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30.11.2009
Debatte:
Grüne Gentechnik
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Eiltempo
EU-Kommission genehmigt Gentechnik-Mais MIR604
Nur zehn Tage nach der Abstimmung im Ministerrat hat die EU-Kommission die Einfuhr von gentechnisch verändertem Mais MIR604 genehmigt. Damit können Sojabohnen aus der diesjährigen US-Ernte nach Europa eingeführt werden.
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30.11.2009
Debatte:
Grüne Gentechnik
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Wirbel um Gentechnik-Äußerungen des neuen Greenpeace-Chefs über Golden Rice
Seit Mitte November ist Kumi Naidoo Geschäftsführer von Greenpeace International. Der 44-jährige Menschenrechtsaktivist hatte sich in einem Interview mit dem SPIEGEL skeptisch über die grundsätzlich ablehnende Haltung von Greenpeace gegenüber der grünen Gentechnik geäußert. Angesichts von Entwicklungen wie dem Goldenen Rice, der unterernährte Kinder mit Vitamin A versorgen und vor der Erblindung bewahren könnte, wolle er prüfen, ob diese Positionen nicht revidiert werden müssten. Greenpeace deutete gleich darauf diese Äußerung wieder um.
ganze Meldung und Links beim VBIO
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30.11.2009
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Wie Algen Metalle recyceln können
Am Institut für Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin sind Algen spannende Forschungsobjekte. So untersucht ein Team um Dr. Gerald Bunke die Fähigkeit verschiedener Mikro- und Makroalgen, Metalle zu binden. Damit können Algenkügelchen das durch Gifte und Schwermetalle kontaminierte Wasser säubern.
Artikelserie der TU, in der sie Forschungsprojekte vorstellt.
Ganzer Artikel bei der TU Berlin
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28.11.2009
Debatte:
Grüne Gentechnik
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China gibt grünes Licht für den Anbau von gentechnisch verändertem Reis und Mais
China wird in wenigen Jahren großflächig gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen. Das Komitee für biologische Sicherheit beim chinesischen Landwirtschaftsministerium hat den Anbau von gentechnisch verändertem Reis und Mais freigegeben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei an der Entscheidung beteiligte Wissenschaftler. Beide Pflanzen wurden von chinesischen Forschungseinrichtungen entwickelt.
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27.11.2009
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Experten: Deutschland muss bei Nachhaltigkeit zulegen
Die deutsche Nachhaltigkeitspolitik braucht neue, wirksame Weichenstellungen, wenn Deutschland im Rennen um wichtige Zukunftsmärkte punkten will. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Gremium von Nachhaltigkeitsexperten, das im Auftrag der Bundesregierung die deutsche Nachhaltigkeitspolitik analysiert hat. Zurzeit, so die Gutachter unter Vorsitz von Björn Stigson, Präsident des World Business Council for Sustainable Development, fehle der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eine langfristige Vision. „Das ‚grüne’ Rennen ist eröffnet“, so Stigson. Fraglich sei, ob die deutsche Politik das neue Tempo dieses Rennens mithalten könne.
ganze Meldung und Links beim VBIO
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27.11.2009
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She Figures präsentiert europäische Daten zur Gleichstellung der Wissenschaftlerinnen
Haben Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen? Sind sie unter den Studierenden in Europa in gleicher Weise vertreten? Erreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im gleichen Umfang Führungspositionen? Die Publikation "She Figures 2009" beantwortet diese Fragen mit europaweit vergleichbaren Daten.
Details und Daten beim VBIO
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27.11.2009

Dank Bioluminiszenz leuchtet das Gehirn aus Moos, das der Künstler Jun Takita bei der Eröffnung der Ausstellung "sky-interfaces" im Casino Luxemburg präsentierte. Foto: Uni Freiburg.
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Ein Mooshirn als internationales Kunstobjekt
Der in Tokyo geborene und in Paris lebende Künstler Jun Takita fertigte seine Skulptur "Light, only light" für die Ausstellung "sk-interfaces" in Luxemburg am Lehrstuhl für Pflanzenbiotechnologie der Universität Freiburg bei Prof. Ralf Reski an. Dabei verwendet er ein Produkt der Synthetischen Biologie: Er nutzt für sein Kunstobjekt Moospflanzen, denen ein so genanntes Luciferase-Gen eingesetzt wurde. Dieses Gen ist im Moos aktiv und bewirkt, dass die Pflänzchen im Dunkeln schwach leuchten. Diese Bioluminiszenz ist in der Natur unter anderem von Tiefseefischen, dem Meeresleuchten und von Glühwürmchen bekannt.
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26.11.2009

