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30.6.2010
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Ein Hochhaus voller Reisfelder: Agrarwissenschaftler halten Zeit reif für eine alte Utopie
Am 6. Juli 2010 findet der erste Expertenworkshop zu Realisierungschancen des sogenannten „Skyfarming“-Konzeptes statt. Das ist ein Gewächshaus, in dem auf 20-30 Etagen Reispflanzen wasser- und energiesparend sowie völlig ohne Pestizide vollautomatisch heranreifen. Zum Workshop laden Forscher der Universität Hohenheim ein, in deren lokalen Forschungseinrichtungen vielfältiges Know-how versammelt ist: Vom Architekten, über Energie-, Fördertechniker, Innenraumtechnologen und Logistik-Experten bis hin zu Agrarwissenschaftlern. Sie hoffen, damit die Reisernte zu steigern und gleichzeitig das Klima zu schonen, denn Reis verursacht vermutlich 20 % des auf der Erde entstehenden Klimagases Methan.
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30.6.2010

Nico Wagnitz (li.) und Dr. Hans-Peter Römer dokumentieren Pflanzenwachstum und Klima. Foto: FH Osnabrück.
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Prima Klima im Gewächshaus
Eine Forschungsgruppe der FH Osnabrück entwickelte eine Bewertungsplattform für Pflanzen. Dabei untersuchen die Forscher, welche klimatischen Voraussetzungen für bestimmte Kulturen optimal, welche Maßnahmen eventuell überflüssig sind und wo Energie und damit Geld eingespart werden kann. „Klima-Computer in Gewächshäusern sind an sich nicht neu. Eine einheitliche Datenbank, die Klima- und Pflanzendaten zusammenführt und in einen Zusammenhang bringt, gibt es allerdings derzeit noch nicht“, erklärt der Leiter der Forschergruppe Dr. Hans-Peter Römer.
mehr bei der idw
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30.6.2010
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USA: Auch 2010 wieder mehr gentechnisch veränderte Pflanzen
In den USA nimmt der Anbau gentechnisch veränderter Mais-, Soja- und Bauwollpflanzen weiter zu. 2010 ist der Gentechnik-Anteil auf etwa 90 Prozent gestiegen. Die mit gv-Sorten bewirtschafteten Flächen summieren sich auf 64,3 Millionen Hektar.
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30.6.2010
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Experten fordern mehr Lehrpersonal für Bachelor- und Masterstudiengänge in Molekularen Biowissenschaften
Studiengänge in den molekularen Biowissenschaften sind bei Studierenden sehr begehrt. Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) kommt zu der Einschätzung, dass wichtige Schritte bei der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge gelungen sind. Sie sieht aber einen entscheidenden Reformbedarf für einen fächerübergreifenden Unterricht in Kleingruppen und fordert dringend, dafür mehr Lehrpersonal zur Verfügung zu stellen. Uneingeschränkt unterstützt wird diese Forderung auch vom Arbeitskreis Hochschule des Dachverbandes der Deutschen Biowissenschaftler, dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO).
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30.6.2010
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HRK berät Hochschulen in der zukunftsorientierten Lehre
Ein neues Projekt der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) bietet Beratung für die Hochschulen bei der Gestaltung von Studienstruktur und Studienprogrammen. In der HRK soll das Wissen aus und für die Hochschulen zusammenlaufen, das für die Gestaltung eines guten Studiums notwendig ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dafür sechs Millionen Euro für eine Laufzeit von vier Jahren zur Verfügung gestellt.
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30.6.2010
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Hochschulpolitik: Länder driften auseinander
Auf der gestrigen Sitzung des Senats der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) tauschten sich die Hochschulpräsidentinnen und präsidenten über die Verhältnisse in wissenschaftlichen Einrichtungen aus. Sie stellten fest, dass die Arbeitsbedingungen für die Hochschulen zwischen den Ländern weiter auseinander driften. Je nach Finanzlage und politischer Situation sind die Verhältnisse in den Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften äußerst unterschiedlich.
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30.6.2010
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HRK: Risiken für die Hochschulen durch die europäische Forschungspolitik
Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sieht deutliche Risiken für die Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften angesichts der Entwicklungen der EU-Forschungspolitik. Die geplante Ausrichtung des Europäischen Forschungsraums auf ausgewählte Leitthemen und die gleichzeitig stark steigende Bedeutung der EU-Mittel für die Forschung in den Hochschulen seien brisant.
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30.6.2010

Ring zur CO2-Anreicherung in der Station für Klimaforschung in Linden. Foto: Claudia Kammann, Uni Giessen.
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Erlebbare Forschung
Klimawandel auf der grünen Wiese
Für Sonntag, 4. Juli 2010, laden Giessener Pflanzenökologen aus dem Interdisziplinären Forschungszentrum (IFZ) im Rahmen der „streIFZüge“ zu einem wissenschaftlichen Sonntagsspaziergang zu den Wiesen aus der Zukunft ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Parkplatz der Grundschule Linden-Leihgestern. Linden ist ein Ort, an dem der Klimawandel bereits stattgefunden hat. Hier befindet sich eine Klimafolgenforschungsstation, in der unter freiem Himmel mit großem technischen Aufwand schon heute eine Atmosphäre geschaffen wird, wie sie voraussichtlich erst in 20 bis 30 Jahren auf der gesamten Erde existiert.
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29.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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EU: Patt im Ministerrat, sechs Gentechnik-Produkte vor der Zulassung
Erneut konnten sich die EU-Mitgliedsstaaten nicht über Gentechnik-Zulassungen einigen. Auf ihrer Sitzung in Luxemburg stimmten die EU-Agrarminister heute über Importzulassungen für sechs verschiedene gentechnisch veränderte Maislinien ab. In keinem Fall fand sich die erforderliche qualifizierte Mehrheit. Nun stehen die sechs GVO-Produkte vor der Zulassung durch die EU-Kommission.
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29.6.2010
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Workshop
Evolutionstheorien: Vom Stammbaum zum Netzwerk
Der international besetzte Workshop der Forschergruppe Classification and Evolution in Biology, Linguistics and the History of Science findet am 02.-03. Juli 2010, Villa Eberhardt der Universität Ulm statt.
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29.6.2010
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Hotspot Donau-Auwald wird renaturiert
Die Donauauen werden zwischen Neuburg und Ingolstadt dynamisiert. Der Bund und das Land Bayern fördern gemeinsam die Renaturierung. Als einer der größten zusammenhängenden Auwälder Deutschlands ist dies ein vielfältiger und einzigartiger Lebensraum, wertet das Bundesamt für Naturschutz (BfN)
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29.6.2010
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Fahrt ins Grüne? Biotreibstoffe der 2. Generation auf dem Prüfstand
Ein interdisziplinäres Team hat die Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen der zweiten Generation untersucht und ermittelt, wie viel Treibstoff sich dadurch in der Schweiz einsparen ließe. Ergebnis der im Auftrag der TA-SWISS erstellten Studie: Werden Fahrzeugeffizienz und Elektromobilität mitberücksichtigt, lassen sich je nach Szenario zwischen 10 und 40 Prozent des hiesigen Treibstoffbedarfs nachhaltig decken. Der «grüne» Treibstoff von morgen wird aus Abfallprodukten stammen, schreibt EMPA, die interdisziplinäre Forschungs- und Dienstleistungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH).
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29.6.2010

