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29.7.2010

Armleuchteralgen (Characeen) funktionieren als Filter. Foto: Ronny Marquardt, University of Rostock, Biosciences Aquatic Ecology.
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Pflanzenkläranlage: Algen sollen beim Nährstoffabbau in der Ostsee helfen
Der Biologe Ronny Marquardt, Doktorand des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock, untersucht mit seinen Kollegen, wie sich die Ostsee seit der Industrialisierung verändert hat. „Viele Nährstoffe sind durch Dünger und kommunale Abwässer in die Ostsee eingeleitet worden. Das hat dazu geführt, dass vor allem in den Küstengewässern die Wasserpflanzen zurückgegangen sind und die Algenbildung zugenommen hat“, sagt Marquardt. Jetzt sollen Gegenstrategien gefunden werden. Dabei spielen die Armleuchteralgen (Characeen) als Gewässerreiniger eine herausragende Rolle. Die Nährstoffablagerungen in der Ostsee deutlich zu reduzieren, wird aber noch Jahrhunderte dauern.
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29.7.2010

Yuri Kononov aus Moskau und Michael Friedrich aus Hohenheim entnehmen Proben im Khibiny-Gebirge auf der Halbinsel Kola. Foto: Michael Friedrich, Institut für Botanik der Universität Hohenheim.
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Paläo-Botanik belegt rapiden Temperaturanstieg in der Arktis
Teile der Arktis haben sich im letzten Jahrhundert zunächst abgekühlt. Seit 1990 steigen die Temperaturen jedoch auch dort stark an. Das geht aus einer Rekonstruktion der Sommertemperaturen der letzten 400 Jahre mit Hilfe von Baumringen aus Regionen nördlich des Polarkreises hervor. Dazu analysierten deutsche und russische Forscher das Baumwachstum auf der russischen Kola-Halbinsel und verglichen es mit drei ähnlichen Untersuchungen von anderen Orten in der Arktis. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachblatt Arctic, Antarctic and Alpine Research.
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28.7.2010
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DG-Umwelt bittet um Hilfe bei der Neugestaltung der Umweltverträglichkeitsprüfung
Die Europäische Kommission konsultiert die Öffentlichkeit für die Überarbeitung der Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die Konsultation betrifft u. a. das Screening von Projekten für die UVP, die Qualität des UVP-Verfahrens, die Harmonisierung der Prüfungsanforderungen in den Mitgliedstaaten, grenzüberschreitende Schwierigkeiten, wenn Vorhaben mehrere Mitgliedstaaten betreffen, die Rolle der Umweltbehörden und die Entwicklung von Synergien mit anderen EU-Politiken wie Klimawandel und biologische Vielfalt. Die Ergebnisse sollen bei der Überarbeitung im kommenden Jahr berücksichtigt werden. Alle interessierten Kreise Bürger, Stakeholder und Organisationen, die mit Umweltprüfungen befasst sind werden aufgefordert, sich bis zum 24. September 2010 zu beteiligen.
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28.7.2010
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Verbraucher kennen kaum Nutzen oder Risiken von Pflanzenschutzmitteln
Verbraucherinnen und Verbraucher wissen wenig über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln. Sie bekunden zwar großes Interesse am Thema, fühlen sich aber unzureichend informiert. Das ergab eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Auftrag gegeben worden war. Rund 70 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln verboten sind. Nur 23 Prozent der Befragten halten Pflanzenschutzmittel zur Herstellung von Lebensmitteln für notwendig. 54 Prozent der Teilnehmer wissen nicht, dass auch in der ökologischen Landwirtschaft Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen.
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28.7.2010
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Strauchbeeren gesundheitlich unbedenklich
Von Johannisbeeren und Himbeeren gehen keine gesundheitlichen Gefahren für die Verbraucher aus, stellt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig klar. Es widerspricht damit einer Presseerklärung der Umweltschutzorganisation Greenpeace.
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27.7.2010

