Logo der Deutschen Botanischen Gesellschaft e. V. (DBG)
Weitere Informationen über das Titelbild der DBG gibts durch anklicken
Deutsche Botanische Gesellschaft e. V.
Informationen für Botanikerinnen und Botaniker - Juli 2009

31.7.2009

Parasiten auf dem Sprung - Wie die Zelle mobile genetische Elemente unterdrückt

Weil Transposons dem Organismus gefährlich werden können, sollen mehrere molekulare Mechanismen die Aktivität der Transposons unterdrücken. Ein Forscherteam um den Biochemiker Professor Klaus Förstemann vom Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München konnte nun in der Taufliege Drosophila melanogaster eine neue Art der zellulären Abwehr gegen Gensequenzen nachweisen, die in hoher Kopienzahl vorliegen - selbst wenn diese noch nicht in das Genom eingebaut sind.

mehr bei der LMU

30.7.2009

Buch: 35 Jahre zwischen Wissenschaft und Politik - Sachverständigenrat für Umweltfragen zieht Bilanz

Der ehemalige Vorsitzende des Sachverständigenrates, Prof. Hans-Joachim Koch, und der Generalsekretär, Dr. Christian Hey, legen nun die Ergebnisse des Festkolloquiums anlässlich der 35-jährigen Gutachtenarbeit einschließlich einer Wirkungs- und Leistungsbilanz vor. Das Buch beleuchtet wissenschaftliche Politikberatung im Spannungsfeld zwischen Tagespolitik und unabhängiger Fachperspektive.

mehr beim Verlag

29.7.2009

BVL fördert Forschungsprojekt zum Nachweis gentechnisch veränderter Organismen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) fördert gemeinsam mit der britischen Verbraucherschutzbehörde "Food Standards Agency" seit dem 1. Juni 2009 das zweijährige Forschungs- und Entwicklungsprojekt "GMOseek". Ziel des Projekts sind bessere Nachweismöglichkeiten von Anteilen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in Lebens- und Futtermitteln sowie Saatgut. An dem Projekt beteiligen sich insgesamt fünf Forschungs- beziehungsweise Untersuchungslaboratorien aus Belgien, Deutschland, Slowenien sowie die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission.

mehr beim BVL

28.7.2009

Dem salztoleranten Getreide einen Schritt näher

Ein internationales Forscherteam an der University of Adelaide hat, unter Verwendung einer neuen Form der genetischen Modifikation, salztolerante Pflanzen entwickelt. Damit könnten salztolerante Getreide bald Wirklichkeit sein.

28.7.2009

Synthetische Biologie - Chancen und Risiken

Das neue Forschungsfeld "Synthetische Biologie" eröffnet mittelfristig ein großes Potenzial, durch neuartige gentechnische Methoden unter Einbeziehung ingenieurwissenschaftlicher Prinzipien neue Impfstoffe und Medikamente, aber auch Kraftstoffe und Neue Materialien zu entwickeln. Für Erfolg und Akzeptanz der neuen Technologie ist ein frühzeitiger Dialog mit der Öffentlichkeit über naturwissenschaftliche, rechtliche, wirtschaftliche, aber auch ethische Fragen entscheidend. Mit einem gemeinsamen Positionspapier zu den Chancen und Risiken der Synthetischen Biologie möchten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), acatech, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, und die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften, diesen Dialog nun anstoßen.

mehr bei der DFG

27.7.2009


Ein mit Phytoplasmen infizierter Baum leidet unter Kleinfrüchtigkeit. Die Äpfel infizierter und nicht infizierter Bäume sind gegenübergestellt. Foto: Christopf Mayer, JKI-Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau, Dossenheim

Krankheitserreger ändern Geruch von Apfelbäumen, um Insekten-Taxi zu rufen

Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) zeigen, wie Phytoplasmen mit ihrem Wirt, dem Apfelbaum, und ihrem Überträger-Insekt, dem Sommerapfelblattsauger, interagieren

mehr beim JKI

23.7.2009



Große Kieselalgen dominieren die Frühjahrsblüte des Phytoplanktons, wie sie sich unter gegenwärtigen Temperaturen ausbildet (oben). Bei sechs Grad Celsius Erwärmung überwiegen hingegen kleinere Flagellaten (unten). Foto: IFM-GEOMAR