Der Hutpilz Coprinopsis cinerea. Foto: Uni Göttingen
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Wissenschaftler entschlüsseln Genom eines essbaren Hutpilzes
Eine internationale Forschergruppe mit Beteiligung der Universität Göttingen hat zum ersten Mal das Genom eines essbaren Hutpilzes entschlüsselt. Der Wollstielige Mist-Tintling (Coprinopsis cinerea), auch Struppiger Tintling genannt, wächst in der Natur bevorzugt auf Pferdemist und Agrarabfällen. Im Mittelalter nutzte man seine Sporen als Tinte, heute wird er beispielsweise in Thailand als Delikatesse gezüchtet.
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28.6.2010
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Mikroskopie-Marker Biliproteine nun leichter hergestellt
In den Biowissenschaften werden Biliproteine als Hilfsmittel in bildgebenden Verfahren eingesetzt, um definierte Strukturen und Prozesse sichtbar zu machen. Allerdings konnten die farbigen Bausteine in lebenden Organismen bisher nur relativ aufwändig in mehreren Schritten hergestellt werden. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern um Professor Kai-Hong Zhao an der Huazhong-Universität im chinesischen Wuhan hat ein Team um den LMU-Biologen Professor Hugo Scheer nun ein neues Verfahren entwickelt, mit dem die farbigen Proteine direkt in einem Schritt synthetisiert werden.
mehr bei der LMU
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28.6.2010
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"Gemüse-Insulin“
Bittergurken senken den Blutzuckerspiegel und wirken gewichtsreduzierend. Das ergaben Forschungsarbeiten, die von Wissenschaftlern der Universität Gießen und des Internationalen Gemüseforschungszentrums AVRDC gemeinsam durchgeführt wurden. Die in der Bittergurke enthaltenen Lipide wirken blutzuckersenkend, die Saponine reduzieren das Gewicht. In einem nächsten Schritt sollen sämtliche Bittergurkensorten, die in der Genbank des AVRDC lagern, auf ihre „Diabeteswirksamkeit“ getestet werden, wie die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) berichtet. Mit neuen Anbaumethoden will man das natürliche „Antidiabetespotenzial“ des Gemüses steigern.
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28.6.2010
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Agraökologe des UfZ für den neuen Weltklimabericht berufen
Der Agrarökologe, PD Dr. Josef Settele, vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UfZ) koordiniert künftig zusammen mit Robert John Scholes vom Council for Scientific and Industrial Research Südafrika das Kapitel 4 (Terrestrische und Inland Wassersysteme) des fünften Sachstandsberichts. Das gab der Weltklimarat (IPCC: Intergovernmental Panel on Climate Change Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) am Mittwoch in Genf bekannt. Die Teilberichte werden 2013 beziehungsweise 2014 erscheinen.
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25.6.2010
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Wer hätte das gedacht? Europäer interessieren sich mehr für Wissenschaft als für Sport
Nach einer neuen Eurobarometer-Umfrage interessieren sich fast 80 Prozent der Europäer für wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen. Die Überraschung dabei: Neuigkeiten aus dem Sport waren nur für 65 Prozent der Befragten von Interesse. Nach Ansicht von zwei Dritteln der Befragten tun die Regierungen nicht genug, um ein breites Interesse junger Menschen an der Wissenschaft zu fördern.
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25.6.2010
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Natur vergessen? Erste Befunde des Jugendreports Natur 2010
Innerhalb weniger Jahre hat das Naturbild der jungen Generation gravierende Veränderungen erfahren: Für viele geht die Sonne inzwischen im Norden auf, Hühner legen drei Eier am Tag, Kühe haben elf Zitzen, aus dem Hirsch ist ein Reh und aus dem Kitz ein Kid geworden.
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23.6.2010

