Artikel zur Kategorie "Forscheralltag"


17. Mai 2017 · News · Forscheralltag · Politik

Status Quo: Promovierende und Promovierte in Deutschland

Nachwuchswissenschaftler tragen entscheidend zum wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Erkenntnisgewinn und zur Innovation bei, meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO). Zugleich sei wissenschaftlicher Nachwuchs eine Voraussetzung, um den zukünftigen Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften in der modernen Wissensgesellschaft abdecken zu können. Das schreibt die unabhängige Expertenkommission in ihrem "Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017, Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland" (Bundestag Drucksache 18/12310 und Bericht hier als pdf-Datei). Gleichzeitig wird vom wissenschaftlichen Nachwuchs viel verlangt: herausragende Arbeit bei geringer Planbarkeit, Herausforderungen, wenn man Familie und Karriere vereinbaren will, und gleichzeitig unsichere Perspektiven. Dies betreffe weniger die Promotionsphase als vielmehr die Qualifizierungsphase nach der Promotion.
Quelle: VBIO

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12. Mai 2017 · News · Forscheralltag

Gegen prekäre Arbeitsbedingungen

Der Deutschlandfunk berichtet über eine Tagung in Jena, auf der Forschende über Alternativen zu den vielen prekären Arbeitsbedingungen diskutieren, die für junge Wissenschaftler im akademischen Bereich bestehen. Sie thematisieren die Sorgen und Nöte des wissenschaftlichen Nachwuchses und stellen das Sonderbefristungsrecht in der Wissenschaft in Frage. Teilnehmende wollen sich dafür einsetzen, dass nach der Dissertation unbefristete Verträge möglich werden, wie das beispielsweise in England üblich ist (anhören: Podcast auf Twitter).
Quelle: Deutschlandfunk

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10. Mai 2017 · News · Forscheralltag

Solide Forschung mehr belohnen

Das wünscht sich Doktorand Ruben Arslan, der in Biologischer Persönlichkeitspsychologie an der Georg-August-Universität Göttingen promoviert. Im Interview mit dem Magazin Merton des Stifterverbandes für die Wissenschaft plädiert dafür, dass Forschende ihre Methoden einreichen noch bevor sie ihre Daten erheben. Dieses wird auch als Registered Reports bezeichnet. Nach Auskunft Arslans gewährleiste es, dass den Methoden mehr Bedeutung zukommt, die Reproduzierbarkeit der Studien erhöht wird, ehr solide Forschung belohnt wird und nicht vor allem Forschung, die überrascht.
Quelle: Merton

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25. April 2017 · News · Forscheralltag

DFG-Stellungnahme zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im April 2017 eine Stellungnahme zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen veröffentlicht und damit differenziert Position in der laufenden öffentlichen Debatte um die „Replikationskrise“ bezogen. „Die Frage nach der Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen berührt im Kern die Frage der Qualität von Forschung und betrifft die gesamte Wissenschaft“, sagt DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider. „Mit der Stellungnahme kommt die DFG daher als Forschungsförderorganisation und Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland ihrer Verantwortung nach, sich in der Debatte zu positionieren.“ Den Anstoß zur Diskussion hatte eine Serie zur Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen (in der Biomedizin) in der Fachzeitschrift Lancet im Jahr 2014 gegeben.
Quelle: DFG

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07. Februar 2017 · News · Forscheralltag

Gehälter in der Biotech-Branche steigen moderat

Ein aktueller Vergleich der Gehälter verschiedener Positionen in der Biotechnologiebranche im Auftrag des Industrieverbands BIO Deutschland zeigt Gehaltszuwächse von durchschnittlich vier Prozent (Median) seit 2014. Die Zunahme der Gehälter ist mit sieben Prozent am deutlichsten bei Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern. Geringer ist der Anstieg bei Personal aus der technischen und der naturwissenschaftlichen Forschung. Einbußen beim Gehalt waren bei keiner der untersuchten Positionen zu beobachten, die Gehaltszuwächse haben sich aber in einigen Positionen in Vergleich zu Angaben von 2012 teils deutlich reduziert. Dies geht aus dem Vergleich mit Daten von CompensationPartner/PersonalMarktServices aus der Vergangenheit hervor, berichtet BIO Deutschland.
Quelle: BIO Deutschland

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05. Dezember 2016 · News · Forscheralltag