Der Schrumpfungseffekt in Wurzeln wurde zwar schon lange vermutet, konnte aber erst jetzt mit Hilfe von Röntgen-Computer-Tomografie nachgewiesen werden. Foto: Dr. Ulrich Weller/UFZ
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Wenn Wurzeln den Kontakt verlieren
Erstmals Trocken-Schrumpfung an lebenden Wurzeln im Boden beobachtet
Pflanzenwurzeln können durch Trockenheit schrumpfen und dabei den Kontakt zum Boden verlieren. Dieser Effekt wurde zwar schon lange vermutet, konnte aber erst jetzt mit Hilfe von Röntgencomputertomografie tatsächlich nachgewiesen werden. Die Bildung eines Luftspaltes könnte den Pflanzen zunächst helfen, drohende Wasserverluste zu verhindern, wenn der Boden austrocknet, schreiben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im Fachblatt Vadose Zone Journal.
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26.11.2009

Algenzucht im Miniatur-Maßstab: Im Labor wachsen die Mikroalgen in Glaskolben. Foto: WWU - Grewer
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Wie Algen überschüssige Lichtenergie unschädlich machen
Licht ist lebenswichtig. Zu ausgiebige Sonnenbäder jedoch verursachen Sonnenbrand - nicht nur bei Mensch und Tier. Auch Pflanzen kann intensive Sonneneinstrahlung schaden. Ein Team von Wissenschaftlern aus Münster und den USA konnte nun erstmals zeigen, wie sich grüne Algen gegen solche Schäden schützen. Das berichtet die angesehene Fachzeitschrift "Nature".
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25.11.2009

Prof. Dr. Antje von Schaewen, Dr. Judith Scharte, Kerstin Fischer und Olessja Becker (von links nach rechts) vom münsterschen Gewinnerteam. Foto: WWU
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Patente Erfinder
Botanikerinnen-Team siegt bei Hochschulwettbewerb
Ein Team um Prof. Dr. Antje von Schaewen vom Institut für Botanik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) hat den ersten Preis beim diesjährigen Hochschulwettbewerb "Patente Erfinder" erhalten. Sie erhielten die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Projekt "EukaResist". Dabei tauschten sie die Iso-Enzyme und erlangten eine erhöhte Stressresistenz: Die Tabakpflanzen werden widerstandsfähiger gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren wie Krankheitserregern und Trockenheit. Gleichzeitig ist eine Zunahme des Samenertrags zu beobachten.
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25.11.2009

Die Wissenschaftler, die 2009 den Klaus-Tschira-Preis erhielten. Foto: Klaus-Tschira-Stiftung.
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Preisträger gesucht
Drei Jahre Forschung auf drei Seiten erklärt
Zum fünften Mal ruft die Klaus Tschira Stiftung junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, sich um KlarText!, den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft, zu bewerben. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss. Bis zum 28. Februar 2010 können sich Promovierte aus der Biologie und anderen Naturwissenschaften mit ihren Textbeiträgen bewerben.
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24.11.2009

Pigmente im Peridinin-Chlorophyll-Protein: Das Chlorophyll ist grün, das Peridinin rot gezeigt. Beide sind umgeben von weiteren Karotinoidmolekülen in orange und dem Protein in grau. Abbildung: Tim Schulte.
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Wie sich die Feueralge schützt: besonderes Karotinoid im Lichtsammelkomplex identifiziert
Bei zu viel Licht können sich Sauerstoffradikale bilden, die die Zelle schädigen. Feueralgen (Dinoflagellaten) haben einen einzigartigen Lichtsammelkomplex (Antenne), der bei zu viel Licht die überschüssige Energie sehr effizient ableiten kann, ohne die Zelle zu schädigen. Welche Moleküle in der Antenne dabei von Bedeutung sind, haben Biophysiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Prof. Dr. Eckhard Hofmann und Tim Schulte in Zusammenarbeit mit Kollegen in den USA und Tschechien herausgefunden. Sie beschreiben eine Art integrierten Blitzableiter in der aktuellen Ausgabe von PNAS.
mehr bei der RUB
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24.11.2009
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China und Indien für patentfreie grüne Technologie
Die Schwellenländer legen einen kontroversen Vorschlag auf den Tisch, den Kritiker als Aufhebung des geistigen Eigentums bezeichnen.
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24.11.2009
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Biologentag 2009 in Berlin
Was Darwin nicht wusste oder wissen wollte. Oder was er gerne gewusst hätte. Einige der Referenten ließen es sich nicht nehmen, das Motto des diesjährigen Biologentages „Was Darwin noch nicht wissen konnte modern Biowissenschaften“ zu modifizieren. Spekulativ ging es dabei aber in keinem Fall zu. Vielmehr gelang den insgesamt 12 Referenten eine sehr anschauliche Darstellung evolutionsbiologischer Forschungsthemen in unterschiedlichen Disziplinen.
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24.11.2009
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Hochschul-Rektoren-Konferenz: pro Bologna
Die Mitgliederversammlung der Hochschul-Rektoren-Konferenz (HRK) hat heute in Leipzig einstimmig eine Stellungnahme zum Bologna-Prozess beschlossen, der fünf Punkte enthält.
mehr bei der HRK
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23.11.2009
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Treviranus-Medaille des VBIO für Peter Sitte
Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) ehrt den Zellbiologen Professor Dr. Dr. h. c. Peter Sitte von der Universität Freiburg mit der Treviranus-Medaille. Prof. Sitte ist seit dem Jahr 2000 Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft und erhielt nun die höchste Auszeichnung des Biologenverbandes. Sie wurde anlässlich des Biologentages am 21. November im Naturkundemuseum Berlin übergeben. Der VBIO würdigt damit die führende Rolle des Preisträgers für die Entwicklung der Zellbiologie zu einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin sowie seine herausragenden Leistungen in Grundlagenforschung und Lehre.
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23.11.2009

