09. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Wie Pflanzen ihre Blätter abwerfen

Peptidhormone bewirken den Abwurf von Pflanzenorganen, ob Herbstlaub oder Blütenblätter nach der Bestäubung. Forscher der Universität Hohenheim klären auf, wie sie gebildet werden.

Wie pflanzliche Peptidhormone gebildet werden, die den Abwurf von Pflanzenorganen bewirken, hat ein Team um den Pflanzenphysiologen Professor Dr. Andreas Schaller von der Universität Hohenheim herausgefunden. Demnach regeln drei Proteasen die Bildung des Peptidhormons, dass den Blattabwurf steuert. Das Team hat damit einen der grundlegenden Prozesse der Pflanzenwelt am Beispiel der Modellpflanze Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) aufgeklärt und die Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht.
Quelle: Uni Hohenheim

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09. Dezember 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Algen revolutionieren den 3D-Druck von Zellen

Mikroskopische Aufnahme einer Mikroalge. Bild: Anja Lode, TU Dresden

Felix Krujatz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden, erhält für seine Doktorarbeit „Entwicklung und Evaluierung neuer Bioreaktorkonzepte für phototrophe Mikroorganismen“ den Nachwuchsförderpreis der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Seine Forschungsergebnisse enthalten mehrere Neuheiten auf dem Gebiet der Biotechnologie und können u.a. das Bioprinting menschlicher Zellen für regenerative Therapien revolutionieren sowie eine neue Generation von Bioreaktoren hervorbringen. Krujatz hat in seiner Arbeit den weltweit ersten Photobioreaktor aus dem 3D-Drucker konzipiert und gefertigt. Der Preis wird am 9. Dezember um 16:00 Uhr in Leipzig öffentlich verliehen.
Quelle: TU Dresden

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09. Dezember 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Ombudsman-Gremium der DFG nun mit Pflanzenphysiologin

Zu neuen Mitgliedern des Ombudsman-Gremiums wählte der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun in Bonn die Immunologin Professor Dr. Daniela N. Männel von der Universität Regensburg und die Pflanzenphysiologin Professor Dr. Renate Scheibe von der Universität Osnabrück. Bei der weiteren Etablierung und Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis ist der DFG das Prinzip der wissenschaftlichen Selbstkontrolle ein besonderes Anliegen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der „Ombudsman für die Wissenschaft“. Dieser wurde bereits 1999 von der DFG eingerichtet, steht aber allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland auch unabhängig von einer DFG-Förderung in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und bei Verdachtsfällen von wissenschaftlichem Fehlverhalten zur Verfügung. Als weitere wichtige Aufgabe soll das Gremium eine moderierende Rolle bei der Setzung von Standards zur wissenschaftlichen Integrität durch die wissenschaftlichen Fachgesellschaften übernehmen.
Quelle: DFG

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08. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Drei neue Photosynthese Paper

Je besser die Vorgänge bei der Photosynthese verstanden werden, desto mehr können sie zur Lösung aktueller Probleme der Menschheit beitragen. Drei neue Studien aus den Fachmagazinen Science und Nature, schildern grundlegende Prozesse der Photosynthese. Sie alle verfolgen das Ziel, diese für die Menschheit besser nutzbar zu machen. Über die drei Studien berichtet das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Dezember 2016 · News · Publikation

Elsevier stellt New Negatives wieder ein

Wie der Publisher Elsevier auf seiner Website vermeldet, wir die erst vor 15 Monaten gestartete Fachzeitschrift "News Negatives in Plant Science" nun schon wieder eingestellt. Autoren werden gebeten, auf andere Zeitschriften des Verlages auszuweichen. Leider gibt Elsevier nicht an, was zu dieser Entscheidung geführt hat.
Quelle: Elsevier

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07. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Fleischfressende Pflanzen lagern Insektenfang an Säugetierpartner aus

Die Kannenpflanze Nepenthes hemsleyana lagert die Vorverdauung an ihren Partner aus, eine Kerivoula hardwickii Fledermaus. Foto: Foto: Ch'ien C. Lee, www.wildborneo.com.my

Auf Borneo vorkommende insektenverdauende Kannenpflanzen lagern ihren Beutefang auf Fledermäuse und andere kleine Säugetiere aus. Diese übernehmen für die Pflanzen nicht nur die Insektenjagd, sondern übergeben diese bereits vorverdaut an die Kannen in Form von nährstoffhaltigem Kot. Das hat ein internationales Wissenschaftlerteam der Universitäten Greifswald, Brunei Darussalam und Cairns/Australien herausgefunden. Die Kannenpflanzen steigern so ihre Nahrungseffizienz; sie verdauen die aufgenommenen Nährstoffe leichter und ersparen sich unter anderem die Kosten effizienter Anlockmechanismen für Insekten. Als Gegenleistung bieten sie ihren Säugetierpartnern wertvolle Ressourcen wie Quartiere. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Ecology veröffentlicht.
Quelle: Uni Greifswald

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07. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Verjüngung tropischer Wälder durch Rückgang großer Vögel bedroht

Große fruchtfressende Vögel wie der Blautukan (Andigena hypoglauca) sind für die Verjüngung vielfältiger Tropenwälder essentiell. Foto und Copyright: Matthias Schleuning, Senckenberg

