmachung mit einem voraussichtlichen Gesamtbudget von rund 36 Mio. Euro können bis zum 2. März 2017 Projektvorschläge für transnationale F&E-Vorhaben zum Thema „Biotechnologie für eine nachhaltige Bioökonomie“ eingereicht werden. Das meldet die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Quelle: FNR

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