Articles for category News


03. Aug 2021

Biodiversitäts-freundliche Landschaften jenseits des Öko-Landbaus

Ein Mosaik aus natürlichen Lebensräumen und kleinräumigen und vielfältigen Anbauflächen sind laut den Autorinnen und Autoren sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft der Schlüssel, um Artenvielfalt zu fördern. Foto: Tibor Hartel

Ist der ökologische Landbau die grundlegende Alternative zur konventionellen Landwirtschaft, um die Biodiversität in Agrarlandschaften zu fördern? Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen stellt dies in Frage. Ein landschaftliches Mosaik aus natürlichen Lebensräumen und kleinräumigen und vielfältigen Anbauflächen sind laut den Autorinnen und Autoren sowohl in der konventionellen als auch in der ökologischen Landwirtschaft der Schlüssel, um Artenvielfalt großflächig zu fördern, wie das Team in der Fachzeitschrift Trends in Ecology and Evolution berichtet.

Quelle: Uni Göttingen

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03. Aug 2021

Naturnahe Kleinstrukturen ergänzen Blühstreifen beim Schutz von Bestäubern

Vivien von Königslöw fängt die Bienen und Schwebfliegen bei der Bestäubung mit einem Kescher, um sie besser bestimmen zu können. Foto: Vivien von Königslöw, Uni Freiburg

Die von Blumen bedeckten Ränder an Ackern blühen typischerweise zwischen Mitte Mai und Mitte August. Um Bestäuberinsekten in der Agrarlandschaft das ganze Jahr über zu unterstützen, sind ergänzende Lebensräume notwendig. Naturnahe Kleinstrukturen, wie beispielsweise Gräben, Böschungen, Hecken oder überwachsene Zäune könnten eine solche Ergänzung darstellen. Das zeigen Forschende aus Freiburg, die über zwei Jahre hinweg Blühstreifen sowie naturnahe Kleinstrukturen im Bodenseegebiet untersucht haben, wo aufgrund des großflächigen Obstanbaus ein besonderes Interesse an bestäubenden Insekten besteht. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscherinnen um Vivien von Königslöw, Dr. Anne-Christine Mupepele und Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein in der Fachzeitschrift Biological Conservation.

Quelle: Uni Freiburg

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03. Aug 2021

Mehr Vielfalt auf Tellern und Feldern

Prof. Brigitte Poppenberger (re.) und ihre Doktorandin Adebimpe Adedeji-Badmus umgeben von Ebolo-Pflanzen in einem Gewächshaus der TUM School of Life Sciences. Foto: A. Heddergott, TUM

Als Beitrag zur Nahrungsmittelsicherheit und -vielfalt in Subsahara Afrika soll ein dort vorkommendes vitamin- und mineralstoffreiches Blattgemüse in Kultur genommen werden. Derzeit enthalten die Pflanzen allerdings noch hochgiftige Stoffe, die krebserregend und leberschädigend sind, wie ein Forschungsteam um Brigitte Poppenberger von der TU München (TUM) zusammen mit Forschenden aus Nigeria im Fachjournal Frontiers in Plant Science gezeigt hat. Ziel der Forschenden ist es jetzt, toxinfreie Sorten zu züchten, um die Pflanze gefahrlos nutzen zu können.

Quelle: TUM

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03. Aug 2021

Raps-Kohlhernie mittels Pilzen in Schach halten

Mit Kohlhernie befallenen Pflanzen haben knollenartig verdickte Wurzeln. Foto: Jutta Ludwig-Müller, TU Dresden

An biologischen Methoden zur besseren Kontrolle der verbreiteten Pflanzenkrankheit Kohlhernie (auch Klumpfußkrankheit) bei Raps haben Teams in einem gemeinsamen Projekt geforscht unter Leitung von Jutta Ludwig-Müller, Professorin für Pflanzenphysiologie an der TU Dresden, und Dr. Nazanin Zamani-Noor, vom Julius- Kühn-Institut (JKI) Braunschweig. Dabei konnten sie durch die Zugabe des Pilzes Acremonium alternatum eine Erhöhung des Frischgewichts bei infizierten Pflanzen beobachten. Dies ist ein vielversprechendes erstes Ergebnis für die Agrarwirtschaft. Kohlhernie, eine typische Fruchtfolgekrankheit, wird vom Erreger Plasmodiophora brassicae hervorgerufen, dessen Dauersporen bis zu 20 Jahren im Boden überdauern können. Auch der Anbau resistenter Sorten verspricht oft nur eine kurzzeitige Entlastung. Dr. Susann Auer stellt in einem 3,5-Minuten-Video die gefürchtete Erkrankung der Pflanze vor (siehe bei YouTube). Der Abschlussbericht des von der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) geförderten Projekts ist nun bei UFOP veröffentlicht (siehe: pdf-Datei).

Quelle: TU Dresden

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02. Aug 2021

Bergwälder im Treibhaus - Forschung zu Klimawandel und Artenvielfalt

Subalpine Fichtenwälder, wie hier im Naturwaldreservat Wettersteinwald, gelten als besonders anfällig gegenüber den Folgen des Klimawandels. Foto: LWF

Im Alpenraum erwarten Forschende eine doppelt so hohe Erwärmung durch den Klimawandel wie im Flachland. Um die zu erwartenden massiven Auswirkungen des Klimawandels auf die Bergwaldökosysteme und ihre Lebensgemeinschaften zu erfassen, haben die Klimaexpertinnen und -Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ein neues Forschungsprojekt gestartet. Es soll bereits ablaufende Entwicklungen aufzeigen, bewerten und zukünftige Veränderungen der Wälder und ihrer Diversität voraussagen. Weiterhin sollen Informationen darüber liefern, wie Struktur und Artenzusammensetzung der Bergwälder durch die klimatischen Veränderungen beeinflusst werden. Dabei gewinnen die Forschenden detaillierte Informationen über die Zusammensetzung und die Struktur der Wälder sowie die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten. „Kennt man die Zusammenhänge zwischen dem Vorkommen der Arten auf der einen und den Klimaparametern auf der anderen Seite, können mögliche klimabedingte Änderungen in der Artenzusammensetzung vorausgesagt werden.“, sagen die Projektleiter Dr. Thomas Kudernatsch und Markus Blaschke.

Quelle: LWF

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02. Aug 2021

Digitale Sequenz-Informationen müssen frei verfügbar bleiben

Unter der Überschrift „Digitale Sequenzinformationen als Gemeingut erhalten“ haben 350 europäische Institutionen bzw. Einzelwissenschaftler und Einzelwissenschaftlerinnen kürzlich eine Stellungnahme lanciert, an der auch der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) beteiligt ist, zu dem auch die DBG zählt. Die Unterzeichnenden sind besorgt, dass Einschränkungen des offenen Austausches von Digitalen Sequenzinformationen (DSI) die Grundlagenforschung behindern, Maßnahmen zum Biodiversitätsschutz beeinträchtigen und Innovationen hemmen könnten. Letzteres wäre vor allem in Hinblick auf diejenigen Forschungen und Technologien fatal, die sich mit Herausforderungen in den Bereichen Ernährungssicherheit, Gesundheit, Biodiversitätsverlust und Klimawandel befassen. Beeinträchtigungen in diesem Bereich würden den Fortschritt bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) untergraben. Vor diesem Hintergrund sollten DSI offen zugänglich bleiben, was einen gerechten Vorteilsausgleich nicht ausschließt. Die Stellungnahme empfiehlt den politischen Entscheidungsträgern daher, multilaterale Ansätze zu verfolgen, die durch internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit ergänzt werden sollen.

Quelle: VBIO

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29. Jul 2021

Teure Invasion: Nicht-heimische Arten verursachten Kosten von über 116 Milliarden Euro in EU

Senckenberg-Wissenschaftler*innen haben gemeinsam mit einem internationalen Team die durch invasive Arten entstandenen Kosten in Europa und Deutschland untersucht. In ihren heute im Fachjournal NeoBiota erscheinenden Studien zeigen sie, dass in den europäischen Ländern im Zeitraum 1960 bis 2020 Schäden von mehr als 116,61 Milliarden Euro durch nicht-heimische Arten entstanden sind, wie z.B. durch das Beifußblättrige Traubenkraut Ambrosia artemisiifolia, Wanderratten oder den Asiatischen Eschenprachtkäfer. In Deutschland sind es für denselben Zeitraum geschätzte 8,21 Milliarden Euro. Die Ausgaben verzehnfachten sich laut den Forschenden in jeder Dekade – zudem seien die realen Kosten wahrscheinlich um ein Vielfaches höher.

Quelle: Senckenberg

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28. Jul 2021

Biomarker für den Eichenwickler trotzenden Eichen entdeckt

Eichenwicklerlarve in einem Eichenblatt. Foto: Hilke Schröder, Thünen-Institut

In den Blättern der Stieleiche haben Forschende Biomarker entdeckt, die dem Eichenwickler widerstehen. Damit lässt sich zum einen vorhersagen, wie anfällig bestimmte Waldgebiete für einen Befall des Eichenwicklers sind, zum anderen können bei Aufforstungen gezielt widerstandsfähige Jungpflanzen herangezogen werden. Das berichten die Forschenden des Thünen-Instituts für Forstgenetik in Großhansdorf und des Helmholtz-Zentrums München, Abteilung für Experimentelle Umweltsimulation im Fachmagzin New Phytologist.

Quelle: Thünen-Institut

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27. Jul 2021

Neues Forschungszentrum „Umwelttechnikum“

Der Klimawandel stellt Umweltwissenschaftler*innen vor viele drängende Fragen: Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Pflanzen, Boden, Atmosphäre? Wie verändern sich wichtige Prozesse wie Photosynthese oder Wasserflüsse? Wann erreichen Waldökosysteme ihre Kipppunkte? Die Eva Mayr-Stihl Stiftung unterstützt die Suche nach Antworten und fördert daher den Bau des Umwelttechnikums, eines forst- und umweltwissenschaftlichen Experimental-Forschungszentrums an der Universität Freiburg.

Quelle: Uni Freiburg

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26. Jul 2021

EU-Kommission stärkt Europäischen Forschungsraum

Mit einem Pakt für für Forschung und Innovation hat die Kommission am 16. Juli einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates in Europa angenommen. Der Vorschlag für den Pakt definiert gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung des Europäischen Forschungsraums (EFR), legt die Ziele für Investitionen und Reformen fest. Er bildet auch die Grundlage für eine EFR-Plattform, die die Koordinierung auf Ebene der EU und der Mitgliedstaaten vereinfachen soll und es den Mitgliedstaaten möglich macht, sich über bewährte Verfahren bei ihren Reform- und Investitionsansätzen auszutauschen. Um einen wirkungsvollen EFR zu gewährleisten, sollen vor allem Forschungs- und Innovationsakteuren in den Pakt eingebunden werden. Das berichtet der VBIO und verweist auf das Original-Dokument (pdf).

Quelle: VBIO

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26. Jul 2021

Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“

Arabidopsis-Keimlinge mit Priming bei moderaten Temperaturen und folgendem Hitzestress (44°C, links) im Vergleich zu Keimlingen mit Hitzestress ohne Priming (rechts). Aufnahme: Justyna Jadwiga Olas

Wie das Spross-Scheitel-Meristem auf Hitzestress reagiert, haben Forschende rund um Bernd Müller-Röber am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) und an der Universität Potsdam untersucht. Wie sie herausfanden, entwickelte es ein Stress-Gedächtnis. Aufgrund dieser Erinnerungsfähigkeit ist es in der Lage, besser auf einen weiteren nachfolgenden Stressor zu reagieren und tödliche Stress-Ereignisse sogar zu überleben. Demnach generiert das Spross-Scheitel-Meristem mit seinen Stammzellen ein eigenständiges, starkes Hitzestress-Gedächtnis auf Transkriptionsebene, unabhängig von anderen benachbarten Zellen. In einer umfassenden Gen-Expressionanalyse konnte die Forschenden verantwortliche Gene des Hitzestress-Gedächtnisses identifizieren. „Im Vergleich zu anderen Organen, wie den Blättern, konnten wir zeigen, dass im Meristem eine unabhängige, gewebespezifische Regulation vorliegt. Sowohl die Komponenten, als auch die Geschwindigkeiten der einzelnen Reaktionen unterscheiden sich stark von den Reaktionen in anderen Organen“, beschreibt Justyna Jadwiga Olas, Erstautorin der im Mai erschienenen Studie im Fachjournal Molecular Plant, die die Forschenden heute der Öffentlichkeit vorstellten.

