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Deutsche Botanische Gesellschaft e. V.
Informationen für Botanikerinnen und Botaniker - März 2011

30.3.2011

Förderungen für Bioenergie-Projekte zu vergeben: Von Algen bis Züchtung

9 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) stehen in diesem Jahr für Forschung und Entwicklung im Bioenergie-Bereich zur Verfügung. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wirbt deshalb ab sofort Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ein. Für die neuen Förderschwerpunkte gibt es keine Einreichungsfrist. Folgende Schwerpunkte sind förderfähig:

  • Züchtung zur Anpassung von Energiepflanzen an den Klimawandel
  • Intelligente Lösungen zur kombinierten Nutzung von Bioenergie und anderen erneuerbaren Energien
  • Effizienzsteigerung für dezentrale Bioenergie-Nutzungskonzepte
  • Entwicklung von Konversionsrouten zur Bereitstellung von Energieträgern aus nachwachsenden Rohstoffen mittels Algen
  • Effizienzsteigerung, Reduzierung von Treibhausgasemissionen und innovative Produktionsverfahren im Bereich Biokraftstoffe

Projektskizzen sind an die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) zu richten.

mehr bei der FNR

30.3.2011

Konferenz fordert: "Mehr Freiraum für die Natur"

Die Entwicklung der Wildnis auf zwei Prozent der Landfläche Deutschlands ist das Ziel der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt, die bis zum Jahr 2020 umgesetzt sein soll. Doch dieses Ergebnis ist noch nicht in Sicht, denn laut einer Wildniskonferenz vom Mai 2010 sind bei großzügiger Berechnung knapp 0,4 % bislang realisiert. Im letzten Jahr machte die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg mit der Wildniskonferenz auf das Thema aufmerksam. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat jetzt den Tagungsband zur Veranstaltung herausgegeben.

mehr beim BfN

30.3.2011

Herausforderungen bei der Genomsequenzierung von Pflanzen

Zehn Jahre nach der vollständigen Sequenzierung des Arabidopsis-Genoms liegt nur ein einziges weiteres Pflanzengenom vollständig sequenziert vor, das der Reis-Pflanze. Doch Wissenschaftler müssen sich mit lückenhaften und ungenauen Genomsequenzen zufrieden geben. Pflanzenforschung.de suchte nach Gründen.

30.3.2011


"Darwins langer Arm – Evolutionstheorie heute" - Buch-Cover, Uni Zürich.

Buch

Darwins Gedanken und Darwins Wirkung

Der Rücken des Buches „Darwins langer Arm – Evolutionstheorie heute“ verspricht die vielleicht umfassendste Darstellung des Evolutionsgedankens. Allerdings wird die Photosynthese – eine entscheidende Erfindung in der Evolution – nur auf einer der fast 290 Seiten geschildert. Der lesenswerte Band fasst eine Reihe interdisziplinärer Vorträge zusammen, die 2009 anlässlich des Darwin-Doppel-Jubiläums von Züricher Forschern gehalten wurden. Sie schildern verständlich, welche Auswirkungen Darwins Gedanken auf einzelne Disziplinen hatten, was den Mensch zum Menschen machte, und beleuchten die evolutionären Wurzeln der Biodiversität. Auszüge aus dem Brief- und Gedankenwechsel zwischen Charles Darwin und seiner Frau Emma runden den von Heinz-Ulrich Reyer und Paul Schmid-Hempel herausgegebenen Band ab.

mehr beim idw

30.3.2011

„Kurt von Rümker Preis“ an Pflanzenzüchterin verliehen

Dr. Julia Meiners von der Leibniz Universität Hannover erhielt den mit 1000,- € dotierten Kurt von Rümker Preis für besten Vortrag eines Nachwuchswissenschaftlers. Mit Ihrem Vortrag "Genetische Diversität und interspezifische Hybridisierungen von Helleborus spec.“ setzte sie sich gegen sechs Konkurrenten durch. Den Preis lobt die Gesellschaft für Pflanzenzüchtung aus.

mehr beim idw

29.3.2011

Warum die "Quick-and-Dirty"-Methode beim Sequenzieren von Pflanzengenomen wenig hilft

Dr. Catherine Feuillet ist Forschungsdirektorin und Leiterin der Arbeitsgruppe „Struktur, Funktion und Evolution des Weizengenoms“ des Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) in Clermont-Ferrand, Frankreich. Im Gespräch mit Pflanzenforschung.de erklärt sie, warum vollständige Genomsequenzen wichtig sind, warum gute Genomanalysen Zeit brauchen und welche Techniken wann eingesetzt werden.

Interview bei Pflanzenforschung

29.3.2011

SPD für Zweitverwertungsrechte wissenschaftlicher Beiträge

Die SPD-Fraktion schlägt Zweitverwertungsrechte für wissenschaftliche Beiträge vor, die überwiegend mit öffentlichen Mitteln entstanden sind. Dazu hat die Fraktion einen Gesetzentwurf (17/5053) vorgelegt. Die Beibehaltung der aktuellen Rechtslage sei zwar denkbar, doch keine politisch wünschenswerte Alternative.

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25.3.2011


Brach liegende Felder erhöhen die Biodiversität. Foto: Uni Göttingen

Publikation

Brachflächen wichtig für Erhalt der Biodiversität

Ein Agrarökologe der Universität Göttingen beklagt den Rückgang der Artenvielfalt, die auf eine Gesetzesänderung zurückzuführen ist. Im Jahr 2008 hat die Europäische Union die verpflichtende Stilllegung von Ackerflächen abgeschafft. Daraufhin wurden viele Brachflächen wieder bewirtschaftet – mit negativen Auswirkungen für die Artenvielfalt. Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie an der Universität Göttingen, warnt nun vor den Auswirkungen dieser Regelung. In der Online-Ausgabe der Zeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment hat Tscharntke nun gemeinsam mit Kollegen Vorschläge zum biodiversitäts-freundlichen Management von Brachflächen vorgelegt.

mehr bei der Uni Göttingen

25.3.2011

Forum Life Science in Garching: Von Lupinen-Eis bis Stammzell-Arzneien

Ob Chemie aus Stroh, Stammzellen von der Stange oder Speiseeis aus Lupinen: Die siebte Ausgabe des Forum Life Science an der Technischen Universität München in Garching offenbarte eine breite Vielfalt an Forschungs- und Entwicklungstrends in Wissenschaft und Wirtschaft in den Lebenswissenschaften. Die Veranstalter vermeldeten einen Besucherrekord: Mehr als 1000 Teilnehmer, darunter hundert Aussteller, waren vom 23. bis 24. März 2011 zum Kongress in die Gebäude der Fakultät für Maschinenbau gekommen. Spürbaren Erkenntnishunger zeigten die Teilnehmer bei Vorträgen zu Themen der Ernährungsforschung und innovativen Lebensmittel mit Zusatznutzen.