Schwarzbeinige Weizenwurzel. Foto: Michael Schloter.
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Neuer Abwehrmechanismus bei Pflanzen
Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München haben herausgefunden, dass Pflanzen in der Lage sind, sich gegen Krankheitserreger zu schützen, indem sie biokontrollaktive Mikroorganismen fördern. Dies zeigten sie am Beispiel der durch Pilze verursachten Schwarzbeinigkeit, einer häufigen Erkrankung bei diversen Getreidesorten, wie sie in der Zeitschrift Applied and Environmental Microbiology schreiben. Sie zeigen im Detail, dass der Anbau von Gerste als Monokultur zu einer spezifischen Zusammensetzung der Mikroflora im Wurzelraum führt, die einen besonders wirksamen Schutz gegen den Schadpilz bietet. Der beteiligte Prof. Michael Schloter erklärt: „Wenn sich die Daten für andere Pflanzenkrankheiten bestätigen, könnten Biokontrollpopulationen durch geeignete Fruchtfolgen gesteuert und so der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitten reduziert werden“.
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| 27.7.2010 |
Neuer Forschungsverbund "Forplanta"
Pflanzen widerstandsfähiger machen
Kulturpflanzen widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Krankheitsbefall zu machen, ist das Ziel des neuen bayerischen Forschungsverbunds Forplanta: Pflanzen fit für die Zukunft. „Der Verbund will mit Hilfe moderner Technologien wie der Gen- und Genomforschung herausfinden, wie Pflanzen besser gegen diese Belastungen gewappnet werden können", erklärt Prof. Dr. Uwe Sonnewald vom Lehrstuhl für Biochemie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Seine Arbeitsgruppe ist am Verbundprojekt beteiligt, die das bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in den kommenden drei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro fördert.
mehr bei der FAU
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26.7.2010
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ERC: 661 Millionen für Nachwuchsforscher
Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat die vierte Ausschreibungsrunde zur Förderung von Nachwuchsforschern gestartet. Bis zum 9. November 2010 können sich Biowissenschaftler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, um einen hochdotierten ERC Starting Grant bewerben. Für diese Ausschreibungsrunde stellt der ERC die Rekordsumme von 661 Millionen Euro zur Verfügung, damit wurde das Fördervolumen um mehr als ein Viertel im Vergleich zur dritten Ausschreibungsrunde aufgestockt.
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26.7.2010

Professor Dieter Strack, Geschäftsführender Direktor des IPB geht in den Ruhestand. Foto: IPB
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IPB Halle
Verabschiedung des Geschäftführenden Direktors
Mit einem Festkolloquium wird das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle seinen Geschäftsführenden Direktor und Leiter der Abteilung Sekundärstoffwechsel Professor Dieter Strack in den Ruhestand verabschieden. Die Veranstaltung mit einer Vielzahl geladener Gäste aus Wissenschaft und Politik findet am 30. Juli 2010 um 13:00 Uhr im Kurt-Mothes-Saal des IPB statt.
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23.7.2010
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Strategien im Chemischen Pflanzenschutz
Die Abschlusspublikation des Projekts "start2: Strategien zum Umgang mit hormonell wirksamen Agrarchemikalien" fasst die neu entwickelten Strategien im chemischen Pflanzenschutz zusammen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt wurde klar: nur gemeinsam können Industrie, Landwirtschaft und Wasserwirtschaft die Risiken im chemischen Pflanzenschutz minimieren.
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23.7.2010
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"Global Change Ecology" organisiert Summer School
Der Masterstudiengang Global Change Ecology im Elitenetzwerk Bayern organisiert mit Unterstützung des Bayerisch-Kalifornischen Hochschulzentrums (BaCaTec) eine Internationale Summer School zum Thema Assessing and Communicating the Loss of Biodiversity and Ecosystem Services - with Remote Sensing, Web Mapping, Regional Planning Tools and Life Cycle Assessment for Better Decision Support. Die Summer School wird vom 11. bis 15. Oktober im oberfränkischen Schloss Thurnau stattfinden. Leitthema ist die Bewertung von Verlusten von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen, die auf den globalen Wandel zurückzuführen sind.
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23.7.2010
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Neue Klimaziele für Bayern
Klimastrategie setzt auf biologische CO2-Speicher
Die bayerische Klimapolitik ist erfolgreich: Bereits heute liegt der energiebedingte CO2-Ausstoß im Freistaat pro Kopf und Jahr bei rund sechs Tonnen. Bis zum Jahr 2030 soll dieser Wert auf unter fünf Tonnen vermindert werden. Das betonte Dr. Markus Söder, Umweltminister, heute zum Auftakt der 3. Bayerischen Klimawoche in München. "Wir werden Bayerns Spitzenposition im Klimaschutz weiter ausbauen", so Söder. Dazu sollen u.a. wichtige natürliche CO2-Speicher, wie Wälder und Moore, bewahrt werden.
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23.7.2010
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10 Statements vom Kongress
Sekundäre Pflanzenstoffe in der Ernährung
Sie machen Chilis scharf, Pampelmusen bitter, färben Tomaten rot und lassen beim Zwiebel schneiden die Augen tränen: Unter dem Dachbegriff „Sekundäre Pflanzenstoffe“ werden zehntausende von pflanzlichen Verbindungen zusammengefasst. Eine aktuelle Übersicht über den Stand der ernährungswissenschaftlichen Forschung gab der diesjährige Journalisten Workshop „Tausendfach Gesundes!“, der am 11. und 12. Juni 2010 vom Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. in Kooperation mit dem Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durchgeführt wurde. Die zehn wichtigsten Fakten aus den gehaltenen Vorträgen werden in der Pressemitteilung präsentiert.
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22.7.2010
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Aktuelle MAK- und BAT-Werte-Liste mit 61 Änderungen und Neuaufnahmen vorgelegt
Mit neuen Daten zu 61 Stoffen hat die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die MAK- und BAT-Werte-Liste 2010 vorgelegt. Diese Werte zur Klassifizierung gesundheitlicher Risiken bei Stoffen am Arbeitsplatz sind in diesem Jahr angepasst worden. So nutzt die Kommission nun ein neues Umrechnungsverfahren, das in ähnlicher Form auch im europäischen Rahmen (REACH) verwendet wird, falls ein MAK-Wert aus Tierversuchen mit oraler Aufnahme von Stoffen abgeleitet ist.
mehr bei der DFG
(zusammenfassende Pressemitteilung)
ganze Liste bei der DFG
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22.7.2010
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Umfrage
Umwelt wichtiger als Wirtschaft
Globale Erwärmung und Treibhauseffekt, schmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel, Trockenheit und Wassermangel: Kaum ein Thema beherrscht die Medien so durchgehend wie die Klimaproblematik. Auch die Bevölkerung des Ruhrgebiets bleibt davon nicht unbeeindruckt. Klimawandel und Umweltpolitik sind die Themen, die die Menschen dort stark interessieren. Das ergab eine Umfrage des Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), einem An-Institut der Universität Duisburg-Essen.
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22.7.2010
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Vattenfall: Algenzucht-Anlage zur CO2-Verwertung in Betrieb
Der Energiekonzern Vattenfall hat am Standort seines Braunkohlekraftwerks im brandenburgischen Senftenberg eine Algenzuchtpilotanlage in Betrieb genommen. In dem Forschungsprojekt sollen Mikroalgen das Treibhausgas Kohlendioxid aus den Abgasen des Kraftwerks filtern. Wie Vattenfall beim Projektstart am 22. Juli mitteilte, werde zunächst untersucht, welche Algenarten sich besonders für die Zucht mit CO2 aus der Verbrennung von Braunkohlenstaub eigneten und wie die Klimabilanz ausfällt.
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21.7.2010