Quelle: MPI-MP

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23. Jul 2021

Abstracts bis 31. Juli für YOUMARES erwünscht

Vom 5. bis 7. Oktober 2021 findet die Jugendkonferenz Youmares (young marine reserachers) der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung unter dem Titel Heading towards a sustainable and clean Ocean in Hamburg auf dem Schiff Cap San Diego im hybrid-Modus statt. Die Deadline zur Anmeldung der Konferenz der DGM (Deutsche Gesellschaft für Meeresforschung) wurde auf den 31.7.2021 verlängert. Die digitale Teilnahme ist kostenfrei, wer im Präsenz dabei sein wird, trägt einen kleinen Kostenbeitrag von 20 Euro, da Verpflegung und Aufenthalt auf dem Schiff kostenfrei gestellt werden.

Zur Tagungswebsite

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23. Jul 2021

Leopoldina nimmt Pflanzenforscher als neues Mitglied auf

Prof. Dr. Nicolaus von Wirén. Foto: Andreas Bähring, IPK

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Prof. Dr. Nicolaus von Wirén, Leiter der Abteilung für Physiologie und Zellbiologie am IPK Leibniz-Institut, als neues Mitglied aufgenommen.

Quelle: IPK (pdf)

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22. Jul 2021

Chromosomen, Evolution und Pflanzenzüchtung

Die Studiengruppe Cytogenetics der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung e.V. (GPZ) veranstaltet vom 27. bis 28. September 2021 ein Treffen zum Thema Chromosome biology in the context of evolution and plant breeding am Naturkundemuseum Senckenberg in Görlitz. Beiträge und Anmeldungen sind bis 1. September 2021 möglich. Folgende Sessions sind geplant:

  • Evolution, environmental response and plasticity
  • Genome stability, nucleus and chromosome architecture
  • New tools, perspectives, and applications
  • Mitosis, Meiosis, gamete formation, polyploidy and apomixes

Wie die Organisatorin und der Organisator, Christiane Ritz (Görlitz) and Andreas Houben (Gatersleben), wissen lassen, wird die derzeit noch in Präsenz geplante Veranstatlung ins Virtuelle verlegt, sollten Pandemie-bedingte Einschränkungen nötig werden, dann werden angefallene Gebühren erstattet.

Details via IPK Gatersleben 

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21. Jul 2021

Hirse-Biodiversität verspricht nachhaltigere Landwirtschaft

Perlhirse-Sorten können unterirdische Modifikationen bewirken, um unter Stressbedingungen zu überleben und die Produktivität in der Trockenregion zu erhalten. Sie passen sich ihrer Umgebung also an – wahre Überlebenskünstler! Foto und (c): Arindam Ghatak und MOSYS Lab

Verschiedene Perlhirse-Sorten haben variable Strategien, um gegenüber Dürre resistenter zu agieren: Das Getreide verzögert dabei die so genannte Nitrifikation. Das schildert ein internationales Team von Wissenschafter*innen um den Molekularbiologen Wolfram Weckwerth von der Universität Wien im Fachjournal Biology and Fertility of Soils. Ein besseres Verständnis dieses Prozesses verspricht zukünftig eine Minderung der landwirtschaftlich erzeugten Stickstoff-Belastung.

Quelle: Uni Wien

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21. Jul 2021

Große Artenvielfalt sorgt im Grünland für effiziente Phosphor-Nutzung

Artenreiches Grünland beherbergt auch im Boden viele Arten von Mikroorganismen, die im Zusammenspiel mit den Pflanzen die knappe Ressource Phosphor effizient nutzen. Dies fand die Geoökologin Professorin Yvonne Oelmann der Universität Tübingen gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam heraus. Für die Landwirtschaft könnten die Erkenntnisse ein Anreiz sein, die Artenvielfalt zu fördern. Denn Phosphor wird ins Grünland vielfach als kostenintensiver Dünger eingebracht, dessen Einsatz sich durch die Förderung der ober- und unterirdischen Artenvielfalt reduzieren ließe. Die Forschungsergebnisse hat Oelmann in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Grundlage dieser Untersuchung sind das „Jena Experiment“ und die Biodiversitätsexploratorien, in denen Forschende verschiedener Fachgebiete die Auswirkungen der Artenvielfalt (Jena Experiment) in Kombination mit der Landnutzung (Biodiversitätsexploratorien) in Grünlandökosystemen erforschen.

Quelle: Uni Tübingen

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20. Jul 2021

Lebenslanges Biologie-Lernen ist essentiell – nicht-formale Bildungsangebote sicherstellen

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) hat jüngst ein Positionspapier zu nicht-formalen Bildungsangeboten vorgelegt. Diese bilden eine zusätzliche Basis für die Entwicklung einer naturwissenschaftlichen bzw. biologischen Grundbildung. Um die entsprechenden Aktivitäten langfristig zu sichern, müssen sowohl die Bildungsinstitutionen selbst, als auch Politik und Förderinstitutionen gewisse Weichenstellungen vornehmen. Der Verband fordert insgesamt an fünf Stellschrauben zu drehen:

  • besserer Zugang zu nicht-formalen Bildungsangeboten
  • gesicherte Grundfinanzierung
  • Initiativen zur Fortbildung
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • stärkere Verzahnung der Angebote.

Quelle: VBIO

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16. Jul 2021

Europäischer Grüner Deal: Neue EU-Waldstrategie für 2030

Die Europäische Kommission hat heute die neue EU-Waldstrategie für 2030 angenommen, eine Leitinitiative des europäischen Grünen Deals, die auf der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 aufbaut. Die Strategie trägt zu dem vorgeschlagenen Maßnahmenpaket bei, mit dem die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % reduziert werden sollen und bis 2050 Klimaneutralität in der EU angestrebt wird. Sie trägt auch dazu bei, dass die EU ihrer Zusage nachkommen kann, den Abbau von CO2 durch natürliche Senken gemäß dem Klimagesetz zu beschleunigen. Auf ihrer Website gibt die Europäische Kommission Fragen und Antworten zur neuen EU-Waldstrategie für die Zeit nach 2020 (FAQ).

Quelle: EU Kommission

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15. Jul 2021

Mit DNA und Drohnen die Ernte retten

Eine Tabakpflanze (Nicotiana benthamiana), bei der ein sog. RUBY-Reporter eine Rotverfärbung der Blätter induziert hat. Foto: Wasim Djamriani, HHU

Das sechste Jahr in Folge haben sich Studierende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) zusammengefunden, um an „international Genetically Engineered Machine (iGEM)“ teilzunehmen, dem größten Wettbewerb im Bereich der synthetischen Biologie weltweit. Die Studierenden haben ein Jahr Zeit, um ein Projekt zu konzeptionieren, Gelder zu akquirieren und das Projekt umzusetzen. Ihr Motto dabei lautet: „Lokale Menschen lösen lokale Probleme“. Das diesjährige Team will ein System entwickeln, welches Stress in Pflanzen sowohl frühzeitig identifizieren als auch feststellen kann, woran die Pflanzen leiden. Landwirte können so wesentlich schneller Pflanzenschutzmaßnahmen einleiten, um ihre Felder effektiver zu schützen. Die gewonnenen „Stressdaten“ sollen zusätzlich maschinell ausgewertet werden, um unter anderem die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten besser vorhersehen zu können.

Quelle: HHU beim idw

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14. Jul 2021

In Extrem-Sommern trägt Forstwirtschaft zur Erwärmung der Wälder bei

Lichte Kiefernplantage in Brandenburg. Foto: Pierre Ibisch

Die forstliche Nutzung hat einen erheblichen Einfluss auf das Kühlungsvermögen von Wäldern und damit auch auf ihre Empfindlichkeit im Klimawandel. Das zeigen Forschende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), der Leuphana-Universität in Lüneburg und der Freien Universität Berlin in der Fachzeitschrift Ecological Solutions and Evidence  . Die für die Studie verantwortliche Wissenschaftlerin Jeanette Blumröder der HNEE stellt fest: „Ein stärkerer Holzeinschlag und eine entsprechend größere Öffnung des Kronendachs treiben die Höchsttemperaturen im Wald in die Höhe. Damit wächst auch die Vulnerabilität, also die Empfindlichkeit und Verletzlichkeit, der Wälder im Klimawandel."

Quelle: HNEE

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14. Jul 2021

GWAS: Mehr ist nicht immer besser

Rund 125 Millionen Basenpaare umfasst das Erbgut der Ackerschmalwand. Ein Team der Uni Würzburg hat sich jetzt drei Millionen davon genauer angesehen. Foto: Arthur Korte

Je mehr Exemplare man in einer genomweiten Assoziationsstudie (GWAS) vergleicht, desto stärker sollten solche Verbindungen zwischen Genotyp und Phänotyp auffallen. Dass dem nicht so ist, zeigen Forschende um Arthur Korte, Juniorprofessur für evolutionäre Genomik an der Universität Würzburg, in der Fachzeitschrift Molecular Biology and Evolution. Dazu hatten sie fast 900 Arabidopsis-Pflanzen von ganz verschiedenen Standorten in Europa, von Südspanien bis Mittelschweden analysiert.

Quelle: Uni Würzburg

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14. Jul 2021

Mit KI künftigen Waldbränden auf der Spur

Wie zunehmende Waldbrände langfristig die Landschaft gravierend verändern, wird mittels KI untersucht. Foto und (c): Rupert Seidl, TUM

Mit steigenden Temperaturen nimmt das Risiko für verheerende Feuer in der Natur zu. Forschende der Technischen Universität München (TUM) nutzen Methoden der Künstlichen Intelligenz, um die langfristigen Auswirkungen von vermehrten Waldbränden auf Waldökosysteme abzuschätzen. In ihren Simulationen zeigen sie, wie sich der Yellowstone Nationalpark in den USA bis zum Ende des Jahrhunderts entwickeln könnte. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachmagazin Global Change Biology. Das Forschungsteam trainierte dazu ein tiefes neuronales Netzwerk (Deep Neural Network), das Verhalten eines komplexen Simulationsmodells möglichst gut zu imitieren. Das neuronale Netzwerk lernt dadurch, wie das Ökosystem auf verschiedene Umwelteinflüsse reagiert, kommt dabei aber mit einem Bruchteil der Rechenleistung aus, die für große Simulationsmodelle sonst aufgewendet werden müsste. „Wir können damit räumlich hoch aufgelöste Simulationen von Waldgebieten mit mehreren Millionen Hektar durchführen“, sagt Erstautor Dr. Werner Rammer.

