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Deutsche Botanische Gesellschaft e. V.
Pflanzenwissenschaften - News Januar 2012

31.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik


Puppen von Honigbienen, kurz vor dem Schlüpfen. Die Puppen wurden in einer künstlichen Wabe aufgezogen, die am Lehrstuhl für Zoologie III entwickelt wurde. Foto: Harmen Hendriksma, Uni Würzburg.

Transgener Mais schadet Bienenlarven nicht

Wie gut vertragen Bienen die Pollen von gentechnisch verändertem Mais in ihrer Nahrung? Diese Frage haben Wissenschaftler der Universität Würzburg zum ersten Mal unter kontrollierten Bedingungen im Feld und im Labor untersucht. Der Vergleich mit Larven, die mit konventionellen Maispollen aufgezogen wurden, zeigt keine Unterschiede: Weder steigt die Sterblichkeitsrate an, noch weisen die Larven Entwicklungsstörungen auf. Auch die Gewichtszunahme verläuft identisch.

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und bei
Biotechnologie.de

31.1.2012


Araukarienwald (Araucaria columnaris) auf Neukaledonien. Foto: Universität Göttingen

Bernsteinwälder: Ökologische Studien zur Harzproduktion

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von PD Dr. Alexander Schmidt vom Courant Forschungszentrum Geobiologie der Universität Göttingen ist den „Bernsteinwäldern“ im südlichen Pazifik auf der Spur. Während einer sechswöchigen Expedition untersuchte es zunächst die Bernsteinvorkommen Neuseelands und reiste dann auf die Pazifikinsel Neukaledonien. Dort entdeckte das Team neue Pilzarten und entschlüsselte die Wechselbeziehungen zwischen harzenden Bäumen, Gliederfüßern und Mikroorganismen als Ursache erhöhter Harzproduktion. Wie sich in den heutigen Ökosystemen zeigte, verändern Insektenbefall und pathogene Mikroorganismen die Art und Menge der Harzausflüsse. Diese ökologischen Zusammenhänge könnten eine Erklärung für die Bernsteinlagerstätten auf der südlichen Erdhalbkugel liefern.

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31.1.2012

Gaterslebener Forschungspreis

Beste Doktorarbeit der Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung gesucht

Die Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung Gatersleben e. V. und das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK) ruft wieder zur Bewerbung um den mit 2.500 Euro dotierten Gaterslebener Forschungspreis auf. Prämiert wird eine herausragende Doktorarbeit der Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung. Bewebungen sind bis 30. April 2012 einzureichen.

Details der Ausschreibung (pdf)

31.1.2012

Preis für Wissenschaftskommunikation 2012 ausgeschrieben

Der Wettbewerb "Wissenschaft verstehen " findet 2012 zum vierten Mal am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) statt. In diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit "Spektrum der Wissenschaft". Ab sofort können Doktoranden und PostDocs Beiträge einreichen, die sich mit dem Thema Umwelt befassen.

mehr beim UFZ

30.1.2012


Algenforscher Prof. Dr. Georg Pohnert überprüft Kulturen, die in einem speziellen Container gehalten werden. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Wie Meeresalgen mit „Morgentoilette“ die Konkurrenz ausschalten

Jeden Morgen, wenn die Sonne aufgeht, wird auf dem Meeresboden radikal sauber gemacht. Sobald die ersten Sonnenstrahlen in das Wasser vordringen, bringen die hier vorkommenden Kieselalgen Nitzschia cf. pellucida eine todbringende Substanz aus. Die nur wenige Mikrometer großen Algen hüllen sich und ihre Umgebung in Bromcyan, einem chemischen Verwandten der Blausäure; nur sehr viel giftiger als diese. Das haben Forschende der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Proceedings of the National Academy of Sciences publiziert, meldet die Jenaer Pressestelle im Informationsdienst Wissenschaft (idw).

mehr beim idw

30.1.2012

Die richtigen Worte finden

Sie sind Wissenschaftler? Sie möchten Ihre Forschungsergebnisse verständlich und interessant darstellen? Aber Ihnen fehlen die richtigen Worte. Die Klaus Tschira Stiftung bietet Wissenschaftlern Kommunikationstrainings. Bei den Sag´s klar-Trainings der Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg können Naturwissenschaftler lernen, wie das geht.

mehr bei der Klaus Tschira Stiftung

27.1.2012

„Neutrale Theorie“ der Ökologie bezweifelt: Konkurrenz belebt Regenwälder

Noch immer ist unter Ökologen umstritten, welche Faktoren für die Zusammensetzung der Arten in einem Lebensraum ausschlaggebend sind. Die Konkurrenz zwischen den Spezies gilt vielen als Schlüsselelement. Eine Gruppe einflussreicher Ökologen postuliert aber in der so genannten „neutralen Theorie“, dass vor allem in den Lebensgemeinschaften artenreicher tropischer Wälder zufallsabhängige Faktoren dominieren. Professor Susanne Renner, Biologin an der Ludwigs-Maximilian Universität München (LMU) und Direktorin des Botanischen Gartens in München, und Professor Robert E. Ricklefs von der University of Missouri haben nun eine Art Baumzählung durchgeführt – in Regenwäldern rund um den Globus sowie mit Fossilien. Wie sie herausfanden und im Magazin Science berichten, beherbergen diese Lebensräume extrem ähnliche und damit keinesfalls vom Zufall abhängige Lebensgemeinschaften. „Der hohe Grad an Übereinstimmung hat uns selbst überrascht“, sagt Renner. „Unsere Ergebnisse kann man wohl als eine Art Sargnagel der neutralen Theorie bezeichnen.“

mehr bei der LMU

27.1.2012

Portal zur internationalen Kooperation neu gestaltet

Das Portal über Forschungskooperationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde mit einem Relaunch aktualisiert. Das Portal dient als Wegweiser sowie als Kommunikationsplattform für die internationale Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, um die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung umzusetzen. Das Portal stellt Länder- sowie Cluster dar, meldet Nachrichten und Termine, versammelt Bekanntmachungen sowie Dokumente und liefert Institutions- und Expertenprofile. Es soll die Zusammenarbeit zwischen Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie forschenden Unternehmen anregen und intensivieren.