Maisacker im Juli 2010: Gerade einmal hüfthoch stehen die Pflanzen, wo sie schon längst übermannsgroß sein sollten. Foto: Robert Emmerich
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Neuer Forschungsverbund "Forplanta"
Pflanzen gegen Dürre wappnen
36 Grad im Schatten, seit Wochen kaum Regen. Der Mais wächst nicht, das Getreide wird zu früh reif. Wie können Pflanzen immer länger werdende Hitze- und Dürreperioden schadlos überstehen? Das untersucht ein neuer bayerischer Forschungsverbund, an dem die Uni Würzburg beteiligt ist.
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21.7.2010

Der Moosbioreaktor produziert Medikamente. Foto: Thomas Kunz
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Medizin aus Moos
Früher wurde Insulin aus Schlachthausabfällen gewonnen, heute wird es gentechnisch in Bakterien produziert. Komplexere Proteine müssen jedoch in komplexeren Organismen synthetisiert werden. Dies geschieht meistens in Bioreaktoren mit tierischen Zelllinien. Alternativ hierzu entwickelt der Freiburger Biotechnologe Prof. Dr. Ralf Reski das Kleine Blasenmützenmoos Physcomitrella patens zu einem sicheren und kostengünstigen Medizinlieferanten. Nun gelang es seiner Gruppe unter Leitung von Dr. Eva Decker erstmals, im Moosbioreaktor ein menschliches Protein zu produzieren, dessen Fehlen bei 50 Millionen Menschen zu altersbedingter Blindheit führt.
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20.7.2010
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Makroalgen: Vom Ostseeboden zum Krebsmedikament
Die Ostsee ist seit Jahrhunderten eines der meistbefahrenen Gewässer der Welt, und doch verbergen sich in den Tiefen noch einige Geheimnisse. Zum Beispiel in den Makroalgen, besser bekannt als Seetang. Wie Forscher des Kieler Unternehmens Coastal Research & Management (CRM) zusammen mit dem Universitätsklinkum Kiel schon vor einiger Zeit herausfanden, sind bestimmte Stoffe aus Seetang in der Lage, das Wachstum einiger Krebszellen zu hemmen. In einem vergrößerten Verbund wollen Forscher aus Wissenschaft und Wirtschaft nun erkunden, wie die Stoffe genau wirken. Das Projekt wird vom BMBF innerhalb der Initiative KMU-innovativ mit rund 1,2 Millionen Euro unterstützt.
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20.7.2010

