18. Oktober 2007 · Actualia · Tagungsbericht

Botanikertagung 2007 in Hamburg

Vom 3. - 7. September 2007 fand die Botanikertagung statt, die das Team um den Tagungspräsidenten Professor Dr. Michael Böttger organisiert hatte. Dort feierte sie nicht nur ihr 125jähriges Bestehen. In seiner Tagungsnachlese nennt Böttger auch die drei meistbesuchten Sessions.

Seit 125 Jahren besteht die Deutsche Botanische Gesellschaft. Anfang September dieses Jahres 2007 wurde die Botanikertagung, welche im zweijährigen Turnus stattfindet, in Hamburg veranstaltet. Bei dieser Gelegenheit wurde mit einer kurzen Feier das 125jährige Bestehen dieser traditionsreichen Gesellschaft gewürdigt.

Größer und internationaler

Das Biozentrum in Hamburg war für die Ausrichtung dieser Tagung verantwortlich und organisierte in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anderer deutscher Universitäten ein international beachtenswertes Vortrags- und Veranstaltungsprogramm. 38 internationale Redner waren zu Beiträgen eingeladen. Diese hohe Beteiligung internationaler Wissenschaftler wurde bewusst angestrebt, damit sich das hohe Niveau der deutschen Botanik dem internationalen Vergleich stellen kann. Bereits in den letzten Tagungen konnte man den Trend beobachten, dass sich die Botanikertagung von einer ursprünglich nationalen Veranstaltung zu einem internationalen Kongress hohen Ranges entwickelt. Diese Entwicklung wurde dankenswerterweise der DFG sehr großzügig unterstützt. Die Kongresssprache war daher ausschließlich englisch. Insgesamt wurden weit über 800 Teilnehmer und zusätzlich zahlreiche Tagesgäste aus 17 Ländern registriert. Die „Botanikertagung“ ist also in Hamburg wieder größer und wieder internationaler geworden.

Plattform für Pflanzenwissenschaftler

Eine weitere Besonderheit der Botanikertagung ist ihr interdisziplinärer Charakter und ihre thematische Breite. Das Spektrum reichte von klassischen Disziplinen wie Systematik hin zu molekularen, zellbiologischen und biochemischen Fragestellungen. Damit ist die Botanikertagung auch zu der idealen Plattform für einen Pflanzenwissenschaftler, über den Zaun der eigenen Szene blicken zu können. 48 Sessions mit 35 verschiedenen Themenkreisen demonstrierten eindrucksvoll die thematische Diversität.

"Top Three"

Besonders hohes Interesse zeigte sich bei den Sessions "Genetical modified crop plants", "Receptors and Signalling". Die „Top Ten“ Liste des Interesses enthält des weiteren "Membrantransport, Plant Genomics, Photosynthesis, Plant Microbe-Interaction, Organelles und Redox regulation", um nur einige zu nennen. Insgesamt gab es 14 Plenarvorträge, 81 Keynote Speaker und 153 Kurzvorträge. Umrahmt wurden diese von einem Abendvortrag: "Pflanzen contra Herbivore: Überleben mit Duft und Nektar", gehalten von W. Boland, MPI Jena. Abgeschlossen wurde die Tagung mit einem Beitrag von Klaus Lüning: zum 100ten Geburtstag von P. Kornmann: Ein Leben für die Meeresalgen.

Viele junge Teilnehmende

Sehr auffällig war die Beteiligung jüngerer Wissenschaftler ("Predocs"), welche knapp die Hälfte (!!) der Teilnehmer darstellten. Die nächste Botanikertagung  wird von Professor Christian Wilhelm in Leipzig in zwei Jahren organisiert werden.

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