27.1.2012

Die grüne Pflicht: Firmen sind philosophisch gesehen moralfähige Akteure

Die meisten Unternehmen sind wie kleine Kinder, die noch nicht gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen – diesen Vergleich zieht der Philosoph Dr. Christian Neuhäuser von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) heran, um das Verhältnis großer Unternehmen zum Umwelt- und Klimaschutz zu beschreiben. Dass Unternehmen durchaus in der Lage sind, beispielsweise ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren oder mehr Ressourcen in die Entwicklung alternativer Energien zu investieren, steht für Neuhäuser außer Frage: Für ihn sind sie moralfähige Akteure, die praktisch Verantwortung übernehmen können. Er glaubt an den Einfluss der Zivilgesellschaft, denn jede Kaufentscheidung sei ein politischer Akt.

mehr im Forschungsartikel RUBIN (pdf)

27.1.2012

Agrarreform 2014 muss ökologische Mindeststandards setzen

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fordert, den Schutz der biologischen Vielfalt auch auf intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen zu verbessern. Der anhaltende Verlust an biologischer Vielfalt in Agrarlandschaften mit ihren typischen Landschaftsstrukturen sowie Pflanzen- und Tierarten sei besorgniserregend. Deshalb müsse die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) im Rahmen der bevorstehenden Reform dringend stärker ökologisch ausgerichtet werden.

mehr beim BfN

27.1.2012

Ökologie: Perspektiven für das Grünland

„In der Landwirtschaft sind Grünlandflächen nicht nur für die Agrarproduktion wichtig. Sie spielen auch eine bedeutende Rolle für den Klima- und Naturschutz sowie für die Landschaftsqualität“, so umriss Bernhard Osterburg, Wissenschaftler am Thünen-Institut in Braunschweig (vTI), die Zukunft des Grünlands. Als Moderator eines Fachforums über die Zukunft des Grünlands, das anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin stattfand, nannte Osterburg auch die Gründe für den Rückgang des Grünlandes: „Der Ausbau des Energiepflanzenanbaus, der Strukturwandel in der Tierproduktion und Änderungen der agrarpolitischen Rahmenbedingungen führen dazu, dass viele Landwirte die Nutzung ihrer Grünlandflächen aufgeben oder sie in Ackerland umwandeln.“ Gleichzeitig lägen fast 20 % des Grünlands der EU im Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000.

mehr bei vTI

25.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik

Gentechnisch veränderter Bt-Mais ist sicher

Wissenschaftler zogen auf der Grünen Woche in Berlin ein klares Resümee: Gentechnisch veränderter Bt-Mais sei so sicher wie herkömmlicher Mais. Er sei sogar besser geeignet, die Artenvielfalt auf dem Feld zu schützen und sein Anbau könne helfen, Bodenerosion zu vermeiden und die Bodenfruchtbarkeit zu schützen. Dies ist ein Ergebnis von Forschungsprojekten zum Umweltverhalten von gentechnisch veränderten Pflanzen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den letzten 25 Jahren gefördert wurden.

mehr bei Biosicherheit.de

25.1.2012

Regen macht Chilis scharf – und anfällig

Nicht jede Chilischote ist scharf. Die Ursache dafür ist ein bislang wenig erforschtes Prinzip der natürlichen Selektion, wie Forscher jetzt in Proceedings of the Royal Society B berichten: Manchmal ist es unmöglich oder unökonomisch, zwei erstrebenswerte Eigenschaften parallel zu entwickeln. Es kann sich jedoch ein Kompromiss (sog. Trade-off) zwischen den Ausprägungen zweier Merkmale herausbilden, der hoch funktional ist – wie im Fall der Chilipflanze hinsichtlich Pilzresistenz und Dürretoleranz.

25.1.2012

An der Uhr drehen für mehr Tomaten

Je mehr Blütenstände eine Tomatenpflanze aufweist, desto mehr Früchte trägt sie letztlich auch. Die meisten kultivierten Tomatenpflanzen entwickeln nur einen Blütenstand mit wenigen Blüten, doch es gibt auch Sorten mit dutzenden Blütenständen und hunderten Blüten. Wilde Verwandte der Tomate hingegen liegen irgendwo dazwischen. Wie Forschende nun im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences berichten, ist der Mechanismus, der die Anzahl der Blütenstände beeinflusst, eine Art „Reifungsuhr“. Diese lässt sich verstellen.

25.1.2012

Klimawandel verringert Variation innerhalb der Arten

Die Erwärmung verkleinert das Verbreitungsgebiet nordischer Pflanzen. Für 27 untersuchte Arten würde das eine genetische Verarmung bedeuten.

25.1.2012

Pflanzenbiotechnologie: Evolution für den Roggen

Im Julius Kühn-Institut (JKI) in Groß-Lünewitz untersuchen Molekularbiologen in den kommenden drei Jahren das Erbgut des Roggens. In dem RYE-SELECT genannten Projekt wollen sie gezielter als bisher solche Sorten züchten, die bessere Eigenschaften ausbilden. Der Startschuss für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Förderinitiative "Pflanzenbiotechnologie der Zukunft“ mit knapp zwei Millionen Euro geförderte Verbundvorhaben fiel im Oktober. An dem Verbundprojekt sind neben JKI-Wissenschaftlern auch Forscher aus München, Hohenheim und Gatersleben beteiligt.