Die Fichte besiedelte die Alpen nach der Eiszeit vorwiegend aus Osten kommend. Grafik: F. Gugerli, C. Sperisen, WSL
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Baumarten nach der Eiszeit anders zurückgewandert als vermutet
Bis vor etwa zwanzig Jahren wurde die Vegetationsgeschichte nach der letzten Eiszeit vor allem aufgrund fossiler Pollenfunde rekonstruiert. Molekulargenetische Methoden ermöglichen heute eine genauere Sicht der Rückwanderung von Baumarten im Alpenraum. Forschende der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) haben aus zahlreichen Studien das Wissen zur Rückwanderungsgeschichte zusammengetragen. Diese muss nun teilweise neu geschrieben werden.
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20.7.2010
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Zürich: Angriffe auf Pflanzen-Forscher
Erstmals attackierten Gentech-Gegner das private Umfeld eines Schweizer Wissenschafters. Es entstand ein wirtschaftlicher Schaden von rund 20 000 Franken an Haus, Auto und Motorrad berichtet die Neue Züricher Zeitung, NZZ.
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19.7.2010
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Wo die wilden Gemüse wohnen Gurke und Melone stammen aus Asien und Australien
Der geografische Ursprung und die Region der Domestizierung sind selbst bei wichtigen Kulturpflanzen oft unklar. So wurde lange vermutet, dass die botanische Gattung Cucumis, zu der auch Gurke (C. sativus) und Melone (C. melo) gehören, aus Afrika stammt, weil es dort zahlreiche wilde Cucumis-Arten gibt. „Eine genetische Analyse hat uns nun aber gezeigt, dass Melone und Gurke ursprünglich aus Asien stammen“, sagt die Botanikerin Professor Susanne Renner von der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU). „Wir haben zudem eine Reihe verwandter und noch nicht beschriebener Arten nachgewiesen, die aus Australien oder aus Gegenden rund um den Indischen Ozean stammen.“
mehr bei der LMU
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19.7.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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GV-Futtermittel: Resultate von Langzeit-Versuchen veröffentlicht
Der Einsatz von gentechnisch veränderten (GV) Futtermitteln ist in der EU und vielen Ländern seit vielen Jahren Routine. Trotzdem wird immer wieder bezweifelt, ob GV-Futter, wie herbizidtoleranter Soja oder insektenresistenter Bt-Mais, wirklich sicher ist. Jetzt wurden detaillierte Resultate einer Langzeit-Studie in Fachzeitschriften veröffentlicht. 18 Milchkühe waren 25 Monate lang mit dem maximal möglichen Futter-Anteil von über 70% an Bt-Mais der Sorte MON810 ernährt worden. Im Vergleich zu den konventionell gefütterten Kontrolltieren zeigten sich keinerlei nachteilige Auswirkungen auf Wohlergehen oder Milchleistung der Tiere. Selbst mit hochempfindlichen Nachweisverfahren konnte weder das Bt-Eiweiss noch das Bt-Transgen in der Milch nachgewiesen werden. Die Autoren schließen, dass es keinerlei Auswirkungen auf die Milchqualität hat, wenn Milchkühe mit insektenresistentem MON810-Bt-Mais gefüttert werden.
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14.7.2010

Links: Typisches Arabidopsis-Pollenkorn mit normaler Cellulose-Produktion. Rechts: Deformiertes Pollenkorn einer Cellulose-Mangelmutante. Foto: Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie, Potsdam
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Cellulose: Schwer verdaulich, aber energiereich
Getreide, Gemüse und Obst sind wichtige Energielieferanten der menschlichen Ernährung. Den Hauptbestandteil von Pflanzen - die Cellulose in der Zellwand - können wir allerdings gar nicht verwerten. Selbst bei Wiederkäuern, die Cellulose verdauen können, spielt die Verdaulichkeit der Zellwand eine entscheidende Rolle für die Futterverwertung. Wissenschaftler arbeiten deshalb daran, pflanzliche Zellwände zur Energiegewinnung zu nutzen und die Verdaulichkeit von Futter zu erhöhen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm haben nun ein bislang unbekanntes Protein entdeckt, das zur Cellulose-Produktion benötigt wird.
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14.7.2010