Quelle: TUM

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12. Jul 2021

Neue Hecken schützen das Klima

Untersuchung einer Hasel-Hecke bei Nienburg/Saale, Sachsen-Anhalt. Foto: Sophie Drexler, Thünen-Institut

Eine auf Ackerland neu angepflanzte Hecke von 720 m Länge kann langfristig die gesamten Treibhausgas-Emissionen kompensieren, die ein Durchschnittsdeutscher innerhalb von 10 Jahren emittiert. Das zeigen Berechnungen in einer Meta-Studie, die am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig durchgeführt wurden. Durch die Einlagerung von Kohlenstoff in der Biomasse der Hecke und als Humus im Boden können neue Hecken Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufnehmen und klimaunschädlich machen. Allerdings sind nur Neu-Anpflanzungen klimawirksam, denn mit ihrer zunehmenden Biomasse erhöhen sie die Kohlenstoff-Speicherung in der Landschaft. Das berichten die Forschenden im Fachjournal Regional Environmental Change.

Quelle: Thünen-Institut

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12. Jul 2021

Transsexueller Seetang gibt Einblicke in die Mechanismen der Geschlechts-Differenzierung

Feminisierter männlicher Riesen-Tang (links) und männlicher Riesen-Tang (nicht feminisiert, rechts). Aufnahmen: MPI für Entwicklungsbiologie

Einen Stamm von Riesen-Tang, der genetisch männlich ist, aber phänotypisch als weiblich erscheint, haben Forschende am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und ihre Kollaborationspartner*innen im Fachmagazin New Phytologist beschrieben. Der Tang-Stamm trägt das männliche V-Chromosom, erscheint aber überraschenderweise vornehmlich weiblich – obwohl ihm das U-Chromosom dafür fehlt. „Der genetisch männliche Riesen-Tang ist fast ununterscheidbar von einem weiblichen, und vor allem kann er sich sogar durch Parthenogenese fortpflanzen, was normalerweise den Weibchen vorbehalten ist“, sagt Susana Coelho, Hauptautorin der Studie. Coelho und ihr Team konnten die molekularen Mechanismen hinter diesem verblüffenden Phänomen identifizieren. Ihre Ergebnisse erlauben Rückschlüsse darauf, wie die sexuelle Entwicklung bei dieser Art auf molekularer Ebene eingeleitet wird.

Quelle: MPI für Entwicklungsbiologie

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09. Jul 2021

Studie: Genom-Editierung bei Lebensmitteln – wie reagieren Bürger?

Ein Forschungsteam der Universität Göttingen und der University of British Columbia in Vancouver (Kanada) hat untersucht, wie Bürgerinnen und Bürger in fünf verschiedenen Ländern auf verschiedene Anwendungen der Genom-Editierung in der Landwirtschaft reagieren, welche Anwendungen akzeptiert werden und wie Risiken und Nutzen der neuen Züchtungstechnologien eingeschätzt werden. Die Ergebnisse zeigen nur geringe Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern (Deutschland, Italien, Kanada, Österreich und USA). In allen Ländern werden Veränderungen des Genoms bei Nutzpflanzen eher akzeptiert als bei Nutztieren. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Agriculture and Human Values erschienen.

Quelle: Uni Göttingen

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09. Jul 2021

Biodiversitäts-Konferenz: VBIO und GASB kommentieren Überlegungen zur Synthetischen Biologie

Auch wenn noch nicht entschieden ist, ob die ursprünglich für den Herbst letzten Jahres geplante Biodiversitätskonferenz in Kunming pandemiebedingt nicht noch einmal verschoben wird, so sind die Vorbereitungen und Diskussionen in eine heiße Phase eingetreten. Unter dem Cartagena Protokoll wurde unter anderem die Studie Technical Series on Synthetic Biology vorgelegt, an deren peer review sich VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland) und GASB (German Association on Sythetic Biology) mit einer gemeinsamen Kommentierung beteiligt haben. Beide Organisationen setzen sich ein für die Freiheit biowissenschaftlicher Forschung wie für deren ethische, sichere Durchführung und die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften durch alle Beteiligten. Beide bemängeln gleichzeitig die nach wie vor fehle eine klare Unterscheidung zwischen Methoden und Anwendungen, die undifferenziert unter dem Oberbegriff Synthetische Biologie subsumiert werden. Ohne klare Definition sei eine Bewertung der Aussagen in der vorgelegten Studie nicht möglich. Eine gemeinsame Definition zu finden, sei zwar keine einfache Aufgabe, diese Schwierigkeit dürfte andererseits aber nicht genutzt werden, um den politischen Prozess zu blockieren.

Quelle: VBIO

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09. Jul 2021

Fernbedienung für Stomata

Fernsteuerung für die stomatäre Bewegung. Grafik: Lehrstuhl für Botanik I, JMU

Der Pflanzenforschung steht ein neues Werkzeug zur Verfügung: Im Journal Science Advances zeigt ein Forschungsteam, wie man die Stomata der Blätter durch Licht-Pulse schließen kann. Dazu hatten die Forschenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) einen lichtempfindlichen Schalter in die Schließzellen von Tabakpflanzen eingebaut, eine Technologie, die aus der Optogenetik stammt. Sie ist für tierische Zellen seit Jahren etabliert, für Pflanzenzellen steckt sie noch in den Kinderschuhen.

Quelle: JMU

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08. Jul 2021

Pflanzenreste auf dem Feld verrotten zu lassen ist gut für das Klima

Im Boden verrottende Pflanzen sind nicht nur als Kompost wertvoll. Tatsächlich spielen Pflanzenreste eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Kohlenstoff im Boden zu halten, was für die Reduzierung der CO2-Emissionen des Planeten wichtig ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachmagazin Nature Communications erschienene Studie von Forschenden der Technischen Universität München (TUM) und anderen Institutionen. "Kleine Teile von abgestorbenen Pflanzen werden oft nur als Fast Food für Bakterien und Pilze im Boden gesehen. Wir haben gezeigt, dass Pflanzenreste tatsächlich eine größere Rolle bei der Bildung und Speicherung von Kohlenstoff im Boden spielen als bisher angenommen", sagt Kristina Witzgall, Wissenschaftlerin am Lehrstuhl für Bodenkunde an der TUM

Quelle: TUM

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07. Jul 2021

Starkregen und Hitze – Details zum Klimawandel auf Landkreis-Ebene

Die globale Erderwärmung schreitet voran. Längst ist die 1-Grad-Marke überschritten. Die Folgen sind auch in Deutschland spürbar: Die Zahl der Hitzetage etwa nimmt zu, Extremwetterereignisse werden häufiger. Doch wie sieht es konkret bis zum Ende des Jahrhunderts aus? Forschende des Climate Service Center Germany (GERICS), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Hereon, haben hierzu „Klimaausblicke“ für Regionen und Landkreise entwickelt. Damit stellen sie mögliche Klimaänderungen für die kommenden Jahrzehnte anhand von 17 Kennwerten bereit.

Quelle: hereon

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07. Jul 2021

Wie Landnutzungstypen die artenreichen Wälder Ecuadors stablisiert oder bedroht

In der zweiten Förderphase wird sich die Forschungsgruppe den Trockenwäldern Ecuadors widmen. Foto: Nina Farwig

Die tropischen Bergregen- und Trockenwälder in Ecuador gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf der Erde. Doch diese Vielfalt ist bedroht, vor allem durch den Klima- und Landnutzungswandel. In der Forschergruppe „Umweltveränderungen in Biodiversitäts-Hotspot-Ökosystemen Süd-Ecuadors: Systemantwort und Rückkopplungseffekte“ (RESPECT) gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bio- und Geowissenschaften der Frage nach, welche Arten der Landnutzung das Ökosystem vor Ort stabilisieren und welche es bedrohen. Das Konsortium wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun in einer zweiten Förderphase mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Standen in den vorangegangenen Förderperioden vor allem die Bergregenwälder im Fokus, werden sich die Forscherinnen und Forscher in der zweiten Förderphase von RESPECT vor allem den Trockenwäldern in Ecuador widmen. Sprecherin der Forschungsgruppe RESPECT ist Prof. Dr. Nina Farwig von der Philipps-Universität Marburg.

Quelle: Uni Marburg

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06. Jul 2021

Was Mangroven zu effizienten Kohlenstoffspeichern macht

In den Mangroven der Sundarbans. Foto: Annika Stalling, ZMT

Die Fähigkeit von Mangroven, große Mengen an CO2 und anderen Klimagasen als organisches Material einzulagern, hat ein zunehmendes Interesse an diesem Ökosystem geweckt. Doch wie müssen Mangrovenwälder beschaffen sein, um als Kohlenstoffspeicher besonders leistungsfähig zu sein? Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) ging in einer Studie dieser Frage in den Sundarbans von Bangladesch nach. Die am 23. Juni in Nature Communications erschienene Studie, basiert auf einer Waldinventur: In 150 Waldparzellen wurde die Artenzusammensetzung der Mangrovenbestände erfasst. Wie das Forschungsteam herausfand, kann die Menge an gespeichertem Kohlenstoff zum einen durch die Artenvielfalt erklärt werden. Der wichtigste Faktor war jedoch eindeutig die Unterschiedlichkeit der Arten, die innerhalb einer Waldparzelle gemeinsam vorkommen: je unähnlicher die Baumarten, desto mehr Kohlenstoff wurde gespeichert. Die Vielfalt der Arteigenschaften spielte hingegen kaum eine Rolle.

Quelle: ZMT

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06. Jul 2021

Säure-Sensor in Arabidopsis entdeckt

Pflanzen nehmen Schaden, wenn sie für längere Zeit überflutet werden. Bild: Dorothea Graus, JMU Würzburg

Werden Pflanzen überschwemmt, fehlt ihnen Sauerstoff und ihre Zellen übersäuern. Wie die Modellpflanze Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand) diese Übersäuerung wahrnimmt, beschreibt ein Forschungsteam aus Jena, Würzburg und Talca (Chile) in der Fachzeitschrift Current Biology. Der neu entdeckte Sensor - der Anionenkanal SLAH3 - steckt in der Zellmembran, nimmt die Übersäuerung wahr und übersetzt dies in ein elektrisches Signal. Die Federführung bei der Studie hatten die Biophysiker Dr. Tobias Maierhofer und Professor Rainer Hedrich vom Lehrstuhl für Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Mit einem Mikroskopieverfahren klärten sie die Funktion auf: Im nichtaktiven Zustand liegt der Kanal als Komplex aus zwei Untereinheiten in der Zellmembran vor. Bei Sauerstoffmangel steigt der Säure- und damit auch der Protonengehalt in der Zelle, und Protonen binden an zwei spezifische Aminosäuren des Kanals.

Quelle: JMU Würzburg

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06. Jul 2021

Pflanzenwissenschaftlerin in Leopoldina gewählt

Prof. Dr. Maria von Korff Schmising wurde 2021 in die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina gewählt. Foto: Christoph Kawan, HHU

Prof. Dr. Maria von Korff Schmising, die an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) forscht und lehrt, ist in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt worden. Sie leitet das Institut für Pflanzengenetik an der HHU und ist Mitglied des Exzellenzclusters CEPLAS. Die Leopoldina zeichnete Maria von Korff Schmising für ihre hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Pflanzenforschung und wählte sie 2021 in die Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften. Neben Prof. von Korff Schmising gehören aus dem Exzellenzcluster CEPLAS Prof. Dr. Andreas Weber vom Institut für Biochemie der Pflanzen und Prof. Dr. Wolf B. Frommer vom Institut für Molekulare Physiologie der Leopoldina an, die beide im Jahr 2015 in die Leopoldina gewählt wurden.

Quelle: HHU

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06. Jul 2021

Baumwurzeln in tiefere Bodenschichten locken

Die Methode der Splittzylinder könnte auch Baumwurzeln in tiefere Bodenschichten locken. Der Baum könnte so auch mit größerer Trockenheit zurechtkommen. Grafik: Claus Mattheck, KIT

Baumwurzeln werden von feuchten Bodenbereichen angelockt, ein Phänomen, das als Hydrotropismus bekannt ist. Oberflächliches Bewässern führt deshalb dazu, dass Wurzeln nahe der Oberfläche bleiben, statt in die Tiefe zu wachsen. Forschendes im Fach Biomechanik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit der Methode der Splittzylinder ein leicht anzuwendendes Verfahren entwickelt, mit dem die Baumwurzeln in tiefere, feuchtere Bodenschichten gelockt werden. Damit sollen die Bäume widerstandsfähiger gegen Folgen des Klimawandels werden.

