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Deutsche Botanische Gesellschaft e. V.
Informationen für Botanikerinnen und Botaniker - August 2009

31.8.2009


Die Gerstenpflanzen mit dem Resistenzgen (hinten) zeigen keine Krankheitssymptome. Die befallenen Kontrollen (vorn) zeigen die typische Verzwergung. Foto: Julius Kühn-Institut (ZL)

Wilde Verwandte hilft gegen "gelbe Gersten-Zwerge"

Züchtungsforscher des Julius Kühn-Instituts (JKI) nutzen neu gefundenes Resistenz-Gen aus Wildgerste, um Kulturgerste resistent gegen schädliches Gelbverzwergungs-Virus zu machen. Publikation in Theoretical and Applied Genetics.

28.8.2009

Verstärkung für den „grünen Daumen“: Terahertz-Sensor erkennt, ob Pflanzen Wasser brauchen

Mithilfe von Terahertz-Wellen können Forscher der TU Braunschweig den Wassergehalt der Blätter bestimmen. Damit erkennen sie, ob die Pflanzen ausreichend versorgt sind oder unter Trockenstress leiden. Was derzeit noch Grundlagenforschung ist, kann künftig bei der Pflanzenzüchtung zum Einsatz kommen.

mehr bei der TU Braunschweig

27.8.2009

"Pilzflora von Sachsen-Anhalt" erschienen

Das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) hat mit Unterstützung des Naturschutzbundes Sachsen-Anhalt e.V. eine Bestandsaufnahme aller in diesem Bundesland vorkommenden Höheren Pilze herausgegeben. Das Werk mit dem Titel "Pilzflora von Sachsen-Anhalt" enthält genaue Beschreibungen inklusive Vorkommen, Lebensraum und Gefährdung aller 3612 bisher in Sachsen-Anhalt nachgewiesenen Arten von Schlauch- und Ständerpilzen.

mehr beim IPB

26.8.2009

Antennen auf Wanderschaft - Wie sich Pflanzen an wechselnde Lichtbedingungen anpassen

Mit Hilfe raffinierter Mechanismen können sich Pflanzen an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen und so effizient Fotosynthese betreiben. Biologen um den LMU-Pflanzenwissenschaftler Professor Dario Leister haben nun einige dieser Anpassungsmechanismen in der Zeitschrift Plant Cell beschrieben. So spielt etwa das Enzym STN7 bei einer kurzfristigen Lichtanpassung, die innerhalb von Minuten abläuft, eine entscheidende Rolle.

mehr bei der LMU

25.8.2009


Logo der Tagung: "Pflanzen für die Zukunft"

Pressekonferenz zur Botanikertagung

"Pflanzen für die Zukunft" ist das Thema der diesjährigen Botanikertagung der Deutschen Botanischen Gesellschaft, die vom 6. bis 11. September an der Universität Leipzig stattfindet. Die Tagung stellt sich den großen Zukunftsherausforderungen der Menschheit wie Sicherstellung von Energie, Nahrungsmitteln und kohlenstoffbasierten Rohstoffen sowie die Begrenzung der Erderwärmung unter dem Blickwinkel Pflanzenwissenschaften. Sie will zugleich einen Ausblick geben, wie neues botanisches Wissen in neue Technologien umgesetzt werden kann. Themen der Pressekonferenz sind: Labor auf dem Acker, Transgene Pflanzen, Musikinstrumente aus Pflanzenabfall, Kraftstoff aus Algen und die Zukunft der Biomassemärkte.

Details beim Informationsdienst Wissenschaft

Gesamtes Programm der Botanikertagung

25.8.2009


Logo der Botanikertagung 2009

"Volle Tanks und leere Teller" - Podiumsdiskussion der Botanikertagung

Die Deutsche Botanische Gesellschaft freut sich, für die Podiumsdiskussion zur Botanikertagung hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gewonnen zu haben. Die Teilnehmer am 8. September sind:

1. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee

2. Prof. Martin Kaltschmitt wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen BiomasseForschungsZentrums Leipzig

3. Prof. Peter Wagner, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Mitkoordinator des EU Projekts Agrowood

4. Peter Rottach, EU-Büro "Brot für die Welt", Brüssel

5. Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung

6. Prof. Christian Wilhelm, Tagungspräsident

Moderation: Anja Martini, MDR

Zeit: von 20:00 bis 22 Uhr;

25.8.2009


Ein gutes Team: Ameise und Akazie. Foto: Uni Duisburg Essen.

