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30.9.2010
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Genveränderte Pflanzen erfassen
Der VDI gibt mit der neuen Richtlinie VDI 4330 Blatt 10 die Standards zur Erfassung gentechnisch veränderter Pflanzen und möglicher Auskreuzungen vor. „Monitoring von gentechnisch veränderten Pflanzen; Floristische Kartierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), ihren Kreuzungspartnern und Kreuzungsprodukten“ beschreibt das Verfahren mithilfe floristischer Kartierungen. Die Richtlinie VDI 4330 Blatt 10 ist ab Oktober zum Preis von 71,80 € beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich.
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30.9.2010
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Neues Projekt: BioFung
Pilze auf Raps erforschen
Wissenschaftler der Universität Göttingen untersuchen eine sich schnell ausbreitende Pilzerkrankung bei Rapspflanzen. Der Pilz mit dem Namen Verticillium longisporum gedeiht in der lebenden Pflanze und führt zu großen Ertragsausfällen. Ziel des Projekts BioFung ist es, das Wachstum des Pilzes in der lebenden Pflanze zu kontrollieren und den Pflanzenschutz zu verbessern. Das Ministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt mit 1,9 Millionen Euro.
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30.9.2010
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Projekt: AEGRO
Verlust der Artenvielfalt gefährdet die Ernährungssicherheit
Auf einem internationalen Symposium diskutierten 84 Wissenschaftler aus 38 Ländern Strategien zur Erhaltung, Förderung und nachhaltigen Nutzung genetischer Vielfalt unserer Kulturpflanzen und mit ihnen verwandter Wildarten. Diese sind essentiell für die Ernährungssicherung. Das Projekt AEGRO stand im Mittelpunkt. Dazu entwickeln Wissenschaftler aus acht EU-Ländern unter Koordination des Julius Kühn-Instituts (JKI) Strategien, Methoden und Werkzeuge, um gefährdete Wildpflanzenarten sowie Landsorten zu erhalten, die mit unseren Kulturpflanzen wie Hafer, Raps, Rüben oder Kirschen verwandt sind.
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30.9.2010
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TU München feiert 10jähriges Bestehen seiner Life Science-Fakultät in Weihenstephan
Mit hochrangigen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft hat der Präsident der Technischen Universität München (TUM), Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, am 30. September das zehnjährige Bestehen des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt (WZW) gefeiert. Die Fakultät gilt als eine der modernsten interdisziplinären Fakultäten für Life Sciences im deutschsprachigen Raum und ist unter Wissenschaftsmanagern gleichzeitig als Ergebnis eines umfassenden, konsequenten Reformprozesses bekannt.
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30.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Bt-Eiweiß gelangt in Bäche und Flüsse ökologische Auswirkungen unklar
Seit einigen Jahren wird diskutiert, ob Bt-Protein aus gentechnisch verändertem Mais in Gewässer gelangen und die dort lebenden Insekten schädigen kann. In den USA, wo inzwischen auf rund zwei Dritteln der Maisanbaufläche Bt-Mais wächst, ist dazu eine neue Studie erschienen.
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29.9.2010
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Pflanzen fit machen
Erhöhte Widerstandsfähigkeit von Pflanzen steht im Fokus beim vierten internationalen Workshop der DFG-Forschergruppe FOR 666 in Schloss Rauischholzhausen. Die Veranstaltung, zu der Wissenschaftler aus mehreren Ländern anreisen, beschäftigt sich mit neuen Möglichkeiten, Pflanzen gezielt gegen Krankheiten zu stärken, wie beispielsweise vor dem Befall mit toxischen Fusariumpilzen, oder sie fit gegen abiotischen Stress zu machen, der durch die Klimaveränderung entsteht. Organisator ist Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel vom Interdisziplinären Forschungszentrum der Justus-Liebig-Uni Giessen.
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29.9.2010
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Kapitalmarkt Biotechnologie
Zum zwölften Mal ist die Sonderausgabe „Biotechnologie“ des GoingPublic Magazins erschienen, das sich als "modernes Kapitalmarktmagazin für Emittenten und Investment Professionals" beschreibt. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind die aktuelle Lage der deutschen Biotechnologie, weiße Biotechnologie, Bioregionen im Wettbewerb sowie Asien. Das Heft kostet 14,80 Euro (incl. MwSt., zzgl. 1,80 Euro Versand).