Vorteil für die Kleinen - Klimawandel beeinflusst die Größe mariner Organismen

Wissenschaftler des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) haben jetzt zusammen mit französischen Kollegen nachgewiesen, dass der Klimawandel auch die Größe von Organismen beeinflusst. Die entsprechende Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe der renommierten US-Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Der Trend wurde bei einer Reihe von sehr unterschiedlichen Organismen festgestellt: bei Bakterien, Planktonalgen, Zooplankton und Fischen in der Nord- und Ostsee sowie in französischen Flüssen.

mehr bei IFM-GEOMAR

23.7.2009

Die Waffen der Pilze: Bei Verletzung hagelt 's Blausäure

Wer nicht davonlaufen kann, muss sich zu verteidigen wissen: Pilze produzieren chemische Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde, Parasiten und Konkurrenten. Der grüne Knollenblätterpilz schützt sich mit alpha-Amanitin, der Fliegenpilz mit dem Nervengift Muscimol. Jetzt haben Forscher entdeckt, dass bei einigen Pilzen das jeweilige Gift erst dann entsteht, wenn jemand dem Pilz an den Kragen geht. Die Juli-Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" berichtet davon.

23.7.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Zweiter Runder Tisch zur Grünen Gentechnik - Schavan sieht "Fortschritte"

"Heute sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Es war ein konzentriertes und intensives Gespräch", bilanzierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan den zweiten Runden Tisch zur Grünen Gentechnik, zu dem sie Vertreter aus Wissenschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, Umweltverbänden und Kirchen nach Berlin eingeladen hatte.

mehr beim BMBF

22.7.2009

Multi-Kulti im deutschen Forst

Um dem Klimawandel standzuhalten, rücken fremdländische Baumarten in den Fokus, informiert das neunte Laborgespräch. Dort sprach man über Antworten aus der Forstwissenschaft zum Klimawandel

das vollständige Gespräch zur nachhaltigen Waldwirtschaft (pdf-Datei)

22.7.2009

Zelltod per Express oder auf Umwegen - Ein Hemmer von Todesproteasen entscheidet

Gemeinsam mit drei Gruppen in Melbourne berichtet die Forschergruppe um Prof. Dr. Christoph Borner von der Universität Freiburg im renommierten Wissenschaftsmagazin Nature von einem Schlüsselprotein (XIAP), welches entscheidet, ob eine Zelle auf einem direkten, schnellen oder einem etwas umständlicheren Signalweg stirbt.

21.7.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Stellungnahme der ZKBS zur Risikobewertung von MON810

Die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit (ZKBS) hat das Anbauverbot von Bt-Mais MON810 vom April 2009 zum Anlass genommen, ihre Sicherheitsbewertung zum Anbau von Bt-Mais MON810 aus dem Jahr 2007 zu überprüfen. Sechs neue Studien zur Wirkung von Bt-Mais auf Nicht-Zielorganismen wurden einer detaillierten Bewertung zu unterzogen. Die ZKBS stellt fest, dass vom Anbau von MON810 keine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt ausgehen.

ganze Stellungnahme bei der ZKBS

21.7.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Vor dem zweiten runden Tisch zur Pflanzenbiotechnologie - Vernunft und offene Debatte gefordert

Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V., fordert vor dem Hintergrund des morgigen zweiten "Runden Tisches" zur Pflanzenbiotechnologie im Bundesforschungsministerium eine Versachlichung der Debatte und endlich ein eindeutiges Bekenntnis der Politik zu dieser Zukunftstechnologie.