Die Forscher bilanzierten erstmals auch die Methan- und Stickoxidemissionen aus der Viehhaltung und intensiven Landwirtschaft. Mitteleuropa setzt unter dem Strich mehr Treibhausgase frei (rote Färbung) und nivelliert damit den Effekt russischer Wälder als CO2-Speicher (blaue Färbung). Grafik: CarboEurope Team
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Intensive Landwirtschaft verschlechtert Klimabilanz
Die intensive Landwirtschaft in der EU setzt so viel Klima schädigende Stickoxide und Methan frei, dass der positive Effekt von Wäldern, Grasland und Torfmooren als Kohlenstoff-Speicher gegen Null geht. Das berichtet eine europäische Forschergruppe um Ernst-Detlef Schulze vom Max-Planck-Institut (MPI) für Biogeochemie in Jena. Sie veröffentlichte ihre Ergebnisse gestern vorab Online in Nature Geoscience.
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23.11.2009
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Umweltökonom vertritt Standpunkt
Klimaverhandlungen in Kopenhagen: ohne den Wald geht es nicht!
Prof. Bernd Hansjürgens, Leiter des Departments Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) fordert, den Wald bei der Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen mit einzubeziehen. Denn der Wald spielt für die globale Situation der Treibhausgase eine zentrale Rolle.
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23.11.2009
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Die Vegetation unter dem Einfluss des Menschen in den letzten 7500 Jahren
Untersuchungen pflanzlicher Makroreste aus der Region Basel haben gezeigt, dass die Landschaft und die natürlichen Lebensräume seit den Metallzeiten immer stärker anthropogen beeinflusst wurden und die floristische Diversität bis ins Mittelalter anstieg. Die größten Veränderungen wurden in der Spätbronzezeit sowie in der Römerzeit festgestellt.
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20.11.2009
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Neuer Studiengang: Master Biotechnology and Process Engineering
Die Fachhochschule Flensburg erweitert ihr international ausgerichtetes Studienangebot. Zum Sommersemester 2010 bietet die FH Flensburg als erste Hochschule in Deutschland einen englischsprachigen Masterstudiengang zum Master of Science in Biotechnology and Process Engineering an.
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20.11.2009
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Nationaler Dachverband
Prof. Dr. Diethard Tautz will sich als neuer Präsident des VBIO stärker in der Wissenschaftspolitik engagieren
Die Bundesdelegiertenversammlung des VBIO hat den Zoologen Professor Dr. Diethard Tautz vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst Prof. Dr. Rudi Balling ab, der den VBIO seit dessen Gründung im Juni 2007 geführt hatte. Anlässlich seiner Wahl betonte Tautz: „Gemeinsam mit den im VBIO zusammengeschlossenen Fachgesellschaften wird sich der VBIO auch stärker im Bereich der Wissenschaftspolitik und förderung engagieren“.
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20.11.2009
Debatte:
Grüne Gentechnik
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EU-Zulassung von Gentechnik-Mais: Deutschland stimmt erstmals zu
In Kürze wird die EU-Kommission Futter- und Lebensmittel aus gentechnisch verändertem Mais MIR604 zulassen. Bei der heutigen Abstimmung im EU-Agrar-Ministerrat stimmte Deutschland dem Zulassungsvorschlag der EU-Kommission zu. Bei ähnlichen Anlässen hatte sich Deutschland bislang enthalten.
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19.11.2009

