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Deutsche Botanische Gesellschaft e. V.
Informationen für Botanikerinnen und Botaniker - November 2009

30.11.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Eiltempo

EU-Kommission genehmigt Gentechnik-Mais MIR604

Nur zehn Tage nach der Abstimmung im Ministerrat hat die EU-Kommission die Einfuhr von gentechnisch verändertem Mais MIR604 genehmigt. Damit können Sojabohnen aus der diesjährigen US-Ernte nach Europa eingeführt werden.

meldet transgen.de

30.11.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Wirbel um Gentechnik-Äußerungen des neuen Greenpeace-Chefs über Golden Rice

Seit Mitte November ist Kumi Naidoo Geschäftsführer von Greenpeace International. Der 44-jährige Menschenrechtsaktivist hatte sich in einem Interview mit dem SPIEGEL skeptisch über die grundsätzlich ablehnende Haltung von Greenpeace gegenüber der grünen Gentechnik geäußert. Angesichts von Entwicklungen wie dem Goldenen Rice, der unterernährte Kinder mit Vitamin A versorgen und vor der Erblindung bewahren könnte, wolle er prüfen, ob diese Positionen nicht revidiert werden müssten. Greenpeace deutete gleich darauf diese Äußerung wieder um.

ganze Meldung und Links beim VBIO

30.11.2009

Wie Algen Metalle recyceln können

Am Institut für Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin sind Algen spannende Forschungsobjekte. So untersucht ein Team um Dr. Gerald Bunke die Fähigkeit verschiedener Mikro- und Makroalgen, Metalle zu binden. Damit können Algenkügelchen das durch Gifte und Schwermetalle kontaminierte Wasser säubern.

Artikelserie der TU, in der sie Forschungsprojekte vorstellt.
Ganzer Artikel bei der TU Berlin

28.11.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

China gibt grünes Licht für den Anbau von gentechnisch verändertem Reis und Mais

China wird in wenigen Jahren großflächig gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen. Das Komitee für biologische Sicherheit beim chinesischen Landwirtschaftsministerium hat den Anbau von gentechnisch verändertem Reis und Mais freigegeben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei an der Entscheidung beteiligte Wissenschaftler. Beide Pflanzen wurden von chinesischen Forschungseinrichtungen entwickelt.

mehr bei transgen

27.11.2009

Experten: Deutschland muss bei Nachhaltigkeit zulegen

Die deutsche Nachhaltigkeitspolitik braucht neue, wirksame Weichenstellungen, wenn Deutschland im Rennen um wichtige Zukunftsmärkte punkten will. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Gremium von Nachhaltigkeitsexperten, das im Auftrag der Bundesregierung die deutsche Nachhaltigkeitspolitik analysiert hat. Zurzeit, so die Gutachter unter Vorsitz von Björn Stigson, Präsident des World Business Council for Sustainable Development, fehle der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eine langfristige Vision. „Das ‚grüne’ Rennen ist eröffnet“, so Stigson. Fraglich sei, ob die deutsche Politik das neue Tempo dieses Rennens mithalten könne.

ganze Meldung und Links beim VBIO

27.11.2009

She Figures präsentiert europäische Daten zur Gleichstellung der Wissenschaftlerinnen

Haben Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen? Sind sie unter den Studierenden in Europa in gleicher Weise vertreten? Erreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im gleichen Umfang Führungspositionen? Die Publikation "She Figures 2009" beantwortet diese Fragen mit europaweit vergleichbaren Daten.

Details und Daten beim VBIO

27.11.2009


Dank Bioluminiszenz leuchtet das Gehirn aus Moos, das der Künstler Jun Takita bei der Eröffnung der Ausstellung "sky-interfaces" im Casino Luxemburg präsentierte. Foto: Uni Freiburg.

Ein Mooshirn als internationales Kunstobjekt

Der in Tokyo geborene und in Paris lebende Künstler Jun Takita fertigte seine Skulptur "Light, only light" für die Ausstellung "sk-interfaces" in Luxemburg am Lehrstuhl für Pflanzenbiotechnologie der Universität Freiburg bei Prof. Ralf Reski an. Dabei verwendet er ein Produkt der Synthetischen Biologie: Er nutzt für sein Kunstobjekt Moospflanzen, denen ein so genanntes Luciferase-Gen eingesetzt wurde. Dieses Gen ist im Moos aktiv und bewirkt, dass die Pflänzchen im Dunkeln schwach leuchten. Diese Bioluminiszenz ist in der Natur unter anderem von Tiefseefischen, dem Meeresleuchten und von Glühwürmchen bekannt.

mehr bei der Uni Freiburg

26.11.2009


Der Schrumpfungseffekt in Wurzeln wurde zwar schon lange vermutet, konnte aber erst jetzt mit Hilfe von Röntgen-Computer-Tomografie nachgewiesen werden. Foto: Dr. Ulrich Weller/UFZ