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24.3.2011

Von Studierenden für Studierende

Lässig statt stressig durchs Studium – ein Anti-Stress-Handbuch

Studierende der Gesundheitsförderung entwickelten unter Leitung von Dr. Eva Brunner, Gastprofessorin für Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie an der PH Schwäbisch Gmünd, ein Anti-Stress-Manual. Unter dem Titel "Lässig statt stressig durchs Studium" enthält es zahlreiche Tipps und Informationen rund um zentrale Themen des Studienalltages wie Prüfungsvorbereitung, Orientierung an der Hochschule oder auch Teamarbeit im Studium.

mehr bei der PH Schäbisch Gmünd
direkt zum Handbuch (pdf-Datei)

24.3.2011

Panorama

Fernsehserien: Zone ohne Naturwissenschaftlerinnen

In deutschen Seifenopern und Krimiserien sehen Zuschauer Ärztinnen, Polizistinnen und Rechtsanwältinnen, nur Naturwissenschaftlerinnen oder Ingenieurinnen gibt es dort kaum. Kein Wunder, dass sich so wenige junge Frauen für diese Berufe entscheiden, sagen Medienwissenschaftler. Über den Mangel an Chemikerinnen in deutschen Fernsehserien und seine Folgen berichtet Brigitte Osterath in den „Nachrichten aus der Chemie“.

mehr beim idw

24.3.2011

Wieder Wettbewerb "Hauptsache Biologie" für Tandems aus Wissenschaftlern und Journalisten ausgeschrieben

Die Promega GmbH, ein Mannheimer Life Science Research-Unternehmen mit Sitz in Mannheim, vergibt in diesem Jahr erneut Preisgelder im Wert von 20.000 Euro. Autorenpaare aus Journalist und Wissenschaftler sind aufgerufen, Artikel rund um das Thema Biologie in einer lokalen oder regionalen deutschsprachigen Tageszeitung (Print- oder Onlineausgabe) in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu veröffentlichen.

mehr bei Promega

23.3.2011


Zwei Sandbienen-Männchen streiten um die Blüte einer Spinnenragwurz-Orchidee, in dem Irrglauben eine Sexualpartnerin gefunden zu haben. Foto: Florian Schiestl

PNAS

Betrogene Bienen und Barriere-Gene: Wie neue Orchideen-Arten entstehen

Arten können sich auch anders als durch geografische Isolierung bilden: Bei Orchideen genügen bereits kleine biochemische Veränderungen, um neue Arten in unmittelbarer Nähe voneinander entstehen zu lassen. Dies weist eine schweizerisch-amerikanische Forschungsgruppe unter der Leitung des Evolutionsbiologen Philipp Schlüter von der Universität Zürich erstmals nach. Für ihre im Wissenschaftsmagazin PNAS publizierte Studie untersuchten die Pflanzenforscher zwei Orchideenarten: Ophrys sphegodes (Spinnenragwurz) und O. exaltata (Adriatische Ragwurz). Beide Arten imitieren die hochspezifischen weiblichen Sexuallockstoffe, um männliche Bienen zur Bestäubung zu verführen. Eine kleine biochemische Veränderung im Sexuallockstoff der beiden Pflanzenarten reicht aus, um verschiedene Bienenarten anzulocken. Dank der unterschiedlichen Bestäuber würde die Artgrenze aufrechterhalten, erklärt Schlüter.

mehr bei der Uni Zürich

23.3.2011


Nicht nur die Landschaft, auch die Kultur ist durch den Reisanbau geprägt: Reis verbindet Millionen Menschen in Südostasien. Foto: PD Dr. Josef Settele, UfZ.

Neues Projekt

Reiskultur(en) im Visier

Wissenschaftler wollen in den nächsten Jahren herausfinden, welche Bedeutung künstlich bewässerte Reisterrassen für den Erhalt der Artenvielfalt haben, wie sich diese traditionellen Kulturlandschaften in Südostasien erhalten und nachhaltig nutzen lassen. Rund 80 Forscher werden dazu per Fallstudien die Landnutzung auf den Philippinen, in Vietnam und Malaysia untersuchen. Im Fokus stehen dabei Ökosystem-Dienstleistungen wie Nahrungsmittelproduktion, Bestäubung, biologische Schädlingsbekämpfung, aber auch Kultur und Ästhetik. Das neue Forschungsprojekt LEGATO wird vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert und vom BMBF mit insgesamt 7,5 Millionen Euro gefördert.

mehr beim UfZ

23.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Nationale Anbauverbote für gv-Mais könnten fallen

Das Anbauverbot für gentechnisch veränderte (gv-)Pflanzen in Frankreich und Deutschland könnte bald vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gekippt werden. In seinem Schlussplädoyer vor dem Europäischen Gerichtshof nannte EU-Generalanwalt Paolo Mengozzi am 22. März das Verbot „unzulässig“. Das Plädoyer gilt als richtungsweisend, bisher folgte der EuGH in den meisten Fällen in seiner Entscheidung dem Antrag des Generalanwalts.

22.3.2011


Dem Membranprotein Diacylglycerinkinase (DGK) haben Forscher mittels zeitaufgelöster Festkörper NMR-Spektroskopie bei der Arbeit zugesehen. Grafik: Uni Frankfurt (anklicken vergrößert).

Neue Technik

Wie Enzyme in der Membran Informationen weiterleiten

Wissenschaftlerinnen der Arbeitsgruppe von Prof. Clemens Glaubitz am Institut für Biophysikalische Chemie der Goethe-Universität in Frankfurt ist es jetzt erstmals gelungen, die Kinetik einer membrangebunden enzymatischen Reaktion mittels zeitaufgelöster Festkörper-NMR zu verfolgen. Weil Lipide sich aufgrund ihres hydrophoben Charakters nicht in Lösung untersuchen lassen, verwendeten die Forscher die Methode der Festkörper-NMR. Wie die Arbeitsgruppe in der Fachzeitschrift nature chemical biology berichtet, gelang es ihr, simultan den Umsatz von ATP in der löslichen Phase sowie die Erzeugung von Phosphatidylsäure in der Lipidphase zu beobachten.

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22.3.2011

Interdisziplinäre Konferenz - SFB 796

Virus-Wirt-Interaktionen in Pflanzen und Menschen

Die erste internationale Konfernez “Mechanisms of viral host cell manipulation: From plants to humans” findet vom 2. bis 4. Oktober 2011 in der Stadt Bamberg statt, die von der UNECSO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die Konferenz will neue Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Viren und Wirtszellen thematisieren, indem sie die intrinsischen Antworten von Pflanzen- und Menschenzellen miteinander vergleicht. Denn obwohl beide sehr verschieden voneinander zu sein scheinen, dürften die zugrunde liegenden Mechanismen ähnlich sein.

mehr beim SFB 796

22.3.2011

Maisernte leidet unter Temperaturanstieg

Mais gilt als relativ dürretolerante Pflanze. Dennoch kann schon ein Temperaturanstieg um ein Grad zu signifikanten Ertragsverlusten führen, folgern Forscher aus historischen Daten, wie sie in der Fachzeitschrift Nature Climate Change berichten.