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28.9.2010
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Siebtes BMBF-Nachhaltigkeitsforum
Das BMBF-Forum über Research for Sustainable Development International wird vom 2. bis 4. November im Berliner Conferenzentrum Axica stattfinden. Die Bundesbildungsministerin, Prof. Dr. Annette Schavan, wird die Konferenz eröffnen, die internationale Kooperationen fördern will und Innovationen für den Klima- und Ressourcenschutz unterstützt.
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28.9.2010
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Neue Website zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt
Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMU Ursula Heinen-Esser stellte heute auf dem 30. Deutschen Naturschutztag in Stralsund die neue Website der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) vor. Eine zentrale Informationsplattform fasst alle Informationen zur NBS zusammen und berichtet umfassend über die Prozesse, Initiativen und Entwicklungen im Umsetzungsprozess der NBS.
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28.9.2010
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Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GFK) hat die vierzehnte Fortschreibung des Datenmaterials (2008/2009) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen verabschiedet. Der neueste GWK-Bericht zeigt, dass der Anteil von Frauen an den verschiedenen Qualifikationsstufen und beruflichen Positionen in Wissenschaft und Forschung langsam weiter ansteigt. Im Berichtszeitraum (2008/2009) gab es in Deutschland 6.725 Professorinnen; dies entspricht einem Frauenanteil von 17 %.
mehr bei der GWK (pdf-Datei)
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28.9.2010
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Mit uralter RNA der Züchtung auf der Spur
Die Urahnen unsere Kulturpflanzen gab es schon in der Jungsteinzeit. Im Laufe der letzten Jahrtausende haben sich Reis, Kürbis und Teosinte die Urform des Mais und alle anderen Kulturpflanzen unter dem Einfluss von Ackerbau und Züchtung stark verändert. Wie und wann sich der Wandel von den winzigen Ähren der Teosinte zu prallen Maiskolben vollzog, wissen wir heute noch nicht genau. Neue Forschungsansätze verfolgen jetzt Hinweise aus RNA-Sequenzen von Samen aus den Ursprungszeiten des Pflanzenanbaus.
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28.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Neue Studie: Bt-Mais und Marienkäferlarven
Ob das Bt-Eiweiss den Marienkäferlarven nun schadet oder nicht haben die Wissenschaftler Fernando Álvarez-Alfageme, Franz Bigler und Jörg Romeis von der Forschungsanstalt Agroscope ART in Reckenholz untersucht. Die Autoren vermuten, dass die bislang behauptete Giftwirkung des Bt-Eiweisses ein Artefakt ist, das auf mangelnde Sorgfalt bei Studiendesign und Versuchsdurchführung zurückzuführen sei. Sie weisen auf die Bedeutung von strengen Qualitätsmassstäben bei der Durchführung von Laborstudien zur Risikoabklärung von GVO-Nutzpflanzen hin. Entscheidungsträger sollten daher nicht nur die Aussage, sondern auch die Qualität der ihren Entscheidungen zugrundeliegenden Studien bewerten wenn es ihnen tatsächlich um fachlich fundierte Entscheidungen geht, und nicht nur um die Bestätigung bereits vorgefasster Meinungen.
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27.9.2010
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Konferenz
Ozeane versauern schneller als je zuvor in der Erdgeschichte
Das Treibhausgas Kohlendioxid führt nicht nur zu einer Erwärmung des globalen Klimas und damit auch der Meere, sondern auch zunehmend zu einer Versauerung der Ozeane. Ihre jüngsten Ergebnisse zum Thema Ozeanversauerung werden über 200 Wissenschaftler in der nächsten Woche auf der ersten gemeinsamen Konferenz der Großprojekte EPOCA (European Project on Ocean Acidification), BIOACID (Biological Impacts of Ocean ACIDification) und UKOARP (UK Ocean Acidification Research Program) diskutieren.
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27.9.2010

Bei sexueller Fortpflanzung bildet der Pilz einen Fruchtkörper. Foto und ©: TU Wien.
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Wissenschaft verhilft Pilzen zur geschlechtlichen Vermehrung
Der für asexuell gehaltene Schimmelpilz Trichoderma reesei wurde an der TU Wien mit biochemischen Tricks zur sexuellen Fortpflanzung veranlasst. Das könnte helfen, in Zukunft billigeren Biotreibstoff herzustellen. Für diesen für die Biotechnologie wichtige Entwicklung wird die Biotechnikerin Verena Seidl-Seiboth vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften am 28. September 2010, von der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie ausgezeichnet.