Ameisen und Akazien mit Teamgeist

Fressfeinde und Konkurrenten hält man am besten ab, in dem man sich in einer Symbiose verbündet. Wie das genau bei den Ameisen und Akazien in Mexiko funktioniert, haben der Botaniker Prof. Martin Heil und seine Doktorandinnen von der Universität Duisburg-Essen untersucht. "Unser Ergebnis widerspricht der generellen Erwartung, dass gute Wirte auch für Parasiten attraktiver sind, und sollte daher in der Fachwelt für Aufsehen sorgen." So berichtet sogar die hochrangige Zeitschrift PNAS in ihrer aktuellen Ausgabe über das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Botanik-Projekt.

mehr bei der Uni Duisburg-Essen

21.8.2009


Einzelne Zellen von Streptomyces hygroscopicus schmiegen sich sehr eng an die Hyphen des Schimmelpilzes Aspergillus nidulans. Foto: HKI/FSU.

Bakterien induzieren Wirkstoffsynthese in Pilzen

Einen völlig neuen Weg der Regulation von Naturstoff-Synthesen haben Forscher am Hans-Knöll-Institut und der Universität Jena nun in PNAS publiziert: Der Schimmelpilz Aspergillus nidulans bildet nur bei intensivem Kontakt mit bestimmten Bakterien eine Reihe von Substanzen, die in Reinkulturen des Pilzes bisher nie gefunden wurden. Das enge räumliche Miteinander der Mikroben aktiviert verschiedene Gene, die bislang als stille oder schlafende Gene bezeichnet wurden. Die Genprodukte führen dann zur Bildung von bisher bei diesem Pilz unbekannten Substanzen, wie Orsellinsäure und Lecanorsäure.

20.8.2009


Pflanzenkammern liefern ein kontrolliertes Umfeld, um das Wachstums- und Blühverhalten der Ackerschmalwand zu untersuchen. Foto: Bernd Schuller / Max-Planck-Institut

Das Alter treibt Blüte

Wissenschaftler am PMI in Tübingen haben einen Signalweg entdeckt, der Pflanzen unabhängig von äußeren Einflüssen blühen lässt. Dabei wirkt die Konzentration eines kleinen RNA-Schnipsels in den Zellen wie eine Sanduhr: Nimmt diese mit zunehmendem Alter ab, erwacht die Pflanze aus ihrem vegetativen Ruhestadium und begibt sich in die reproduktive Blühphase. Somit stellen sie sicher, nicht vergeblich auf optimale Umweltbedingungen zu warten, schreiben Wissenschaftler in der Zeitschrift Cell.

20.8.2009


Heterosis: seitlich die verkümmerten Eltern, in der Mitte die erste Generation. Foto: Oskar Eyb, Uni Hohenheim

Konkurrenz zur Gentechnik: Renaissance der Hybridzüchtung könnte Ernte-Erträge um zweistelligen Prozentsatz steigern

"Ertragssteigerungen um 30 bis 70 Prozent - und das ohne Gentechnik" hält Prof. Dr. Albrecht E. Melchinger bei vielen Kulturpflanzen für möglich. Das Zauberwort lautet Hybridzüchtung. Neue Erkenntnisse und Methoden wecken berechtigte Hoffnungen, das gigantische Potential von Pflanzenhybriden weltweit besser nutzen zu können. Der Leiter einer Forschergruppe lädt nun zur internationalen Heterosis-Konferenz, um die Ergebnisse von sechs Jahren Forschungsarbeit vorzustellen.

Weitere Infos bei der Uni Hohenheim

19.8.2009

Wie schützen sich Pflanzen vor Sonnenbrand? Forscher klären Energiemechanismen auf

Nicht nur Menschen, auch Pflanzen müssen sich vor zu starker Sonnenstrahlung schützen. Da das Photosynthese-System sehr effizient arbeitet, könnte jedes "Zuviel" an Sonne das System zum Durchbrennen bringen. Wie sich Pflanzen davor schützen, hat das Team um Prof. Peter Jomo Walla vom Institut für Theoretische und Physikalische Chemie der Technischen Universität Braunschweig nun in PNAS publiziert. Sein Fernziel ist es, die raffinierten Mechanismen unter anderem für Photovoltaik-Systeme nutzbar zu machen.