mehr beim VBIO

21.7.2009

Bt-Nutzpflanzen vertragen sich mit biologischer Kontrolle

Das Team von Jörg Romeis von der Forschungsstation Reckenholz-Tänikon ART hat nun untersucht, ob sich Bt-Pflanzen mit dem Pilz Metarhizium anisopliae vertragen. Dieser häufige Bodenpilz kann eine Vielzahl von Insekten befallen und zum Absterben bringen; er wird daher verbreitet als biologisches Insektizid eingesetzt. Weder bei Bt-Mais noch bei Bt-Kichererbsen wurden Hinweise darauf gefunden, dass die biologische Schädlingsbekämpfung der Frassinsekten mit dem M. anisopliae -Pilz durch die gentechnische Veränderung der Pflanzen beeinträchtigt wurde. So ergänzen sich die beiden Methoden zur Schädlingsbekämpfung – bei den Kichererbsen sind sie zusammen sogar wirksamer als die einzelnen Ansätze.

mehr beim VBIO

20.7.2009


Die Prototypen im Gewächshaus sind äußerlich nicht von herkömmlichen Pflanzen zu unterscheiden. Foto: Christof Sautter, ETH Zürich

Hoffnungsschimmer im Kampf gegen Eisenmangel

Wissenschaftlern der ETH Zürich ist es gelungen, den Eisengehalt in polierten Reiskörnern auf das Sechsfache zu steigern. Die Forscher übertrugen dazu zwei pflanzliche Gene in eine bestehende Reissorte. Die Pflanzen sollen dereinst den Eisenmangel insbesondere in afrikanischen und asiatischen Entwicklungsländern lindern.

mehr bei der ETH Zürich

17.7.2009


Ozonläsion an einem Arabidopsis-Blatt. Foto: Andreas Bachmair.

Wenn Pflanzenzellen Selbstmord begehen

Seit Ende letzten Jahres erforschen Biologen das Protein, das in Zelltodvorgängen eine große Rolle spielt. Andreas Bachmair vom Department für Biochemie und Zellbiologie an der Universität Wien untersucht mit seinem Team, das Ubiquitin und seinen Einfluss auf Seneszenz und die Reaktionen einer Zelle auf den Befall mit Krankheitserregern. Mit Mutanten von Arabidopsis thaliana wollen die ForscherInnen das "Aufgabengebiet" von Ubiquitin aufschlüsseln.

mehr bei der Uni Wien

16.7.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Französische Forscher zum MON810-Verbot: "Geringer Respekt gegenüber wissenschaftlichen Fakten"

Mitte April 2009 wurde der Anbau von gentechnisch verändertem Bt-Mais MON810 in Deutschland verboten. Damit folgte die Bundesregierung dem Beispiel mehrerer anderer europäischer Länder, unter anderem Frankreich. Eine Gruppe französischer Wissenschaftler hat die seit 1996 zu Bt-Mais verfügbare wissenschaftliche Literatur systematisch geprüft. Sie kommen zu dem Schluss, dass es für die Anbauverbote keine wissenschaftliche Grundlage gibt.

mehr bei biosicherheit.de

15.7.2009


Pollen von Ricciisporites tuberculatus, die beim Massensterben vor 200 Millionen Jahren verschwand. Foto: Sofie Lindström

Massives Waldsterben vor 200 Millionen Jahren

Heftige Vulkanausbrüche am Übergang von Trias zum Jura ließen Wälder auf der nördlichen Halbkugel vorübergehend kollabieren. Frankfurter Geopaläontologen fanden jetzt zusammen mit schwedischen und amerikanischen Kollegen die Ursache: sauerer Regen.

mehr bei der  Uni Frankfurt

15.7.2009

DECHEMA-Preise für Naturstoff-Forschung 2010

Die DECHEMA e.V. und der DECHEMA-Arbeitsausschuss "Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität" schreiben 2010 jeweils einen Doktoranden-Preis und Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung aus.

mehr beim VBIO

14.7.2009

Thesenpapier "Biotechnologie in Deutschland" vorgelegt

Der Branchenverband der Biotechnologie-Industrie, BIO Deutschland e.V. und die Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichen heute das Thesenpapier "Biotechnologie in Deutschland" mit Argumenten für die Stärkung der kleinen und mittleren Unternehmen. Ziel des Papiers ist es, den Verbesserungsbedarf für die Biotechnologie-Branche in Deutschland zu konkretisieren.