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27.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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EU-Koexistenz-Empfehlungen für Gentechnik-Mais präsentiert
Verbraucherschutzkommissar John Dalli hat auf der heutigen Sitzung des EU-Agrarministerrats einen Report des "Europäischen Koexistenz-Büros" vorgelegt. Darin werden verschiedene Maßnahmen aufgeführt, mit denen Vermischungen von gentechnisch verändertem und konventionellem Mais minimiert werden können.
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27.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Ist die nationale "Selbstbestimmung" bei gentechnisch veränderten Pflanzen schon gescheitert?
Der Vorschlag der EU-Kommission, die Entscheidung über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen den Mitgliedsstaaten zu überlassen, findet offenbar wenig Unterstützung. Neben Frankreich, Italien und Spanien sprach sich auf der heutigen Sitzung des EU-Agrarministerrats in Brüssel auch Deutschland eindeutig gegen solche Pläne aus.
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27.9.2010
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Arznei- und Gewürzpflanzen als Leistungsförderer in der Schweineproduktion
Unter der Federführung des Institutes für Pflanzenbiologie der Technischen Universität Braunschweig, dem Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius-Kühn Instituts (JKI) und dem Institut für Tierernährung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) wollen Wissenschaftler in den kommenden drei Jahren pflanzliche Leistungsförderer aus Gewürz- und Arzneipflanzen entwickeln und testen.
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24.9.2010

Ameisen der Gattung Crematogaster befreien eine Limabohne (Phaseolus lunatus) von einem Frassfeind. Foto: Christian Kost, MPI chemische Ökologie.
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Rotlicht steuert Nektarfluss
Blühende Pflanzen produzieren Nektar, um bestäubende Insekten anzulocken. Einige Pflanzenarten wie die Limabohne geben zusätzlich Nektar aus so genannten extrafloralen Nektarien ab, um beispielsweise Ameisen zur Abwehr ihrer Fraßfeinde anzulocken. Wissenschaftler des Jenaer Max Planck Instituts (MPI) für chemische Ökologie haben jetzt herausgefunden, dass die Regulation der extrafloralen Nektarproduktion durch Licht gesteuert wird. Mithilfe eines bestimmten Lichtsensors, dem Phytochrom, konnten die Pflanzen nicht nur Tag und Nacht unterscheiden, sondern sie passten die Nektarabgabe den aktuellen Lichtverhältnissen an, wie die Forscher im Fachmagazin PNAS Early Edition schreiben.
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24.9.2010

Forschungsverbund BEST, Grafik: Uni Göttingen
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Bund fördert Forschung zur Nutzung von Biomasse mit vier Millionen Euro
Forscher der Universität Göttingen wollen untersuchen, wie Biomasse künftig günstig und ökologisch unbedenklich erzeugt und optimal ausgenutzt werden kann. Das Forschungsvorhaben BEST (Bioenergie Regionen stärken neue Systemlösungen im Spannungsfeld ökologischer, ökonomischer und sozialer Anforderungen) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden vier Jahren mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert. Neben 21 Abteilungen der Universität Göttingen sind noch zehn weitere Partner beteiligt.
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24.9.2010
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Digitaler Apothekergarten in Düsseldorf
Der "Digitaler Apothekergarten" entstand, um Studierende der Pharmazie, Biologie und Medizin über die gesamte Vegetationsperiode zu informieren. Im Botanischen Garten ist es jetzt möglich, direkt vor dem lebenden Objekt als ganzheitliche Lernerfahrung Inhaltstoffe, Anwendungsgebiete, botanische Hintergründe und Vieles mehr einzusehen.
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23.9.2010
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Aachener Erklärung: Empfehlungen zur Struktur von biotechnologischen Studiengängen
Deutschlands Ausbildungslandschaft ist zurzeit heterogen und von vielen Insellösungen geprägt, Lehrinhalte divergieren sehr stark. Eine Harmonisierung ist daher notwendig. Auf der gemeinsamen Jahrestagung von Verfahrenstechnikern und Biotechnologen in Aachen verabschiedete die Fachgemeinschaft Biotechnologie der DECHEMA - Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. deshalb Grundsätze zur Struktur von wissenschaftlichen Studiengängen im Fach Biotechnologie.