25.1.2012

Synthetische Biologie: Genom-Designer stellen neue Programme vor

Forscher der "Synthetischen Biologie“ wollen mit gentechnischen Tricks der neuesten Generation Zellen umprogrammieren und sie so mit ganz neuen und nützlichen Eigenschaften ausstatten. Bei einer Tagung der Fachgesellschaft Dechema in Frankfurt am Main berichteten Bioingenieure, an welchen Projekten sie derzeit arbeiten. Während einige den genetischen Buchstaben-Code erweitern wollen, tüfteln andere bereits an greifbaren medizinischen Anwendungen: US-Forscher um Craig Venter wollen etwa mit Hilfe von synthetischem Erbgut die Entwicklung der saisonalen Grippe-Impfstoffe enorm beschleunigen. Auch die Suche und Produktion neuartiger Antibiotika soll von der Synthetischen Biologie profitieren.

24.1.2012

Beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung gesucht

Die Frist, um sich für den mit 1.000,- Euro dotierten Preis für die beste pflanzenwissenschaftliche Veröffentlichung zu bewerben, ist auf den 1. April 2012 verlängert worden. Das teilte der Präsident der Wilhelm-Pfeffer-Stiftung, Prof. Dr. Christian Wilhelm aus Leipzig mit. Die Stiftung verleiht diesen Preis alle zwei Jahre für herausragende Publikationen aus den Pflanzenwissenschaften, die aus Masterarbeiten oder Promotionen hervorgegangen sind.

Details zur Bewerbung

24.12.2012

DebatteGrüne Gentechnik

Schavan bricht Lanze für Pflanzenbiotechnologie

Aus der Politik kommt Unterstützung für die Grüne Gentechnik, schreibt das Branchenmagazin |transkript in seiner Meldung des Tages und zitiert das Nachrictenmagazin Spiegel. Nachdem die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der BASF in der vergangenen Woche den weitgehenden Abzug ihrer Pflanzenbiotechnologie-Sparte aus Europa angekündigt hatte, warnt Bundesforschungsministerin Annette Schavan nun vor negativen Folgen für den Forschungsstandort Deutschland. "Bei aller Liebe zu erneuerbaren Energien können wir in Zukunft nicht nur von Sonne, Wind und Wasser leben", sagt sie im Spiegel.

mehr bei |transkript

23.1.2012


Der Pflanzenphysiologe und Biochemiker Professor Dr. Karl-Josef Dietz pflegt enge Kontakte zur französischen Universität in Nancy.

Gay-Lussac-Humboldt-Preis für Karl-Josef Dietz

Das französische Ministerium für Bildung und Forschung hat den Bielefelder Pflanzenphysiologen und Biochemiker Professor Dr. Karl-Josef Dietz für seine Verdienste um die deutsch-französische Wissenschaftskooperation und seine international anerkannten Forschungsarbeiten mit dem Gay-Lussac-Humboldt-Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und mit einem sechsmonatigen Aufenthalt an einer französischen Forschungseinrichtung verbunden. Die Preisverleihung an Dietz, den derzeitigen Präsidenten der DBG, wird am 10. April in Paris erfolgen.

mehr bei der Uni Bielefeld
siehe auch  Vorstand der DBG

23.1.2012


Tabakpflanzen mit Mosaikscheckung, ein Symptom des Gurkenmosaikvirus (CMV, rechts) sowie das so genannte Schnürsenkelsymptom (links). Foto: H. Ziebell, JKI; Braunschweig.

Frontbericht zum Kampf zwischen Virus und Pflanze

Zwischen Pflanzen und ihren Krankheitserregern findet ein Wettrüsten statt. Viren sind besonders gewiefte Gegner, denn sie beziehen auch ihre Überträger, oft Blattläuse, in ihre manipulative Tätigkeit ein. Wissenschaftler des Julius Kühn- Braunschweig Instituts (JKI) und der Universität Cambridge, die gemeinsam die Infektionsstrategie des Gurkenmosaikvirus (CMV) studieren, haben nun eine neue Funktion eines von dem Virus produzierten Proteins entdeckt. Im Magazin Scientific Reports beschreiben sie, wie ein Virusprotein die Attraktivität infizierter Pflanze für Blattläuse steigert. Bisher war nur bekannt, dass dieses Protein die Abwehrmechanismen von Pflanzen gegenüber Virusinfektionen unterdrücken kann.

mehr beim JKI

23.1.2012


Blick in eines der Labore. Foto: IPB.

Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie feiert 20-jähriges Gründungsjubiläum

Das Jahr 2012 wird für einige Institute auf dem Halleschen Weinberg ein Jahr der Jubiläen sein, denn ebenso wie das Fraunhofer- und das Max-Planck-Institut begeht auch das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum der Neugründung, die offiziell am 1. Januar 1992 stattgefunden hat. Seither hat sich das Institut als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft zu einer renommierten Einrichtung der Pflanzenforschung entwickelt und sich erfolgreich in der gesamtdeutschen Forschungslandschaft und auch auf internationalem Parkett etabliert. Die Festveranstaltung zum Jubiläum wird am 14. September 2012 stattfinden.

mehr beim IPB

23.1.2012

Deutsch-brasilianisches Pflanzenforschungslabor in Jülich

Wie das Forschungszentrum Jülich bekannt gab, wurden am 20. Januar zum Start  der „Grünen Woche“ in Berlin die Verträge unterzeichnet, damit die brasilianische Agrarforschungsgesellschaft EMBRAPA ein Labor auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich bauen kann. Im Labor LABEX werden Projekte zur Bioökonomie und der Pflanzenphänotypisierung gestartet. Die Einrichtung soll als Plattform für Kooperationsprodukte brasilianischer Forscher mit deutschen Einrichtungen fungieren, und ist ein Ergebnis des brasilianisch-deutschen Wissenschaftsjahres 2010/2011. Der Focus wird auf Pflanze-Umwelt-Interaktionen und deren Nutzung in der Pflanzenzüchtung, die Anpassung von Nutzpflanzen an den Klimawandel und die Nutzung von Ressourcen in Agrarökosystemen liegen.