Wenn Wurzeln den Kontakt verlieren

Erstmals Trocken-Schrumpfung an lebenden Wurzeln im Boden beobachtet

Pflanzenwurzeln können durch Trockenheit schrumpfen und dabei den Kontakt zum Boden verlieren. Dieser Effekt wurde zwar schon lange vermutet, konnte aber erst jetzt mit Hilfe von Röntgencomputertomografie tatsächlich nachgewiesen werden. Die Bildung eines Luftspaltes könnte den Pflanzen zunächst helfen, drohende Wasserverluste zu verhindern, wenn der Boden austrocknet, schreiben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) im Fachblatt Vadose Zone Journal.

mehr beim UFZ

26.11.2009


Algenzucht im Miniatur-Maßstab: Im Labor wachsen die Mikroalgen in Glaskolben. Foto: WWU - Grewer

Wie Algen überschüssige Lichtenergie unschädlich machen

Licht ist lebenswichtig. Zu ausgiebige Sonnenbäder jedoch verursachen Sonnenbrand - nicht nur bei Mensch und Tier. Auch Pflanzen kann intensive Sonneneinstrahlung schaden. Ein Team von Wissenschaftlern aus Münster und den USA konnte nun erstmals zeigen, wie sich grüne Algen gegen solche Schäden schützen. Das berichtet die angesehene Fachzeitschrift "Nature".

mehr bei der Uni Münster

25.11.2009


Prof. Dr. Antje von Schaewen, Dr. Judith Scharte, Kerstin Fischer und Olessja Becker (von links nach rechts) vom münsterschen Gewinnerteam. Foto: WWU

Patente Erfinder

Botanikerinnen-Team siegt bei Hochschulwettbewerb

Ein Team um Prof. Dr. Antje von Schaewen vom Institut für Botanik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) hat den ersten Preis beim diesjährigen Hochschulwettbewerb "Patente Erfinder" erhalten. Sie erhielten die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Projekt "EukaResist". Dabei tauschten sie die Iso-Enzyme und erlangten eine erhöhte Stressresistenz: Die Tabakpflanzen werden widerstandsfähiger gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren wie Krankheitserregern und Trockenheit. Gleichzeitig ist eine Zunahme des Samenertrags zu beobachten.

mehr bei der Uni Münster

25.11.2009


Die Wissenschaftler, die 2009 den Klaus-Tschira-Preis erhielten. Foto: Klaus-Tschira-Stiftung.

Preisträger gesucht

Drei Jahre Forschung auf drei Seiten erklärt

Zum fünften Mal ruft die Klaus Tschira Stiftung junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, sich um KlarText!, den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft, zu bewerben. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss. Bis zum 28. Februar 2010 können sich Promovierte aus der Biologie und anderen Naturwissenschaften mit ihren Textbeiträgen bewerben.

Details der Bewerbung bei der
Klaus Tschira Stiftung

24.11.2009


Pigmente im Peridinin-Chlorophyll-Protein: Das Chlorophyll ist grün, das Peridinin rot gezeigt. Beide sind umgeben von weiteren Karotinoidmolekülen in orange und dem Protein in grau. Abbildung: Tim Schulte.

Wie sich die Feueralge schützt: besonderes Karotinoid im Lichtsammelkomplex identifiziert

Bei zu viel Licht können sich Sauerstoffradikale bilden, die die Zelle schädigen. Feueralgen (Dinoflagellaten) haben einen einzigartigen Lichtsammelkomplex (Antenne), der bei zu viel Licht die überschüssige Energie sehr effizient ableiten kann, ohne die Zelle zu schädigen. Welche Moleküle in der Antenne dabei von Bedeutung sind, haben Biophysiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Prof. Dr. Eckhard Hofmann und Tim Schulte in Zusammenarbeit mit Kollegen in den USA und Tschechien herausgefunden. Sie beschreiben eine Art integrierten Blitzableiter in der aktuellen Ausgabe von PNAS.

mehr bei der RUB

24.11.2009

China und Indien für patentfreie grüne Technologie

Die Schwellenländer legen einen kontroversen Vorschlag auf den Tisch, den Kritiker als Aufhebung des geistigen Eigentums bezeichnen.

mehr beim VBIO

24.11.2009

Biologentag 2009 in Berlin

Was Darwin nicht wusste oder wissen wollte. Oder was er gerne gewusst hätte. – Einige der Referenten ließen es sich nicht nehmen, das Motto des diesjährigen Biologentages „Was Darwin noch nicht wissen konnte – modern Biowissenschaften“ zu modifizieren. Spekulativ ging es dabei aber in keinem Fall zu. Vielmehr gelang den insgesamt 12 Referenten eine sehr anschauliche Darstellung evolutionsbiologischer Forschungsthemen in unterschiedlichen Disziplinen.