mehr bei der TU Braunschweig

19.8.2009

Mit zweierlei Maß - Studium zahlt sich für Frauen weniger aus

Akademikerinnen verdienen fünf Jahre nach ihrem Studienabschluss durchschnittlich 20 Prozent weniger als die Akademiker des gleichen Studienjahrgangs. Zwei Wissenschaftlerinnen vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gehen im aktuellen "WZ-Brief Arbeit" der Frage nach, welche Ursachen diese immensen Einkommensunterschiede haben: Als Erklärung galt bisher vor allem der Unterschied in den Erwerbsverläufen von Männern und Frauen, weil sich Familie und Beruf nur schwer vereinbaren lassen. Eine ebenso große Rolle spielt jedoch auch die Wahl des Studienfachs.

Details im WZBrief
(pdf Datei, 0,1 MB)

18.8.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Biosicherheitsforschung: Meta-Studien und zentrale Datenbanken

Michelle Marvier von der Santa Clara University in den USA plädiert dafür, zentrale und öffentliche Datenbanken zur Biosicherheitsforschung anzulegen und Meta-Studien zur Routine bei der Sicherheitsbewertung gentechnisch veränderter Pflanzen zu machen. „Es ist nicht überraschend, dass verschiedene Studien zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen", sagte die Wissenschaftlerin des Californischen Instituts für Umweltstudien in einem Interview, die angesehene Meta-Studien zu den ökologischen Auswirkungen von Bt-Mais und Bt-Baumwolle durchgeführt hat.

Ganzes Interview bei
biosicherheit.de

17.8.2009

Stratmann: "Bologna weiterentwickeln - Bachelor- und Masterstudiengänge zum Erfolg führen"

"Der Bologna-Prozess befindet sich in einer entscheidenden Phase", sagte der Niedersächsische Minister Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann. "Nachdem die deutschen Hochschulen in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen haben, um nahezu alle Studiengänge auf die neuen Bachelor- und Masterstrukturen umzustellen, müssen die Wirkungen analysiert und wo nötig Korrekturen vorgenommen werden." Stratmann hat einen Katalog mit Forderungen ausgearbeitet, der als Grundlage der Diskussion für die notwendige Fortentwicklung des Bologna-Prozesses dienen soll.

Stratmann-Katalog beim Informationsdienst Wissenschaft

14.8.2009

Evolution als Film

Im Darwin-Jahr schrieb die Volkswagen Stiftung einen Ideenwettbewerb über "Evolution heute" aus. Die Gewinnerfilme laufen bei Festivals, auf YouTube, in Ausstellungen und im Unterricht.

Übersicht über die ersten Filme Evolution of Life

13.8.2009


An Chlamydomonas reinhardtii wollen die Jenaer die Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus untersuchen. Foto: FSU

Lebenselixier Licht

Eine neue DFG-Forschergruppe mit dem Titel "Licht-gesteuerte Reaktionen in einzelligen Modell-Algen" wird unter anderem die Lichtregulation der Photosynthese untersuchen, analysieren wie die innere Uhr der Algen tickt und welche Eiweiße an der Lichtwahrnehmung sowie der Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus beteiligt sind. Sprecherin ist Prof. Dr. Maria Mittag von der Universität Jena.

12.8.2009

Neue Pflanzenarten entstehen häufiger als gedacht durch Genom-Vervielfältigung

Eine Vervielfältigung des Chromosomensatzes ("Polyploidie") trägt bei Farn- und Blütenpflanzen rund viermal häufiger zur Entstehung neuer Arten bei als bislang angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die ein Wissenschaftler der Universität Münster gemeinsam mit Kollegen aus den USA und Kanada durchgeführt und in PNAS veröffentlicht hat.

10.8.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Grüne Gentechnik: Politik wirbt für "ohne", Industrie will nur "mit"

Während die Politik die Kennzeichnung von gentechnikfreien Lebensmitteln erleichtern möchte, will der deutsche Chemiekonzern BASF in den nächsten Jahren verstärkt auf die Grüne Gentechnik setzen.

10.8.2009

"Gesund und schön durch Pflanzen"

Mit dieser Zusammenfassung lädt die Bayern Innovativ GmbH Unternehmen, Institute und Hersteller aus den Bereichen Pharma, Food und Kosmetik zu einem Kooperationsforum über "Funktionelle Pflanzeninhaltsstoffe" nach Wolnzach in Bayern, das am 1. Oktober stattfinden wird.