Die vielzellige Grünalge Volvox. Foto: PD Dr. Stefan A. Rensing, Uni Freiburg
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Es braucht nicht viel, um vielzellig zu sein
Um die Entstehung der Vielzelligkeit zu untersuchen, vergleichen Forscher gerne zwei verwandte Algen-Arten: die mit zwei Geißeln ausgestattete einzellige Modellalge Chlamydomonas reinhardtii und die aus mehr als 2.000 Zellen bestehende Volvox carteri. Während das Chlamydomonas-Genom bereits bekannt war, wurde das Volvox-Genom kürzlich entschlüsselt (vgl. Meldung vom 9.7.2010). Die Forscher fanden heraus, dass die Genome und deren Gen-Gehalt sich nicht drastisch unterscheiden. Vielmehr waren die Gene, welche für die Vielzelligkeit benötigt werden, im Urahnen der beiden Algen bereits vorhanden und wurden in Volvox lediglich modifiziert und vervielfältigt. Somit bleibt es zunächst weiterhin rätselhaft, welche Mechanismen und Gene für den großen evolutionären Erfolg der Pflanzen und Tiere verantwortlich sind, schließt Dr. Stefan Rensing von der Fakultät für Biologie der Universität Freiburg, der diese Analysen für das internationale Konsortium durchgeführt hat.
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14.7.2010
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Projekte
Afrika und Deutschland erforschen gemeinsam Klimawandel und Landnutzung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert und finanziert langfristige Forschungskooperationen mit West- und Südafrika. Denn die Folgen des globalen Klimawandels treffen jene Menschen, die am schlechtesten darauf vorbereitet sind. Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn leitet den Aufbau eines Kompetenzzentrums in Westafrika. Langfristig soll dies dazu führen, dass afrikanische Wissenschaftler, Politiker und Praktiker mit eigener Expertise die Herausforderungen in Bezug auf Klimawandel und Landnutzung auf ihrem Kontinent meistern können.
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14.7.2010
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Schavan legt Hightech-Strategie 2020 im Kabinett vor
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am Mittwoch im Kabinett die "Hightech-Strategie 2020 für Deutschland" vorgestellt. Darin bündelt die Bundesregierung ihre Initiativen in der Forschungs- und Innovationspolitik. "Wir wollen aus Wissen und Ideen in Deutschland möglichst schnell Innovationen machen. Deshalb treiben wir politikfeldübergreifend eine ehrgeizige Innovationsstrategie voran", sagte Ministerin Schavan anlässlich der Kabinettsbefassung in Berlin. Die Strategie fokussiert u.a. auf folgende Schwerpunkte:
- Die CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt
- Nachwachsende Rohstoffe als Alternative zum Öl
- Mehr Gesundheit durch gezielte Ernährung
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13.7.2010
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Wie Pflanzen sich abkühlen - neuer Mechanismus zur Kontrolle des Wasserhaushalts
Gerade bei sommerlicher Hitze müssen Pflanzen mit ihrem Wasser haushalten. Über verschließbare Poren, so genannte Spaltöffnungen, an der Blattunterseite wird Wasserdampf kontrolliert nach außen abgegeben und der Wassertransport durch die Pflanze reguliert. Im renommierten Fachjournal PNAS (Early Edition) berichten Jülicher Forscher nun, wie die Spaltöffnungen auf Reize der Umwelt reagieren.
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13.7.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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gv-Weizen verhält sich im Freiland anders als im Gewächshaus
Gentechnisch veränderte (gv) Weizenlinien, die mit einem Resistenzgen gegen die Pilzerkrankung Mehltau ausgestattet wurden, werfen im Gewächshaus bis zu doppelt so viel Ertrag ab wie Kontrollpflanzen. Im Freilandversuch kehrt sich allerdings dieses Verhältnis bei einigen - jedoch nicht allen - Weizenlinien um. Daraus schließen die Forscher einer Studie, dass sich Daten aus dem Gewächshaus nicht auf die Situation im Feld übertragen lassen und dass Freilandversuche wichtig sind. Das berichtet der Schweizer Nationalfonds (SNF).
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13.7.2010