mehr beim VBIO

24.11.2009

Hochschul-Rektoren-Konferenz: pro Bologna

Die Mitgliederversammlung der Hochschul-Rektoren-Konferenz (HRK) hat heute in Leipzig einstimmig eine Stellungnahme zum Bologna-Prozess beschlossen, der fünf Punkte enthält.

mehr bei der HRK

23.11.2009

Treviranus-Medaille des VBIO für Peter Sitte

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) ehrt den Zellbiologen Professor Dr. Dr. h. c. Peter Sitte von der Universität Freiburg mit der Treviranus-Medaille. Prof. Sitte ist seit dem Jahr 2000 Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft und erhielt nun die höchste Auszeichnung des Biologenverbandes. Sie wurde anlässlich des Biologentages am 21. November im Naturkundemuseum Berlin übergeben. Der VBIO würdigt damit die führende Rolle des Preisträgers für die Entwicklung der Zellbiologie zu einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin sowie seine herausragenden Leistungen in Grundlagenforschung und Lehre.

mehr beim VBIO

Ehrenmitglieder der DBG

23.11.2009


Die Forscher bilanzierten erstmals auch die Methan- und Stickoxidemissionen aus der Viehhaltung und intensiven Landwirtschaft. Mitteleuropa setzt unter dem Strich mehr Treibhausgase frei (rote Färbung) und nivelliert damit den Effekt russischer Wälder als CO2-Speicher (blaue Färbung). Grafik: CarboEurope Team

Intensive Landwirtschaft verschlechtert Klimabilanz

Die intensive Landwirtschaft in der EU setzt so viel Klima schädigende Stickoxide und Methan frei, dass der positive Effekt von Wäldern, Grasland und Torfmooren als Kohlenstoff-Speicher gegen Null geht. Das berichtet eine europäische Forschergruppe um Ernst-Detlef Schulze vom Max-Planck-Institut (MPI) für Biogeochemie in Jena. Sie veröffentlichte ihre Ergebnisse gestern vorab Online in Nature Geoscience.

mehr beim MPI Jena

23.11.2009

Umweltökonom vertritt Standpunkt

Klimaverhandlungen in Kopenhagen: ohne den Wald geht es nicht!

Prof. Bernd Hansjürgens, Leiter des Departments Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) fordert, den Wald bei der Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen mit einzubeziehen. Denn der Wald spielt für die globale Situation der Treibhausgase eine zentrale Rolle.

Ganzes Statement beim
Informationsdienst Wissenschaft

23.11.2009

Die Vegetation unter dem Einfluss des Menschen in den letzten 7500 Jahren

Untersuchungen pflanzlicher Makroreste aus der Region Basel haben gezeigt, dass die Landschaft und die natürlichen Lebensräume seit den Metallzeiten immer stärker anthropogen beeinflusst wurden und die floristische Diversität bis ins Mittelalter anstieg. Die größten Veränderungen wurden in der Spätbronzezeit sowie in der Römerzeit festgestellt.

mehr beim VBIO

20.11.2009

Neuer Studiengang: Master Biotechnology and Process Engineering

Die Fachhochschule Flensburg erweitert ihr international ausgerichtetes Studienangebot. Zum Sommersemester 2010 bietet die FH Flensburg als erste Hochschule in Deutschland einen englischsprachigen Masterstudiengang zum Master of Science in Biotechnology and Process Engineering an.

mehr bei der FH Flensburg

20.11.2009

Nationaler Dachverband

Prof. Dr. Diethard Tautz will sich als neuer Präsident des VBIO stärker in der Wissenschaftspolitik engagieren

Die Bundesdelegiertenversammlung des VBIO hat den Zoologen Professor Dr. Diethard Tautz vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst Prof. Dr. Rudi Balling ab, der den VBIO seit dessen Gründung im Juni 2007 geführt hatte. Anlässlich seiner Wahl betonte Tautz: „Gemeinsam mit den im VBIO zusammengeschlossenen Fachgesellschaften wird sich der VBIO auch stärker im Bereich der Wissenschaftspolitik und –förderung engagieren“.

mehr beim VBIO

20.11.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

EU-Zulassung von Gentechnik-Mais: Deutschland stimmt erstmals zu

In Kürze wird die EU-Kommission Futter- und Lebensmittel aus gentechnisch verändertem Mais MIR604 zulassen. Bei der heutigen Abstimmung im EU-Agrar-Ministerrat stimmte Deutschland dem Zulassungsvorschlag der EU-Kommission zu. Bei ähnlichen Anlässen hatte sich Deutschland bislang enthalten.

mehr bei transgen

19.11.2009


Katalytisches Zentrum der Hydrogenase: das Sauerstoffmolekül hüpft von einer Bindungsstelle zur nächsten und zerstört schließlich das Enzym. Quelle: RUB

