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Ehrenmitglieder
Seit der Gründung ernennt die Gesellschaft bis zu 25 Ehrenmitglieder. Bis 1961 wurden vorwiegend verdienstvolle Wissenschaftler aus dem Ausland oder Nichtbotaniker, die sich um die Botanik verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern gewählt. Seitdem werden überwiegend Pflanzenwissenschaftler oder Persönlichkeiten mit anerkannten wissenschaftlichen Verdiensten um die Botanik ernannt.
Im Jahr 2007 wurden drei Wissenschaftler neu hinzu gewählt. Folgende Wissenschaftler sind Ehrenmitglieder der Gesellschaft:
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Erwin Beck, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2007.
Foto: privat |
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Erwin Beck (*1937); Universität Bayreuth, Deutschland
Als Wissenschaftler untersuchte Beck zunächst physiologische Zusammenhänge. Später nutzte er physiologische Methoden um ökologische Fragen zu beantworten. Ausgezeichnet wird er vor allem für seine Verdienste in der Forschungs- und Nachwuchsförderung: Beck gründete beispielsweise den ersten Graduiertenkolleg in Deutschland und ist aktives Mitglied zahlreicher Forschungs-Gremien. Von 1995 bis 2002 lenkte er die Geschickte der Gesellschaft als deren Präsident.
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Friedrich Ehrendorfer, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2000.
Foto: privat |
Prof. em. Dr. Friedrich Ehrendorfer (*1927);
Universität Wien, Österreich
Ehrendorfer etablierte die interdisziplinäre Pflanzensystematik in Europa, indem er die Systematik mit der Cytogenetik, der Evolutionsforschung und der Phylogenie verband. Sein Forschungsschwerpunkt sind Untersuchungen zur karyologischen, molekularen und vergleichenden Evolutionsforschung und Biosystematik der Höheren Pflanzen. Sein wesentlicher Verdienst ist der stete interdisziplinäre Dialog zwischen einzelnen botanischen Disziplinen.
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Karl Esser, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 1996.
Foto: privat |
Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Karl Esser (*1924);
Ruhr-Uni Bochum, Deutschland
Wie kaum ein anderer prägte Esser die Erforschung und Lehre der Genetik der Pilze. Er schrieb mehrere Lehrbücher und etablierte die Pilzgenetik als neues Fach an den Hochschulen. Viele seiner Schüler sind heute als Hochschullehrer oder Wissenschaftler in der Industrie erfolgreich. Für die Gesellschaft hat er internationale Beziehungen geknüpft.
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Anita Hoffmann, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 1986.
Foto: privat |
Dr. Dr. h.c. Anita Hoffmann (*1926);
Bonn, Deutschland
Anita Hoffmann wurde 1986 in Anerkennung ihrer Verdienste um die Forschungsförderung in der Botanik zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt.
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Otto Kandler, Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft.
Foto: privat |
Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Otto Kandler (*1920);
LMU München, Deutschland
Mit Carl Woese ergänzte Kandler die traditionelle Einteilung der Lebewesen in Eukaryonten und Prokaryonten um eine dritte Form, die Archaea. Kandlers Schwerpunkte waren ausserdem der pflanzliche Stoffwechsel und die Chemotaxonomie, die Phylogenie der Prokaryonten sowie die frühe Evolution des Lebens. Später widmete er sich der Erforschung der sogenannten Waldschäden sowie der Mikrobiologie der Milch und anderer Lebensmittel.
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Otto Ludwig Lange, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2002.
Foto: Wilma Kreßmann |
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otto Ludwig Lange (*1927);
Universität Würzburg, Deutschland
Als Ökophysiologe interessierten Lange zunächst die Mechanismen der Temperatur- und Hitzeresistenz arider Pflanzen. Mit seinen Gasmessungen revolutionierte er darauf die Messtechnik für Vorgänge von Wasserhaushalt und Photosynthese der Pflanzen vor allem unter Freilandbedingungen. Später reicht sein wissenschaftliches Interesse von den Flechten bis zu den Bäumen, von der Vegetationskunde bis zur Ökophysiologie. Neben Büchern schrieb Lange etwa 400 Publikationen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
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Walter Larcher, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2002.
Foto: privat |
Prof. Dr. Walter Larcher (*1929);
Universität Innsbruck, Österreich
Larcher gilt als Wegbereiter der modernen Pflanzenökologie. Als Lehrer, Forscher und Berater findet er weltweit Anerkennung. Sein Lehrbuch über Ökophysiologie wurde in viele Sprachen übersetzt. Auch seinen anderen Büchern und Artikeln verhilft seine Fähigkeit, Sachverhalte "in Bilder zu gießen" zum Erfolg, worauf zahlreiche internationale Ehrungen folgen.
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Ulrich Lüttge, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2002.