Quelle: KIT

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30. Jun 2021

Pflanzenwissenschaftlerin in Leopoldina gewählt

Ute Krämer erforscht, wie sich Pflanzen an vielfältige Umweltbedingungen anpassen. Foto und (c): Klaus Hagemann

Prof. Dr. Ute Krämer, Leiterin des Lehrstuhls für Molekulargenetik und Physiologie der Pflanzen an der Fakultät für Biologie und Biotechnologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB), wurde Ende Juni 2021 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt. Sie erforscht, wie sich Pflanzen an vielfältige Umweltbedingungen anpassen. Zum Beispiel können manche Pflanzenarten dank natürlicher Prozesse der Mutation und Selektion sogar auf giftigen, schwermetallverseuchten Böden gedeihen. Welche Veränderungen auf genetischer, molekularer und physiologischer Ebene dieser seltenen Fähigkeit zugrunde liegen – das ist eines der Forschungsthemen der Biologin. Ihre Arbeiten werden unter anderem seit 2018 durch einen Advanced Grant des European Research Council (ERC) gefördert.

Quelle: RUB

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29. Jun 2021

Wildbienen brauchen vielfältige Agrarlandschaften

Solitär lebende Wildbiene an einer Rapsblüte. Foto: Nicole Beyer

Massentrachten wie Raps oder Ackerbohnen bieten wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, die bei ihren Blütenbesuchen zur Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen beitragen. Doch nicht jede blühende Ackerkultur wird von denselben Bienen besucht. Ein Team der Universität Göttingen und des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig hat untersucht, wie sich die Lebensraumvielfalt der Agrarlandschaft und der Anbau verschiedener Massentrachten, das heißt blühender Kulturpflanzen, auf Wildbienen auswirken. Demnach erhöhen vielfältige Agrarlandschaften den Artenreichtum von Wildbienen. Blühende Ackerkulturen mit unterschiedlichen Blütenformen fördern unterschiedliche Wildbienenarten. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Landscape Ecology erschienen.

Quelle: Uni Göttingen

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28. Jun 2021

Allianz der Wissenschafts-Organisationen zur Wissenschafts- und Innovationspolitik in der Legislaturperiode 2021–2025

Unmittelbar vor der Bundestagswahl wendet sich die Allianz der Wissenschaftsorganisationen an die deutsche Politik und appelliert an deren Vertreterinnen und Vertreter, gemeinsam mit der Wissenschaft schon jetzt die Weichen für die Zukunft des deutschen Wissenschaftssystems zu stellen. Autonome Wissenschaft und verantwortungsbewusster Erfindergeist müssen im Dialog mit der Gesellschaft gestärkt und gegenüber den globalen Partnern und Wettbewerbern aktiv vertreten werden. In ihrem Positionspapier stellt die Allianz sieben Handlungsfelder vor, die in diesem Entwicklungszusammenhang von besonderer Bedeutung sind:

  1. Freiheit und Autonomie stärken
  2. Europäisch denken, global handeln
  3. Wissenschafts- und Innovationssystem agiler und partizipativer gestalten
  4. Wissenschaftskommunikation weiterentwickeln – Dialog zwischen Wissenschaftund Politik stärken
  5. Digitale Souveränität leben und gestalten
  6. Bildung und Karrieren ermöglichen, Talente gewinnen
  7. In die Zukunft investieren

Das meldet der Wissenschaftsrat.

Quelle: Wissenschaftsrat

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25. Jun 2021

Wie drei Proteine die Photosynthese regeln

Pflanzenphysiologe Prof. Dario Leister im Gewächshaus in Martinsried. Foto und (c): LMU

Ein Teilschritt der Photosynthese funktioniert nur dann korrekt, wenn ein „Kontrolleur“ und ein „Motivator“ die Aktivität des zentralen Proteins steuern. Wie das Team um Prof. Dr. Dario Leister der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) im Fachjournal Nature Communications schildert, kontrollieren sich drei Proteine bei einem Teilprozess der Photosynthese wechselseitig, nämlich PGRL1, PGRL2 und PGR5. Die Biologinnen und Biologen identifizierten nun PGRL2 als drittes beteiligtes Protein. Leister zeichnet ein anschauliches Gesamtbild: „PGRL1 ist der Motivator von PGR5, und PGRL2 der Kontrolleur. Ohne Motivator ist PGR5 inaktiv, ohne Kontrolleur arbeitet es sich ganz gut, aber ohne Motivator und Kontrolleur zeigt PGR5 eine zu hohe bis zerstörerische Aktivität.“

Quelle: LMU

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24. Jun 2021

Mehr Ertrag in Acker-Mischkulturen

Für die Mischkultur werden mehrere Pflanzenarten nebeneinander angesät. Die Durchmischung führt zu einer besseren Funktion des gesamten Ökosystems. Foto: C. Schöb, ETH Zürich

Was für das Wiesland gilt, gilt offenbar auch für das Ackerland: Mischkulturen sind ertragreicher als Monokulturen. Das zeigt ein Team um Professor Christian Schöb von der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich). In ihrem Experiment testeten die Forschenden von acht ausgewählten Arten jeweils Mischungen aus zwei respektive vier verschiedenen Nutzpflanzen, wie Weizen, Hafer, Quinoa, Linsen, Lupine, Lein und Leindotter (eine Ölsaat ähnlich wie Raps) sowie Koriander. Das Resultat war deutlich: Schon ab Mischungen von zwei Arten stieg der Ertrag gegenüber dem Anbau in Monokultur um 3 Prozent in Spanien und um 21 Prozent in der Schweiz. Säten die Forschenden vier Arten nebeneinander an, betrug der Mehrertrag sogar 13 beziehungsweise 44 Prozent in Spanien und der Schweiz. Ihre Studie ist soeben in der Fachzeitschrift Nature Plants erschienen.

Quelle: ETH Zürich

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24. Jun 2021

Bildgebende Darstellung eines Schlüsselenzyms im Pflanzenstoffwechsel erstmalig gelungen

Atomares Modell und funktionelle Module des Komplex I der Modellpflanze Arabidopsis thaliana. Grafik und (c): LUH

Jüngste Weiterentwicklungen der Elektronen-Kryomikroskopie machen es möglich, eine Schwelle in der pflanzengenetischen Grundlagenforschung zu überschreiten: Die Arbeitsgruppe von Dr. Jennifer Senkler und Prof. Hans-Peter Braun vom Institut für Pflanzengenetik der Leibniz Universität Hannover (LUH) konnte erstmalig die atomare Struktur der mitochondrialen NADH-Dehydrogenase, eines Schlüsselenzyms der Zellatmung, in der Pflanze Arabidopsis thaliana und der Grünalge Polytomella sp.darstellen. Dieses bildgebende Verfahren ist erst seit kurzer Zeit technisch möglich. Durch die neuen Einblicke können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun Erkenntnisse über die genaue Funktionsweise der pflanzlichen Zellatmung gewinnen, die bislang in dieser Detailschärfe nicht möglich waren. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal The Plant Cell.

Quelle: LUH

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24. Jun 2021

Plastizität unterstützt Evolution ökologisch spezialisierter Arten

Die als Plastizität bezeichnete Fähigkeit bestimmter Pflanzen, sich durch Veränderung ihrer Physiologie an zukünftige Umweltherausforderungen anzupassen, unterstützt die zukünftige Evolution in einer Weise, die immer von den spezifischen Herausforderungen abhängt, denen sich die Arten bei der Entwicklung ihrer spezialisierten Ökologie stellen müssen. Das hat ein internationales Team herausgefunden beim Vergleich von Arabidopsis thaliana mit zwei ihrer nahen Verwandten, A. lyrata und A. halleri, vor und während der Exposition durch schweren Trockenstress herausgefunden. Nach dem im Labor von Professorin Dr. Juliette de Meaux an der Universität zu Köln entwickelten Versuchsansatz, charakterisierten das Team die Plastizität und Evolution der Expression von zehntausenden von Genen. Die Autorinnen und Autoren konnten die Anzahl der Mutationen ermitteln, die sich in den Abstammungslinien von A. lyrata und A. halleri entwickelten, um die Plastizität der Genexpression zu erhöhen oder zu verringern. Ihre Ergebnisse zeigen, dass sich diese Rate zwischen den Arten ändert. In der trockenheitstoleranten Art A. lyrata entdecken sie viel mehr Mutationen, die die Evolution einer stärkeren plastischen Reaktion fördern, als in ihrer Schwesterart A. halleri, die mehr Schwierigkeiten hat, den Stress zu überleben. „Diese Arbeit dokumentiert die dynamische Evolution von Plastizität in komplexen Organismen, die mit Umweltveränderungen konfrontiert sind“, erklärt Professorin de Meaux. “Sie zeigt aber auch, dass ihre Rolle als Unterstützung für zukünftige Anpassungen nicht vordefiniert ist, sondern immer von den spezifischen Herausforderungen abhängt, denen sich die Arten bei der Entwicklung ihrer spezialisierten Ökologie stellen müssen." Die Studie erschien im Fachjournal Nature Communications.

Quelle: Uni Köln

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23. Jun 2021

Kompetenzzentrum Biodiversität und integrative Taxonomie nimmt Arbeit auf

Studierende auf einer insektenkundlichen Exkursion. Foto: SMNS

Das voranschreitende Artensterben stellt eine der größten Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert dar. Um diesem entgegenwirken zu können, müssen die bedrohten Arten bekannt und ihre Funktionen im Ökosystem verstanden sein. Deutschlandweit gibt es jedoch nur noch wenige Personen, die über vertiefte Artenkenntnisse verfügen und in der Lage sind, seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sicher zu bestimmen. Das Land Baden-Württemberg hat den Handlungsbedarf erkannt und die Landeskompetenzinitiative „Integrative Taxonomie“ gestartet. Mit dem „Kompetenzzentrum Biodiversität und integrative Taxonomie“ (KomBioTa) nimmt deren Herzstück nun seine Arbeit auf. Das melden gemeinsam die Universität Hohenheim, das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart (SMNS), und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg.

Quelle: SMNS

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23. Jun 2021

Wildbienen brauchen Totholz im Wald

Lichte Waldflächen fördern den Wuchs der Heidelbeere, von deren Nektar sich Wildbienen gerne ernähren. Foto: Tristan Eckerter

Ein Forschungsteam untersuchte, ob Strukturen wie stehendes Holz in Wäldern helfen, die Vielfalt von Wildbienen zu fördern. Darüber hinaus analysierten die Forschenden, welche weiteren natürlichen Gegebenheiten des fichtendominierten Waldes Wildbienen beim Überleben unterstützen. Dabei zeigte sich, dass die Schaffung von Totholz in Nadelwäldern eine vielversprechende Wiederherstellungsmaßnahme darstellt, um das Vorkommen von oberirdisch nistenden Bienen zu fördern. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Tristan Eckerter von der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie der Universität Freiburg in der Zeitschrift Forest Ecology and Management veröffentlicht.