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23.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen
Die Zulassung von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen sorgt in Europa immer wieder für Streit. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommt in ihrer Bewertung von neuen gv-Pflanzen immer wieder zu der gleichen Einschätzung: Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine Hinweise auf ein Risiko. Politisch dagegen ist die Zulassung schon umstrittener. Innerhalb der Europäischen Kommission gibt es in dieser Frage keine Einigkeit. Im komplizierten, mehrstufigen und mehrjährigen Zulassungsprozess hat bisher die Politik das letzte Wort. Nun wurde ein neuer Vorschlag auf den Tisch gelegt.
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22.9.2010
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Pflanzengenetikerin Isabel Bäurle erhält 1,65 Millionen Euro Preisgeld
Dr. Isabel Bäurle vom John-Innes-Centre in Norwich, Großbritannien, ist eine der diesjährigen Preisträgerinnen des renommierten Sofja Kovalevskaja Preises, der von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergeben wird. Die mit jeweils 1,65 Millionen Euro dotierte Auszeichnung soll jungen Wissenschaftstalenten den Aufbau eigener Forschungsgruppen an deutschen Gasteinrichtungen ermöglichen. Frau Bäurle wird fünf Jahre lang am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam als Gast von Molekularbiologe Prof. Dr. Bernd Müller-Röber am Gedächtnis der Arabidopsis (Ackerschmalwand) zeigen, wie Pflanzen auf molekularer Ebene Umwelteinflüsse wie beispielsweise Hitze speichern und wie Pflanzen überhaupt ohne Nervensystem ein zelluläres Gedächtnis entwickeln.
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22.9.2010
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Preis an Biophysiker für Photorezeptor-Proteine
Damit Pflanzen zum Licht hin wachsen können, werden auf molekularer Ebene sogenannte Photorezeptor-Proteine aktiv. Dies macht sich die Optogenetik zunutze, ein neues Forschungsgebiet, in dem es Wissenschaftlern wie dem Biophysiker Andreas Möglich darum geht, genetisch modifizierte Zellen mit Hilfe von Licht zu beeinflussen oder zu steuern. Anreas Möglich will die Funktion natürlicher Photorezeptoren genauer erforschen, um künstliche Photorezeptoren herzustellen. Diese künstlichen Lichtschalter können in Zielorganismen eingesetzt und genutzt werden, etwa um das Verhalten von Versuchstieren wie Würmern oder Fruchtfliegen berührungslos zu steuern oder Zellen zu therapeutischen Zwecken zu stimulieren.
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22.9.2010
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"2013-Ziel"
Resolution zur biologischen Vielfalt verabschiedet
Über 500 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus 34 Nationen haben auf der kürzlich beendeten Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (GfÖ) in Gießen über die Zukunft der biologischen Vielfalt diskutiert. Als "2013-Ziel" schlagen sie die Neuformulierung der EU Biodiversitätspolitik auf der Basis von sieben Maßnahmen vor:
- Biodiversitätsschutz für ganze Regionen,
- Etablierung eines Systems zur Erfassung und Prognose der Biodiversität,
- Einbeziehung der ökonomischen Folgen des Biodiversitätsverlusts in wirtschaftliches Handeln
- Gleichzeitige Bekämpfung von Biodiversitätsverlust und Klimawandel,
- Übernahme von Verantwortung für die globale Biodiversität durch die EU,
- die Ausbildung und Beschäftigung von Biodiversitätsexperten,
- Verstärkte Förderung der Biodiversitätsforschung
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22.9.2010
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Erstes Genom eines Wolfsmilchgewächses entziffert
In einer Arbeitsversion liegt nun das Genom des Rizinus vor. Aufgrund ihrer Bedeutung als Öl- und Pharmapflanze ist die Entschlüsselung für Forschung und Wirtschaft bedeutsam.
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21.9.2010
Jahr der Biodiversität
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UN-Sonderversammlung Biodiversität
Anlässlich des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt findet morgen eine Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen (UN) statt. Hochrangige Staatsvertreter, wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen beraten darüber, wie in Zukunft die Erhaltung der Vielfalt der Ökosysteme, der Tier- und Pflanzenarten sowie deren genetischer Vielfalt als Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen weltweit gelingen kann.