Enzym aus Algen bildet den Kraftstoff von morgen: Entdeckung ebnet den Weg für optimierte Hydrogenasen

Bochumer Biologen um Prof. Dr. Thomas Happe haben gemeinsam mit Kollegen aus Oxford und Berlin untersucht, warum Sauerstoff für biologische Wasserstofffabriken tödlich ist. Ergebnis: Sauerstoffatome docken am selben Bindungsort an wie das eigentliche Substrat, der Wasserstoff. Wie sich die Forscher von der mikroskopisch kleinen Grünalge Chlamydomonas "eine Scheibe abschneiden" wollen, berichtet die Ruhr-Universität Bochum (RUB).

mehr bei der RUB

19.11.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Grüne Gentechnik: Chancen und Risiken

Der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft („Grüne Gentechnik“) ist umstritten. Mit den Chancen und Risiken dieser Technologie befasst sich am Mittwoch, 25. November, ein öffentliches Forum an der Uni Würzburg.  

ganzes Programm bei der
Uni Würzburg

19.11.2009


Aus den gelappten Blättern des Efeus werden Extrakte hergestellt, die entzündliche Erkrankungen der Atemwege lindern helfen. Foto: Martin Bauer GmbH & Co. KG

Efeu ist Arzneipflanze des Jahres 2010

Jedes Kind kennt den Efeu. Kaum jemand allerdings weiß, dass der Efeu eine heilende Wirkung ausübt. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben ihn darum zur "Arzneipflanze des Jahres 2010" gekürt.

19.11.2009

DFG-Projekt

"Abwehr"-Forschung gegen Bananenrüssler und Co

Derzeit gehen weltweit große Teile der Bananenernte durch Krankheiten und Schädlinge verloren, jedoch ist seit einiger Zeit bekannt, dass sich Bananenpflanzen gegen den Befall mit Schadverursachern "wehren" können.

mehr bei der Uni Kassel

17.11.2009

Guter Klimaschutz muss mit Biodiversitätsschutz einhergehen

Führende Wissenschaftler warnen in einem heute in Current Biology erscheinenden Artikel vor dem Verlust der biologischen Vielfalt bei einem einseitigen Fokus auf die Verringerung des Treibhauseffektes. Einer von Ihnen ist Peter Raven, Ehrenmitglied der DBG seit 1992.

17.11.2009

Ausgezeichnete Pflanzenforscherin

Pflanzenkrebs: Bakterien als trickreiche Manipulatoren

Wenn Pflanzen eine krebsartige Geschwulst entwickeln, ist manchmal ein Bakterium dafür verantwortlich. Wie die Bakterien dabei vorgehen, hat die Biologin Dr. Rosalia Deeken untersucht. Ihre Veröffentlichungen in botanischen Fachzeitschriften wurden jetzt von weltweit führenden Forschern in der Biologie mit dem Prädikat "recommended" - empfohlen als lesenswerte Publikationen, ausgezeichnet.

17.11.2009

Genom der ersten mehltauresistenten Rebsorte "Regent" entschlüsselt

Wie das Julius Kühn-Institut (JKI) berichtet, ist nun Forschern ihres Instituts gelungen, die Züchtung neuer pilzwiderstandsfähiger Weinreben entscheidend voranzubringen. Gemeinsam mit anderen haben sie erstmals das Genom einer pilzwiderstandfähigen Rebsorte entschlüsselt.

mehr beim JKI

16.11.2009

Tagung

Genetics of Plant Mineral Nutrition

Prof. Dr. Walter Horst und die Deutsche Gesellschaft für Pflanzenernährung laden zur Tagung "Genetics of Plant Mineral Nutrition" vom 28. bis 30. September 2010 an die Leibnitz-Universität Hannover: Understanding physiological mechanism, targeting genes and breeding for nutrient efficiency, toxic mineral element resistance and enhancing nutritional quality.

mehr bei der Universität Hannover

16.11.2009

Stifterverband

Berlin, Brandenburg und Bremen setzen Studienreform am besten um

Die Umstellung auf die Studienabschlüsse Bachelor bzw. Master verläuft in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. In einer aktuellen Analyse des Stifterverbandes zum so genannten Bologna-Prozess sind Berlin, Brandenburg und Bremen die Vorreiter. Die Hochschulen in diesen Bundesländern haben die beste Quote bei der Umstellung der Studiengänge.

mehr beim Stifterverband

13.11.2009

Biodiversität

Schutz der natürlichen Ressourcen kann für Wohlstand sorgen

Über 100 Wissenschaftler haben Politiker weltweit aufgefordert, die momentane Subventionspolitik zu überdenken. Subventionen für die Landwirtschaft, Fischfang, Bergbau und Energie ergäben zusammen fast eine Billiarde US-Dollar pro Jahr, was einem Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts entspräche. Viele dieser Subventionen tragen massiv zur Zerstörung der natürlichen Ressourcen bei und vernichten damit zukünftige Nutzungsoptionen. Ferner sind viele Subventionen ineffizient, überholt oder schädlich, schreiben die Forscher im aktuellen TEEB-Report zum ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt, der am Freitag vorgestellt wurde. Die wissenschaftliche Koordination erfolgt am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Pressemitteilung und TEEB-Report
beim UFZ