Katalytisches Zentrum der Hydrogenase: das Sauerstoffmolekül hüpft von einer Bindungsstelle zur nächsten und zerstört schließlich das Enzym. Quelle: RUB
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Enzym aus Algen bildet den Kraftstoff von morgen: Entdeckung ebnet den Weg für optimierte Hydrogenasen
Bochumer Biologen um Prof. Dr. Thomas Happe haben gemeinsam mit Kollegen aus Oxford und Berlin untersucht, warum Sauerstoff für biologische Wasserstofffabriken tödlich ist. Ergebnis: Sauerstoffatome docken am selben Bindungsort an wie das eigentliche Substrat, der Wasserstoff. Wie sich die Forscher von der mikroskopisch kleinen Grünalge Chlamydomonas "eine Scheibe abschneiden" wollen, berichtet die Ruhr-Universität Bochum (RUB).
mehr bei der RUB
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19.11.2009
Debatte:
Grüne Gentechnik
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Grüne Gentechnik: Chancen und Risiken
Der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft („Grüne Gentechnik“) ist umstritten. Mit den Chancen und Risiken dieser Technologie befasst sich am Mittwoch, 25. November, ein öffentliches Forum an der Uni Würzburg.
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19.11.2009

Aus den gelappten Blättern des Efeus werden Extrakte hergestellt, die entzündliche Erkrankungen der Atemwege lindern helfen. Foto: Martin Bauer GmbH & Co. KG
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Efeu ist Arzneipflanze des Jahres 2010
Jedes Kind kennt den Efeu. Kaum jemand allerdings weiß, dass der Efeu eine heilende Wirkung ausübt. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben ihn darum zur "Arzneipflanze des Jahres 2010" gekürt.
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19.11.2009
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DFG-Projekt
"Abwehr"-Forschung gegen Bananenrüssler und Co
Derzeit gehen weltweit große Teile der Bananenernte durch Krankheiten und Schädlinge verloren, jedoch ist seit einiger Zeit bekannt, dass sich Bananenpflanzen gegen den Befall mit Schadverursachern "wehren" können.
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17.11.2009
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Guter Klimaschutz muss mit Biodiversitätsschutz einhergehen
Führende Wissenschaftler warnen in einem heute in Current Biology erscheinenden Artikel vor dem Verlust der biologischen Vielfalt bei einem einseitigen Fokus auf die Verringerung des Treibhauseffektes. Einer von Ihnen ist Peter Raven, Ehrenmitglied der DBG seit 1992.
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17.11.2009
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Ausgezeichnete Pflanzenforscherin
Pflanzenkrebs: Bakterien als trickreiche Manipulatoren
Wenn Pflanzen eine krebsartige Geschwulst entwickeln, ist manchmal ein Bakterium dafür verantwortlich. Wie die Bakterien dabei vorgehen, hat die Biologin Dr. Rosalia Deeken untersucht. Ihre Veröffentlichungen in botanischen Fachzeitschriften wurden jetzt von weltweit führenden Forschern in der Biologie mit dem Prädikat "recommended" - empfohlen als lesenswerte Publikationen, ausgezeichnet.
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17.11.2009
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Genom der ersten mehltauresistenten Rebsorte "Regent" entschlüsselt
Wie das Julius Kühn-Institut (JKI) berichtet, ist nun Forschern ihres Instituts gelungen, die Züchtung neuer pilzwiderstandsfähiger Weinreben entscheidend voranzubringen. Gemeinsam mit anderen haben sie erstmals das Genom einer pilzwiderstandfähigen Rebsorte entschlüsselt.
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16.11.2009
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Tagung
Genetics of Plant Mineral Nutrition
Prof. Dr. Walter Horst und die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung laden zur Tagung "Genetics of Plant Mineral Nutrition" vom 28. bis 30. September 2010 an die Leibnitz-Universität Hannover: Understanding physiological mechanism, targeting genes and breeding for nutrient efficiency, toxic mineral element resistance and enhancing nutritional quality.
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16.11.2009
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Stifterverband
Berlin, Brandenburg und Bremen setzen Studienreform am besten um
Die Umstellung auf die Studienabschlüsse Bachelor bzw. Master verläuft in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. In einer aktuellen Analyse des Stifterverbandes zum so genannten Bologna-Prozess sind Berlin, Brandenburg und Bremen die Vorreiter. Die Hochschulen in diesen Bundesländern haben die beste Quote bei der Umstellung der Studiengänge.
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13.11.2009
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Biodiversität
Schutz der natürlichen Ressourcen kann für Wohlstand sorgen
Über 100 Wissenschaftler haben Politiker weltweit aufgefordert, die momentane Subventionspolitik zu überdenken. Subventionen für die Landwirtschaft, Fischfang, Bergbau und Energie ergäben zusammen fast eine Billiarde US-Dollar pro Jahr, was einem Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts entspräche. Viele dieser Subventionen tragen massiv zur Zerstörung der natürlichen Ressourcen bei und vernichten damit zukünftige Nutzungsoptionen. Ferner sind viele Subventionen ineffizient, überholt oder schädlich, schreiben die Forscher im aktuellen TEEB-Report zum ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt, der am Freitag vorgestellt wurde. Die wissenschaftliche Koordination erfolgt am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).
Pressemitteilung und TEEB-Report
beim UFZ
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13.11.2009
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Gentechnik-Report
NRW stellt als erstes Bundesland Untersuchungsergebnisse ins Internet
Die Ergebnisse der Kontrollen von Lebensmitteln, Futtermitteln und Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile können ab sofort über die Internetseite des Umweltministeriums eingesehen werden. In Nordrhein-Westfalen werden jedes Jahr etwa 500 Lebensmittelproben, 100 Futtermittelproben und 80 Proben von Saatgut genommen und auf gentechnisch veränderte Bestandteile hin untersucht. Die Ergebnisse werden jetzt fortlaufend im Gentechnik-Report zusammengeführt. Wie auch beim erfolgreichen Pestizid-Report gibt es eine direkte Verbindung zu den Untersuchungsämtern. Sie stellt sicher, dass die Datenbank ständig aktuell ist. „Mit dem Gentechnik-Report schaffen wir zusätzliche Transparenz und kommen Verbraucherwünschen nach. Das wertet den Nutzen unseres engen Netzes an Kontrollen noch auf“, sagt Umweltminister Eckhard Uhlenberg.
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13.11.2009
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Bionik-Suchmaschine
"BioPat": Suchwerkzeug im Ideenreservoir der Natur
Das vom Fraunhofer IAO neu entwickelte Werkzeug "BioPat" macht es möglich, Lösungsstrategien und Prinzipien der Natur ohne Umwege zu identifizieren und für Ingenieuraufgaben nutzbar zu machen. Zum Einsatz kommt es im Rahmen der vom IAO jetzt angebotenen Bionikpotenzialanalyse.
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12.11.2009
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Biokraftstoff
TFH Georg Agricola präsentiert Machbarkeitsstudie auf internationaler Konferenz
Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen gehört zu den Hoffnungsträgern, wenn es um die Bekämpfung des globalen Klimawandels geht. Ob sich diese Hoffnungen verwirklichen lassen, hängt in entscheidender Weise von der Realisierbarkeit geeigneter Technologien und Vermarktungskonzepte ab. Die Technische Fachhochschule (TFH) Georg Agricola stellte heute auf einer internationalen Konferenz des SEA-EU-NETs in Bogor (Indonesien) die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor, in der Potenziale der Biokraftstoff-Produktion aus der Purgiernuss, Jatropha curcas, in Vietnam untersucht wurden.
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11.11.2009