Cover: TEEB The Economics of Ecosystems and Biodiversity Report for Business - Executive Summary 2010 / UNEP
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Biodiversität inzwischen auf der Tagesordnung der Unternehmen
Firmen mit “Net Positive Impact” auf die Biologische Vielfalt sind die Gewinner in einer Welt der begrenzten Ressourcen. Jeder vierte Geschäftsführer internationaler Firmen sieht im Rückgang der Artenvielfalt ein strategisches Problem für das Wirtschaftswachstum. Lateinamerikanische und Afrikanische Geschäftsführer sind am meisten besorgt über die Auswirkungen des Artenrückganges auf die Wachstumsperspektiven Europäische Geschäftsführer am wenigsten, so der Business-Report der TEEB-Studie.
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12.7.2010
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Sonderedition Natur- und Landschaft erschienen
Ein Schwerpunktheft der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fokussiert auf das 2010-Ziel. Bis zum Jahr 2010 sollte der anhaltende weltweite Verlust an Ökosystemen, Arten und genetischer Vielfalt signifikant verringert sein so lautete das 2002 vereinbarte ehrgeizige Ziel der 6. Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention, kurz CBD (Convention on Biological Diversity), die von mittlerweile 192 Mitgliedstaaten und der EU getragen wird. Dieses Ziel wurde nach Ansicht der Autoren weitgehend verfehlt: weltweit, europaweit und auch national. Trotz dieser ernüchternden Bilanz haben zahlreiche Kampagnen, Projekte und Initiativen zum „2010-Ziel“ dazu geführt, das Thema in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen.
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12.7.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Amflora-Anbau in Mecklenburg-Vorpommern teilweise zerstört
In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli haben Unbekannte eine etwa ein Hektar große Fläche des Amflora-Kartoffelfeldes in Zepkow, Mecklenburg-Vorpommern, zerstört. Die zuständigen Behörden sind informiert. BASF Plant Science verurteilt die Zerstörung und hat Strafanzeige erstattet. „Bei der Feldzerstörung handelt es sich nicht nur um eine mutwillige, sondern auch um eine mutlose Tat, die wir nicht nachvollziehen können“, sagte Peter Eckes, Geschäftsführer der Plant Science.
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11.7.2010

Der Weißfäulepilz, Schizophyllum commune, wächst meist auf totem Holz. Foto: Uni Göttingen.
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Wissenschaftler entschlüsseln Genom von Weißfäulepilz
Wissenschaftler einer internationalen Forschergemeinschaft haben erstmals das Genom des Spaltblättlings entschlüsselt. Der Spaltblättling oder das Gemeine Spaltblatt (Schizophyllum commune) ist ein weltweit verbreiteter Weißfäulepilz, der zur Klasse der so genannten Hutpilze gehört. Meist wächst er auf Todholz, befällt aber auch lebende Bäume.
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9.7.2010

Der einfachste Vielzeller: die Grünalge Volvox carteri. Foto: Armin Hallmann
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Forscher entschlüsseln Erbgut des einfachsten Vielzellers
Ein internationales Team von Wissenschaftlern aus den USA, Kanada, Japan und Deutschland hat jetzt das Erbgut des einfachsten Vielzellers, Volvox carteri, entschlüsselt. In der Fachzeitschrift Science berichtet die Forschergruppe wie dieser Modellorganismus, ein kleiner kugelförmiger Tümpelbewohner, dazu beiträgt, die Evolution von Einzellern zu Vielzellern auf molekularer Ebene zu verstehen. Aus Deutschland war eine Arbeitsgruppe der Universität Bielefeld unter der Leitung von Professor Dr. Armin Hallmann maßgeblich an den Untersuchungen beteiligt.
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9.7.2010
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Die Kristallstruktur von Ribose endlich!
D-Ribose ist nur ein kleines Molekül aber ein extrem wichtiges für uns Lebewesen. Erstaunlich, dass sich die Kristallstruktur der Ribose bisher nicht unter den inzwischen mehr als eine halbe Million zählenden entschlüsselten Strukturen finden ließ. Immerhin ist die Ribose ein elementarer Baustein der Ribosomen. Für Untersuchungen der Struktur und Funktion des Ribosoms gab es 2009 den Nobelpreis. In der Zeitschrift Angewandte Chemie haben die Preisträger gerade aus erster Hand über ihre Forschungen berichtet. Ebenfalls in der Angewandten Chemie legt nun ein deutsch-schweizer Team weitere, lang ersehnte bahnbrechende Ergebnisse dar: Ihnen ist endlich die Aufklärung der Kristallstruktur der Ribose geglückt.
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9.7.2010
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Haushalt des BMBF erreicht Rekordniveau
Der Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) steigt 2011 gegenüber dem laufenden Jahr um 7,2 %, rund 783 Millionen Euro, auf das Rekordniveau von 11,646 Milliarden Euro. Das geht aus dem Haushaltsgesetz 2011 hervor, das heute vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.
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9.7.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Rotgrüne Landesregierung will NRW "gentechnikfrei" halten
Die zukünftige rotgrüne Minderheitsregierung will ein Nordrhein-Westfalen "ohne Gentechnik" und die Einrichtung "gentechnikfreier" Zonen unterstützen. Wie diese Ziele umgesetzt werden sollen, lässt der Koalitionsvertrag allerdings offen.
mehr bei Transgen
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8.7.2010