mehr beim VBIO

14.7.2009

Evolutionsbiologie bleibt spannend

Wie kommt es eigentlich, dass es immer noch Organismen gibt, die sich asexuell fortpflanzen? Sollten diese nicht nach Darwinscher Lehre längst der Evolution zum Opfer gefallen sein? Und gibt es evolutive Prozesse, an denen keine Gene beteiligt sind? Dies sind nur zwei von vielen spannenden Fragen, die die Evolutionsbiologen und -biologinnen heute beschäftigen. Die VolkswagenStiftung fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Evolutionsbiologie und bewilligt 23 Stipendien und eine Gastprofessur. Neu im Programm sind Advanced Fellowships. Nächster Stichtag für Fellowships ist der 15. Oktober 2009.

Geförderte Projekte und Hintergründe
bei der Volkswagen-Stiftung

14.7.2009


Die Software "BioBrowser" stellt Moleküle auf Knopfdruck hochqualitativ und interaktiv dar. Copyright: Fraunhofer Austria.

Winzige Proteine riesengroß - Molekularbiologie in 3D-Welten

Forscher des Geschäftsbereichs Visual Computing von Fraunhofer Austria in Graz haben in einem Projekt der DFG die Software "BioBrowser" entwickelt. Aus den Forschungsdaten der Molekularbiologen errechnet sie voll-automatisch 3D-Modelle von kompliziert aufgebauten Proteinen und stellt sie auf Knopfdruck hochqualitativ und interaktiv dar.

mehr bei Fraunhofer

14.7.2009

Biodiversität: Kein Stopp des Arten-Verlusts bis zum Jahr 2010

Das Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2010 zu stoppen, kann offenbar nicht erreicht werden. Das erklärt die Bundesregierung in einer Antwort (16/13526) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen über den Zwischenstand der deutschen CBD-Präsidentschaft (16/13289).

mehr beim VBIO

14.7.2009


Artenreiche Wiesen bereichern die Kulturlandschaft. Foto: ZALF H. Schäfer.

Bürger und Umwelt

Welche Wege beschreiten Bürger im Umwelt- und Naturschutz? Diesen Frage stellt sich eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern unter dem Namen CIVILand, am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg. Die mit 1,2 Millionen Euro vom BMBF geförderte Gruppe wird untersuchen, wie mit wirtschaftlichen Anreizen die Dienstleistungen der Natur erhalten oder die Kulturlandschaft gepflegt werden kann.

13.7.2009


Oberfläche des Schimmelpilzes Emericella nidulaus mit kugelförmigen Sporen. Copyright: BASF

Der Himmel voller Pilze - große Vielfalt von Pilzarten in der Luft

Die Menge und Artenvielfalt an Pilzsporen in der Luft ist wesentlich höher als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie und des Geocycles-Programms der Universität in Mainz in der ersten systematischen Studie über Pilz-Erbgut in der Luft gezeigt. Mittels DNA-Analyse identifizierten sie mehrere 100 Pilzarten in der Luft. In jedem Kubikmeter Luft schweben zwischen 1.000 und 10.000 Pilzsporen.

mehr bei der Uni Mainz

10.7.2009


Neuer Plattenreaktor für ein optimales Licht-Management in Algenkulturen. Foto: Florian Lehr

"Grüne" Energie aus Algen

Um die Photosynthese von Mikroalgen energetisch nutzen zu können, entwickelten Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geschlossene Photoreaktoren und neue Verfahren für den Zellaufschluss. "Wir gehen verfahrenstechnisch ganz anders heran und arbeiten mit geschlossenen Photo-Bioreaktoren", so Professor Clemens Posten. "Unsere Anlagen wandeln Sonnenenergie mit fünffach höherem Wirkungsgrad in Biomasse um als offene Becken."

mehr beim KIT

10.7.2009

Internationales Verbundprojekt zur Systemanalyse beim Raps

Wissenschaftler am Institut Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) setzten sich in einer internationalen Ausschreibung mit einem neuen Konzept zur Systemanalyse von komplexen Merkmalen bei Kulturpflanzen durch. Ab Juli werden die Forscher ab Juli 2009 die globale Genexpression bei der Keimlingsentwicklung, Samenentwicklung und Ertragsbildung beim Raps untersuchen.

mehr bei der JLU

9.7.2009


Designzelle aus Blau- und Grünalge. Grafik: RUB.