Foto: privat |
Prof. Dr. Ulrich Lüttge (*1936);
TU Darmstadt, Deutschland
Drei Themen haben es Lüttge besonders angetan: vakuoläre ATPasen, die Ökophysiologie tropischer Epi-, Xero- und Halophyten sowie endogene Rhythmen. Über sie schrieb er mehr als 440 Artikel sowie zahlreiche Bücher, in denen sich seine Begeisterung auf die Leser überträgt. Die DBG dankt ihm darüber hinaus für seine Erfolge als Chefeditor der Zeitschrift Botanica Acta und später Plant Biology.
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Hans Mohr, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2000.
Foto: Lehrstuhl für Botanik in Freiburg |
Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Mohr (*1930);
Universität Freiburg, Deutschland
Der Physiologe Mohr analysierte, wie Licht die Pflanzenentwicklung steuert: Er etablierte den Senfkeimling als Modellpflanze, entdeckte bereits vor der breiten Nutzung gentechnischer Methoden die differentielle Genaktivierung auf die Phytochrom-Wirkung und schrieb das erfolgreiche "Lehrbuch der Pflanzenphysiologie". Geehrt wird Mohr auch wegen seines Engagements als Wissenschaftler in der Gesellschaft: sein Credo von einer offenen, unvoreingenommenen und unparteiischen Wissenschaft vertritt er stets überzeugend.
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Wilhelm Nultsch, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 1996.
Foto: privat |
Prof. Dr. Wilhelm Nultsch (*1927);
Universität Marburg, Deutschland
Nultsch ist fast jedem Biologen wegen seines Lehrbuches "Allgemeine Botanik" und dem "Mikroskopisch-botanischen Praktikum" bekannt. Neben der Autorentätigkeit auch für andere Werke ist Nultsch ein aktiver Forscher der Fotobiologie. In seinen Ämtern in zahlreichen Gremien sowie als Vorsitzender der DBG (1985-1994) gestaltete er die Universitäts- und Forschungslandschaft Deutschlands.
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Benno Parthier, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2007.
Foto: Schink, Agentur punctum |
Prof. Dr. Dr. h.c. Benno Parthier (*1932);
Institut für Pflanzenbiochemie, Halle/S., Deutschland
Dank Parthiers Zivilcourage erzielte er trotz der sozialistischen Zeit in den 70iger und 80iger Jahren in Halle an der Saale Richtung weisende Ergebnisse: Er erklärte die Wirkung und Biosynthese der Jasmonate, pflanzlicher Stresshormone. Nach der Wende setzte sich der Biochemiker erfolgreich für die Vereinigung der beiden Wissenschaftssysteme ein. Auch in seinen Funktionen als Mitglied wissenschaftlicher Gremien und Akademien sowie als Herausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften förderte Parthier die Pflanzenwissenschaften nachhaltig.
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Peter H. Raven, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 1992.
Foto: Kristi Foster. Courtesy Missouri Botanical Garden |
PhD Peter H. Raven (*1936);
Missouri Botanical Garden, St. Louis, USA
Peter H. Raven ist ein auf der ganzen Welt bekannter Botaniker, der sich vor allem für den Erhalt der Biodiversität einsetzt. Er ist Experte für die Flora Chinas und schrieb darüber zahlreiche Bücher und Beiträge. Das bekannte Botanik-Lehrbuch "Biology of Plants" stammt ebenfalls von ihm. Mehr als 36 Jahre lang leitete Raven den
Missouri
Botanical Garden. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.
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Peter Sitte, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2000.
Foto: Wolfdieter Sitte |
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Peter Sitte (*1929);
Freiburg, Deutschland
Den Feinstrukturen der Pflanzenzelle gilt Sittes wissenschaftliches Interesse: Er unterschied erstmals zwischen Chromo- und Gerontoplasten und prägte Begriffe wie akkrustierte Zellwände oder komplexe Plastiden. Sitte wirkte an vielen Lehrbüchern mit, publizierte zahlreiche Artikel und gründete die Zeitschrift "Biologie in unserer Zeit"
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Masashi Tazawa, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 1995.
Foto: privat |
Prof. emer. Dr. Masashi Tazawa (*1930);
Universität Tokyo, Japan
Um die Physiologie pflanzlicher Membranen zu studieren, erdachte Tazawa grundlegende Experimente: die Perfusionstechnik, die Turgorwaage zum Messen des osmotischen Druckes und der Plasmaströmung. In deutschen und japanischen Laboren analysiert er Wasser- und Ionentransport, Salztoleranz, Erregungsvorgänge sowie die Regulation von Protonenpumpen. Die DBG dankt ihm für seine jahrzehntelangen Verdienste in der deutsch-japanischen Verständigung unter Botanikern.
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Gerhard Wagenitz, Ehrenmitglied der Gesellschaft seit 2007.
Foto: Jürgen Wagenitz |
Prof. Dr. Gerhard Wagenitz (*1927);
Universität Göttingen, Deutschland
Wagenitz ist ein einzigartiger Kenner der Pflanzenwelt und weltweit führender Systematiker der Korbblütler. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und seine Bücher - wie beispielsweise das "Wörterbuch der Botanik" - sind auch heute noch aktuell.
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