Von außen sehen die Fossilien wie unregelmäßige Plätzchen aus. Unter einem hochauflösenden Röntgentomographen zeigen sie eine lagenartige Form mit einer deutlichen radiären Struktur und einem Faltenmuster im Zentrum. Fotos: El Albani.
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Vielzeller sind älter als gedacht
Ein internationales Wissenschaftlerteam hat 2,1 Milliarden Jahre alte Fossilien entdeckt, die einen neuen Anhaltspunkt für die Entwicklungsgeschichte von Vielzellern geben. Die Entdeckung der mehr als 250 Versteinerungen mit einem Durchmesser von bis zu zwölf Zentimetern ändert den Blick auf die Entstehung komplexen Lebens. An dem Fund im zentralafrikanischen Gabun war auch Prof. Dr. Franz Fürsich beteiligt, der den Lehrstuhl für Paläontologie am GeoZentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg leitet. Über ihre Entdeckung berichten die Forscher in Nature.
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8.7.2010
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Vorsitzender des BioÖkonomieRats betont Notwendigkeit einer neuen Agrarforschung
Die Bundesregierung wird im Herbst ihre Pläne zur Ausgestaltung der Bioökonomieforschung vorstellen. Die Agrarforschung ist wesentlicher Bestandteil der Bioökonomie. Dazu hat die Wochenzeitung Die ZEIT ein Streitgespräch zwischen Reinhard F. Hüttl, Vorsitzender des BioÖkonomieRats, und Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), veröffentlicht.
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8.7.2010
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Geschichte der Photosyntheseforschung
Caspar-Friedrich-Wolff-Medaille an Prof. Dr. Kärin Nickelsen
Die Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie (DGGTB) hat auf ihrer 19. Jahrestagung in Lübeck die Caspar-Friedrich-Wolff-Medaille an Prof. Dr. Kärin Nickelsen verliehen. Die an der Universität Bern arbeitende Forscherin erhielt die Medaille als Anerkennung für ihre herausragenden Habilitationsschrift mit dem Titel Of Light and Darkness. Modelling Photosynthesis 1840-1960.
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7.7.2010
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Gründerhandbuch für Life-Sciences-Unternehmer
Die Landesgesellschaft BIOPRO Baden-Württemberg GmbH hat ein umfassendes Handbuch für Unternehmensgründer erarbeitet. Das Buch beschreibt alle wesentlichen Aspekte einer Unternehmensgründung im High-Tech-Sektor.
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7.7.2010
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BASF Plant Science und Monsanto weiten ihre Zusammenarbeit zur Ertragssteigerung von Nutzpflanzen aus
Die weltweit größte Biotechnologie-Kooperation wird weiter ausgebaut. BASF und Monsanto gaben heute bekannt, dass sie die gemeinsame Entwicklung ertragreicherer und stresstoleranter Nutzpflanzen um den Weizen als weitere Pflanze ausdehnen.
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6.7.2010
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Forschungsprojekt
Wurzeln in der Schwerelosigkeit
Wohin wurzeln Pflanzen, wenn es im schwerelosen Raum kein „Oben“ oder „Unten“ gibt? Prof. Günther Scherer vom Institut für Zierpflanzen und Gehölzwissenschaften der Leibniz Universität Hannover geht in seinem Forschungsprojekt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Hannover und Freiburg dieser Frage nach. Das Projekt wurde mit rund 350.000 Euro durch die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bewilligt. Projektpartner ist auf der wissenschaftlichen Seite Prof. Klaus Palme, Universität Freiburg. Dazu war bereits im März ein Shuttle der US-Raumfahrtorganisation NASA mit zwei genetisch verschiedenen Arabidopsis-Samen zum BIOLAB im Weltraum gestartet.
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6.7.2010