Wachstumsdefekte nach Inaktivierung der Gene ARR7 und ARR15. Links: Kontroll-, rechts inaktivierte Pflanze. Unten: REM-Aufnahme der Wachstumszonen. Abbildung: Jan Lohmann, Universität Heidelberg
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Wachstumshormone: Wenn Gegenspieler zusammenarbeiten
Die Wirkungen der Hormone Auxin und Cytokinin sind weitaus enger vernetzt als bislang angenommen. Das haben Wissenschaftler aus Heidelberg, Tübingen und Umea (Schweden) anhand von Experimenten an der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana, nachgewiesen. Die beiden wichtigsten Wachstumshormone, deren Wirkung beim Wachstumspotential und bei der Ausbildung von Blättern oder Blüten bislang als gegenläufig interpretiert wurde, können durchaus auch synergetisch wirken. Das veröffentlichte das Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr. Jan Lohmann, Stammzellbiologe an der Universität Heidelberg, heute in Nature.
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23.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Bundesverfassungsgericht prüft Gentechnikgesetz
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe prüft seit dem 23. Juni, ob das Gentechnikgesetz der Bundesregierung von 2004 verfassungskonform ist.
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23.6.2010
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Top Forscher fürchten “radikalen Wechsel” in EU-Politik
Wissenschaftler an Europas führenden Forschungsuniversitäten haben Bedenken über den wachsenden Trend, EU-Forschungsgelder (Framework-Programmes) mit vordefinierten Wirkungen zu verbinden, geäußert. Forscher fürchten, dass politische Prioritäten ihren Raum für Kreativität und freies Denken einschränken werden. Das berichtet das EurAktiv Netzwerk, ein unabhängiges Medienportal, das Informationen über die EU-Politik anbietet.
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22.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Grüne Gentechnik in der Bloggosphäre
Der VBIO hat Links zusammengestellt, wo im Netz über grüne Gentechnik gebloggt wird. "Da wird in alle Richtungen kritisiert und kommentiert", schreibt der Dachverband der Lebenswissenschaften. Er empfiehlt die Diskussionsplattform zum Thema Grüne Gentechnologie bei dem Business-Netzwerk Xing.
Links und Details beim VBIO
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22.6.2010
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Arbeitsplatz
Beim Multitasking sind alle gleich - schlecht
Multitasking bestimmt unseren Arbeitsalltag. Eine Studie des Instituts für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG) widerlegt gängige Vorurteile: Wer versucht, verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen, zahlt einen Preis egal ob Mann, Frau, jung oder alt. Nachlassende Leistungen, erhöhte Anspannung und dadurch ein potenziell erhöhtes Unfallrisiko sind die Folgen des Multitasking. Darauf weisen Unfallkassen und Berufsgenossenschaften im Rahmen ihrer Präventionskampagne "Risiko raus!" hin. An der Studie hatten 32 männliche und 32 weibliche Versuchspersonen im Alter zwischen 21 und 60 Jahren teilgenommen.
mehr beim IAG (pdf Datei)
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22.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Amerikanisches Gericht lockert Anbauverbot von gv-Alfalfa
Der Oberste Gerichtshof der USA hat das Anbauverbot für gentechnisch veränderte (gv) Alfalfa teilweise aufgehoben. Die amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA rechnet mit einer völligen Freigabe des Anbaus der Luzerne innerhalb des nächsten Jahres. Der Anbau des veränderten Alfalfa ist nun unter kontrollierten Bedingungen erlaubt.
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22.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Wissenschaftlicher Beirat übergibt Stellungnahme "Koexistenz Gentechnik"
Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat heute seine Stellungnahme "Koexistenz Gentechnik in der Land- und Ernährungswirtschaft" an Staatssekretär Dr. Robert Kloos übergeben. Die Empfehlungen betreffen die Ausgestaltung der Koexistenzstrategie beim Einsatz der Gentechnik, ohne auf das Für und Wider des Gentechnikeinsatzes einzugehen.
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21.6.2010
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Bund und Länder halten ihre Pakt-Zusagen ein
Heute hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) über die Höhe der Zuwendungen an die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften im Jahre 2011 entschieden.
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21.6.2010
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Monitoring-Bericht: Pakt für Forschung und Innovation
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute den vierten Monitoring-Bericht 2010 verabschiedet. Darin stellen Bund und Länder fest, dass das deutsche Wissenschaftssystem international gut aufgestellt ist. Jedoch steigt der Wettbewerbsdruck: nur mit Innovationen kann Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen.
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21.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Alle Bundesländer ordnen Vernichtung von "Gen-Mais" an - Züchter fordern Schwellenwerte
Alle Felder, auf denen vermutlich "gentechnisch verunreinigtes" Maissaatgut ausgebracht wurde, sollen nun doch untergepflügt werden. Inzwischen haben alle betroffenen Bundesländer entsprechende Maßnahmen angeordnet. Die deutschen Maiszüchter kritisieren diese als "unangemessen" und fordern erneut, endlich Schwellenwerte für Saatgut festzulegen.
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21.6.2010
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„Grüne Algenfabrik“ für Heizkraftwerk startet
Die Bremer Unternehmen Phytolutions GmbH, BREWA WTE GmbH und die Jacobs University Bremen haben gemeinsam ein Projekt für den Umweltschutz entwickelt. Dabei geht es um den Einsatz von Mikroalgen zur Reinigung von Rauchgasen. Dieses innovative Verfahren soll nun im Heizkraftwerk (HKW) Bremen-Blumenthal zum Einsatz kommen. Angebunden an das HKW wird nun ein großer Photobioreaktor zur Anzucht von Mikroalgen errichtet.
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18.6.2010
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Aktueller Bildungsbericht: hohe Studiennachfrage hält an bis 2025
In den nächsten 15 Jahren fallen die Studienanfängerzahlen kaum unter das Niveau der letzten zehn Jahre; die Auslastung der Hochschulen wird bis 2025 anhaltend hoch sein. Selbst wenn die Übergangsquote in die Hochschule gegenüber heute leicht sinken würde, also ein geringerer Teil der Studienberechtigten ein Studium aufnimmt, würde es 2025 noch knapp 350.000 Studienanfängerinnen und -anfänger geben, etwa ebenso viele, wie es 2006 waren.
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17.6.2010
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Frankreichs Biotech-Branche ist die Nummer 3 in Europa
In Frankreich existieren rund 400 Biotechnologieunternehmen, die nahezu 6.000 Mitarbeiter beschäftigen. Dabei sind mehr als die Hälfte in der Forschung und Entwicklung tätig. In Europa rangiert Frankreich in diesem Wirtschaftsbereich hinter Großbritannien und Deutschland auf Platz drei. Gleichzeitig spielen die in der Biotechnologie entwickelten Anwendungen eine immer wichtigere Rolle für Mensch und Umwelt: Fast 50 Prozent aller marktgängigen Medikamente werden in der Biotechnologie erforscht.
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16.6.2010

Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) des Himalaya macht sich in Europa breit. Foto: André Künzelmann/UFZ
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Publikation
Reichtum als Risiko für biologische Invasionen
Wohlstand und Bevölkerungsdichte haben größeren Einfluss auf biologische Invasionen als Klima- und Landnutzungswandel. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die 26 internationale Forscher in PNAS publizierten. Ein Teil der Forscher arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Demnach ist vor allem der Anstieg des internationalen Handels, einer der stärksten Triebkräfte für die Ausbreitung gebietsfremder Tier- und Pflanzenarten. Menschliche Faktoren wie Wohlstand und Demographie überdecken bei mehreren Gruppen von Lebewesen andere, natürliche Faktoren.
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16.6.2010
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Weltpremiere: Flug mit Algensprit
Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin ist erstmals ein Flugzeug geflogen, das nur mit Algentreibstoff befeuert wurde. Der europäische Luftfahrtkonzern EADS ließ eine mit zwei AE300 Triebwerken von Austro Engines ausgestattete DA42 New Generation ihre Runden über dem Flughafen Berlin-Schönefeld drehen. Der höhere Energiegehalt des Algentreibstoffs senkte sogar dessen Verbrauch bei gleicher Leistung. Um den Treibstoff aus Algen nutzen zu können, waren nur geringfügige Änderungen und Einstellungen an den Triebwerken des Flugzeugs vorgenommen worden. „Unsere Flugdemonstration mit reinem Biotreibstoff aus Algen ist eine Weltpremiere und ein bedeutender Meilenstein in unserer Forschung“ sagt Jean Botti, der Chief Technical Officer der EADS.
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15.6.2010
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Wissenschaftlergremium für Biodiversität beschlossen
Die Einrichtung eines neuen internationalen Wissenschaftlergremiums für Biodiversität nach dem Vorbild des Weltklimarats IPCC hat die internationale Gemeinschaft auf einer Konferenz in Busan, Südkorea, beschlossen. Hauptaufgabe des Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) ist es, politischen Entscheidungsträgern zuverlässig unabhängige und glaubwürdige Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität als Entscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen.
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14.6.2010
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Qualitätspakt für bessere Lehre beschlossen
Bund und Länder haben am Donnerstag ein gemeinsames Förderprogramm zur Verbesserung der Studienbedingungen an deutschen Hochschulen beschlossen. Der Hochschulpakt wird damit um eine dritte Säule erweitert. "Das ist ein sehr klares Signal, das vom Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten ausgeht", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin. Schwerpunkt der Förderung sind Initiativen zur Personalgewinnung und Personalqualifizierung sowie zur Weiterentwicklung der Lehrqualität an den Hochschulen. Bis 2020 wird die Bundesregierung rund 2 Milliarden Euro bereitstellen und weitere Impulse für eine Umsetzung der Bologna-Reformen geben.
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14.6.2010
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Recherche-Tool
Europäische Internet-Plattform für Wissenschaftspädagogik
Zur Unterstützung derer, die in der Wissenschaftspädagogik in der EU tätig sind, wurde eine neue mehrsprachige Internet-Plattform gestartet. Sie hält Materialien und Ressourcen bereit und bietet Raum zum Erfahrungsaustausch. Das Portal trägt den Namen SCIENTIX ("Die Gemeinschaft für naturwissenschaftliche Erziehung in Europa").
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14.6.2010
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Workshop
Ökophysiologie des Wurzelraumes
Vom 23.-24. September wird die 21. wissenschaftliche Arbeitstagung Ökophysiologie des Wurzelraumes in Wittenberg in Sachsen-Anhalt stattfinden. Themen sind:
- Morphologie, Physiologie und Biochemie der Wurzeln
- Pflanzen-Mikroben-Interaktionen
- Rhizosphärenprozesse und ihre Beeinflussbarkeit
- Zusammensetzung und Funktion wurzelbürtiger C- und N-Verbindungen
- Stoffaufnahme, -umsetzung und festlegung im Wurzelraum
Dazu lädt Prof. Dr. W. Merbach vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften ein.
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12.6.2010
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Mit Pflanzen gegen verseuchte Böden: Forscher identifizieren Farn-Gen für Arsentoleranz
Der Farn Pteris vittata kann bis zu tausendfach höhere Konzentrationen des Umweltgifts Arsen im Boden aushalten als andere Pflanzen. Einem US-Forscherteam ist es nun gelungen, das für die Toleranz zuständige Gen im Erbgut der Pflanze ausfindig zu machen. Durch die Erbinformation veranlasst bildet die Pflanze eine Art Pumpe, die der Vergiftung der Zellen durch das Schwermetall vorbeugt.
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11.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Streit um "Gen-Mais"-Spuren - Neue Untersuchungen: Saatgut ohne Befund
Die Bundesländer können sich nicht auf eine einheitliche Linie verständigen, ob Felder untergepflügt werden müssen, auf denen vermutlich mit "Genmais verunreinigtes" Saatgut ausgebracht wurde. Unterdessen hat das Unternehmen Pioneer neue Untersuchungsergebnisse vorgelegt. Danach waren in den betroffenen Saatgut-Partien keine Spuren von gentechnisch verändertem Mais nachweisbar.
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10.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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USA: Neue gv-Sojabohnen mit mehr Ölsäure zugelassen
Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde hat eine neue gentechnisch veränderte Sojabohne mit erhöhtem Ölsäuregehalt zugelassen. Sie ist die erste einer Reihe von gv-Pflanzen mit veränderter Nährstoffzusammensetzung, die kurz vor der Markteinführung stehen.
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10.6.2010
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Neues Internetportal über Ökologischen Landbau
Die Internetplattform für Erzeuger und Verbraucher informiert zum Ökologischen Landbau mit Schwerpunkt Pflanzenschutz. Das vom Julius Kühn-Institut (JKI) eingerichtete Themenportal bündelt Forschungsergebnisse des JKI zur alternativen Krankheits- und Schädlingsabwehr.
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10.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Sekundärschädlinge und Bt-Pflanzen
Im Frühjahr 2010 gab es verschiedene Berichte über das Auftreten so genannter Sekundärschädlinge beim Anbau von Bt-Pflanzen. In den USA breitet sich offenbar der „Westliche Bohnenschneider“ aus, ein Schmetterling, dessen natürliche Konkurrenten als Folge des Anbaus von Bt-Mais dezimiert sind. In China treten in Bt-Baumwollfeldern verstärkt bestimmte Wanzenarten auf, die auch umliegende Obstplantagen befallen. Bringt der Anbau von Bt-Pflanzen Risiken mit sich, die bisher übersehen wurden? PD Dr. habil. Johannes A. Jehle, der das Institut für biologischen Pflanzenschutz des Julius-Kühn-Instituts in Darmstadt leitet, bewertet das Auftreten der Schädlinge im Interview: „Das Phänomen ist so alt wie der Pflanzenschutz selbst.“
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10.6.2010