23.1.2012


Abiturienten können sich dieses Jahr auch zum Sommersemester für ein Biologie-Studium in Bayreuth einschreiben. Foto: Uni-Bayreuth.

Biologiestudium startet einmalig zum Sommersemester

An der Universität Bayreuth können sich Interessierte dieses Jahr auch zum Sommersemester für Studienfach Biologie (Bachelor of Science) immatrikulieren. Die Bayreuther Biologie genießt sowohl in Forschung als auch in der Lehre hohes Ansehen: Im CHE Ranking 2009 belegte das Bachelor-Studium Biologie den zweiten Platz unter den bayerischen Universitäten direkt hinter der LMU München. Und auch seit Beginn des DFG-Förderrankings belegen die Lebenswissenschaften in Bayreuth durchgängig bundesweit den ersten oder zweiten Platz bei den bewilligten Fördermitteln pro Professur.

mehr bei der Uni Bayreuth (pdf)

22.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik

Grüne Woche: Proteste für und gegen Gentechnik

Diskussionen um die Grüne Gentechnik polarisieren auch in diesem Jahr die Internationale Grüne Woche, die noch bis zum 29. Januar in Berlin stattfindet. Am Samstag zog eine Demonstration gegen industrielle Landwirtschaft und gegen Gentechnik durch das Regierungsviertel. Während der Eröffnung am Freitag hatten Wissenschaftler "gegen die Abwanderung deutscher Spitzenforschung im Bereich der Grünen Gentechnik" und die "Untätigkeit der Politik" protestiert.

mehr bei TransGen

21.1.2012

KWS baut deutschen Standort aus

Wie die Zeitung Wirtschaftswoche berichtet, will die KWS Saat AG aus Einbeck seinem niedersächsischen Standort treu bleiben und das Geschäft sogar ausbauen. Die KWS Saat AG focussiert auf die Entwicklung von innovativem Saatgut für den Bedarf einer sich rasant wandelnden Gesellschaft.

mehr bei der Wirtschaftswoche

20.1.2012

Einzeller auf Hochtouren: Biogas aus Algen

Was auf dem Gartenteich und im Aquarium vielleicht lästig ist, ist für die Industrie ein Segen. Algen wachsen schnell und bauen klimaschädliches CO2 in Biomasse um. RUB-Forscher arbeiten daran, dieses Algenprodukt in Form von Biogas möglichst effizient nutzbar zu machen. Es kann zum Beispiel als Energielieferant dienen. Dr. Mandy Gerber und Dipl.-Biol. Sebastian Schwede befassen sich damit, die größtmögliche Ausbeute aus den Einzellern herauszuholen. Über ihre Arbeit berichtet RUBIN, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum (RUB), in seiner aktuellen Jubiläumsausgabe zum 20. Geburtstag des Magazins.

mehr bei RUB

20.1.2012

Frauen für Führungspositionen zum Selbstmarketing ermuntern

In einer Diskussion an der FH Mainz stellte die Autorin Kerstin Plehwe ihr Buch „Female Leadership – Die Macht der Frauen“ vor. Dafür hatte sie mehr als 50 Spitzen-Frauen aus über 30 Ländern befragt. In der Diskussion bekräftigte sie: Frauen führen anders. „Nicht besser, nicht schlechter. Nur einfach anders“. Sie erörterte, warum Frauen in Führungspositionen in Deutschland einer Minderheit angehören. Sie fragte, wie denken Nobelpreisträgerinnen, Top-Managerinnen, Spitzenpolitikerinnen, Olympiasportlerinnen und Unternehmerinnen? In Zukunft müsse es zum einen darum gehen, Frauen zu einem besseren Selbstmarketing zu motivieren, und zum anderen darum, Führungskräfte in den unterschiedlichen Verhaltensweisen von Männern und Frauen zu schulen.

mehr beim idw

20.1.2012


Nutzungspfade für Biomasse. Autor: BioÖkonomieRat, Grafik: Oswald und Martin Werbeagentur.

BioÖkonomieRat: Ernährungssicherung vor Bioenergie stellen

Der Ausbau der Bioenergie im Zuge der Energiewende sollte sich nach Einschätzung des BioÖkonomieRats der Bundesregierung stärker an Kriterien der Wirtschaftlichkeit orientieren und der Ernährungssicherung Priorität einräumen. „Noch höhere Importe von Agrarrohstoffen für die Bioenergiegewinnung dürfen nicht dazu führen, dass der Welthunger weiter zunimmt. Die Ernährungssicherung muss Vorrang vor dem Ausbau der Bioenergie haben“, sagte der Vorsitzende des BioÖkonomieRats Reinhard F. Hüttl heute bei der Vorstellung von Empfehlungen zur Bioenergie anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Um das zu schaffen, hofft der Bioökonomierat unter anderem auf ertragreichere Energiepflanzen dank Biotechnologie.

19.1.2012

Neuer Förderschwerpunkt

Studien zur Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) veröffentlicht im Rahmen seines Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ einen neuen Förderschwerpunkt. Eingeworben werden Studien, die sich mit der Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen beschäftigen und die indirekte Landnutzungsänderungen, Flächen- und Rohstoffpotenziale, Nutzungskonkurrenzen, Emissionen und sozioökonomische Auswirkungen erfassen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wird mit dem BMELV gemeinsam die förderfähigen Projekte aus den Vorschlägen auswählen. Die Förderung erfolgt mit finanziellen Mitteln des BMU, teilte die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit.