Die Designzelle als Energielieferant

Mit einer Gesamtsumme von 4,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das deutschlandweit größte Verbundprojekt zur Biowasserstoffproduktion: Unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Rögner (Biochemie der Pflanzen, Fakultät für Biologie und Biotechnologie der RUB) arbeiten acht international ausgewiesene Arbeitsgruppen fachübergreifend an der Entwicklung einer biologischen "Designzelle", die mit Hilfe von Solarenergie Wasserstoff aus Wasser erzeugt.

mehr bei der  RUB

9.7.2009


Kurioser Kuchenbaum, der an seinen Kurztrieben jährlich nur ein einziges Laubblatt bildet, das dieselbe Größe und Form aufweist wie ein Langtriebblatt. Foto: RUB.

Nicht alle Nadelbäume waren immergrün

Entscheidende Erkenntnisse zur Evolution von Nadelbäumen hat der Bochumer Biologe Dr. Veit Martin Dörken in seiner Dissertation gewonnen: Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammen die meisten der heutigen immergrünen Nadelhölzer von laubwerfenden Vorfahren ab, die vor Millionen von Jahren im Winter kahl waren. Die Ergebnisse widersprechen der allgemeinen Lehrmeinung, dass der immergrüne Zustand bei Laub- und Nadelbäumen immer der ursprüngliche Zustand sein muss. Für seine herausragende Doktorarbeit an der Ruhr Universität Bochum (RUB) erhält Dr. Dörken am 1. August den mit 2.500 Euro dotierten Camillo-Schneider-Preis der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG).

mehr bei der  RUB

8.7.2009

Ertragssteigerung durch bessere CO2-Nutzung von Pflanzen

BASF Plant Science und das Botanische Institut der Universität zu Köln geben bekannt, dass sie in der Pflanzenbiotechnologie zusammenarbeiten werden. Im Vordergrund stehen Pflanzeneigenschaften, die die Erträge von Nutzpflanzen wie Sojabohne, Reis und Raps steigern und ihre Toleranz gegenüber widrigen Umweltbedingungen wie beispielsweise Kälte, Trockenheit oder Versalzung verbessern.

mehr beim VBIO

8.7.2009

Schavan: "Bologna-Reform gemeinsam weiterentwickeln"

Im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses entstehen europaweit einheitliche Studienabschlüsse. Dazu gibt es wohl keine Alternative. Allerdings gilt es an verschiedenen Stellen erheblich nachzubessern. Zu einem Runden Tisch trafen sich am 6. Juli auf Einladung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan die Akteure der Hochschulbildung: Vertreterinnen und Vertreter der Studierenden, der Hochschulen und der Bildungsministerien des Bundes und der Länder. Schavan appellierte an die Anwesenden, aus den Fehlern bei der Umstellung auf die neuen Abschlüsse zu lernen.

mehr beim VBIO

7.7.2009


Die tRNA für Prolin zeigt, wie umfangreich das RNA editing in Isoetes sein kann: An 18 Stellen werden C gegen U getauscht. Grafik: AG Knoop, Uni Bonn

Brachsenkraut birgt genetische Überraschungen

Botaniker der Universitäten Bonn und Bielefeld sind bei genetischen Analysen der ursprünglichen Pflanze Brachsenkraut (Isoetes engelmannii) auf Überraschungen gestoßen, die sie in Nucleic Acids Research publizierten: Im Erbgut der Mitochondrien fanden sie mehr als 1.500 Fehler, die die Pflanze vor Umsetzen der Information korrigieren muss. Dazu steht ihr wahrscheinlich ein kompletter "Werkzeugkasten" mit vielen hundert Korrektur-Enzymen zur Verfügung. Möglicherweise gibt es sogar für jeden Fehler ein eigenes Werkzeug.