13.11.2009

Gentechnik-Report

NRW stellt als erstes Bundesland Untersuchungsergebnisse ins Internet

Die Ergebnisse der Kontrollen von Lebensmitteln, Futtermitteln und Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile können ab sofort über die Internetseite des Umweltministeriums eingesehen werden. In Nordrhein-Westfalen werden jedes Jahr etwa 500 Lebensmittelproben, 100 Futtermittelproben und 80 Proben von Saatgut genommen und auf gentechnisch veränderte Bestandteile hin untersucht. Die Ergebnisse werden jetzt fortlaufend im Gentechnik-Report zusammengeführt. Wie auch beim erfolgreichen Pestizid-Report gibt es eine direkte Verbindung zu den Untersuchungsämtern. Sie stellt sicher, dass die Datenbank ständig aktuell ist. „Mit dem Gentechnik-Report schaffen wir zusätzliche Transparenz und kommen Verbraucherwünschen nach. Das wertet den Nutzen unseres engen Netzes an Kontrollen noch auf“, sagt Umweltminister Eckhard Uhlenberg.

mehr beim VBIO

13.11.2009

Bionik-Suchmaschine

"BioPat": Suchwerkzeug im Ideenreservoir der Natur

Das vom Fraunhofer IAO neu entwickelte Werkzeug "BioPat" macht es möglich, Lösungsstrategien und Prinzipien der Natur ohne Umwege zu identifizieren und für Ingenieuraufgaben nutzbar zu machen. Zum Einsatz kommt es im Rahmen der vom IAO jetzt angebotenen Bionikpotenzialanalyse.

12.11.2009

Biokraftstoff

TFH Georg Agricola präsentiert Machbarkeitsstudie auf internationaler Konferenz

Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen gehört zu den Hoffnungsträgern, wenn es um die Bekämpfung des globalen Klimawandels geht. Ob sich diese Hoffnungen verwirklichen lassen, hängt in entscheidender Weise von der Realisierbarkeit geeigneter Technologien und Vermarktungskonzepte ab. Die Technische Fachhochschule (TFH) Georg Agricola stellte heute auf einer internationalen Konferenz des SEA-EU-NETs in Bogor (Indonesien) die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor, in der Potenziale der Biokraftstoff-Produktion aus der Purgiernuss, Jatropha curcas, in Vietnam untersucht wurden.

11.11.2009


Der Pilz Colletotrichum gloeosporioides lässt Wintergrün dahinsiechen. Foto: ZGO Qb, JKI.

Züchtungsforschung

Pilzalarm bei beliebten winterharten Zierpflanzen

Das Amerikanische Wintergrün (Gaultheria procumbens) ist eine winterharte Zierpflanze mit attraktiven roten Scheinbeeren und dunkelgrün glänzenden Blättern, ein echter Hingucker im Herbst. Doch der Pflanze droht Gefahr, weil ein Pilz sie verbräunen und dahinwelken lässt. Die Anthraknose-Krankheit, die auch durch infiziertes Saatgut übertragen wird, erschwert den Gaultheria-Anbau zunehmend. In Kooperation mit einem Praxisbetrieb suchen Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) nun nach Wintergrün-Arten, die dem Schaderreger Paroli bieten können. Dazu haben sie den Krankheitserreger studiert und sein Infektionsverhalten bei verschiedenen Arten getestet. Parallel versuchen sie, resistente Gaultheria-Arten mit dem Amerikanischen Wintergrün zu kreuzen, um sie widerstandsfähiger gegen den Schaderreger zu machen.

mehr beim  JKI

10.11.2009

Klimakonferenz

60 Nobelpreisträger: Kopenhagen muss Wende zur Nachhaltigkeit bringen

Rund sechzig Nobelpreisträger fordern die Regierungschefs der Welt auf, sich umgehend auf ein tragfähiges Klimaabkommen zu einigen. Ein solcher Vertrag müsse dem Ausmaß und der Dringlichkeit der sich bereits heute abzeichnenden sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Krisen gerecht werden, heißt es in einem entsprechenden Memorandum. Entschlossene politische Führung sei jetzt nötiger denn je.

mehr beim VBIO

9.11.2009

Darwinjahr

Sonderheft von Naturwissenschaften: Charles Darwin und moderne Biologie

Unter dem Titel „Beyond the Origin: Charles Darwin and Modern Biology“ bringt Springer zum Darwin-Jahr eine Sonderausgabe seines Fachjournals Naturwissenschaften heraus. Damit würdigt der Wissenschaftsverlag das Werk Darwins Über die Entstehung der Arten, das vor über 150 Jahren im November 1859 veröffentlicht wurde. Gastherausgeber und Autor des Leitartikels ist Dr. Ulrich Kutschera, Professor der Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel. Alle Artikel dieser Sonderausgabe stehen bis zum 30. Dezember 2009 kostenlos auf der Online-Informations­plattform von Springer unter www.springerlink.com zur Verfügung.