Eisbergsalat zählt zu den Leibgerichten von Nacktschnecken. Ist der Salat mit Oxylipinen aus Moospflanzen behandelt (rechtes Blatt), wird er von der Schnecke verschmäht. Foto: Martin Rempt/FSU
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Moos-Substanz verdirbt Nacktschnecken den Appetit
Chemiker haben nun den Stoff identifiziert, der Pflanzen vor Fraßfeinden schützt und der sich eignet, Schnecken den Appetit zu verderben. „Dabei handelt es sich um Oxylipine, Verbindungen, die aus der oxidativen Umsetzung von ungesättigten Fettsäuren hervorgehen, wenn das Moos verwundet wird“, erläutert Prof. Dr. Georg Pohnert von der Universität Jena anläßlich seines Artikels in der Zeitschrift Angewandte Chemie.
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10.9.2010
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Online-Portal startet Mitte Juni neues Themen-Special zu "E-Lectures"
Ab Mitte Juni 2010 informiert das Portal e-teaching.org über die Konzeption und den Umgang mit elektronischen Vorlesungen an Hochschulen. Eine Reihe von Live-Veranstaltungen begleitet die Reihe.
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10.6.2010
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Vereinfachtes Vergaberecht für die Wissenschaft
Ab diesem Freitag können Forschungseinrichtungen Aufträge bis in Höhe von 193.000 Euro ohne förmliche Ausschreibungen freihändig im Wettbewerb an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben werden. Dies gilt für spezielle Lieferungen und Dienstleistungen im wissenschaftlichen Bereich, wie etwa Messgeräte, Simulatoren und Instrumententräger sowie Fachgutachten und Programmierleistungen für Forschungsrechner. Möglich wurde diese weitere Flexibilisierung durch die Wissenschaftsfreiheitsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
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10.6.2010
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Zusammenschluss
Neuer Biotech-Verbund in Sachsen
"Heute beginnt eine neue Ära für den Biotechnologie-Standort Sachsen." - mit diesen Worten bewertet der Vorstandsvorsitzende des biosaxony e.V. Roland Göhde, Geschäftsführer der Görlitzer Partec GmbH, die erfolgreiche Verschmelzung der beiden Vereine biodresden e.V. und biosaxony e.V. In dem neu entstandenen gemeinsamen Verein bündeln die Akteure der Biotechnologie- und Life Sciences-Branche sachsenweit ihre Aktivitäten. Nachdem die Mitglieder des biodresden e.V. der Verschmelzung bereits am 4. Juni 2010 einstimmig zugestimmt hatten, wurde diese durch die Mitglieder des biosaxony e.V. am 10. Juni 2010 in Leipzig endgültig beschlossen.
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9.6.2010
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Bundestag: Opposition will mehr Geld für Bildung
Pünktlich zum Bildungsgipfel im Kanzleramt werden die Oppositionsfraktionen im Bundestag ihre Anträge auf mehr Geld für Kitas, Schulen und Hochschulen sowie für eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern einbringen. Im Zentrum stehen die Forderung nach einer Überarbeitung der Bologna-Reform sowie die Aufhebung des grundgesetzlichen Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern.
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8.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Runder Tisch mit Schavan: "Gentechnik kann Beitrag zur Welternährung leisten"
Im Jahr 2050 werden rund 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben, das sind über 25 Prozent mehr als heute. Zugleich ist die landwirtschaftlich nutzbare Fläche begrenzt und der Klimawandel führt zu extremen Witterungsverhältnissen mit Trockenheit, Versalzung der Böden und akutem Wassermangel. "Ich bin davon überzeugt, dass gentechnische Ansätze einen Beitrag zur Welternährung leisten können, indem robustere Pflanzen entwickelt werden, die Dürre oder Kälteeinbrüche besser als bisher standhalten können", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich des dritten Runden Tisches Pflanzengenetik am Dienstag. Die Ministerin kündigte für Herbst 2010 eine neue Förderinitiative an, um die Kooperation deutscher Forscher mit Entwicklungs- und Schwellenländern in Ernährungsfragen zu intensivieren. Ein vierter Runder Tisch soll Fragen zur biologischen Sicherheitsforschung behandeln.
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8.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Appell: Rahmenbedingungen für Freilandforschung mit gv-Pflanzen verbessern
Anlässlich des 3. Runden Tisches zur Pflanzenbiotechnologie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Dienstag, den 08. Juni 2010, fordern erstmals alle deutschen Versuchsansteller in einem gemeinsamen Appell Politik und Gesellschaft zu einem Wandel in der Diskussionskultur zur Grünen Gentechnik auf. Nicht mehr diffuse Ängste, sondern wissenschaftlich bestätigte und überprüfte Erkenntnisse sollen die Grundlage für eine ergebnisoffene Meinungsbildung legen und weiterhin Forschung am Standort Deutschland ermöglichen.
Appell im Wortlaut beim VBIO
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8.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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GV-Pflanzen: EU entscheidet über Zulassung, Länder über Anbau
Die EU-Kommission hat die seit langem erwarteten neuen Regeln für Zulassung und Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen offenbar fertig. Am 13. Juli 2010 soll über die von Verbraucherschutzkommissar John Dalli ausgearbeiteten Vorschläge abgestimmt werden.
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8.6.2010
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Wo die Wirtschaft floriert, überleben fremde Arten besser
Invasive Pflanzen und Tiere profitieren von der Globalisierung: Weltweit dringen sie über Reise- und Handelsrouten in neue Gebiete vor und verdrängen einheimische Arten. Am erfolgreichsten breiten sie sich in wirtschaftlichen Ballungszentren aus. Dies hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Mit Beteiligung des Instituts für Ökologie und Evolution der Universität Bern wurde erstmals nachgewiesen, dass der menschengemachte Einfluss größer ist als natürliche Einflüsse. «In reichen Ballungszentren sind die menschlichen Aktivitäten am höchsten zum Beispiel Reisen mit Einfuhr und Freisetzung nicht-einheimischer Haustiere oder unbeabsichtigtes Einschleppen beim Handel mit Landwirtschaftsprodukten», erklärt Prof. Wolfgang Nentwig vom Berner Institut für Ökologie und Evolution.
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8.6.2010

Professor Dr. Karl-Josef Dietz und sein Gast Professor Dr. Jean-Pierre Jacquot (v.l.). Foto Uni Bielefeld
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Redoxforscher und Humboldt-Preisträger zu Gast
Professor Dr. Jean-Pierre Jacquot, der heuer den Alexander von Humboldt-Preis in Höhe von 60.000 Euro erhielt, forscht seit dem Frühjahr am Lehrstuhl für Biochemie und Physiologie der Pflanzen bei Professor Dr. Karl-Josef Dietz in Bielefeld. Ausgezeichnet wurde Professor Jacquot, Mitglied des renommierten L’Institute Universitaire de France, für grundlegende Entdeckungen zur Redoxregulation. Seine Arbeiten zum Thioredoxin- und Glutaredoxinsystem haben dieses Forschungsgebiet nachhaltig geprägt. Während seines Forschungsaufenthalts in Bielefeld will Jacquot die biochemischen Mechanismen untersuchen, die die Elektronenflüsse durch das redoxregulatorische Netzwerk der Zelle ermöglichen.
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8.6.2010