Quelle: Uni Freiburg

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23. Jun 2021

Wie Pflanzen ihre lichtsammelnden Membranen gegen Umweltstress stärken

Mit Hilfe von Kryo-Elektronenmikroskopie hat ein internationales Forschungsteam die Struktur eines Proteins aufgeklärt, das photosynthetische Membranen aufbaut und aufrechterhält. Sie enthüllten, wie das Protein VIPP1 (vesicle-inducing protein in plastids) zur Bildung der Thylakoidmembranen beiträgt und erstellten dazu eine erste hochaufgelöste Struktur von VIPP1. Die Kombination dieser Strukturanalyse mit weiteren funktionellen Untersuchungen zeigte, wie sich VIPP1 zu einer verwobenen Membranhülle zusammensetzt, welche die Thylakoidmembranen formt. „Unsere Studie zeigt, dass VIPP1 eine zentrale Rolle sowohl bei der Entstehung der Thylakoide als auch bei ihrer Anpassung an Umweltveränderungen spielt“, erklärt Erstautor Tilak Kumar Gupta vom Max-Planck-Institut für Biochemie. Diese Erkenntnisse legen den Grundstein für biotechnologische Anstrengungen, um Pflanzen gegen Umweltstress zu stärken und so die menschliche Nahrungsversorgung zu sichern und den Klimawandel zu bekämpfen. Ihre Ergebnisse veröffentlichte das Team unter Leitung des Helmholtz Zentrums München im Fachjournal Cell.

Quelle: Helmholtz München

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23. Jun 2021

Zugvögel helfen nur bestimmten Pflanzenarten in den Norden abzuwandern

Auch Stechpalmen (Ilex aquifolium) tragen Früchte, wenn Singdrosseln (Turdus philomelos) in Europa nordwärts fliegen und werden daher potenziell von ihnen in diese Richtung ausgebreitet. Foto: David Chapman

Mit Hilfe von Zugvögeln in den Norden umziehen, wenn es im Süden durch den Klimawandel zu warm wird – eigentlich eine tolle Idee für wenig mobile Pflanzen. Eine neue Studie im Fachjournal Nature zeigt nun, dass das entgegen bisheriger Annahmen aber lediglich bei wenigen Pflanzenarten funktionieren dürfte. Demnach reisen nur die Samen der Pflanzenarten als blinder Passagier bei Zugvögeln nordwärts mit, deren Fruchtperiode sich mit dem Frühjahrszug überschneidet. Zudem liegt die Last der potenziellen Ausbreitung der Pflanzen in kühlere Gefilde auf den Federn einiger weniger paläoarktischer Vogelarten.

Quelle: Senckenberg

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22. Jun 2021

Dipeptide als Retter in der Stressbewältigung

Salz- und Catechin-Behandlungen bei Tabakkeimlingen Die Keimlinge wurden nach 7 Tagen Stressbehandlung fotografiert. Bei den Keimlingen mit Stressbehandlung zeigte sich, dass die Tyr-Asp Varianten sich unter diesen Stressbedingungen besser entwickelten als die Kontrollen. Foto: Juan C. Moreno

Ein neuartiges regulatorisches Molekül haben Froschende identifiziert und zeigen im Fachjournal wie es die Toleranz von Pflanzen gegenüber Umweltstress verbessert. Das Team um Dr. Aleksandra Skirycz - bis vor kurzem Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie, nun Professorin am Boyce Thompson Institute (BTI) in den USA -fand heraus, dass Pflanzen die NADPH-Produktion als Reaktion auf verschiedene Stresssituationen anregen, wie sie im EMBO Journal belegen. Dieser Mechanismus beinhaltet eine niedermolekulare Verbindung, ein Dipeptid Tyr-Asp. Tyr-Asp wirkt, indem es den pflanzlichen Kohlenstoff-Stoffwechsel so moduliert, dass Glukose, ein universeller Baustein, in Richtung der Produktion von NADPH verschoben wird. Konkret greift Tyr-Asp in den Glukosestoffwechsel ein, indem es ein glykolytisches Schlüsselenzym, die Glyceraldehyd-3-Phosphat-Dehydrogenase (GAPC), hemmt und so die Glukose auf den Pentosephosphatweg (PPP) und die NADPH-Synthese umleitet. In Übereinstimmung mit den molekularen Daten verbesserte Tyr-Asp die Pflanzenresistenz gegenüber oxidativem und Salzstress.

Quelle: MPI für molekulare Pflanzenphysiologie

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21. Jun 2021

Der Duft macht’s: Pflanzliche Inzucht mindert Attraktivität für Bestäuber

Blüte einer weiblichen Weißen Lichtnelke. Foto und (c): Roman Adler, CAU

Am Beispiel der Weißen Lichtnelke (Silene latifolia) und dem sie bestäubenden Insekt (der Lichtnelkeneule, Hadena bicruris), belegen Forschende der Abteilung Geobotanik am Institut für Ökosystemforschung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), welche Effekte der Lebensraum-Zerstörung den Fortbestand von Pflanzenpopulationen bedrohen kann. Darüber berichten sie im Fachjournal eLife.

Quelle: CAU

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21. Jun 2021

Universeller Regulationsmechanismus in Pflanzen entdeckt

Um das katalytische Zentrum befindet sich eine Molekülgruppe, die Gating-Domäne, welche zwei unterschiedliche Positionen einnehmen kann. Grafik: M. Künsting, HZB

Die 3D-Struktur eines katalytischen Metallo-Proteins, das in allen Pflanzenzellen eine wichtige Rolle spielt, haben Forschende nun bestimmt. Es handelt sich dabei um die DYW-Desaminase-Domäne des RNA-Editosoms. In dieser DYW-Domäne sitzt ein Zink-Ion, dessen Aktivität mit einem sehr ungewöhnlichen Mechanismus kontrolliert wird. Das deutsch-japanische Team am BESSY II vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) für Materialien und Energie konnte nun diesen Mechanismus erstmals im Detail aufklären. Die Studie in Nature Catalysis gilt als Durchbruch auf dem Gebiet der molekularen Pflanzenbiologie und hat weitreichende biotechnologische Implikationen.

Quelle: HZB

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21. Jun 2021

Warum Bäume nachts wachsen

Punktdendrometer an einem Stamm zur Messung von kontinuierlichen Stammradiusänderungen mit Mikrometerauflösung. Die Daten liefern Informationen zum Wachstum und zum Wasserhaushalt von Bäumen. Foto: Roman Zweifel, WSL

Wie eine Studie zeigt, wachsen Bäume vor allem im Dunkeln, weil das Wachstum bei Sonnenlicht durch die trockenere Luft gehemmt wird, selbst bei feuchten Bodenverhältnissen. Daher wachsen Bäume nur für eine geringe Anzahl von Stunden pro Tag und dies auch nur an vergleichsweise wenigen Tagen pro Jahr. Die Studie unter Leitung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) widerlegt damit den weit verbreiteten Irrtum, dass Bäume mehrheitlich tagsüber wachsen. Das berichten die Forschenden im Fachmagazin New Phytologist.  Diese Erkenntnis könnte die Art und Weise verändern, wie wir die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder betrachten, insbesondere für die Vorhersage der Kohlenstoffspeicherung von Bäumen.

Quelle: WSL

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21. Jun 2021

Frei verfügbar: einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde

Die globale Vegetationsdatenbank "sPlotOpen" ist ab sofort frei zugänglich. Darin versammelt sind Vegetationsaufnahmen von Pflanzen aus 114 Ländern, von allen Klimazonen der Erde. Erarbeitet wurde die Datenbank von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und des französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS). Erstmals steht so Forschenden weltweit ein ausbalancierter, repräsentativer Datensatz zur Vegetation der Erde zur Verfügung, wie das Team in der Fachzeitschrift Global Ecology & Biogeography berichtet.

Quelle: Uni Halle

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18. Jun 2021

Gene für Dürreresistenz in Buchen identifiziert

In Buchenwäldern haben die Hitzesommer Spuren hinterlassen: Fast die Hälfte der Bäume sind vielerorts in Hessen geschädigt. Foto: M. Pfenninger, V. Heymann, LOEWE-TBG

Welche Bäume überstehen trockene Hitzesommer und welche tragen starke Schäden davon? Für Buchen kann man diese Frage nun per Genomanalyse beantworten. Ein Team um Prof. Dr. Markus Pfenninger vom LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik und dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum hat geschädigte und gesunde Buchen in Hessen untersucht und Bereiche in deren Erbgut identifiziert, die für Dürreresistenz zuständig sind. Anhand dieser DNA-Abschnitte lässt sich für jeden einzelnen Baum sagen, wie gut er längere Trockenperioden übersteht. Dank gezielter DNA-Tests könnten daher widerstandsfähige Exemplare für die Forstwirtschaft ausgewählt und Buchenwälder für den Klimawandel fit gemacht werden. Die Studie hat das Fachmagazin eLife veröffentlicht.

Quelle: Senckenberg

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17. Jun 2021

Asteroideneinschlag verursachte kurzzeitige Algenblüte und Artensterben im Meer

Der Asteroid, der wahrscheinlich das Aussterben der Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren verursachte, löste eine starke globale Abkühlung und eine ausgeprägte Algenblüte aus, die auch in marinen Ökosystemen ein Massenaussterben verursachte. Die Forscherinnen und Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) simulierten die Produktivität des Ozeans vor und nach dem Asteroideneinschlag (Chicxulub impact). Die Simulationen zeigen eine kurzzeitige globale Algenblüte, die eine siebenmal höhere Produktivität erreichte als vor dem Einschlag. Da die Algen wahrscheinlich Giftstoffe produzierten, könnte ihre Zunahme zum Aussterben von Arten im Ozean beigetragen haben, wie die Forschenden im Fachmagazin Geophysical Research Letters schreiben.

Quelle: PIK

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15. Jun 2021

Greifswald stärkt Bioökonomie

Die Forschungskapazität in den Bereichen Paludikultur, marine Algen und Heilpflanzenzucht an der Universität Greifswald wird gezielt gestärkt, dank einer Förderung über eine Million Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Ausbau der innovationsfördernden Infrastruktur im Bereich Bioökonomie an der Universität soll das Potenzial für innovative Produkte und Dienstleistungen in der Bioökonomie erweitern. Die Investitionen bieten laufenden Forschungsprojekten sinnvolle methodische Erweiterungen, ermöglichen weitere Synergien zwischen Arbeitsgruppen und stellen einen wertvollen Praxisbezug für den im Aufbau befindlichen Master of Science Studiengang Bioeconomy dar.

Quelle: Uni Greifswald

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15. Jun 2021

Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet

Zwei Jahre lang haben die Forschenden die Pestizidbelastung an mehr als 100 Messstellen untersucht. Foto: André Künzelmann, UFZ

Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen. Sie gelangen aber auch in Bäche und schädigen die aquatischen Lebensgemeinschaften, die für den Erhalt der Artenvielfalt entscheidend sind, Teil des Nahrungsnetzes sind und die Selbstreinigung des Wassers unterstützen. In einem bundesweiten Monitoringprogramm haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaflter unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) gezeigt, dass die Grenzwerte für Pestizide zu hoch angesetzt sind und selbst diese in über 80 Prozent der Gewässer überschritten werden. Das berichten sie im Fachjournal Water Research. Wie sie schreiben, kann der Verlust der Artenvielfalt nur gestoppt werden, wenn die Umweltrisikobewertung der Pestizide reformiert wird.

Quelle: UFZ

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14. Jun 2021

Risiken der Erderhitzung für Deutschland

Bei einem ungebremsten Klimawandel würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes, die heute von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (BMU) vorgestellt wurde. Die Schäden wirken sich dabei wie bei einem Dominoeffekt von bereits heute stark belasteten Ökosystemen wie Böden, Wäldern und Gewässern hin zum Menschen und seiner Gesundheit aus.