mehr bei der Uni Bonn

7.7.2009

Fluoreszenzmikroskopie mit verbesserter Auflösung in drei Richtungen

Forscher der Universität Bielefeld haben ein einfaches Verfahren entwickelt, mit dem es möglich ist, biologische Strukturen in Zellen mit circa zweifach besserer Auflösung in allen drei Raumrichtungen abzubilden. Unter Verwendung eines Standard Laser-Scanning-Fluoreszenz-Mikroskops (LSM) erreichten sie eine Auflösung von circa 130 Nanometer (nm) in zweidimensionaler ("lateraler") und 350 nm in räumlicher ("axialer") Richtung.

mehr bei der Uni Bielefeld

7.7.2009

2 Millionen Euro für Forschergruppe Photorespiration

Wie funktioniert Photorespiration? Wie ist sie entstanden? Zur Beantwortung dieser Fragen hat die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) eine Forschergruppe namens "Promics" gegründet. Daran beteiligt sind international führende Wissenschaftler der Universitäten Rostock, Düsseldorf und Hannover, der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft.

mehr bei der Uni Rostock

7.7.2009

Neuer Masterstudiengang: Biologie der Pflanzen

Die Funktionsweise des "Systems Pflanze" steht im Mittelpunkt des Masterstudiengangs Biologie der Pflanzen. Studierende beschäftigen sich mit systembiologischen Arbeitstechniken in den Bereichen Genomik, Transkriptomik, Proteomik und Metabolomik. Die Ausbildung ist primär darauf ausgerichtet, die Absolventinnen und Absolventen auf die eigenständige Durchführung von Forschungsarbeiten vorzubereiten, um zum Beispiel in den Entwicklungsabteilungen von Forschungszentren oder der Industrie tätig werden zu können.

mehr bei der Leibniz Uni Hannover

6.7.2009

Mit "gewöhnlichen" Fluoreszenzfarbstoffen lebende Zellverbünde nanoskopisch untersuchen

Ein Instrument zur Erforschung zellulärer Vorgänge haben Wissenschaftler der Universität Heidelberg entwickelt: Ihr weltweit schnellstes Nanolichtmikroskop zur 3D-Zellanalyse nutzt dabei ein neues Verfahren der Lokalisationsmikroskopie, die Spectral Precision Distance Microscopy (SPDM): Damit können mehrere lebende Zellen gleichzeitig mit ge­wöhnlichen, in den Labors sehr gut etablierten Fluoreszenzfarbstoffen wie dem Green Fluorescent Protein (GFP) im molekularen Detail untersucht werden. Anwendungsgebiete liegen überall dort, wo molekulare Bildgebung ("Molecular Imaging") auf der zellulären Ebene angestrebt wird.

mehr bei der Uni Heidelberg

6.7.2009

Von schlummernden Viren und geruchsgesteuerten Pflanzenläusen

Jetzt reift unser heimisches Beerenobst. Kirschen und Himbeeren kitzeln den Gaumen. Doch reiche Obst-Ernten sind keine Selbstverständlichkeit, denn die süßen Früchte munden Schädlingen ebenso wie uns. Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse vor zur Apfeltriebsucht/Phytoplasmen und zum Nachweis Apfelstammfurchungsvirus (ASGV) auf der Tagung "Virus other Graft Transmissible Diseases of Fruit Crops", die derzeit stattfindet.