10.8.2009

"Chemische Genetik" zur Steuerung von Pflanzenhormonen etabliert

Der Pflanzenforscher Tobias Sieberer von der Universität Wien untersucht die Kommunikation von Pflanzenzellen durch eine neu identifizierte Klasse von Hormonen, den so genannten Strigolaktonen. Auf der Suche nach chemischen Substanzen, die diesen Signalweg gezielt beeinflussen können, etablierte er eine Screening-Plattform die das Testen tausender verschiedener Moleküle ermöglicht.

mehr bei der Uni Wien

10.8.2009

Wahlprüfsteine des Stifterverbandes

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat seine "Wahlprüfsteine" zur anstehenden Bundestagswahl vorgelegt. Der künftigen Bundesregierung empfiehlt der Verband, konkrete Initiativen für mehr Forschung und eine bessere akademische Ausbildung zu ergreifen. Außerdem müsse das private Engagement für Wissenschaft und Bildung in Deutschland stimuliert werden.

mehr beim  VBIO

7.8.2009


In der Tabakepidermis sind das Endoplasmatische Retikulum grün und die Importstellen rot markiert. Image: Uni Heidelberg

Heidelberger Forscher untersuchen intrazelluläre Transportrouten bei Pflanzen

Die intrazellulären Proteintransportrouten bei Pflanzen erforschen Wissenschaftler des Instituts für Pflanzenwissenschaften an der Universität Heidelberg. Dabei geht es insbesondere um Sekretion. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die dreijährigen Arbeiten unter Leitung des Zell­biologen Prof. Dr. David G. Robinson, die im August dieses Jahres begonnen haben, mit rund 320.000 Euro.

mehr bei der Uni Heidelberg

7.8.2009

Innovationsminister Pinkwart will den Frauenanteil in universitären Spitzenpositionen erhöhen

Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart will den Frauenanteil in universitären Spitzenpositionen weiter steigern. Während Frauen bei den Absolventenzahlen an den NRW Hochschulen mit 52 Prozent bereits besser vertreten sind als ihre männlichen Kollegen, liegt der Professorinnenanteil bei 16,6 Prozent. Innovationsminister Pinkwart: "Frauen sind an den Hochschulen auf dem Vormarsch. Jetzt ist es Zeit, auch bei den Spitzenpositionen weiter aufzuholen. Wir haben das Budget der Hochschulen für die Frauenförderung seit 2005 um 70 Prozent erhöht und damit bereits erste Erfolge erreicht."

mehr beim VBIO

7.8.2009


Beispiele für Nanostrukturen, für die Erbgut-Moleküle ideale Bausteine sind. Copyright TU München

Nano-Origami mit Erbgut-Molekülen

Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Harvard University haben neue Werkzeuge entwickelt, um aus kurzen DNA-Molekülen Strukturen mit komplexen Windungen und Krümmungen zu formen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Science berichten sie über eine Reihe von Experimenten in der sie DNA Origami-ähnlich in dreidimensionale Objekte falten konnten, inklusive einer kugelförmigen Gerüstkonstruktion mit nur 50 Nanometer Durchmesser.

mehr bei der TU München

6.8.2009


Orchidee lockt erfolgreich eine bestäubende Hornisse an ohne ihr eine Gegenleistung zu bieten. Foto: Uni Ulm.

Orchidee produziert Alarmpheromon von Honigbienen und lockt damit Hornissen als Bestäuber an

Ein Drittel aller Orchideenarten sind Täuschblumen, was bedeutet, dass sie ihren Bestäuber nicht mit Nektar oder Pollen belohnen. In einer heute erschienenen Arbeit in der Fachzeitschrift Current Biology stellen Professor Manfred Ayasse und Mitarbeiterin Jennifer Brodmann der Universität Ulm ein weiteres Beispiel von Täuschung dar, die bei der nur auf der südchinesischen Insel Hainan vorkommenden Orchideenart Dendrobium sinense vorkommt. Diese Orchidee lockt ihre Bestäuber, nämlich Hornissen der Art Vespa bicolor an, indem sie Verbindungen nachahmt, welche bei Honigbienen eine Bedeutung als Alarmpheromon haben.