Eine neue Studie belegt die Bedeutung großer fruchtfressender Vögel für die Verjüngung tropischer Wälder. Pflanzenarten mit großen Samen entwickeln zwar häufiger Keimlinge als Pflanzenarten mit kleinen Samen. Sie sind aber in ihrem Bestand gefährdet, da die Verbreitung großer Samen von großen Vögeln abhängt. Der Rückgang großer fruchtfressender Vögel aufgrund von Bejagung und anderen menschlichen Eingriffen ist daher eine ernste Bedrohung für Tropenwälder, konstatieren Senckenberg-Forschende in der kürzlich im Fachjournal Oikos erschienenen Studie, für die sie zwei benachbarte tropische Wälder im Osten der kolumbianischen Anden untersucht hatten.
Quelle: Senckenberg

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06. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Biodiversitätstrends mit dem Aktienmarkt verglichen

Forscher nutzen als Analogie den Aktienmarkt, um zu erklären was Biodiversitätsvariablen (EBVs) sind. Leider haben sie dabei Schmetterlinge zu Vertebraten auffliegen lassen. Foto: UFZ

Essenzielle Biodiversitätsvariablen (EBVs) können dabei helfen, den Artenschwund zu stoppen. Was sie sind, erklärt jetzt ein internationales Forscherteam anhand einer Analogie: Wie sich der Kurs einer Aktie aus Angebot und Nachfrage ergibt und wie aus den Kursen aller einzelner Aktien der Index einer Börse berechnet wird, so entstehen aus den Daten der Naturbeobachtungen die Biodiversitätsvariablen. Aus ihnen können Indizes berechnet werden, die für politische Entscheidungen ausschlaggebend sind. Die Wissenschaftler wollen damit verdeutlichen, wie wichtig die EBVs für den Erhalt der Biodiversität sind und wo globale Wissenslücken den Erhalt der Artenvielfalt erschweren. Die Ergebnisse publizierten die Forschenden des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im Fachjournal Biological Conservation.
Quelle: UFZ

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06. Dezember 2016 · News · Politik

Schweiz will Gentech-Moratorium um vier Jahre verlängern

Der Schweizer Nationalrat will Gentech-Moratorium um vier Jahre verlängern, meldet die Neue Züricher Zeitung (NZZ). Damit folge er dem Bundesrat, der das Verbot bis 2021 weiterführen will, wodurch der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Schweiz weiterhin verboten bleibe. Ausnahmen gibt es für Forschungszwecke, um die Forschenden nicht ins Ausland zu vertreiben.
Quelle: NZZ

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05. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis · Publikation

Making Sense of Research – Forschung mit und für die Praxis

Praxisbeispiele aus 12 Forschungsprojekten im Buch zeigen, unter welchen Bedingungen beispielsweise ökologischer Reisanbau wirtschaftlich rentabel sein kann. Foto: Josef Settele

Zwölf Millionen Hektar fruchtbares, erntefähiges Land gehen weltweit Jahr für Jahr laut UN-Wüstenkonvention verloren. Lösungen für eine Landnutzung, die die Umwelt und bestehende Ökosysteme weltweit nachhaltiger nutzt und zugleich Aspekte des Klimawandels berücksichtigt, werden in dem Buch „Making sense of research for sustainable land management“ aufgezeigt. Es wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt (CDE) der Universität Bern herausgegeben. Der Band wird heute auf der Weltbiodiversitätskonferenz (CBD COP 13) in Cancun (Mexiko) im Rahmen des Landscape-Day in einer eigenen Session präsentiert.
Quelle: UFZ

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05. Dezember 2016 · News · Forscheralltag

Bei Mikroorganismen macht das Nagoya-Protokoll viele zu Verlierern

Die restriktive Umsetzung des Nagoya-Protokolls droht die mikrobiologische Grundlagenforschung deutlich zu erschweren und zudem das Gegenteil dessen zu bewirken, was mit seiner Einführung erreicht werden sollte. Statt eine gerechte Verteilung der Gewinne zu ermöglichen, die sich aus der Nutzung von genetischen Ressourcen ergeben, könnten Entwicklungsländer und ihre Forschenden von der internationalen Wissenschaft und Zusammenarbeit abgehängt werden. Ursachen für diese Entwicklung sind einige dem Nagoya-Protokoll zugrundeliegende Annahmen zur biologischen Vielfalt, die sich nicht auf Mikroorganismen übertragen lassen. Das meldet die Deutsche Sammlung von Mirkoorganismen und Zellkulturen (DSMZ) und bezieht sich dabei auf eine Veröffentlichung im Magazin Trends in Microbiology.
Quelle: DSMZ

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05. Dezember 2016 · News · Outreach

Neues Portal über Wissenschaftskommunikation

Welches Format sich für welche Zwecke der Wissenschaftskommunikation eignet schildert das neue Portal für Wissenschaftskommunikation. Was über Wissenschaftskommunikation geforscht wird und welche Erkenntnisse liefert „The Science of Science Communication“ sind weitere Themen. Wie sehen Berufseinstiege und -karrieren in der Wissenschaftskommunikation aus? Und worüber diskutiert die Community? Auf diese Fragen gibt das neue Online-Portal zur Wissenschaftskommunikation nun Antworten. Das Portal dient als Informations- und Diskussionsplattform für Öffentlichkeitsarbeiter, Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und allgemein Interessierte. Es wird von Wissenschaft im Dialog (WiD), dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) und der Abteilung Wissenschaftskommunikation am Institut für Germanistik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam betrieben.
Quelle: www.wissenschaftskommunikation.de

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