Zur kostenlosen November-Ausgabe

6.11.2009

Kongresse

1. Metabolomics-Symposium in Deutschland findet in Freising-Weihenstephan statt

Vom 10.-12. März 2010 veranstaltet die Munich Functional Metabolomics Initiative in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung der TU München und dem Helmholtz-Zentrum München das 1. Metabolomics- Symposium Deutschlands unter dem Titel „Metabolomics & More – The Impact of Metabolomics on the Life Sciences“.

mehr unter Metabolomics & More

4.11.2009


Eine Generation bringt Nachkommen hervor, die sich im Grad ihrer Anpassung an die jeweilige Umwelt unterscheiden. Dadurch erhöht sich für einige dieser Nachkommen die Chance, auch drastische Änderungen der Umweltbedingungen zu überleben. Tritt dieses Ereignis ein, ist der Fortbestand der Art als Ganzes gewährleistet. Foto: Hubertus J. E. Beaumont, MPI

Evolution

Bakterien erwarten das Unerwartete - Entstehung einer neuen Anpassungsstrategie an sich rasch ändernde Umweltbedingungen

Lebewesen sichern das Überleben ihrer Art, indem sie sich genetisch an ihre Umwelt anpassen. Ändern sich die Umweltbedingungen zu schnell, kann dies zum Aussterben einer Art führen. Eine Strategie, solche Herausforderungen zu meistern, ist die Erzeugung verschiedener Nachkommen, die jeweils unter unterschiedlichen Umweltbedingungen überleben können. Ein Teil des Nachwuchses hat dann zwar eine geringere Überlebenschance, das Überleben der Art als Ganzes ist aber gewährleistet. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für chemische Ökologie haben nun erstmals in einem Experiment mit der Bakterienart Pseudomonas fluorescens die Evolution einer solchen Strategie unter Laborbedingungen beobachtet: Ein Bakterienstamm, der rasch wechselnden Umweltbedingungen ausgesetzt worden war, entwickelte die Fähigkeit, auch ohne zusätzliche Mutationen unterschiedliche Nachkommen hervorzubringen, wie sie jetzt in Nature schrieben.

mehr beim MPI

4.11.2009


Die Verwendung der Eigenschaften des indischen Neem-Baumes führte zu weltweiten Vorwürfen der Biopiraterie. Foto: Tau’olunga, Wikimedia Commons

Patente

Rechte an genetischen Eigenschaften von Pflanzen und Tieren besser regeln

Die genetischen Eigenschaften von Pflanzen und Tieren gehören den Staaten, in denen diese vorkommen. Wer sie erforschen und aus ihnen Medikamente oder Saatgut entwickeln will, muss die Zustimmung des jeweiligen Ressourcenstaates einholen und wissenschaftliche Erkenntnisse mit ihm teilen. Auch wenn neue Produkte Gewinn abwerfen, muss der Ressourcenstaat hieran beteiligt werden. Beispielsweise fürhte die Patentierung von manchen Eigenschaften des indischen Neem-Baumes zu weltweiten Vorwürfen der Biopiraterie. Die bestehenden Regelungen sind nicht effektiv und zudem ungerecht, haben Rechtswissenschaftler der Universität Bremen herausgefunden und erforschen jetzt in einem neuen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt bessere Lösungen. Ihre Vorschläge sollen in die Vorbereitungen der 10. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über Biodiversität einfließen, die im Oktober 2010 in Nagoia (Japan) stattfindet.

mehr bei der  Uni Bremen

4.11.2009

Blaue Rose durch Gentechnik

Seit Anfang November ist in Japan die weltweit erste blaue Rose auf dem Markt. Mit Hilfe der Gentechnik wurde die Rose so verändert, dass sie eine blaue Blütenfarbe bilden kann. Vor allem in Asien wird mit einer starken Nachfrage gerechnet.

mehr und ein Foto bei Transgen

3.11.2009

"Zweiter Gentechnologiebericht"

"Wissenschaftliche und technologische Entwicklungen, hitzig geführte öffentliche Debatten um Chancen und Risiken sowie die wechselnde Brisanz einzelner Themen prägen nach wie vor die kontroversen Auseinandersetzungen um die verschiedenen Anwendungen der Gentechnologie in Deutschland", so Bernd Müller-Röber, Sprecher der interdisziplinären Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht. Aus genau diesen Gründen veröffentlicht die Arbeitsgruppe ihren "Zweiten Gentechnologiebericht. Analyse einer Hochtechnologie".