mehr bei der FNR

19.1.2012

Amerikanische Algenforscher erhalten Medaillen

Andrew H. Knoll, Professor für Naturkunde am Department für organismische Biologie und Evolution an der Harvard Universität, hat die mit 15.000 US Dollar dotierte Mary Clark Thompson Medaille erhalten. Er wird damit für sein Werk zur Aufklärung des Lebens im Präkambrium und der Evolution von Algen und Landpflanzen ausgezeichnet. John B. Waterbury wird mit der Gilbert Morgan Smith Medaille für die Erforschung bedeutender mariner Mikroorganismen und deren Beitrag zum marinen Zyklus der Elemente ausgezeichnet. Die mit 20.000 US Dollar dotierte Auszeichnung wird für exzellente Algenforschung verliehen. Die Ausgezeichneten zählen zu den 17 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Medaillen der US-Amerikanischen Akademie der Wissenschaften (NAS) erhielten.  

mehr bei der NAS

17.1.2012


Hybridisierung: Zwei Pilzarten verschmelzen auf einem künstlichen Nährmedium im Elektronenmikroskop (roter Pfeil). Die kleine Spore (Sporisorium reilianum) ist etwa 6 µm lang, die große Spore (Sporisorium scitamineum) etwa 12 µm. Abbildung: Ronny Kellner, RUB.

Dreiecksbeziehungen und Hybride: Forscher blicken auf 100 Millionen Jahre Brandpilz-Evolution

Dreiecksbeziehungen sind bei ihnen gang und gäbe: Seit rund 100 Millionen Jahren vermehren Grasbrandpilze sich über ein Drei-Geschlechter-System. Das fanden Dr. Ronny Kellner und Prof. Dr. Dominik Begerow aus Arbeitsgruppe Geobotanik der Ruhr-Uni-Bochum (RUB) in Kooperation mit Kollegen der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf heraus. Mit genetischen Analysen zeigten sie, dass sich der Aufbau der verantwortlichen Regionen im Erbgut seither kaum verändert hat. In der Zeitschrift PLoS Genetics berichtet das Team darüber hinaus, dass sich die Pilze im Experiment nicht nur innerhalb der eigenen Art paaren, sondern auch mit anderen Arten Hybride bilden – und das nach Millionen Jahren getrennter Evolution.

mehr bei der RUB
Prof. Dr. Dominik Begerow ist
Sprecher der Sektion Mykologie & Lichenologie

17.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik

VBIO befürchtet Exodus der Pflanzenwissenschaftler nach Abwanderung der BASF Plant Science

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e.V.) sieht in der gestern angekündigten Abwanderung der BASF-Pflanzenbiotechnologie (siehe hier) in die USA ein bedenkliches Signal für den Forschungs- und Wissensstandort Deutschland. Der VBIO weist darauf hin, dass der strategische Rückzug von Unternehmen der Pflanzenbiotechnologie begleitet wird von einer eher unbemerkten Abwanderung exzellenter Wissenschaftler und innovativer Forschungsprojekte. Der Verband bemängelt außerdem, dass eine rationale Debatte, in der das Für und Wider der Pflanzenbiotechnologie gegeneinander abgewogen werden, in Deutschland fehlt.

ganzes Statement beim VBIO

17.1.2012


Im Feldversuch werden die Kartoffelpflanzen auf Krautfäule untersucht; vorne wachsen gering anfällige Stämme. Foto: JKI GroßLüsewitz

Forschungsprojekt möchte die Kartoffel als Energiepflanze fit machen

Ein dreijähriges, von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördertes Forschungsvorhaben soll das züchterische Potenzial von Stärkekartoffeln verbessern, um sie als erneuerbare Energieträger wettbewerbsfähig zu machen. Projektpartner sind neben dem Julius Kühn-Institut (JKI) das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) sowie ein Kartoffelsaatzuchtunternehmen.

mehr beim JKI

17.1.2012


Zuckerrüben eignen sich als nachwachsender Rohstoff zur Gewinnung erneuerbarer Energien. Foto: KWS Saat AG

Genom der Zuckerrübe entschlüsselt

Erfolg für die Forscher des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld um Professor Dr. Bernd Weisshaar und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, Berlin, um Dr. Heinz Himmelbauer: Sie haben es geschafft, die Genomsequenz der Zuckerrübe zu entschlüsseln. Diese ist nur wenig mit den Pflanzen verwandt, deren Genome bereits entschlüsselt wurden. Die Wissenschaftler erwarten deshalb neue Erkenntnisse zum Aufbau und zur Funktion dieses Pflanzentyps.

mehr bei der Uni Bielefeld

17.1.2012

Forschergruppe für Plant Metabolic Engineering

Pflanzliche Fabriken für wertvolle Substanzen

Seit Jahrtausenden liefern Pflanzen hochwirksame Arzneistoffe, wertvolle Duft- und Aromastoffe sowie unverzichtbare Grundsubstanzen für die moderne Industrie. Die Nutzung dieser hochwertigen Substanzen ist allerdings nur eingeschränkt möglich, da viele von ihnen in langsam wachsenden oder gar seltenen Pflanzen vorkommen. Heribert Warzecha, Professor für Plant Biotechnology and Metabolic Engineering an der TU Darmstadt, hat im vergangenen Sommer die europäische Forschungsgruppe Plant Metabolic Engineering for High Value Products, ins Leben gerufen. In dem Netzwerk arbeiten 100 Wissenschaftler aus 21 Ländern daran, Pflanzen dazu zu bringen, spezifische Substanzen zu produzieren, meldet heute die TU Darmstadt.

mehr bei der TU Darmstadt

16.1.2012

Umfrage in der Biotechnologie-Branche

Lage gut aber Erwartungen gedämpft

Trotz einer günstigeren Einschätzung ihrer aktuellen Lage gehen die deutschen Biotech-Unternehmen mit gedämpftem Optimismus in das Jahr 2012. Die Branche macht sich mit Produkt- und Dienstleistungsmodellen zunehmend unabhängig von Wagniskapital. Das ergab eine Umfrage des Branchenverbandes der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland, in Kooperation mit dem Branchenmagazin |transkript.  