Der Pilz Colletotrichum gloeosporioides lässt Wintergrün dahinsiechen. Foto: ZGO Qb, JKI.
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Züchtungsforschung
Pilzalarm bei beliebten winterharten Zierpflanzen
Das Amerikanische Wintergrün (Gaultheria procumbens) ist eine winterharte Zierpflanze mit attraktiven roten Scheinbeeren und dunkelgrün glänzenden Blättern, ein echter Hingucker im Herbst. Doch der Pflanze droht Gefahr, weil ein Pilz sie verbräunen und dahinwelken lässt. Die Anthraknose-Krankheit, die auch durch infiziertes Saatgut übertragen wird, erschwert den Gaultheria-Anbau zunehmend. In Kooperation mit einem Praxisbetrieb suchen Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) nun nach Wintergrün-Arten, die dem Schaderreger Paroli bieten können. Dazu haben sie den Krankheitserreger studiert und sein Infektionsverhalten bei verschiedenen Arten getestet. Parallel versuchen sie, resistente Gaultheria-Arten mit dem Amerikanischen Wintergrün zu kreuzen, um sie widerstandsfähiger gegen den Schaderreger zu machen.
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10.11.2009
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Klimakonferenz
60 Nobelpreisträger: Kopenhagen muss Wende zur Nachhaltigkeit bringen
Rund sechzig Nobelpreisträger fordern die Regierungschefs der Welt auf, sich umgehend auf ein tragfähiges Klimaabkommen zu einigen. Ein solcher Vertrag müsse dem Ausmaß und der Dringlichkeit der sich bereits heute abzeichnenden sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Krisen gerecht werden, heißt es in einem entsprechenden Memorandum. Entschlossene politische Führung sei jetzt nötiger denn je.
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9.11.2009
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Darwinjahr
Sonderheft von Naturwissenschaften: Charles Darwin und moderne Biologie
Unter dem Titel „Beyond the Origin: Charles Darwin and Modern Biology“ bringt Springer zum Darwin-Jahr eine Sonderausgabe seines Fachjournals Naturwissenschaften heraus. Damit würdigt der Wissenschaftsverlag das Werk Darwins Über die Entstehung der Arten, das vor über 150 Jahren im November 1859 veröffentlicht wurde. Gastherausgeber und Autor des Leitartikels ist Dr. Ulrich Kutschera, Professor der Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel. Alle Artikel dieser Sonderausgabe stehen bis zum 30. Dezember 2009 kostenlos auf der Online-Informationsplattform von Springer unter www.springerlink.com zur Verfügung.
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6.11.2009
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Kongresse
1. Metabolomics-Symposium in Deutschland findet in Freising-Weihenstephan statt
Vom 10.-12. März 2010 veranstaltet die Munich Functional Metabolomics Initiative in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung der TU München und dem Helmholtz-Zentrum München das 1. Metabolomics- Symposium Deutschlands unter dem Titel „Metabolomics & More The Impact of Metabolomics on the Life Sciences“.
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4.11.2009