Professor Ulrich Heber bekommt den Preis beim 15. Internationalen Photosynthese-Kongress überreicht, der vom 22. bis 27. August in Peking stattfindet. Foto: Uni Würzburg
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Pflanzenforscher Ulrich Heber für sein Lebenswerk gewürdigt
Die Internationale Gesellschaft für Photosynthese-Forschung hat den Würzburger Pflanzenforscher Professor Ulrich Heber (79) für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Heber erhielt den Lifetime Achievement Award für seine Pionierarbeiten über den Stofftransport in Pflanzenzellen. Von ihm stammen grundlegende Erkenntnisse zu der Frage, wie Pflanzen die eingefangene Sonnenenergie in ihren Blättern konservieren. Möglich waren diese Erfolge durch Messgeräte, die Heber selbst entwickelt hat: Mit ihnen ließen sich die Reaktionen der Chlorophyllkörner auf Licht analysieren, ohne das Blatt dafür zerstören zu müssen.
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8.6.2010

Das Heft Evolution erzählt auf 152 Seiten wie sich Moleküle zu komplexen Lebewesen entwickelten. Foto: GEO.
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Populärwissenschaftliche Botanik
Von Urzellen, Stromatolithen und Volvox-Algen
Die Evolution in den ersten vier Milliarden Jahren ist Thema des aktuellen GEOkompakt-Heftes. Der Beitrag "Die Kraft des Lichtes" erklärt auf sechs Seiten die Erfindung der Photosynthese, eines Prozesses, "der die Welt verändern wird, wie kaum ein zweiter". Dabei entsteht toxischer Sauerstoff, der zum "folgenreichsten Abfallprodukt der Evolutionsgeschichte wird". Weitere Artikel schildern, wie die Zelle zu ihrem Kern und zu anderen Organellen kam und warum die Entwicklung der Mehrzelligkeit auch den Sex und den Tod in die Welt brachte. Viele Abbildungen beflügeln die Vorstellungskraft über frühere Erdzeitalter. Ein Heft, das die Evolution nicht nur an Dinosauriern und Säugern erklärt.
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8.6.2010

Die Teilnehmer des Workshops werden den neuen Algenreaktor der Hochschule Lausitz besichtigen. Foto: Witzmann, Hochschule Lausitz
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Konferenz zur Mikroalgenbiotechnologie
Als Folge der Klimadebatte erfährt die Phototrophe Biotechnologie große Aufmerksamkeit. Dies hat zur bisher größten Teilnehmerzahl beim European Workshop Biotechnology of Microalge geführt, der vom 7. bis 10. Juni 2010 an der Universität West Ungarn und der Hochschule Lausitz (FH) zum achten Mal in Nuthetal, Bergholz-Rehbrücke veranstaltet wird. Mehr als 250 Experten aus 34 Ländern und fünf Kontinenten beraten zu den Schwerpunktthemen: Photosyntheseoptimierung, Photobioreaktoren, Mikroalgen in Lebensmitteln, Futtermitteln und Kosmetik sowie phototrophe Zellkulturen mit medizinisch wirksamen Aktivitäten.
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7.6.2010

Blumen wie die Hallersche Schaumkresse (Arabidopsis halleri) dürfen erst dann blühen, wenn sie durch Bienen bestäubt werden können. Foto: Shinichiro Aikawa.
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Temperatur-Gedächtnis der Pflanzen dauert sechs Wochen
Der Klimawandel hat bei einigen Pflanzenarten die Blütezeit verschoben. Dadurch ist die Koordination mit Bestäubern wie saisonal auftretenden Insekten gestört. Pflanzenbiologen aus Zürich und Japan konnten nun zeigen, dass ein für die Blütezeit verantwortliches Gen als Gedächtnis fungiert. Dieses FLC genannte Gen ist der Hauptschalter des blütenregulierenden Netzwerkes. Es steuert die pflanzliche Entwicklung, indem es es die Temperatur der letzten sechs Wochen registriert.
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7.6.2010

Jiří Friml ist seit 2007 Professor am Departement für Pflanzen-Systembiologie an der belgischen Universität Gent.
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Der Körber-Preis geht heuer an den Pflanzenforscher Jiří Friml
Für seine bahnbrechenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Pflanzenentwicklung und die Wirkungen des Pflanzenhormons Auxin erhält Prof. Dr. Jiří Friml den mit 750.000 Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2010. Diese Auszeichnung ehrt jedes Jahr einen europäischen Wissenschaftler für ein innovatives, zukunftsweisendes Forschungsvorhaben. Der Molekularbiologe und Biochemiker Jiří Friml erforscht die genetischen, molekularen und zellbiologischen Prozesse, die die Entwicklung von Pflanzen steuern und hat damit grundlegende Denkanstösse nicht nur für die pflanzenwissenschaftliche Forschung geliefert. Seine Erkenntnisse gelten als Meilenstein zum Verständnis zahlreicher physiologischer Prozesse in der Pflanze. Aber auch für die agrarwissenschaftliche und medizinische Forschung sind Frimls Ergebnisse von herausragender Bedeutung.
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6.6.2010
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"Illegaler Gen-Mais" ausgesät, sagt Greenpeace
In Niedersachsen und weiteren Bundesländern soll Mais-Saatgut ausgebracht worden sein, das mit gentechnisch verändertem Mais verunreinigt war. Greenpeace spricht von einem "Skandal" und wirft den zuständigen Behörden in Niedersachsen vor, nicht rechtzeitig Maßnahmen ergriffen zu haben, um eine Aussaat zu verhindern. Die von den Behörden gemessenen GVO-Anteile sollen bis zu 0,1 Prozent betragen und liegen damit an der technischen Nachweisgrenze. Gefunden wurde der gentechnisch veränderte Mais NK603, der in den USA und anderen Ländern seit mehreren Jahren angebaut wird.
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4.6.2010
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UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ kommt nach Deutschland
Der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) wird im nächsten Jahr in Deutschland tagen. Das höchste Entscheidungsgremium des MAB-Programms hat die deutsche Einladung angenommen, berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN).
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4.6.2010
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Broschüre aktualisiert
Nachwachsende Rohstoffe in der Industrie
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gibt die Publikation „Nachwachsende Rohstoffe" erweitert und mit aktualisierten Zahlen heraus. Die dritte Auflage der Broschüre ist ein wichtiges Nachschlagewerk für alle, die sich für die industrielle Nutzung agrarischer Rohstoffe und der stofflichen Verwendung von Holz aus marktanalytischer Sicht interessieren.
download bei der FNR
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4.6.2010
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Umweltschädliche Subventionen kosten 48 Milliarden Euro
Umweltschädliche Subventionen kosten den Fiskus gut 48 Milliarden Euro pro Jahr; das entspricht rund einem Fünftel des Bundeshaushaltes. Und die Tendenz ist leider steigend. Fast die Hälfte der Subventionen begünstigt direkt den Verbrauch fossiler Energieträger und macht so Anstrengungen im Klimaschutz teilweise zunichte. Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, fordert daher, die Subventionen einzeln zu überprüfen und nicht nach dem Rasenmäherprinzip zu kürzen.
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3.6.2010