Bei Mikroorganismen macht das Nagoya-Protokoll viele zu Verlierern

Die restriktive Umsetzung des Nagoya-Protokolls droht die mikrobiologische Grundlagenforschung deutlich zu erschweren und zudem das Gegenteil dessen zu bewirken, was mit seiner Einführung erreicht werden sollte. Statt eine gerechte Verteilung der Gewinne zu ermöglichen, die sich aus der Nutzung von genetischen Ressourcen ergeben, könnten Entwicklungsländer und ihre Forschenden von der internationalen Wissenschaft und Zusammenarbeit abgehängt werden. Ursachen für diese Entwicklung sind einige dem Nagoya-Protokoll zugrundeliegende Annahmen zur biologischen Vielfalt, die sich nicht auf Mikroorganismen übertragen lassen. Das meldet die Deutsche Sammlung von Mirkoorganismen und Zellkulturen (DSMZ) und bezieht sich dabei auf eine Veröffentlichung im Magazin Trends in Microbiology.
Quelle: DSMZ

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29. September 2016 · News · Forscheralltag · Politik

Entfristungsoffensive an Hochschulen gefordert

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund und Länder aufgefordert, mit einer "Entfristungsoffensive" für bundesweit 50.000 zusätzliche Dauerstellen an den Hochschulen zu sorgen. Das ist eine der zentralen Forderungen der "Wittenberger Erklärung", die die Bildungsgewerkschaft während der 9. GEW-Wissenschaftskonferenz in Lutherstadt Wittenberg vorgelegt hat. Mit dem Titel "Geld her oder wir schließen" spricht sie sich für folgende Punkte aus:

  1. Bildungs- und Wissenschaftsfinanzierung aus einem Guss 
  2. Ausbau der Grundfinanzierung der Hochschulen
  3. Dauerstellen für Daueraufgaben – für eine Entfristungsoffensive
  4. Bessere Studienbedingungen für eine inklusive Hochschule
  5. Reform der Studienfinanzierung

Details in der Pressemitteilung der GEW und in der Wittenberger Erklärung (pdf)

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07. September 2016 · News · Forscheralltag

Trends: Personal an Hochschulen

Unter dem Titel „Schief, schiefer,...“ berichtet das Laborjournal, was sich hinter dem Zahlenwerk „Personal an Hochschulen“ für das Jahr 2015 und der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes verbirgt. Der Chefredakteur des Journals, Ralf Neumann, widerligt mit seinen Nachrechnungen den in der Pressemitteilung genannten 61%igen Zuwachs beim wissenschaftlich-künstlerischen Personal an deutschen Unis. Nach der Darstellung des Journalisten scheint der Anstieg des wissenschaftlich-künstlerischen Gesamtpersonals der letzten zehn Jahre größtenteils durch den Zuwachs von befristet und nebenberuflich Beschäftigten entstanden zu sein. „Die Zahl der hauptberuflichen ‚Professoren, Dozenten, Assistenten und Lehrkörper mit besonderen Aufgabe‘ stieg beispielsweise zwischen 2005 und 2015 nur von 54.000 auf knapp 60.000“, zitiert Neumann die Originalzahlen. Anders sähe es dagegen beim nicht-wissenschaftlichen Personal aus: Hier stieg die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten im gleichen Zeitraum von 253.790 (2005) auf 295.191 (2015).
Quelle: Laborjournal

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30. Juni 2016 · News · Forscheralltag · Politik

Gesetz zur Umsetzung des Nagoya-Protokolls tritt in Kraft

Am 1. Juli tritt das Gesetz zur Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Nagoya-Protokoll in Kraft. Damit müssen nun alle Forscherinnen und Forscher, die mit genetischen Ressourcen / biologischem Material arbeiten, die Regeln zu Zugang und Vorteilsausgleich befolgen, die eigentlich zum Eindämmen von Biopiraterie aufgestellt wurden. Dr. Thomas Hörnschemeyer von der Senckenberg-Gesellschaft war so freundlich und hat für die Gesellschaft für Biologische Systematik mehrere Informationsquellen zusammengestellt. Die Umsetzung kontrolliert das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das auch Hilfe für Forschende und Sammlungswissenschaftler bereitstellt.
Quelle: BfN

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29. März 2016 · News · Forscheralltag