21.3.2011

"Jahr der Wälder" eröffnet

Heute haben Bundespräsident Christian Wulff, Professor Klaus Töpfer und Bundesministerin Ilse Aigner das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr der Wälder in Berlin offiziell eröffnet. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen erläuterte Ministerin Aigner vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die multifunktionale Bedeutung des Waldes: "Der Wald leistet einen wertvollen Beitrag für Klima, Umwelt und Biodiversität. Parallel dazu ist die Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland Arbeitgeber für rund 1,2 Millionen Menschen und die Wälder sind beliebte Erholungsorte für viele Menschen. Dies zeigt, dass wir den Wald brauchen, aber der Wald braucht auch unseren Schutz". Die zahlreichen Anforderungen führen aber auch zu Zielkonflikten, sagte Aigner in ihrer Rede.

mehr beim BMELV

21.3.2011

Klimawandel

Anbau von Nutzpflanzen in Afrika

Ein neues Projekt testet die Anbaumöglichkeiten von Nutzpflanzen unter neuen klimatischen Bedingungen. In die Projektarbeit sind afrikanischen Kleinbauern aus Kenia und Zimbabwe eingebunden. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg (HAW) unterstützt das afrikanische Forschungsinstitut ICRISAT bei der Entwicklung von landwirtschaftlichen Anpassungsstrategien. Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten und wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

mehr beim idw

21.3.2011

vifabioDOC gestartet - die neue Plattform für biologische E-Publikationen

Mit vifabioDOC startet eine neue Plattform für biologische E-Publikationen. Biologen die Möglichkeit, ihre elektronischen Publikationen als PDF-Dateien auf diesem fachspezifischen Server zu platzieren und damit dauerhaft weltweit zugänglich zu machen. Die Publikationen auf vifabioDOC werden automatisch in zahlreichen Datenbanken und Suchmaschinen verzeichnet natürlich auch im Virtuellen Katalog von vifabio, der Virtuellen Fachbibliothek Biologie.

mehr beim VBIO

21.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Konsequenzen für deutsche Pflanzenzüchter existenzbedrohend

Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) wehrt sich gegen eine Verschärfung des Haftungsrechts. Der Bundesrat hatte von der Bundesregierung eine Ausdehnung von Haftungsregelungen für das Einführen und Inverkehrbringen von konventionellem Saatgut gefordert (siehe auch Meldungen weiter unten). Demnach sollen Züchtungsunternehmen oder Saatenhändler für GVO-Spuren in Saatgut haften, unabhängig davon, ob sie diese Einträge auch tatsächlich verursacht haben. Der BDP lehnt "eine solche unsachgemäße Verschärfung der bestehenden Regelungen entschieden ab".

mehr beim VBIO

21.3.2011

Tagung

Flora von Bayern

Die Bayerische Botanische Gesellschaft und die Botanische Staatssammlung München laden zu der Tagung „Flora von Bayern“ ein, die am Samstag den 2. April 2011 in der Botanischen Staatssammlung München in der Menziger Str. 67 stattfinden wird.

mehr beim VBIO

21.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Bundesrat gegen gv-Nachweisgrenze im Saatgut

Weiterhin Nulltoleranz bei Gentechnik im Saatgut: Der Bundesrat hat einen Antrag der unionsgeführten Bundesländer Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Niedersachsen abgelehnt, eine technische Nachweisgrenze für Spuren von gentechnischen Veränderungen (gv) in Saatgut einzuführen. Eine Mehrheit fand sich im Bundesrat hingegen bezüglich der umstrittenen Haftungsregelungen: Beim Fund von gv-Spuren im Saatgut sollen künftig nicht die Landwirte, sondern den Saatguthersteller haftbar gemacht werden.

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20.3.2011


Mit Hilfe des Chips von der Größe einer Ein-Cent-Münze können schnell Mikroorganismen vor Ort nachgewiesen werden. Foto: IPHT Jena, Sven Döring

Biochip mit Thüringer Forschungspreis ausgezeichnet

Ob Vogelgrippe oder Kartoffelfäule - überall da, wo Krankheitserreger schnell und zuverlässig identifiziert werden müssen, kann seit kurzem ein Chip-System helfen. Die Entwicklung des Chips wurde nun als „herausragende Entwicklung auf dem Gebiet der schnellen Vor-Ort-Analyse von Mikroorganismen“ mit dem renommierten Thüringer Forschungspreis in der Kategorie Angewandte Forschung ausgezeichnet. Darüber freut sich die „Jenaer Biochip-Initiative“ (JBCI) um Dr. Robert Möller vom Institut für Photonische Technologien (IPHT) und dem Institut für Physikalische Chemie (IPC) der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut, die den Chip entwickelt haben.

mehr beim IPHT

18.3.2011

Alte Bäume nähren den Wald

Cyanobakterien produzieren in den Kronen alter Bäume große Mengen Stickstoffverbindungen, die dem Wald als Dünger zugutekommen. Das fand eine Forscherin bei einer Untersuchung an der kanadischen Westküste heraus.

18.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Gentechnik-Spuren im Saatgut: Bundesrat gegen technische Nachweisgrenze

In Deutschland bleibt es vorerst bei der absoluten Nulltoleranz für Gentechnik-Spuren im Saatgut. Der Bundesrat hat heute einen Antrag mehrerer Bundesländer abgelehnt, eine technische Nachweisgrenze für zufällige, technisch unvermeidbare GVO-Beimischungen in Saatgut festzulegen.

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17.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Biotechnologie-Branche zur Änderung des GenTG im Bundesrat

Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie in Deutschland, BIO Deutschland e. V., fordert die Ländervertreter dringend dazu auf, beim Gentechnikgesetz (GenTG) im Sinne einer offenen und pluralistischen Wirtschaft zu stimmen. Anlass ist die morgige Sitzung des Bundesrates, in welcher der Antrag Bayerns zur Verschärfung des GenTG diskutiert werden soll.

mehr bei Biodeutschland

17.3.2011

Enzym das Senfölglykoside gegen Raupenfraß herstellt stammt von einer Aminosäure-Synthase

Im evolutionären Wettlauf reichen manchmal kleine Veränderungen, um einen Vorsprung vor dem Feind zu gewinnen. So stammt ein Enzym, mit dessen Hilfe Kreuzblütler „Senfölbomben“ gegen die Angriffe von Raupen herstellen, von einem Enzym mit ganz anderer Wirkung ab. Das haben Forscher am Max-Planck-Institut (MPI) für chemische Ökologie in Jena herausgefunden. Während der Urahn für die Bildung der Aminosäure Leucin zuständig ist, stellt der Nachfahre Senfölglykoside her, mit denen sich die Pflanze effektiv gegen Raupenfraß verteidigt. Nur kleine Änderungen in der chemischen Struktur haben dazu geführt, dass das Enzym eine völlig neue Aufgabe übernommen hat, die das Überleben der Pflanze sicherstellt.

mehr beim MPI f. Chem. Ökologie
(pdf-Datei)

17.3.2011

Fraunhofer-Gesellschaft: 21 Millionen Euro für Biomoleküle vom Band

Forscher aus acht Fraunhofer-Instituten werden sich künftig zusammentun, um biotechnologische Verfahren der nächsten Generation zu entwickeln. In dem Systemforschungsprojekt „Zellfreie Bioproduktion“ sollen Wege erschlossen werden, wie sich Biomoleküle ohne den Einsatz von Organismen im Industriemaßstab herstellen lassen. Das Fraunhofer-Projekt mit dem Titel „Biomoleküle vom Band“ wird  in den nächsten drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 15 Millionen Euro unterstützt.

