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Deutsche Botanische Gesellschaft e. V.
Informationen für Botanikerinnen und Botaniker - Februar 2009

27.2.2009


„Arrangierte Diatomeen" Präparat von J.D. Möller, 1889. Aufnahme (Dunkelfeld-Durchlicht) und Copyright: Matthias Burba, Hamburg

Das Universum im Mikroskop - Biodiversität und Ästhetik der Diatomeen

Galerieausstellung präsentiert Kieselalgen im Botanischen Museum Berlin-Dahlem. Sie zeigt die künstlerisch-ästhetische Aufbereitung von Diatomeen Ende des 19. Jahrhunderts sowie Aspekte der modernen Erforschung dieser Organismengruppe. Zum Ausstellungsteam zählen auch Mitglieder der Sektion Phykologie der DBG.

26.2.2009



Fächerflügler im Bernstein (oben) und Rekonstruktion nach SRµCT-Analyse von Thorax und Kopf. Fotos: Hans Pohl/FSU

Virtuelle Schnitte ermöglichen neuartige Einblicke

Jenaer Insektenforscher gelingen einmalige Aufnahmen von seltenem Fächerflügler, der in Bernstein eingeschlossen ist, mittels Synchrotronstrahlung Mikro-Röntgentomograph (SRµCT). Verglichen mit herkömmlicher Röntgenstrahlung zeichnet sich die sogenannte Synchrotronstrahlung durch eine hohe Intensität und Direktionalität aus. Neben der verbesserten zeitlichen Auflösung, die kurze Belichtungszeiten erlaubt, ermöglichen die kurzen Wellenlängen der Synchrotron-Röntgenstrahlung hohe räumliche Auflösungen, in dem Fall bis zu 3 µm. Durch das Ein- oder Ausblenden bestimmter Strukturen ist es erstmals möglich, in einen fossilen Fächerflügler hineinzuschauen.

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25.2.2009

Zentrales Sekretariat für Bio-Netzwerk

Biologisches Material für die Forschung aufbereiten und der Wissenschaft zugänglich machen - das ist weltweit Aufgabe von Kulturensammlungen. Viele dieser traditionellen Sammlungen sind durch Qualitätsmanagement in den letzten Jahren auf dem Weg, sich zu sogenannten "biologischen Ressourcen-Centern" (BRC) zu entwickeln. Um Daten und Informationen aus diesen Zentren besser zu verknüpfen, wurde nun der Grundstein für ein internationales Bio-Netzwerk gelegt, mit zentralem Sitz in Braunschweig: das GBRCN (Global Biological Resource Center Network).

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25.2.2009

Vegetationsdatenbanken helfen bei der Bewertung von Umweltproblemen

Wissenschaftler aus acht europäischen Ländern tagen vom 25. bis zum 27. Februar in Greifswald über floristische und vegetationskundliche Datenbanken. Die Informationen über die biologische Vielfalt (Biodiversität) sind ein unverzichtbares Hilfsmittel beim Umgang mit aktuellen Umweltproblemen. Sie geben Aufschluss über Verbreitung und Soziologie von (gefährdeten) Pflanzenarten und ermöglichen Analysen über das gemeinsame Vorkommen von Arten. Durch den Vergleich unterschiedlicher Zeitschnitte können Umweltveränderungen besser dokumentiert und prognostiziert werden

25.2.2009


Das Lern-System "EDMedia" ermöglicht Autoren von Lernmaterialien, Kurse flexibel und bedienerfreundlich modular aufzubauen. Foto: Frauenhofer  IDMT

CeBIT: Lernen am Computer - Spaß und Nutzen verbinden

Elektronische Lernsysteme müssen leicht zu bedienen, flexibel und dialogfähig sein, um Wissen erfolgreich zu vermitteln. Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft stellen auf der CeBIT vom 03. bis 08. März Software vor, mit der sich solche Lernprogramme erstellen lassen, die für Schulen, Universitäten und berufliche Weiterbildung geeignet sind. Die Software funktioniert ähnlich wie Wikipedia.

24.2.2009

Industrielle Bierhefe mit neuem Enzym kann nun den Pflanzenabfall Xylose direkt zu Ethanol vergären

Eckhard Boles, Professor an der Goethe-Universität und Mitbegründer des Schweizer Biosprit-Entwicklers Butalco GmbH, ist es gelungen, industriell genutzte Hefe so zu modifizieren, dass sie Xylose durch Einfügen eines einzigen neuen Schrittes direkt zu Ethanol vergärt. Das Verfahren ist inzwischen zum Patent angemeldet. "Das ist ein wirklicher Durchbruch für die industrielle Herstellung von Ethanol aus Pflanzenabfällen", sagt Boles, der das Verfahren nun kommerzialisieren möchte.