Der Atlas kombiniert die Ergebnisse des EU-Forschungsprojektes ALARM (68 Partner aus 35 Ländern in Europa und Übersee) mit einigen Kernergebnissen aus zahlreichen anderen Forschungsnetzwerken. Insgesamt haben 366 Autoren aus über 180 Institutionen in 43 Ländern zu dem 280 Seiten starken Atlas beigetragen. Quelle: Pensoft Pulisher
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Politik beeinflusst Biodiversität maßgeblich
Politische Entscheidungen gehören zu den Haupttriebkräften, die das Überleben der Artenvielfalt beeinflussen. Sie wirken sich direkt auf Entscheidungen in Kernbereichen des Umgangs mit Natur und Landschaft aus wie über Landwirtschafts-, Verkehrs- oder Infrastrukturpolitiken. Diese Entscheidungen beeinflussen auch viele relevante sozio-ökonomische Prozesse, die dem Handeln der Menschen zugrunde liegen, schreibt ein internationales Wissenschaftlerteam im erstmals erschienenen „Atlas der Biodiversitätsrisiken“. Das Werk fasst die Hauptfaktoren zusammen, die zum Verlust der Artenvielfalt auf europäischer und globaler Ebene führen.
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3.6.2010

Larve der Kartoffelmotte Tecia solanivora. Foto: Uni Göttingen.
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Agrarökologen entdecken: Spucke einer Mottenlarve kann Kartoffelernte verdoppeln
Wenn Kartoffelpflanzen von der Guatemala Kartoffelmotte befallen werden, kann sich ihr Ertrag unter Umständen verdoppeln. Zu dieser überraschenden Erkenntnis kamen Agrarökologen der Universität Göttingen in einer Studie. Eigentlich wollten die Forscher untersuchen, welche Schäden die Larven der südamerikanischen Motte Tecia solanivora auf Kartoffelfeldern in den kolumbianischen Anden anrichten. Stattdessen fanden sie heraus, dass der Speichel der Larven Wirkstoffe enthält, die die Pflanze anregen, größere Knollen zu produzieren.
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3.6.2010
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Mit Hochdruck zum Sprit aus Stroh: Studenten gewinnen im Bundeswettbewerb „Energie“
Eine Gruppe von Studenten der TU Hamburg-Harburg (TUHH) ist einer von 13 Siegern im Wettbewerb „Energie für Ideen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Sie erhalten 10 000 Euro zur Realisierung ihrer prämierten Projektidee: „Mit Hochdruck zum Stroh-Sprit“. Sie wollen an vier Tagen Biokraft im Kleinmaßstab realisieren und ein mit Bioethanol betriebenes Kleinfahrzeug in Betrieb nehmen. Die Studenten stammen aus einem „energiegeladenen“ Umfeld an der Hamburger Hochschule, wo allein sechs Institute am Forschungscluster „Bioraffinerie2021“ beteiligt sind, in dessen Mittelpunkt die optimale Gewinnung von Energie- und Wertstoffen aus Pflanzen steht.
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2.6.2010

Blatt der Ackerschmalwand, das vom Echten Mehltau befallen ist (REM-Aufnahme). Foto: Jürgen Berger, Marco Todesco, MPI
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Publikation
Klein aber fein - langsam wachsende Pflanzen sind robuster; fehlen Feinde, siegen die Schnellwachsenden
Wissenschaftler der Abteilung Molekularbiologie am Max-Planck-Institut (MPI) für Entwicklungsbiologie in Tübingen untersuchten die Vor- uns Nachteile der Abwehrstärke: Besonders resistente Pflanzen der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana bilden weniger und kleinere Blätter. In Abwesenheit von Feinden sind sie damit weniger konkurrenzfähig als anfälligere Pflanzen, die schnell wuchsen. Ob es vorteilhafter ist, in Resistenz oder in Biomasse zu investieren, hängt somit von den jeweiligen Umständen ab, die jedoch nicht vorhergesagt werden können. Daher treten in der Natur immer sowohl die großen und verwundbaren Individuen als auch die kleinen und wehrhaften auf, wie die Pflanzenforscher in der Zeitschrift Nature schreiben.
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2.6.2010

Die Braunalge Ectocarpus siliculosus wächst hier auf Seegras der Gattung Zostera. Foto: Akira Peters, Station Biologique Roscoff.
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Publikation
Wie entstanden Vielzelligkeit und Photosynthese?
Mit der weltweit ersten vollständigen Sequenzierung eines Braunalgen-Genoms gelang einem internationalen Forscherteam ein großer Sprung, um die Evolution dieser zwei zentralen Voraussetzungen für höheres Leben auf der Erde zu verstehen. Wie die international renommierte Fachzeitschrift Nature berichtet, entschlüsselten rund 100 Wissenschaftler und Techniker in einem fünfjährigen Forschungsprojekt das Genom von Ectocarpus siliculosus, einer bis zu 20 cm großen Braunalge, die vor allem an den Küsten gemäßigter Breiten vorkommt. Die Biologen Dr. Klaus Valentin und Dr. Bank Beszteri vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in der Helmholtz-Gemeinschaft waren seit der Planungsphase 2005 an dem weltumspannenden Kooperationsprojekt beteiligt.
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2.6.2010

Die rot gefärbten Pollenschläuche der Maispflanze wachsen zum weiblichen Eiapparat. Dort entlassen sie die Spermazellen zur Befruchtung. Foto: Universität Regensburg
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Publikation
Pflanzenvermehrung mit Abwehrproteinen
Abwehrproteine (sogenannte Defensine und Defensin-ähnliche Proteine) spielen eine wichtige Rolle bei der Befruchtung von Pflanzen. Das Forscherteam um Prof. Dr. Thomas Dresselhaus konnte dies mittels Untersuchungen an Mais nachweisen. Das Abwehrproteine ZmES1-4-Defensin, wird demnach vom Eiapparat der Pflanze ausgeschüttet und öffnet Kalium-Ionen-Kanäle beim männlichen Geschlechtspartner, wodurch die Spermazellen explosionsartig freigesetzt werden. Erst anschließend kann es zur Befruchtung kommen, schreiben sie in der Zeitschrift PLoS Biology. Die Ergebnisse der Regensburger Forscher versprechen neuartige Anwendungsmöglichkeiten, um die Barrieren zwischen derzeit noch nicht kreuzbaren Nutzpflanzen zu überwinden.
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2.6.2010