mehr bei der Uni Ulm

5.8.2009

Das Meeting von Morgen

Die Veranstalter von wissenschaftlichen Konferenzen stecken in einer Zwickmühle. Sollen sie Vorträge und die Diskussionen dazu auf ihrer Website zugänglich machen? Sollen sie Konferenzteilnehmern die Benutzung sozialer Medien wie Blogs, Twitter und FriendFeed erlauben oder nicht?

zur Zukunft der Konferenzen
Laborjournal online

4.8.2009

Wissenschaftsdebatte vor der Bundestagswahl: Deutschland stellt die "W-Frage"

Eine Gruppe von Wissenschafts- und Technikjournalisten der Journalistenvereinigung für Technisch-Wissenschaftliche Publizistik TELI nimmt die Bundestagswahlen zum Anlass, um eine breite öffentliche Debatte über Forschung, Wissenschaft und Technologie anzustoßen.

mehr beim VBIO

4.8.2009

Natürliche Abwehrstrategien gegen Maisschädlinge

Max-Planck-Wissenschaftler haben zusammen mit Kollegen der Universität Neuchâtel (Schweiz), der TU München und dem United States Department of Agriculture (University of Missouri, USA) transgene Maispflanzen getestet, die über ihre Wurzeln den natürlichen Lockstoff (E)-beta-Caryophyllen (EβC) in den Erdboden abgeben. EβC lockt Nematoden an, kleine Fadenwürmer, die die Raupen des Maiswurzelbohrers angreifen und töten. In Freisetzungsversuchen waren die Anzahl überlebender Schädlinge und der Schaden an den Wurzeln deutlich reduziert. Wie die Forscher in der Zeitschrift Proc. Natl. Acad. Sci. schreiben, wird durch diese Art der natürlichen Verteidigung ein umweltschonender Anbau von Mais möglich, weil der Einsatz von synthetischen Insektiziden verringert wird.

mehr beim VBIO

4.8.2009

Wald 21

Freiburger Forscher fordern im Rahmen des Projekts "Waldzukünfte 2100" alle Gemeinden und Landkreise zu einer Zukunftsdebatte über den Wald vor Ort auf.

mehr bei waldzukuenfte.de

3.8.2009

Nur jede 25. Frau arbeitet in der ersten Führungsebene

Jeder zehnte beschäftigte Mann, aber nur jede 25. Frau arbeitet in der obersten Führungsebene, zeigt eine Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). "Nach wie vor stehen Betriebe meist unter einer männlichen Führung", schreiben die Autoren der Studie. Selbst in frauendominierten Betrieben mit einem durchschnittlichen Frauenanteil von 84 Prozent besetzen Frauen nur 56 Prozent der Führungspositionen.

"Über das Einstellungsverhalten der Betriebe wird die geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarkts weiter verfestigt", ergab die IAB-Studie.

IAB-Pressemitteilung (mit weiteren Zahlen)

ganze IAB-Studie (pdf-Datei (3,5 MB)

3.8.2009

Intensivkurs "Life/Work-Planning" an der Freien Universität Berlin

Im September 2009 bietet die Freie Universität Berlin den 13-tägigen Intensivkurs "Life/Work-Planning" zur Jobsuche und Karriereplanung an. Diese Methode wurde vom amerikanischen Arbeitswissenschaftler und Bestseller-Autor Richard Nelson Bolles entwickelt. Die Teilnehmer des Kurses lernen, eine "Marketingkampagne" für die eigene Person zu entwickeln. Hierbei werden interessante Arbeitgeber identifiziert, auf ungewöhnlichen Wegen kontaktiert - und schließlich gewonnen.

mehr bei der  FU Berlin

3.8.2009

Besuchstag: Ökologische Tomatenzüchtung im Freilandanbau

Welche Tomatensorten eignen sich für den Anbau im Freiland und wie können neue Sorten gezüchtet werden, die gut schmecken und gegen Pilzbefall resistent sind? Mit diesen Fragen befassen sich Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen. Die besten Zuchtlinien und Standardsorten werden zur Zeit bundesweit geprüft. Interessierte Verbraucher und Hobby-Gärtner können sich am Sonnabend, 15. August 2009, auf dem Klostergut Reinshof südlich von Göttingen über Züchtung, Sortenspektrum sowie den Anbau von Wildtomaten informieren.

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