Quelle: BMU

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14. Jun 2021

Symbiose aus Grünalgen, Wimpertierchen und Purpurbakterien

Ein Forschungsteam hat eine sehr seltene und rätselhafte Dreier-Endosymbiose entdeckt, die aus einem Wimpertierchen, einer Grünalge und einem zuvor unbekannten Purpurbakterium besteht. Wie die Forschenden durch Genomanalysen des pink-grünen Wimpertierchens herausgefunden haben, gehört das beteiligte Bakterium den sogenannten Schwefel-Purpurbakterien (Familie Chromatiaceae) an, hat jedoch die sonst typische Oxidation von Schwefelverbindungen aufgegeben. Das Genom des Purpurbakteriums ist stark reduziert und legt nahe, dass das Bakterium nun hauptsächlich im Dienste der Kohlenstoff-Fixierung steht und allein nicht mehr lebensfähig ist. Damit stellt die neue Bakterienart „Candidatus Thiodictyon intracellulare“ eine bemerkenswerte Ausnahme unter den bisher bekannten Schwefelpurpurbakterien dar. Der Artikel der Forschenden um Dr. Sebastian Hess vom Institut für Zoologie der Universität zu Köln im Wissenschaftsjournal Science Advances präsentiert diese neue Entdeckung und erklärt, wie das sauerstoffempfindliche Purpurbakterium mit Grünalge und Wimpertierchen zusammenlebt.

Quelle: Uni Köln

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11. Jun 2021

Lebensraum für Bestäuberinsekten verbessern

Kirschbäume ziehen Bestäuberinsekten wie die dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) an. Foto: Felix Fornoff

Der Rückgang von Bestäuberinsekten ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass in intensiv genutzten Agrarlandschaften Bäume und Sträucher fehlen. Ein Team um Dr. Christopher Morhart und Prof. Dr. Thomas Seifert von der Professur für Waldwachstum und Dendroökologie der Universität Freiburg untersucht deshalb im Rahmen des Projektes INTEGRA, wie sich Bäume und Sträucher auf landwirtschaftlichen Flächen als Lebensraum für bestäubende Insekten eignen.

Quelle: Uni Freiburg

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11. Jun 2021

Genauigkeit bei Vorhersage von Weizen-Erträgen verdoppelt

Durch die Erhöhung der Populationsgrößen konnte ein internationales Wissenschaftsteam unter Führung des IPK die Vorhersagegenauigkeit für den Ertrag bei Weizen verdoppeln. Foto: Christoph Martin, IPK

Künftig wird es wichtiger sein, die Erträge einzelner Sorten in einem bestimmten Umfeld möglichst genau vorhersagen zu können. Ein internationales Forschungsteam unter Führung des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung hat dazu umfangreiche Datensätze zusammengetragen, aufgearbeitet und analysiert. Letztlich konnte mit Big Data die Vorhersage-Genauigkeit für den Ertrag verdoppelt werden, wie die Forschenden in der Fachzeitschrift Science Advances berichten.

Quelle: IPK (pdf)

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10. Jun 2021

Klimawandel und Eiszeiten bescheren der Nachtkerze neue Arten

Lichtabhängige Änderung der Blattfarbe von inkompatiblen Nachtkerzen. Bei schwachem Licht (links) erscheint die Hybride normal. Bei stärkerem Licht (rechts) erleidet sie einen Lichtschaden, der auf eine gestörte Photosynthese zurückzuführen ist. Quelle: Zupok et al., 2021

Wie entstehen eigentlich unterschiedliche Arten? Bisher weiß man, dass es häufig zu einer Unvereinbarkeit zwischen dem Erbgut im Zellkern und dem Erbgut der Zellorganellen kommt. Diese Inkompatibilität verhindert eine Vermischung von Arten, über die genauen Mechanismen dahinter ist bisher allerdings wenig bekannt. Die Forschenden rundum Stephan Greiner am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie gehen der Frage nach, was selbst nahverwandte Arten davon abhält sich zu kreuzen, selbst wenn sie in nächster Nähe zueinander wachsen. Sie untersuchen hierfür die Modellpflanze Nachtkerze und konnten in ihrer im Fachjournal Plant Cell erschienen Publikation zeigen, dass die Photosynthese selbst eine große Rolle bei der Artbildung spielt.

Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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10. Jun 2021

Fortpflanzungsstrategie: Todesduft lockt Sargfliegen in Pfeifenwinden-Blüte

Aristolochia microstoma. Foto: Thomas Rupp et al., TU Dresden

Ein internationales Pflanzenforschungsteam unter Beteiligung des Instituts für Botanik der Technischen Universität Dresden hat eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt: die in Griechenland vorkommende Pfeifenwindenart Aristolochia microstoma produziert eine einzigartige Mischung von flüchtigen Stoffen, die dem Geruch von toten und verwesenden Insekten ähnelt, um dadurch die bestäubende Fliegengattung Megaselia (auch ‚coffin flies‘, deutsch ‚Sargfliegen‘) zu ihren Fallenblüten zu locken. Die Studie wurde am 21. Mai Open Access im Fachjournal Frontiers in Ecology and Evolution veröffentlicht und heute der Öffentlichkeit beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) vorgestellt.

Quelle: TU Dresden beim idw

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10. Jun 2021

Neu entwickelte Zuckerhirse-Sorte akkumuliert besonders viel Zucker

Die von Forschenden des KIT entwickelte Hirsesorte KIT1 akkumuliert sehr viel Zucker und gedeiht besonders gut unter gemäßigten Klimabedingungen. Fotos: Botanisches Institut, KIT

Eine am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte neue Zuckerhirsesorte akkumuliert besonders viel Zucker und gedeiht unter heimischen Bedingungen. Wie die Forschenden in der Zeitschrift Industrial Crops & Products berichten, hängen der Zuckertransport und die Zuckerakkumulation mit dem Bau der Leitungsbahnen der Pflanzen zusammen. Dies ergab ein Vergleich zwischen Zucker- und Körnerhirse. Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen. Zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.

Quelle: KIT

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10. Jun 2021

Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität und soziale Gerechtigkeit – nur im Dreiklang lösbar

Der Kampf gegen die Erderwärmung und für eine nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn die Menschheit die Themen Klimaschutz, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit fortan gemeinsam denkt und bei allen politischen Entscheidungen – global, national und regional – in ihren Wechselwirkungen gleichrangig berücksichtigt. Diese Aussage ist nach Ansicht deutscher Ko-Autoren die wichtigste Kernbotschaft eines neuen wissenschaftlichen Workshop-Berichtes zu „Artenvielfalt, Ökosystemen und Klimawandel“, den Expertinnen und Experten des Weltbiodiversitätsrates IPBES und des Weltklimarates IPCC erstmals gemeinsam erarbeitet haben. Er wird heute der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen darin, warum vor allem der Verzicht auf fossile Brennstoffe für Klima- und Naturschutz wichtig ist. Außerdem belegen sie, wie gesunde Ökosysteme langfristig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Autor*innen legen aber auch offen, in welchem Ausmaß einseitig gedachte Klimaschutzkonzepte wie der großflächige Anbau von Energiepflanzen der Natur kurz- und langfristig schaden und ihre Fähigkeit mindern, das Klima zu regulieren und die Menschen mit ausreichend Nahrung, Trinkwasser und anderen überlebenswichtigen Dienstleistungen zu versorgen.

Quelle: Gemeinsame Mitteilung Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

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10. Jun 2021

„Theorie erleben“ - Lehrpreis Biowissenschaften 2021 geht an Katrin Meyer

Dr. rer. nat. Katrin Meyer von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen erhält den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis in der Kategorie Biowissenschaften. Foto: Nina Heymann

Den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in der Kategorie Biowissenschaften erhält in diesem Jahr Dr. rer. nat. Katrin Meyer von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen. Sie konnte die Jury mit ihrem Konzept „Theorie erleben“ überzeugen. Bereits vor der Corona-Pandemie hat sie ein attraktives Online-Lehrangebot entwickelt, das die – oft nur kursorisch behandelten – theoretischen Grundlagen der Ökologie ganz bewusst in den Mittelpunkt stellt. Ihre interaktiven „Theorie-Erlebnisse“ vermitteln sowohl Methodenkompetenz als auch Fach- und Sozialkompetenzen, meldet der überreichende Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Theorie für Studierende erlebbar, anschlussfähig, zugänglich und verständlich zu machen, ist das Ziel von Dr. Katrin Meyer, die als wissenschaftliche Assistentin an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen im Bereich der Ökosystemmodellierung arbeitet. Ihr Konzept der Theorie-Erlebnisse bereichert Lehrveranstaltungen in sämtlichen an der Forst-Fakultät oder fächerübergreifend angebotenen Bachelor- sowie in weiteren Master- und Promotionsstudiengängen.

Quelle: VBIO

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09. Jun 2021

Neuer Land(wirt)schafts-Podcast

„Fruchtfolgen – die Zukunft auf dem Acker“: Neuer Land(wirt)schafts-Podcast vom rbb in Kooperation mit dem Forschungsnetzwerk „querFELDein”. Foto: rbb

Im neuen Podcast „Fruchtfolgen – die Zukunft auf dem Acker“ schauen der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das wissenschaftliche querFELDein-Netzwerk auf die Zukunft der Land(wirt)schaft. rbb-Moderator Andreas Jacob geht gemeinsam mit Forscherinnen und Forschenden aus der Region Berlin-Brandenburg auf Spurensuche: Wie sieht die Landschaft im Jahr 2050 in unserer Region eigentlich aus? Welche Auswirkungen hat das auf die Landwirtschaft und auf das, was wir auf unseren Tellern finden? Gelingt eine Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit? Diese und weiter Fragen will das Team klären, wie das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. meldet. Die sechs Episoden der ersten Staffel zum Thema „Agrarsysteme 2050“ werden vom 9. Juni an wöchentlich mittwochs auf rbbkultur.de/podcasts sowie auf der Seite des Forschungsnetzwerks unter www.quer-feld-ein.blog/hoeren/ veröffentlicht. Auch im Radio sind die Folgen zu hören: Antenne Brandenburg vom rbb sendet sie in der Reihe „Brandenburger Begegnungen“ jeweils am Mittwoch um 21.00 Uhr.

Quelle: ZALF

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09. Jun 2021

Aktuelle Fakten zum Klimawandel

Global Warming Stripes. Grafik: Ed Hawkins, Quelle: showyourstripes.info

Die Temperaturen steigen weltweit, Extremwetter nehmen zu, das Meereis geht dramatisch zurück – das Klima ist im Wandel. Mit Folgen für uns und unsere Umwelt. Was sind Ursachen für die Veränderungen? Wie zeigen sie sich? Und worauf müssen wir uns in Zukunft einstellen? Sechs namhafte Organisationen - darunter die Helmholtz-Klima-Initiative - geben in einer aktualisierten Faktensammlung einen Überblick über Erkenntnisse, die in der Wissenschaft unumstritten sind.

Quelle: Helmholtz-Klima-Initiative

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09. Jun 2021

Ursprung der Feenkreise: Euphorbia-Hypothese widerlegt

Ein vitaler Euphorbia-damarana-Busch, der am Rande eines viel größeren Feenkreises in der Region Brandberg wächst. Die Größenverteilung der abgestorbenen Sträucher stimmte nicht mit den Größen der Feenkreise in der Studie überein. Foto: Dr. Stephan Getzin

Die Feenkreise in der Namib-Wüste sind eines der Rätsel der Natur. Millionen dieser kreisrunden, vegetationslosen Flecken erstrecken sich über weite Gebiete an den Rändern der Namib. 1979 veröffentlichte G.K. Theron die ersten Forschungen über ihre Entstehung. Seine Hypothese war, dass giftige Substanzen aus den Blättern der Euphorbia damarana die Feenkreise verursachen. Im Rahmen einer neuen Studie fanden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Gobabeb Namib Research Institute die ursprünglichen Euphorbia-Pflanzen, die Teil von Therons Studie waren. Vier Jahrzehnte später sind die Forschenden nun in der Lage, Therons ursprüngliche Hypothese schlüssig zu widerlegen. Ihre Ergebnisse wurden am 28. Mai in der Zeitschrift BMC Ecology and Evolution veröffentlicht und heute der Öffentlichkeit präsentiert.