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17.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Weiterhin politische Blockade bei Gentechnik-Zulassungen in Europa

Erneut konnten sich die EU-Mitgliedsländer bei einer Abstimmung über Zulassungen für drei gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zu einer politischen Entscheidung durchringen. Nun wird erwartet, dass die EU-Kommission gemäß den europäischen Verträgen die Zulassungen erteilen wird. Sie folgt damit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Sicherheitsbewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

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17.3.2011

DebatteGrüne Gentechni

Stellungnahme des BfR zu transgener Pflanzen-DNA in tierischen Geweben und Milch

Eine Kommission des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) hat eine Stellungnahme über genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel veröffentlicht, nachdem manche Publikationen in der Vergangenheit wiederholt zu Diskussionen geführt hatten. Sie evaluierte daher nun die Studie „Fate of transgenic DNA and evaluation of metabolic effects in goats fed genetically modified soybeans and in their offsprings“ von Tudisco et al. (2010), die in der Zeitschrift Animal publiziert worden war. Die Kommission kam nach kritischer Prüfung zu der Einschätzung, dass sich aus der Studie keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich eines Transfers rekombinanter DNA aus gentechnisch veränderten Pflanzen auf höhere Tiere und dessen potentielle Auswirkungen ableiten lassen.

Stellungnahme des BfR (pdf-Datei)

17.3.2011


Lebt der Pilz lange auf der Rapspflanze reißt deren äußerste Stängelschicht auf und die schwarzen Dauerformen des Pilzes (Microsclerotien) werden sichtbar. Foto: Uni Göttingen

Wettrüsten zwischen Pilz und Rapspflanze

Wissenschaftler der Universität Göttingen haben sechs Jahre lang untersucht, nach welchen Spielregeln der Pilz Verticillium longisporum und die Rapspflanze interagieren. Sie fanden heraus, welche Stoffwechselwege in der Pflanze aktiviert werden, wie das Hormonnetzwerk der Pflanze verändert wird, wie sich die Zellwände verändern, welche Toxine der Pilz bildet und in welchen Bereichen auf den Pflanzenchromosomen sich Resistenzmechanismen befinden. Die Ergebnisse wollen die Forschenden auf einer Tagung präsentieren.

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16.3.2011


In den Gewächshäusern der Uni Bern untersuchten die Forscher wie sich die Pflanzen gegen Pflanzenfresser wehren. Foto: Thomas Chrobock, Universität Bern

tradeoffs untersucht

Kompromisse als Evolutionsmotor der Vielfalt

Eine gute Verteidigung gegen hungrige Pflanzenfresser ist nicht immer die beste Strategie – denn sie hat ihren Preis und geht auf Kosten anderer wichtiger Eigenschaften der Pflanze. Das haben Pflanzenwissenschaftler der Universität Bern und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Halle herausgefunden. Sie gingen in umfangreichen Experimenten der Frage nach, ob Pflanzen tatsächlich verschiedene Abwehrmechanismen und wichtige Funktionen wie Wachstum und Konkurrenzstärke gegeneinander abwägen. Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift PNAS erschienen.

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16.3.2011


Verschiedene Baumarten erwärmen sich unterschiedlich stark, wie das Infrarotbild zeigt. Bild: D. Scherrer, M. Bader und C. Körner, Institut für Botanik, Universität Basel/SNF

Klimaerwärmung

Zukunft gehört den Eichen und Eschen

Mit der Klimaerwärmung wird die Schweiz in Zukunft längere Trockenperioden im Sommer haben. Unter dem Wassermangel werden Bergahorn und Sommerlinde besonders leiden; Esche und Traubeneiche sollten mit der neuen Situation am besten klar kommen. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Universität Basel in einer heute vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) veröffentlichten Studie.

mehr bei der Uni Basel
und dem
SNF

16.3.2011

Studierende

Unter Druck, aber zufrieden - und nach Sicherheit strebend

Die Studienqualität, die sich in den letzten Jahren ständig verbessert hat, bleibt auf hohem Niveau erhalten. Das ist eines der Ergebnisse des 11. Studierendensurveys, den Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), heute in Berlin vorstellte. Insbesondere die inhaltliche Qualität der Lehre, der Gesamtaufbau der Studiengänge und die Durchführung der Lehrveranstaltungen wird von der großen Mehrheit der befragten Studenten und Studentinnen mit gut bewertet.

mehr beim BMBF
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Survey

15.3.2011

BIOTECHNICA nach 2011 wieder im Zwei-Jahres-Turnus

Die BIOTECHNICA, Europas größte Messe für Biotechnologie und Life Sciences, wird von 2011 an wieder im Zwei-Jahres-Turnus ausgerichtet. Nach der diesjährigen Veranstaltung vom 11. bis 13. Oktober 2011 wird die Messe im Herbst 2013 erneut ihre Tore öffnen.

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15.3.2011


Ausrüstung der Forscher für die Waldinventur, Foto: vTI/WOI, anklicken vergrößert

Dritte Bundeswaldinventur beginnt

Dieses Frühjahr beginnt die dritte Bundeswaldinventur, deren Datenerhebung bis Ende Dezember 2012 dauern wird. Bei dem vom Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) koordinierten Projekt, werden 60 Inventurtrupps rund 60.000 über ganz Deutschland verteilte Probepunkte aufsuchen, etwa 400.000 Probebäume vermessen und viele weitere Daten erheben.

mehr beim vTi

15.3.2011


Das Schema zeigt, wie Kieselalgen Nitrat verstoffwechseln. Schema: Anja Kamp, MPI für Marine Mikrobiologie. Bitte Anklicken.