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24.2.2009

Bayer CropScience kooperiert mit Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung

Bayer CropScience und das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) haben eine Forschungsvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von gentechnisch modifiziertem, ertragreichem Hybridraps geschlossen. Ziel von Bayer CropScience ist es, die in Gatersleben bei Magdeburg entwickelten Innovationen in seinem InVigor® Raps-Saatgut in Nordamerika einzusetzen und weltweit Produkte für Märkte zu entwickeln, in denen eine große Nachfrage nach gesunden, hochwertigen Ölen besteht.

„Wir freuen uns sehr, ...

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24.2.2009

Was Klimawandel mit "Ortsschildern" im Roggenerbgut zu tun hat

Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts entwickeln Werkzeuge für die Züchtung angepasster Roggensorten. Durch einen Vergleich des Roggen-Erbguts mit dem des Reis ist es JKI-Forschern und ihren Partnern nun gelungen, zahlreiche weiße Flecken auf der Roggenkarte zu beseitigen. Sie fanden neue Gen-Marker, die Ortsschildern gleich helfen können, solche Roggensorten zu finden, die an Klimawandel und neue Schaderreger angepasst sind.

20.2.2009

Forschungsfreiheit in Gefahr

Die Forderungen der CSU, Forschungsprojekte mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Bayern nur in Gewächshäusern durchzuführen und Langzeitversuchsprojekte sogar zur Sicherheitsforschung komplett aufzugeben, kritisiert der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) auf das Schärfste. Damit setzen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bayerns Umweltminister Markus Söder Deutschlands Wirtschafts- und Wissenschaftskompetenz aufs Spiel.

Details beim VBIO

Hintergründe beim VBIO

siehe auch das Statement des
DBG-Vorsitzenden U.-I. Flügge
zur Forschungsfreiheit

19.2.2009

Ursache für dauerhafte Resistenz gegen Rostkrankheiten und Mehltau bei Weizen identifiziert

Forschern der Universität Zürich ist es in einer internationalen Zusammenarbeit gelungen, ein einzelnes Protein als Ursache für die dauerhafte Resistenz gewisser Weizensorten gegen Braunrost, Gelbrost, Schwarzrost und Mehltau zu identifizieren, wird in der Zeitschrift Science berichtet.

17.2.2009

DBG erstmals Schirmherrin

Mit Beginn der 22. Tagung Pflanzenmolekularbiologie in Dabringhausen tritt die Gesellschaft zum ersten mal als Schirmherrin einer Tagung auf. In dieser Funktion gewährt sie logitische Unterstützung und fördert auf diese Weise eines ihrer Hauptanliegen: die Veranstaltung wissenschaftlicher Kongresse und den direkten Austausch der ForscherInnen untereinander.

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17.2.2009

Aktionspozentiale in der Wurzelspitze der Pflanzen

Lange Zeit herrschte unter Botanikern Einigkeit, dass Pflanzenzellen ausschließlich mittels chemischer Signale kommunizieren. Neuere Studien stellen dieses Paradigma jedoch zunehmend in Frage. Der jüngste Anhaltspunkt stammt von Forschern der Universitäten Florenz und Bonn: Sie konnten in der Wurzelspitze von Mais spontan auftretende elektrische Signale nachweisen...

17.2.2009

EU-Studie: Biopharma-Sektor investiert am meisten in Forschung und Entwicklung

Biotechnologie und Pharmaindustrie entwickeln sich weltweit zu den Branchen mit den größten privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE). Nach einer aktuellen Erhebung der Europäischen Kommission liegt der Biopharma-Sektor bei den zweitausend weltweit am stärksten forschenden Unternehmen noch vor den Sparten Technologie-Hardware und Technologie-Ausrüstung.

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17.2.2009

KlarText - Preis für verständliche Wissenschaft

Der Preis der Klaus-Tschira-Stiftung wird an WissenschaftlerInnen verliehen, die die Ergebnisse ihrer Dissertation in einem Artikel verständlich beschreiben. Bewerben können sich Promovierte der Biologie, und anderer Naturwissenschaften, die ihre Dissertation im Jahr 2008 abschlossen. Es winken sechs Preise a 5.000 Euro. Bewerbungsschluß ist am 28. Februar.

über die Bewerbung bei der
Klaus-Tschira-Stiftung

16.02.2009

Frankreich: Genetisch veränderter Mais MON810 ohne Risiken für die Gesundheit?

Die "Agence francaise de sécurité sanitaire des aliments" (AFSSA) hat in einer Stellungnahme ("avis") diese Frage bejaht; die Generaldirektion für Gesundheit des Gesundheitsministeriums hatte die Stellungnahme von AFSSA angefordert. Die französische Regierung hat - vor der Sitzung des EU-Sachverständigenausschusses am 16.2.2009 - klargestellt, dass davon das von ihr am 9.2.2008 verhängte Verbot der Aussaat und des Vertriebs von MON810 in Frankreich unberührt bleibe.