Eine Generation bringt Nachkommen hervor, die sich im Grad ihrer Anpassung an die jeweilige Umwelt unterscheiden. Dadurch erhöht sich für einige dieser Nachkommen die Chance, auch drastische Änderungen der Umweltbedingungen zu überleben. Tritt dieses Ereignis ein, ist der Fortbestand der Art als Ganzes gewährleistet. Foto: Hubertus J. E. Beaumont, MPI
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Evolution
Bakterien erwarten das Unerwartete - Entstehung einer neuen Anpassungsstrategie an sich rasch ändernde Umweltbedingungen
Lebewesen sichern das Überleben ihrer Art, indem sie sich genetisch an ihre Umwelt anpassen. Ändern sich die Umweltbedingungen zu schnell, kann dies zum Aussterben einer Art führen. Eine Strategie, solche Herausforderungen zu meistern, ist die Erzeugung verschiedener Nachkommen, die jeweils unter unterschiedlichen Umweltbedingungen überleben können. Ein Teil des Nachwuchses hat dann zwar eine geringere Überlebenschance, das Überleben der Art als Ganzes ist aber gewährleistet. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für chemische Ökologie haben nun erstmals in einem Experiment mit der Bakterienart Pseudomonas fluorescens die Evolution einer solchen Strategie unter Laborbedingungen beobachtet: Ein Bakterienstamm, der rasch wechselnden Umweltbedingungen ausgesetzt worden war, entwickelte die Fähigkeit, auch ohne zusätzliche Mutationen unterschiedliche Nachkommen hervorzubringen, wie sie jetzt in Nature schrieben.
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4.11.2009

Die Verwendung der Eigenschaften des indischen Neem-Baumes führte zu weltweiten Vorwürfen der Biopiraterie. Foto: Tau’olunga, Wikimedia Commons
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Patente
Rechte an genetischen Eigenschaften von Pflanzen und Tieren besser regeln
Die genetischen Eigenschaften von Pflanzen und Tieren gehören den Staaten, in denen diese vorkommen. Wer sie erforschen und aus ihnen Medikamente oder Saatgut entwickeln will, muss die Zustimmung des jeweiligen Ressourcenstaates einholen und wissenschaftliche Erkenntnisse mit ihm teilen. Auch wenn neue Produkte Gewinn abwerfen, muss der Ressourcenstaat hieran beteiligt werden. Beispielsweise fürhte die Patentierung von manchen Eigenschaften des indischen Neem-Baumes zu weltweiten Vorwürfen der Biopiraterie. Die bestehenden Regelungen sind nicht effektiv und zudem ungerecht, haben Rechtswissenschaftler der Universität Bremen herausgefunden und erforschen jetzt in einem neuen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt bessere Lösungen. Ihre Vorschläge sollen in die Vorbereitungen der 10. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über Biodiversität einfließen, die im Oktober 2010 in Nagoia (Japan) stattfindet.
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4.11.2009
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Blaue Rose durch Gentechnik
Seit Anfang November ist in Japan die weltweit erste blaue Rose auf dem Markt. Mit Hilfe der Gentechnik wurde die Rose so verändert, dass sie eine blaue Blütenfarbe bilden kann. Vor allem in Asien wird mit einer starken Nachfrage gerechnet.
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3.11.2009
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"Zweiter Gentechnologiebericht"
"Wissenschaftliche und technologische Entwicklungen, hitzig geführte öffentliche Debatten um Chancen und Risiken sowie die wechselnde Brisanz einzelner Themen prägen nach wie vor die kontroversen Auseinandersetzungen um die verschiedenen Anwendungen der Gentechnologie in Deutschland", so Bernd Müller-Röber, Sprecher der interdisziplinären Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht. Aus genau diesen Gründen veröffentlicht die Arbeitsgruppe ihren "Zweiten Gentechnologiebericht. Analyse einer Hochtechnologie".
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3.11.2009