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20.9.2010
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Wie Zucker transportiert wird
Dass Pflanzen, die viel Zucker speichern, süß schmecken, ist bekannt. Neu ist hingegen, dass diese Pflanzen auch mehr Ertrag bringen und sich als deutlich resistenter gegen Kälte erweisen. Warum das so ist, haben Wissenschaftler jetzt genauer untersucht. Bei der Suche nach den molekularen Mechanismen des Protonen-getriebenen Zuckertransports tat sich Ekkehard Neuhaus von der Uni Kaiserslautern mit Rainer Hedrich von der Uni Würzburg zusammen. Ihre Ergebnisse über den TMT1 genannten Zuckertransporter publizierten sie nun in der Fachzeitschrift Plant Physiology.
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20.9.2010
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Pflanzeninhaltsstoffe sollen Nahrungsmittel gesünder machen
Unter der Federführung des Steinbeis-Europa-Zentrums haben sich 17 Netzwerkpartner aus Industrie, Forschung und Marketing zusammengeschlossen, um das Thema „Bioaktivität und Gesundheit“ in Baden-Württemberg voranzutreiben. Das Netzwerk konzentriert sich auf bioaktive pflanzliche Inhaltsstoffe mit einer positiven, vorbeugenden Wirkung auf die Gesundheit.
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20.9.2010
Jahr der Biodiversität

Im Interview: Prof. Christoph Görg ist der Leiter des Department Umweltpolitik am Helmholtzzentrum für Umweltforschung Leipzig und Mitglied der deutschen Delegation der CBD. Foto: UfZ Leipzig und NeFo
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Interview
UN-Vollversammlung soll "Weltbiodiversitätsrat" IPBES einrichten
Die UN-Vollversammlung hat dieses Jahr erstmals einen Sondertag zur Biodiversität eingerichtet. Hier sollen die Staatenvertreter am Mittwoch den 22. September den Auftrag für das internationale wissenschaftliche Beratungsgremium IPBES (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) erteilen. Die Einrichtung des Gremiums gilt als sicher. IPBES soll - ähnlich dem IPCC in Klimafragen - die wissenschaftlichen Grundlagen für politische Entscheidungen, die die Nutzung und die Erhaltung der Biodiversität betreffen, aus bestehenden wissenschaftlichen Studien zusammentragen. Prof. Christoph Görg, Mitglied der deutschen Delegation der CBD, sprach im NeFo-Interview über Chancen und Herausforderungen der neuen Einrichtung.
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20.9.2010
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Neun Helmholtz-Nachwuchsgruppen aus den Biowissenschaften
Jede zweite der insgesamt 18 neuen Nachwuchsgruppen der Helmholtz-Gemeinschaft kommt in diesem Jahr aus den Biowissenschaften. Seit dem Jahr 2003 werden junge Wissenschaftler ausgewählt, die mit einem Jahresbudget von mindestens 250.000 Euro und der Option auf eine unbefristete Anstellung rechnen dürfen.
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20.9.2010
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Vergleich
Landwirtschaft USA vs. Deutschland
Klima und Feldgrößen sind anders, auch die Einstellung zu gentechnisch veränderten Organismen. Dennoch nähern sich die amerikanische und die deutsche Landwirtschaft einander an, dank des Sortenschutzes bleibt ein Vorteil für Deutschland.
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17.9.2010
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Erdbeeren: Züchtung, Geduld und Molekularbiologie
Forscher der TU München (TUM) wollen gute Erdbeeren noch besser machen. Gemeinsam mit spanischen und französischen Wissenschaftlern hat eine Gruppe um Professor Schwab vom Fachgebiet Biotechnologie der Naturstoffe dabei besonders jene Erdbeer-Gene im Visier, die für deren gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe verantwortlich sind. Sind diese Gene bekannt, können kurze Erbgutabschnitte davon als Markierung dienen, um die Gene in Früchten schnell zu finden. Mit diesem Wissen möchte das Team die Züchtung besonders gesunder Erdbeerfrüchte ermöglichen.
mehr bei der TUM
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17.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Gentechnik-freie Regionen
John Dalli: bald "technische Lösung" für Gentechnik-Spuren
EU-Verbraucherschutzkommissar John Dalli will das Problem geringfügiger Beimischungen nicht zugelassener gentechnisch veränderter Organismen in Agrarimporten entschärfen. Auf der europäischen Konferenz der "gentechnik-freien" Regionen kündigte er schon bald eine "technische Lösung" an. Dalli wies auch auf die neuen Möglichkeiten für die EU-Mitgliedstaaten hin, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen strenger zu regulieren.