Überlebensstrategie der Algen in Dunkelheit entschlüsselt

In den Weltmeeren wimmelt es von einzelligen Algen, die im Sonnenlicht Photosynthese betreiben. Doch die besonders häufigen Kieselalgen (Diatomeen) können auch im dunklen Meeresboden überleben, wo weder Photosynthese noch Atmung mit Sauerstoff möglich sind. Jetzt berichten Wissenschaftler vom Bremer Max-Planck-Institut (MPI) für Marine Mikrobiologie im angesehenen Fachblatt PNAS davon, wie dieses Kunststück funktioniert. Die Diatomeen atmen in der Dunkelheit mit einem Salz, dem Nitrat, anstelle von Sauerstoff.

mehr beim MPI

15.3.2011

Bürgerbeteiligung an der „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ erwünscht

Interessierte Bürger sind dazu aufgerufen, sich an der Entwicklung einer Charta zu beteiligen, die Handlungsfelder und Lösungswege für eine zukunftsorientierte Politik für die gesamte Lebensmittelkette enthält. Die „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) unter Mithilfe der breiten Öffentlichkeit ausgearbeitet. Die Vorstellungen und Meinungen, die beim BMELV eingehen, werden von Moderatoren gebündelt und in verschiedene Workshops einbezogen. Der Workshop "Umwelt" behandelt das Thema "Biologische Vielfalt". Im Workshop "Lebensmittel" wird die "Sicherheit in der pflanzlichen Lebensmittelkette" thematisiert.

mehr beim VBIO
direkt zur Charta des BMELV

15.3.2011

Forschung fürs Auge: Zierpflanzen

Sie erzeugen keine Sättigung, aber enorme Umsätze: Zierpflanzen erfreuen die Menschen in Haus und Garten. Neben der Fitness der Pflanzen verfolgen Forscher dabei auch ästhetische Ziele. Eine Übersicht der laufenden Projekte in der Zierpflanzenforschung hat ein Internetportal zusammengestellt.

15.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Interview

Wie in der Öffentlichkeit über grüne Gentechnik diskutiert wird

Bei der Debatte um die Verantwortbarkeit der Grüne Gentechnik spielen neben naturwissenschaftlichen Kriterien auch ethische und moralische Argumente eine Rolle. Nicht selten ist dabei von der „Bewahrung der Schöpfung“ die Rede. Vor allem Kritiker der Grünen Gentechnik wollen damit einem rein zweckgerichteten Umgang mit der Natur Grenzen setzen. Biosicherheit sprach mit Kirchenrat Dr. Stephan Schleissing über die Form der öffentlichen Auseinandersetzungen zur Grünen Gentechnik, ethische Sichtweisen und Wege zur einer besseren Dialogkultur.

mehr bei Biosicherheit

14.3.2011

Drittmittel

Gesucht werden Nachwuchskräfte, die an Nachwachsenden Rohstoffen arbeiten

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ruft Forschungseinrichtungen dazu auf, Konzepte für Arbeiten zur stofflichen oder energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe einzureichen. Gefördert werden Gruppen junger Wissenschaftler mit bis zu 5 Mitarbeitern, die gemeinsam an Produkten oder Verfahren mit einem hohen Biomasseanteil und Perspektiven für eine Markteinführung forschen, wie die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FnR) mitteilt.

mehr bei der FnR

14.3.2011

Klausurwoche

Bedeutung der Biodiversität und öffentlicher Vortrag „Biodiversity Hotspots“

Eine interdisziplinäre Klausurwoche zum Thema Biodiversität veranstaltet das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) in Verbindung mit dem Institut für Wissenschaft und Ethik vom 21. bis 26. März in Bonn. In diesem Rahmen sind Interessierte zu dem öffentlichen Vortrag „Biodiversity Hotspots“ von Professor Dr. Fred G. Van Dyke am Dienstag, 22. März herzlich eingeladen (18 bis 21 Uhr im Festsaal, Universitätshauptgebäude, I. Etage)

mehr bei der Uni Bonn

14.3.2011


Plakat der Sonderausstellung im Botanischen Museum. Grafik: I. Haas, BGBM

Berliner Ausstellung

Die Welt der Palmen

Mit der Sonderausstellung „Die Welt der Palmen“ zeigen der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem (BGBM) den derzeitigen Wissensstand zu dieser Pflanzenfamilie. Das BGBM zeigt biologische, kulturhistorische, kunsthistorische, ethnografische und wirtschaftliche Aspekte. Parallel zur Sonderausstellung leitet ein Palmenpfad zu 21 Pflanzenarten im Botanischen Garten. Die Sonderausstellung wurde in Zusammenarbeit mit den Royal Botanic Gardens Kew in London erarbeitet und wird vom 20. Mai 2011 bis 26. Februar 2012 in Berlin gezeigt.

mehr beim BGBM

14.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Sicherheit von gv-Lebensmitteln

Welchen Beitrag leisten Genom-, Proteom- und Metabolomforschung für die Bewertung der Lebensmittelsicherheit von gentechnisch veränderten (gv) Nahrungspflanzen? Eine Metanalyse bisheriger GVO-Vergleichsstudien gibt Antworten.

11.3.2011

Forscher diskutieren über Zuckermoleküle vom Fließband

Kohlenhydratketten - die sogenannten Glykane - spielen bei einer Vielzahl von biologischen Prozessen eine Schlüsselrolle. Dabei ist das Hantieren mit den komplexen Zuckermolekülen und deren Bausteinen ein kniffliges Geschäft. Doch Forscher haben in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte bei der Analyse und bei der künstlichen Herstellung der Zuckermoleküle gemacht. Vom 10. bis zum 12. März tauschten sich Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft beim „Glycan Forum“ in Berlin über neueste Entwicklungen in der Glykobiotechnologie aus. Die fünfte Ausgabe lockte 300 Teilnehmern in die Hauptstadt. Für die Veranstalter ein Beleg dafür, dass die Glykoforschung auch in der Industrie eine immer größere Rolle spielt.

mehr bei Biotechnologie

11.3.2011

Symposium

Phänotypologie der Pflanzen

Unter dem Titel toward plant phenotyping science: challenges and perspectives diskutieren zwischen 5.-7. September 2011 Pflanzenwissenschaftler über strukturelle und funktionelle Merkmale, neue Technologien und innovative Analysemethoden. Das zweite International Plant Phenotyping Symposium wird im Forschungszentrum Jülich stattfinden, wie Professor Ulrich Schurr aus Jülich mitteilt.

mehr im ersten Zirkular (pdf-Datei)

10.3.2011

Kontroverse Bewertungen der Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) teilt die Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dass die kurzen Vertragslaufzeiten des Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZVG) nicht zur Qualität der wissenschaftlichen Arbeit beitragen. Beträgt die Laufzeit eines Vertrages nicht einmal ein Jahr, so kann keine gute, kontinuierliche Arbeit geleistet werden. Außerdem ist es für den einzelnen, gut ausgebildeten Wissenschaftler eine Zumutung, eine so geringe Einkommens- und Arbeitsplatzsicherheit zu erhalten. Auch kann nicht erwartet werden, dass diese Anstellungspraxis familienpolitische Anreize setzt. Das Gesetz hat sich daher aus Sicht des VIBO leider nicht bewährt. Der VBIO zitiert in seiner Meldung auch den Schluss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), dass sich die eingeführten Befristungsvorschriften des WissZVG "grundsätzlich" bewährt hätten.