Die dunkelblaue Zeitreihe zeigt einen markanten Sprung 1995, verursacht durch einen Wechsel der Instrumente. Grafik: Leopold Haimberger, Universität Wien
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Klimawandel
Meteorologe der Universität Wien korrigiert weltweit Messdaten
Gegner negieren den Treibhauseffekt mit dem Argument Klimamodelle und tatsächliche Daten aus den Messungen der Radiosonden (Wetterballons) würden nicht übereinstimmen. Die Ursache ist nicht bei den Modellen, sondern bei den gemessenen Daten zu suchen, ist sich Leopold Haimberger, Klimaforscher an der Universität Wien, sicher. In einem aktuellen FWF-Projekt korrigiert der Meteorologe die Fehler in den Radiosondenzeitreihen der letzten 50 Jahre und entzieht damit gleichzeitig der Klimawandel-Kritik ihre Grundlage.
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3.11.2009
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Mit verstärkten Kräften für den Erhalt nationalen Kulturguts
Humboldt-Ring, Deutschlands größte Einrichtung für Biodiversitäts- und Evolutionsforschung, nimmt weiteres Mitglied auf. Mitglieder verpflichten sich zu gemeinsamer Vorgehensweise beim Erhalt national bedeutender Naturobjekte.
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3.11.2009