Quelle: Uni Göttingen

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07. Jun 2021

Satellitendaten zeigen, wo was angebaut wird

Vergrößerbare Karte der landwirtschaftlichen Nutzung in Deutschland. Quelle: Thünen-Institut

Aus Satellitendaten haben Forschende erstmals detaillierte deutschlandweite Karten zur landwirtschaftlichen Flächennutzung über mehrere Jahre erstellt und eine erste Version der interaktiven Karten von 2017 bis 2019 hier ows.geo.hu-berlin.de/webviewer/landwirtschaft/index.html veröffentlicht. Dazu haben Forschende des Thünen-Instituts, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. kooperiert und erstmals Karten zur landwirtschaftlichen Flächennutzung für die Jahre 2017, 2018 und 2019 aus Fernerkundungsdaten erstellt und somit für viele Fragestellungen der Umwelt- und Agrarpolitik nutzbar gemacht.  

Quelle: Thünen-Institut

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07. Jun 2021

Art der Waldnutzung beeinflusst Lebensrhythmus der Wildpflanzen

16 Arten frühblühender Wildpflanzen im Unterholz des Waldes wurden in die Studie einbezogen. Am unteren Rand der Bilder ist jeweils vermerkt, auf wie vielen der 100 untersuchten Flächen die Art vorkam. Fotos: Franziska Willems

Durch die Klimaerwärmung verschieben sich bei vielen Pflanzen die jahreszeitlichen Rhythmen, zum Beispiel die Blütezeit. Eine Studie der Universität Tübingen fand nun heraus, dass auch die Art und Weise der Landnutzung am Standort der Pflanzen den Takt ihrer Lebensabläufe erheblich beeinflussen kann. Ein Forschungsteam aus der Arbeitsgruppe Evolutionäre Ökologie der Pflanzen um Franziska Willems und Prof. Dr. Oliver Bossdorf hat in einer Vergleichsstudie hundert Waldflächen unterschiedlicher Nutzung untersucht. Es stellte fest, dass in intensiv forstwirtschaftlich genutzten Wäldern die Frühjahrsblüher im Unterholz, wie Buschwindröschen, Bärlauch oder Waldveilchen, durchschnittlich zwei Wochen später zur Blüte kommen als auf naturnahen Waldflächen. Die Studie veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Ecological Applications.

Quelle: Uni Tübingen

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07. Jun 2021

Gift aus Ahorn in Kuhmilch nachgewiesen

Kühe können das Gift Hypoglycin A aus dem Ahornbaum über ihre Milch weitergeben. Das zeigt eine Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB). Die Substanz kann beim Menschen und bei Tieren schwere Vergiftungserscheinungen auslösen. Die Forschenden haben das Gift nun in geringen Mengen in der Rohmilch von Kühen nachgewiesen, die auf einer Weide mit Bergahorn grasten. Im Fachjournal Toxins beschreibt das Team seine Funde und fordert weitere Untersuchungen, um eine potenzielle Gefahr realistisch einschätzen zu können.

Quelle: MLU

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04. Jun 2021

Pflanzenkonkurrenz im Klimawandel

Wie Pflanzen mit Stressfaktoren umgehen, ist bereits breit erforscht. Was aber geschieht, wenn eine Pflanze mit zwei zeitgleich auftretenden Faktoren konfrontiert wird? Das hat ein Forschungsteam um Simon Haberstroh und Prof. Dr. Christiane Werner von der Professur für Ökosystemphysiologie der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg untersucht. Im Park Tapada Real in der portugiesischen Kleinstadt Vila Viçosakonfrontierten sie die Korkeiche (Quercus suber) mit zwei Stressfaktoren: zum einen mit extremer Dürre, zum anderen mit der invasiven Pflanzenart Lack-Zistrose (Cistus ladanifer). „Die Faktoren agierten dynamischer als wir das erwartet hätten“, sagt Haberstroh, der die Untersuchungen für seine Doktorarbeit geleistet hat. In einem feuchten Jahr ergab die Doppelbelastung für die Korkeiche keine signifikanten Änderungen, unter Trockenheit stärkten oder schwächten sich die Faktoren jedoch gegenseitig. Ihre Ergebnisse publizierten sie im Fachjournal New Phytologist.

Quelle: Uni Freiburg

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03. Jun 2021

Botanischer Garten in Osnabrück öffnet mit neuer Dauerausstellung

Am Samstag, 5. Juni öffnet der Botanische Garten der Uni Osnabrück wieder mit einem umgestalteten Eingangsbereich und einer neuen Dauerausstellung „Botanik trifft Biologie“. Foto: Elena Scholz, Universität Osnabrück

Der neu gestaltete Eingangsbereich des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück wurde zusammen mit der Ausstellung „Botanik trifft Geologie“ am Freitag, 4. Juni, offiziell mit Stiftern und wenigen geladenen Gästen eröffnet. Am Samstag, 5. Juni, öffnet dann ab 14 Uhr der Botanische Garten nach langer Coronapause wieder seine Freianlagen für die Besucherinnen und Besucher.

Quelle: Uni Osnabrück

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01. Jun 2021

Digitaler Pflanzenschutz

Digitalisierung des Experimentierfelds, im Vordergrund steht das Messequipment. Foto und (c): Fraunhofer IOSB-AST

Pflanzenkrankheiten bedrohen die Erträge auf dem Feld. Schädlinge und parasitäres Unkraut verursachen jedes Jahr hohe Ernteausfälle von bis zu 30 Prozent. Im Projekt FarmerSpace untersucht das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Ilmenau gemeinsam mit Partnern den Einsatz von digitalen Technologien für den Pflanzenschutz. Ziel ist es, Blattkrankheiten und die Ausbreitung von Unkraut frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen mit Hilfe von Sensorik, Robotik und datengetriebenen Lösungen einzuleiten.

Quelle: Fraunhofer

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01. Jun 2021

Jugend forscht prämiert umweltschonendes Sonnenschutzmittel aus Blütenpollen

Im 56. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ sind Andreas (17) und Anna (13) Dobbelstein mit dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gestifteten Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ in Höhe von 1.500 Euro ausgezeichnet worden. Das Geschwisterpaar aus Göttingen erhielt den Preis für seine Arbeit „Sonnenschutzmittel aus Blütenpollen“, meldet die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FnR). Wie sie herausfanden, gleicht das Absorptionsspektrum der verwendeten pflanzlichen Farbstoffe dem eines handelsüblichen Sonnenschutzsprays mit LSF 30 – die konzentrierte Pollenschutzcreme hält UV-Strahlen also ähnlich gut ab. Da die UV-aktiven Substanzen auch in Blüten enthalten sind, wäre die Extraktion aus Blütenblättern kostengünstiger als das aufwendige Sammeln von Pollen. Die Sonderpreisgewinner nutzen ausschließlich ihre eigene Sonnencreme und stehen in Kontakt mit einem Unternehmen, das an der Entwicklung des Produkts interessiert ist.

Quelle: FnR

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31. May 2021

Nahrung für unsere Zukunft

Die zweite Kölner Food for Future Konferenz wird nun rein digital am 13. und 14. September 2021 stattfinden. Themen sind die interdisziplinären Aspekte und die Zukunft der Nahrungsmittelproduktion, die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse, die Veränderungen der Landnutzung und ihre Auswirkungen auf den ländlichen Alltag. Die Themen der englischsprachigen Konferenz, zu der bis 1. August Abstracts erbeten werden, thematisiert

  • Plant-Environment Interactions
  • Food and Rural Livelihoods
  • Urbanization and Development
  • Functional Food

Die Registrierung ist nun eröffnet und endet am 27. August.

Details auf der Konferenz-Website

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31. May 2021

Bürgerwissenschaft beschreibt Brombeer-Vielfalt

Die neu beschriebene Brombeer-Art Rubus cuspidatoides ist bisher nur aus Hessen bekannt und in ihrer Verbreitung im Wesentlichen auf die Hessische Rheinebene und den Odenwald beschränkt. Foto: Werner Jansen

Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaflter haben gemeinsam mit Forschenden von Senckenberg die Brombeer-Flora in Hessen und Sachsen erfasst. In den veröffentlichten Werken „Rubi Hassici – die Brombeeren Hessens“ und „Die Rubus-Flora der Oberlausitz“ zeigen sie, dass es dort weit mehr Arten dieser Gattung gibt, als bislang vermutet wurde. In Hessen wurden zudem vier Brombeer-Arten neu beschrieben, in der Oberlausitz eine dort bisher unbekannte Art gefunden.

Quelle. Senckenberg

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31. May 2021

Mit fossilen Pflanzenmolekülen der grünen Sahara auf der Spur

Die Pro­ben stam­men aus ei­nem Kern, den For­schen­de im ma­rok­ka­ni­schen Tis­lit-See im Hohen Atlas ge­won­nen ha­ben. Foto: Rachid Cheddadi, Universität Montpellier

Forschende haben ein neues Konzept entwickelt, anhand dessen die sogenannte grüne Sahara erklärt werden kann. Hierfür untersuchten sie fossile Pollen und Pflanzenwachse in einem Sedimentarchiv. Die Befunde überprüften sie mit einem Vegetationsmodell. Dadurch konnten sie nachweisen, dass eine dauerhafte Vegetationsbedeckung in der Sahara nur möglich war, weil sich zwei Regenzeiten überschnitten hatten. Ihre Ergebnisse haben Dr. Enno Schefuß vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, Dr. Rachid Cheddadi von der Universität Montpellier und ihre Kolleginnen und Kollegen jetzt in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Quelle: Marum

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28. May 2021

Photorespiration für verbesserten Pflanzen-Stoffwechsel nutzen

Das Team von Gain4Crops hat die Photorespiration und den C4-Stoffwechsel miteinander verbunden. Grafik: Gain4Crops

Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft birgt die Verringerung der Photorespiration, einem sehr energieaufwändigen Prozess, enormes Potenzial zur Verbesserung von Nutzpflanzen. Forschende um Prof. Dr. Andreas Weber vom Institut für Biochemie der Pflanzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und Prof. Dr. Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie haben nun eine Lösung gefunden, um die Photorespiration und den C4-Stoffwechsel, zwei der wichtigsten Ansatzpunkte zur Verbesserung der Ernteerträge, miteinander zu verbinden. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts Gain4Crops (www.gain4crops.eu) setzten sie eine neuartige Umgehungsroute für die Photorespiration ein, den mikrobiellen Beta-Hydroxy-Aspartat (BHAC)-Weg. Dieser erste Konzeptbeweis öffnet den Weg zu mehr Produktivität und weniger Ressourcenverbrauch im Pflanzenbau, wie sie Dienstag in der Fachzeitschrift PNAS berichten und heute der Öffentlichkeit vorstellen.

Quelle: HHU

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26. May 2021

multimedial: Pflanzenforschung und Bioökonomie

Das Projekt zeigt in Scrollytelling-Reportagen verschiedene Themen aus Pflanzenforschung und Bioökonomie. Quelle: HHU, CEPLAS, iStock.com/fad1986, verändert

Im Projekt „Pflanzenforschung 4.0“ des Exzellenzclusters CEPLAS an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) werden unterschiedliche Themen im Bereich Bioökonomie multimedial erklärt. Drei spezifische Themenbereiche werden als digitale Scrollytelling-Reportagen angeboten:

  • Pflanzenzüchtung: Von der Wildpflanze zur Nutzpflanze
  • Bioökonomie: Die Rolle der Pflanzen in der Bioökonomie
  • Innovationen: Wie können wir die Landwirtschaft von morgen nachhaltig gestalten?