mehr beim VBIO

10.3.2011

Tourismus als Instrument zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

Der Tourismus bedroht weltweit einzigartige Naturschätze. Andernorts ist er ein wirksames Instrument zum Schutz der biologischen Vielfalt. Entscheidend ist vor allem die Haltung der lokalen Bevölkerung. Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung (NeFo) stellt deutsche Forschungsprojekte vor, die mit innovativen Konzepten Naturschutz durch touristische Nutzung erst ermöglichen - und so indirekt neue Arbeitsplätze schaffen - in Deutschland und weltweit.

mehr bei NeFo

10.3.2011

Konkurrenz zwischen Tank und Teller: „E10 kann Welthunger und Umweltzerstörung steigern“

Der Geschäftsführer des Food Security Centers der Universität Hohenheim, Dr. Detlef Virchow, sieht durch den Biokraftstoff mittelfristige Risiken für die globale Ernährungssicherung. In einem Interview nimmt er Stellung und fordert intelligentere Lösungen als E10 für das Energieproblem.

Interview bei der Uni Hohenheim

8.3.2011

Politik

Debatte mit Schlagseite – Bio-Kraftstoffe haben Nachhaltigkeitsdefizite

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO e. V.) fordert, in der Diskussion um den „Biosprit“ E10 Nachhaltigkeitsaspekten größere Aufmerksamkeit zu widmen. Wesentliche Rückkoppelungseffekte auf die Landnutzung, die biologische Vielfalt und auf das Klima wurden bei der Gesetzgebung nicht ausreichend bedacht und wissenschaftlich fundierte Warnungen ignoriert.

mehr beim VBIO

8.3.2011

Drittmittel

Förderung der nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Der Projektträger Innovationsförderung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beabsichtigt, im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) innovative Vorhaben zum Pflanzenschutz zu fördern. Hierdurch soll ein Beitrag zur Realisierung des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln geleistet werden.

mehr in der Pressemitteilung der BLE
direkt zum Förderprogramm

8.3.2011

Drittmittel

Förderung der nachhaltigen Wassernutzung

Der Projektträger Innovationsförderung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beabsichtigt, im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Projekte zu fördern, die das Ziel verfolgen, Wasser entlang der Wertschöpfungskette von der landwirtschaftlichen Produktion bis hin zur Lebensmittelindustrie effizienter und nachhaltiger zu nutzen.

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8.3.2011

Frauen fördern ohne Männer zu diskriminieren

Werden Männer diskriminiert, wenn Frau gefördert werden? Dazu hat das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein Gutachten erstellt. Das wesentliche Ergebnis: Ausschließlich auf Frauen bezogene Förderinstrumente sind rechtlich zulässig, wenn sie keinen Automatismus enthalten und transparente, nachprüfbare und in sich diskriminierungsfreie Kriterien zugrunde legen. Das Gutachten "Rechtliche Grundlagen für Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit in der Wissenschaft" ist als Broschüre veröffentlicht. Es beleuchtet die aktuelle Rechtslage im Hinblick auf die Möglichkeiten des Staates, eine gleichstellungsorientierte Wissenschaftspolitik zu betreiben.

Pressemitteilung des BMBF
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8.3.2011

Frauen in Führungspositionen bekommen

Damit mehr Frauen in Führungspositionen gelangen, müssen Unternehmen reagieren und noch stärker als bisher auf die Besonderheiten der Frauen Rücksicht nehmen. Das ist das Fazit einer Langzeitstudie mit Hochschulabsolventinnen, die an der Ruhr Universität Bochum (RUB) durchgeführt wurde. Wie die Studie zeigte, sind Frauen zuverlässiger im Beruf als Männer, aber weniger durchsetzungsstark. Die „typische“ Hochschulabsolventin von heute legt mehr Wert auf „Spaß im Job“ und ethische Aspekte des Berufs als auf Geld oder Macht – und sie eignet sich tendenziell eher als „gute Assistenzkraft“ denn als potenzieller Führungsnachwuchs. Die Psychologen warnen aber davor, Frauen als Assistenzkräfte abzustempeln und empfehlen deshalb häufiger Potentialanalysen durchzuführen als bisher.

mehr bei der  RUB

8.3.2011

BfN veröffentlicht Empfehlungen für eine artenschutzgerechte Bewirtschaftung

Viele Tier- und Pflanzenarten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) kommen in land-, forst- und fischereiwirtschaftlich genutzten Gebieten vor. Um diese Arten angemessen bei der Bewirtschaftung auf diesen Flächen zu berücksichtigen, hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) entsprechende Empfehlungen erarbeitet. Mit dem Internethandbuch stellt das BfN verständliche Informationen und Empfehlungen für die land-, forst- und fischereiliche Bewirtschaftung von Flächen, auf denen Arten des Anhang IV der FFH-Richtlinie vorkommen, bereit. Unter ihnen 29 Farn- und Blütenpflanzen.

mehr beim BfN

8.3.2011

Proteine als Rohstoffe für Biotreibstoffe und Bioraffinerien

Ingenieuren der University of California in Los Angeles (UCLA) ist es erstmals gelungen Proteine als Ausgangsmaterial für Biotreibstoffe zu nutzen. Die Forscher schufen ein künstliches metabolisches System, um reduzierten Stickstoff aus der Zelle zu schaffen und zwangen die Zellen, Proteine abzubauen ohne sie für ihr eigenes Wachstum zu nutzen. Die Arbeit wurde im Journal Nature Biotechnology veröffentlicht.

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8.3.2011

Enzyme vom Kompost für die Bioethanolproduktion

Momentan wird Bioethanol hauptsächlich aus Glukose gewonnen. Gelänge es, Bioethanol aus dem Zucker Xylose herzustellen, könnten auch Stroh, Weiden oder andere schnell wachsende Pflanzen genutzt werden, um die Produktion um 20 Prozent zu steigern. Eine Forscherin sei bereits auf dem Weg dorthin, meldet der Schwedische Forschungsrat.

mehr beim idw

8.3.2011

Alkoholfreies Bier mit Geschmack entwickelt

Bier gibt es nur mit Alkohol oder ohne Geschmack – so bisher die landläufige Meinung unter Freunden des Gerstensaftes. An der Technischen Universität Berlin ist die Quadratur des Kreises jetzt gelungen: Forscher um Frank-Jürgen Methner vom Institut für Biotechnologie der Technischen Universität Berlin haben eine Biersorte kreiert, die weniger als 0,5 Volumenprozent Alkohol enthält und trotzdem den charakteristischen Biergeschmack aufweist. Dafür setzen sie auf eine ganz bestimmte Mischung aus Hefen und Bakterien. "Die wissenschaftliche Herausforderung bestand für uns darin, trotz geringen Alkohols dennoch viele Aromastoffe entstehen zu lassen, um ein vollmundiges, auch wirklich nach Bier schmeckendes alkoholfreies Bier herzustellen,“ erklärt Methner.