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16.9.2010
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Nachwachsende Rohstoffe
Biopolymere: Perspektiven-Technologien-Märkte
Am 11. September treffen sich alle Interessierten zum zweiten Kooperationsforum Biopolymere im Herzogschloss Straubing. Dort berichten Experten aus Industrie und Wissenschaft über Chancen und Anwendungen biobasierter Polymere. Im Vordergrund stehen jüngste Entwicklungen in Biotechnologie und Verfahrenstechnik zur gezielten Gewinnung und Verarbeitung von Biopolymeren sowie deren Einsatz in ausgewählten Bereichen, wie Automobil-, Textil- und Konsumgüterindustrie.
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14.9.2010
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Ionenkanal hilft Wasser sparen
Einen Ionenkanal, mit dem sich Pflanzen vor dem Austrocknen schützen, haben Würzburger und Züricher Forscher entdeckt. Seine Besonderheit: Er funktioniert ähnlich wie Ionenkanäle, die bei Menschen und Tieren auftreten. Den Kanal haben die Pflanzenwissenschaftler der Uni Würzburg und der Uni Zürich in der Zeitschrift The Plant Journal beschrieben.
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14.9.2010
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BASF: Panne mit gv-Kartoffel Amadea war menschliches Versagen
Nach dem Auftauchen einer nicht zugelassenen Sorte von gentechnisch veränderten (gv) Kartoffeln auf einem Feld in Schweden hat der Chemiekonzern BASF nach Angaben der EU-Kommission menschliches Versagen als plausibelsten Grund für die Panne genannt.
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14.9.2010
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Regierung gibt keine zusätzlichen Anreize für Forschung
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist enttäuscht von den Plänen der Bundesregierung, die steuerliche Forschungsförderung vorerst auf Eis zu legen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der SPD-Fraktion zur steuerlichen Forschungsförderung hervor. Der VCI-Geschäftsführer, Dr. Gerd Romanowski, hofft, dass das noch nicht das letzte Wort der Regierung ist.
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10.9.2010
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Amerikaner wollen gegen gv-Zuckerrüben klagen
Die amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA will weiterhin den begrenzten Anbau gentechnisch veränderter (gv) Zuckerrüben unter kontrollierten Bedingungen erlauben. Umwelt- und Verbraucherorganisationen haben deswegen eine weitere Klage angekündigt.
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9.9.2010

Anbau nachwachsender Rohstoffe in Deutschland 2010. Quelle: FNR
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Biogasfläche legt weiter zu
Nachwachsende Rohstoffe wurden zur Ernte 2010 auf rund 2,15 Millionen Hektar angebaut. Nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) dienen rund 18 Prozent der heimischen Ackerfläche oder rund 2,15 Mio. Hektar der Erzeugung von pflanzlichen Rohstoffen für Energieerzeugung und Industrie. Den größten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Produktion von Energiepflanzen für Biogasanlagen, die von 530.000 auf ca. 650.000 Hektar zulegte. Damit sind nachwachsende Rohstoffe auch ein bedeutendes Standbein der deutschen Landwirtschaft.
mehr bei der FNR
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8.9.2010
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Rat übergibt erstes Bioökonomie-Gutachten an die Bundesregierung
In dem Papier betont der BioÖkonomieRat die Steigerung der Biomasse-Ertragsmengen und effizientere Produktionsverfahren im Nahrungsmittel- und Energiebereich, wie anlässlich dessen Überreichung an Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bekannt wurde. Der Rat empfiehlt darüber hinaus, die Bioökonomie wesentlich stärker interdisziplinär und systemisch entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufzustellen. Der Biotechnologie kommt darin eine wichtige Rolle zu.
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8.9.2010
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Wachsen Pflanzen in allen Instituten gleich?
Inwieweit sich das Wachstum und die Ausbildung der Phänotypen zwischen verschiedenen Laboren vergleichen lässt, haben Pflanzenforscher nun untersucht. Dazu zogen sie drei Typen von Arabidopsis thaliana in zehn verschiedenen Laboratorien an und verglichen Wachstum sowie Stoffwechselprodukte miteinander. In vier Laboratorien entwickelten sich ähnliche Phänotypen, wohingegen sich die Pflanzen von anderen Instituten unterschieden.