Das Wurzelhaar wird von Bakterien angegriffen (unteres Bild, grün). Foto: Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften, Uni Würzburg
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Publikation
Wie Pflanzen Infektionen bemerken
Kleinste Bruchstücke von Bakterien reichen aus, um bei Pflanzen eine Abwehrreaktion gegen die Schädlinge auszulösen. Forscher von den Universitäten Würzburg und Basel beschreiben jetzt molekulare Details. Aus ihren Untersuchungen schliessen sie: Die unterschiedlichen Gefahrensignale, die von Oberflächenrezeptoren erkannt werden, werden über den gleichen Anionen-Kanal in ein elektrisches Signal übersetzt, schreiben sie in der der Zeitschrift The Plant Journal und Journal of Biological Chemistry.
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1.6.2010

In solchen Röhrenbioreaktoren wachsen und vermehren sich die Algen. Foto: Hochschule Anhalt.
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Forschungskooperation
Wirkstoffe gegen Krebs aus Microalgen
Die Naturstoffchemiker des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie (IPB) werden künftig auch in Algen nach neuen antibiotischen oder Antikrebs-Wirkstoffen suchen. Dafür wurde eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Köthen begonnen, die mit ihrem Equipment und ihrem Knowhow zur Anzucht von Algen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Vorhabens leisten werden. Während die Wissenschaftler der Hochschule Anhalt sich um die Optimierung der Algenanzucht in den Flüssigkulturen der Bioreaktoren bemühen, werden die Hallenser Chemiker die Wirkstofffindung und entwicklung vorantreiben. Aus der Mikroalge Eustigmatos will man Substanzen isolieren, die zur Gruppe der Lipopeptide gehören.
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1.6.2010
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Workshop
Dritte Erkundung des Physcomitrella-Genoms
Das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) und der Lehrstuhl für Pflanzenbiotechnologie der Universität Freiburg laden zur Teilnahme am dritten Physcomitrella Genomworkshop ein, der vom 13. bis 15. September 2010 in Freiburg stattfinden wird. Prof. Dr. Ralf Reski, der mit seinem Team federführend an der Assemblierung, der Annotierung und der Analyse der vom JGI produzierten Sequenzdaten beteiligt war, will auf dem DFG-finanzierten Workshop sowohl Neueinsteiger schulen, als auch Wissenschaftler aus der ganzen Welt in die Lage versetzen, an der weiteren Annotierung der Moosgene mitzuwirken.
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1.6.2010
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Neue BMBF-Förderung
Ideen aus der akademischen Forschung anwenden
Der Lotus-Effekt sorgt für selbst reinigende Fassaden, die Leseköpfe in unseren Computern arbeiten auf Basis des Riesenmagnetwiderstands und Dank der Erkenntnisse zu den Papilloma-Viren gibt es eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Diese Beispiele zeigen: Die Grundlagenforschung hat das Potenzial für bahnbrechende Anwendungen. Mit der neuen Fördermaßnahme „Validierung des Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung VIP“ möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermutigen, mögliche Anwendungen ihrer Forschungsergebnisse zu erschließen. Ihnen soll ermöglicht werden, diese Ideen zu verfolgen, bis die Wirtschaft mit ins Boot steigt.
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1.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Äpfel mit Birnen verglichen? Englische Studie entfacht Diskussion um Nutzen der Bio-Landwirtschaft
Bio-Landwirtschaft sei gut für die Umwelt und die Biodiversität, wird allgemein angenommen. In der Tat zeigen viele Untersuchungen, dass auf biologisch bewirtschafteten Feldern ein größerer Artenreichtum herrscht als auf herkömmlich genutzten Äckern. Eine Untersuchung von Tim Benton und Mitarbeitern von der Universität Leeds relativiert diese Beobachtungen nun, und regt zum Nachdenken an. In der TIMES kommentierte der Studienleiter: "Da die Biodiversitäts-Vorteile der Bio-Landwirtschaft gering sind, könnte der niedrige Ertrag ein Luxus sein, den wir uns nicht leisten können vor allem in den produktiven Regionen des Vereinigten Königreichs".
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1.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Bt-Baumwolle: Grossflächiger Anbau in China verschiebt Schädlings-Spektrum
Änderungen bei Anbauverfahren können verschiedenartige Auswirkungen auf die komplizierten Netzwerke zwischen den Lebewesen haben. Kongming Wu vom Institut für Pflanzenschutz der Chinesischen Wissenschaftsakademie in Peking und Mitarbeiter haben dies am Beispiel der insektenresistenten Bt-Baumwolle untersucht. Sie wird in Nordchina bereits auf 95% der Baumwollanbaufläche angepflanzt und hat die herkömmlichen Baumwollsorten fast vollständig ersetzt. Der Grund hierfür ist der zuverlässige Schutz der Bt-Baumwolle gegen einen Hauptschädling der Baumwolle, den Nachtfalter Baumwolleule (Helicoverpa armigera), und die Möglichkeit auf Insektizide gegen diese Schädlinge weitgehend zu verzichten.
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1.6.2010
Debatte: Grüne Gentechnik
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Studie zu Bt-Baumwolle: In indischen Dörfern profitieren vor allem Frauen
Männer und Frauen sind oft unterschiedlich von gesellschaftlichen Veränderungen betroffen, wie sie etwa durch technische Innovationen ausgelöst werden. Ein Beispiel für eine umfassende Veränderung ist die Verdrängung konventioneller Sorten durch insektenresistente Bt-Baumwolle in Indien. Während die Männern eher mir der Pflege der Pflanzen beschäftigt sind, wird der Hauptteil der Erntearbeit bei Baumwolle von Frauen geleistet. Die mit Abstand grösste Summe der Arbeitseinkünfte aus dem Baumwollanbau im Untersuchungsgebiet erzielten Lohnarbeiterinnen sowohl aus landlosen Familien, als auch solche, deren Familie selber Grund besitzt, die aber bei Nachbarn mitarbeiten.
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| 1.6.2010 |
5.885 gentechnische Anlagen in Deutschland
Die von den Bundesländern aktuell an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeldeten gentechnischen Anlagen werden von der Zentralen Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) veröffentlicht. In der Summe sind nunmehr 5885 (Stand 1. April 2010) gentechnische Anlagen in Deutschland zugelassen.
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