6.7.2009

Europäische Biobank-Infrastruktur kündigt für 2010 vollständiges Prototypensystem an

Die Forschungsinfrastruktur für Biobanken und Biomolekularressourcen (BBMRI - Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure) hat mit dem Abschluss der Bewertung von über 300 großen europäischen Biobanken ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Die Projektleiter Prof. Kurt Zatloukal von der Medizinischen Universität Graz, Österreich, und Professor Eero Vuorio von der Universität Turku, Finnland, berichten CORDIS-Nachrichten von den aktuellen Bemühungen für die BBMRI. Sie wollen Forschern den gesamten Inhalt der Biobanken zugänglich machen und ein "Prototypensystem" entwickeln, das, so hoffen sie, Ende 2010 in Betrieb genommen werden kann.

mehr beim VBIO

6.7.2009

Ungebremster Artenschwund: 17.000 Arten laut IUCN akut vom Aussterben bedroht

Die Erde steuert nach einer aktuellen Analyse der Weltnaturschutzunion IUCN weiter direkt auf ein massenhaftes Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zu. Die in einer UN-Konvention vereinbarten Ziele, den Verlust der Biodiversität bis 2010 drastisch zu bremsen, können demnach nicht mehr erreicht werden.

mehr beim WWF

2.7.2009


Die blaue Färbung zeigt die Aktivität des Polycomb-Gens FIE (blau) in einer unbefruchteten Eizelle (rechts) im Archegonium. Im jungen Embryo (links) wird das Gen abgeschaltet. (Quelle: Development 136).

Grüne Stammzellen im Kleinen Blasenmützenmoos - archaischer Kontrollmechanismus entdeckt

Obwohl jede Zelle eines lebenden Organismus grundsätzlich die gleichen Gene enthält, setzen sich die meisten Tiere und Pflanzen aus einer enormen Vielfalt an Zelltypen mit je besonderen Funktionen zusammen: Menschen können mit ihren Hautzellen nicht denken und Rosen können mit ihren Wurzeln nicht blühen. Ein israelisch-deutsches Forscherteam hat nun entdeckt, was diesen Unterschied in einem Moos auslöst.

2.7.2009

Künftig mehr als 50% DFG-Projektstelle für Promovierende

Zur Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Projektstellen für Promovierende hat der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) den fachlichen Beratungsgremien die Möglichkeit eröffnet, zukünftig in allen Fächern für Promovierende Personalmittel von mehr als 50 Prozent einer Stelle vorzuschlagen, soweit es die nationale und internationale Wettbewerbssituation innerhalb und außerhalb des Wissenschaftssystems erfordert.

mehr beim VBIO

2.7.2009

Neue Phase der Exzellenzinitiative

Der Fahrplan für die neue Phase der Exzellenzinitiative steht: Der wiedergewählte Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Matthias Kleiner, stellte am Donnerstag, dem 2. Juli 2009, auf der Jahrespressekonferenz der DFG in Berlin den zeitlichen Ablauf für die Fortsetzung des Elite-Wettbewerbs vor.

mehr bei der DFG

2.7.2009

Europas Bildungssystem 'behindert kreatives Denken'

Europas Hochschulreformen machen die Absolventen weniger kreativ, erklärte Erik Spiekermann, einer der 27 Botschafter des Europäischen Jahres für Kreativität und Innovation, EurActiv in einem Interview. Der Bolognaprozess, der versucht, die akademischen Standards zu harmonisieren und Barrieren der Mobilität für Studenten und Lehrer zu entfernen, konzentriert sich auf die Ergebnisse, anstatt tief greifendes Studieren und kritisches Denken zu ermutigen.

mehr beim VBIO

1.7.2009

Debatte
Grüne Gentechnik

Europäische Wissenschaftler halten MON 810 für unbedenklich

Die Genmais-Sorte Mon 810 könnte eine weitere Anbauerlaubnis in der EU erhalten. Wie die Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erklärten, sehen sie keine Risiken. Die erste, bereits 1998 von der EFSA erteilte Genehmigung, war nach 10 Jahren ausgelaufen. Mon 810 war in Deutschland zugelassen, bis Ilse Aigner deren Anbau dieses Jahr wieder verbot.

mehr beim VBIO

und unter Sueddeutsche.de

jüngere und ältere Meldungen finden Sie über das Archiv