16.1.2012

update

Plant Biology Congress Freiburg 2012

Die Organisatoren des diesjährigen Kongresses der Pflanzenwissenschaften fordern dazu auf, sich bis 25. Januar bei den beiden Veranstaltern um Zuschüsse für Verpflegung- und Übernachtungskosten zu bewerben. Gleichzeitig bitten Heinz Rennenberg und Ralf Reski darum, Vorschläge für den Nachwuchspreis der FESPB (Deadline: 31. Januar 2012) zu nennen und machen auf ihre neue Facebook-Gruppe aufmerksam. Der Kongress, der vom 29.7. bis 3.8. in Freiburg stattfinden wird, wird erstmals gemeinsam von den Organisationen der Federation of European Societies of Plant Biologists (FESPB) und der European Plant Science Organisation (EPSO) ausgerichtet.

zur Kongress-Website
Kostenzuschuss der EPSO
(Word-Dokument)
Kostenzuschuss der FESPB
(Word-Dokument)
Ausschreibung
Nachwuchspreis
der FESPB
(Word-Dokument)
zur Facebook-Gruppe

16.1.2012

Heute in Nature Genetics: Gute Eltern sind berechenbar – zumindest beim Mais

Es gibt kein Gen für Riesenwuchs, so eine der jüngeren Erkenntnisse in der Pflanzenforschung. Um trotzdem schneller als bisher neue Mais-Sorten mit mehr Ertrag zu züchten, setzen Forscher der Universität Hohenheim auf einen Kniff: sie ermitteln die aussichtsreichen Eltern-Pflanzen lange bevor diese ausgewachsen sind mittels Inhaltsstoffen, Erbgutanalyse und modernster Statistik. Die Zeitschrift Nature Genetics veröffentlicht die Forschungsarbeit des Kooperationsprojektes von Universität Hohenheim, Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm und dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben.

mehr bei der Uni Hohenheim

16.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik

BASF Plant Science verlagert Focus fort von Europa

Wie die BASF meldet, wird sie in Zukunft ihre Pflanzenbiotechnologie-Sparte auf die Hauptmärkte in Nord- und Südamerika konzentrieren, da in weiten Teilen Europas die Akzeptanz bei der Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker fehle. Im Zuge dieser Veränderungen wird sie die Unternehmenszentrale der BASF Plant Science von Limburgerhof (Deutschland) nach Raleigh (North Carolina, USA) verlegen. Das Unternehmen wird die Entwicklung und Kommerzialisierung der Kartoffel- und Weizensorten stoppen, deren Kultivierung allein auf die europäischen Märkte ausgerichtet ist. Trotzdem werden die Forschungsstandorte des Unternehmens bei metanomics in Berlin und CropDesign im belgischen Gent ausgebaut, da es sowohl in Berlin als auch in Gent Forschungsinstitute und Universitäten mit Weltruf gäbe, erklärte Dr. Peter Eckes, Geschäftsführer der BASF Plant Science.

16.1.2012

Prima Insektenfalle - warum Fleisch fressende Pflanzen Botaniker der Universität Rostock faszinieren

Studierende und Prof. Dr. Stefan Porembski, der Direktor des Botanischen Gartens und Lehrstuhlinhaber für Allgemeine und Spezielle Botanik an der Universität Rostock, erklären ausführlich, was sie an den Pflanzen interessiert und welche Fragen sie untersuchen. Eine Biologin hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Lusitanischen Taublatt, befasst, das auf der iberischen Halbinsel und im Norden von Marokko vorkommt und im Gewächshaus der Rostocker Uni kultiviert wird.

mehr bei der Uni Rostock

16.1.2012

BfN: Grünlandverlust weiterhin dramatisch

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) warnt vor den Folgen des anhaltenden Verlusts an Grünland in den letzten Jahren in Deutschland. Alleine von 1990 bis 2009 hat sich die Grünlandfläche in Deutschland um 875.000 ha verringert, - mit teilweise dramatischen Folgen für typische Pflanzen- und Tierarten, wie Witwenblume, Kuckuckslichtnelke oder Wiesenknopf. „Grünland hat für den Schutz von Biodiversität, aber auch für die Ressourcen Wasser, Boden und Klima eine zentrale Funktion“, sagte die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Prof. Beate Jessel im Vorfeld der internationalen Grünen Woche in Berlin. Sie plädiert dafür, die bis 2020 vereinbarten Biodiversitätsziele auf europäischer und bundesdeutscher Ebene zu erreichen.

mehr beim BfN

13.1.2012


In der mikroskopischen Aufnahme eines 1,1 Milliarde Jahre alten Gesteins weisen die dunklen Lagen (Pfeil) auf versteinerte Mikrobenmatten, die hauptsächlich von Cyanobakterien aufgebaut wurden. Foto: Universität Göttingen.

Algen vor einer Milliarde Jahren weniger verbreitet; Cyanobakterien dominieren

Algen gibt es seit mehr als 1,5 Milliarden Jahren auf der Erde, doch wie sie sich in den erdgeschichtlich frühen Ozeanen verteilt haben ist bislang kaum bekannt. Wissenschaftler der Universität Göttingen und der amerikanischen University of Tennessee in Knoxville haben nun herausgefunden, dass die Organismen in ihrer heutigen Form - entgegen bisheriger Annahmen - zu Beginn ihrer Existenz wohl nur wenig verbreitet waren. Im Vergleich zu modernen, komplexer aufgebauten Algen waren die einfacheren Cyanobakterien besser an die damals vorherrschenden Nährstoffbeschränkungen angepasst, beschreibt der Göttinger Geobiologe Dr. Martin Blumenberg. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Precambrian Research erschienen.

mehr bei der Uni Göttingen

13.1.2012

„Von der Pflanze zum Verbundwerkstoff“ - Forschungsprojekt auf der Grünen Woche in Berlin