Bild, Ton, Video und Text werden dabei zu einer interaktiven Geschichte verknüpft. Nutzerinnen und Nutzer scrollen und klicken sich durch die Reportage und können selbst entscheiden, wie tief sie in die Details eintauchen und zu welchen Themen sie mehr Informationen haben möchten. Zusätzlich können Interessierte mit Hilfe eines Smartphone-Audioguides auf drei thematischen Rundwegen im Botanischen Garten der HHU die behandelten Inhalte „live“ erleben. Sowohl die Reportagen als auch die Rundwege werden nacheinander im Laufe der nächsten Wochen veröffentlicht werden (Ende Mai, Juli und September).

Quelle: HHU

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25. May 2021

JKI-ZALF-Kooperation: Gemeinsam Transformation der Landwirtschaft vorantreiben

Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg und das Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen wollen künftig in der Forschung noch enger zusammenarbeiten. Dazu unterzeichneten die Leiter der Forschungsinstitute am 25. Mai 2021 am JKI-Standort Berlin-Dahlem einen Kooperationsvertrag. Besonderer Fokus liegt u.a. auf den Bereichen nachhaltige Landnutzung, Förderung der Biodiversität, Klimaanpassung und Etablierung von Forschungsdaten-Infrastrukturen. Anlässlich der Vertragsunterzeichnung geben beide Institutionen einen kurzen Einblick in Ihre Vorhaben.

Quelle: JKI

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25. May 2021

Feine Strukturen der Johannisbrotbaum-Blätter nachgefromt

Elektronenmikroskopische Aufnahme der Struktur der Blattoberfläche des Johannesbrotbaums. Aufnahme: João Rocha, Universidade de Trás-os-Montes e Alto Douro, Portugal

Die Pflanzen- und Tierwelt hat über Jahrmilliarden mikroskopisch kleine Oberflächenstrukturen geschaffen. Diese dienen auch für technologische Anwendungen als Vorbilder, weil sie zum Beispiel eine besonders gute Haftung ermöglichen oder das Licht auf eine spezielle Weise reflektieren. Solche Strukturen nachzuformen, ist allerdings oft sehr schwierig. Chemikerinnen und Chemikern der Universität des Saarlandes ist dieses Kunststück nun mit Blättern des Johannisbrotbaums gelungen. Dabei spielten speziell entwickelte Werkstoffe eine zentrale Rolle, wie sie im Fachjournal Langmuir der American Chemical Society
berichten.

Quelle. Uni Saarland

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21. May 2021

Eine Symbiose mit Pilzen ermöglichte pflanzliches Leben auf der Erde

Vaskuläre und nicht-vaskuläre Pflanzen formen Symbiosen mit Pilzen. Kreise links: Pilz (blau) in einer abgeschnittenen Luzerne-Wurzel (oben) oder einem Thallus von M. paleacea (unten). Kreise rechts: Stumpfblättrige Luzerne (oben), M. paleacea (unten). Bild: Aurélie Le Ru, Mélanie Rich, Pierre-Marc Delaux, CNRS

An Land wachsende Pflanzen besitzen Gene, die es ihnen ermöglichen, wertvolle Lipide mit nützlichen Pilzen auszutauschen. Diese Partnerschaft machte es Pflanzen vor Jahrmillionen überhaupt erst möglich, aus dem Süßwasser heraus das Land zu besiedeln. Darüber berichtet ein internationales Team unter der Leitung des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und des Institut national de la recherche agronomique (INRA) mit Beteiligung von Professor Dr. Marcel Bucher vom Institut für Pflanzenwissenschaften und Exzellenzcluster CEPLAS der Universität zu Köln, sowie Prof. Dr. Thomas Ott der Universität Freiburg in der Fachzeitschrift Science.

Quelle: Uni Köln

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20. May 2021

Tipps, Wissenschaft wirkungsvoll zu kommunizieren

Foto und (c): NaWik

Forschende, die ihre Wissenschaft einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren möchten, stehen meist vor zahlreichen Herausforderungen: Soll ich einen klassischen Vortrag halten oder erreiche ich mein Publikum besser mit einem Science Slam? Soll ich ein Experiment mitbringen oder arbeite ich lieber mit Folien oder einem Smartboard? Es geht also beispielsweise darum, die passende Form und angemessene Medien auszuwählen. Der neue Leitfaden Präsentieren des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation (NaWik) bietet Forschenden Orientierung im Dschungel der kommunikativen Möglichkeiten. Das Handbuch ist eines der Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprojekts Science In Presentations (SIP), das die Klaus Tschira Stiftung am NaWik gefördert hat. Der Leitfaden ist als PDF und gedruckt erhältlich.

Quelle: Klaus Tschira Stiftung

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20. May 2021

Für PostDocs: Interdisziplinäre Forschungsgruppen

Die Carl-Zeiss-Stiftung schreibt mit „Nexus“ ein neues Förderprogramm aus. Postdoktoranden erhalten bis zu 1,5 Millionen Euro für die Gründung einer interdisziplinären Forschungsgruppe. Gefördert werden die Stelle der Gruppenleitung sowie Personal-, Sach- und Investitionsmittel für fünf bis sechs Jahre. Antragsberechtigt sind Postdoktoranden, die eine Arbeitsgruppe an einer staatlichen Hochschule oder einem Forschungsinstitut in den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Thüringen aufbauen wollen. Das Forschungsvorhaben muss im MINT-Bereich an der Schnittstelle zwischen zwei oder mehr Disziplinen liegen. Bewerbungsschluss ist am 20. August 2021.

Quelle: Carl-Zeiss-Stiftung

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20. May 2021

Tibet: Weniger Wald, mehr Arten

Alpine Pflanzen wie diese Saussurea stella, leben im Hengduan-Gebirge. Foto: Richard H. Ree, Field Museum

Üblicherweise gelten Bergwälder als die artenreichsten Lebensräume im Gebirge. Wie ein Team vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) im Hochland von Tibet herausgefunden hat, beherbergen die höher liegenden baumlosen Bergregionen aber deutlich mehr Spezies. Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie jetzt im Fachjournal Nature Communications. Sie helfen besser abzuschätzen, wie die Artenvielfalt der Bergregionen im Zuge der Erderwärmung schwinden wird – wenn sich die Bergwälder weiter nach oben ausbreiten.

Quelle: AWI

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18. May 2021

Nachweisverfahren für genomeditierte Pflanzen

In Gewächshäusern der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät überprüfen Forschende, ob es möglich ist Genom-editierte Rapspflanzen zu identifizieren. Foto und (c): Dr. Dirk Schenke

In einem Projekt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) überprüfen Forschende, ob es möglich ist Raps-Pflanzen zu identifizieren, deren Erbgut mit der Genschere CRISPR/Cas verändert wurde. Die Abteilung von Daguang Cai, Professor für Molekulare Phytopathologie und Biotechnologie an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät, fokussiert sich dabei auf die Entwicklung und Validierung möglicher Nachweis- und Identifizierungsverfahren, die auf Next Generation Sequencing (NGS) basieren. NGS ist eine Technik mit der parallel und im Hochdurchsatz DNA oder RNA Fragmente sequenziert werden können. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert die Forschung mit rund 800.000 Euro.

Quelle: Uni Kiel

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18. May 2021

Schutz biologischer Vielfalt durch Gemeinsame Agrarpolitik ist machbar

Landschaften wie diese vielfältig genutzte und reich strukturierte Agrarlandschaft im niedersächsischen Wesertal erfüllen viele der aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen Eigenschaften. Foto: Sebastian Lakner

Ein Team aus 300 europäischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen hat in Abstimmung mit der EU-Kommission Empfehlungen erarbeitet, wie die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union mit den bereits beschlossenen Instrumenten einen substantiellen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt leisten kann. Der Bericht (siehe pdf bei Thünen), verfasst von Forschenden des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Thünen-Instituts und der Universität Rostock, wird der EU-Kommission am 19. Mai in einem öffentlichen Online-Symposium vorgestellt. Informationen zum Online-Symposium: https://www.idiv.de/de/icap-bes/cap-post-2020.html

Quelle: iDiv

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18. May 2021

Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei

Blüte und Samenkapsel des Schlafmohns. Foto: Raül Soteras, AgriChange-Projekt

Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder. Forschende der Universität Basel konnten anhand einer neuen Analyse archäologischer Samen die Vermutung untermauern, dass prähistorische Bauern rund um die Alpen an der Domestizierung des Schlafmohns beteiligt waren. Mit einer neuen Analysemethode konnten die Forschenden gemeinsam mit ihren Kolleg*innen aus Montpellier die Hypothese bestärken, dass ab etwa 5500 v. Chr. prähistorische Bauern rund um die Alpen begannen, den Schlafmohn grossflächig anzubauen und zu nutzen. Damit trugen sie zu seiner Domestikation bei, wie das Team im Fachjournal Scientific Reports berichtet.

Quelle: Uni Basel

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17. May 2021

Wie kooperative Wurzelnetzwerke gestressten Bäumen helfen

Miteinander verwachsene Mangrovenwurzeln bilden ein Netzwerk. Foto: Alejandra Vovides

Dass Wurzeln von Bäumen derselben oder verschiedener Spezies miteinander verwachsen und sich so zu Netzwerken verbinden, ist nicht neu. Welche Bedeutung dies genau für die Waldökologie hat, ist jedoch noch weitgehend unbekannt. Die im Fachmagazin Communications Biology geschilderten Ergebnisse der Forschungsgruppe um Uta Berger, Professorin für Forstliche Biometrie und Systemanalyse an der TU Dresden sowie der University of Glasgow, Mende University Brno und dem mexikanischen Instituto de Ecología in Veracruz bringen hier neue Erkenntnisse: Die Untersuchungen in der Lagune La Mancha am Golf von Mexiko bestätigten die Hypothese, dass es sich bei den Wurzelnetzwerken um eine Überlebensstrategie handelt: Über die vernetzten Wurzeln tauschen die Mangroven in Zeiten des Mangels Wasser und darin gelöste Nährstoffe aus.

Quelle: TU Dresden

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17. May 2021

Baumarten-Vielfalt ist kein Schutz gegen Borkenkäfer-Befall

Luftaufnahme vom Baumdiversitätsexperiment IDENT bei Freiburg vor (links) und nach (rechts) der Trockenheit und dem Borkenkäferbefall im Jahr 2018. Fotos: Luftaufnahmen - K. R. Kovach; Kupferstecher - U. Schmidt

In den vergangenen Jahren konnten es Försterinnen und Förster hautnah beobachten: Erst schwächt langanhalte Trockenheit die Bäume, dann greifen Borkenkäfer und andere Schädlinge an. Während gesunde Bäume die Eindringlinge mit Harz fernhalten, sind gestresste beinahe wehrlos. Die Freiburger Wissenschaftlerin Sylvie Berthelot und ihr Team berichten im Fachmagazin Journal of Ecology, wie die Zusammensetzung der Baumarten eines Waldes das Fressverhalten der Borkenkäfer beeinflusst. „Eine zunehmende Baumvielfalt kann das Risiko eines Borkenkäferbefalls für Gattungen, die für hohe Befallsraten anfällig sind wie Lärche und Fichte verringern. Aber das Risiko für weniger bevorzugte Gattungen wie die Kiefer oder exotische Bäume kann mit der Baumvielfalt zunehmen, da einmal angelockte Käfer auch diese Bäume befallen“, sagt Berthelot. Zwar gebe die Studie Hinweise darauf, dass nicht-heimische Baumarten wenig befallen werden, da die Käfer diese Gattungen nicht kennen. „Dieser Effekt kann sich mit den Jahren allerdings abschwächen.“ In Mischwäldern werde das Risiko eines Befalls also eher auf die Baumarten umverteilt als für alle reduziert.

Quelle: Uni Freiburg

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