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16.2.2009


Verkümmerte Arabidopsis-Pflanze der Bur-0 Rasse. Foto: Marco Todesco /Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

Zu viele Basen verderben das Gen

Ein Gendefekt einer Blütenpflanze liefert den Schlüssel für die genetischen Grundlagen neurodegenerativer Krankheiten

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben bei der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) einen Gendefekt gefunden, der auch für schwere neurodegenerative Krankheiten des Menschen verantwortlich ist. Die Erbkrankheiten entstehen dadurch, dass ein bestimmter Abschnitt der DNA in vielfacher Kopie vorliegt. Bei Arabidopsis führt dies dazu, dass die Pflanzen verkümmern.
Die Wissenschaftler um Detlef Weigel vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie sind durch eine Zufallsbeobachtung auf ...

13.2.2009

Das Gesetz des Schwächeren - Nicht nur starke Arten setzen sich durch

LMU-Forscher haben den Verlauf eines zyklischen Wettbewerbs dreier Arten simuliert. Dabei ist jede Spezies einer anderen Art überlegen, während sie von einem dritten Interaktionspartner geschlagen wird. "Bei dieser Form der kreisförmiger Konkurrenz erweist sich fast ausnahmslos die schwächste Spezies als Gewinner", berichtet Professor Erwin Frey, der Leiter der Studie. "Die beiden stärkeren Arten ...

12.2.2009

Weltweiter Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen:

13,3 Millionen Landwirte, 125 Millionen Hektar, 25 Länder

„Gentechnisch veränderte Pflanzen stehen kurz vor einer zweiten Welle weltweiter Anwendung. Gestützt auf einen wachsenden politischen Willen, den Bedarf an Lebensmitteln zu decken, wird diese Entwicklung auch in der zweiten Dekade ihrer kommerziellen Nutzung 2006 bis 2015 zu einem starken nachhaltigen Wachstum beitragen“. Dieser Ansicht ist...

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12.2.2009


Journal Source von Wiley

Molekularen Draht einstöpseln - Biokomponente als Herzstück eines künstlichen Photosystems

Japanische Forscher haben einen neuartigen Ansatz entwickelt, um Lichtenergie effektiv einzufangen: Sie "stöpselten" einen molekularen "Draht" direkt in ein biologisches photosynthetisches System und leiteten die dort freigesetzten Elektronen an eine Goldelektrode weiter. Der neue Ansatz der Forscher verbindet nun trickreich Photosystem I (PSI) der Blaualge Thermosynechococcus elongatus mit einer künstlichen Peripherie.

11.02.2009


Pflanzen-Scanner
Foto: Stefanie Erkeling, FH Achen

Hilfe für gestresste Pflanzen

In wenigen Sekunden stressresistente Pflanzen zu erkennen, ist das Ziel der Entwickler eines neuen Scanners. Am Institut für Bioengineering (IfB) der FH Aachen und das Institut für Biologie I der RWTH tüfteln Forscherinnen und Forscher zurzeit an einem Scanner, der in wenigen Sekunden Pflanzenblätter analysiert. Mit einem flächendeckenden Screening kann der Fortbestand vieler Pflanzenarten gesichert werden. ....

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11.2.2009

Unternehmens-Initiative zum Schutz der biologischen Vielfalt

Die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel im Mai 2008 ins Leben gerufene Initiative von Unternehmen zum Schutz der Biodiversität baut ihre Aktivitäten aus. Seit wenigen Tagen ist die „Business and Biodiversity-Initiative“ mit einem eigenen Internetportal online ...

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11.02.2009

Wettbewerb "Hauptsache Biologie"

Die Promega GmbH, Mannheim, sucht Autorenpaare aus Journalist und Wissenschaftler, die einen allgemeinverständlichen Artikel rund um das Thema Biologie verfassen. Die Preisgelder haben einen Gesamtwert von 20.000 Euro. Intention des Wettbewerbs ist es, die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an die breite Bevölkerung und die damit verbundene Förderung von Verständnis und Akzeptanz für die biologische Forschung zu unterstüzen.

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10.2.2009


Foto: Museum für Naturkunde Berlin

Darwin als Vorbild - gegen Wissenschaftsfeindlichkeit

Zu Darwins Geburtstag wenden sich Naturkundemuseen und Botanische Gärten gegen pseudowissenschaftlichen Kreationismus und unzulässige Grenzüberschreitungen. Ziel ist es allen Bevölkerungsgruppen die Faszination der Evolutionswissenschaften zu vermitteln ...

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6.2.2009


Foto: Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum

In die Karten geschaut: Wie Peroxisomen gebaut werden

Forscher der Ruhr-Universität in Bochum erschlüsseln neuen Transportweg für Peroxisomenproteine

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6.2.2009


Foto: Pressestelle Uni Düsseldorf

Neues Graduiertenkolleg: Pflanzen in sich verändernder Umwelt

Wie sich Pflanzen molekular an verändernde Umweltbedingungen anpassen, das untersucht ein neues Graduiertenkolleg an der Heinrich-Heine-Universität (The dynamic response of plants to a changing environment). Hier sollen komplexe Anpassungsprozesse von Pflanzen an unstete Temperatur- und Lichtverhältnisse untersucht werden.

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