mehr bei Biotechnologie

7.3.2011


Reispflanze auf einem der Versuchsfelder am International Rice Research Institute auf den Philippinen (IRRI). Foto: Frank Jauker

Neue DFG-Forschergruppe

Ökologische Konsequenzen des Reisanbaus

Welche ökologischen Konsequenzen aktuelle und künftige Veränderungen im Reisanbau in großen Teilen Südostasiens haben, untersucht eine neue Forschergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), bei der die Justus-Liebig-Universität (JLU) federführend ist. Der Verbund wird von der DFG über drei Jahre mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert. Neben der JLU sind die Universitäten Bonn und Bremen, das Max-Planck-Institut für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg sowie das Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Patenkirchen an dem Verbund beteiligt.

mehr bei der JLU

7.3.2011

Die Buche verdrängt die Fichte

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Schutzgebiete in Zentral- und Osteuropa werden vom europäischen Verbundprojekt HABIT-CHANGE (Adaptive Management of Climate-induced Changes of Habitat Diversity in Protected Areas) seit März 2010 untersucht. 17 wissenschaftliche Institute, Schutzgebietsleitungen und Naturschutzbehörden evaluieren vorhandene Management- und Erhaltungsmaßnahmen in Schutzgebieten und entwickeln ein Monitoringkonzept, um Veränderungen zu beschreiben.

mehr bei der TU Berlin

7.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Südafrika setzt auf die Grüne Gentechnik

In Südafrika nimmt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weiter zu. 2010 sind die Flächen auf nunmehr 2,2 Millionen Hektar gestiegen. Auch in der Pflanzenforschung nutzt das Land verstärkt gentechnische Verfahren. Zahlreiche Pflanzen mit neuen, gentechnisch vermittelten Merkmalen werden derzeit im Freiland getestet.

mehr bei TransGen

7.3.2011

Überschwemmungstoleranter Reis übersteht auch Dürre

Durch den Klimawandel ist Reis immer häufiger einem Wechsel aus Dürre und Überschwemmungen ausgesetzt. Forscher haben nun ein Gen entdeckt, das es der Reis-Pflanze ermöglicht, mit beiden Bedingungen klarzukommen, wie sie in der Zeitschrift The Plant Cell schreiben.

7.3.2011

Neues Projekt

Mehr Frauen auf Professuren – wie geht das?

Trotz aller Bekenntnisse ist die Bilanz der Frauenförderung in Hochschulen oft noch ernüchternd. Nicht einmal jede fünfte Professur ist mit einer Frau besetzt. In einem zweijährigen Forschungsprojekt wird das Zentrum für Hochschulentwicklung (CHE) Beispiele für gelungene Frauenförderung an Hochschulen identifizieren und anhand dieser Beispiele untersuchen, welche Faktoren zu einem höheren Anteil von Frauen bei den Professuren und beim wissenschaftlichen Personal insgesamt beitragen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

mehr beim CHE

7.3.2011

Firmen entwickeln gemeinsam Wirkstoffe für den Pflanzenschutz

Die BASF SE, Ludwigshafen und die Evolva Holding SA, Reinach (Schweiz) gaben heute bekannt, dass sie eine Vereinbarung zur gemeinsamen Forschung unterzeichnet haben, die das Design neuer und optimierter Biosyntheserouten für ausgewählte Naturstoffe mit Potenzial für den Pflanzenschutz umfasst.

mehr beim VBIO

4.3.2011

Vier Forschungseinrichtungen werden zum WissenschaftsCampus „Pflanzenbasierte Bioökonomie“

Mit einem neu gegründeten WissenschaftsCampus stärken das Land Sachsen-Anhalt, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Leibniz-Gemeinschaft das Forschungsgebiet „Pflanzenbasierte Bioökonomie“. Eine entsprechende Vereinbarung haben heute die Kultusministerin von Sachsen-Anhalt, der Rektor der Martin-Luther-Universität, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und die Direktoren von drei Leibniz-Instituten der Region unterzeichnet. Das Land Sachsen-Anhalt fördert diese Kooperation in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 1,4 Millionen Euro. Ziel ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Hallenser Leibniz-Institute für Pflanzenbiochemie (IPB) und für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) und des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben mit den thematisch korrespondierenden Fachbereichen der Martin-Luther-Universität zu intensivieren.

mehr beim idw

4.3.2011


Bodenkruste aus Grünalgen im Fichtenwald. Etwa 40% des weltweiten biologischen Stickstoffes wird in biologischen Krusten fixiert. Dadurch werden die Böden „gedüngt“, und ermöglichen eine Besiedlung höherer Pflanzen. Foto: Uni Rostock.

Neues Biodiversitäts-Projekt

Wie funktionieren Grünalgen als Pioniere in Bodenkrusten?

Der Rostocker Pflanzenwissenschaftler Prof. Dr. Ulf Karsten wird in den nächsten drei Jahren erstmals die genetische Vielfalt und physiologische Plastizität der Grünalge Klebsormidium aus Bodenkrusten entlang verschiedener Landnutzungsgradienten in drei Biodiversitäts-Exploratorien untersuchen. Diese Pionier-Gemeinschaften kommen in allen Klimazonen und auf allen Kontinenten der Erde vor, vor allem dort wo die Bodenfeuchte limitierend wirkt. Biologische Bodenkrusten spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie als Primärproduzenten fungieren, der Stickstofffixierung dienen, Wasser binden und den Boden stabilisieren.

mehr bei der Uni Rostock

4.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Amerikanische Öko-Landwirtschaft streitet über Abgrenzung zur Gentechnik

In der US-amerikanischen Öko-Landwirtschaft gibt es unterschiedliche Auffassungen über eine mögliche Koexistenz mit dem Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Vor allem größere Organic Food-Unternehmen sehen geringe Gentechnik-Beimischungen nicht als Widerspruch zum Qualitätsanspruch ihrer Produkte. Einige Anti-Gentechnik-Organisationen drängen dagegen auf eine "Nulltoleranz" ähnlich wie in Europa.

mehr bei TransGen

4.3.2011

Energiedichte in Biomasse erhöht

Ackerland wird knapper, weil die Nachfrage nach Biodiesel steigt. Pflanzenforscher suchen daher Wege, wie sie die Energiedichte in Pflanzen erhöhen können, um Ressourcen zu schonen. Amerikanischen Wissenschaftlern gelang es nun, Fettsäuren außerhalb des Samens der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana anzureichern, wie sie in der Fachzeitschrift Plant Biotechnology Journal schreiben.