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7.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Geringfügige Vermischung in Amflora-Kartoffeln in Schweden entdeckt
Die Firma BASF Plant Science hat im Zuge der eigenen Qualitätskontrollen sehr geringe Mengen von Amadea-Kartoffeln in Amflora-Feldern im Norden Schwedens entdeckt. Bereits Ende August wurde die schwedische Behörde informiert, nachdem BASF-Mitarbeiter während der regelmäßigen Kontrollgänge die Amadea-Pflanzen in Feldern mit Amflora-Kartoffeln festgestellt hatten. Die Felder dienen der Saatkartoffelproduktion der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora. Amadea ist eine weitere Stärkekartoffelsorte, für die das Unternehmen in der letzten Woche die EU-Zulassung beantragt hat.
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7.9.2010
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Mischanbau von Mais und Erdnuss steigert die Erträge um ein Drittel
Konkurrenz belebt das Geschäft ganz offensichtlich auch auf dem Acker. Denn die in Afrika und Asien verbreitete Praxis von Kleinbauern Mais, Weizen oder Erdnuss gleichzeitig auf einer gemeinsamen Parzelle anzubauen, bringt bis zu 30 % höhere Ernte-Erträge. Zu diesem Ergebnis kommen Agrarforscher vom Institut für Kulturpflanzenwissenschaften der Universität Hohenheim in einer aktuellen Studie, die sie im Rahmen eines deutsch-chinesischen Kooperationsprojekts durchführten. Eine Arbeit, die inzwischen internationale Aufmerksamkeit erregte: Von der American Society of Agronomy wurde die Studie in das Research Highlight Program 2010 aufgenommen.
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6.9.2010
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Pflanzenwissenschaftler ausgezeichnet
Während der heutigen Eröffnung der 57. Deutschen Pflanzenschutztagung an der Humboldt-Universität zu Berlin werden drei Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise dem Schutz unserer Kulturpflanzen verschrieben haben. Dr. Manfred Reschke erhält Otto-Appel-Denkmünze, die höchste Auszeichnung für seine Verdienste um den Pflanzenschutz. Die Anton de Bary-Medaille für langjährige Verdienste geht an Prof. Dr. Kurt Mendgen, der die Biologie von Rostpilzen erforscht. Den Julius Kühn-Preis für Nachwuchswissenschaftler erhält Dr. Patrick Schäfer, der die Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und dem Pilz, Piriformospora indica, untersucht.
Details beim idw
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6.9.2010
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Deutsche Pflanzenschutztagung: Gesunde Pflanze gesunder Mensch
Die größte deutschsprachige Fachveranstaltung der Phytomedizin und des Pflanzenschutzes tagt vom 6. 9.September 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ausrichter sind traditionell das Julius Kühn-Institut (JKI), die Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft (DPG) sowie der Deutsche Pflanzenschutzdienst. Die wissenschaftliche Fachtagung, die ihre Themen mit 720 Vorträgen und Postern aus allen Bereichen der Phytomedizin und des Pflanzenschutzes vorstellt, präsentiert sich größer als jemals zuvor.
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6.9.2010
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Trendwende im internationalen Naturschutz gefordert
Die Teilnehmer des internationalen Treffens zur Biologischen Vielfalt in Genf (Schweiz) einigten sich auf die "Erklärung von Genf", mit der sie den enormen Wert der biologischen Vielfalt und deren Leistungen für die Menschheit hervorheben und eine Trendwende in der internationalen Biodiversitätspolitik fordern. Auf Einladung der Schweiz hatten sich im informellen Rahmen die früheren und kommenden Vorsitzenden von Vertragsstaatenkonferenzen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) getroffen.
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3.9.2010
Jahr der Biodiversität
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Interview
„Ein Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume"
Durch REDDplus (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation in Developing Countries) sollen Entwicklungsländer durch Ausgleichszahlungen unterstützt werden, ihre Emissionen zu reduzieren. Diese unverbindliche Zusage der UN-Vertragsstaaten wird als eine der wenigen Erfolge der Klimakonferenz in Kopenhagen bezeichnet. Biodiversitätsforscher warnen jedoch, dass eine solche ökonomische Inwertsetzung von Wäldern, die nur deren Leistung als Kohlenstoffspeicher misst, zu kurz greift. Denn nach der Definition der Klimarahmenkonvention ist auch eine Plantage ein Wald. Dr. Till Pistorius vom Institut für Forst- und Umweltpolitik der Universität Freiburg sucht nach Wegen, wie sowohl Klimaschutz- als auch Biodiversitätsaspekte angemessen berücksichtigt werden können.
ganzes Interview bei NeFo
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3.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Neue Studie: Bt-Mais unschädlich für Marienkäfer
Gentechnisch veränderter Mais hat keine schädlichen Auswirkungen auf den Zweipunkt-Marienkäfer. Das ist das Ergebnis einer im August 2010 veröffentlichten wissenschaftlichen Studie. Damit widerspricht sie einer ähnlichen, 2008 erschienenen Untersuchung. Auf diese hatte sich Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner berufen, um das Anbauverbot von Bt-Mais MON810 in Deutschland zu begründen.