Auf der Grünen Woche in Berlin, die vom 20. bis 29. Januar 2012 stattfinden wird, stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) an ihrem Messestand das Projekt „FIBRAGEN - Verbesserte Bio-Werkstoffe aus Flachs durch angewandte Genomik“ vor. In diesem internationalen Forschungsprojekt werden Flachsfasern durch Züchtung für die Anwendung in Faserverbundwerkstoffen optimiert. Die Arbeitsgruppe Biologische Werkstoffe an der Hochschule Bremen im Bionik-Innovations-Centrum übernimmt hierbei die Charakterisierung unterschiedlicher Fasertypen sowie die Herstellung und Charakterisierung von Naturfaserverbundwerkstoffen.

mehr bei der Hochschule Bremen

13.1.2012

Ausschreibung

Verbundprojekte zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördern Forschungsvorhaben zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Förderschwerpunkte sind:
1. Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands,
2. Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland,
3. Sichern von Ökosystemdienstleistungen,
4. Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie.

Gefördert werden Konsortien aus Forschungs- und Praxispartnern, die ein gemeinsames Verbundprojekt durchführen. Am 30. Januar 2012 laden BMBF und BMU alle interessierten Akteure zu einer Informationsveranstaltung in Bonn ein. Das Finden geeigneter Partner aus der Forschung bzw. der Praxis wird außerdem durch eine von NeFo (Netzwerkforum Biodiversitätsforschung) eingerichtete Partner-Börse unterstützt. Die Frist für die Einreichung einer obligatorischen, mit allen Forschungs- und Praxispartnern abgestimmten gemeinsamen Projektskizze (in deutscher Sprache) endet am 15.04.2012.

Details beim BMBF
Partnerbörse bei NeFo
zur Informationsveranstaltung
Teilnehmen Internet Portal pt-outline

11.1.2012

Auffrischungskurs: Update Gentechnikrecht

Der Kurs „Update Gentechnikrecht“, der am 2. März 2012 im BiomedizinZentrum in Dortmund stattfinden wird, soll die Unterschiede der Zulassungsverfahren auffrischen. Zudem wird die Verantwortung für gentechnische Anlagen betrachtet, da das Gentechnikgesetz die Verantwortlichkeit nicht an den Professor, den Kanzler oder die GmbH knüpft, sondern nur die Begriffe des Betreibers, des Beauftragten für die Biologische Sicherheit und des Projektleiters kennt, schreibt der Veranstaler AdvoGenConsult. Außerdem wird die synthetische Biologie beleuchtet.

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11.1.2012

Holzproduktion im Wald: Zukunftskonzepte Biodiversität vs. Gentechnik

Nachwachsende Rohstoffe wie Holz werden als erneuerbare Energieform wichtiger. Doch mit steigender Produktion zeigen sich auch die ökologischen Grenzen dieses neuen Marktes. Die Wälder geraten durch die Nachfrage nach Holz unter Druck. Gleichzeitig sollen sie ihre Funktionen als Ökosystem erfüllen, Kohlenstoff speichern und die biologische Vielfalt erhalten. Und sich an den Klimawandel anpassen. Forscher suchen nach Antworten: Dabei setzen die einen auf Biodiversität und die anderen auf Gentechnik. Das Netzwerkforum Biodiversität (NeFo) stellt in seinem Presseschwerpunkt im Dezember je einen Vertreter jeder Seite vor und gibt dabei Einblick in das weltweit größte Experiment zur Erforschung der Bedeutung von biologischer Vielfalt in Waldökosystemen - auf einer Fläche von 70 Fußballfeldern in China.

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11.1.2012

Seychellenpalme: Größter Same der Welt erfolgreich gekeimt

Die Keimung einer Rarität ist dem Botanischen Garten Berlin gelungen: Die Seychellenpalme (Lodoicea maldivica) ist eine sehr seltene Palmenart, die heute nur noch auf zwei Inseln der Seychellen wild vorkommt. Sie bildet die größten im Pflanzenreich bekannten Samen, die sagenumwobene Seychellennuss auch ‘Coco de mer’ genannt. Er wird über 20 kg schwer und hat einen Umfang von bis zu einem Meter. Die erste erfolgreiche Aussaat dieser Palmenart in Berlin seit über 80 Jahren gelang dank spezieller Beetheizung und intensiver gärtnerischer Pflege.

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10.1.2012

Plantagen oder Wald: Welcher Anbau erweist sich als nachhaltiger Kautschukanbau?

Rund 90 Prozent der weltweiten Naturkautschuk-Produktion kommt aus den tropischen Ländern Asiens. Die großflächigen Plantagen haben jedoch vielfältige unerwünschte Auswirkungen auf die Ökosysteme. Deshalb startet die Universität Hohenheim jetzt das Verbundprojekt SURUMER (Sustainable Rubber Cultivation in the Mekong Region) für die Entwicklung eines nachhaltigen Anbausystems. Ein innovativer Ansatz soll Maßnahmen entwickeln, die ökonomische Ziele und den Erhalt ökologischer Funktionen verbinden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Universität Hohenheim mit insgesamt 2,8 Mio. Euro.

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9.1.2012


Alle 32 AutorInnen der Studie benutzten die gleiche Methodik für den ersten europaweiten Vergleich, wie hier am österreichischen Hochschwab. Foto: Harald Pauli.

Alpine Urwiesen und Felsfluren europaweit gefährdet

Der Klimawandel verändert großräumig die Gebirgsvegetation. In der ersten paneuropäischen Studie zum Vegetationswandel im Hochgebirge zeigt ein internationales Team unter der Leitung von ForscherInnen der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Vegetation stärker sind als ursprünglich angenommen. Die Ergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Climate Change veröffentlicht.