Pressemitteilung beim
Informationsdienst Wissenschaft

Kurzfassung des Berichtes

3.11.2009


Die dunkelblaue Zeitreihe zeigt einen markanten Sprung 1995, verursacht durch einen Wechsel der Instrumente. Grafik: Leopold Haimberger, Universität Wien

Klimawandel

Meteorologe der Universität Wien korrigiert weltweit Messdaten

Gegner negieren den Treibhauseffekt mit dem Argument Klimamodelle und tatsächliche Daten aus den Messungen der Radiosonden (Wetterballons) würden nicht übereinstimmen. Die Ursache ist nicht bei den Modellen, sondern bei den gemessenen Daten zu suchen, ist sich Leopold Haimberger, Klimaforscher an der Universität Wien, sicher. In einem aktuellen FWF-Projekt korrigiert der Meteorologe die Fehler in den Radiosondenzeitreihen der letzten 50 Jahre und entzieht damit gleichzeitig der Klimawandel-Kritik ihre Grundlage.

mehr bei der  Uni Wien

3.11.2009

Mit verstärkten Kräften für den Erhalt nationalen Kulturguts

Humboldt-Ring, Deutschlands größte Einrichtung für Biodiversitäts- und Evolutionsforschung, nimmt weiteres Mitglied auf. Mitglieder verpflichten sich zu gemeinsamer Vorgehensweise beim Erhalt national bedeutender Naturobjekte.

mehr beim VBIO

3.11.2009


Biomemetische Silikatisierung der Hefen.

Hefe mit Schale

Ummantelung einzelner, lebender Hefezellen mit Siliciumdioxid

Unser Frühstücksei ist eine Besonderheit der Natur: eine einzelne Zelle, geschützt von einer mineralischen Schicht. Abgesehen von Strahlentierchen und Kieselalgen fehlt Einzelzellen eine harte Schale. Koreanische Forscher haben jetzt eine Strategie entwickelt, einzelne Zellen von Bäckerhefe, Saccharomyces cerevisiae, mit einer künstlichen Schale aus Siliciumdioxid zu ummanteln. Dabei ließen sie sich durch die Schalen der Kieselalgen inspirieren und entwickelten einen biomimetischen Prozess, mit dem sich einzelne Zellen unter milden physiologischen Bedingungen ummanteln lassen. Solche Hefen sind an der Zellteilung gehindert und leben dreimal länger als herkömmliche Hefen.

3.11.2009

Eisendüngung kontrolliert Stickstoffangebot - Bedeutung von Eisen für das Nährstoffangebot im Ozean

Eine internationale Gruppe von Meeresforschern unter Beteiligung des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) hat die Zusammenhänge zwischen dem Eintrag von Eisen und dem Stickstoffangebot im Atlantischen Ozean näher untersucht. In einer Studie, die am 1. November im Fachmagazin Nature Geoscience erschienen ist, zeigen die Wissenschaftler, dass durch Wüstenstaub ins Meer transportiertes Eisen, für das Nährstoffangebot von entscheidender Bedeutung ist. Die Ergebnisse fördern das Verständnis der komplexen Prozesse unseres Klimasystems.

mehr bei IFM-GEOMAR

2.11.2009

Weltweiter Nahrungsmittelbedarf - Die Rolle der Wissenschaft für eine nachhaltige Ertragssteigerung

Der Nahrungsmittelbedarf der Menschheit wächst unaufhaltsam. Wichtige Gründe hierfür sind eine stetig weiter wachsende Bevölkerung – bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird sie um ein Drittel auf 9,1 Milliarden Menschen ansteigen – sowie sich wandelnde Ernährungsgewohnheiten. Die FAO schätzt, dass bis zum Jahr 2050 die Welt-Nahrungsmittelproduktion um 70% gesteigert werden muss, um mit der wachsenden Nachfrage Schritt zu halten. Die einflussreiche britische "Royal Society", die älteste Wissenschaftsakademie der Welt, hat im Umfeld des "World Food Day" vom 16. Oktober einen detaillierten und ausgewogenen Bericht vorgelegt, in dem die Rolle der biologischen Wissenschaften für eine nachhaltige Ertragssteigerung der globalen Landwirtschaft unterstrichen wird.

mehr beim VBIO

2.11.2009

Systembiologische Samenforschung

Was mit Pflanzensamen während der Keimung passiert, untersuchen Forscher um den Pflanzenphysiologen PD Dr. Gerhard Leubner von der Universität Freiburg zukünftig gemeinsam mit anderen und Prof. Dr. Mike Holdsworth von der Universität Nottingham. Zusammen der Freiburger Biomechanik-Gruppe von Prof. Dr. Thomas Speck und fünf weiteren internationalen Forschungsgruppen bestanden sie im europäischen Wettbewerb European Research Era-Net Plant Genomics und belegten als virtual Seed- Konsortium (vSEED) den ersten Platz von 54 Bewerbern. Sie erhalten für die nächsten drei Jahre eine Förderung von 1,7 Millionen Euro. Das Netzwerk will mit modernen Methoden der Systembiologie molekulare, physiologische und mechanische Vorgänge in Pflanzensamen in ihrer Gesamtheit erfassen und diese verschiedenen Ebenen durch mathematische Modellierung zusammenbringen.