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| 2.9.2010 |
20 Jahre Graduiertenkollegs
Ein Erfolgsmodell wird zwanzig: Im September 1990 nahmen gleich mehrere Graduiertenkollegs der DFG zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ihre Arbeit auf. Sie sollten Doktorandinnen und Doktoranden aus der klassischen Einzelpromotion herausholen, sie in ihrer Selbstständigkeit stärken, zugleich die Promotion strukturieren und in ein Forschungsprogramm einbetten. Seitdem haben rund 20 000 Kollegiatinnen und Kollegiaten in Graduiertenkollegs ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen. Das erste biologische Kolleg hatte Prof. Dr. Dr. h.c. Erwin Beck, Ehrenmitglied der DBG, bereits 1987 in Bayreuth eingerichtet. Es trug den Titel „Pflanzen-Herbivoren-Systeme“ und war von der Bund-Länderkommission für Bildungsplanung gefördert worden.
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2.9.2010
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Genome von Weizen und Apfel geknackt
Dank moderner Turbo-Sequenzierverfahren knacken Forscher immer mehr Genome wichtiger Nutzpflanzen. Nun ist es britischen Wissenschaftlern gelungen, das gigantische Erbgut von Weizen nahezu vollständig zu entschlüsseln. Ihr Wissen um die ungefähre Abfolge der einzelnen Erbgutbausteine des Getreides wollen die Forscher nun Züchtern zugänglich machen. So sollen noch leistungsfähigere Weizensorten entstehen. Und ein italienisch-amerikanisches Team hat das Genom der Apfel-Sorte „Golden Delicious“ entziffert.
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2.9.2010
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VBIO: Thilo Sarrazin hat genetische Zusammenhänge falsch verstanden
Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat bei der Vorstellung seines neuen Buches “Deutschland schafft sich ab - Wie wir unser Land aufs Spiel setzen” provokante Thesen aufgestellt, die eine kontroverse Diskussion ausgelöst haben. In Bezug auf die Aussagen Sarrazins zur Genetik verwehrt sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) entschieden gegen jede Verfälschung und politische Instrumentalisierung biologischer Fakten. Sei es durch Thilo Sarrazin selbst, sei es durch andere Teilnehmer der derzeit laufenden öffentlichen und medialen Debatte.
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1.9.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Neue "Grüne Revolution" mit Hilfe gentechnisch optimierter Pflanzen
Die Fachgemeinschaft Biotechnologie der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. hat ein Positionspapier zur Grünen Gentechnik verfasst.
Grüne Gentechnik - Segen oder Fluch? Daran scheiden sich immer noch die Geister. Das Bundesverfassungsgericht prüft derzeit auf Antrag der Landesregierung von Sachsen-Anhalt das strenge deutsche Gentechnikgesetz auf dessen Verfassungskonformität. Vor der Verkündung des Urteils hat die Fachgemeinschaft Biotechnologie der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. nun Stellung zur grünen Gentechnik bezogen. In dem veröffentlichten Papier bezeichnet sie die Grüne Biotechnologie als notwendige Antwort auf die großen Herausforderungen, denen die Menschheit derzeit gegenüber steht.
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1.9.2010

Das Buch erschien am 25. August 2010 bei Wiley-VCH
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DBG-Mitglieder schrieben neues Lehrbuch über Pflanzenwissenschaften
So kompakt wie möglich und so ausführlich wie nötig wird die 1. Auflage des "Lüttge/Kluge/Thiel" einen neuen Standard unter den Botanik-Lehrbüchern setzen, ist der Verlag überzeugt. Das Lehrbuch umfasst die gesamten Pflanzenwissenschaften, von den allgemeinen und molekularen Grundlagen über Entwicklungs- und Systembiologie, Ökologie, Evolution und Biotechnologie bis hin zur Genomik, Proteomik, Metabolomik und Bionik.
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