Studie zu Motivationen Internationaler Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen (MIND)

Das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) hat 2015 im Auftrag von GATE-Germany eine Studie zu Lage, Perspektiven und Motivationen internationaler Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen durchgeführt. Die Vollversion der Studie kann bei GATE-Germany heruntergeladen werden.
Quelle: GATE-Germany

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22. März 2016 · News · Forscheralltag

Internationale Open Access-Initiative

Die Leibniz-Gemeinschaft setzt ihre Bemühungen fort, den umfassenden, offenen und onlinegestützten Zugang zu wissenschaftlichen Fachartikeln voranzubringen. Deshalb hat sie gemeinsam mit 30 weiteren Forschungsorganisationen eine internationale Absichtserklärung unterschrieben; diese sieht die Umstellung von Subskriptionsmodellen bei wissenschaftlichen Fachzeitschriften auf das Publizieren per Open Access vor. Die Absichtserklärung wurde jetzt veröffentlicht und ist online unter http://oa2020.org/mission/ verfügbar. Sie ist das Ergebnis der 12. Berlin Open Access Conference, die im Dezember 2015 von der Max-Planck-Gesellschaft ausgerichtet wurde. Nach dem Vorbild der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ von 2003, die weltweit mehr als 500 Organisationen unterzeichnet haben, können sich auch dieser Absichtserklärung weitere Institutionen anschließen.
Quelle: Leibniz-Gemeinschaft

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02. Juli 2015 · News · Forscheralltag

Sicherung von Originaldaten in der Biodiversitäts-forschung

Da Forschungsdaten teils mit der Zeit verloren gehen oder unbenutzbar werden, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Auf- und Ausbau der Infrastruktur GFBio (vgl. Meldung vom 2.6.2015). Diese soll künftig alle relevanten Infrastrukturen und Analysewerkzeuge für Daten der Biodiversitätsforschung anbieten. Um eine einheitliche und nutzbare Datenbasis zu erhalten, hat eine DFG-Expertengruppe Leitlinien zum Umgang mit solchen Forschungsdaten erarbeitet. Das Netzwerkforum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) hat PD Dr. Birgit Gemeinholzer (Uni Gießen) von der Expertengruppe dazu interviewt. Als Vorsitzende der AG Biodiversitätsdaten der Senatskommission für Biodiversitätsforschung der DFG koordinierte sie die Erstellung der Leitlinien. Im NeFo-Interview erzählt sie, was die Infrastruktur künftig leisten soll und was das für die Arbeit der Biodiversitätsforschenden bringt bzw. bedeutet.
Quelle: NeFo

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29. Juni 2015 · News · Forscheralltag

Was junge Pflanzenforscher zur Keine-Gentechnik-Forderung sagen

Wie sich junge Pflanzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler fühlen, wenn sie – wie die ganze Welt – mit gentechnischen Methoden arbeiten, die aber von der Öffentlichkeit als moralisch verwerflich angesehen werden, hat das Portal Transgen in einem Video aufgezeichnet: Fünf Köpfe, fünf Projekte, fünf Orte.
Quelle: Transgen

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17. April 2015 · News · Forscheralltag

Familienfreundliche Wissenschaft

Was ist nötig, damit Studierende und Nachwuchswissenschaftler ihre Arbeit und die Familie besser miteinander vereinbaren können? Das vom BMBF geförderte Portal für "Familienfreundliche Wissenschaft" bietet Informationen rund um das Thema.

Quelle: BMBF

direkt zum Portal Familienfreundliche Wissenschaft

24. Januar 2014 · News · Forscheralltag

Der Alltag von Nachwuchsforschern

Wie steht es um das Wohl der jungen Forschenden der Welt? Sind sie zufrieden mit ihrer beruflichen und privaten Situation? Wie schätzen sie ihre Perspektiven ein? Catherine Beaudry und Irene Friesenhahn von der Global Young Academy (GYA) in Berlin haben 650 beantwortete Fragebögen und 45 geführte Interviews mit Nachwuchsforschern aus aller Welt ausgewertet. Ihren Bericht „The Global State of Young Scientists“ präsentierten sie am 21. Januar in der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Das Ergebnis fasst das Magazin Laborwelt zusammen: darunter Publikationsdruck und eine hohe Arbeitszeitbelastung.

Quellen: Laborwelt

globalyoungacademy.org