Biomemetische Silikatisierung der Hefen.
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Hefe mit Schale
Ummantelung einzelner, lebender Hefezellen mit Siliciumdioxid
Unser Frühstücksei ist eine Besonderheit der Natur: eine einzelne Zelle, geschützt von einer mineralischen Schicht. Abgesehen von Strahlentierchen und Kieselalgen fehlt Einzelzellen eine harte Schale. Koreanische Forscher haben jetzt eine Strategie entwickelt, einzelne Zellen von Bäckerhefe, Saccharomyces cerevisiae, mit einer künstlichen Schale aus Siliciumdioxid zu ummanteln. Dabei ließen sie sich durch die Schalen der Kieselalgen inspirieren und entwickelten einen biomimetischen Prozess, mit dem sich einzelne Zellen unter milden physiologischen Bedingungen ummanteln lassen. Solche Hefen sind an der Zellteilung gehindert und leben dreimal länger als herkömmliche Hefen.
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3.11.2009
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Eisendüngung kontrolliert Stickstoffangebot - Bedeutung von Eisen für das Nährstoffangebot im Ozean
Eine internationale Gruppe von Meeresforschern unter Beteiligung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) hat die Zusammenhänge zwischen dem Eintrag von Eisen und dem Stickstoffangebot im Atlantischen Ozean näher untersucht. In einer Studie, die am 1. November im Fachmagazin Nature Geoscience erschienen ist, zeigen die Wissenschaftler, dass durch Wüstenstaub ins Meer transportiertes Eisen, für das Nährstoffangebot von entscheidender Bedeutung ist. Die Ergebnisse fördern das Verständnis der komplexen Prozesse unseres Klimasystems.
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2.11.2009
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Weltweiter Nahrungsmittelbedarf - Die Rolle der Wissenschaft für eine nachhaltige Ertragssteigerung
Der Nahrungsmittelbedarf der Menschheit wächst unaufhaltsam. Wichtige Gründe hierfür sind eine stetig weiter wachsende Bevölkerung bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird sie um ein Drittel auf 9,1 Milliarden Menschen ansteigen sowie sich wandelnde Ernährungsgewohnheiten. Die FAO schätzt, dass bis zum Jahr 2050 die Welt-Nahrungsmittelproduktion um 70% gesteigert werden muss, um mit der wachsenden Nachfrage Schritt zu halten. Die einflussreiche britische "Royal Society", die älteste Wissenschaftsakademie der Welt, hat im Umfeld des "World Food Day" vom 16. Oktober einen detaillierten und ausgewogenen Bericht vorgelegt, in dem die Rolle der biologischen Wissenschaften für eine nachhaltige Ertragssteigerung der globalen Landwirtschaft unterstrichen wird.
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2.11.2009
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Systembiologische Samenforschung
Was mit Pflanzensamen während der Keimung passiert, untersuchen Forscher um den Pflanzenphysiologen PD Dr. Gerhard Leubner von der Universität Freiburg zukünftig gemeinsam mit anderen und Prof. Dr. Mike Holdsworth von der Universität Nottingham. Zusammen der Freiburger Biomechanik-Gruppe von Prof. Dr. Thomas Speck und fünf weiteren internationalen Forschungsgruppen bestanden sie im europäischen Wettbewerb European Research Era-Net Plant Genomics und belegten als virtual Seed- Konsortium (vSEED) den ersten Platz von 54 Bewerbern. Sie erhalten für die nächsten drei Jahre eine Förderung von 1,7 Millionen Euro. Das Netzwerk will mit modernen Methoden der Systembiologie molekulare, physiologische und mechanische Vorgänge in Pflanzensamen in ihrer Gesamtheit erfassen und diese verschiedenen Ebenen durch mathematische Modellierung zusammenbringen.
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2.11.2009
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Pakt für Forschung und Innovation: Dritter Monitoring-Bericht
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute den Monitoring-Bericht 2009 für den Pakt für Forschung und Innovation verabschiedet. Der Pakt wurde im Jahr 2005 zunächst für den Zeitraum 2006 bis 2010 abgeschlossen. Bund und Länder haben sich darin verpflichtet, ihre Zuschüsse an die großen Wissenschaftsorganisationen (Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie an die Deutsche Forschungsgemeinschaft) um mindestens drei Prozent pro Jahr zu steigern. Im Gegenzug haben sich die Wissenschaftsorganisationen verpflichtet, die Effizienz und Qualität ihrer erfolgreichen Forschungsaktivitäten auf dem bestehenden hohen Niveau fortzuführen und weiter zu verbessern. Ob und wie dieses gelingt, wird in einem jährlichen Monitoring überprüft.
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2.11.2009
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Frauen in Wissenschaft und Forschung
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute die "Dreizehnte Fortschreibung des Datenmaterials (2007/2008) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen" verabschiedet. Der GWK-Bericht zeigt, dass der Anteil von Frauen an den verschiedenen Qualifikationsstufen und beruflichen Positionen in Wissenschaft und Forschung langsam weiter ansteigt; dies gilt auch für den Anteil von Frauen an Professuren und bei den Berufungen von Frauen in Leitungspositionen an Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen. Im Berichtszeitraum gab es in Deutschland 6.173 Professorinnen; dies entspricht einem Frauenanteil von 16,2 Prozent.
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2.11.2009
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Biodiversität
Das Leben im Wasser verstehen und schützen
Wissenschaftler aus 19 internationalen Institutionen arbeiten in dem Projekt BioFresh, das im November 2009 unter Federführung des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) startet. Sie entwickeln eine weltweit einzigartige Informationsplattform, welche die vorhandenen Informationen zu Süßwasserorganismen bündelt, Modelle zur Veränderung der aquatischen Biodiversität erarbeitet und diese Informationen dann der Politik und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.
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2.11.2009
Debatte:
Grüne Gentechnik
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Morgen: Zweiter Gentechnologiebericht: Analyse einer Hochtechnologie in Deutschland
Mit dem zweiten Gentechnologiebericht legt die interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, vier Jahre nach dem Erscheinen ihres ersten Berichts, wieder ein umfassendes Monitoring zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Gentechnologie vor. Bernd Müller-Röber vertritt das Thema Grüne Gentechnik auf der Podiumsdiskussion am:
Dienstag, 3. November 2009, 11.00 Uhr; im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einsteinsaal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, Raum 327
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2.11.2009

Blüte der Wegwarte, Cichorium intybus. Foto: B. Gemeinholzer, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
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Evolution der Asterngewächse startete in Südamerika ihre Erfolgsstory
Will man heute etwas über die Evolution der Asterngewächse wissen, so muss man das kürzlich erschienene Logbuch für Astern konsultieren. Unter dem Titel Systematics, Evolution, and Biogeography of the Compositae wird der aktuelle Wissensstand über die Verwandtschaftsverhältnisse, Evolution und Besiedlungsgeschichte der Asterngewächse (Familie Asteraceae oder auch Compositae) veröffentlicht. Diese englischsprachige "Bibel der Astern" ist Ergebnis jahrelanger Forschungen eines internationalen Expertenteams aus über 80 führenden Wissenschaftlern.
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2.11.2009
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Nanokapseln für die künstliche Photosynthese
Chemiker der Universität Würzburg entwickelten eine Nanokapsel, die eine Eigenschaft besitzt, die bei der Photosynthese der Pflanzen wichtig ist: Die in der nur 20 bis 50 Nanometer großen Kapsel liegenden Moleküle absorbieren Lichtenergie und geben einen Teil davon in Form von Fluoreszenzlicht wieder ab. Den anderen Teil aber übertragen sie mittels Energietransfer auf die Kapselmoleküle, die daraufhin ebenfalls Fluoreszenzlicht ausschicken. Ein Bild der Kapsel ziert das Titelblatt von nature chemistry.
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