mehr bei der Uni Freiburg

2.11.2009

Pakt für Forschung und Innovation: Dritter Monitoring-Bericht

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute den Monitoring-Bericht 2009 für den Pakt für Forschung und Innovation verabschiedet. Der Pakt wurde im Jahr 2005 zunächst für den Zeitraum 2006 bis 2010 abgeschlossen. Bund und Länder haben sich darin verpflichtet, ihre Zuschüsse an die großen Wissenschaftsorganisationen (Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie an die Deutsche Forschungsgemeinschaft) um mindestens drei Prozent pro Jahr zu steigern. Im Gegenzug haben sich die Wissenschaftsorganisationen verpflichtet, die Effizienz und Qualität ihrer erfolgreichen Forschungsaktivitäten auf dem bestehenden hohen Niveau fortzuführen und weiter zu verbessern. Ob und wie dieses gelingt, wird in einem jährlichen Monitoring überprüft.

mehr bei der GWK (pdf-Datei)

ganzer Bericht (pdf-Datei, 0,7 MB)

2.11.2009

Frauen in Wissenschaft und Forschung

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat heute die "Dreizehnte Fortschreibung des Datenmaterials (2007/2008) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen" verabschiedet. Der GWK-Bericht zeigt, dass der Anteil von Frauen an den verschiedenen Qualifikationsstufen und beruflichen Positionen in Wissenschaft und Forschung langsam weiter ansteigt; dies gilt auch für den Anteil von Frauen an Professuren und bei den Berufungen von Frauen in Leitungspositionen an Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen. Im Berichtszeitraum gab es in Deutschland 6.173 Professorinnen; dies entspricht einem Frauenanteil von 16,2 Prozent.

mehr bei der GWK (pdf-Datei)

ganzer Bericht (pdf-Datei, 0,8 MB)

2.11.2009

Biodiversität

Das Leben im Wasser verstehen und schützen

Wissenschaftler aus 19 internationalen Institutionen arbeiten in dem Projekt BioFresh, das im November 2009 unter Federführung des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) startet. Sie entwickeln eine weltweit einzigartige Informationsplattform, welche die vorhandenen Informationen zu Süßwasserorganismen bündelt, Modelle zur Veränderung der aquatischen Biodiversität erarbeitet und diese Informationen dann der Politik und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

2.11.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Morgen: Zweiter Gentechnologiebericht: Analyse einer Hochtechnologie in Deutschland

Mit dem zweiten Gentechnologiebericht legt die interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, vier Jahre nach dem Erscheinen ihres ersten Berichts, wieder ein umfassendes Monitoring zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Gentechnologie vor. Bernd Müller-Röber vertritt das Thema Grüne Gentechnik auf der Podiumsdiskussion am:

Dienstag, 3. November 2009, 11.00 Uhr; im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einsteinsaal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, Raum 327

Anmeldung und weiter Infos beim
Informationsdienst Wissenschaft

2.11.2009


Blüte der Wegwarte, Cichorium intybus. Foto: B. Gemeinholzer, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

Evolution der Asterngewächse startete in Südamerika ihre Erfolgsstory

Will man heute etwas über die Evolution der Asterngewächse wissen, so muss man das kürzlich erschienene Logbuch für Astern konsultieren. Unter dem Titel Systematics, Evolution, and Biogeography of the Compositae wird der aktuelle Wissensstand über die Verwandtschaftsverhältnisse, Evolution und Besiedlungsgeschichte der Asterngewächse (Familie Asteraceae oder auch Compositae) veröffentlicht. Diese englischsprachige "Bibel der Astern" ist Ergebnis jahrelanger Forschungen eines internationalen Expertenteams aus über 80 führenden Wissenschaftlern.

2.11.2009

Nanokapseln für die künstliche Photosynthese

Chemiker der Universität Würzburg entwickelten eine Nanokapsel, die eine Eigenschaft besitzt, die bei der Photosynthese der Pflanzen wichtig ist: Die in der nur 20 bis 50 Nanometer großen Kapsel liegenden Moleküle absorbieren Lichtenergie und geben einen Teil davon in Form von Fluoreszenzlicht wieder ab. Den anderen Teil aber übertragen sie mittels Energietransfer auf die Kapselmoleküle, die daraufhin ebenfalls Fluoreszenzlicht ausschicken. Ein Bild der Kapsel ziert das Titelblatt von nature chemistry.

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