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9.1.2012

Inneres Uhrwerk bei Pilzen entschlüsselt

Ein molekularer Doppelschalter steuert bei Pilzen die innere Uhr. Forscher des Exzellenzclusters CellNetWorks der Universität Heideberg haben bei Schimmelpilzen der Art Neurospora crassa ein Uhrenprotein entdeckt, welches den Stoffwechsel und das Verhalten an den Tag-Nacht-Rhythmus anpasst. Demnach aktiviert ein „Morgen-spezifisches Uhrenprotein“, der Transkriptionsfaktor WWC, noch vor Sonnenaufgang mehr als 400 Gene.

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Uni Heidelberg

9.1.2012

Kunststoffforschung: Panorama-Autodach aus Pflanzen

Die Verwendung von Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen für stabile und leichte Karosserieteile sind eines der Forschungsfelder von Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Werkstofftechnik und Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik an der Universität Kassel. „Die Designfreiheit von Kunststoffen ist ein großer Vorteil im Automobilbau“, so Heim. Transparente und crashsichere Panoramadächer aus Kunststoff könnten das Gewicht des Autos verringern und die Klimaanlage entlasten, sofern sie den Innenraum gegen starke Sonneneinstrahlung abschirmen. Das Projekt wird vom BMBF gefördert, wobei 350.000 Euro an die Uni Kassel fließen. Die Biopolymere sollen aber nur aus Pflanzen, die nicht in Konkurrenz zu Lebensmitteln stehen, oder aus Abfallprodukten der Lebensmittelherstellung hergestellt werden, versichert Maik Feldmann, Diplom-Ingenieur am Institut für Werkstofftechnik der Universität.

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6.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik

Gentechnisch veränderter Bt-Mais: Neuer Test mit Bienenlarven

Wissenschaftler der Universität Würzburg untersuchten erstmals die Verträglichkeit von Bt-Maispollen für Bienenlarven unter kontrollierten Laborbedingungen. Nun haben sie die Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlicht: Weder der Pollen von Bt-Mais MON810 noch der einer Bt-Maissorte, die drei verschiedene Bt-Proteine bildet, zeigte eine schädliche Wirkung auf die empfindlichen Larvenstadien der Bienen. Der Larventest ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes der biologischen Sicherheitsforschung.

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5.1.2012

Neue Software macht Spuren der Evolution in den Genen sichtbar

Forscher an der Vetmeduni Vienna haben eine neue Computersoftware entwickelt, mit der man Veränderungen in der Erbsubstanz schnell und kostengünstig analysieren kann. Etwa um den Einfluss von Anpassung und Evolution zu untersuchen. Die Software wird in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Bioinformatics beschrieben.

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4.1.2012

DebatteGrüne Gentechnik

Buch: Grüne Gentechnik - Zwischen Forschungsfreiheit und Anwendungsrisiko

Der gesellschaftliche Stellenwert wissenschaftlicher Expertise stand im Zentrum einer BMBF Klausurwoche zum Thema "Grüne Gentechnik - Zwischen Forschungsfreiheit und Anwendungsrisiko", zu der das Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN) im vergangenen Jahr einlud. Die Beiträge sind nun in einem Sammelband bei Nomos erschienen. Das TTN ist ein An-Institut an der Ludwig-Maximilians-Universität München und versteht sich als interdisziplinäre Plattform des wissenschaftlichen Diskurses.

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3.1.2012

Wer mit wem: Fortpflanzungsgene bei Pflanzen

Pflanzenzüchter stehen oft vor dem Problem, dass sich nah verwandte Arten nicht miteinander kreuzen lassen. Prof. Dr. Karl Schmid, Inhaber des Lehrstuhls für Nutzpflanzenbiodiversität und Züchtungsinformatik an der Universität Hohenheim, möchte nun herausfinden, woran es liegt, dass sich manche Pflanzen kreuzen lassen und andere nicht. Das Forschungsprojekt EVOREP (Evolutionary Genomics of Plant Reproductive Isolation), das dieser Frage auf den Grund gehen soll, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit knapp 284.000 Euro gefördert.

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3.1.2012

Zwei Gentechnik-Pflanzen mit neuen Merkmalen in den USA zugelassen

Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA hat zwei gentechnisch veränderte Pflanzen mit neuen Merkmalen ohne Einschränkungen zugelassen: Trockentoleranten Mais und Sojabohnen mit veränderter Fettsäurezusammensetzung, deren Öle für Verbraucher gesundheitliche Vorteile bringen sollen.

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3.1.2012


Wolfgang Nellen. Foto: Uni Kassel.

VBIO-Präsident leitet nun auch Gesellschaft für Genetik

Der Kasseler Biologe Prof. Dr. Wolfgang Nellen wird dieses Jahr neuer Präsident der Gesellschaft für Genetik (GfG). Seit November 2011 führt Nellen bereits den Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), in dem auch die DBG organisiert ist.

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2.1.2012


Die Struppige Armleuchteralge (Chara horrida) war nach 1980 in ganz Deutschland verschwunden, und wurde von Algenforschern vor wenigen Jahren in den Boddengewässern vor der Ostseeinsel Hiddensee wieder entdeckt. Foto: © Sven Dahlke, Biologische Station Hiddensee.

Alge des Jahres 2012:  Armleuchteralge Chara – bedrohter Pionier mit Hang zur Dominanz

Die Armleuchteralgen der Gattung Chara sind die Algen des Jahres 2012. Sie wurden von den Algenforschern der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft gewählt, weil ihre Vertreter sehr verschiedene Strategien verfolgen. Manche erobern als Pionierpflanze neue Gewässer. Andere haben zwar hohe Standortansprüche, wenn sie sich aber ansiedeln, haben sie das Potenzial, das ganze Ökosystem zu prägen, wie die Algenforscherin Dr. Irmgard Blindow von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald erklärt. Mit der Entscheidung wird eine Algengattung gewürdigt, von der 20 heimische Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Organismen stehen.

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(mit zahlreichen Fotos)

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