3.3.2011

DebatteGrüne Gentechnik

Tagung „Biologische Sicherheitsforschung im Dialog“

Seit mehr als 20 Jahren fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte der biologischen Sicherheitsforschung bei gentechnisch veränderten Pflanzen. Schwerpunkte der laufenden Forschungsinitiative (Förderperiode 2008 - 2011) sind die Entwicklung und Überprüfung der Zuverlässigkeit biologischer Confinement-Methoden zur Einschränkung des Gentransfers über Pollen oder Samen sowie die Umweltauswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen. In der eintägigen öffentlichen Veranstaltung „Biologische Sicherheitsforschung im Dialog“ werden am 30. März 2011 die Forschungsaktivitäten der verschiedenen Forschungsverbünde präsentiert und diskutiert. Die Tagung findet in Berlin-Mitte statt.

ganzes  Programm (pdf-Datei, 3,5 MB)
zur Anmeldung bei Biosicherheit

3.3.2011

Kleinstes Chloroplasten-Genom entdeckt

Wissenschaftler haben das Chloroplasten-Genom einer Orchideenart unter die Lupe genommen, die parasitisch vollständig unter der Erde lebt und daher keine Photosynthese zur Energiegewinnung betreiben kann. Was sie fanden, war das bisher kleinste Chloroplasten-Genom, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Molecular Biology and Evolution schreiben.

3.3.2011

Leibniz-Medaille an Prof. Dr. Fotis C. Kafatos und Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker

Mit der Verleihung der Leibniz-Medaille an die Wissenschaftler Prof. Dr. Fotis C. Kafatos und Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker würdigt die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften deren besondere Verdienste bei der Gründung und beim Aufbau des European Research Council (ERC).

2.3.2011

Excellenzcluster für Pflanzenwissenschaften eine Runde weiter

Die Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf hat gemeinsam mit der Uni Köln mit ihren Anträgen für das Exzellenzcluster "CEPLAS Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften – von komplexen Eigenschaften zu synthetischen Modulen" die erste Hürde in der Exzellenzinitiative genommen.

mehr bei der HHU

2.3.2011

Unternehmen suchen Strategien für die Zeit nach dem Öl

Forscher in aller Welt untersuchen die Einsatzmöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen. Diese sollen künftig das knapper werdende Erdöl ersetzen und die Industrie am Laufen halten. Welche Anwendungen schon heute möglich sind, und welche Herausforderungen es noch zu meistern gilt, darüber tauschten sich Experten aus aller Welt in Amsterdam aus. Dort fand Ende Februar die Industrial Biotech World Europe 2011 statt.

mehr bei Biotechnologie

2.3.2011

OpenUp! Pflanzensammlungen dem Publikum digital öffnen

Der Titel des neuen EU-Projektes OpenUp! steht für die Öffnung von über einer Million naturkundlicher Multimediaobjekte für die breite Öffentlichkeit. OpenUp! wird vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin koordiniert. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit 3,5 Millionen Euro für drei Jahre. Zum Projektstart treffen sich am 9. März 2011 im Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 23 führenden naturkundlichen Institutionen aus 12 europäischen Staaten.

mehr beim idw

2.3.2011

Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die neue Förderung „Bundesprogramm Biologische Vielfalt" stößt auf reges Interesse. Zur heutigen Auftakt- und Informationsveranstaltung der Bundesregierung in Bonn haben sich rund 300 Institutionen, Verbände und interessierte Einzelpersonen angemeldet. Aufgrund des großen Interesses wird am 5. April eine weitere Informationsveranstaltung in Bonn stattfinden. Mit dem Bundesprogramm werden Vorhaben gefördert, denen im Rahmen der Nationalen Strategie eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter und maßstabsetzender Weise umsetzen.

1.3.2011

Algen vor der Kamera

Auf dem Portal sciencemovies sind nun acht Filme zu sehen, die Einblick in aktuelle Forschungsprojekte von Wissenschaftlern aus ganz Deutschland geben. Mit dabei ist auch die Arbeit eines Filmteams der Friedrich-Schiller-Universität Jena, in dem Nachwuchs-Biochemikerinnen ihren Forscheralltag dokumentieren und über die biochemische Verständigung zwischen Algen berichten. Das Portal wird von der VolkswagenStiftung gefördert. "Ziel von sciencemovies ist es, innovative Wege der Wissenschaftskommunikation aufzuzeigen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln und die Medienkompetenz von Wissenschaftlern im Umgang mit Bewegtbild-Kommunikation zu stärken", erklärt Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.

mehr beim Portal Sciencemovies

1.3.2011

Erhebliche Klimarisiken für Afrikas Bauern: IPCC lag richtig

Für die Ernteerträge von Afrikas Bauern ist der Klimawandel ein Risiko. Diese Aussage im letzten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) war vor einem Jahr teils heftig attackiert worden – sie sei nicht wissenschaftlich fundiert, so die Kritik, die damit auf die Glaubwürdigkeit des Weltklimarats zielte. Eben diese Aussage wird aber nun von der neueren Forschung bestätigt, schreiben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in der US-Fachzeitschrift PNAS.

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1.3.2011


Samen der Nachtkerze enthalten die Fettsäure Gamma-Linolensäure. Foto: ©Arnold www.awl.ch.

Ausstellung

Kräuter, Drogen und Extrakte im Gartenbaumuseum Erfurt

Unter dem Titel „Kräuter, Drogen und Extrakte – Pflanzenwirkstoffe im Alltag“ beginnt im März eine Sonderausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt zur besonderen Rolle der nachwachsenden Rohstoffe im Gartenbau. Sie zeigt, wo uns überall pflanzliche Inhaltsstoffe in Alltagsprodukten begegnen: Koffein befindet sich in Sonnenschutzmitteln, mit Pfefferminzöl kann das Keimen von Kartoffeln gehemmt werden, ein Extrakt aus Chrysanthemen wirkt gegen Insektenbefall, Inhaltsstoffe des Efeus helfen bei Husten und mit Seifenkraut kann man schmutzige Wäsche waschen. Die neue Ausstellung des Deutschen Gartenbaumuseums Erfurt zeigt die Vielfalt pflanzlicher Wirkstoffe vom 6. März bis zum 31. Oktober 2011, berichtet die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

mehr bei der FNR


Botanikertagung

Abstracts und Anmeldungen - frühe Zimmer-Reservierung empfohlen

Seit Anfang Februar können sich Interessierte für die Botanikertagung auf der Website anmelden und online ihre Abstracts einreichen. Die Organisatoren empfehlen, möglichst frühzeitig Zimmer zu reservieren, da gleich anschließend der berühmte Berlin-Marathon stattfindet, der rasch zu ausgebuchten Hotels führt.

Programm im
Flyer zur Botanikertagung (pdf-Datei)
Zur Registrierung und Abstract-Anmeldung:
  http://www.botanikertagung2011.de

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