Kronendach des Ankasa-Regenwaldes in Ghana, Afrika, aufgenommen von einer “Fluxtower”-Messstation. Foto: Carboafrica
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Landpflanzen nutzen jährlich 15 Prozent des atmosphärischen Kohlendioxids
Terrestrische Ökosysteme nehmen jedes Jahr etwa 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid (ca. 450 Milliarden Tonnen CO2) aus der Atmosphäre auf. Anhand von weltweiten Messungen und datenbasierten Modellrechnungen hat ein internationales Forscherteam um Christian Beer vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena nun erstmals beobachtungsbasiert die Größe dieses umfangreichsten Austauschprozesses von Kohlenstoff zwischen Atmosphäre und Landoberfläche ermittelt und die Einflüsse des Klimas darauf bestimmt.
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6.7.2010
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Symposium
Signals, Sensing and Plant Primary Metabolism
Das vierte internationale Symposium über Signals, Sensing and Plant Primary Metabolism findet heuer vom 6. bis 9. Oktober an der Universität Potsdam in Deutschland statt, in der Nähe des UNECSO Weltkulturerbes Park Sanssouci. Der wissenschaftliche Schwerpunkt ist der Primärstoffwechsel der Pflanzen. Die Symposien behandeln:
- Regulation of photosynthesis and respiration, and of related processes of primary metabolism
- Signaling (hormones, metabolites as signals, redox-mediated signals, intercompartmental signal transfer)
- Channeling and transport of metabolites
- Assembly and function of supramolecular complexes
Deadline für Abstracts: 30. Juli, 2010, Deadline für die Anmeldung: 31. August 2010
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5.7.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Grenzwerte für Saatgut: Pflanzenzüchter und Bauern sind sich einig
Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) begrüßt die Forderung nach Grenzwerten. Grenzen für den Anteil gentechnisch veränderter Organismen (GVO) am Saatgut hatte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, im Vorfeld des Deutschen Bauerntages in mehreren öffentlichen Interviews gefordert. Anlass für die Forderung ist der aktuelle Fall von vermeintlichen Spuren von GVO in konventionellem Saatgut festgestellt durch die Behörde in Niedersachsen und die darauffolgenden Umbruchverfügungen.
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1.7.2010

Epidermiszellen einer Arabidopsis-Linie, deren Immunsystem aktiviert wurde. Die höchste Expression des mit Fluoreszenz markierten Proteins EDS1 findet sich im Zytoplasma und im Kern der Zellen. Foto: MPI
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Pflanzenabwehr: Helfer für die vollständige Immunantwort entdeckt
Pflanzenparasiten, die bereits in eine Zelle eingedrungen sind, werden durch ein Protein in Schach gehalten, das sowohl im Zellkern als auch im Zytoplasma aktiv wird. Im Kern sorgt es dafür, dass die für die Abwehr benötigten Gene abgelesen werden. Im Zytoplasma könnte es den Tod der infizierten Zelle herbeiführen oder dem Zellkern zuarbeiten. Das berichten Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Pflanzenzüchtungsforschung in der Zeitschrift PLoS Pathogens.
mehr bei der MPG
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1.7.2010

Versuchsfläche für "EVENT"-Experimente zur Simulation extremer Wetterereignisse. Foto: Chr. Wißler, Uni Bayreuth
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Simmulation: Wie Pflanzen auf den Klimawandel reagieren
Wissenschaftliche Studien prognostizieren einen spürbaren Klimawandel für Europa. Extremer Wetterereignisse werden zunehmen. Wie aber verhalten sich einzelne Pflanzenarten, wenn sie immer öfter starken Regenfällen oder Dürreperioden ausgesetzt sind? Wie verändern sich Pflanzengemeinschaften oder ganze Ökosysteme unter dem Einfluss klimatischer Bedingungen, die in Europa bisher unbekannt sind? Das untersucht ein Forschungsteam um Prof. Dr. Carl Beierkuhnlein, Inhaber des Lehrstuhls für Biogeografie an der Universität Bayreuth.
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1.7.2010
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Interdisziplinärer, englischsprachiger Masterstudiengang "Crop Protection" (Kulturpflanzenschutz)
Da zwei Drittel der Welternte durch Krankheiten und Schädlinge bedroht sind, und weil ein Drittel davon durch Pflanzenschutzmaßnahmen vor dem Verlust bewahrt werden kann, bietet die Uni Göttingen den neuen Masterstudiengang „Crop Protection“ (Kulturpflanzenschutz) an, der an der Fakultät für Agrarwissenschaften stattfinden wird. Das interdisziplinären Programm enthält die Themen: Schäden an Kulturpflanzen, wie man sie begrenzen kann und welche Bedeutung dieser Pflanzenschutz für die Gesellschaft und die Umwelt hat.
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1.7.2010
Jahr der Biodiversität
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Herausforderungen für die Biologische Vielfalt post 2010
Bereits jetzt steht fest, dass wir das 2010-Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, nicht erreichen werden. Um den anhaltenden Biodiversitätsverlust einzudämmen, ist es wichtig, die richtigen Weichenstellungen für die Zeit „post 2010“ vorzunehmen. Hier sollte ein Augenmerk auf die Integration von Natur- und Landschaftsschutz in die Siedlungspolitik und -entwicklung, die Reduzierung der Flächen für Siedlung und Verkehr, die Wiedervernetzung von Lebensräumen und den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien gelegt werden. Darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Biologische Vielfalt post 2010 Ist die Zukunft noch planbar?“, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Leipzig veranstaltete, einig.
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