18. September 2014 · Actualia · Tagungsbericht

Plant Science Student Conference (PSSC) 2014

Schon zum zehnten Mal organisierten Doktoranden im Juni die PSSC für Doktoranden, auch wenn sie einzelne "alte Hasen" nach Gatersleben einluden, die etwa über den Ursprung des Lebens in heißen Quellen sprachen. Zum Auftakt gab es ein Speed-Dating zum Kennenlernen und die institutseigene Rockband trug am Pizzaabend zum Gelingen des Treffens bei. Ziel war es wieder, den Doktoranden die Möglichkeit einzuräumen, ihre Forschung in ungezwungener Atmosphäre anderen Doktoranden vorzustellen ohne in Konkurrenz zu erfahreneren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu stehen.
Ein Tagungsbericht von Katja Herrmann.

Schon zum zehnten Mal wurde dieses Jahr die Plant Science Student Conference (PSSC) von Doktoranden für Doktoranden organisiert. Die Konferenz, welche jährlich im Wechsel am Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle oder am Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben stattfindet, fand dieses Jahr zwischen dem 2. und 5. Juni in Gatersleben statt. Diese Konferenz gibt Doktoranden zum einen die Möglichkeit, eine Konferenz selbstständig zu gestalten und durchzuführen und zum anderen den teilnehmenden Doktoranden die Möglichkeit in ungezwungener Atmosphäre ihre Forschung zu präsentieren, ohne dabei mit ihren Beiträgen in Konkurrenz zu erfahreneren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu stehen.

Etwa 70 Doktoranden von verschieden Universitäten und Instituten aus ganz Europa nutzen die Gelegenheit, um ihre Forschung in Form von Vorträgen oder Postern vorzustellen und zu diskutieren. Eröffnet wurde die Konferenz mit einführenden Worten vom leitenden Direktor des IPK, Prof. Andreas Graner. Er ermutige die Nachwuchskräfte aktiv an Diskussionen teilzunehmen und keine Scheu zu haben, nach den Vorträgen und bei den Poster-Sessions Fragen zu stellen.

Speed-Netzwerken

Um das Eis zwischen den Konferenzteilnehmern zu brechen, wurde am ersten Abend ein Speedmeeting organisiert, bei dem sich immer zwei Teilnehmende gegenüber saßen und kurz kennenlernen konnten. Nach nur zwei Minuten wurde zum nächsten Teilnehmenden weitergerückt. So wurden viele Anknüpfungspunkte für spätere Gespräche gefunden. Auch beim Ausflug in die historische Altstadt von Wernigerode oder bei den Debattierrunden zu bestimmten wissenschaftlichen Themen hatten die Doktorenden viel Gelegenheit sich näher kennenzulernen und sich über ihre Arbeit auszutauschen.  Ein Highlight im Begleitprogramm der Konferenz war sicherlich der Pizzaabend, bei dem „Rock et al“, IPKs eigene Rockband, für etwa zwei Stunden Hits zum Besten gaben.

Erfahrene Forscher eingeladen

Neben dem abwechslungsreich gestalteten Rahmenprogramm, das den Teilnehmenden das Kontakteknüpfen für mögliche Kollaborationen erleichtern sollte, kam aber auch der wissenschaftliche Teil im Konferenzprogramm nicht zu kurz. Vier renommierte Wissenschaftler nahmen die Einladung des PSSC-Teams an und präsentierten ihre Forschung in jeweils 45 minütigen Vorlesungen. Prof. Dr. William Martin sprach über den Ursprung des Lebens in hydrothermalen Quellen und Dr. Damina Gruzka berichtete wie die Stabilität von Gerstenhalmen durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. In seinem Vortrag über Phytoremediation stellte Prof. Dr. Dr. Peter Schröder Perspektiven und Beschränkungen dieser Technik vor und Prof. Dr. Röbbe Wünschiers sprach über Omics-Forschung im Bereich der Biomassefermentation und Fotosynthese.

Preisgekürte Präsentationen

Am letzten Abend der Konferenz kürte eine Jury aus IPK-Gruppenleitern und Postdoktoranden die drei besten Vorträge und Posterbeiträge. Zusätzlich hatten die Konferenzteilnehmenden Gelegenheit ihren Favoriten für den Publikumspreis zu nominieren. Dieses Jahr war die Gruppe Chromosomenstruktur und -funktion ganz besonders erfolgreich: Alle drei Preise der Jury für die besten Vorträge gingen an Doktoranden aus dieser Gruppe: Den ersten Platz machte André Marques mit seinem unterhaltsamen Vortrag über die Identifikation des ersten zentromerspezifischen Tandem-Repeat in einer holozentrischen Art. Er überzeugte nicht nur die Jury mit seiner Präsentation sondern auch dem Publikum gefiel sein Beitrag scheinbar besonders gut und so gewann er auch den Publikumspreis. Markus Meier gewann mit der Darstellung seines Projekts über den Einfluss von Ammonium auf die Wurzelmorphologie den Preis für das beste Poster.

Mit der Abschiedsparty nach der Preisverleihung endete eine erfolgreiche PSSC 2014. An dieser Stelle bedankt sich das PSSC Team im Namen aller Teilnehmenden herzlich bei der Deutschen Botanischen Gesellschaft für die großzügige finanzielle Unterstützung, die es ermöglicht hat, die PSSC 2014 so erfolgreich zu gestalten. Das Team freut sich bereits auf die PSSC 2015, welche dann in Halle stattfinden wird.

Bericht von Katja Herrmann, Leibniz-Institut für
Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben
im August 2014


70 Doktoranden von verschieden Universitäten und Instituten aus ganz Europa diskutierten ihre Arbeiten mit den anderen Doktoranden. Foto: Heike Ernst